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	<title>Veränderung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Menschen verändern sich ständig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jul 2025 06:45:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbeherrschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Andreas Salcher schreibt: „Hermann Hesse entschlüsselt in seinem Gedicht „Stufen“, warum wir uns trotz unseres Beharrungsvermögens im Laufe des Lebens weit stärker verändern, als uns das selbst bewusst ist.“ Da sich Menschen aber freiwillig kaum aus ihrer Komfortzone herausbewegen, hilft der Weltgeist durch Krankheit, Jobverlust, Scheidung oder andere unerwartete äußere Einflüsse ein bisschen nach, um ... <a title="Menschen verändern sich ständig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-veraendern-sich-staendet.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen verändern sich ständig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Salcher schreibt: „Hermann Hesse entschlüsselt in seinem Gedicht „Stufen“, warum wir uns trotz unseres Beharrungsvermögens im Laufe des Lebens weit stärker verändern, als uns das selbst bewusst ist.“ Da sich Menschen aber freiwillig kaum aus ihrer Komfortzone herausbewegen, hilft der Weltgeist durch Krankheit, Jobverlust, Scheidung oder andere unerwartete äußere Einflüsse ein bisschen nach, um sie auf die nächste Stufe zu schubsen. Und siehe da, auf einmal muss man lieb gewonnene Gewohnheiten aufgeben, Risiken eingehen, Neues lernen. Interessanterweise schrieb Hermann Hesse „Stufen“ in seinem 63. Lebensjahr nach langer Krankheit und nannte es ursprünglich „Transzendieren“. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-6153"></span></p>
<p><strong>Aristoteles weist den Weg zum guten und gesunden Leben</strong></p>
<p>Einen Teil der Siege über den inneren Schweinehund verdankt man nüchtern betrachtet nicht der eigenen Willenskraft, sondern äußeren Umständen des Lebens. Andreas Salcher nennt ein Beispiel: „Wer über ein Mindestmaß an Vernunft verfügt, ändert seinen Lebensstil nach dem ersten, wer nicht komplett verrückt ist, spätestens nach dem zweiten Herzinfarkt.“ Man verändert sich daher oft nicht, weil man sich das vornimmt, sondern weil man dazu gezwungen wird. Wer sich nicht den Launen des Schicksals ausliefern will, der sollte sich an die Lehre des Aristoteles halten.</p>
<p>Sie ist die wirksamste Waffe gegen den inneren Schweinehund, weil sie diesem kleine Erfolge gönnt, Menschen aber den Weg zum guten und gesunden Leben weist. Andreas Salcher weiß: „Aristoteles war kein weltfremder Philosoph, sondern gestand dem Menschen durchaus das genussvolle Ausleben seiner Begierden zu, aber immer mit Maß und ohne sich davon abhängig zu machen.“ Übersetzt in unsere heutige Zeit, könnte man sagen, einmal im Monat Schnitzel mit Pommes ist kein Problem, ständig Schnitzel schon.</p>
<p><strong>Die Tugend der Selbstbeherrschung bedeutet keinen Verzicht</strong></p>
<p>Drei Wochen jeden Tag zwei Stunden laufen zu gehen und dafür den Rest des Jahres gar nicht, ist deutlich schlechter als jede Woche zweimal langsam zu traben. Andreas Salcher erklärt: „Aristoteles war zutiefst davon überzeugt, dass die Tugend der Selbstbeherrschung keinen Verzicht bedeutet, sondern im Gegenteil die Voraussetzung für ein erfülltes Leben wäre.“ Aristoteles erhob nie den moralischen Zeigefinger, vielmehr machte er überzeugend klar, dass es für das eigene Glück entscheidend ist, die Antwort auf eine Frage zu finden: Was heißt ein gutes Leben für mich?</p>
<p>Alle Menschen wissen ganz genau, was sie in ihrem Leben tun. Entscheidend ist aber ein anderer Punkt: das Warum. Andreas Salcher stellt fest: „Nur sehr wenige Menschen können eine wirklich überzeugende Antwort auf die Frage nach ihrem Daseinszweck, nach ihrem Anliegen, nach ihren Überzeugungen gegen.“ Menschen brauchen eine übergeordnete Vorstellung davon, was ein gutes Leben für sie bedeutet. Je klarer dieses Bild ist, desto leichter wird es für sie, ihr Leben immer wieder danach auszurichten. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Veränderungen sorgen für Irritationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Irritation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentation]]></category>
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					<description><![CDATA[Reflexion hilft. Was will man damit erreichen, wenn man einem Menschen seine Meinung sagt? Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Bin ich im Gegenzug bereit, in einer Diskussion meine eigenen Meinungen und Gründe zu überprüfen, oder geht es mir nur darum, meine Position zu behaupten?“ In Talkshows über Diskriminierung zu sprechen ohne Diskriminierte einzuladen, ist ein simples ... <a title="Veränderungen sorgen für Irritationen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/veraenderung-ist-moeglich-und-sorgt-fuer-irritation.html" aria-label="Mehr Informationen über Veränderungen sorgen für Irritationen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reflexion hilft. Was will man damit erreichen, wenn  man einem Menschen seine Meinung sagt? Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Bin ich im Gegenzug bereit, in einer Diskussion meine eigenen Meinungen und Gründe zu überprüfen, oder geht es mir nur darum, meine Position zu behaupten?“ In Talkshows über Diskriminierung zu sprechen ohne Diskriminierte einzuladen, ist ein simples und oft genanntes Beispiel dafür, wie es nicht gehen kann. Es passiert jedoch andauernd. Immer wieder fällt das Stichwort der Repräsentation, also dass von etwas Betroffene zu Wort kommen sollen, ohne die Opferrolle zugewiesen zu bekommen. Es ist ein Begriff, der nicht nur auf Darstellung verweist, sondern auch auf die politische Vertretung. Hadija Haruna-Oelker lebt als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Hauptsächlich arbeitet sie für den Hessischen Rundfunk. <span id="more-5804"></span></p>
<p><strong>Die Frage nach Repräsentation ist keine neue</strong></p>
<p>Es geht nicht alleine um diversitätsbewusste Werbebilder, sondern welche Menschen über die Aussagen entscheiden. Hadija Haruna-Oelker ergänzt: „Wenn es um die Frage von Zugängen geht, genügt es nicht mehr, das Thema als nice to have auszulagern, sondern es geht darum, daraus ein Querschnittsthema zu machen.“ Es ist die Frage von Perspektiven, Interessen, von Routinen und Abläufen, von Werten, die verändert werden, um am Normal zu rütteln. Veränderung ist möglich, und an den Orten, wo sie bereits stattfindet, sorgt sie für Irritation, weil alles noch neu scheint.</p>
<p>Dabei ist die Frage nach Repräsentation keine neue. Sie wurde bereits in den 90er Jahren unter dem Begriff „Repräsentationskritik“ verhandelt, als die Frauenbewegung aufzeigte, dass weiblich gelesene Personen die vom Patriarchat gesetzten Grenzen überschreiten und an allen Orten teilhaben wollen. Hadija Haruna-Oelker erklärt: „Wie mit Differenz umgehen, war damals wie heute die Frage, weil es jetzt nicht nur darum geht, mehr Frauen in die Reihen mitaufzunehmen, sondern auch Schwarze, non-binäre, transgender und behinderte Menschen mitzudenken, anzuhören und einzuladen.“</p>
<p><strong>Es braucht ein konsequentes Einfordern nach Veränderung</strong></p>
<p>Es geht darum, anzuerkennen, dass, wer über diese Tatsachen und über damit verbundene Macht und Strukturen nicht reden möchte, fest im Sitz und Besitz bleibt. Hadija Haruna-Oelker erläutert: „Wer im Beharren auf Authentizität Einzelnen pauschal abspricht, neutral sein zu können, weil sie von etwas betroffen sind, reklamiert für sich selbst eine machtvolle Position.“ Gleichgewicht herzustellen ist nicht abwertend, sondern wertet auf. Man muss den Versuch vollständiger Repräsentation unternehmen.</p>
<p>Es ist nicht zwingend notwendig, „betroffen“ zu sein, um ein Gefühl für Differenzerfahrungen zu entwickeln. Hadija Haruna-Oelker betont: „Auch nicht von etwas betroffene Menschen können ein Wissen, Empathie und Sensibilität für etwas entwickeln. Sie können Themen besprechen, nur eben nicht für die anderen sprechen.“ Der Wunsch nach Veränderung alleine genügt nicht. Es braucht ein dauerhaftes, beharrliches und konsequentes Einfordern. Es ist der Versuch, den anderen einen Platz zu schaffen, damit sie dabei sind. Quelle: „Die Schönheit der Differenz“ von Hadija Haruna-Oelker</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Beziehungen sind wie ein klassisches Drama</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2024 01:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen scheuen sich vor Selbstverantwortung. Denn diese zieht die Notwendigkeit einer Veränderung nach sich, die sie fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Michael Lehofer erklärt: „Veränderung gehört nicht zum Grundkonzept von erwachsenen Menschen. Wir verändern uns nur, um nichts ändern zu müssen. In wie vielen Beziehungen bittet ein Teil den anderen, er möge diese ... <a title="Beziehungen sind wie ein klassisches Drama" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/beziehungen-sind-wie-ein-klassisches-drama.html" aria-label="Mehr Informationen über Beziehungen sind wie ein klassisches Drama">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen scheuen sich vor Selbstverantwortung. Denn diese zieht die Notwendigkeit einer Veränderung nach sich, die sie fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Michael Lehofer erklärt: „Veränderung gehört nicht zum Grundkonzept von erwachsenen Menschen. Wir verändern uns nur, um nichts ändern zu müssen. In wie vielen Beziehungen bittet ein Teil den anderen, er möge diese Eigenschaft oder jenes Verhalten ändern!“ Doch Veränderung passiert erst, wenn ein Abbruch der Beziehung droht. Man verändert sich, damit sich nichts ändert. Es wäre schön, wenn sich Menschen auch nach der Jugend den Anfragen des Lebens gegenüber öffnen könnten. Beziehungen sind wie ein klassisches Drama, in dem in allen Akten nur ein Problem bearbeitet wird. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5460"></span></p>
<p><strong>Über Sex in Beziehungen wird sehr kontrovers gedacht</strong></p>
<p>Das Problem, das viele Menschen in ihren Beziehungen haben, ist nie das Gemeinsame, sondern stets das Eigene, das ihnen im anderen entgegenkommt, von ihm getriggert wird. Michael Lehofer weiß: „Nicht wenige Menschen haben zahlreiche Beziehungsversuche hinter sich und ziehen sich frustriert zurück. Doch eigentlich sind sie es selbst, die sich in all ihren Partner begegnen. Wir haben alle nur ein Problem, und das sind wir selbst.“ Wie wichtig ist Sex in Beziehungen? Darüber wird sehr kontrovers gedacht.</p>
<p>Viele glauben, es sei von entscheidender Bedeutung, wie Paare Sexualität leben. Michael Lehofer erläutert: „Zweifelsohne ist guter Sex – was auch immer das ist – etwas, das die meisten Menschen, zumindest die meiste Zeit ihres Lebens, als persönliches Bedürfnis anerkennen.“ Und Bedürfnisbefriedigung ist ein Hauptargument, warum Menschen Beziehungen suchen und eingehen. Andere wiederum behaupten, Sex sei überbewertet. Diese Ansicht wird durch den Umstand gestützt, dass Paare mit gut „funktionierender“ Sexualität keine bessere Prognose haben als jene, auf die das nicht zutrifft.</p>
<p><strong>Tiefe Freundschaft ist der Schlüssel zu einer stabilen Partnerschaft</strong></p>
<p>Michael Lehofer betont: „Tatsächlich gibt es nicht wenige gute Paarbeziehungen, in denen die Partner gar keinen Sex mehr miteinander haben.“ Es ist eine Tatsache, dass eine Beziehung viele Bedürfnisse befriedigen sollte, nicht nur die sexuellen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass tiefe Freundschaft der goldene Schlüssel zu einer stabilen Partnerschaft ist. Und nicht der Sex. Allerdings kann man gerade in dieser Hinsicht nicht verallgemeinern: Der Sex spielt in manchen Partnerschaften eine zentrale Rolle, in anderen wieder nicht.</p>
<p>Sexualität ist so ziemlich das Privateste, was man sich vorstellen kann, vergleichbar nur mit spirituellen Vorstellungen. Michael Lehofer stellt fest: „In unserer heutigen Zeit, in der Pornografie eine klare Vorgabe bietet, wie Sex auszuschauen hat, ist das auf den ersten Blick erstaunlich.“ Aber das Sexualleben eines Menschen ist von mannigfaltigen Aspekten bestimmt, Prägungsangeboten sozusagen, von denen man sich nur äußerst schwer emanzipieren kann. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein ... <a title="Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-individuelle-entwicklung.html" aria-label="Mehr Informationen über Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein Leben lang bis zum letzten Atemzug weiter.“ Individuelle Entwicklungen werden durch die Erfahrungen beeinflusst, die ein Mensch im Laufe der Zeit macht. Denn diese Erfahrungen führen zu Wissen und das Wissen zu Veränderung. Um sich zu entwickeln, muss man lernen. Lernen ist einer der natürlichsten und lebendigsten Prozesse der lebendigen Existenz. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-4167"></span></p>
<p><strong>Die Hälfte der Persönlichkeit prägt die Umwelt</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry erläutert: „Lernen bedeutet, dass wir unser Verhalten oder unsere Verhaltensmöglichkeiten ändern, und zwar auf der Grundlage gemachter Erfahrungen. Lernen ist also eine Verhaltensänderung aus Erfahrung.“ Sie ist ein deutliches Indiz für geänderte Vorgänge im Nervensystem und kann sich auf verschiedene Bereiche beziehen, beispielsweise können es motorische, physiologische, kognitive oder emotionale Verhaltensänderungen sein. </p>
<p>All dies sind Indizien für Lernvorgänge. Allerdings ist rund die Hälfte der Persönlichkeit durch die Umwelt geprägt. Diese Umwelt sollte daher eben möglichst stimulierende Lernchancen bieten, damit Selbstentfaltung gelingt. „Alles ist Veränderung“, schreiben die Psychologen David Krech und Richard S. Crutchfield in Bezug auf die menschliche Persönlichkeit. Veränderung findet statt, „sooft neue Erfahrungen auf das Selbst einwirken und es modifizieren“, und das gilt für jeden Menschen „in jedem gegebenen Augenblick“, wobei das Selbst die Ganzheit dessen ist, „was wir genetisch und konstitutionell sind“.  </p>
<p><strong>Das Selbst erschafft sich ständig neu</strong></p>
<p>David Krech und Richard S. Crutchfield schreiben: „Dieses Selbst befindet sich deshalb in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzten Variationen.“ Zusammengefasst lässt sich sagen: Neue Erfahrungen beeinflussen Entwicklungen. Dadurch verändert sich das Selbst. Das Selbst ist die Genetik eines Menschen, die körperliche Verfassung, sowie das, was man bis zu diesem Augenblick gesehen, gelernt und gewollt hat. Das Selbst befindet sich also in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzte Möglichkeiten. </p>
<p>Michaela Brohm-Badry betont: „Das eröffnet die Perspektive, uns anhand frischer Erfahrungen, Erkenntnisse, Eindrücke und körperlicher Veränderungen als Mensch neu zu erschaffen. Wenn wir wollen. Mehr erleben, Frisches erleben – neues Selbst.“ Heinz Rudolf Kunze singt: „Ich geh meine eigenen Wege, ein Ende ist nicht abzusehn, eigene Wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim Gehen.“ Letztlich geht es bei der Entfaltung einer Person um das Ausleben der eigenen Bedürfnisse, um den Wunsch nach persönlichem Wachstum, um die Wachstumsmotivation des Menschen. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kleine Schritte haben großer Wirkung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/carola-kleinschmidt-kleine-schritte-mit-grosser-wirkung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2022 02:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Micro-Habits]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[Weniger Stress, gesünder essen, mehr Sport – viele Menschen tragen gute Vorsätze mit sich herum, und das nicht nur zu Silvester. Die Kurse für mehr Gesundheit und Gelassenheit sind gut gebucht. Carola Kleinschmidt weiß: „Doch zur Wahrheit gehört auch: Meist wird von all dem Gelernten wenig bis nichts in die Tat umgesetzt.“ Im Alltag verpufft ... <a title="Kleine Schritte haben großer Wirkung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/carola-kleinschmidt-kleine-schritte-mit-grosser-wirkung.html" aria-label="Mehr Informationen über Kleine Schritte haben großer Wirkung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weniger Stress, gesünder essen, mehr Sport – viele Menschen tragen gute Vorsätze mit sich herum, und das nicht nur zu Silvester. Die Kurse für mehr Gesundheit und Gelassenheit sind gut gebucht. Carola Kleinschmidt weiß: „Doch zur Wahrheit gehört auch: Meist wird von all dem Gelernten wenig bis nichts in die Tat umgesetzt.“ Im Alltag verpufft der Wille zur Veränderung schnell. Es bleibt beim Wunsch: „Ich müsste eigentlich mal…“. Studien belegen, dass es auch im Job schwerfällt, Neues umzusetzen: „Nur 10 bis 30 Prozent dessen, was die Leute in einem Training lernen, wird tatsächlich am Arbeitsplatz angewandt“, sagt Ina Weinbauer-Heidel. Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin leitet das Institut für Transferwirksamkeit im österreichischen St. Valentin und hat in einer Forschungsarbeit rund 100 Studien ausgewertet, die sich mit ebendiesem Transfer beschäftigen. <span id="more-4076"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen scheitern bereits am Ziel</strong></p>
<p>Der Begriff „Transfer“ umreißt dabei die Frage, wie aus Gelerntem, aus Wünschen oder Wissen zur Veränderung Wirklichkeit wird. Es reicht eben nicht, tolle Ideen zu haben oder großartige Erkenntnisse zu haben, wenn man etwas am eigenen Lebens- oder Arbeitsstil verändern möchte. Tatsächlich reicht es noch nicht einmal, hochmotiviert zu sein. Denn der Schritt in die Praxis bleibt eine Kunst für sich – die man erlernen kann, wenn aus dem Wunschdenken auch tatsächlich Wirklichkeit werden soll. </p>
<p>Häufig, sagt Weinbauer-Heidel, scheitere es bereits am Ziel. Die Soziologin empfiehlt daher messbare Vorgaben. Zudem sollten sie so formuliert sein, dass klar wird, wie man dorthin gelangt. Ein konkretes Ziel bringt auch Klarheit in der Frage, welches Verhalten zum Erfolg führen wird. Wenn das Ziel klar ist und damit auch die Richtung, lauert allerdings schon die nächste Stolperfalle: „Viele scheitern daran, dass sie die Veränderung in zu großen Schritten angehen“, sagt Weinbauer-Heidel. </p>
<p><strong>Menschen sind schlicht Gewohnheitstiere</strong></p>
<p>Carola Kleinschmidt betont: „Etwas am Lebensstil zu verändern oder auch nur ein lästiges Verhalten abzulegen, fällt einfach furchtbar schwer.“ Menschen sind nämlich schlicht Gewohnheitstiere – und darauf bedacht, wenig Energie aufzuwenden. Sobald alternatives Verhalten Kraft kostet, ist es also schon zum Scheitern verurteilt. Man kann sich nur selbst überlisten, indem man Trippelschritte statt riesiger Sprünge macht – und so den Widerstand umgeht. „Die Schritte müssen so klein sein, dass sie fast mühelos wirken“, erklärt Weinbauer-Heidel. </p>
<p>Sie bezeichnet diesen Trick auch als „Lernen in Baby-Steps“. Andere verwenden den Begriff „Micro-Habits“, also „Mikro-Gewohnheiten“. Helen Heinemann hat für das Lernen in Mini-Schritten die Formel „kkllm“ entwickelt. „Gute erste Schritte zu großen Zielen erfüllen fünf Kriterien“, erklärt Helen Heinemann. „Sie sind klein, konkret, lustvoll, legal und sie stehen in meiner Macht.“ Wer sich zusätzlich darin bestärken möchte, dass die kleinen Veränderungen auch wirklich stattfinden, wendet die Wenn-Dann-Regel an. Dabei wird neues Verhalten mit Gewohnheiten und Abläufen verbunden, die bereits festgesetzt sind. Quelle: „Kleine Schritte mit großer Wirkung“ von Carola Kleinschmidt in „DIE WELT“ vom 19. Oktober 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Wissen alleine führt nicht zur Veränderung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/wissen-alleine-fuehrt-nicht-zur-veraenderung-2.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2021 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Routine]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ulrich Schnabel warnt vor einem Missverständnis: „Wissen alleine führt noch nicht zur Veränderung.“ Das ist ja gerade eine der Irrtümer einer Wissensgesellschaft. Dass zur Veränderung eines Verhaltens vor allem Wissen notwendig ist. In Wahrheit ist es eher umgekehrt. Erst durch die Veränderung eingefahrener Gewohnheiten entstehen neue Einsichten. Denn der Großteil des menschlichen Handelns wird gar ... <a title="Wissen alleine führt nicht zur Veränderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wissen-alleine-fuehrt-nicht-zur-veraenderung-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Wissen alleine führt nicht zur Veränderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ulrich Schnabel warnt vor einem Missverständnis: „Wissen alleine führt noch nicht zur Veränderung.“ Das ist ja gerade eine der Irrtümer einer Wissensgesellschaft. Dass zur Veränderung eines Verhaltens vor allem Wissen notwendig ist. In Wahrheit ist es eher umgekehrt. Erst durch die Veränderung eingefahrener Gewohnheiten entstehen neue Einsichten. Denn der Großteil des menschlichen Handelns wird gar nicht bewusst gesteuert, sondern unterliegt automatisierten Routinen. Das gilt für Tätigkeiten wie Essen, Reden oder Schuhe zubinden ebenso wie für Denkgewohnheiten. Die Art, wie Menschen auf die Welt blicken ist durch all die Erfahrung geprägt, die sie im Laufe ihres Lebens gemacht haben, und wie sie ihre Umgebung verstärkt. Und diese Art des Denkens hat sich regelrecht in das Gehirn eingegraben. Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2934"></span></p>
<p><strong>Gewohnheiten sparen Zeit und Energie</strong></p>
<p>Wer sich verändern will, muss daher immer auch sein Gehirn verändern – und das braucht Zeit und immer wiederholte neue Erlebnisse. Ulrich Schnabel erklärt: „Psychologen gehen heute davon aus, dass 30 bis 50 Prozent unseres täglichen Handelns durch Gewohnheiten bestimmt werden.“ Sie helfen einem Menschen, Energie und Zeit zu sparen. Denn in der Regel denkt er nicht mehr über sie nach. Etwa wenn er immer denselben Weg zur Arbeit nimmt oder zu Hause am Küchentisch immer am selben Platz sitzt.</p>
<p>Gewohnheiten sind ebenso bequem wie hartnäckig. Sie funktionieren sogar ähnlich wie kleine Süchte. Der Neurowissenschaftler Wolfram Schultz sagt: „Wenn wir die Erfahrung machen, dass ein bestimmtes Verhalten zu einer Belohnung führt, wiederholen wir es möglichst oft.“ Damit verstärkt das Gehirn jene Verhaltensweisen, die es wiedererkennt. Es schüttet Botenstoffe aus, durch die sich ein Mensch besonders wohl fühlt. Wolfram Schultz ergänzt: „Belohnungen erzeugen ein neuronal verankertes Verlangen, sie verändern das Gehirn.“</p>
<p><strong>Negative Gewohnheiten sind schwer zu verändern</strong></p>
<p>Das heißt: Einmal eingeübte Gewohnheiten haben eine starke Tendenz, sich selbst zu erhalten. Und das funktioniert bei positiven genauso wie bei negativen Gewohnheiten. Deshalb ist es so schwer, Letztere zu verändern. Wie kann man diesen Mechanismus dennoch durchbrechen? Der erste Schritt zur Veränderung von Denkgewohnheiten besteht darin, sich diese bewusst zu machen. Das heißt: sich selbst aufmerksam zu beobachten und festzustellen, was man eigentlich den ganzen Tag so denkt.</p>
<p>Denn die Vorstellungen und Meinungen, die bewussten Bewertungen einer Situation, laufen im Kopf so schnell und automatisiert ab, dass man diesen Prozess in der Regel gar nicht registriert. So entstehen Vorurteile und Denkschubladen, welche die eigene Perspektive einengen, ohne dass man es bemerkt. Deshalb muss man dem automatischen Prozess der persönlichen Gedankenmuster erst einmal auf die Schliche kommen. Ein Anlass dazu sind zum Beispiel starke Gefühle, die einen scheinbar grundlos überschwemmen. Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wissen alleine führt nicht zur Veränderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 07:42:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ulrich Schnabel warnt vor einem Missverständnis: „Wissen alleine führt noch nicht zur Veränderung.“ Das ist ja gerade eine der Irrtümer einer Wissensgesellschaft. Dass zur Veränderung eines Verhaltens vor allem Wissen notwendig ist. In Wahrheit ist es eher umgekehrt. Erst durch die Veränderung eingefahrener Gewohnheiten entstehen neue Einsichten. Denn der Großteil des menschlichen Handelns wird gar ... <a title="Wissen alleine führt nicht zur Veränderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wissen-alleine-fuehrt-nicht-zur-veraenderung.html" aria-label="Mehr Informationen über Wissen alleine führt nicht zur Veränderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ulrich Schnabel warnt vor einem Missverständnis: „Wissen alleine führt noch nicht zur Veränderung.“ Das ist ja gerade eine der Irrtümer einer Wissensgesellschaft. Dass zur Veränderung eines Verhaltens vor allem Wissen notwendig ist. In Wahrheit ist es eher umgekehrt. Erst durch die Veränderung eingefahrener Gewohnheiten entstehen neue Einsichten. Denn der Großteil des menschlichen Handelns wird gar nicht bewusst gesteuert, sondern unterliegt automatisierten Routinen. Das gilt für Tätigkeiten wie Essen, Reden oder Schuhe zubinden ebenso wie für Denkgewohnheiten. Die Art, wie Menschen auf die Welt blicken ist durch all die Erfahrung geprägt, die sie im Laufe ihres Lebens gemacht haben, und wie sie ihre Umgebung verstärkt. Und diese Art des Denkens hat sich regelrecht in das Gehirn eingegraben. Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2532"></span></p>
<p><strong>Gewohnheiten sparen Zeit und Energie</strong></p>
<p>Wer sich verändern will, muss daher immer auch sein Gehirn verändern – und das braucht Zeit und immer wiederholte neue Erlebnisse. Ulrich Schnabel erklärt: „Psychologen gehen heute davon aus, dass 30 bis 50 Prozent unseres täglichen Handelns durch Gewohnheiten bestimmt werden.“ Sie helfen einem Menschen, Energie und Zeit zu sparen. Denn in der Regel denkt er nicht mehr über sie nach. Etwa wenn er immer denselben Weg zur Arbeit nimmt oder zu Hause am Küchentisch immer am selben Platz sitzt.</p>
<p>Gewohnheiten sind ebenso bequem wie hartnäckig. Sie funktionieren sogar ähnlich wie kleine Süchte. Der Neurowissenschaftler Wolfram Schultz sagt: „Wenn wir die Erfahrung machen, dass ein bestimmtes Verhalten zu einer Belohnung führt, wiederholen wir es möglichst oft.“ Damit verstärkt das Gehirn jene Verhaltensweisen, die es wiedererkennt. Es schüttet Botenstoffe aus, durch die sich ein Mensch besonders wohl fühlt. Wolfram Schultz ergänzt: „Belohnungen erzeugen ein neuronal verankertes Verlangen, sie verändern das Gehirn.“</p>
<p><strong>Negative Gewohnheiten sind schwer zu verändern</strong></p>
<p>Das heißt: Einmal eingeübte Gewohnheiten haben eine starke Tendenz, sich selbst zu erhalten. Und das funktioniert bei positiven genauso wie bei negativen Gewohnheiten. Deshalb ist es so schwer, Letztere zu verändern. Wie kann man diesen Mechanismus dennoch durchbrechen? Der erste Schritt zur Veränderung von Denkgewohnheiten besteht darin, sich diese bewusst zu machen. Das heißt: sich selbst aufmerksam zu beobachten und festzustellen, was man eigentlich den ganzen Tag so denkt.</p>
<p>Denn die Vorstellungen und Meinungen, die bewussten Bewertungen einer Situation, laufen im Kopf so schnell und automatisiert ab, dass man diesen Prozess in der Regel gar nicht registriert. So entstehen Vorurteile und Denkschubladen, welche die eigene Perspektive einengen, ohne dass man es bemerkt. Deshalb muss man dem automatischen Prozess der persönlichen Gedankenmuster erst einmal auf die Schliche kommen. Ein Anlass dazu sind zum Beispiel starke Gefühle, die einen scheinbar grundlos überschwemmen. Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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