<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Stress &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/stress/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Sun, 20 Jul 2025 07:20:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Eine Panikattacke entsteht oft durch Stress</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/meist-wird-eine-panikattacke-durch-stress-verursacht.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/meist-wird-eine-panikattacke-durch-stress-verursacht.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Panikattacken]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=6294</guid>

					<description><![CDATA[Panikanfälle sind für Betroffene extrem belastend und in schlimmen Fällen lebensbestimmend. Heinz-Peter Röhr weiß: „Das größte Problem ist die Angst vor einem weiteren Anfall, die häufig ebendiesen auslöst. Je intensiver Betroffene den Anfall vermeiden wollen, umso sicherer wird er eintreten.“ Eventuell haben Panikanfälle auch eine hormonelle Ursache beziehungsweise haben ausschließlich organische Ursachen. Geeignete Medikamente sind ... <a title="Eine Panikattacke entsteht oft durch Stress" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/meist-wird-eine-panikattacke-durch-stress-verursacht.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Panikattacke entsteht oft durch Stress">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Panikanfälle sind für Betroffene extrem belastend und in schlimmen Fällen lebensbestimmend. Heinz-Peter Röhr weiß: „Das größte Problem ist die Angst vor einem weiteren Anfall, die häufig ebendiesen auslöst. Je intensiver Betroffene den Anfall vermeiden wollen, umso sicherer wird er eintreten.“ Eventuell haben Panikanfälle auch eine hormonelle Ursache beziehungsweise haben ausschließlich organische Ursachen. Geeignete Medikamente sind hier hilfreich. Meist wird eine Panikattacke jedoch durch Stress verursacht. Der psychische Apparat ist überfordert, und der vorhandene Stress entlädt sich wie eine Eruption. Hinter Panikattacken steckt oft auch die Angst vor dem Tod. An dieser Stelle ist es sinnvoll, sich mit der Angst vor dem Tod auseinanderzusetzen. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-6294"></span></p>
<p><strong>Die Vorstellung vom Tod verursachte große Angst</strong></p>
<p>Vor etwa 200.000 Jahren war der Übergang von tierischen Wesen wesentlich dadurch bestimmt, dass man die eigene Sterblichkeit erkannte. Heinz-Peter Röhr fügt hinzu: „Man sah, wie andere starben, und verstand plötzlich, dass man selbst diesem Schicksal unausweichlich ausgeliefert war. Diese Vorstellung muss unweigerlich große Angst hervorgerufen haben.“ In der Mythologie ist diese Erkenntnis auch als Vertreibung aus dem Paradies beschrieben. Da er nur schwer zu ertragen war, in ein Nichts zu verschwinden, wurden im Laufe der Geschichte Mythen und Glaubensvorstellungen entwickelt, welche die Ängste binden sollten: ein Leben nach dem Tod, im himmlischen Paradies.</p>
<p>Einige glauben wirklich, dass sie 72 Jungfrauen zu ihrer Verfügung haben, nachdem sie sich mittels Sprengstoffgürtel selbst in die Luft gejagt haben. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Andere glauben an eine Wiedergeburt und meinen, nach dem Tod in einem anderen Körper weiterzuleben. Wer glauben kann, findet Trost und verliert eventuell etwas von seiner Angst. Hier hängt es entscheidend davon ab, wie stark der Glaube ist.“ Immer bleibt ein Rest von Unsicherheit; denn niemand kann wissen, was nach dem Tode tatsächlich passiert.</p>
<p><strong>Nur ein Leben im Hier und Jetzt ist sinnvoll</strong></p>
<p>Aber warum sollte man glauben, dass es danach schlecht wird? Man darf die Angst loslassen, zumal man sowieso nichts daran ändern kann. Heinz-Peter Röhr stellt fest: „Sich über etwas zu sorgen, was in der Zukunft liegt und worauf man keinerlei Einfluss hat, ist überflüssig. Gelassenheit ist nur so möglich.“ Hier diesem Hintergrund ergibt es Sinn, sich auf das Leben im Hier und Jetzt einzulassen und den Fokus darauf zu richten, das Beste daraus zu machen. Die Angst vor dem Tod ist die Urangst des Menschen.</p>
<p>Nur wenn diese befriedend bewältigt wird, können alle anderen Ängste ihren Schrecken verlieren. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Erst wenn man „Ja“ zum Tod sagen kann, ist das „Ja“ zum Leben wirklich echt. Wir erinnern und an das „Jasagen“ zu Problemen, die man nicht ändern kann, und daran, dass Symptome auf tiefer liegende Probleme hinweisen.“ Eine Panikstörung kann zum Beispiel auf die Angst vor dem Tod aufmerksam machen und darauf, dass eine sinnvolle Lösung gefunden werden will. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/meist-wird-eine-panikattacke-durch-stress-verursacht.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Emotionen sind allgegenwärtig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/hadija-haruna-oelker-emotionen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/hadija-haruna-oelker-emotionen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Ratio]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5983</guid>

					<description><![CDATA[Subjektives Erleben und körperliche Reaktionen sind ein zentraler Bestandteil und das Bewertungssystem des menschlichen Seelenlebens. Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Das, was unsere Aufmerksamkeit, Denkvermögen und Selbsteinschätzung beeinflusst. Freude, Angst, Kummer oder Überraschung im Ausdruck unserer Mimik, Gestik, in Klang und Verhalten.“ Dabei handelt es sich um ein komplexes Muster aus physiologischen Reaktionen, Gefühlen, kognitiven Prozessen ... <a title="Emotionen sind allgegenwärtig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hadija-haruna-oelker-emotionen.html" aria-label="Mehr Informationen über Emotionen sind allgegenwärtig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Subjektives Erleben und körperliche Reaktionen sind ein zentraler Bestandteil und das Bewertungssystem des menschlichen Seelenlebens. Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Das, was unsere Aufmerksamkeit, Denkvermögen und Selbsteinschätzung beeinflusst. Freude, Angst, Kummer oder Überraschung im Ausdruck unserer Mimik, Gestik, in Klang und Verhalten.“ Dabei handelt es sich um ein komplexes Muster aus physiologischen Reaktionen, Gefühlen, kognitiven Prozessen und Verhalten. Dazu gehören die Herzfrequenz, das Nervensystem und die hormonelle Steuerung. Für die Forschung in ihrer Komplexität und Vielgestalt ist das alles schwer zu fassen. Weil nicht jeder Mensch gleich ist und gleich reagiert. Sinnsuche, ein persönlicher Exkurs. So hätte ich dieses Kapitel auch überschreiben können. Aber so ist es nicht. Hadija Haruna-Oelker lebt als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Hauptsächlich arbeitet sie für den Hessischen Rundfunk. <span id="more-5983"></span></p>
<p><strong>Erfahrungen von Diskriminierung bedeuten Stress</strong></p>
<p>Hadija Haruna-Oelker teilt in ihrem Buch „Die Schönheit der Differenz“, immer wieder persönliche Einblicke, weil sie glaubt, dass genau sie es sind, die einen Menschen ausmachen und seinem Handeln Tiefe geben. Alle Menschen erleben ihre persönlichen Erfahrungen anders. Sie stehen an unterschiedlichen Punkten, und das ist ja auch, was die Sache kompliziert macht, wenn es darum geht, über ein gleichberechtigtes, gerechteres Zusammenleben nachzudenken. </p>
<p>Hadija Haruna-Oelker stellt fest: „Aber dieses Thema nur mit dem Verstand anzugehen un des nicht in seiner emotionalen und körperlichen Verbundenheit zu begreifen wird der Sache nicht gerecht. In jedem Streit, jedem Konflikt und jeder politischen Eskalation geht es um Emotionen, um Reize, um Nerven, die bildlich gesprochen aus mit uns durchgehen können – zum Beispiel mir, wenn ich in Stress gerate.“ Erfahrungen von Diskriminierung bedeuten Stress. Dagegen hilft emotionale Kompetenz, die eine Übung für jeden Menschen ist.</p>
<p><strong>Die Wechselwirkung von Körper und Psyche wird nicht mehr infrage gestellt</strong></p>
<p>Es sind die psychischen, emotionalen und mentalen Erfahrungen, die das menschliche Bewegungsmuster formen und im Körper verankern. Hadija Haruna-Oelker hat begriffen, dass sie total funktional und effektiv unterwegs ist. Bei ihr geht vieles schnell, oft so schnell, dass sie sich selbst überholt. Innehalten braucht für sie Übung. Heute versucht sie, die emotionalen Signale ihres Körpers besser wahrzunehmen und in ihren Alltag miteinzubeziehen. </p>
<p>Nachdem Hadija Haruna-Oelker über die vergangenen Jahre gelernt hatte, ihre Ratio, ihre Kognition mit ihren Emotionen zu verbinden, war die nächste Etappe die Verbindung zu ihrem Körper, den sie so oft überhört, obwohl er soviel über sie weiß. Hadija Haruna-Oelker erläutert: „Unser ganzes Dasein sitzt und bildlich gesprochen in den Knochen, und wer sich selber reflektieren und weiterentwickeln will, wird nicht umhinkommen, den eignen Körper miteinzubeziehen.“ Wissenschaftlich wir die Wechselwirkung von Körper und Psyche nicht mehr infrage gestellt. Quelle: „Die Schönheit der Differenz“ von Hadija Haruna-Oelker</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/hadija-haruna-oelker-emotionen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jeder Mensch besitzt ein mentales Immunsystem</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-besitzt-ein-mentales-immunsystem.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-besitzt-ein-mentales-immunsystem.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2025 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belastungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mentales Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5906</guid>

					<description><![CDATA[Gute Freunde im Leben machen Menschen stark. Sie stehen hinter ihnen, um sie aufzufangen, wenn sie den Halt verlieren und kippen. Volker Busch ergänzt: „Sie stehen vor uns, um Bedrohungen abzuwehren und für uns zu kämpfen, wenn wir es nicht allein schaffen. Und sie stehen neben uns, um unser Leid zu teilen oder Tipps zu ... <a title="Jeder Mensch besitzt ein mentales Immunsystem" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-besitzt-ein-mentales-immunsystem.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder Mensch besitzt ein mentales Immunsystem">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Freunde im Leben machen Menschen stark. Sie stehen hinter ihnen, um sie aufzufangen, wenn sie den Halt verlieren und kippen. Volker Busch ergänzt: „Sie stehen vor uns, um Bedrohungen abzuwehren und für uns zu kämpfen, wenn wir es nicht allein schaffen. Und sie stehen neben uns, um unser Leid zu teilen oder Tipps zu geben, wenn wir ratlos sind.“ Einen solchen Freund hat jeder Mensch, nämlich das mentale Immunsystem. Bei diesem Konzept handelt es sich um ein Sprachbild, das die psychische Abwehr einer Belastung, die Heilung nach einer Verletzung sowie die Reifung an einer Herausforderung vorstellbar machen soll. Seit vielen Jahren wird es von Psychiatern und Psychologen in diesem Zusammenhang als anschaulicher Modell benutzt. Prof. Dr. Volker Busch ist seit circa zwanzig Jahren als Arzt, Wissenschaftler, Autor und mehrfach ausgezeichneter Vortragsredner tätig. <span id="more-5906"></span></p>
<p><strong>Das mentale Immunsystem übernimmt drei Aufgaben</strong></p>
<p>Mitunter wird es auch als psychisches Immunsystem bezeichnet. Der ungarische Psychologe Attila Oláh beschrieb es einmal als adaptives – anpassungsfähiges – geistiger System der Spezies Homo sapiens, mit dem Menschen unter Zuhilfenahme verschiedener Strategien tagtägliche Belastungen, Stress und negative Emotionen abwehren. Volker Busch erklärt: „Die Idee hierfür geht im Ursprung auf die Theorie zurück, dass der Mensch verschiedene Strategien nutzt, um das Ich gegen schädliche Einflüsse aus der Umwelt zu schützen und zu verteidigen.“ </p>
<p>Das mentale Immunsystem übernimmt kurz gesagt drei wesentliche Aufgaben. Erstens Abwehr und Verteidigung, indem es Ängste reduziert, negative Gedanken befriedet und die Wahrnehmung auf positive Aspekte, neue Perspektiven, eigene Stärken und alternative Handlungsmöglichkeiten lenkt. Volker Busch fügt hinzu: „Zweitens Erholung und Heilung, indem es die psychisch bedingten Wunden versorgt und den Schmerz lindert, der zum Beispiel durch Liebeskummer, Misserfolge, finanzielle Nöte, Kränkungen, schwere Krankheiten oder den Verlust eines geliebten Menschen auftritt.“</p>
<p><strong>Das mentale Immunsystem kämpft für den psychischen Schutz eines Menschen</strong></p>
<p>Drittens Reifung und Wachstum, indem es durch erfolgreiche Bewältigungserlebnisse und positive Lebenserfahrungen im Verlauf der Jahre stabiler und zuverlässiger auf schwierige Lebensumstände reagiert und Belastungen schneller abwehrt, die bereits aus früheren Situationen bekannt sind. Volker Busch stellt fest: „Die Aufgaben des mentalen Immunsystems sind also recht vielfältig. Im besten Fall sorgt es wie ein guter Freund hinter, vor und neben uns für einen psychischen 360°-Rundumschutz.“</p>
<p>In Zeiten allgemeiner Verunsicherung, großer Sorgen und hoher Stresslevels, wie viele Menschen sie heute erleben, ist das mentale Immunsystem besonders gefordert und kämpft anhaltend und verlässlich für ihren psychischen Schutz. Der römische Politiker und Philosoph Marcus Tullius Cicero formulierte einmal treffend: „Einen sicheren Freund erkennt man in unsicheren Zeiten.“ Für die außerordentlich beeindruckende menschliche Fähigkeit, trotz psychischer Belastungen stark und stabil zu bleiben – oder wieder zu werden – hat man in der Vergangenheit verschiedene Modelle diskutiert und genutzt. Quelle: „Kopf hoch!“ von Volker Busch</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-besitzt-ein-mentales-immunsystem.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die „Große Zermürbung“ im Job ist ein Faktum</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-grosse-zermuerbung-im-job-ist-ein-faktum.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-grosse-zermuerbung-im-job-ist-ein-faktum.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2025 02:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grundbedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Work-Life-Balance]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5866</guid>

					<description><![CDATA[In den USA haben im Jahr 2021 mehr als dreißig Millionen Beschäftigte ihren Job von sich aus gekündigt. Eine Entwicklung, die sich 2022 fortsetzt. „The Great Resignation“ meist als „die Große Zermürbung“ übersetzt, ist in vielen Industriestaaten ein nicht zu leugnendes Faktum. Andreas Salcher fügt hinzu: „In Deutschland hat vor allem bei Frauen der extreme ... <a title="Die „Große Zermürbung“ im Job ist ein Faktum" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-grosse-zermuerbung-im-job-ist-ein-faktum.html" aria-label="Mehr Informationen über Die „Große Zermürbung“ im Job ist ein Faktum">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den USA haben im Jahr 2021 mehr als dreißig Millionen Beschäftigte ihren Job von sich aus gekündigt. Eine Entwicklung, die sich 2022 fortsetzt. „The Great Resignation“ meist als „die Große Zermürbung“ übersetzt, ist in vielen Industriestaaten ein nicht zu leugnendes Faktum. Andreas Salcher fügt hinzu: „In Deutschland hat vor allem bei Frauen der extreme Stress deutlich zugenommen. Fast jede dritte Deutsche hat 2021 extremen Stress erlebt, bei den Männern nur jeder fünfte.“ Die Top-drei-Stressverursacher der Deutschen waren 2021 ihre Arbeit, ihre hohen Ansprüche an sich selbst und Erkrankungen von nahestehenden Personen. Frauen stellen insgesamt höhere Ansprüche an sich selbst als Männer. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5866"></span></p>
<p><strong>Mitarbeiter wollen ein Gefühl der gemeinsamen Identität spüren</strong></p>
<p>Frauen erleben mehr Konflikte und sind mehr Stress bei der Kinderbetreuung ausgesetzt. Viele Unternehmen verstehen nicht wirklich, warum ihre Mitarbeiter kündigen. Anstatt sich die Zeit zu nehmen, die wahren Ursachen dafür herauszufinden, flüchten sie in altbewährte Rezepte. Andreas Salcher kennt sie: „Höhere Gehälter und einmalige Bonuszahlungen, menschenwürdige Mitarbeiterunterkünfte im Tourismus oder großzügigere Freizeitregelungen.“ Das Resultat dieser materiellen Anreize ist überschaubar, weil für die Menschen durchschaubar.</p>
<p>Die Unternehmensberatung McKinsey &#038; Company hat die tieferen Gründe dafür untersucht: „Wenn uns die letzten 18 Monate etwas gelehrt haben, dann, dass sich die Mitarbeiter nach Investitionen in die menschlichen Aspekte der Arbeit sehnen. Die Mitarbeiter sind müde und viele traurig. Sie wollen einen erneuerten und geänderten Sinn in ihrer Arbeit. Sie wollen soziale und zwischenmenschliche Verbindungen zu ihren Kollegen und Vorgesetzten. Sie wollen ein Gefühl der gemeinsamen Identität spüren.“ </p>
<p><strong>Motivation hängt von drei psychologischen Grundbedürfnissen ab</strong></p>
<p>Natürlich wollen die Mitarbeiter gute Bezahlung, Sozialleistungen und Vergünstigungen, aber mehr als das wollen sie sich von ihren Organisationen geschätzt fühlen. Die McKinsey-Analyse kommt zu folgendem Schluss: Die „Große Zermürbung“ findet statt, sie ist weit verbreitet und wird wahrscheinlich bestehen bleiben, sich vielleicht sogar noch verstärken. Andreas Salcher ergänzt: „Vor allem dann, wenn Unternehmen von falschen Annahmen ausgehen und daher kontraproduktiv reagieren.“</p>
<p>So haben die Begründer der „Selbstbestimmungstheorie“ Richard M. Ryan und Edward L. Deci herausgefunden dass – entgegen der ursprünglichen Annahme – die Motivation für an sich interessante Tätigkeiten durch zusätzlich Anreize oder Belohnungen nicht nur nicht gesteigert wird, sondern im Gegenteil sogar zurückgeht. Andreas Salcher stellt fest: „Es zeigte sich ein kontraproduktiver Korrumpierungseffekt. Motiviation hängt offenbar von der Befriedigung von drei psychologischen Grundbedürfnisse ab: empfundene Handlungskompetenz, Autonomie und soziale Eigebundenheit, womit auch die Identifikation mit dem Unternehmenszweck gemeint ist.“ Quelle: „Die grosse Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-grosse-zermuerbung-im-job-ist-ein-faktum.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jeder sollte sich mehr um sein Leben sorgen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/menschen-sollten-sich-um-ihr-leben-sorgen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/menschen-sollten-sich-um-ihr-leben-sorgen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2024 01:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burn-out]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenseinstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5523</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt individuelle Faktoren der Persönlichkeit wie Resilienz, einen grundsätzlich positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit, selbst kleinste Bereiche der Selbstbestimmung und Freude in jeder Tätigkeit zu finden. Andreas Salcher ergänzt: „Dem gegenüber stehen jene Menschen, die schon in stabilen Phasen ihres Lebens nur wenig Energie und Ambition besitzen. Die lassen sich dann durch stärkere Belastungen ... <a title="Jeder sollte sich mehr um sein Leben sorgen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-sollten-sich-um-ihr-leben-sorgen.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder sollte sich mehr um sein Leben sorgen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt individuelle Faktoren der Persönlichkeit wie Resilienz, einen grundsätzlich positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit, selbst kleinste Bereiche der Selbstbestimmung und Freude in jeder Tätigkeit zu finden. Andreas Salcher ergänzt: „Dem gegenüber stehen jene Menschen, die schon in stabilen Phasen ihres Lebens nur wenig Energie und Ambition besitzen. Die lassen sich dann durch stärkere Belastungen oder Krisen oft völlig fallen.“ Sie gehen gar nicht erst los, um einen Gipfel zu erreichen. Sie kapitulieren bereit vor dem ersten Anstieg vor der Herausforderung. Die gelebten Werte von Organisationen und Unternehmen beeinflussen massiv die Einstellung der Mitarbeiter zu ihrer Arbeit. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5523"></span></p>
<p><strong>Stress hängt von der subjektiven Wahrnehmung ab</strong></p>
<p>Erhalten Arbeitnehmer keine angemessene Rückmeldung auf ihre Arbeit oder sind sie völlig dem Diktat ihrer Vorgesetzten unterworfen, dann kann man von ihnen im besten Fall „Dienst nach Vorschrift“ erwarten. Andreas Salcher fügt hinzu: „Ihre Ideen und Energien werden sie stattdessen in ihre Freizeit und Familie stecken.“ Dennoch sorgen sich viele Menschen ständig um ihren Job, aber selten um ihr Leben. Man sollte einfach aufhören, noch mehr von den falschen Dingen zu tun.</p>
<p>Wer hingegen für seine Arbeit brennt, landet selten im Burn-out-Stress. Die beiden Werte Sinnerfüllung und Selbstbestimmung sind der beste Schutz gegen Burn-out. Andreas Salcher weiß: „Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Stressforschung lautet: Ob Menschen in einer bestimmten Situation Stress fühlen, hängt nicht davon ab, wie belastend dieser objektiv ist, sondern wie man ihn subjektiv wahrnimmt.“ Eine genauere Betrachtung des komplexen Burn-out-Syndroms zeigt, dass dieses sowohl durch zu viel als auch durch zu wenig Arbeit verursacht werden kann.</p>
<p><strong>Ein schmaler Pfad trennt die Überforderung von der Unterforderung</strong></p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Zu große andauernde Belastungen führen erst zur Überforderung und dann zur Angst. Zu geringe Herausforderungen münden in Unterforderung und Langeweile. Oft ist es ein schmaler Pfad, der die Überforderung von der Unterforderung trennt.“ Menschen, die viel freie Zeit, aber keine erfüllende Aufgabe haben, leiden eher unter Bore-out als unter Burn-out. Sie wissen nichts mit sich anzufangen, spielen sich selbst und der Welt Überforderung vor, obwohl sie in Wahrheit unterfordert sind.</p>
<p>Der US-amerikanische Psychologe Martin E. P. Seligman hat sich in seiner Forschung intensiv mit Depression beschäftigt und gemeinsam mit Mihaly Csikszentmihalyi die Theorie der „Positiven Psychologie“ entwickelt. Andreas Salcher erläutert: „Die fünf Faktoren seines PERMA-Konzepts – die Buchstaben stehen für „Positive Emotion“, „Engagement“, „Relationships“ – positive Beziehungen –, „Meaning“ – Sinn – und „Accomplishment“ – Zielerreichung – lassen sich auch gut als Kriterien für die Sinnerfüllung in der Arbeit heranziehen.“ Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/menschen-sollten-sich-um-ihr-leben-sorgen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Film</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-lebt-in-seinem-eigenen-film.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-lebt-in-seinem-eigenen-film.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2024 01:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Normalität]]></category>
		<category><![CDATA[P]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Vulnerabilität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5499</guid>

					<description><![CDATA[Menschen sind sehr verschieden – jeder lebt in seinem eigenen Film. Und dennoch gibt es die Idee der „Normalität“ und einer „Norm“. Franca Cerutti erläutert: „Das bezeichnet nichts anderes als das, was mehrheitlich gedacht, gemacht und für okay gehalten wird. Die Norm ist der Punkt, an dem die meisten Menschen eine Schnittmenge haben.“ Wie aber ... <a title="Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Film" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-lebt-in-seinem-eigenen-film.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder Mensch lebt in seinem eigenen Film">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen sind sehr verschieden – jeder lebt in seinem eigenen Film. Und dennoch gibt es die Idee der „Normalität“ und einer „Norm“. Franca Cerutti erläutert: „Das bezeichnet nichts anderes als das, was mehrheitlich gedacht, gemacht und für okay gehalten wird. Die Norm ist der Punkt, an dem die meisten Menschen eine Schnittmenge haben.“ Wie aber kommt es zu Abweichungen von der Norm? Und warum werden Menschen ver-rückt? Dazu gibt es einige Modellvorstellungen. Eine besonders griffige möchte Franca Cerutti hier vorstellen. Kurz gesagt, treffen zwei Faktoren aufeinander: eine genetische Veranlagung plus Umweltbedingungen, die einen negativen Einfluss haben. In ihrem Buch &#8222;Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?&#8220; erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert. <span id="more-5499"></span></p>
<p><strong>Eine Veranlagung ist kein unausweichliches Schicksal</strong></p>
<p>Die Veranlagung für eine Erkrankung nennt man auch Vulnerabilität, nach dem lateinischen Wort für „Verwundbarkeit“ oder „Verletzlichkeit“. Die Vulnerabilität ist so etwas wie die persönliche Achillesferse. Es ist zum Beispiel möglich, dass man die Veranlagung für Bluthochdruck oder Neurodermitis geerbt hat. Wenn man jedoch ein gechilltes Leben führt und sich von auslösenden Faktoren fernhält, kann es gut sein, dass man niemals Bluthochdruck entwickelt und sich für immer wohlfühlt in seiner Haut.</p>
<p>Franca Cerutti weiß: „Eine genetische Veranlagung zu haben, bedeutet nicht, dass du auf jeden Fall die entsprechende Symptomatik entwickelst, sondern nur, dass die Möglichkeit besteht.“ Für psychische Erkrankungen gilt das Gleiche: Ausgeprägt ängstlich oder depressiv zu reagieren, liegt manchen Menschen in den Genen. Auch die Neigung, eine Abhängigkeit zu entwickeln, wurde manchen Menschen vielleicht bereits in die Wiege gelegt. Aber noch mal: Franca Cerutti spricht über eine Veranlagung, nicht über ein unausweichliches Schicksal.</p>
<p><strong>Paradiesische Umstände schützen nicht vor Erkrankung</strong></p>
<p>Denn ganz entscheidend ist darüber hinaus, wie man lebt und welche Erfahrungen man macht, was einem Menschen vorgelebt wird und welchem Druck man ausgesetzt ist. Paradiesische Umstände schützen nicht vor Erkrankung. Und belastende Umstände machen nicht automatisch krank. Franca Cerutti spricht über die vielschichtige Kombination aus Einflüssen und Möglichkeiten. Und nicht nur die Biografie und die Herkunft, auch die aktuellen Lebensumstände können die genetische Verletzlichkeit eines Menschen ungünstig befeuern. </p>
<p>Für alles, was einen menschlichen Zweibeiner belasten kann, hat die Wissenschaft einen allgemeinen Oberbegriff gefunden: Stress. Dieser Begriff kommt ursprünglich aus der Werkstoffkunde. Franca Cerutti fügt hinzu: „Der österreichisch-kanadische Mediziner Hans Selye übertrug den Begriff 1936 erstmals auf die menschliche Psyche und hat damit eine allgegenwärtige und stets passende Zustandsbeschreibung geschaffen.“ „Stress“ hat es unter die hundert Wörter des 20. Jahrhunderts geschafft. Quelle: „Psychologie to go!“ von Franca Cerutti </p>
<p><strong>Von Hans Klumbies</strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-lebt-in-seinem-eigenen-film.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5273</guid>

					<description><![CDATA[Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, ... <a title="Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn die meisten Menschen haben die Maßstäbe der äußeren Welt verinnerlicht, obwohl sie ihnen das Leben oft genug nur zur Qual machen. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5273"></span></p>
<p><strong>Der Gang in die Höhle des Löwen kann zu einem Burnout führen</strong></p>
<p>Die Natur hat gegen die Not des modernen Menschen ein Angebot parat. Sie ist insoweit empathisch und gibt den Menschen damit Grund, zu sich selbst empathisch zu sein. Joachim Bauer erklärt: „Der Zweifel, der von außen und vom eigenen Inneren her an uns nagt, bewirkt, dass wir uns klein und schlecht fühlen. Im Bemühen, dieser Situation zu entkommen, neigt der Mensch zu Reaktionen, von denen einige den Nachteil haben, dass sie das subjektive Lebensgefühl weiter verschlechtern und schließlich krank machen.“ </p>
<p>Eine der Reaktionsweisen ist der Gang in die Höhle des Löwen. Damit meint Joachim Bauer den Versuch, sich den gestellten Anforderungen mit allen Kräften gewachsen zu zeigen und dabei bis an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit zu gehen. Menschen, die diesen Weg wählen, landen, wenn die Kräfte erschöpft sind, im Burnout oder in einer Depression. Joachim Bauer fügt hinzu: „Sie werden oft auch psychosomatisch krank und erleiden stressbedingte körperliche Erkrankungen.“ </p>
<p><strong>Einsamkeit verkürzt die Lebenszeit</strong></p>
<p>Ein anderer, alternativer Modus ist der Rückzug, geleitet von der Hoffnung, dass man, wenn man andere nicht an sich heranlässt, auch weniger gesehen und – schlecht – bewertet wird. Abgesehen davon, dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, bezahlt man den sozialen Rückzug mit dem Preis der Einsamkeit. So verständlich das Motiv, die eigenen Nerven schonen zu wollen, auch ist. Auch die Einsamkeit ist mit einem stark erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden und verkürzt die Lebenszeit. </p>
<p>Ein dritter Modus ist der Versuch, das als zu klein und unbedeutend erlebte, gepeinigte Selbst aufzublasen. Joachim Bauer erläutert: „Der quälenden Verwundbarkeit und Vergänglichkeit des Menschen wird mit aller Macht der Gegenentwurf eines aufgeblasenen Größen-Selbst entgegengestellt.“ Narzisstische Menschen versuchen, ihre Mitmenschen zu unterwerfen und sich die gesamte übrige Realität so zurechtzubiegen, dass sie zu dem grandiosen Selbstbild passt.“ Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angst und Stress hemmen die Selbstheilung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/angst-und-stress-hemmen-die-selbstheilung.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/angst-und-stress-hemmen-die-selbstheilung.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 02:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstheilung]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5247</guid>

					<description><![CDATA[Angst ist mit Abstand das stärkste Gefühl, das über die Aktivierung neuronaler Netzwerke des limbischen Systems, speziell der Amygdala, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stören vermag. Gerald Hüther erläutert: „Ob und in welchem Ausmaß ein Mensch auf die von ihm wahrgenommenen Veränderungen seines inneren Gleichgewichts, also auf eine sich im Gehirn ausbreitende Inkohärenz mit Angst ... <a title="Angst und Stress hemmen die Selbstheilung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/angst-und-stress-hemmen-die-selbstheilung.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst und Stress hemmen die Selbstheilung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst ist mit Abstand das stärkste Gefühl, das über die Aktivierung neuronaler Netzwerke des limbischen Systems, speziell der Amygdala, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stören vermag. Gerald Hüther erläutert: „Ob und in welchem Ausmaß ein Mensch auf die von ihm wahrgenommenen Veränderungen seines inneren Gleichgewichts, also auf eine sich im Gehirn ausbreitende Inkohärenz mit Angst reagiert, hängt davon ab, wie er diese Wahrnehmungen bewertet.“ Diese Bewertungen erfolgen immer subjektiv auf der Grundlage seiner bisher gemachten Erfahrungen. Verankert werden diese Erfahrungen in Form gebahnter synaptischer Verschaltungsmuster in präfrontalen Cortex. Erfahrungen zeichnen ich gegenüber erlernten Wissensinhalten dadurch aus, dass sie „unter die Haut“ gehen. Sie werden also mit den in der betreffenden Situation gleichzeitig aktivierten Netzwerken für emotionale Reaktionen und die Regulation körperlicher Prozesse verkoppelt. Gerald Hüther ist Neurobiologe und Verfasser zahlreicher Sachbücher und Fachpublikationen. <span id="more-5247"></span></p>
<p><strong>Haltungen sind nur schwer veränderbar</strong></p>
<p>Erfahrungen sind deshalb in Form miteinander verknüpfter kognitiver, emotionaler und körperlicher neuronaler Netzwerke und Regekreise im Gehirn verankert. Man erlebt sie aus diesem Grund immer gleichzeitig als eine bestimmte Erinnerung oder Vorstellung. Diese gehen mit einem bestimmten Gefühl und einer bestimmten Körperreaktion einher. Als Integral oder Summe der bisher von einer Person gemachten Erfahrungen lässt sich das beschreiben, was man im allgemeinen Sprachgebrauch als innere Einstellung oder Haltung kennt.</p>
<p>Gerald Hüther weiß: „Diese Einstellungen und Haltungen sind entscheidend für die subjektive Bewertung eines Ereignisses. Und diese subjektive Bewertung ist ausschlaggebend dafür, ob angesichts des betreffenden Ereignisses eine Angst- und Stressreaktion ausgelöst wird oder nicht.“ Diese im präfrontalen Cortex eines Menschen verankerten Haltungen sind schwer veränderbar. Weil sie an Gefühle und körperliche Reaktionen gekoppelt sind, bleiben rein kognitive Interventionen – Aufklärung, Belehrung, Beschreibungen – meist ohne nachhaltige Wirkungen, solange man die emotionalen Anteile nicht gleichzeitig aktiviert.</p>
<p><strong>Die Fähigkeit zur Selbstheilung ist von Anfang an angelegt</strong></p>
<p>Gleichermaßen bleiben emotionale Interventionen – Zuwendung, Mitgefühl, Fürsorge – meist ebenso wirkungslos, solange man die kognitiven Anteile dabei nicht ebenfalls aktiviert. Gerald Hüther stellt fest: „Eine nachhaltig wirksame Veränderung einmal entstandener Haltungen lässt sich daher nur herbeiführen, wenn es gelingt, die betreffende Person einzuladen, eine neue, andere Erfahrung zu machen.“ Ob jemand dazu in der Lage ist und ob es dadurch gelingt, die Selbstheilungskräfte dieser Person wieder zu reaktivieren, hängt von ihrer inneren Einstellung ab.</p>
<p>Alles, was lebendig ist, verfügt über ein Spektrum geeigneter Reaktionsmuster, um auftretende Störungen oder Gefährdungen seiner inneren Ordnung auszugleichen. Die Fähigkeit, sich selbst wieder „heil“ zu machen, ist das, was man als die Selbstheilungskraft des betreffenden lebenden Systems bezeichnet. Gerald Hüther betont: „Ebenso wie die Fähigkeit zu Wachstum und Vermehrung ist diese Fähigkeit zur Selbstheilung in jedem lebenden System von Anfang an angelegt. Sie erst macht es überlebensfähig, erhält es also lebendig.“ Quelle: „Lieblosigkeit macht krank“ von Gerald Hüther</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/angst-und-stress-hemmen-die-selbstheilung.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Motto „Nix ist fix“ prägt die Gesellschaft</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-motto-nix-ist-fix-praegt-die-gesellschaft.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/das-motto-nix-ist-fix-praegt-die-gesellschaft.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Feb 2024 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Unentschlossenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5225</guid>

					<description><![CDATA[Heutzutage wollen sich die Menschen so viele Optionen wie möglich offenhalten, wollen sich nie und nirgends festlegen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Denn wer sich festlegt, der könnte noch etwas Besseres versäumen. Diese Unentschlossenheit drückt sich in der Angst davor aus, stehen zu bleiben und so zurückzufallen. Wer sich an etwas festhält, ist nicht flexibel genug ... <a title="Das Motto „Nix ist fix“ prägt die Gesellschaft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-motto-nix-ist-fix-praegt-die-gesellschaft.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Motto „Nix ist fix“ prägt die Gesellschaft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heutzutage wollen sich die Menschen so viele Optionen wie möglich offenhalten, wollen sich nie und nirgends festlegen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Denn wer sich festlegt, der könnte noch etwas Besseres versäumen. Diese Unentschlossenheit drückt sich in der Angst davor aus, stehen zu bleiben und so zurückzufallen. Wer sich an etwas festhält, ist nicht flexibel genug für unsere schnelllebige Gesellschaft.“ Das Motto „Nix ist fix“ prägt Ehen, Partnerschaften, Freundschaften, Sozialsysteme und letztlich auch die Beziehungen zwischen Staaten. Der US-Wissenschaftler Daniel Hamermesh hat einen paradoxen Zusammenhang entdeckt: Menschen leiden umso mehr unter knapper Zeit, je reicher sie sind. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5225"></span></p>
<p><strong>Zeitsparende Maschinen fressen Zeit</strong></p>
<p>Jetzt könnte man annehmen, dass die Ursache für den größeren Zeitdruck, der die Reichen und Mächtigen im Vergleich zu den Normalbürgern plagt, darin liegt, dass diese viel mehr und härter arbeiten. Doch Daniel Hamermesh entlarvt diese scheinbar plausible Erklärung als Trugschluss. Die Wohlhabenden klagen nämlich auch dann über Zeitmangel, wenn sie gar keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Andreas Salcher weiß: „Die Auflösung dieses Widerspruchs liegt ganz einfach darin, dass die Reichen viel mehr Möglichkeiten haben, ihre Wünsche zu verwirklichen.“ </p>
<p>Umgekehrt wird gerade dem Arbeitslosen, der so reich an Zeit ist, diese zur Last, weil er sich der gewohnten materiellen Möglichkeiten beraubt fühlt, noch schlimmer aber mit seinem Job oft auch seinen Stellenwert verloren hat. Die meisten Menschen verfügen im Vergleich zu ihren Vorfahren über mehr Möglichkeiten und haben daher weniger Zeit – und mehr Stress. Man weiß schon beim Kauf eines neuen Smartphones, dass man damit nicht alt wird. Zeitsparende Maschinen fressen Zeit, je mehr man sich ihnen widmet. Das Handy und wie man damit umgeht, liegt noch in der eigen Hand.</p>
<p><strong>Viele Menschen spüren ihre Bedürfnisse nicht mehr</strong></p>
<p>Andreas Salcher betont: „All das soll keine Verdammung unseres modernen Lebensstils sein, sondern zu der einfachen Erkenntnis zurückführen: Unser Stress entsteht nicht durch den Mangel an Zeit, sondern weil wir nicht bereit sind, auf etwas zu verzichten, schon gar nicht auf zusätzliche Optionen.“ So entsteht aus der Summe von einzelnen stressigen Tagen irgendwann ein gehetztes Leben, in dem man zwar immer beschäftigt ist, aber nie Zeit hat. Die westlichen Gesellschaften sind großartig darin, ständig neue Bedürfnisse zu wecken.</p>
<p>Viele Menschen sind ganz schlecht darin, ihre eigenen Bedürfnisse noch zu spüren. Es gibt eine kluge Regel, die aus John Naisbitts Buch „Mind Set!“ stammt: „Fügen Sie Ihrem Leben nichts hinzu, ohne etwas wegzulassen.“ Mindsets sind nach seinem Verständnis Fixsterne in den Köpfen der Menschen, an denen sich ihr Denken orientiert. Andreas Salcher rät: „Wann immer du eine neue Aufgabe übernehmen sollst oder willst, frage dich, welche du dafür aufgibst.“ Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/das-motto-nix-ist-fix-praegt-die-gesellschaft.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Aufenthalt in der Natur ist gesund</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-anregendes-umfeld.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-anregendes-umfeld.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=4885</guid>

					<description><![CDATA[Erst im letzten Jahrzehnt haben Neurowissenschaftler versucht zu erklären, warum sich Menschen nach einem Spaziergang im Wald besser fühlen. Vielleicht, weil die zerebrale Aktivität im präfrontalen Bereich des Gehirns dadurch abnimmt. Dabei handelt es sich um den Teil, der für Befehle, Entscheidungen und weitere komplexe Vorgänge verantwortlich ist. Lucy F. Jones ergänzt: „Der Körper könnte ... <a title="Der Aufenthalt in der Natur ist gesund" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-anregendes-umfeld.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Aufenthalt in der Natur ist gesund">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erst im letzten Jahrzehnt haben Neurowissenschaftler versucht zu erklären, warum sich Menschen nach einem Spaziergang im Wald besser fühlen. Vielleicht, weil die zerebrale Aktivität im präfrontalen Bereich des Gehirns dadurch abnimmt. Dabei handelt es sich um den Teil, der für Befehle, Entscheidungen und weitere komplexe Vorgänge verantwortlich ist. Lucy F. Jones ergänzt: „Der Körper könnte weniger Kortisol ausschütten, mit dem er auf Stress reagiert. Auch könnte der subgenuale präfrontale Kortex weniger aktiv sein, eine winzige Region des präfrontalen Kortex, die im Zusammenhang mit Traurigkeit, negativen Gedankenschleifen und Grübeln steht.“ Wenn sich ein Mensch in der Natur aufhält statt in einem urbanen nicht natürlichen Raum, tendiert sein Gehirn zu weniger Stress. Lucy F. Jones ist Journalistin und schreibt regelmäßig zu wissenschaftlichen Themen, Gesundheit, Umwelt und Natur für die BBC, The Guardian und The Sunday Times. <span id="more-4885"></span></p>
<p><strong>Ein anregendes Umfeld verändert das Gehirn positiv</strong></p>
<p>Der Aufenthalt in der Natur führt zudem zu besserer geistiger Gesundheit. In den 1960ern entdeckte ein Forscherteam der University of California, dass ein anregendes Umfeld tatsächlich die Gehirnstruktur positiv verändert. Das Fehlen visueller oder physischer Stimulation führt zu einem synaptisch ärmeren Gehirn. Gehirne werden umso stärker, je mehr man sie gebraucht. Lucy F. Jones stellt fest: „Und ein gesundes, starkes, aktives Gehirn bedeutet verbesserte kognitive Fähigkeiten, besseres Funktionieren und eine bessere Gedächtnisleistung.“ </p>
<p>Bei einem Spaziergang im Freien reagiert der Körper beispielsweise auf Temperaturschwankungen, Hindernisse auf dem Weg oder andere Spezies, die in der Vergangenheit eventuell als bedrohlich galten. Durch diese leichten Stressfaktoren bringt man das Nervensystem dazu, diverse Moleküle in die Blutbahn abzugeben und so die chemische Zusammensetzung des Körpers zu verändern. Auf der anderen Seite weiß man jedoch, dass das Stadtleben ein Risiko für die psychische Gesundheit ist. </p>
<p><strong>Zu viel Stress macht krank</strong></p>
<p>So treten beispielsweise Stimmungs- und Angststörungen bei Stadtmenschen häufiger auf. Auch leiden Menschen, die in Städten aufgewachsen sind, häufiger an Schizophrenie. Zudem kann das Leben in der Stadt Menschen anfälliger für sozialen Stress machen, einer der Risikofaktoren für psychische Probleme. Lucy F. Jones fügt hinzu: „In einem begrünten Viertel zu wohnen wird hingegen in Zusammenhang mit einem langsameren Abbau der kognitiven Fähigkeit im Alter gebracht.“ </p>
<p>Die Erkenntnis, dass zu viel Stress krank machen kann, ist in der westlichen Schulmedizin relativ neu. Erst in den 1920ern führte der amerikanische Psychologe Walter Cannon das Wort „Stress“ ein, als er zum ersten Mal die Kampf-oder-Flucht-Reaktion beschrieb. Lucy F. Jones erklärt: „Es wird angenommen, dass unser physiologisches System zunächst darauf gepolt war, schnell auf eine Bedrohung zu reagieren.“ Zum Beispiel auf das plötzliche Auftauchen eines Raubtiers. Heutzutage ist dieses System jedoch häufiger und dauerhafter aktiviert. Quelle: „Die Wurzeln des Glücks“ von Lucy F. Jones</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-anregendes-umfeld.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
