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	<title>Empathie &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Zu starke Empathie kann zu Ich-Verlust führen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Verlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Zurücknahme statt Konfrontation, Sensibilität statt Härte, Verstehen statt Abgrenzung. Was wäre gegen solch eine empathische Anteilnahme einzuwenden? Svenja Flasspöhler erklärt: „Bei genauerem Hinsehen jedoch zeigt sich die Gefahr eines regelrechten Perspektivenverlust: Der hier geforderte aufmerksame und einfühlsame Beobachter besitzt überhaupt keine eigne Sicht der Dinge mehr, weil er aufgeht in derjenigen der anderen.“ Friedrich Nietzsche ... <a title="Zu starke Empathie kann zu Ich-Verlust führen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/svenja-flasspoehler-empathie-und-ich-verlust.html" aria-label="Mehr Informationen über Zu starke Empathie kann zu Ich-Verlust führen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zurücknahme statt Konfrontation, Sensibilität statt Härte, Verstehen statt Abgrenzung. Was wäre gegen solch eine empathische Anteilnahme einzuwenden? Svenja Flasspöhler erklärt: „Bei genauerem Hinsehen jedoch zeigt sich die Gefahr eines regelrechten Perspektivenverlust: Der hier geforderte aufmerksame und einfühlsame Beobachter besitzt überhaupt keine eigne Sicht der Dinge mehr, weil er aufgeht in derjenigen der anderen.“ Friedrich Nietzsche hat sich in seiner Schrift „Jenseits von Gut und Böse“ mit einem solch achtsamen Typus Mensch beschäftigt, der seine Sensoren empfindsam auf die Welt ausrichtet und sein Ich dabei – so zumindest Friedrich Nietzsches These – komplett verliert. Anders gesagt: In dem Begehren, objektiv zu sein, streicht er sich selbst aus. Alles muss wahrgenommen, einfühlsam aufgenommen werden, was, wie Fritz Breithaupt in seinem Buch „Die dunklen Seiten der Empathie“ mit Bezug auf Friedrich Nietzsche formuliert, zu einer „Verdünnung des Menschen“ führt. Svenja Flasspöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des Philosophie Magazins. <span id="more-6332"></span></p>
<p><strong>Es kann eben auch ein Zuviel an Einfühlung geben</strong></p>
<p>Zudem kommt es zu einer Selbstverneinung, die darin liegt, dass man sich eine eigene Position versagt. „Die Identität besteht mithin darin, keine Identität zu haben“, resümiert Fritz Brauthaupt zum Friedrich Nietzsches Ausführungen. „Der Mensch wird empathiefähig, indem er sein Ich verliert oder ablegt.“ Svenja Flasspöhler ergänzt: „Kurzum: Worauf Breithaut respektive Nietzsche hinweisen, ist die Gefahr, dass es eben auch ein Zuviel an Einfühlung geben kann.“</p>
<p>So sehr ist man beim anderen, bei dessen Sicht der Dinge, dass die Einfühlung letztlich gar keinen Erkenntnisgewinn mehr bringt. Was also tun? Wie angemessen einem anderen Menschen gegenübertreten, der einen guten, freundschaftlichen Rat braucht? Svenja Flasspöhler weiß: „In der Empathieforschung gilt eine „du-zentrierte“ Perspektive gemeinhin als die schwierigere, aber auch ethisch höherwertige.“ Susanne Schmetkamp schreibt: „Bei der du-zentrierten Perspektiveinnahme geht es darum, sich so gut wie möglich die andere Perspektive zu eigen zu machen.“</p>
<p><strong>Ein gewinnendes Gespräch lebt vom Wechselspiel der Perspektiven</strong></p>
<p>Susanne Schmetkamp fährt fort: „Dies setzt eine größere Flexibilität und Sensitivität voraus, aber auch mehr Information und Wissen.“ Sie stellt heraus, dass die Ich-Perspektive als egozentrisch gelte, die Du-Perspektive hingegen als allozentrisch, da wir uns von uns distanzieren müssen. Welchen Erkenntnisgewinn hat ein Rat, der einen Menschen in seinem aktuellen Sein nur bestätigt, weil sich der Ratgebende so weit wie nur möglich in ihn hineinversetzt?</p>
<p>Svenja Flasspöhler stellt fest: „Worum es in einem gelingenden, gewinnbringenden Gespräch unter Freunden doch vielmehr geht, ist ein Wechselspiel der Perspektiven: ein spannungsvolles Hin- und Herspringen zwischen Einfühlung und Herausforderung, zwischen Du- und Ich-Perspektive.“ Anders gesagt: Ist man wirklich an Erkenntnisgewinn und nicht nur an Selbstbestätigung interessiert, dann muss die Grundhaltung empathischer Anteilnahme vom Ratgebenden immer wieder in Richtung Ich-Perspektive überschritten werden, ohne dabei die Du-Perspektive gänzlich zu verlieren. Quelle: „Sensibel“ von Svenja Flasspöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Mitgefühl ist kein zweckgerichteter Wert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2025 01:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
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					<description><![CDATA[Es greift sicher zu kurz und wäre sowohl Hybris aus auch Dummheit, ausschließlich Ignoranz als auch Dummheit für die aktuellen Entwicklungen verantwortlich zu machen. Heidi Kastner schreibt: „Unsere Lebensbedingungen scheinen heute viel weniger abgesichert, die globalen Verhältnisse sind unüberschaubarer, die Bedrohlichkeit kommt aus unterschiedlichen Richtungen, sowohl das Erstarken fanatischer Gruppierungen als auch Klimaveränderungen und allezeit ... <a title="Mitgefühl ist kein zweckgerichteter Wert" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-emotionale-empathie.html" aria-label="Mehr Informationen über Mitgefühl ist kein zweckgerichteter Wert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es greift sicher zu kurz und wäre sowohl Hybris aus auch Dummheit, ausschließlich Ignoranz als auch Dummheit für die aktuellen Entwicklungen verantwortlich zu machen. Heidi Kastner schreibt: „Unsere Lebensbedingungen scheinen heute viel weniger abgesichert, die globalen Verhältnisse sind unüberschaubarer, die Bedrohlichkeit kommt aus unterschiedlichen Richtungen, sowohl das Erstarken fanatischer Gruppierungen als auch Klimaveränderungen und allezeit mögliche neue Viren und Krankheiten versprechen nichts Gutes.“ Die Wirkmächtigkeit des Einzelnen ist deshalb sehr überschaubar, ebenso wie das Problembewusstsein und die Lösungsorientiertheit der global Player. Die Aufbruchsgewissheit der 1970er-Jahre – alles wird laufend besser – hat einer Ernüchterung Platz gemacht, die mit einem gehörigen Kater daherkommt. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5968"></span></p>
<p><strong>Es gibt keine schnellen und simplen Lösungen</strong></p>
<p>Heidi Kastner betont: „Es ist nicht dumm, eine wesentliche Veränderung der bestehenden Verhältnisse zu fordern, es ist nur dumm, an schnelle und simple Lösungen zu glauben.“ Für wirkliche Lösungen bräuchte es ein Mehr an emotionaler Empathie, mit anderen mitzuempfinden, Mitgefühl zu entwickeln, in deren Interesse zu handeln und Beziehungen gleichberechtigt zu gestalten, also keinem das anzutun, was man auch selbst nicht erleiden möchte. Anders als andere Fähigkeiten ist das Mitgefühl, also die emotionale Empathie, kein zweckgerichteter Wert.</p>
<p>Gefühlsverständnis, Gefühlsmodulation und Erfassen fremder Gefühle sind ursprünglich extrinsisch motiviert, also orientiert an den Erwartungen der Umwelt, und können dann intrinsisch begründet sein mit dem Zweck der Verbesserung der eigenen Chancen. Heidi Kastner ergänzt: „Emotionale Intelligenz ist in diesem Verständnis kein Wert an sich, wie den Daniel Goleman auch vor allem Beispiele für die besseren beruflichen Erfolgsaussichten der damit ausgestatteten anführte.“</p>
<p><strong>Die Menschheit kann sich aus Gier und Dummheit selbst zerstören</strong></p>
<p>Die umfassendste Ausprägung der emotionalen Intelligenz existiert hingegen als Wert an sich, unabhängig von der Funktion, in der empfundenen und erlebten Verbundenheit mit allem Lebendigen und der eigenen Bezogenheit darauf. Baruch Spinoza bezeichnet die Erkenntnis der Verbundenheit der Seele mit der gesamten Natur als das höchste Gut. Heidi Kastner weiß: „Stephen Hawking, sicherlich nicht ob seiner Rührseligkeit oder Gefühlsudeselei bekannt, konstatierte, dass wir Gefahr liefen, und aus Gier und Dummheit selbst zu zerstören. Das Einzige, was uns retten könne, wäre Empathie.“ </p>
<p>Was lässt sich nun abschließend über die Dummheit sagen? Carlo Cipolla, ein italienischer Wirtschaftshistoriker, wurde allerdings bekannt über ein Büchlein, das er nachts kurz zusammengeschrieben hatte, vermutlich um seine Frustration aus der Konfrontation mit angewandter, wirkmächtiger Dummheit von der Seele zu schreiben. In „The Basic Laws of Human Stupidity“ (1988) benannte er fünf fundamentale Prinzipien der Dummheit, die allesamt unserer alltäglichen Erfahrung entnommen sind, die von Carlo Cipolla pointiert auf den Punkt gebracht werden. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 02:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
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					<description><![CDATA[Der sogenannte „Überlebensmechanismus“ wird als eigene Phase in der Burnout-Spirale beschrieben, denn Distanzierung, Depersonalisation, Desillusionierung und Zynismus sind die Folge. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Diese Lösungen setzen allerdings selbstverständlich nicht am sinnvollen Ende des Kreislaufs „Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung – zornige Abgrenzung erzeugt noch mehr Erschöpfung“ an.“ Nützlicher wäre: eigene Rechte aufbauen, innere Gesetze verändern, den ... <a title="Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-burnout-spirale.html" aria-label="Mehr Informationen über Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der sogenannte „Überlebensmechanismus“ wird als eigene Phase in der Burnout-Spirale beschrieben, denn Distanzierung, Depersonalisation, Desillusionierung und Zynismus sind die Folge. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Diese Lösungen setzen allerdings selbstverständlich nicht am sinnvollen Ende des Kreislaufs „Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung – zornige Abgrenzung erzeugt noch mehr Erschöpfung“ an.“ Nützlicher wäre: eigene Rechte aufbauen, innere Gesetze verändern, den Futterkreislauf grenzenloser Basis-Empathie stoppen, Mentalisieren in vier Schritten lernen, Hilflosigkeit aushalten durch Abgrenzung – und sich auf jenen winzigen Teil der inneren oder äußeren Welt konzentrieren, den man verändern kann. Es gibt leider noch keinen psychologischen Zusatzbonus, wenn man Notleidende beschuldigt, der auch als Selbstberuhigungsmechanismus der Angst bekannt ist. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-5891"></span></p>
<p><strong>Niemand kann und muss Streitigkeiten vermeiden</strong></p>
<p>Sobald man bei der von Leid betroffenen Person irgendeine Schuld findet, sie also selbst etwas zur Not beigetragen hat, schützt es die Nicht-Betroffenen vor dem angstvollen Gedanken: „Vielleicht kann mir das auch passieren?“ Denn im Brustton der Überzeugung kommt die Antwort: „Nein. Denn ich würde diesen Fehler nie machen, nie so leben, keine solche Entscheidung treffen.“ Helga Kernstock-Redl betont: „Empathie in ihren unterschiedlichen Spielarten ist selbstverständlich trotz allem mehr Segen als Fluch, doch wer stark dazu neigt, tut gut daran, den Umgang mit ihr zu lernen.“ </p>
<p>Wie das gehen kann? Selbstberuhigung funktioniert in vier Schritten und man kann dabei mit sich selbst so umgehen wie mit einem richtig guten Freund. Helga Kernstock-Redl weiß: „So wie kein Mensch ohne Gefühle leben kann, kommt keine Gruppe ohne Konflikte aus. Niemand kann und muss Streitigkeiten vermeiden.“ Menschen haben nun einmal unterschiedliche Ansichten, verschiedene Bedürfnisse, wollen Ziele wie Liebe, Macht, Geld oder Ideen durchsetzen, Gefahren abwehren  &#8211; oder Gerechtigkeit erreichen.</p>
<p><strong>Schuldgefühle wollen eigentlich der Sicherung des Friedens dienen</strong></p>
<p>Schädlich – und glücklicherweise durchaus vermeidbar – sind Eskalationen und Zerstörung. Es gibt natürlich viele Bücher, die unterschiedliche Facetten von Konfliktlösung beleuchten, zum Beispiel jene des Psychologen Friedrich Glasl. Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Vielfach übersehen wird jedoch, welch große Rolle der Kampf um Gerechtigkeit und die Abwehr von Schuld und Schuldgefühlen dabei spielt, wenn sich eine sachliche Differenz zum Krieg hochschaukelt.“</p>
<p>Schon früh haben viele Kinder das scheinbar Wichtigste begriffen: Schuld ist schlecht, denn sie verursacht Wiedergutmachung oder Strafe. Die Unschuldigen kriegen den Ball. Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Auch Schuldgefühle sind lästig, schwächen sie doch den Kampfgeist und hemmen die Schlagkraft. Wer ohne Zweifel glaubt, im Recht zu sein, hat größere Chancen zu gewinnen.“ Und dabei wollen Schuldgefühle, so vermutlich der „Plan“ der Biologie, eigentlich der Sicherung des Friedens und Zusammenhalts in Gemeinschaften dienen. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es fehlt an Empathie mit der Welt der Natur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2025 02:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Wirklich berührt wird der Mensch nur von etwas, zu dem er in Resonanz kommen kann, von etwas, mit dem er in Beziehung steht, von etwas, das er fühlt. Joachim Bauer erklärt: „Daher wird der Appell zur ökologischen Wende, wenn er sich in einer repetitiven Belehrung über die – ohne jede Frage katastrophalen – Zahlen über ... <a title="Es fehlt an Empathie mit der Welt der Natur" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/es-fehlt-an-empathie-mit-der-welt-der-natur.html" aria-label="Mehr Informationen über Es fehlt an Empathie mit der Welt der Natur">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich berührt wird der Mensch nur von etwas, zu dem er in Resonanz kommen kann, von etwas, mit dem er in Beziehung steht, von etwas, das er fühlt. Joachim Bauer erklärt: „Daher wird der Appell zur ökologischen Wende, wenn er sich in einer repetitiven Belehrung über die – ohne jede Frage katastrophalen – Zahlen über den ökologischen Absturz unseres Planeten erschöpft, keinen Elan erzeugen.“ Die Reaktionsträgheit, die man seit Jahren beobachtet – und die Greta Thunberg und die Ihren mit Recht so wütend macht –, hat ihren Grund in der zivilisatorischen Entfremdung des Menschen von seinen Gefühlen, von der Verbundenheit mit seinen Mitmenschen und von der Empathie mit der Welt der Natur. Nicht nur Ressourcen und Produkte, unser gesamtes Leben wurde, wie die renommierte Philosophin Martha Nussbaum es ausdrückte, dem ökonomischen Kalkül unterworfen. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5864"></span></p>
<p><strong>Die Welt der Kultur betrachtet den Menschen nicht als Objekt</strong></p>
<p>Weil alles nur noch berechnenden Kosten-Nutzen-Kalkülen unterworfen ist, hat sich dem auch die Selbst- und Fremdwahrnehmung des Menschen angepasst. Joachim Bauer stellt fest: „Zu bewerten und bewertet zu werden hat sich zu einer zivilisatorischen Obsession entwickelt, von der Erziehung bis zur Arbeitswelt, vom Small Talk bis zu den Foren des Internets.“ Die Folgen sind ein schlechtes Lebensgefühl, Angst, Zynismus, Depression und Störungen der seelischen und körperlichen Gesundheit.</p>
<p>Ohne es zu wollen, hat man die Klimadebatte mit einem gefühlslosen Modus der Kommunikation infiziert. Wie soll sich vor einem derartigen Hintergrund ein von Empathie und Liebe zu Welt der Natur getragenes Momentum entwickeln? Joachim Bauer weiß: „Der Gegenentwurf zu einer Welt, in der Menschen zu Objekten gemacht, bewertet und manipuliert werden, ist die Welt der Kultur. Was die kulturellen Möglichkeiten eines Landes ausmacht, sind Feiern, alle Formen von Musik, Sport, Tanz, Theater, Kino, Oper, Museen und Ausstellungen und sicher noch manch anderes.“</p>
<p><strong>Die Kultur kann den entleerten Innenraum des Menschen füllen</strong></p>
<p>Zur Kultur zählen auch die Kochkunst und – nicht zu vergessen – die Bildungseinrichtungen eines Landes. Joachim Bauer fügt hinzu: „Die Kultur macht den Menschen zum Subjekt, sie lässt ihn sein, wie er oder sie ist. Sie gibt ihm die Möglichkeit, seinem Denken oder Mitdenken, seinem Fühlen oder Mitfühlen, seiner Phantasie, auch durch sein Tun im Sinne von Mitmachen Ausdruck zu verleihen.“ Es ist die Kultur, die den durch zivilisatorischen Stress entleerten Innenraum des Menschen füllen kann. </p>
<p>Wenn die innere Leere des Subjekts, wie es Daniele Giglioli ausdrückte, durch kein Objekt gefüllt werden kann: Kultur kann es! Joachim Bauer erläutert: „Sie ist die Ressource, sie ist der Stoff, aus dem gemacht wird, was wir Selbst und Identität nennen. Kultur bringt Menschen physisch zusammen, sie lässt den Menschen auch dann Gemeinschaft fühlen, wenn er ganz für sich alleine Kunstprodukte genießt.“ Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die eigenen Emotionen lassen sich beeinflussen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/selbsterkenntnis-kann-emotionen-steuern.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 02:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine menschliche Fähigkeit baut auf der Selbsterkenntnis auf und besteht darin, die Emotionen zu steuern. Heidi Kastner erklärt: „Jede erkannte Emotion kann durch Beigabe unterschiedlicher Gedanken dramatisiert oder relativiert werden, was den weiteren Verlauf einer Interaktion beeinflusst.“ Eine weitere Komponente der emotionalen Intelligenz, die mit der zuvor beschriebenen eng verwandt ist und von Daniel Goleman ... <a title="Die eigenen Emotionen lassen sich beeinflussen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbsterkenntnis-kann-emotionen-steuern.html" aria-label="Mehr Informationen über Die eigenen Emotionen lassen sich beeinflussen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine menschliche Fähigkeit baut auf der Selbsterkenntnis auf und besteht darin, die Emotionen zu steuern. Heidi Kastner erklärt: „Jede erkannte Emotion kann durch Beigabe unterschiedlicher Gedanken dramatisiert oder relativiert werden, was den weiteren Verlauf einer Interaktion beeinflusst.“ Eine weitere Komponente der emotionalen Intelligenz, die mit der zuvor beschriebenen eng verwandt ist und von Daniel Goleman später auch dieser zugerechnet wurde, besteht darin, die eigenen Emotionen möglichst zielorientiert zu steuern und zu nutzen. Goleman argumentiert hier vor allem mit der Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, ausdauernd ein Ziel zu verfolgen und Rückschläge als vorübergehend, aber nicht bestimmend zu erleben. Er sieht darin eine übergeordnete Fähigkeit, die sich verstärkend oder hemmend auf alle anderen Befähigungen auswirkt. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5776"></span></p>
<p><strong>Es gibt eine kognitive und eine emotionale Empathie</strong></p>
<p>Eine wesentliche Rolle kommt dabei der Impulsbeherrschung zu, die es Menschen ermöglicht, auf kurzfristig erreichbare kleinere Belohnungen zugunsten langfristiger größerer Gratifikationen zu verzichten. Eine weitere Fähigkeit bezieht sich auf einen Begriff, der mittlerweile zu einem Schlagwort geworden – fast möchte man sagen: verkommen – ist, nämlich die Empathie. Heidi Kastner weiß: „Daniel Goleman verstand Empathie als zentral für funktionierende Zusammenarbeit im beruflichen Kontext und als Voraussetzung für Beliebtheit, Wertschätzung und Anerkennung, also auch für die Einnahme von Führungspositionen.“</p>
<p>Unter dem Begriff versteht man die prinzipielle Möglichkeit, Emotionen und Motive anderer zu erkennen und sie nachzuempfinden. Heidi Kastner erläutert: „Ersteres wird als kognitive Empathie bezeichnet und ist verwandt mit der „theory of mind“, also der Fähigkeit, Handlungsmotive anderer aus dem Einfühlen in deren innerpsychische Abläufe nachzuvollziehen, Zweiteres als emotionale Empathie.“ Kognitive Empathie ist also erst einmal nichts anderes als die Fähigkeit, zu erkennen, was ein anderer in einer bestimmten Situation empfindet.</p>
<p><strong>Missbrauch der Empathie für manipulative Zwecke ist nichts Neues</strong></p>
<p>Heidi Kastner stellt fest: „Ob dieses Empfinden jetzt Auswirkungen hat auf mein eigenes Empfinden, indem ich mich beispielsweise auf diese Emotionen einstimme, mich „anstecken“ lasse und dieselben Gefühle entwickle, oder aus der Wahrnehmung heraus Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Fürsorge entfalte, steht auf einem ganz anderen Blatt.“ Logisch weitergedacht bedeutet das, dass jeder erfolgreiche Betrüger und jeder erfolgreiche Manipulator über ein hohes Ausmaß an Empathie verfügen muss.</p>
<p>Nur so kann es ihnen gelingen, die Menschen, deren Verhalten sie zu ihrem Gewinn steuern will, auch wirklich dorthin zu lenken, wo er sie braucht. Heidi Kastner fügt hinzu: „Missbrauch der Empathie für manipulative Zwecke ist nichts Neues, schon Immanuel Kant hat auf das destruktive Potenzial des einfühlenden Erkennens verwiesen und davor gewarnt.“ Immer wieder finden sich eindrückliche Beispiele dafür, wie sich Einzelne mit einem besonders guten Sensorium für kollektive Gestimmtheiten der in der Masse wirksamsten Emotionen bedienen. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Empathie gilt als hochanständige Eigenschaft</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/empathie-gilt-als-hochanstaendige-eigenschaft.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2024 01:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Mitleid]]></category>
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					<description><![CDATA[Empathie im Sinn von Mitgefühl oder von Basis-Empathie, also Mitleid, wirkt auf den ersten Blick so, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte. Helga Kernstock-Redl erläutert: „Sie gilt als hoch anständige Eigenschaft bei uns Menschen. Grundsätzlich ist es natürlich eine Eigenheit, die in der Bevölkerung unterschiedlich stark vertreten ist. Bitte glauben Sie nicht, dass zum ... <a title="Empathie gilt als hochanständige Eigenschaft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/empathie-gilt-als-hochanstaendige-eigenschaft.html" aria-label="Mehr Informationen über Empathie gilt als hochanständige Eigenschaft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Empathie im Sinn von Mitgefühl oder von Basis-Empathie, also Mitleid, wirkt auf den ersten Blick so, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte. Helga Kernstock-Redl erläutert: „Sie gilt als hoch anständige Eigenschaft bei uns Menschen. Grundsätzlich ist es natürlich eine Eigenheit, die in der Bevölkerung unterschiedlich stark vertreten ist. Bitte glauben Sie nicht, dass zum Beispiel Frauen im Durchschnitt empathischer sind als Männer.“ Sie sind nur motivierter, empathisch zu sein, und zeigen es öfter – besonders dann, wenn es von ihnen in einer bestimmten Situation erwartet wird. Vielleicht haben sie häufiger das innere Gesetz verankert: „Ich muss empathisch sein.“ Oder: „Ich muss Erwartungen erfüllen.“ Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-5668"></span></p>
<p><strong>Empathische Menschen bleiben ihrem inneren Kodex treu</strong></p>
<p>Helga Kernstock-Redl weiß: „Grundsätzlich gilt natürlich: Es sind tatsächlich oft sehr wertvolle, empathische, extra ehrgeizige, verantwortungsvolle oder fürsorgliche Personen, die viele Regeln haben und Schuldgefühle vermeiden wollen – und deshalb sehr „willensstark“ und konsequent ihrem inneren Kodex treu bleiben.“ Das bewundern die meisten anderen Menschen irgendwie, sogar wenn die Folgen manchmal selbstschädigend sind. Die Geschichte einer Person oder einer Gruppe, die bis zum bitteren Ende ihre Überzeugungen hochhält und dafür kämpft, assoziiert man wohl mit Selbstdisziplin und Charakterstärke.</p>
<p>Das gilt für reale Menschen, die sich für andere überdurchschnittlich stark engagieren, aber auch für fiktive oder historische Figuren wie Michael Kohlhaas, Don Quichotte oder die japanischen Samurai. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Deren Ehrenkodex beeinflusst übrigens auch heute noch Mentalität und Wirtschaft ihres Landes. Die europäischen Rittertugenden hingegen haben sich kaum im Bewusstsein gehalten und finden lediglich im Wort Ritterlichkeit einen positiven, wenn auch verstaubten Nachhall.“ </p>
<p><strong>Ungezähmte Empathie kann gute Menschen ungut machen</strong></p>
<p>Wenn man nun glaubt, dass empathiearme Menschen frei von Schuldgefühlen sind, irrt man sich vermutlich. Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Der „Ehrenkodex“ von Sadisten, Soziopathinnen und Schwerstverbrechern ist zwar für einen Durchschnittsmenschen wie mich sicher nicht nachvollziehbar, doch auch sie können Regeln haben, die bei Missachtung Schuldgefühle erzeugen.“ Die Hintergründe von asozialen Verhalten zu verstehen, bedeutet selbstverständlich nicht, es zu entschuldigen oder zu dulden. Doch in der psychologischen Arbeit ermöglicht eine solche Forschungsreise, betroffene Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, und sie dabei zu begleiten, das Alte infrage zu stellen und die eine oder andere sozial akzeptablere Regel zu entwickeln.</p>
<p>Bei ausgeprägter Soziopathie stehen die Erfolgschancen zwar eher gering, aber glücklicherweise gibt es Mischformen. Und außerdem können Menschen lernen, sich nicht aus Schuld- oder Mitgefühl, oder doch aus Vernunft, Respekt oder Angst an soziale und moralische Regeln zu halten. Doch zurück zur Empathie: Helga Kernstock-Redl behauptet, stark ausgeprägte, ungezähmte Empathie kann gute Menschen ungut machen. Das ist der Grund, wieso leidende Personen nicht immer die Zuwendung bekommen, die sie eigentlich verdienen. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbst die Empathie birgt tiefe Abgründe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2024 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Empathie, der man in der Gegenwart wieder ein so hoher Stellenwert zumisst, trägt bei aller Progressivität auch ein problematisches Potenzial in sich. Svenja Flaßpöhler betont: „Es ist richtig und wichtig, das Leiden von Betroffenen nachzuempfinden, mit ihnen mitzufühlen. Nur so erfährt erlittenes Unrecht Anerkennung. Doch ist die reine Empfindung noch keine Moral.“ Nichts kann ... <a title="Selbst die Empathie birgt tiefe Abgründe" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbst-die-empathie-birgt-tiefe-abgruende.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbst die Empathie birgt tiefe Abgründe">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Empathie, der man in der Gegenwart wieder ein so hoher Stellenwert zumisst, trägt bei aller Progressivität auch ein problematisches Potenzial in sich. Svenja Flaßpöhler betont: „Es ist richtig und wichtig, das Leiden von Betroffenen nachzuempfinden, mit ihnen mitzufühlen. Nur so erfährt erlittenes Unrecht Anerkennung. Doch ist die reine Empfindung noch keine Moral.“ Nichts kann einen Menschen von der Notwendigkeit des Urteils und der damit einhergehenden Distanzierung entbinden. Denn nicht alles, was man nachempfinden kann, verdient Solidarität und Anerkennung. Als Gefühl birgt die Empathie selbst tiefe Abgründe. Ihre dunkle Seite ist der Lustgewinn, der sich aus fremdem Leid ziehen lässt. Diese Seite zeigt sich auch dann, wenn man Menschen regelrecht in Opferpositionen gefangen hält. Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des „Philosophie Magazin“. <span id="more-5254"></span></p>
<p><strong>Empathie vermag sogar Gewalt entfachen</strong></p>
<p>Svenja Flaßpöhler erläutert: „Etwa, indem man paternalistisch für andere spricht, sich schützend vor sie stellt und an ihrer statt sagt, welche Begriffe sie diskriminieren. Oder indem man Frauen auf hilflose Wesen reduziert.“ Die dunkle Seite der Empathie offenbart sich überdies in der Gewalt, die sie zu entfachen vermag. Gefühlsansteckungen entfesseln, mobilisieren Massen – im Guten wie im Schlechten. Bezweifelbar ist insofern die These des Evolutionsbiologen Steven Pinker, „dass die Gewalt im Lauf der Geschichte tatsächlich abgenommen hat“. </p>
<p>Die destruktiven Affekte des Menschen verschwinden ja nicht einfach. Vielmehr sind die aufgehoben in einem empathischen Sadismus, der immer subtilere Formen findet. Fritz Breithaupt nennt das Strafen und viele leider alltägliche Verhaltensformen wie das Demütigen, Herabsetzen und Bloßstellen. Die Glorifizierung der Empathie birgt ein weiteres Problem. Svenja Flaßpöhler erklärt: „So beraubt sich das Gattungswesen Mensch entscheidender Selbstschutz- und Abwehrpotenziale, wenn es die Ambivalenz der Gefühle verwirft.“</p>
<p><strong>Jeder Krieg ist grausam und schonungslos</strong></p>
<p>Pointierter: Was, wenn das Geheimnis der menschlichen Resilienz in einem archaischen Lebensdrang läge? In einer unbewussten, an die menschliche Urgeschichte mahnenden Triebkraft, die in Momenten größter Ohnmacht eine drohende Vernichtung verhindert? Svenja Flaßpöhler begibt sich ins Jahr 1915. Wenige Monate zuvor war der Erste Weltkrieg ausgebrochen, der zwanzig Millionen Menschen das Leben kosten wird. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, ist zu diesem Zeitpunkt fast sechzig Jahre alt. </p>
<p>Er lebt in Wien und verfasst unter dem Eindruck der erschütternden Ereignisse zwei Essays, die unter dem Titel „Zeitgemäßes über Krieg und Tod“ erscheinen. Ein weitaus jüngerer, neuzehnjähriger Deutscher befindet sich an der Front in Frankreich. Sein Name: Ernst Jünger. Sigmund Freud schreibt ein paar Monate nach Kriegsbeginn: „Der Krieg, an den wir nicht glauben wollten, brach nun aus, und er brachte die – Enttäuschung. Er ist nicht nur blutiger und verlustreicher als einer der Kriege vorher, infolge der mächtig vervollkommneten Waffen des Angriffs, sondern ebenso grausam, erbittert, schonungslos wie irgendein früherer.“ Quelle: „Sensibel“ von Svenja Flaßpöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Moral ist in den Gefühlen verankert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2023 01:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[David Hume beginnt ab 1743 mit der Abfassung seines dreiteiligen Werks „Ein Traktat über die menschliche Natur“. Svenja Flaßpöhler erklärt: „Grundlegend für diese Schrift ist Humes strenger Empirismus, dem zufolge nichts – und also auch nicht die Moral – ohne sinnliche Basis, ohne Erfahrung existiert.“ Mit anderen Worten: Die Moral muss in der Natur eines ... <a title="Die Moral ist in den Gefühlen verankert" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/svenja-flasspoehler-david-hume-und-die-gefuehle.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Moral ist in den Gefühlen verankert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>David Hume beginnt ab 1743 mit der Abfassung seines dreiteiligen Werks „Ein Traktat über die menschliche Natur“. Svenja Flaßpöhler erklärt: „Grundlegend für diese Schrift ist Humes strenger Empirismus, dem zufolge nichts – und also auch nicht die Moral – ohne sinnliche Basis, ohne Erfahrung existiert.“ Mit anderen Worten: Die Moral muss in der Natur eines Menschen, in seinen Gefühlen verankert sein. In seinem Traktat stellt sich David Hume die Aufgabe, diese Verwurzelung zu verstehen: „Wie kommt es, dass wir mit anderen Menschen mitfühlen?“ Das geschieht zunächst einmal ganz einfach deshalb, so Hume, weil Menschen sich bei allen Unterschieden doch grundsätzlich ähnlich sind. Svenja Flaßpöhler fasst zusammen: „Wir fühlen, was andere fühlen, weil wir alle Menschen sind.“  Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des „Philosophie Magazins“. <span id="more-4817"></span></p>
<p><strong>Das Mitfühlen ist etwas geradezu Reflexhaftes</strong></p>
<p>Und je mehr Menschen miteinander teilen, eine Sprache oder die Herkunft etwa, desto stärker die Empathie. Unauflöslich sind das Mitfühlen und der revolutionäre Wert der Gleichheit miteinander verschaltet. Zwar mögen die Menschen sich in Geschlecht, Aussehen, Alter et cetera unterscheiden, doch, so David Hume, eine wesentliche Gemeinsamkeit bleibt: das Menschsein. Die Gleichheit ist damit aber eben nicht eine abstrakte Größe und vor aller Erfahrung einfach gegeben, sondern man erfährt sie im Akt des Mitfühlens.</p>
<p>Das Mitfühlen hat nach David Hume etwas geradezu Reflexhaftes und Virales an sich. Svenja Flaßpöhler fügt hinzu: „Aufgrund des geteilten Menschseins springen Gefühle, ob positive oder negative, regelrecht vom einen zum anderen über. Wobei, wie Hume betont, zusätzliche Ähnlichkeiten wie Herkunft oder Geschlecht die Ansteckung noch steigern.“ Je homogener die Gruppen, desto stärker die Übertragung. Fast zweihundert Jahre nach Erscheinen des „Traktats“ wird der Philosoph Max Scheler diesen Gedanken aufgreifen und, anders als David Hume, die „Gefühlsansteckung“ vom Mitfühlen und Mitleiden scharf trennen.</p>
<p><strong>Das Gefühl erkennt gute oder schlechte Handlungen</strong></p>
<p>Die Ansteckung, so Max Scheler, habe mit Sensibilität für andere Gemütszustände im Grunde nichts zu tun, sondern sei schlicht reaktiv. Max Scheler schreibt: „Weder besteht hier eine Gefühls-Intention auf die Freude oder das Leid des anderen, noch irgendein Teilnehmen an seinem Erleben. Vielmehr ist es charakteristisch für die Ansteckung, dass sie lediglich zwischen Gefühlszuständen stattfindet, und dass sie ein Wissen um die fremde Freude überhaupt nicht voraussetzt.“ </p>
<p>Eine These von David Hume lautet: „Der Verstand kann uns nicht sagen, ob eine Handlung gut oder schlecht ist. Einzig das Gefühl, das uns erfasst, wenn wir bestimmte Handlungen betrachten, gibt uns einen Fingerzeig.“ Man muss den Eindruck, den die Tugend hervorbringt, angenehm und den, der vom Laster ausgeht, unangenehm nennen.“ Die Erfahrung eines jeden Augenblicks muss einen Menschen davon überzeugen. David Hume schreibt: „Es gibt kein lieblicheres uns schöneres Schauspiel als eine großmütige Tat, und keines, das einem Menschen mehr Abscheu einflößt als eine grausame und verräterische.“ Quelle: „Sensibel“ von Svenja Flaßpöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Schuldzuweisungen schaden dem Selbstwert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Aug 2023 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldgefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
		<category><![CDATA[Übel]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine andauernde, wenn auch falsche Schuldzuweisung ist leider irgendwann erfolgreich und sei sie noch so abstrus. Helga Kernstock-Redl weiß: „Denn steter Tropfen höhlt jeden Selbstwert, nur ein völlig lernunfähiges Gehirn wäre gefeit. Der unspezifische, ungute Eindruck, wohl doch die Ursache für das aktuelle Übel des anderen zu sein, stellt sich ein.“ Besonders schwierig zu entdecken ... <a title="Schuldzuweisungen schaden dem Selbstwert" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-falsche-schuldzuweisung.html" aria-label="Mehr Informationen über Schuldzuweisungen schaden dem Selbstwert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine andauernde, wenn auch falsche Schuldzuweisung ist leider irgendwann erfolgreich und sei sie noch so abstrus. Helga Kernstock-Redl weiß: „Denn steter Tropfen höhlt jeden Selbstwert, nur ein völlig lernunfähiges Gehirn wäre gefeit. Der unspezifische, ungute Eindruck, wohl doch die Ursache für das aktuelle Übel des anderen zu sein, stellt sich ein.“ Besonders schwierig zu entdecken sind nonverbale Schuldzuweisungen, die das wachsame Auge der Logik unterfliegen: Blicke, Seufzer, subtile Vorwürfe. Sie nähren eine innere Überzeugung, die wie ein Damoklesschwert jederzeit schlagend werden kann: „Wenn etwas nicht funktioniert, bin immer ich schuld. Es liegt an mir.“ Das ist selbstverständlich immer falsch. Sind Sie tatsächlich so allmächtig und enorm wichtig, dass Sie tatsächlich an allen Übeln wirklich schuld sein könnten? Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-4717"></span></p>
<p><strong>Manche Schuldgefühle überschatten jedes eigene Glück</strong></p>
<p>Eine häufig unerkannte Ursache für unberechtigte Schuldgefühle ist die Empathie mit jemandem, der selbst unter Schuldgefühlen leidet. Viele Menschen haben das vermutlich bei Ärger, Angst oder Scham schon selbst erlebt. Es ist überaus peinlich, wenn sich der andere schämen muss, oder man ärgert sich sofort mit, wenn jemand einem von seinem Ärger berichtet. Vorrangig wichtig ist, überhaupt zu erkennen, dass eine solche Ansteckung passiert ist. </p>
<p>In manchen herzensguten Menschen treibt ein ungerechtfertigtes Schuldgefühl sein Unwesen, das seine Energie aus der Regel bezieht: „Mir darf es nicht gut gehen, weil es jemand anderem schlecht geht.“ Wer einem so lebensfeindlichen innerem Gesetz folgt, für den überschattet das Schuldgefühl zwangsläufig jedes eigene Glück. Hat man jemandem Unrecht getan, zwingen einen die Schuldgefühle förmlich, recht oft an die geschädigte Person zu denken. Man beschäftigt sich mir ihr und der eigenen Schuld, das Gehirn sucht verzweifelt nach Möglichkeiten der Wiedergutmachung oder malt sich aus, welch großes Leid man verursacht haben könnte. </p>
<p><strong>Ein Mensch kann sich schuldig und zugleich als Opfer fühlen</strong></p>
<p>Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Wir Menschen mit unseren beständig arbeitenden Gehirnen können uns bei entsprechendem innerem Regelwerk sehr leicht schuldig und zugleich als Opfer fühlen.“ Sogar sich selbst gegenüber, weil man sich „etwas angetan“ hat. Ein komplexes Gehirn vollbringt solche Meisterleistungen. Wieder sind es jene mit ehrgeizigen Ansprüchen an sich selbst, die sich – zusätzlich zu all dem Stress – mit Selbstvorwürfen geißeln. </p>
<p>Andere wieder haben starke Schuldgefühle wegen eigener Entscheidungen, die sie in der Vergangenheit getroffen haben, unter denen sie heute am meisten leiden: Opfergefühl steht in der Innenwelt neben Schuldgefühl, Verzweiflung neben Ärger über sich selbst. Man merkt: Das menschliche Gehirn ist enorm erfinderisch. Helga Kernstock-Redl fasst zusammen: „Alle hier besprochenen Varianten von Schuldgefühlen sind vermutlich zumindest zum Teil ungerechtfertigt, aber trotzdem real da.“ Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>MeToo wäre ohne Sensibilität undenkbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 01:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Sensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Trieb]]></category>
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					<description><![CDATA[Der abwertende Begriff „Snowflake“ wendet die psychische Sensibilität – als vermeintliche Hypersensibilität – ins Polemische. Svenja Flaßpöhler erläutert: „Als „Snowflakes“ werden auf abwertende Weise Menschen bezeichnet, die sich einzigartig wähnen, keine gegenteiligen Meinungen aushalten und extrem empfindlich gegen Reize und Zugriffe von außen sind.“ Unter anderem die Debatte über Trigger-Warnings und Sprachsensibilität, aber auch die ... <a title="MeToo wäre ohne Sensibilität undenkbar" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/4014.html" aria-label="Mehr Informationen über MeToo wäre ohne Sensibilität undenkbar">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der abwertende Begriff „Snowflake“ wendet die psychische Sensibilität – als vermeintliche Hypersensibilität – ins Polemische. Svenja Flaßpöhler erläutert: „Als „Snowflakes“ werden auf abwertende Weise Menschen bezeichnet, die sich einzigartig wähnen, keine gegenteiligen Meinungen aushalten und extrem empfindlich gegen Reize und Zugriffe von außen sind.“ Unter anderem die Debatte über Trigger-Warnings und Sprachsensibilität, aber auch die Tendenz gesellschaftlicher Singularisierung sind hier angesiedelt. Die ethische Sensibilität findet im 18. Jahrhundert ihre philosophische wie literarische Entfaltung und meint, allgemein gesprochen, die Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen. Aus Sicht der Historikerin Lynn Hunt ist es alles andere als ein Zufall, dass just in jenem Jahrhundert, in dem die Empathie zum systematischen Gegenstand der Philosophie wurde und die Briefromane Jean-Jacques Rousseaus und Samuel Richardsons tiefe Identifikation mit leidenden Frauenfiguren zu stiften vermochten, auch die Menschenrechte erklärt wurden. Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des „Philosophie Magazin“. <span id="more-4014"></span></p>
<p><strong>Die Dämpfung der Triebe ist eine Kulturleistung</strong></p>
<p>Globale Bewegungen wie Black Lives Matter und MeToo oder auch, in kleinerem Maßstab, die verbreitete Solidarität mit der Transgender-Community wären ohne diese Form der Sensibilität undenkbar. Und schließlich gibt es die ästhetische Sensibilität. Sie bezeichnet eine Empfindsamkeit für das Schöne wie das Hässliche, die sublimierte Lust des „Augenmenschen“ und das spätmoderne Begehren nach Besonderheit und Resonanz. IN seinem Buch „Resonanz“ analysiert der Soziologe Hartmut Rosa die Sehnsucht nach einer antwortenden Welt, die den Menschen nicht kaltlässt, sondern berührt. </p>
<p>Svenja Flaßpöhler weiß: „Die Gegenwart mit ihren Verwerfungen hat eine lange Geschichte, in der sich die menschliche Sensibilität nach und nach herausgebildet hat.“ In seinem berühmten Werk „Über den Prozess der Zivilisation“ beschreibt der Soziologe Norbert Elias diese Entwicklung ausführlich und konkret anhand von Praktiken wie Tischsitten, Hygieneregeln oder Ehebräuchen. Affektregulierung und Dämpfung der Triebe sind Kulturleistungen, die zu einer Veränderung des menschlichen Verhaltens und Empfindens führen. </p>
<p><strong>Der Zwang zur „Affektneutralisierung“ tritt in den Vordergrund</strong></p>
<p>Nämlich zu einer ansteigenden Disziplinierung und Sensibilisierung des Selbst. An die Stelle der äußeren Gewalt trat nach und nach eine innere. Nämlich der Zwang zu rationaler „Langsicht“ und „Affektneutralisierung“. Deren emotionales Pendant war die Etablierung von Scham- und Peinlichkeitsgefühlen. Kühle Vernunft und brennende Scham, Disziplinierung und Empfindsamkeit: „verschiedene Seiten der gleichen, psychischen Transformation“, wie Norbert Elias schrieb.</p>
<p>Der Begriff der Sensibilität erfuhr im 17. Jahrhundert einen neuen Gebrauch. Verwendet wurde er als Bezeichnung der moralischen und sittsamen Eigenschaften von Edelmännern in der höfischen Gesellschaft. Svenja Flaßpöhler fügt hinzu: „Wurden durch Gewaltmonopole und Staatenbildung die Befriedung des Alltagslebens wie auch die Durchmischung der Schichten unaufhaltsam vorangetrieben, schritt entsprechend die Sensibilisierung weiter voran. Aus dem Adel verbreitete sie sich nach unten ins Bürgertum und wirkte von dort als gesteigertes Distinktionsbegehren zurück nach oben. Quelle: „Sensibel“ von Svenja Flaßpöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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