<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Unterbewusstsein &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/unterbewusstsein/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Wed, 19 Jun 2024 07:36:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-wille-versus-vorstellung.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-wille-versus-vorstellung.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2024 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestion]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Wille]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5538</guid>

					<description><![CDATA[Sobald der Wille und die Vorstellung eines Menschen miteinander in Konflikt stehen, wird die Vorstellung immer gewinnen. Thorsten Havener behauptet: „Die Vorstellung ist wichtiger als der Wille. Immer.“ Daher ist der Satz „Du musst nur wollen“ in vielen Fällen nicht der richtige Rat. Viel eher müsste es heißen: „Du musst dir vorstellen können, dass es ... <a title="Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-wille-versus-vorstellung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald der Wille und die Vorstellung eines Menschen miteinander in Konflikt stehen, wird die Vorstellung immer gewinnen. Thorsten Havener behauptet: „Die Vorstellung ist wichtiger als der Wille. Immer.“ Daher ist der Satz „Du musst nur wollen“ in vielen Fällen nicht der richtige Rat. Viel eher müsste es heißen: „Du musst dir vorstellen können, dass es geht.“ Eine Suggestion, die Thorsten Havener oft einsetzt, um das zu verdeutlichen, besteht darin, dass er einen Zuschauer dazu bringt, seinen Namen zu vergessen. Nachdem die Suggestion eingesetzt hat, fragt er ihn, ob er sich denn überhaupt an seien Namen erinnern will. Das wird praktisch immer bejaht. Trotzdem kann er sich nicht erinnern. Warum? Weil Thorsten Haveners Suggestion ihn davon überzeugt, dass er es nicht mehr kann. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5538"></span></p>
<p><strong>Emotionen haben eine unglaubliche Macht</strong></p>
<p>Der Glaube, dass alles eintritt, wie Thorsten Havener es ihm sagt, ist stärker, weil die Vorstellungskraft dem Willen überlegen ist. Thorsten Havener erläutert: „Jede Suggestion – also jede suggestive Idee, ob sie von uns kommt oder von jemand anderem – wird von unserem Unterbewusstsein akzeptiert und so ein Teil unseres Lebens.“ Die einzige Voraussetzung besteht darin, dass die Suggestion das Bewusstsein eines Menschen passiert. Denn dort liegt die Vorstellungskraft.</p>
<p>Das Unterbewusstsein führt diese Vorstellung lediglich aus. Sobald die entsprechende Idee vom Unterbewusstsein akzeptiert wurde, folgt die Ausführung. Die Idee wird zur Realität. Thorsten Havener fügt hinzu: „Damit das passiert, kommt ein weiterer Faktor ins Spiel: unsere Emotionen. Die haben unglaubliche Macht. Denn je emotionaler eine Idee ist, desto stärker ist die Tendenz unseres Unterbewusstseins, sie zu akzeptieren. Deshalb haben Ideen und Gedanken, die unseren Interessen am nächsten liegen, auch die höchste Suggestivkraft.“ </p>
<p><strong>Emotional aufgeladene Ideen akzeptiert das Unterbewusstsein schneller</strong></p>
<p>Ideen und Gedanken, die im Zusammenhang stehen mit der Gesundheit eines Menschen, seinen Träumen, Lebenszielen und Reichtum sowie allem, was ihm am Herzen liegt, haben Kraft. Thorsten Havener ergänzt: „Und je stärker diese Ideen emotional aufgeladen sind, desto stärker ist ihre Kraft und desto schneller werden sie von unserem Unterbewusstsein akzeptiert.“ Deshalb geht man auch gerne Menschen auf den Leim, die im Internet tolle Sachen versprechen und die ihren Opfern einflüstern, dass sie sehr leiden werden, wenn sie das Angebot nicht annehmen.</p>
<p>Entscheidend für die Akzeptanz oder Rückweisung einer Suggestion ist weiter, welche gedankliche Verknüpfung man mit ihr herstellt. Thorsten Havener weiß: „Eine Idee, die mit unseren bereits vorhandenen Werten, Einstellungen und Glaubenssätzen im Einklang steht, wird also viel eher akzeptiert als ein Gedanke, den wir innerlich ablehnen. Ein guter Manipulator wird folglich genau darauf schauen, dass er seine Vorschläge so präsentiert, dass sie zunächst mit unseren Werten übereinstimmen.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-wille-versus-vorstellung.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Worte können sämtliche Emotionen  auslösen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/worte-koennen-saemtliche-emotionen-ausloesen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/worte-koennen-saemtliche-emotionen-ausloesen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2024 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestion]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5457</guid>

					<description><![CDATA[Worte unterscheiden den Menschen von allen anderen Lebewesen, mit denen sie die Erde teilen. Thorsten Havener stellt fest: „Worte können uns zum Weinen bringen oder zum Lachen. Sie können uns wütend machen oder glücklich. Allein durch Worte können sämtliche Emotionen in uns ausgelöst werden.“ Jeder gute Drehbuchautor weiß, wie er durch Worte die Gefühlswelt der ... <a title="Worte können sämtliche Emotionen  auslösen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/worte-koennen-saemtliche-emotionen-ausloesen.html" aria-label="Mehr Informationen über Worte können sämtliche Emotionen  auslösen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Worte unterscheiden den Menschen von allen anderen Lebewesen, mit denen sie die Erde teilen. Thorsten Havener stellt fest: „Worte können uns zum Weinen bringen oder zum Lachen. Sie können uns wütend machen oder glücklich. Allein durch Worte können sämtliche Emotionen in uns ausgelöst werden.“ Jeder gute Drehbuchautor weiß, wie er durch Worte die Gefühlswelt der Zuschauer anspricht. Große Führungspersönlichkeiten und Denker haben durch ihre Worte dafür gesorgt, dass Menschen in einer bestimmten Weise fühlen und dann folglich handeln – oder eine Handlung verweigern. Suggestionen haben – in den Händen und Mündern eines Meisters – eine unglaubliche Wirkung und sind eines der mächtigsten Mittel der Beeinflussung. Nach dem amerikanischen Hypnotiseur Ormond McGill ist eine Suggestion die unbewusste Ausführung einer Idee. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5457"></span></p>
<p><strong>Das Unterbewusstsein ist der Speicher für alle Erinnerungen</strong></p>
<p>Vereinfacht kann man sagen, dass eine Idee, also ein Gedanke oder auch eine Vorstellung, in das Unterbewusstsein eines Menschen gelangt und dort ausgeführt wird. Thorsten Havener erklärt: „Die Suggestion lenkt also die Aufmerksamkeit unseres Unterbewusstseins. Und dort passiert jede Menge. Unser Unterbewusstsein ist unter anderem unser Speicher für alle Erinnerungen, von der frühesten Kindheit bis zum gestrigen Frühstück.“ Die Erinnerungen sind dabei überhaupt nichts Passives, sondern sie wirken sich sofort aus, sobald man sie aktiviert.</p>
<p>Wer sich zum Beispiel an ein schönes Erlebnis zurückerinnert, dem wird es augenblicklich gut gehen, weil das Unterbewusstsein dafür sorgt, dass eine ähnliche körperliche Reaktion erfolgt wie in dem Moment, als die Person den erinnerten Moment wirklich erlebt hat. Thorsten Havener ergänzt: „Außerdem steuert unser Unterbewusstsein sämtliche Körperfunktionen. Herzschlag, Verdauung, die Funktion unserer Organe – all das funktioniert ja von selbst, ohne dass wir auch nur eine Sekunde darüber nachdenken müssen.“</p>
<p><strong>Die Hypnose ist ein extrem mächtiges Werkzeug</strong></p>
<p>Das Unterbewusstsein ist immer da, doch die meisten Menschen schenken ihm nur selten Aufmerksamkeit. Das Bewusstsein und das Unterbewusstsein sind in ständigem Austausch miteinander. Thorsten Havener erläutert: „Wenn wir also bewusst an etwas denken, dann führt unser Unterbewusstsein diesen Gedanken sofort aus. Aus diesem Grund fühlen wir uns auch sofort besser, sobald wir an etwas Schönes denken. Bei einem unangenehmen Gedanken fühlen wir uns auch sofort schlechter – bis hin zu körperlichen Beschwerden.“</p>
<p>Das Unterbewusstsein filtert nichts, es nimmt jeden Gedanken vom Bewusstsein als einen Befehl an, den es sofort ausführt. Die Energie eines Menschen folgt seiner Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund sind Glaubenssätze auch so wichtig. Thorsten Havener weiß: „Denn das, was wir fest glauben, wird von unserem Unterbewusstsein ausgeführt. Das ist die Grundannahme der Hypnose, und das ist ein extrem mächtiges Werkzeug.“ Für das Leben lässt sich feststellen, dass gewöhnlich aus dem Glauben an eine Sache zunächst eine Idee wird. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/worte-koennen-saemtliche-emotionen-ausloesen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vieles spielt sich im Unterbewusstsein ab</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/unbewusste-einfluesse-tun-ihr-werk-ganz-von-selbst.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/unbewusste-einfluesse-tun-ihr-werk-ganz-von-selbst.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einfluss]]></category>
		<category><![CDATA[Priming]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2496</guid>

					<description><![CDATA[Unbewusste Einflüsse tun ihr Werk auf natürliche Weise und ganz von selbst. Deshalb muss man den Prozess nur in Gang bringen, kann sich dann entspannen und alles Weitere ihm überlassen. Als Beispiel nennt John Bargh den Chamäleon-Effekt. Bei diesem führt das schlichte Interessen an einer neuen Bekanntschaft auf natürliche Weise zu Imitation und Mimikry. Diese ... <a title="Vieles spielt sich im Unterbewusstsein ab" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/unbewusste-einfluesse-tun-ihr-werk-ganz-von-selbst.html" aria-label="Mehr Informationen über Vieles spielt sich im Unterbewusstsein ab">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unbewusste Einflüsse tun ihr Werk auf natürliche Weise und ganz von selbst. Deshalb muss man den Prozess nur in Gang bringen, kann sich dann entspannen und alles Weitere ihm überlassen. Als Beispiel nennt John Bargh den Chamäleon-Effekt. Bei diesem führt das schlichte Interessen an einer neuen Bekanntschaft auf natürliche Weise zu Imitation und Mimikry. Diese ziehen wiederum Sympathie und Freundschaft nach sich. John Bargh empfiehlt: „Sie müssen der anderen Person nur Aufmerksamkeit schenken – sehen Sie sie an und hören Sie ihr zu. Alles andere geschieht von selbst.“ Vielleicht möchte man sich ein wichtiges Ziel setzen, möchte etwas erledigen oder ein Problem lösen. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University. Dort leitet er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory. <span id="more-2496"></span></p>
<p><strong>Priming hat auch unerwünschte Seiten</strong></p>
<p>Dann muss man seinem Ziel einige bewusste Gedanken widmen, um es als wichtiges Ziel zu „programmieren“. Dann wird sich herausstellen, dass man unbewusst daran arbeitet und von dem Prozess profitiert. Dieses sogenannte Priming hat allerdings auch seine unerwünschten Seiten, wie etwa die Einflüsse von Fernsehwerbesports. Den Spruch „Was wir sehen, bestimmt unser Handeln“ sollte jeder ernst nehmen. Es gibt auch noch andere unbewusste Einflüsse, die im eigenen Leben zu Problemen führen könnten. </p>
<p>John Bargh nennt als Beispiel Verhaltensmuster, die man von einer Situation auf die nächste überträgt. Dieser Bann lässt sich mithilfe von Realisierungsintentionen brechen. Wenn man neue Bekanntschaften schließt, sollte man nicht auf der oberflächlichen Ebene verweilen, also bei jenen Aspekten, welche die persönlichen Eindrücke zunächst bestimmen. Das heißt, es ist ratsam, sich nicht auf die ethnische Zugehörigkeit, das Gesicht und die Attraktivität zu konzentrieren. Stattdessen sollte man auf die Persönlichkeit dieses Menschen und auf die Art seines Umgangs mit der eigenen Person eingehen. </p>
<p><strong>Jeder sollte gute Angewohnheiten entwickeln</strong></p>
<p>John Bargh rät: „Die Grundlage dafür, was Sie über sie denken und wem Sie Vertrauen schenken, sollten ihre Handlungen sein, nicht ihre äußere Erscheinung.“ Und es ist sicherlich von Vorteil, wenn man bei der Auswahl seiner „Freunde“ auf Facebook größere Vorsicht walten lässt. Generell sollte man mehr Kontrolle über seine Newsfeed und seine sozialen Netzwerke übernehmen. Denn dort beeinflussen Menschen, die man nicht einmal kennt, die persönliche Stimmungen, Neigungen und noch vieles mehr, ohne dass man es selbst bemerkt. </p>
<p>Die Verhaltensweisen, Gefühle und Gedanken dieser Menschen sickern durch die sozialen Netzwerke in die eigene Persönlichkeit ein und werden Teil des eigenen Selbst. Erfreulicherweise ist man diesen Leuten nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. John Bargh weiß: „Sie können steuern, mit wem Sie in Kontakt kommen, zumindest in viel größerem Ausmaß, als es die meisten von uns gegenwärtig tun.“ Dazu sollte jeder gute Angewohnheiten entwickeln, um der Mensch zu werden, der er sein möchte. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/unbewusste-einfluesse-tun-ihr-werk-ganz-von-selbst.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bewusstsein und Gedächtnis bilden den Geist</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/bewusstsein-und-gedaechtnis-bilden-den-geist.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/bewusstsein-und-gedaechtnis-bilden-den-geist.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2021 07:03:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtis]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2479</guid>

					<description><![CDATA[Der bewusste Geist und das Gedächtnis haben jeweils eigene Funktionen, aber für die Funktionsfähigkeit des Ganzen ist entscheidend, wie sie zusammenwirken. Wenn ein Mensch denkt, taucht er immerzu in Erinnerungen hinab. David Gelernter erläutert: „Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens.“ Zwischen Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen findet ein ständiger Austausch statt. Aber wie funktioniert ... <a title="Bewusstsein und Gedächtnis bilden den Geist" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/bewusstsein-und-gedaechtnis-bilden-den-geist.html" aria-label="Mehr Informationen über Bewusstsein und Gedächtnis bilden den Geist">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der bewusste Geist und das Gedächtnis haben jeweils eigene Funktionen, aber für die Funktionsfähigkeit des Ganzen ist entscheidend, wie sie zusammenwirken. Wenn ein Mensch denkt, taucht er immerzu in Erinnerungen hinab. David Gelernter erläutert: „Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens.“ Zwischen Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen findet ein ständiger Austausch statt. Aber wie funktioniert das Erinnern? Ein äußeres Ereignis oder ein Gedanke kann als Stichwort für eine Erinnerung dienen und dafür sorgen, dass man sich erinnert. Freie Assoziationen können oberflächlich sein oder tief gehen. Häufig führt die flache Variante zu etwas tiefer Liegendem. Durch oberflächliche Gedankenstreifzüge können oft tiefergehende freie Assoziationen entstehen, ja sogar manchmal ein Denken in Themenkreisen. Bei solche tiefergehenden Assoziationen führt eine Erinnerung als Ganzes zur nächsten. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2479"></span></p>
<p><strong>Das Gedächtnis wird auch das Unterbewusste genannt</strong></p>
<p>Denken in Themenkreisen ist also eine Abfolge miteinander verbundenen Erinnerungen. Es tritt immer ein, wenn der bewusste Geist seinen Griff gelockert hat und das Gedächtnis seinen eigenen Weg gehen lässt. Ansonsten handelt der bewusste Geist – dies ist nicht die Domäne des Seins, sondern des Tuns. Wie entscheidet ein Mensch, was seiner Aufmerksamkeit bedarf? In der Regel befolgt er einfach eine Routine. Plötzlich lässt ein drängendes Problem einen Menschen plötzlich innehalten, und die Gefühle machen sich bemerkbar.</p>
<p>Häufig aber trifft man Entscheidungen ganz locker: Was zuerst auftaucht, bekommt als Erstes die Aufmerksamkeit. In der Regel bemerkt man selbst kaum, dass man Entscheidungen trifft. Der Geist besteht aus Bewusstsein, das sich aus Denken und Fühlen zusammensetzt und dem Gedächtnis, das auch das Unterbewusste genannt wird. Die Vernunft ist in der Regel der beste Weg, um Probleme zu lösen, mit denen man nicht vertraut ist, oder um sich für die richtige Reaktion zu entscheiden. Bevor man sich aber an das vernünftige Nachdenken macht, stellt man eine Routineprüfung an.</p>
<p><strong>Abstraktion führt zu Prägnanz</strong></p>
<p>Findet man keine Lösung, ohne nachzudenken, wird man seine Probleme und Pläne rational durchdenken. Rational bedeutet logisch und systematisch und, soweit möglich, abstrahierend. David Gelernter erklärt: „Mit anderen Worten: Wir verlieren uns nicht in unbedeutenden Details, sondern kommen geradewegs zur Sache, geradewegs zum Kern der Angelegenheit.“ Abstraktion führt zu Prägnanz. Abstraktion bedeutet, dass man Details und Sonderfälle übergeht. Eine hohe analytische Intelligenz, ein hoher Intelligenzquotient verleiht einem Menschen Schnelligkeit.</p>
<p>Schnell sind solche Menschen, weil sie souverän Abstraktionen erstellen und auf höchstem Niveau anwenden – sie nutzen diejenige Abstraktion, die ihnen vielversprechend erscheint. Abstraktion ist der Vorgang, der den rationalen Geist definiert. Beim rationalen Denken ist man wie bei allen Denkvorgängen auf die ständige Abfrage des Gedächtnisses angewiesen. David Gelernter betont: „Rückgriffe auf die Erinnerung sind für alle Formen des Denkens gewissermaßen die Luft zum Atmen.“ Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/bewusstsein-und-gedaechtnis-bilden-den-geist.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-unbewusste-sollte-mit-respekt-behandelt-werden.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/das-unbewusste-sollte-mit-respekt-behandelt-werden.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 10:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2408</guid>

					<description><![CDATA[Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste ... <a title="Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-unbewusste-sollte-mit-respekt-behandelt-werden.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste erkennt die wichtigen Ziele eines Menschen daran, wie oft er bewusst an sie denkt und wie viel Zeit und Mühe er für sie aufwendet. Die persönlichen Werte, Gefühle und Entscheidungen werden dann vor allem bei wichtigen Zielen so zurechtgebogen, wie es zur Erreichung dieser Ziele am dienlichsten ist. Das hat zur Folge, dass sich die eigenen Ansichten und Einstellungen in einigen Punkten radikal ändern können. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2408"></span></p>
<p><strong>Der Geist arbeitet an der Zukunft eines Menschen</strong></p>
<p>Hinter den Kulissen arbeiten die Menschen unbewusst an ihren wichtigsten Zielen. Sie nutzen die Auszeiten am Tag, in denen das Bewusstsein mit keiner anderen Aufgabe beschäftigt ist, und diejenigen nachts, während sie schlafen. Wie ein Wachposten halten sie stets aufmerksam Ausschau nach Informationen, die für dieses Ziel relevant sind, und registrieren potenziell nützliche Ereignisse und Objekte. Diese würden sie sonst vielleicht übersehen. Und sie versuchen, Antworten zu finden, die sich beim bewussten Nachdenken einfach nicht einstellen wollen.</p>
<p>Unterhalb der bewussten Wahrnehmung arbeitet der Geist fortwährend an der Zukunft eines Menschen. Tatsächlich haben die Neurowissenschaften gezeigt, dass dies der Standardmodus des Geistes ist. Wenn nichts anderes geschieht, verbringt er damit seine Zeit. John Bargh erläutert: „Er arbeitet an wichtigen Problemen, die in der Vergangenheit oder der Gegenwart noch nicht gelöst worden sind, aber gelöst werden müssen. Er führt uns auf jede erdenkliche Weise in eine Zukunft, in der wir unsere wichtigen Ziele erreichen, unseren wichtigen Bedürfnisse gestillt und unsere wichtigsten Probleme behoben haben.“</p>
<p><strong>Die Kreativität lebt von unbewussten spontanen Einfällen</strong></p>
<p>In Phasen des unbewussten Denkens gelingt es Menschen besser, viele verschiedene relevante Merkmale und Informationselemente zu kombinieren und zu integrieren. Und bei den ersten Untersuchungen der Kreativität, der menschlichen Fähigkeit, unkonventionelle Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme  und Dilemmata zu finden, hat sich folgendes herausgestellt. Solche Lösungen bringen Menschen oftmals durch unbewusste spontane Einfälle oder Aha-Erlebnisse hervor, die dann in vollständiger Form ans Bewusstsein übermittelt werden.</p>
<p>Viele Menschen kleben zu sehr am üblichen Verwendungszweck eines Objekts, sodass ihnen andere, kreativere Einsatzmöglichkeiten entgehen. Dies geschieht besonders, wenn sie unter Zeitdruck stehen oder im Stress sind. Der amerikanische Psychologe Norman Maier fand heraus, dass unbewusste Mechanismen bei der Problemlösung im Vergleich zum bewussten Denken weniger durch einen Aufmerksamkeitsfokus eingeschränkt sind. Deshalb ermöglichen sie manchmal neuartige Lösungen, wo dies dem bewussten logischen Denken nicht gelingt. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/das-unbewusste-sollte-mit-respekt-behandelt-werden.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alles Unbewusste kann bewusst werden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/alles-unbewusste-kann-bewusst-werden.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/alles-unbewusste-kann-bewusst-werden.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2020 06:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Eigensinn]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2381</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt viele Modelle des Unbewussten. Manche widersprechen einander so fundamental, dass es für Georg Milzner wenig Sinn hat, sie alle aufzuführen. Daher möchte er vom Unbewussten in einer Minimaldefinition reden: „Das Unbewusste ist alles das, was uns jetzt, hier nicht bewusst ist, also auf der Benutzeroberfläche unseres Bewusstseins nicht erscheint.“ Manches ist dabei der ... <a title="Alles Unbewusste kann bewusst werden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/alles-unbewusste-kann-bewusst-werden.html" aria-label="Mehr Informationen über Alles Unbewusste kann bewusst werden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Modelle des Unbewussten. Manche widersprechen einander so fundamental, dass es für Georg Milzner wenig Sinn hat, sie alle aufzuführen. Daher möchte er vom Unbewussten in einer Minimaldefinition reden: „Das Unbewusste ist alles das, was uns jetzt, hier nicht bewusst ist, also auf der Benutzeroberfläche unseres Bewusstseins nicht erscheint.“ Manches ist dabei der Bewusstseinsoberfläche sehr nah. „Vorbewusst“ nannte Sigmund Freud das. Anderes ist versunkener, liegt weiter weg. Das muss nicht unbedingt mit Verdrängung zu tun haben, manches liegt einfach nur weiter entfernt. Alles Unbewusste kann jedoch bewusst werden. Entweder, indem es bewusst gemacht wird oder aber, indem es gleichsam aufsteigt und aus dem, was man das Unbewusste nennt, in die Sphäre des Bewusstseins überwechselt. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2381"></span></p>
<p><strong>Hermann Hesses Lieblingstugend war der Eigensinn</strong></p>
<p>Die Auseinandersetzung mit den unbewussten, tiefer liegenden Motiven des persönlichen Handelns ermöglicht es einem Menschen, dass er besser im Einklang mit sich selbst lebt. Etwas, was keine Emotionen auszulösen vermag, ist ersichtlich auch nichts, was motivieren kann. Der Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse strebte nie eine äußere Position an, war aber ganz an der Stimmigkeit mit sich selbst orientier. Seine Lieblingstugend war der Eigensinn.</p>
<p>Georg Milzner erklärt: „Eigensinnig zu sein, das bedeutet, an dem orientiert zu sein, was der eigene leibseelische Organismus, das neuronale Netzwerk, das man für sich selber ist, als angemessen, als stimmig, als sinnvoll erkannt hat.“ Vom Philosophen Diogenes von Sinope heißt es, er habe einst auf dem Marktplatz von Athen des Mittags eine Laterne emporgehalten und suchend um sich geblickt. Gefragt, warum er denn am hellen Tag eine Laterne benutze, antwortete Diogenes: Er suche einen Menschen.</p>
<p><strong>Viele Menschen sind auf der Suche nach sich selbst</strong></p>
<p>Heutzutage läuft niemand umher und sucht mit einer Laterne einen Menschen. Wohl aber sind viele auf der Suche nach sich selbst. Ein bedeutender Teil von ihnen würde, wenn man ihn fragte, antworten, sich selbst noch nicht gefunden zu haben. Andere würden vielleicht meinen, schon einmal bei sich gewesen zu sein, sich dann aber wieder verloren zu haben. Menschen, die so reden, sind ungewöhnlich selbstreflektiert. Sie haben begriffen, dass das scheinbar Selbstverständliche so selbstverständlich nicht mehr ist.</p>
<p>Nämlich mit sich und bei sich zu sein und sich mit sich selbst identisch zu fühlen. Es hilft, wenn man sich mit seinem Leiden nicht allein weiß. Aber es kann auch erschrecken, wenn man merkt: Die Leute um einen herum leiden nicht. Wer Krisen des Selbstverlustes gleich welcher Art erlebt hat, sieht die Hamsterräder, in denen Menschen laufen, die nirgendwo ankommen als eben im Rad. Er sieht die Haltlosigkeit, der der Fundamentalismus verlockende Angebote unterbreitet. Auch sieht er die Massensuggestion der allgemeinen Individualität, die doch wieder im Schwarmverhalten endet. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/alles-unbewusste-kann-bewusst-werden.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Richard E. Nisbett denkt über das Denken nach</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/richard-e-nisbett-denkt-ueber-das-denken-nach.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/richard-e-nisbett-denkt-ueber-das-denken-nach.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 07:09:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Piaget]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2283</guid>

					<description><![CDATA[Der psychologischen Forschung verdankt die Menschheit drei zentrale Erkenntnisse über die Funktionsweisen des menschlichen Geistes. Diese verändern das Denken über die Art, wie man denkt. Richard E. Nisbett erklärt: „Die erste Erkenntnis lautet, dass unser Verständnis der Welt immer mit einer Deutung einhergeht – mit Folgerung und Interpretation.“ Die Bewertungen von Menschen und Situationen, ja ... <a title="Richard E. Nisbett denkt über das Denken nach" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/richard-e-nisbett-denkt-ueber-das-denken-nach.html" aria-label="Mehr Informationen über Richard E. Nisbett denkt über das Denken nach">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der psychologischen Forschung verdankt die Menschheit drei zentrale Erkenntnisse über die Funktionsweisen des menschlichen Geistes. Diese verändern das Denken über die Art, wie man denkt. Richard E. Nisbett erklärt: „Die erste Erkenntnis lautet, dass unser Verständnis der Welt immer mit einer Deutung einhergeht – mit Folgerung und Interpretation.“ Die Bewertungen von Menschen und Situationen, ja sogar die Wahrnehmung der physikalischen Welt beruhen stets auf gespeichertem Wissen und verborgenen geistigen Prozessen und spiegeln die Realität nie direkt wieder. Sobald man begreift, wie umfassend das menschliche Weltverständnis von Schlussfolgerungen geprägt ist, wird deutlich, wie wichtig es ist, die Werkzeuge zu verbessern, mit deren Hilfe wir zu diesen Folgerungen gelangen. Zweitens: Die Situationen, in denen sich ein Mensch befindet, beeinflussen die Gedanken und das Verhalten weitaus mehr, als er bemerkt. Richard E. Nisbett ist Professor für Psychologie an der University of Michigan. <span id="more-2283"></span></p>
<p><strong>Psychologen erkennen die große Bedeutung des Unbewussten</strong></p>
<p>Dagegen wirken sich die menschlichen Veranlagungen – die Charaktereigenschaften, Einstellungen, Fähigkeiten und Vorlieben – viel weniger aus, als man meint. Aus diesem Grund schätzen viele Personen falsch ein, warum Menschen bestimmte Dinge glauben und sich auf eine bestimmte Weise verhalten. Das gilt auch für einen selbst. Es ist jedoch laut Richard E. Nisbett möglich, diesen fundamentalen Attributionsfehler in einem gewissen Maß einzudämmen. Und schließlich erkennen Psychologen immer deutlicher die große Bedeutung des Unbewussten. Dieses registriert Umweltinformationen in einen weitaus größeren Umfang, als es die bewusste Wahrnehmung jemals könnte.</p>
<p>Viele der wichtigsten Einflüsse auf die Sinne und Verhaltensweisen bleiben dem Menschen verborgen. Zudem ist er sich nie unmittelbar der geistigen Prozesse bewusst, die Wahrnehmungen, Überzeugungen und Handlungen erzeugen. Richard E. Nisbett fügt hinzu: „Glücklicherweise und vielleicht überraschenderweise ist das Unbewusste nicht minder rational als das Bewusstsein. Es löst vielerlei Probleme, mit denen sich das Bewusstsein nicht effektiv auseinandersetzen kann.“ Mit einigen einfachen Strategien kann man sich die Problemlösungsfähigkeiten des Unterbewussten nutzbar machen.</p>
<p><strong>Jean Piaget entwickelt das Konzept der Schemata</strong></p>
<p>Wenn ein Mensch einen Vogel, ein anderes Tier oder einen Sonnenuntergang ansieht, fühlt es sich so an, als würde er einfach etwas erfassen, was so in der Welt existiert. In Wahrheit beruhen die Wahrnehmungen der physikalischen Welt jedoch stark auf implizitem Wissen. Dazu kommen geistige Prozesse, deren man sich nicht bewusst ist und die einem helfen, etwas wahrzunehmen oder genau zu kategorisieren. Die Psychologen wissen, dass Wahrnehmung von mentalen Manipulationen der Evidenz abhängt. Weil sich Situationen schaffen lassen, in denen einen die Folgerungsprozesse, die man automatisch anwendet, in die Irre führen.</p>
<p>Seit den 1920er Jahren habe Psychologen häufig Gebrauch von Konzept der Schemata gemacht. Der Begriff bezieht sich auf kognitive Rahmen, Schablonen und Regelsysteme, die ein Mensch auf die Welt anwendet, um sich einen Reim auf sie zu machen. Richard E. Nisbett ergänzt: „Der Stammvater des modernen Schemata-Konzepts ist der Schweizer Entwicklungspsychologe Jean Piaget.“ Menschen verfügen über Schemata für praktisch alle Dinge, mit denen sie zu tun haben. Man braucht Schemata für die Deutung der Objekte, mit denen man konfrontiert wird, und der Art von Situationen, in denen man sich befindet. Quelle: „Einfach Denken!&#8220; von Richard E. Nisbett</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em> </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/richard-e-nisbett-denkt-ueber-das-denken-nach.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Schlaf ist eine große Auszeit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-schlaf-ist-eine-grosse-auszeit.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/der-schlaf-ist-eine-grosse-auszeit.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2020 05:43:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2257</guid>

					<description><![CDATA[Die wichtigsten Ziele eines Menschen schlafen nie. Sie arbeiten auf unbewusster Ebene im Hintergrund, ohne dass ein Mensch sie lenken oder auch nur zur Kenntnis nehmen müsste. Sie überwachen die Umgebung aufmerksam und halten Ausschau nach allem, was helfen könnte, das Notwendige zu tun. Die Lösungen seiner Probleme fallen einem Menschen dann scheinbar aus heiterem ... <a title="Der Schlaf ist eine große Auszeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-schlaf-ist-eine-grosse-auszeit.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Schlaf ist eine große Auszeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wichtigsten Ziele eines Menschen schlafen nie. Sie arbeiten auf unbewusster Ebene im Hintergrund, ohne dass ein Mensch sie lenken oder auch nur zur Kenntnis nehmen müsste. Sie überwachen die Umgebung aufmerksam und halten Ausschau nach allem, was helfen könnte, das Notwendige zu tun. Die Lösungen seiner Probleme fallen einem Menschen dann scheinbar aus heiterem Himmel ein. John Bargh erläutert: „Schlaf ist ein großer Batzen Auszeit, in dem bewusste Aktivitäten auf ein Minimum reduziert sind, und Ihr Geist nutzt diese Zeit, um auf unbewusster Ebene weiter an Problemen zu arbeiten.“ Das Gute ist, dass er dabei manchmal Erfolg hat und eine wegweisende Lösung für ein Problem liefert. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2257"></span></p>
<p><strong>Das Unterbewusstsein macht auf wichtige Informationen aufmerksam</strong></p>
<p>Das Schlechte ist, dass der Geist einem Menschen zusetzen und Sorgen sowie Ängste auslösen wird, falls er nicht genug Fortschritte mache oder die Zeit knapp ist. Aber er will kein Quälgeist sein, auch wenn es vielleicht manchmal den Anschein hat. Vielmehr hat er einen toten Punkt erreicht, der sich nur durch ein wenig bewusste Arbeit überwinden lässt. Gemeint ist bewusste Arbeit in Gestalt der Aufstellung eines konkreten Plans, wie das betreffende Problem in naher Zukunft gelöst werden kann.</p>
<p>Bewusste und unbewusste Prozesse interagieren miteinander und helfen einander, weil sie gemeinsam etwas erreichen wollen. Das Unbewusste übernimmt dabei auf vielfältige Art und Weise den Staffelstab vom Bewusstsein. Es arbeitet dann weiterhin an einem Problem, nachdem das Bewusstsein daran bezweifelt oder zu anderen Aufgaben übergegangen ist. Zugleich lenken unbewusste Prozesse die bewusste Aufmerksamkeit auf wichtige Informationen. Sie teilen dem Bewusstsein ehrlich mit, ob sie Erfolg haben oder nicht.</p>
<p><strong>Das bewusste Nachdenken hat Grenzen</strong></p>
<p>Manchmal erscheint einem Menschen die Lösung für sehr schwierige Probleme sogar im Traum. Das geschieht aber in der Regel erst, wenn man sich auf bewusster Ebene schon ausführlich mit ihnen herumgeschlagen hat. Selbst die Kreativität ist oftmals abhängig von diesen unbewussten Aktivitäten. Es ist durchaus in Ordnung, „eine Nacht darüber zu schlafen“ oder sich mit etwas anderen zu beschäftigen, nachdem man viel über ein Problem nachgedacht hat.</p>
<p>Es könnte sogar sehr vorteilhaft sein. Das angestrengte bewusste Nachdenken hat nämlich seine Grenzen und ist ermüdend. Darum ist es eine gute Idee, ihm etwas Ruhe zu gönnen, indem man eine Weile etwas anderes macht. Viele Schriftsteller und Denker laden mit Spaziergängen oder anderen Formen körperlicher Bewegung ihre geistigen Batterien auf. Während man mit solchen körperlichen Aktivitäten beschäftigt ist, können Ziele und unbewusste Problemlöser die Auszeit nutzen. Dabei bringen sie oftmals Ergebnisse hervor, zu denen man auf bewusster Ebene nicht oder nur mit Mühe gelangt. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/der-schlaf-ist-eine-grosse-auszeit.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/im-traum-arbeitet-der-geist-an-wichtigen-zielen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/im-traum-arbeitet-der-geist-an-wichtigen-zielen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2020 05:53:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Ziel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2212</guid>

					<description><![CDATA[Sogenannte Traumbotschaften haben noch immer etwas Geheimnisvolles an sich. Die moderne psychologische Forschung auf diesem Gebiet hat viel dem Motivationsexperten Eric Klinger zu verdanken. Bei wichtigen Zielen nehmen Menschen gerne mentale Auszeiten. Dies geschieht nicht nur im Zustand des Wachseins, sondern auch im Schlaf. Auch in der Nacht ist das Unbewusste offensichtlich hellwach. John Bargh ... <a title="Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/im-traum-arbeitet-der-geist-an-wichtigen-zielen.html" aria-label="Mehr Informationen über Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sogenannte Traumbotschaften haben noch immer etwas Geheimnisvolles an sich. Die moderne psychologische Forschung auf diesem Gebiet hat viel dem Motivationsexperten Eric Klinger zu verdanken. Bei wichtigen Zielen nehmen Menschen gerne mentale Auszeiten. Dies geschieht nicht nur im Zustand des Wachseins, sondern auch im Schlaf. Auch in der Nacht ist das Unbewusste offensichtlich hellwach. John Bargh erläutert: „Während wir träumen, arbeitet unser Geist also an unseren wichtigen Zielen und Anliegen. Dabei reagiert er sensibler als sonst auf eingehende Informationen, die für diese Ziele relevant sind.“ Eric Klinger und seine Kollegen gelangten zu folgendem Schluss. Die Priorität, die der Geist den wichtigen Zielen einräumt, besteht auch im Traum weiter, während man schläft. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2212"></span></p>
<p><strong>Dem Geist geht es nicht um Entspannung und Glück</strong></p>
<p>Der Einfluss der Zukunft auf das Unbewusste kann manchmal auch unangenehm sein. Manche Ziele kann man nicht einfach so aufgeben, selbst wenn man es wollte oder sogar sollte. Vielleicht zögert der Betroffene die Sache dann hinaus und vertagt unangenehme, aber notwendige Aktivitäten. Auf unbewusster Ebene arbeiten die nicht realisierten Ziele aber in einem weiter. Dies geschieht sogar bei aktiver Vermeidung, sich bewusst mit ihnen zu beschäftigen. </p>
<p>Wie Norman Mailer es ausdrückte: „Die Faustformel lautet: Innere Unruhe lässt sich an der Anzahl der nicht gehaltenen Versprechen ausdrücken.“ Man darf nicht vergessen, dass es dem auf die Zukunft orientierten Geist nicht darum geht, dass man entspannt und glücklich ist. Er will vor allem, dass man seine wichtigen Ziele erreicht und die anstehenden Aufgaben bewältigt. Wenn er einem Menschen zu diesem Zweck mit Sorgen und Ängsten zusetzen muss, dann tut er das. </p>
<p><strong>Das Unterbewusstsein sucht nach Lösungen für Probleme</strong></p>
<p>Die Hartnäckigkeit führt oftmals im wahrsten Sinne des Wortes zu nächtlichen Ruhestörungen. Mit anderen Worten: Man schläft schlecht. In Schlafstudien ist häufig die Rede davon, dass Leute, die nachts aufwachen, spontan von Sorgen und Ängsten heimgesucht werden. Deshalb können sich nicht wieder einschlafen. Dieselben Hirnareale, di auf bewusster Ebene an Problemen gearbeitet haben, versuchen im Schlaf weiterhin, sie auf unbewusster Ebene zu lösen.</p>
<p>Das Unbewusste ist jedoch nicht sehr gut darin, spezifische Pläne für die Zukunft zu schmieden. Seine Stärke liegt darin, Lösungen für Probleme zu finden und ein generelles Ziel zu verfolgen. Aber sie liegt nicht darin, konkrete Pläne für spezielle Abfolgen von Handlungen zu formulieren. Darum reicht es das Problem ans Bewusstsein weiter und sagt: „Hier, kümmere du dich darum.“ Wenn es sich um gewichtige Sorgen handelt, kommen sie einem Menschen spontan in den Sinn, sobald er erwacht. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/im-traum-arbeitet-der-geist-an-wichtigen-zielen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das soziale Unbewusste ist ein Teil der Kultur</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-soziale-unbewusste-ist-ein-teil-der-kultur.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/das-soziale-unbewusste-ist-ein-teil-der-kultur.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2019 05:27:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=2026</guid>

					<description><![CDATA[Viele Überzeugungen eines Menschen liegen in einer weitgehend undefinierten Form vor, die Terry Eagleton als soziales Unbewusstes bezeichnet. Dabei handelt es sich um jenen riesigen Bestand an Instinkten, Vorurteilen, religiösen Einstellungen, Empfindungen, halb ausgeformten Meinungen und spontanen Annahmen, die das Substrat der das Substrat der alltäglichen Verhaltensweisen bilden und die man selten in Frage stellt. ... <a title="Das soziale Unbewusste ist ein Teil der Kultur" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-soziale-unbewusste-ist-ein-teil-der-kultur.html" aria-label="Mehr Informationen über Das soziale Unbewusste ist ein Teil der Kultur">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Überzeugungen eines Menschen liegen in einer weitgehend undefinierten Form vor, die Terry Eagleton als soziales Unbewusstes bezeichnet. Dabei handelt es sich um jenen riesigen Bestand an Instinkten, Vorurteilen, religiösen Einstellungen, Empfindungen, halb ausgeformten Meinungen und spontanen Annahmen, die das Substrat der das Substrat der alltäglichen Verhaltensweisen bilden und die man selten in Frage stellt. Terry Eagleton ergänzt: „Tatsächlich sind einige dieser Annahmen so tief verwurzelt, dass wir sie vermutlich nur in Zweifel ziehen könnten, wenn es zu einer weitreichenden Veränderung unsere Lebensweise käme, die sie uns zum ersten Mal deutlich zu Bewusstsein brächt.“ Dieses soziale Unbewusste ist ein Aspekt dessen, was man unter Kultur versteht. Der Literaturwissenschaftler und Kulturtheoretiker Terry Eagleton ist Professor für Englische Literatur an der University of Manchester und Fellow der British Academy. <span id="more-2026"></span></p>
<p><strong>In der Sexualität sind die Menschen am babyhaftesten</strong></p>
<p>Darin liegt eine gewisse Ironie, weil Kultur im Sinne von Kunst und geistigen Hervorbringungen zu den erlesensten Bewusstseinsinhalten menschlicher Tätigkeit gehört. So betrachtet, wäre uns Kultur einerseits bewusster als die meisten anderen Dinge, die man tut, und andererseits erheblich unbewusster. In der zweiten Bedeutung bildet sie die unsichtbare Grundfärbung der Alltagsexistenz, ihre fraglos hingenommene Textur, das, was Jacques Lacan „das Andere“ nennt, den nie ganz erfassbaren Kontext, in dem all das Sprechen und Verhalten eines Menschen einen Sinn erhält.</p>
<p>In ähnlicher Weise ist für Sigmund Freud das Ich notwendigerweise blind für vieles, was es ausmacht. Das, was zu seiner Bildung beiträgt, kann nicht Teil des Ichs sein. Es entsteht nur durch eine schmerzliche Verdrängung der Prozesse, die es konstituieren – ein Trauma, von dem es sich nie ganz erholen wird. Niemanden gelingt es, die Urkatastrophe ganz zu überwinden, die man als frühe Kindheit bezeichnet. Das liegt unter anderem daran, dass Menschen sexuelle Tiere sind, und in der Sexualität sind sie am babyhaftesten, nicht am reifsten.</p>
<p><strong>Alle Menschen sind bis zu einem gewissen Grad von einer Neurose betroffen</strong></p>
<p>Terry Eagleton schreibt: „Paradoxerweise ist also ein gewisses Maß an Verdrängung gut für uns. Selbstblindheit und etwas barmherzige Amnesie sind nach Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud die Voraussetzung dafür, dass wir uns überhaupt entwickeln können.“ Sicher, bei zu viel Verdrängung ist die Gefahr groß, dass man krank wird, krank durch unbefriedigtes Begehren – Sigmund Freuds Neurose, von der alle Menschen bis zu einem gewissen Grad betroffen sind. Für Sigmund Freud ist das menschliche Tier das kranke Tier.</p>
<p>Allerdings sind Menschen auf eine Weise krank, die sie nicht nur schwächt, sondern auch Produktivität freisetzt. Sicher, Menschen haben die Möglichkeit zur Selbstreflexion. Sie können eine Situation überdenken – das ist eine der Verbindungen, die sie zur Welt unterhalten. Doch nach Sigmund Freuds Auffassung reicht diese Selbstreflexion nicht aus, um einen Menschen zu retten. Noch niemand wurde von seiner Neurose geheilt, nur weil er intelligent genug war, seine seelische Situation zu reflektieren. Quelle: „Kultur“ von Terry Eagleton</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/das-soziale-unbewusste-ist-ein-teil-der-kultur.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
