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	<title>Kontrollverlust &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Kontrollverlust prägt eine Angststörung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Betroffene einer generalisierten Angststörung erleben tagtäglich unterschiedliche Ängste vor den verschiedensten Dingen. Immer neue Szenarien spielen sich in ihrer Vorstellung ab. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Das typische Merkmal ist der Kontrollverlust, ebenso, dass Betroffene ihre Sorgen und Ängste verteidigen und auch hier eine Erklärung dafür anbieten, warum sie so sein müssen und warum sie im Recht ... <a title="Kontrollverlust prägt eine Angststörung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kontrollverlust-praegt-eine-angststoerung.html" aria-label="Mehr Informationen über Kontrollverlust prägt eine Angststörung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Betroffene einer generalisierten Angststörung erleben tagtäglich unterschiedliche Ängste vor den verschiedensten Dingen. Immer neue Szenarien spielen sich in ihrer Vorstellung ab. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Das typische Merkmal ist der Kontrollverlust, ebenso, dass Betroffene ihre Sorgen und Ängste verteidigen und auch hier eine Erklärung dafür anbieten, warum sie so sein müssen und warum sie im Recht sind. Da der psychische Apparat unter ständiger Hochspannung arbeitet, sind zahlreiche körperliche Beschwerden typische Begleiter. Dazu zählen innere Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Zittern, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schwindel, Benommenheit et cetera. Betroffene klagen häufig über Schmerzen, für die keine körperlichen Ursachen zu finden sind. Die zahlreichen Beschwerden befeuern den Teufelskreis, in dem sich die Betroffenen befinden, dann mit immer neuen Gesundheitssorgen. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5472"></span></p>
<p><strong>Beruhigungsversuche sind nicht wirklich erfolgreich</strong></p>
<p>Die Ängste und Befürchtungen wollen Betroffene mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zum Verschwinden bringen. Heinz-Peter Röhr weiß: „Bei Menschen mit einer Angststörung scheint der Neokortex, also das logische Denken, mehr oder weniger blockiert. Die Amygdala ist von Ängsten überschwemmt.“ Die Fragen haben daher oft einen kindlichen Charakter: „Habe ich das richtig gemacht?“, „Ist das gefährlich?“. Da Beruhigungsversuche nicht wirklich erfolgreich sind, kommt es auch darüber zu einem Kontrollverlust, insofern die Fragen zwanghaft immer wieder gestellt werden müssen.</p>
<p>Angehörige geraten in eine schwierige Situation. Einerseits werden sie mit unsinnigen Fragen bombardiert, andererseits wollen sie nicht zurückweisend und verletzend auftreten, da dies die Ängste weiter verstärkt. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Die Hilflosigkeit des von solch einer generalisierten Angststörung Betroffenen nimmt zu und Angehörige geraten in eine gewissen Co-Abhängigkeit.“ Die ständig quälenden Angstgefühle wollen immer neu beruhigt werden: „Du musst dir keine Sorgen machen; da wird nichts passieren; du hast alles richtig gemacht …“.</p>
<p><strong>Angstgestörte müssen die Lösung ihrer Probleme in sich selbst finden</strong></p>
<p>Mit etwas Abstand betrachtet ist für Heinz-Peter Röhr zu erkennen, dass so keine Verbesserung erreicht werden kann. Sie wollen helfen, aber die Hilfe wirkt nicht entscheidend. Sie fühlen sich gezwungen, immer neue, unsinnige Fragen zu beantworten. Auch bei ihnen ist ein Kontrollverlust zu beobachten, insofern sie mit dem Helfen nicht mehr aufhören können. Sie fühlen sich in einer Zwangslage, aus der es keine Entkommen zu geben scheint. </p>
<p>Heinz-Peter Röhr erklärt: „Nicht selten sind sie einem regelrechten Terror ausgesetzt, der auch sie an den Rand der Belastbarkeit bringt. Dabei liegt die Lösung nicht darin, dass sie sich immer weiter als Beruhigungsmittel missbrauchen lassen.“ Im Gegenteil, an dieser Stelle wäre zu akzeptieren, dass Angehörige nicht helfen können, sondern dass Betroffene die Lösung ihrer Probleme in sich selbst finden müssen. Bei der Behandlung einer generalisierten Angststörung sollte Medikamente – Psychopharmaka – nur mit großer Vorsicht eingenommen werden. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Grübeln kann zu einer Depression führen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2023 01:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht selten ist „Konfusion“ eine Methode, sich selbst vor unliebsamen Wahrheiten zu verstecken. Nach dem Motto: „Es gibt angeblich keine Lösung; niemand kann helfen; alles führt ins Nichts.“ Man kreiert immer neue Ausreden und Gegenargumente, um die eigene Opferrolle zu verteidigen. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer sich von der Mystifizierung eines Problems lösen will, braucht Mut, ... <a title="Grübeln kann zu einer Depression führen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-kontrollverlust.html" aria-label="Mehr Informationen über Grübeln kann zu einer Depression führen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht selten ist „Konfusion“ eine Methode, sich selbst vor unliebsamen Wahrheiten zu verstecken. Nach dem Motto: „Es gibt angeblich keine Lösung; niemand kann helfen; alles führt ins Nichts.“ Man kreiert immer neue Ausreden und Gegenargumente, um die eigene Opferrolle zu verteidigen. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer sich von der Mystifizierung eines Problems lösen will, braucht Mut, zum Beispiel auf Konfusion und Übertreibungen zu verzichten. Nicht selten ist es sinnvoll, sich dabei helfen zu lassen, etwa mit Psychotherapie.“ Den Kontrollverlust über negative Gedanken kann man auch als depressives Grübeln bezeichnen. Negative Gedanken beeinträchtigen die Stimmung. Dabei wird die schädliche Wirkung von Grübeln oft unterschätzt. Schwere Erkrankungen wie beispielsweise eine Depression können die Folge sein. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4870"></span></p>
<p><strong>Bei einer Depression hat eine neurale Entgleisung stattgefunden</strong></p>
<p>Bei einer depressiven Erkrankung ist die Kontrolle über die Stimmung verloren gegangen. Normalerweise gelingt es Menschen, sich auch aus einer miesen Gemütslage herauszuholen, wenn sie dies wollen und mit dem nötigen Nachdruck für einen positiven Blickwinkel sorgen. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Dies gelingt beispielsweise damit, dass man sich entschließt, etwas anderes zu tun, als sich der schlechten Laune hinzugeben. Man wechselt sozusagen das Thema, beginnt eine Aktivität, die vom Negativen ablenkt und so weiter. </p>
<p>Die Veränderung des Blickwinkels führt beim gesunden Menschen auch zu einer Veränderung der Stimmung. Bei Menschen mit einer depressiven Erkrankung ist diese Fähigkeit mindestens vorübergehend verloren gegangen. Es gelingt eben nicht mehr, entscheidenden Einfluss auf die Stimmung zu nehmen. Auch positive Ereignisse, die sonst Freude und Glück verursachen würden, bleiben wirkungslos. Heinz-Peter Röhr weiß: „Depression bedeutet, dass eine neurale Entgleisung stattgefunden hat und es nicht möglich ist, sich selbstständig aus der tiefdunklen Stimmung zu befreien.“</p>
<p><strong>Für depressive Erkrankungen gibt es meist ein Ursachenbündel</strong></p>
<p>Für eine Depression gibt es unterschiedliche Ursachen, die einer möglichst präzisen Klärung bedürfen. Genetische Faktoren können den Ausbruch mitverursachen. Ebenfalls können bestimmte Hirntumore eine Depression verursachen. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Auch wenn dem Körper bestimmte Mineralien, Spurenelemente und Vitamine fehlen, kann dies der Grund für eine Verstimmung sein.“ Auch hormonelle Störungen können für eine depressive Erkrankung verantwortlich sein.</p>
<p>In aller Regel gibt es für die depressive Erkrankung ein Ursachenbündel. Genetische sowie Umweltfaktoren spielen eine unterschiedlich starke Rolle. Heinz-Peter Röhr betont: „Die häufigsten Ursachen sind jedoch in Grübelzwängen und Ängsten zu finden.“ Auch eine Posttraumatische Belastungsstörung kann eine depressive Erkrankung auslösen. Grundsätzlich darf die Diagnose nur von Fachärzten und klinischen Psychologen gestellt werden. Zunächst ist es richtig, sich mit der Prophylaxe zu beschäftigen. Nichts ist sinnvoller, als dafür zu sorgen, dass es erst gar nicht zu einer schweren, eventuell lebensgefährlichen Erkrankung kommt. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kontrollverlust führt zur Selbstabwertung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstabwertung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man fragt, warum es bei manchen Menschen immer wieder zu Kontrollverlusten kommt, dann sind Teufelskreise zu beobachten. Heinz-Peter Röher erklärt: „Wer unter einem Kontrollverlust oder den Folgen leidet, tendiert zur Selbstabwertung. Er macht sich Vorwürfe und redet negativ mit sich selbst.“ Durch die Selbstabwertung labilisiert sich die Psyche. Dies ist wiederum die Basis dafür, ... <a title="Kontrollverlust führt zur Selbstabwertung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-selbstabwertung.html" aria-label="Mehr Informationen über Kontrollverlust führt zur Selbstabwertung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man fragt, warum es bei manchen Menschen immer wieder zu Kontrollverlusten kommt, dann sind Teufelskreise zu beobachten. Heinz-Peter Röher erklärt: „Wer unter einem Kontrollverlust oder den Folgen leidet, tendiert zur Selbstabwertung. Er macht sich Vorwürfe und redet negativ mit sich selbst.“ Durch die Selbstabwertung labilisiert sich die Psyche. Dies ist wiederum die Basis dafür, dass es zu neuen Kontrollverlusten kommt. Der Vorsatz, dass es so etwas nicht mehr geben wird – nie mehr –, gehört in aller Regel auch dazu. Typischerweise gibt es nach dem oder schon während des Kontrollverlustes ein „Erklärsystem“, eine Rechtfertigung, eine Beweisführung, warum alles so kommen musste. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3365"></span></p>
<p><strong>Selbstbestimmtes Leben ist eine Illusion</strong></p>
<p>Das „Erklärsystem“ besteht meist aus Ausreden, skurrilen Erklärungen und Schuldzuweisungen. Menschen, die häufiger Kontrollverluste erleben, leiden fast immer an einer grundsätzlichen emotionalen Labilität. Ein nicht gelöster Konflikt, eine Kränkung, die nicht verarbeitet wurde, eine Zurückweisung, eine Störung des Selbstwertentwicklung. Heinz-Peter Röhr rät: „Wenn es zu einer dauerhaften Veränderung kommen soll, gilt, sich mit den Wurzeln dieser Labilität zu beschäftigen, tiefer zu bohren und das Selbstwertgefühl in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken, genauer: Die Entwicklung des Selbstwertgefühls.“ </p>
<p>Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass sie immer die Kontrolle über ihr Verhalten, ihr Denken und Fühlen haben. Psychologische Experimente beweisen deutlich das Gegenteil. Das subjektive Gefühl, selbstbestimmt zu leben, ist weitgehend eine Illusion, ob einem das passt oder nicht. Was man denkt, wie man sich kleidet, was man isst, wird von vielen Faktoren bestimmt. Heinz-Peter Röhr stellt fest: „Wir leben in einer Zeit, in der bestimmte Denkmuster vorherrschen, die wir unbewusst übernehmen.“ </p>
<p><strong>In den sozialen Medien ist die Manipulation extrem</strong></p>
<p>Wie sehr beispielsweise Werbung manipuliert, weiß eigentlich jeder. Allerdings hat dieses Wissen zum Vergnügen der Werbeindustrie keine große Wirkung, denn viele Menschen lassen sich weiter „einlullen“. Experten gehen davon aus, dass in den sozialen Medien schon jetzt die Manipulation extrem ist und zerstörerische Kräfte die Demokratie gefährden könnten. Was in großem Stil in der Gesellschaft passiert, gelingt auch im persönlichen Bereich. </p>
<p>Bestimmte Auslöser können zum Kontrollverlust führen. Das gilt tragischerweise auch für Gedanken. Heinz-Peter Röhr weiß: „Das Gehirn produziert permanent Gedanken, und man trägt es immer bei sich. Darum ist es eventuell viel schwieriger, von Gedanken, die zu Kontrollverlusten führen, abstinent zu werden, zumal es einen Magneten zu geben scheint, der diese Gedanken förmlich anzieht.“ Aber auch hier ist es ratsam, auf das Problem zuzugehen und genau zu erforschen, welche Auslöser dies sind, wie sie bekannt werden können. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kontrollverlust führt in einen Teufelskreis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jan 2022 02:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man fragt, warum es immer wieder zu Kontrollverlusten kommt, dann sind Teufelskreise zu beobachten. Heinz-Peter Röhr weiß: „Wer unter einem Kontrollverlust oder den Folgen leidet, tendiert zur Selbstabwertung. Er macht sich Vorwürfe und redet negativ mit sich selbst.“ Durch die Selbstabwertungen wird die Psyche labilisiert. Dies ist wiederum die Basis dafür, dass es neue ... <a title="Kontrollverlust führt in einen Teufelskreis" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kontrollverlust-fuehrt-in-einen-teufelskreis.html" aria-label="Mehr Informationen über Kontrollverlust führt in einen Teufelskreis">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man fragt, warum es immer wieder zu Kontrollverlusten kommt, dann sind Teufelskreise zu beobachten. Heinz-Peter Röhr weiß: „Wer unter einem Kontrollverlust oder den Folgen leidet, tendiert zur Selbstabwertung. Er macht sich Vorwürfe und redet negativ mit sich selbst.“ Durch die Selbstabwertungen wird die Psyche labilisiert. Dies ist wiederum die Basis dafür, dass es neue Kontrollverluste geben wird. Der Vorsatz, dass es so etwas nicht mehr geben wird – nie mehr –, gehört in aller Regel auch dazu. Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass sie immer die Kontrolle über ihr Verhalten, ihr Denken und Fühlen haben. Psychologische Experimente beweisen nachdrücklich das Gegenteil. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3228"></span></p>
<p><strong>Denkmuster übernimmt man unbewusst</strong></p>
<p>Das subjektive Gefühl, selbstbestimmt zu leben, ist weitgehend eine Illusion, ob uns das passt oder nicht. Heinz-Peter Röhr betont: „Was wir denken, wie wir uns kleiden, was wir essen, wird von vielen Faktoren bestimmt. Wir leben in einer Zeit, in der bestimmte Denkmuster vorherrschen, die wir unbewusst übernehmen.“ Wie sehr beispielsweise Werbung manipuliert, weiß eigentlich jeder, allerdings hat dieses Wissen zum Vergnügen der Werbeindustrie keine große Wirkung. Die meisten Menschen lassen sich weiterhin „einlullen“.</p>
<p>Experten gehen davon aus, dass in den sozialen Medien schon jetzt die Manipulation extrem ist und zerstörerische Kräfte die Demokratie gefährden können. Was im großen Stil in der Gesellschaft passiert, gelingt auch im persönlichen Bereich. Bestimmte Auslöser können zum Kontrollverlust führen. Das gilt tragischerweise auch für Gedanken. Denn das Gehirn produziert permanent Gedanken, und man trägt es immer bei sich. Darum ist es eventuell viel schwieriger, von Gedanken, die zu Kontrollverlust führen, abstinent zu werden, zumal es einen Magneten zu geben scheint, der diese Gedanken förmlich anzieht. </p>
<p><strong>Man muss die Opferrolle verlassen</strong></p>
<p>Aber auch hier ist es ratsam, auf das Problem zuzugehen und genau zu erforschen, welche Auslöser dies sind, wie sie benannt werden können. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Sie gehören auf den Prüfstand, damit sie einer realistischen Bewertung zugänglich werden. Aus Angst vor der Angst wollen Betroffene mit den entsprechenden Auslösern möglichst nicht in Berührung kommen.“ Damit ist das eigentliche Problem beschrieben. Aber gerade die Konfrontation und die Auseinandersetzung mit dem Auslöser nimmt schon viel von der Angst. </p>
<p>Heinz-Peter Röhr weiß: „Ein realistischer Blick auf das Problem hilft, die Dinge anders und besser einzuordnen. Auch hier geht es darum, die Opferrolle zu verlassen und in die Täterrolle zu gelangen. Ohne, dass es zu einem Umlernprozess im Gehirn kommt, ist Veränderung nicht denkbar.“ Amygdala-Klärung nennt Heinz-Peter Röhr eine Methode, die hilft, Fehlreaktionen des Mandelkerns zu korrigieren. Sie ist ihm bei den Recherchen zum emotionalen Kontrollverlust bewusst geworden. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Lernvorgänge können automatisch ablaufen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-konditionierung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2021 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Konditionierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Reiz]]></category>
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					<description><![CDATA[Konditionierung ist der Fachbegriff dafür, dass das Gehirn lernt, wie auf Knopfdruck bestimmte Reaktionen zu zeigen. Das berühmteste Beispiel war der Pawlow`sche Hund. Dem russischen Verhaltensforscher Iwan Pawlow war es gelungen, zu beweisen, dass ein bestimmter Reiz, in dem Fall ein Glockenton, zu Speichelfluss bei einem Hund führte, da dieser Ton immer in Verbindung mit ... <a title="Lernvorgänge können automatisch ablaufen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-konditionierung.html" aria-label="Mehr Informationen über Lernvorgänge können automatisch ablaufen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Konditionierung ist der Fachbegriff dafür, dass das Gehirn lernt, wie auf Knopfdruck bestimmte Reaktionen zu zeigen. Das berühmteste Beispiel war der Pawlow`sche Hund. Dem russischen Verhaltensforscher Iwan Pawlow war es gelungen, zu beweisen, dass ein bestimmter Reiz, in dem Fall ein Glockenton, zu Speichelfluss bei einem Hund führte, da dieser Ton immer in Verbindung mit der Futterausgabe erfolgte. Der Glockenton löste schon nach kurzer Zeit den Speichelfluss auch dann aus, wenn noch kein Futter angeboten wurde. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Das war der Beweis, dass das Gehirn auf bestimmte Reize reagiert, weil es sich erinnert.“ Unter Konditionierung ist deshalb ein Lernvorgang zu verstehen, der automatisch abläuft, wenn bestimmte Reize eintreten.  Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3097"></span></p>
<p><strong>Kontrollverlust hat etwas mit Missbrauch zu tun</strong></p>
<p>Auch hier ist manchmal ein gewisser Kontrollverlust zu beobachten, manchmal genügen kleine „Auslöser“, um das Gehirn zu starken Reaktionen zu animieren, deren man sich kaum erwehren kann. Wie es zu Kontrollverlusten kommt, findet nach einem typischen Muster statt. Ein Verhalten soll Erleichterung verschaffen, da sich der Erfolg nicht in genügender Weise einstellen will, glaubt man, durch ein Mehr vom Selben das Ziel doch noch zu erreichen. </p>
<p>Heinz-Peter Röhr erläutert: „Das berühmte „sich in etwas Hineinsteigern“ bedeutet, sich den Gefühlen ganz zu überlassen und dabei den Verstand auszuschalten.“ Nach dem Motto: „Das ist mir jetzt völlig egal, ich will meine Wut, meinen Groll, meinen Hass jetzt ungebremst ausleben.“ Man sucht die Erleichterung, die Befriedigung, die Genugtuung. Ein Kontrollverlust über Gefühle, Gedanken oder Verhaltensweisen hat fast immer etwas mit Missbrauch zu tun. Missbrauch in dem Sinne, dass ein Verhalten praktiziert wird, das zwar eine direkte Erleichterung bringt, aber keine Lösung. </p>
<p><strong>Beim Glücksspiel und beim Sex kann man die Kontrolle verlieren</strong></p>
<p>Da dieser Missbrauch nicht immer offensichtlich ist, wird er oft nicht im Zusammenhang mit dem Kontrollverlust gesehen. So wie man Alkohol oder Drogen konsumiert, um die Stimmung zu verbessern, lassen sich auch Gefühle und Verhaltensweisen instrumentalisieren, um Effekt zu erzielen. Das ist ein so häufiger Vorgang, dass man ihn als „normales“ menschliches Verhalten bezeichnen kann. Viele Menschen trösten sich mit Schokolade, wenn sie sich einsam oder frustriert fühlen. </p>
<p>Problematisch wird das Ganze erst, wenn es sich verselbstständigt, wenn es immer wieder zu Kontrollverlusten kommt, ein unwiderstehlicher Drang vorhanden ist, immer mehr Schokolade zu essen. Weitere typische Verhaltensweisen, über die die Kontrolle verloren gehen kann, sind beispielsweise Glückspiel, Sport, Sex … An diesen Beispielen wird deutlich, dass eine Konditionierung stattgefunden hat. Wie auf Knopfdruck entgleiten Gefühle und werden quasi zum Selbstläufer. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwangsstörungen führen zu Kontrollverlust</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/staendiges-haendewaschen-ist-einen-zwangsstoerung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2021 01:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Waschzwang]]></category>
		<category><![CDATA[Zwangsstörungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Händewaschen kann die Angst vor Infektionen oder Schmutz beruhigen und spielt aktuell gerade in Zeiten von Corona eine wichtige Rolle bei prophylaktischen Hygienemaßnahmen. Wenn die Angst vor einer möglichen Infektion jedoch bald wieder da ist muss man erneut die Hände waschen. Heinz-Peter Stöhr stellt fest: „Ständiges Händewaschen führt zu einer Zwangsstörung mit typischen Kontrollverlusten. Patienten ... <a title="Zwangsstörungen führen zu Kontrollverlust" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/staendiges-haendewaschen-ist-einen-zwangsstoerung.html" aria-label="Mehr Informationen über Zwangsstörungen führen zu Kontrollverlust">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Händewaschen kann die Angst vor Infektionen oder Schmutz beruhigen und spielt aktuell gerade in Zeiten von Corona eine wichtige Rolle bei prophylaktischen Hygienemaßnahmen. Wenn die Angst vor einer möglichen Infektion jedoch bald wieder da ist muss man erneut die Hände waschen. Heinz-Peter Stöhr stellt fest: „Ständiges Händewaschen führt zu einer Zwangsstörung mit typischen Kontrollverlusten. Patienten mit Waschzwang müssen ihre Hände täglich viele Male waschen.“ Emotional stabile Menschen nehmen sinnvolle Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen in Anspruch, etwa Händewaschen. Emotional instabile Menschen entwickeln dagegen leicht übertriebene Ängste, zum Beispiel vor Infektionen. Das häufige Händewaschen ist jedoch das falsche Beruhigungsmittel. Perfektionismus fördert letztlich die Ängste, da man nie gut genug ist und es keine absolute Sicherheit geben kann. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3004"></span></p>
<p><strong>Schuldgefühle kann man nicht abwaschen</strong></p>
<p>Da Beruhigung nicht wirklich funktioniert, werden die Beruhigungsversuche intensiviert. Letztlich muss der Beruhigungsversuch scheitern. Jetzt hat der Betroffene zwei Probleme. Die übertriebene Angst vor Infektionen, die durch häufiges Händewaschen stärker wird, und den Kontrollverlust über das Händewaschen. Diesbezüglich entwickeln sich Selbstvorwürfe und Schuldgefühle. In diesem Teufelskreis wird die emotionale Stabilität weiter geschwächt. Der Ursprung war die übertriebene Angst vor Infektionen. </p>
<p>Für eine Behandlung wäre hier anzusetzen. Heinz-Peter Röhr weiß: „Für Betroffene ist es zunächst extrem schwer, auf ihr Beruhigungsmittel Händewaschen zu verzichten, da sich unweigerlich starke Ängste einstellen.“ Hinter einen Waschzwang steht auch nicht selten der Versuch, Schuldgefühle zu bewältigen. Der uralte Spruch „Die Hände in Unschuld waschen“ zeigt die Beziehung zwischen Schuld und sich reinwaschen. Objektiv gesehen ist jedoch klar, dass man Schuldgefühle nicht abwaschen kann. </p>
<p><strong>Sexueller Missbrauch kann zu einem Waschzwang führen</strong></p>
<p>Sich beschmutzt fühlen, etwa nach sexuellem Missbrauch, kann ebenfalls zu einem Waschzwang führen, denn auch hier ist es nicht möglich, das Geschehene abzuwaschen. Zu erkennen sind die Versuche, mit falschen Mitteln der Angst vor Infektion oder Beschmutzung Herr zu werden. Die Therapie geht den umgekehrten Weg. Betroffene werden mit Schmutz und Dreck an den Händen konfrontiert und spüren bald, dass die Angst schwindet, wenn man sich bewusst mit ihr auseinandersetzt. </p>
<p>Im Vorfeld von Kontrollverlusten geht es um ein Verhalten oder um Gefühle, die eine Beruhigung, Erleichterung oder Stimulierung erzeugen sollen. An vielen Beispielen lässt sich zeigen, dass ein typisches Missbrauchsverhalten stattgefunden hat. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Damit ist gemeint, dass Betroffene versuchen, unangenehmen Gefühlen mit untauglichen Mitteln aus dem Wege zu gehen. Da dies nicht zum erwünschten Erfolg führt, wird der Einsatz gesteigert.“ Über Konditionierung wird die Wahrscheinlichkeit weiterer Kontrollverluste programmiert. Meist genügen dann bestimmte Auslöser, die den Selbstläufer initiieren. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Ärger verhindert rationales Denken</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-aerger.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>
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					<description><![CDATA[Je mehr sich ein Mensch in seine Ärgergefühle hineinsteigert, umso weniger ist es ihm möglich, objektiv zu bleiben und andere, etwa konträre Argumente, zu sehen beziehungsweise zu akzeptieren. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer mit starken Ärgergefühlen konfrontiert ist, tut immer gut daran, eine Zeit verstreichen zu lassen, bis die erste Wut vorüber ist, damit eine nüchterne ... <a title="Ärger verhindert rationales Denken" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-aerger.html" aria-label="Mehr Informationen über Ärger verhindert rationales Denken">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Je mehr sich ein Mensch in seine Ärgergefühle hineinsteigert, umso weniger ist es ihm möglich, objektiv zu bleiben und andere, etwa konträre Argumente, zu sehen beziehungsweise zu akzeptieren. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer mit starken Ärgergefühlen konfrontiert ist, tut immer gut daran, eine Zeit verstreichen zu lassen, bis die erste Wut vorüber ist, damit eine nüchterne Betrachtung der Gegebenheit möglich wird.“ Dies zu wissen ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, den Kontrollverlust zu erforschen und gegebenenfalls zu vermeiden. Wenn es einmal passiert ist, kann man nur sehr schwer den Kontakt zum Neokortex herstellen und rationales Denken in den Vordergrund bringen. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-2909"></span></p>
<p><strong>Exzessiver Konsum führt bestenfalls zu völligen Betäubung</strong></p>
<p>Der Kontrollverlust ist ja gerade ein Selbstläufer, der nur schwer zu stoppen ist. Wer ihn vermeiden will, sollte gar nicht erst anfangen, sich in seine Gefühle hineinzusteigern. Das klassische Merkmal der Suchtkrankheit ist der Kontrollverlust. Ein Suchtmittel wie etwa Alkohol sollte emotionale Probleme lösen: Ärger, Unzufriedenheit, Angst, Trauer, Frustration et cetera beseitigen. Das Problem beginnt mit der „Dosissteigerung“, das bedeutet, dass immer mehr Suchtmittel benötigt wird, um eine euphorisierende Wirkung zu erreichen. </p>
<p>Suchtkranken ist es schließlich nicht mehr möglich, eine Erleichterung zu erzielen, egal wie viel sie konsumieren. Heinz-Peter Röhr weiß: „Exzessiver Konsum führt bestenfalls zu völligen Betäubung. Die Entzugserscheinungen zwingen zum weiteren Missbrauch der Droge. Die körperliche und psychische Abhängigkeit dominiert den Alltag.“ Dieses Wissen kann Suchtkranken helfen, abstinent zu bleiben. Wenn es sowieso keine positive Wirkung mehr geben kann, lohnt es sich nicht, wieder anzufangen. </p>
<p><strong>Sport ist ein wirksames Mittel gegen Depressionen</strong></p>
<p>Endorphine sind Botenstoffe, die ähnlich wie Opiate für positive Gefühle sorgen. Das emotionale Gehirn hat Rezeptoren, die für Endorphine empfänglich sind. Diese körpereigenen Drogen kann man zum Beispiel durch Sport, etwa Joggen, erzeugen. Dies ist für die Gesundheit sehr positiv. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Wer regelmäßig Sport treibt, sorgt für körperliches Wohlbefinden. Untersuchungen zeigen, dass Sport ein wirksames Mittel gegen Depression ist und auch das Immunsystem gestärkt wird.“</p>
<p>Problematisch wird dies jedoch, wenn versucht wird, mithilfe von Joggen emotionale Probleme zu bearbeiten. Es ist in Ordnung, wenn man sich mal den „Frust von der Seele rennt“. Wird dies jedoch zum dauerhaften Problemlöser, reduziert sich allmählich die Wirkung der körpereigenen Droge, sodass man immer mehr investieren muss, damit das angestrebte Ergebnis eintritt. Der Kontrollverlust – man kann mit dem Joggen nicht mehr aufhören – zeigt wieder, dass mit falschen Mitteln versucht wurde, ein tieferes Problem zu lösen. Fast immer lässt sich dies auf ein gestörtes Selbstwertgefühl zurückführen. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Hans-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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