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	<title>Streit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Ein Streit muss nicht immer zerstörerisch sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 02:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche Konflikte überdauern Generationen und vernichten Familien oder ganze Völker. So hat die Natur diese Sache mit der Gerechtigkeit, mit Schuld- und Opfergefühlen sicher nie gewollt. Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Daneben gibt es Streitigkeiten ohne das Gerechtigkeitsthema: Manche wollen um jeden Preis ein Ziel erreichen oder bis zum bitteren Ende etwas Wichtiges – einen Menschen, ... <a title="Ein Streit muss nicht immer zerstörerisch sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-richtig-streiten.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Streit muss nicht immer zerstörerisch sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Konflikte überdauern Generationen und vernichten Familien oder ganze Völker. So hat die Natur diese Sache mit der Gerechtigkeit, mit Schuld- und Opfergefühlen sicher nie gewollt. Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Daneben gibt es Streitigkeiten ohne das Gerechtigkeitsthema: Manche wollen um jeden Preis ein Ziel erreichen oder bis zum bitteren Ende etwas Wichtiges – einen Menschen, eine Idee, Gesundheit oder etwas Materielles – verteidigen und schützen.“ Vielleicht ist ein Angriff reine Strategie, um den Status in einer Gruppe zu festigen. Es wäre als unfair, dem Schuldthema immer alle Schuld zu geben. Glücklicherweise muss ein Streit nicht immer zerstörerisch ablaufen. Arbeits-, Liebes- und Freundschaftsbeziehungen sind zum Beispiel nach gut gelösten Konflikten tragfähiger und vertrauensvoller als davor, weil Wichtiges geklärt oder verändert wurde, ohne dass dauerhafte Verletzungen passiert sind. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-6391"></span></p>
<p><strong>Mann ist seinen Gefühlen nicht wehrlos ausgeliefert</strong></p>
<p>Manchmal steigt einer der Beteiligten aufgrund vernünftiger Überlegungen aus oder tritt aus purer Angst den Rückzug an. Helga Kernstock-Redl nennt weitere Beispiele: „Vielleicht schätzt man die Lage als hoffnungslos ein, gibt auf – und reicht die Scheidung ein, wechselt Arbeitsplatz oder Wohnort.“ Ein „Ende mit Schrecken“ ist tatsächlich immer besser als schrecklicher Streit ohne Ende. Die gute Nachricht lautet also: Man ist den antreibenden Mechanismen und Gefühlen nicht wehrlos ausgeliefert.</p>
<p>Innere Gesetze lassen sich erkennen, diskutieren und verändern. Helga Kernstock-Redl weiß: „Gefühle beruhigen sich durch Gesprächspausen, Entschuldigungen, Gegenleistungen oder Neubewertung. Wege aus sachlichen Differenzen können gefunden werden – sobald es gelingt, sich nicht in das scheinbar so edle Ziel der Gerechtigkeit zu verrennen, sondern dem friedlichen Ausgang Priorität zu geben.“ Wenn Menschen aus verworrenen, eskalierten Schuld-Opfer-Konflikten herausfinden wollen, braucht es manchmal Schuldgefühle dafür. </p>
<p><strong>Es gibt konstruktive Wege in Richtung Frieden</strong></p>
<p>Eine Mitschuld zu erkennen und somit einen eigenen Anteil fühlbar zu machen, kann vieles verändern. Was wer, wenn wir die Schuldgefühle häufiger so nutzen, wie es von der Natur vorgehen ist? Helga Kernstock-Redl erklärt: „Dann hören wir auf, sie zornig zu verleugnen, sondern spüren sie, wollen sie loswerden und lassen und dadurch motivieren, konstruktive Wege in Richtung Frieden zu gehen: in Form von Schuldausgleich, Entschuldigung, der Bitte um Verzeihung oder anderen Schritten.“</p>
<p>So mancher Streit lässt sich durch eine Art vorbeugender Entschuldigung vermeiden. Das ist wohl der Grund, warum wir manchmal ein Kompliment einer Kritik voranstellen. Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Bei uns Menschen wählen Frauen im Durschnitt deutlich häufiger die Strategie der vorbeugenden Entschuldigung als Männer. Manche übertreiben das ziemlich und entschuldigen sich oft Dutzende Male pro Tag.“ Dahinter stehen allerdings nicht immer Schuldgefühle, sondern solche Formulierungen stellen lediglich Höflichkeitsfloskeln dar. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Streit ist kein Diskurs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jul 2025 07:12:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
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					<description><![CDATA[Svenja Flasspöhler schreibt: „Zunächst einmal gilt zu klären, worüber wir reden, wenn wir von „Streit“ reden. Dies umso mehr, als die Ermahnung, wir müssten wieder lernen zu streiten, dieser Tage so oft zu hören ist, dass sie in meinen Ohren schon wieder ein wenig wohlfeil klingt. Streit, da schwingt so herrlich mit, was und doch ... <a title="Der Streit ist kein Diskurs" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/streit-ist-kein-diskurs.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Streit ist kein Diskurs">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Svenja Flasspöhler schreibt: „Zunächst einmal gilt zu klären, worüber wir reden, wenn wir von „Streit“ reden. Dies umso mehr, als die Ermahnung, wir müssten wieder lernen zu streiten, dieser Tage so oft zu hören ist, dass sie in meinen Ohren schon wieder ein wenig wohlfeil klingt. Streit, da schwingt so herrlich mit, was und doch allen lieb und teuer ist.“ Wer streiten kann, setzt sich mit Andersdenkenden auseinander, hält die Meinungsfreiheit hoch. Wie sagte Ex-Kanzler Helmut Schmidt: „Eine Demokratie in der nicht gestritten wird, ist keine.“ Ein Satz, den sich eine große Wochenzeitung zu eigen gemacht hat, um ihre Rubrik „Streit“ zu bewerben, die vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde. Svenja Flasspöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des Philosophie Magazins. <span id="more-6170"></span></p>
<p><strong>Der Streit ist nie harmlos</strong></p>
<p>Streitens, so scheinst es, ist etwas Gutes, zumindest dann, bestimmte Benimmegeln berücksichtigt werden. Das ist alles nicht falsch und verfehlt doch das Spezifische das Phänomens. Svenja Flasspöhler betont: „Über das Streiten nachdenken heißt, sich von Illusionen zu betreiben. Der Streit ist nie harmlos. Der Abgrund der Vernichtung ist immer da. Bereits die Begriffsgeschichte weist eindrücklich auf Gewalt dieses Tuns hin, und war wohlgemerkt: eine physische Gewalt.</p>
<p>Vor zwei Jahrhunderts hieß streiten vor vornehmlich: kämpfen. Und zwar buchstäblich aufs Blut. Svenja Flasspöhler erklärt: „In unserer Zeit weisen Ausdrücke und Redewendungen wie „Schlagabtausch“ oder „Wortgefecht“ noch auf diese körperliche Dimension hin, die als Möglichkeit immer lauert.“ Wer „einen Streit vom Zaun bricht“, lässt einen Streit so heftig und plötzlich eskalieren, „wie man eine Latte – als Waffe – von nächsten Umzäunung bricht.“ Das Streit hat immer das Potenzial, in reale, physische Gewalt umzuschlagen.</p>
<p><strong>Streiten hat einem Perspektivwechsel nichts zu tun</strong></p>
<p>Eingedenk dieser Eskalatonispotenz zeugt der heutige Wortgebrauch von „Streiten“ dennoch von zunehmenden Pazifizierung moderner Gesellschaften. Genauer: von einem Prozess zivilisatorischer Sensibilisierung, der körperliche Gewalt einzudämmen und sprachlichem Aushandlungen und an ihre Stelle zu versucht. Wenn wir vor „Streiten“, meinen wir keinen Waffenkampf um Leben und Tod mehr. Wer „streitet“, kämpft nicht physisch, sondern verbal, und zwar am bestens fair, sachlich und lösungsorientient, getragen eigensteigenden Verstehen, der Fähigkeit zum Perspektivwechsel.</p>
<p>Womit wir allerdings sogleich bei der problematischen Aufweichung der Begriffs – und zwar im doppeltem Sinne – angelangt wären. Svenja Flasspöhler weiß: „Wer nämlich meint, es sei möglich, sich emphatisch und verständnisvoll zu streiten, hat noch nicht erfasst, was Streit ist.“ Streiten hat mit einem Perspektivwechsel, einem Aus-sich-Heraustreten, zunächst einmal nichts zu tun. Ein Mensch, der anfängt, den Gegenstand des Streits mit den Augen des anderen mit zu sehen, streitet schon nicht, sondern befindet sich bereits auf der Weg der Verständigung. Quelle: „Streiten“ von Svenja Flasspöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Konstruktiver Streit fördert die Kreativität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 02:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Verträglichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fähigkeit konstruktiv zu streiten, macht Menschen nicht nur zivilisierter; sie fördert auch die Entwicklung ihrer kreativen Muskeln. Adam Grant nennt ein Beispiel: „So zeigte eine klassische Studie, dass hochkreative Architekten eher als ihrer technisch kompetenten, aber weniger originellen Kollegen aus Elternhäusern stammten, in denen es viele Spannungen gegeben hatte.“ Sie wuchsen oft in Haushalten ... <a title="Konstruktiver Streit fördert die Kreativität" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/konstruktiver-streit-foerdert-die-kreativitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Konstruktiver Streit fördert die Kreativität">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fähigkeit konstruktiv zu streiten, macht Menschen nicht nur zivilisierter; sie fördert auch die Entwicklung ihrer kreativen Muskeln. Adam Grant nennt ein Beispiel: „So zeigte eine klassische Studie, dass hochkreative Architekten eher als ihrer technisch kompetenten, aber weniger originellen Kollegen aus Elternhäusern stammten, in denen es viele Spannungen gegeben hatte.“ Sie wuchsen oft in Haushalten auf, in denen „Spannungen  herrschten, sie sich aber sicher fühlten“. Der Psychologe Robert Albert schreibt: „Die zukünftige kreative Person stammt aus einer Familie, die alles andere als harmonisch ist, sondern eine, in der es hakelt.“ Die Eltern waren weder gewalttätig noch auffällig, doch sie scheuten sich nicht vor Konflikten. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der renommierten Wharton Business School. Seine Forschungsbeiträge im Bereich Motivation und Produktivität wurden vielfach ausgezeichnet. <span id="more-5736"></span></p>
<p><strong>Die Brüder Wright lernten aus der Erfahrung des Streits</strong></p>
<p>Statt ihren Kinder zu sagen, dass man sie sehen, aber nicht hören dürfe, ermutigten sie sie, für sich selbst einzutreten. Die Kinder lernten, auszuteilen – und einzustecken. Genau dies war bei Wilbur und Orville Wright der Fall. Adam Grant erklärt: „Als die Brüder Wright sagten, sie würden gemeinsam denken, meinten sie in Wirklichkeit, sie würden miteinander streiten. Debattieren war in ihrer Familie an der Tagesordnung.“ Obwohl der Vater Bischof der örtlichen Kirche war, hatte er in seiner Bibliothek auch Bücher von Atheisten und ermunterte die Kinder, sie zu lesen und zu diskutieren.</p>
<p>Sie entwickelten den Mut, für ihre Ideen zu kämpfen, und die Widerstandskraft, eine Auseinandersetzung zu verlieren, ohne ihre Entschlossenheit einzubüßen. Adam Grant ergänzt: „Wenn sie ihre Probleme lösten, dauerten die Auseinandersetzungen nicht nur Stunden, sondern Wochen und Monate. Sie hatten nicht ständig Streit, weil sie wütend waren. Sie stritten sich, weil sie es genossen und aus dieser Erfahrung lernten.“ Wilbur sinnierte: „Ich streite mich gern mit Orv.“ </p>
<p><strong>Konflikte verleihen unverträglichen Menschen Energie</strong></p>
<p>Solange sich Adam Grant erinnern kann, versucht er stets, den Frieden zu wahren. Vielleicht liegt es daran, dass seine Freunde ihn im Gymnasium fallen ließen. Vielleicht liegt es daran, dass meine Eltern sich scheiden ließen. Was immer der Grund sein mag, in der Psychologie gibt es einen Namen für sein Leiden: Man nennt es Verträglichkeit, und es ist eine der weltweit anerkannten Hauptdimensionen der Persönlichkeit. Verträgliche Menschen sind meist nett. Freundlich. Höflich. Kanadisch.</p>
<p>Adam Grants erster Impuls ist der, selbst die belanglosesten Konflikte zu vermeiden. Wenn Studenten Kursbewertungen vornehmen, ist eine der häufigsten Klagen die, dass er „zu nachsichtig mit dummen Kommentaren ist“. Unverträgliche Menschen sind gewöhnlich kritischer, skeptischer und herausfordernder – und sie werden eher als andere Mitglieder ihrer Peer Group Ingenieure und Anwälte. Sie fühlen sich nicht nur wohl, wenn es Konflikte gibt, es verleiht ihnen Energie. Quelle: „Think Again“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Technologien verschlingen Eltern und Kinder</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-streit-um-technologien-beherrscht-viele-familien.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2024 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Jonathan Haidt mit den Eltern von Jugendlichen redet, kommt das Gespräch oft auf Smartphones, soziale Medien und Videospiele. Die Geschichten, die Eltern ihm erzählen, weisen in der Regel einige Muster auf. Eines davon ist die Geschichte vom „ständigen Konflikt“. Jonathan Haidt erläutert: „Eltern versuchen, Regeln festzulegen und Grenzen zu ziehen und durchzusetzen. Doch es ... <a title="Technologien verschlingen Eltern und Kinder" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-streit-um-technologien-beherrscht-viele-familien.html" aria-label="Mehr Informationen über Technologien verschlingen Eltern und Kinder">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Jonathan Haidt mit den Eltern von Jugendlichen redet, kommt das Gespräch oft auf Smartphones, soziale Medien und Videospiele. Die Geschichten, die Eltern ihm erzählen, weisen in der Regel einige Muster auf. Eines davon ist die Geschichte vom „ständigen Konflikt“. Jonathan Haidt erläutert: „Eltern versuchen, Regeln festzulegen und Grenzen zu ziehen und durchzusetzen. Doch es gibt so viele elektronische Geräte, so viele Argumente dafür, dass die Regeln gelockert werden müssen, und so viele Möglichkeiten, die Regeln zu umgehen, dass das Familienleben mehr und mehr vom Streit um Technologien beherrscht wird.“ Familienrituale und grundlegende menschliche Beziehungen aufrechtzuerhalten, kann sich anfühlen, als müsste man einer ständig steigenden Flut widerstehen, einer Flut, die Eltern wie auch Kinder verschlingt. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-5682"></span></p>
<p><strong>Viele Eltern fühlen sich gefangen und machtlos</strong></p>
<p>Jonathan Haidt betont: „Bei den meisten Eltern, mit denen Jonathan Haidt spricht, dreht sich die Geschichte nicht um eine diagnostizierte psychische Erkrankung.“ Vielmehr ist es die grundlegende Sorge, dass hier etwas Unnatürliches vor sich geht und ihre Kinder etwas – tatsächlich fast alles – verpassen, während sich ihre Online-Stunden häufen. Doch manchmal haben die Geschichten eine noch düstere Note. Die Eltern haben das Gefühl, dass sie ihr Kind verloren haben. </p>
<p>Ganz egal, welchem Muster die Geschichte folgt, die sie erzählen, oder wie ernst sie ist – immer gleich ist die Ohnmacht der Eltern, die sich gefangen und machtlos fühlen. Jonathan Haidt stellt fest: „Die meisten Eltern wünschen ihren Kindern keine smartphonebasierte Kindheit, doch irgendwie hat sich die Welt auf eine solche Weise neu konfiguriert, dass jeder Vater, jede Mutter, die sich widersetzt, ihr Kind zu sozialer Isolation verdammt.“ In den 2000er-Jahren gab es kaum Anzeichen dafür, dass die psychische Gesundheit von Jugendlichen bedroht war.</p>
<p><strong>Anfang der 2010er-Jahre litten Teens zunehmend unter Angst und Depressionen</strong></p>
<p>Dann, Anfang der 2010er-Jahre änderte sich die Situation ganz plötzlich. Jonathan Haidt erklärt: „Was psychische Erkrankungen angeht, so hat jeder Einzelfall mehr als eine Ursache. Es gibt stets eine komplexe Hintergrundstory, bei der Gene, Kindheitserfahrungen und soziologische Faktoren eine Rolle spielen.“ Jonathan Haidt konzentriert sich auf die Frage, warum die Raten für psychische Erkrankungen zwischen 2010 und 2015 bei der Generation Z – und einigen späterer Millennials – in so vielen Ländern anstiegen, während ältere Generationen viel weniger betroffen waren. </p>
<p>Was geschah mit den Teens Anfang der 2010er-Jahre? Die Forschung muss herausfinden, wer seit wann unter was litt. Jonathan Haidt schreibt: „Wichtige Hinweise zur Lösung des Rätsels fanden wir, als wir uns eingehender mit Daten zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen beschäftigten. Der erste dieser Hinweise ist, dass sich die Zunahme auf Störungen im Zusammenhang mit Angst und Depressionen konzentriert, die in der Fachsprache der Psychiatrie als „internalisierende Störungen“ zusammengefasst werden.“ Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Zur Liebe gehören Streit und Versöhnung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/zur-liebe-gehoeren-streit-und-versoehnung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2023 01:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Versöhnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Man sollte die Liebe von Anfang an als Streit und Versöhnung betrachten. Demnach wäre es bedenklich, wenn in der Liebe nicht gestritten würde. Allerdings – es gibt keinen Souverän der Liebe. Peter Trawny stellt fest: „Auch die Haltung, die von vornherein Liebe als Versöhnung, und das heißt Streit, versteht, bleibt machtlos, wenn unerwartete Spannungen auftreten. ... <a title="Zur Liebe gehören Streit und Versöhnung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/zur-liebe-gehoeren-streit-und-versoehnung.html" aria-label="Mehr Informationen über Zur Liebe gehören Streit und Versöhnung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte die Liebe von Anfang an als Streit und Versöhnung betrachten. Demnach wäre es bedenklich, wenn in der Liebe nicht gestritten würde. Allerdings – es gibt keinen Souverän der Liebe. Peter Trawny stellt fest: „Auch die Haltung, die von vornherein Liebe als Versöhnung, und das heißt Streit, versteht, bleibt machtlos, wenn unerwartete Spannungen auftreten. Es gibt Zerwürfnisse, die Liebende an ihre Grenzen treiben; Auseinandersetzungen, die kaum noch Gemeinsamkeiten ermöglichen.“ Des sind gerade diese Situationen eines wahrhaftigen Liebeskriegs, in denen sich Liebe prüft und bewährt: Zeit der Treue. Liebe ist hart, man ist der oder dem Anderen in seiner Andersheit ausgesetzt. Diese Andersheit wird das eigene Begehren nicht bestätigen, sie wird es kränken, verletzen. Peter Trawny gründete 2012 das Matin-Heidegger-Institut an der Bergischen Universität in Wuppertal, dessen Leitung er seitdem innehat. <span id="more-4947"></span></p>
<p><strong>Unversehrte Freiheit führt niemals zur Liebe</strong></p>
<p>Peter Trawny erläutert: „Dasselbe gilt für die Geliebte. Sie wird an mir leiden, unglücklich sein, verzagen. Aber nur im Durchgang durch diese bösen Tage erhält Liebe ihre Geschichte, ihre erste und letzte Realität.“ Wer auf seiner Unversehrtheit und Freiheit besteht, wird niemals lieben. Er verwechselt den Genuss oder die Sicherheit der Begegnung mit Liebe. Wahrscheinlich hält er die Geliebte für austauschbar. Er setzt ihre Austauschbarkeit schon voraus, wenn sich nicht erfüllt, was er erwartet hatte.</p>
<p>Dabei ist nur der austauschbar, der die Arbeit der Liebe niemals anerkannt hat, der nicht weiß, dass das Glück der Liebe ihr Unglück in sich aufgenommen hat. Peter Trawny erklärt: „Liebe ist Krieg – ein vermutlich zu harter Satz. Er will sagen, dass Liebe mitten im Krieg ist, allerdings im Liebeskrieg, in einer Konfrontation also, die es eigentlich nur zwischen Liebenden geben kann.“ Denn es ist ja offenbar, dass man nur von seiner Geliebten mit einem Hass getroffen werden kann, der sich auf der Rückkehr der Liebe bildet.</p>
<p><strong>Die Intimität in der Liebe ist notwendig eine Kampfzone</strong></p>
<p>Dieser Hass ist nicht selten Anlass zu Gewalt, Mord und Selbstmord. Doch um gerade diese Katastrophen auszuschließen, muss man wissen, dass die Liebes-Intimität notwendig eine Kampfzone ist. Und dass der einzigartige Friede des gemeinsamen Atmens erst kommen wird, wenn man der oder dem Anderen erlaubt hat, das eigene Herz zu brechen. Die eigentliche Tragödie des Eros im Eros der Tragödie ist „Hippolytos“ von Euripides. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, Sohn des legendären Theseus, den Phaidra, die neue Gemahlin des Theseus, liebt.</p>
<p>Phaidra ist stolz – das treibt das Stück an und die Liebende zuletzt in den Tod. Peter Trawny weiß: „Dieser Stolz ist eine ambivalente Tugend. Einerseits gibt es die in der Stadt wichtigen Familien, die geachteten Besten, die stolz auf sich sind und auch sein dürfen. Andererseits ist Stolz, wenn er hartnäckig wird, ein Gefängnis.“ Man muss sich schämen, wenn man die Haltung verliert. Sich zu schämen ist für Phaidra das Letzte; lieber stirbt sie – allerdings rachsüchtig. Quelle: „Philosophie der Liebe“ von Peter Trawny</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Konflikte sollte man nicht totschweigen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-konflikte-vermeiden.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2023 01:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Menschen wollen nicht verletzen und wollen auch nicht verletzt werden. Daraus resultiert eine gewisse Schwellenangst. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Im Regelfall müssen wir erst einen langen Anlauf nehmen, bevor wir einen Konflikt ansprechen. Aber: Wer Streit vermeidet, erntet noch lange nicht Frieden.“ Im Gegenteil: Er verlagert den Streit nach innen. Er lässt die ... <a title="Konflikte sollte man nicht totschweigen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-konflikte-vermeiden.html" aria-label="Mehr Informationen über Konflikte sollte man nicht totschweigen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Menschen wollen nicht verletzen und wollen auch nicht verletzt werden. Daraus resultiert eine gewisse Schwellenangst. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Im Regelfall müssen wir erst einen langen Anlauf nehmen, bevor wir einen Konflikt ansprechen. Aber: Wer Streit vermeidet, erntet noch lange nicht Frieden.“ Im Gegenteil: Er verlagert den Streit nach innen. Er lässt die Konfliktlinie nicht da, wo sie hingehört: zwischen den Kontrahenten. Sondern zieht sie in sich hinein, ohne dass der andere sich dessen bewusst ist. Über kurz oder lang resultiert das in einer Implosion, zuweilen auch in einem eruptiven Akt. Verbreitet ist heutzutage auch das Blockdenken. Dabei handelt es sich um eine Sonderform des Tabus. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-4560"></span></p>
<p><strong>Elisabeth Noelle-Neumann prägt den Begriff der „Schweigespirale“</strong></p>
<p>Die digitalen Medien fördern die Lagerbildung nach dem Muster „0/1“, „Ja/Nein“, „Like/Dislike“. Dadurch entstehen Unterkollektive, die sich erkennen und abgrenzen, als Eigene und Fremde. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Im Unternehmen wird häufig unterschieden zwischen good guys und bad guys – und wir sind die Guten. Deshalb tut man jemandem aus dem eigenen Lager nicht weh, da mag er noch so viel Blödsinn reden.“ Haut aber umso mehr drauf bei jemandem aus dem anderen Lager, ohne dessen Argument zu prüfen.</p>
<p>Das hat gesellschaftlich weitreichende Folgen, sei es zwischen politischen Parteien, sozialen Gruppen oder Länderbünden. Die Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann setzte in den 70ern den Begriff der „Schweigespirale“ in die Welt. Damit beschrieb sie die Bereitschaft der Menschen, sich öffentlich zu ihrer Meinung zu bekennen. Diese Bereitwilligkeit hänge von der Einschätzung des umgebenden Meinungsklimas ab. Um nicht isoliert zu werden, bestehe die Tendenz, sich mit dieser allgemeinen Gesamtheit zu harmonisieren – obwohl man die Dinge vielleicht völlig anders sieht und bewertet. </p>
<p><strong>Alternativlose Lösungen gibt es nicht</strong></p>
<p>Reinhard K. Sprenger erläutert: „Man schweigt, weil man den „lieben Frieden“ nicht stören will, der Meinungstrend in eine andere Richtung geht oder der Chef an seinem Durchsetzungswillen keinen Zweifel lässt.“ Heute hat der Begriff der politischen Korrektheit Teile dieses Phänomens übernommen. Als Beispiel nennt Reinhard K. Sprenger das Schweigen großer Bevölkerungsteile zum „moralisch“ aufgerüsteten Themen wie Öko-, Flüchtlings- oder Gleichstellungspolitik. </p>
<p>Und wenn das Schweigen doch gebrochen wird, dann nur unter Vorbehalt: „Darf man das noch sagen?“ Der Begriff der „Lösungsfixierung“ bedeutet folgendes: Noch bevor über den Konflikt selbst gesprochen wird, steht die „einzig mögliche Lösung“ bereits fest. Sie ist „alternativlos“. Entsprechend selektiv wird das Gespräch geführt. Man lässt überhaupt nur Argumente zu, welche die fixierte Lösung stützen. Alle Augen richten sich auf das Minenspiel des Höchstrangigen, um zu sehen, welche Lösung vorentschieden ist. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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