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	<title>Wohlstand &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Masse gibt das „mehr“ vor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Sep 2023 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Masse]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit dem Wirtschaftsaufschwung in den 1950er-Jahren geht es der deutschen Bevölkerung immer besser. Aktuell verfügen die Deutschen über einen noch nie dagewesenen Wohlstand. Für die durchschnittlichen Eltern ist heute immer „mehr“ möglich. Rüdiger Maas nennt Beispiele: „Mehr Materielles, mehr Liebe, mehr Fürsorge, mehr Elternsein, mehr Förderung, mehr Wohlstand, mehr Liberalität, mehr Mitsprache, mehr Behütung, mehr ... <a title="Die Masse gibt das „mehr“ vor" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ruediger-maas-weniger-ist-so-viel-mehr.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Masse gibt das „mehr“ vor">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem Wirtschaftsaufschwung in den 1950er-Jahren geht es der deutschen Bevölkerung immer besser. Aktuell verfügen die Deutschen über einen noch nie dagewesenen Wohlstand. Für die durchschnittlichen Eltern ist heute immer „mehr“ möglich. Rüdiger Maas nennt Beispiele: „Mehr Materielles, mehr Liebe, mehr Fürsorge, mehr Elternsein, mehr Förderung, mehr Wohlstand, mehr Liberalität, mehr Mitsprache, mehr Behütung, mehr Gesundheit.“ Neu für die Elterngeneration ist, dass das, was mehr sein soll, durch die Masse vorgegeben wird. Doch ist dieses Mehr der Masse zu erreichen? Ist das nicht ein Kampf gegen Windmühlen? Ja, das ist es – wie das „Easterlin-Paradox“ oder auch Zufriedenheits-Einkommen-Paradox lehrt. Bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe steigt die Zufriedenheit mit zunehmendem Einkommen an. Ab einem gewissen Punkt allerdings lässt sich durch mehr Einkommen die Zufriedenheit nicht weiter steigern. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-4863"></span></p>
<p><strong>Eltern sind stark von den Meinungen anderer abhängig</strong></p>
<p>Rüdiger Maas weiß: „Ein Streben nach mehr Arbeit, um mehr Geld zu verdienen, um schließlich glücklicher zu werden, ist ab einem bestimmten Grad nicht mehr sinnvoll.“ Hinzu kommt das „Überauswahl-Phänomen“, das dazu führt, dass Eltern durch die zahlreichen Optionen in ihren Entscheidungen verunsichert und letztlich unglücklicher werden. Leider verstärkt sich das Phänomen des Unglücklichseins vor allem für die heutige Generation an Eltern. </p>
<p>Die heutige Elterngeneration ist stark von den Meinungen anderer abhängig. Sie sind unsicher, wie sie sich verhalten soll und stellt sich in Relation zu ihren Bekannten und zu ihrer Internet-Community. Das, was dort wichtig ist, gilt auch für sie. Wird in der Community ein Kinderwagen für 2.000 Euro gekauft, brauchen sie selbst auch einen so teuren Kinderwagen. Der hohe Geldbetrag dient den Eltern in ihrer Unsicherheit als Orientierung. Obwohl es sich um eine Summe handelt, die auch für Gutverdienende sehr hoch sein kann. </p>
<p><strong>Statussymbole machen Wohlhabende Eltern nicht zufriedener</strong></p>
<p>Die Messlatte wird hoch gesetzt. Das gilt für all diejenigen, die sich im Netz an der Meinung von anderen orientieren. Und selbstverständlich spart man auch bei anderen Produkten für sein Kind nicht. Schließlich will man ein gutes Elternpaar sein, so wie die anderen eben auch. Rüdiger Maas stellt fest: „Leittragende sind in unserer Gesellschaft jedoch all diejenigen, die nach einem solchen Wohlstand streben, ihn allerdings nicht für sich verwirklichen können.“ Denn sichtbar ist der Wohlstand der anderen für alle im Netz. </p>
<p>Wohlstand ist immer umgebungsassoziiert, also auch davon abhängig, was an Wohlstand durch andere suggeriert wird. Menschen, die sich diesen Wohlstand nicht für ihre Kinder leisten können, trifft die starke Orientierung am Kollektiv viel stärker. Rüdiger Maas erläutert: „Sie können nichts oder nur wenig durch teure Güter kompensieren. Sie werden abgehängt, ebenso ihre Kinder, da bestimmte Statussymbole nicht vorhanden sind.“ Trotzdem gilt: Zufriedener werden die wohlhabenden Eltern durch all die Güter nicht werden. Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die digitale Welt reicht bis ins Kinderzimmer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2022 01:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die digitale Welt reicht bei einem großen Teil des Nachwuchses längst bis ins Kinderzimmer hinein: Tablet, Kinder-Social-Media-Kanäle. Rüdiger Maas stellt fest: „Für heutige Kleinkinder scheint vieles möglich, wovon früher Generationen geträumt haben. Als Eltern beschleich uns immer wieder das schlechte Gewissen: Was bedeutet die technische Welt für unsere Kinder wirklich?“ Eltern wollen ihre Kinder in ... <a title="Die digitale Welt reicht bis ins Kinderzimmer" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ruediger-maas-digitale-welt.html" aria-label="Mehr Informationen über Die digitale Welt reicht bis ins Kinderzimmer">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die digitale Welt reicht bei einem großen Teil des Nachwuchses längst bis ins Kinderzimmer hinein: Tablet, Kinder-Social-Media-Kanäle. Rüdiger Maas stellt fest: „Für heutige Kleinkinder scheint vieles möglich, wovon früher Generationen geträumt haben. Als Eltern beschleich uns immer wieder das schlechte Gewissen: Was bedeutet die technische Welt für unsere Kinder wirklich?“ Eltern wollen ihre Kinder in der Regel so gut wie möglich erziehen. Das ist kein digitales Phänomen, nur ein menschliches. Anders ist jedoch der Wohlstand: Die Kinder wachsen in Deutschland in einem noh nie da gewesenen Reichtum auf. Es gab bis heute keine vergleichbare Generation, die durchschnittlich über ein solches Maß an Gütern und Möglichkeiten verfügte. Grund zur Freude? Leider nein. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-3559"></span></p>
<p><strong>Ein Deutscher erzeugt etwa ein Gigabyte Daten pro Tag</strong></p>
<p>Rüdiger Maas betont: „Denn wir haben ein Maß an Wohlstand erreicht, in dem ein „Mehr“ nicht gleich ein psychologisches „Besser“ bedeutet. Im Gegenteil: Aber einem gewissen Wohlstand wird ein Plateau erreicht, ab dem sich die Zufriedenheit nicht mehr durch Produkte oder Möglichkeiten steigern lässt.“ Der technische Überfluss und all die digitalen Vorbilder werden die zukünftige Ausbildung oder Berufswahl vieler Kinder beeinflussen. Unklar ist in vielen Fällen nur noch wie. </p>
<p>Wie werden sie sich auf die Werte, Wünsche und Träume der Kinder auswirken? Heutzutage leben die Kinder in einer digital-analogen Zwischenwelt. Die digitale und die analoge Welt prallen dabei aufeinander und verschmelzen sich für die Kinder. Ein Durchschnittsdeutscher erzeugt derzeit etwa ein Gigabyte Daten pro Tag. Bezogen auf alle Deutschen oder gar die gesamte Menschheit kommt da einiges zusammen. Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist den meisten klar, dass der Datenschutz auf vielen Plattformen im Netz nicht gerade hochgehalten wird. </p>
<p><strong>Jeder will Teil der sozialen Welt sein</strong></p>
<p>Rüdiger Maas weiß: „Im Jahr 2020 waren beispielsweise 540 Millionen Datensätze mehrere Monate lang im Netz ungeschützt abrufbar. Eine Panne von Facebook – zu Lasten des Datenschutzes.“ Sicherlich will man Teil der sozialen Welt sein, und dann kann man es kaum vermeiden, auch ein Teil der sozialen Netzwerke zu sein. Und ja, um beispielsweise Facebook oder Instagram zu nutzen, muss man zwangsläufig einige Daten teilen. Sobald man mit anderen kommuniziert und einigen Gruppen beitritt, sammeln Facebook und Instagram die Daten über diesen Nutzer. </p>
<p>Diese Daten sammeln die Sozialen Netzwerke aber nicht nur, damit die User kommunizieren können. Das Unternehmen verdient mit den Daten Geld, indem Werbung geschaltet wird. Aktuell gibt es rund drei Milliarden Facebook-Nutzer. Das sind mehr Menschen als irgendein Land auf der Erde Einwohner hat. Und diese surfen auf vielen weiteren Seiten im World Wide Web. Facebook hat sein Netz wie eine Spinne ausgespannt, um Nutzer, die es wagen, sich gerade nicht auf Facebook aufzuhalten, wieder einzufangen. Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die  Wohlstandsverwahrlosung breitet sich aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2020 05:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch Kinder aus wohlhabenden Verhältnissen können sehr arm sein – innerlich arm. Es fehlt ihnen an Zuwendung durch die Eltern, an Zeiten, in denen ihnen einfach nur zugehört wird, an Interesse an ihrem Leben, Fühlen und Denken und vor allem mangelt es ihnen an Zuneigung. Eltern, die keine Zeit für ihre Kinder haben, versuchen das ... <a title="Die  Wohlstandsverwahrlosung breitet sich aus" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-wohlstandsverwahrlosung-breitet-sich-aus.html" aria-label="Mehr Informationen über Die  Wohlstandsverwahrlosung breitet sich aus">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Kinder aus wohlhabenden Verhältnissen können sehr arm sein – innerlich arm. Es fehlt ihnen an Zuwendung durch die Eltern, an Zeiten, in denen ihnen einfach nur zugehört wird, an Interesse an ihrem Leben, Fühlen und Denken und vor allem mangelt es ihnen an Zuneigung. Eltern, die keine Zeit für ihre Kinder haben, versuchen das häufig durch materielles Verwöhnen auszugleichen. Klaus Biedermann weiß: „Oft leben Kinder, die unter Wohlstandsverwahrlosung leiden, in einer nach außen hin intakten Familie. In dieser herrscht jedoch schon das große Schweigen zwischen den Eltern.“ Typische Verwöhnfallen können sich auch aus anderen Situationen ergeben: Eltern, die durch eine Trennung in einen materiellen Wettstreit treten, berufstätige Mütter oder auch alleinerziehende Väter, die versuchen, ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Dr.  phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-2400"></span></p>
<p><strong>Kinder benötigen Wertschätzung</strong></p>
<p>Eltern, die das alles selbst erfahren haben, versuchen sich die Liebe ihrer Eltern zu kaufen. Sie haben Angst davor, ein Nein könnte Liebesentzug durch das Kind zur Folge haben. Klaus Biedermann schränkt ein: „Selbstverständlich haben nicht alle Eltern mit hoher Arbeitsbelastung und Einkommen automatisch ein wohlstandsverwahrlostes Kind zu Hause.“ Denn nicht jeder, der wenig Zeit für sein Kind hat, lässt dieses emotional verkümmern. Wichtig ist die Qualität der Beziehung und wie die gemeinsame Zeit erlebt wird.</p>
<p>Auch Eltern, die viele Stunden am Tag mit ihren Kindern gemeinsam verbringen, können dennoch ihre Kinder emotional verhungern lassen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn diese Zeit vor dem Fernsehgerät verbracht werden soll. Zu den Grundbedürfnissen eines Kindes gehören nicht nur Essen, Trinken, saubere Kleidung und ein Dach über dem Kopf. Es gehören auch dazu die Befriedigung seines Schutzbedürfnisses, Anregung, Verlässlichkeit, Verständnis und körperliche wie seelische Wertschätzung.</p>
<p><strong>Wohlstandsverwahrlosten Kindern fehlt es an Grenzen</strong></p>
<p>Kinder brauchen zudem eine sichere Bindung und emotionale Zuwendung. Wohlstandsverwahrlosten Kindern fehlt es aber nicht nur an Aufmerksamkeit für ihre Bedürfnisse, es fehlt ihnen auch an Grenzen. Denn diese zu setzen, Konflikte auszutragen und auszuhalten, kostet Zeit. Damit sie keine Zeit opfern müssen, geben Eltern nach und sorgen so zunächst einmal für Ruhe. Aber langfristig macht dieses Nachgeben die Kinder orientierungslos und oft tyrannisch.</p>
<p>Klaus Biedermann warnt: „Die emotional verwahrlosten Kinder von heute sind die emotional verwahrlosten und verwahrlosenden Eltern von morgen.“ Kinder müssen die Erfahrung machen dürfen, dass sie phasenweise fremdbestimmt leben, dass sie sich auf ein Gegenüber oder eine Situation einstellen müssen – und nicht umgekehrt, wie es leider heute oftmals der Fall ist. Auch einem Kind darf bewusst werden, dass es durch unangenehme Begegnungen Erfahrungen macht, die sich für sein späteres Leben vielleicht als wertvoll erweisen. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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