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	<title>Selbstkontrolle &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Der Appetit auf Zucker ist nahezu unbegrenzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jan 2024 02:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine der interessantesten Konsequenzen der evolutionären Psychologie ist, dass sie viele Fehlfunktionen des menschlichen Denkens und Handelns erklären kann. Hanno Sauer weiß: „Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für eine solche Inkongruenz von Geist und Umwelt ist unser nahezu unbegrenzter Appetit auf Zucker. Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle für den menschlichen Körper, und Energie war meist vor ... <a title="Der Appetit auf Zucker ist nahezu unbegrenzt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hanno-sauer-evolutionaere-psychologie.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Appetit auf Zucker ist nahezu unbegrenzt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der interessantesten Konsequenzen der evolutionären Psychologie ist, dass sie viele Fehlfunktionen des menschlichen Denkens und Handelns erklären kann. Hanno Sauer weiß: „Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für eine solche Inkongruenz von Geist und Umwelt ist unser nahezu unbegrenzter Appetit auf Zucker. Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle für den menschlichen Körper, und Energie war meist vor allem eines: knapp.“ Es ergab daher Sinn für die Menschen, eine Disposition evolutionär ererbt zu haben, die dafür sorgte, dass sie keine Gelegenheit auslassen würden, Zucker zu sich zu nehmen. Solange Kohlenhydrate rar sind, bleibt diese Disposition auch adaptiv. Denn die Lust am Zucker motiviert die Menschen effektiv, eine für sie wichtige Energiequelle in sich aufzunehmen. Hanno Sauer ist Associate Professor of Philosophy und lehrt Ethik an der Universität Utrecht in den Niederlanden. <span id="more-5197"></span></p>
<p><strong>Die Moderne steigert den Bedarf ans Selbstkontrolle</strong></p>
<p>Hanno Sauer stellt fest: „In dem Moment, in dem wir unsere Umwelt evolutionärer Angepasstheit verlassen und durch Supermärkte und Tankstellen dauerhaft Zugang zu unbegrenzten Zuckervorräten haben, wird unsere Begierde zum Problem.“ Den evolutionären Imperativ, in Vorbereitung auf magere Zeiten immer so viel Energie wie möglich zu konsumieren, muss man von nun an willentlich einhegen. Die Psychologie des Menschen ist bedauerlicherweise mit einem ganzen Arsenal atavistischer Tendenzen ausgestattet.</p>
<p>Für diese stellt die moderne Gesellschaft eine zunehmend feindliche Umwelt dar. In dieser müssen die Menschen urzeitliche Instinkte, Denk- und Verhaltensmuster ständig mit großem Aufwand unterdrücken. Hanno Sauer erklärt: „Dies steigert den Bedarf an Selbstkontrolle und führt nach und nach zu einem diffusen Unbehagen in der Kultur.“ Denn diese eliminiert zwar die materiellen Nöte, intensiviert aber gleichzeitig die Ansprüche an die kognitive Disziplin. Dadurch perpetuiert sich eine paradoxe Wahrnehmung.</p>
<p><strong>Viele Menschen sind kognitiv überfordert</strong></p>
<p>Vom materiellen Wohlstand entwickelter menschlicher Gesellschaften scheint ein Glücksversprechen auszugehen. Dieses löst er jedoch nur frustrierend langsam und nie vollständig ein. Denn die Menschen bezahlen für jeden Zuwachs an sozialer Kompetenz mit einem Zuwachs an kognitiver Überforderung. Hanno Sauer erläutert: „Für eine Geschichte der Moral kommt es darauf an, welche Attribute unserer evolutionären Vergangenheit die Art und den Umfang unserer Kooperationsbereitschaft geformt haben.“ Man weiß, dass die Menschen über eine ungewöhnlich spontane und dabei erstaunlich flexible Bereitschaft zur Kooperation verfügen. Aber warum?</p>
<p>Die entscheidende Phase der spezifisch menschlichen Evolution fand in einer hochgradig volatilen Umwelt statt. Dies heißt nicht, dass das Wetter zu jener Zeit besonders unvorhersagbar gewesen wäre. Vielmehr bedeutet es, dass Populationen der Vorfahren der heute lebenden Menschen über Generationen hinweg mit rapiden und dramatischen klimatischen Umwälzungen zu tun hatten. Umwälzungen, die sonst langsamer oder weniger extrem ober beides verlaufen waren. Quelle: „Moral“ von Hanno Sauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Aggressionshemmung kann versagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 07:04:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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					<description><![CDATA[Zweifellos würde es in der Welt viel brutaler und gehässiger zugehen, wenn nicht die meisten Menschen recht gut mit Aggressionshemmungen ausgestattet wären. Aber ebenso klar ist, dass sie bei einigen Menschen nur schwach entwickelt. Selbst gut ausgeprägte Hemmungen können in bestimmten Situationen versagen. Hierfür kann es laut Hans-Peter Nolting verschiedene Gründe geben: „Ein in einer ... <a title="Die Aggressionshemmung kann versagen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-aggressionshemmung-kann-versagen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Aggressionshemmung kann versagen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zweifellos würde es in der Welt viel brutaler und gehässiger zugehen, wenn nicht die meisten Menschen recht gut mit Aggressionshemmungen ausgestattet wären. Aber ebenso klar ist, dass sie bei einigen Menschen nur schwach entwickelt. Selbst gut ausgeprägte Hemmungen können in bestimmten Situationen versagen. Hierfür kann es laut Hans-Peter Nolting verschiedene Gründe geben: „Ein in einer einzelnen Person liegender Grund ist die mangelnde Fähigkeit zur Selbstkontrolle, sei es etwa aufgrund einer Hirnschädigung, sei es, weil diese Fähigkeit in der Sozialisation nicht genügend gefördert wurde.“ In solchen Fällen handelt es sich um hemmungslose Menschen. Denn es gelingt ihnen nicht, sich zu einem unaggressiven Verhalten zu zwingen. Dr. Hans-Peter Nolting beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Themenkreis Aggression und Gewalt, viele Jahre davon als Dozent für Psychologie an der Universität Göttingen. <span id="more-2515"></span></p>
<p><strong>Das moralische Verbot der Aggression gilt nicht absolut</strong></p>
<p>Allerdings kann auch ohne eine solche Schwäche die Selbstkontrolle in kritischen Situationen versagen. Etwa unter akutem Alkoholeinfluss oder aufgrund hoher emotionaler Erregung. Faktoren wie diese werden bekanntlich auch von Gerichten gewürdigt, wenn es etwa darum geht, ob ein Gewaltverbrechen als Mord oder Totschlag zu werden ist. Selbst die besonders wichtigen moralischen Hemmungen sind nicht unerschütterlich. Sondern sie können durch inhaltliche Rechtfertigungen außer Kraft gesetzt werden, sogar in schwerwiegenden Fällen.</p>
<p>Hans-Peter Nolting erklärt: „Denn für kaum einen Menschen gilt das moralische Aggressionsverbot ganz streng und absolut. Vielmehr lassen die persönliche Wertordnung sowie die jeweilige Kultur so manche Ausnahme zu.“ Eine nahezu universelle Ausnahme lautet: Verteidigung. Man darf zwar nicht als Erster angreifen, man darf sich aber schützen. Das Problem ist nur, dass Begriffe wie Verteidigung, Abwehr oder Schutz sehr dehnbar sind. Wohl jeder aber akzeptiert zumindest Notwehr oder Nothilfe bei Gefahr für Leib und Leben.</p>
<p><strong>Manche Menschen begehen Böses aus ganz banalen Gründen</strong></p>
<p>Übrigen werden auch Vergeltungsakte häufig als Verteidigung ausgegeben, und manche Menschen oder Subkulturen sehen die Vergeltung ohnehin als eine legitime Ausnahme an. Wenn ein Mensch aufgrund solcher Rechtfertigungen sein Handeln nicht mehr als verwerflich ansieht, verlieren seine moralischen Einstellungen an Gewicht. Und falls er dennoch Hemmungen verspürt, werden sie sich möglicherweise nicht durchsetzen. Sofern er die Verantwortung für sein Tun nicht bei sich selbst, sondern bei anderen sieht. Das entlastet ihn moralisch und vermindert zugleich die Furcht vor negativen.</p>
<p>Die verschobene Verantwortung spielt vor allem eine bedeutsame Rolle, wenn man im Auftrag einer höhergestellten Person oder auf Druck einer Gruppe Dinge tut, die der eigenen Einstellung eigentlich zuwiderlaufen. Der betroffene Mensch mag zwar noch einen inneren Konflikt erleben, führt die aggressive Handlung dennoch aus. Das Banale am Bösen liegt für Hans-Peter Nolting darin, dass ein Mensch das Böse aus ganz banalen Beweggründen begeht. Dabei geht es um die Motive seines Handelns, um die Tatmotive. Quelle: „Psychologie der Aggression“ von Hans-Peter Nolting</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Echte Selbstkontrolle braucht wenig Willenskraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2021 07:47:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mit guter Selbstkontrolle bewältigen ihr Leben im Voraus. Dazu setzen sie unbewusster Mittel der Selbstregulation ein. Damit machen sie „notwendige Übel“ wie gesunde Ernährung, Sport und Studium zu einem alltäglichen Teil ihres Lebens. Die positiven Aktivitäten werden zu routinemäßigen Angewohnheiten. Deshalb kostet es keine großen Kämpfe mehr, mit ihnen zu beginnen oder die Abneigung ... <a title="Echte Selbstkontrolle braucht wenig Willenskraft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/echte-selbstkontrolle-braucht-wenig-willenskraft.html" aria-label="Mehr Informationen über Echte Selbstkontrolle braucht wenig Willenskraft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen mit guter Selbstkontrolle bewältigen ihr Leben im Voraus. Dazu setzen sie unbewusster Mittel der Selbstregulation ein. Damit machen sie „notwendige Übel“ wie gesunde Ernährung, Sport und Studium zu einem alltäglichen Teil ihres Lebens. Die positiven Aktivitäten werden zu routinemäßigen Angewohnheiten. Deshalb kostet es keine großen Kämpfe mehr, mit ihnen zu beginnen oder die Abneigung gegen sie zu überwinden. John Bargh erläutert: „Die bewusste, mühevolle Selbstkontrolle ist zu anstrengend und zu unzuverlässig, wie wir wissen, anfällig für Rationalisierungen und Ausreden.“ Denn echte, effektive Selbstkontrolle ist mit dem Einsatz von weniger statt mehr Willenskraft und Anstrengung bei der Ausführung der gewünschten Handlungen verbunden. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University. Dort leitet er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory. <span id="more-2473"></span></p>
<p><strong>Unerwünschte äußere Reflexe muss man ausschalten</strong></p>
<p>Personen mit einer guten Selbstkontrolle sind weniger Versuchungen ausgesetzt als andere und müssen sich generell weniger kontrollieren. Manche Menschen folgern daraus, dass Personen mit guter Selbstkontrolle einfach nicht dieselben starken Bedürfnisse haben wie die anderen. Der Dichter William Blake dachte jedenfalls so: „Diejenigen, die ihr Verlangen bezähmen, tun dies, weil das ihre schwach genug ist, bezähmt zu werden.“ Doch wie es scheint, irrte sich William Blake.</p>
<p>In Wirklichkeit organisieren effektive Selbstkontrolleure ihre Umgebung so, dass derartige verführerische Reize und Gelegenheiten gar nicht auftreten. Wenn sie einkaufen gehen, lassen sie die ungesunden Snacks liegen. Und wenn sie ihren Alkoholkonsum reduzieren wollen, verzichten sie darauf, ihre Hausbar besser auszustatten. Das ist die Kehrseite der Verwendung externer Signale zur Förderung des gewünschten Verhaltens. Hier besteht der Trick stattdessen darin, die unerwünschten äußeren Reflexe auszuschalten.</p>
<p><strong>Die Veränderung der Umgebung verändert das Verhalten</strong></p>
<p>Kentaro Fujita, Experte für Selbstkontrolle und Motivationsforscher an der Ohio State University, erklärt: „Der wirklich gute Diätpatient würde sich keinen Cupcake kaufen. Er wäre gar nicht erst an einer Konditorei vorbeigegangen. Und beim Anblick des Cupcakes hätte er eine Möglichkeit gefunden, igitt statt lecker zu sagen.“ Habituelle Verhaltensweisen sind in der regelmäßigen täglichen Umgebung begründet. Sie werden von ihr automatisch und unbewusst ausgelöst und aufrechterhalten.</p>
<p>Der beste Weg zur Veränderung des Verhaltens besteht für John Bargh deshalb in der Veränderung der Umgebung. Er rät: „Verbinden Sei die guten Angewohnheiten, die Sie sich gern zulegen möchten, mit einem Ort, den sie regelmäßig aufsuchen, und zu einem festen Zeitpunkt.“ Und was die schlechten Angewohnheiten betrifft, die man ablegen will: „Entfernen Sie die Reize und Gelegenheiten, die sie unterstützen, aus Ihrer Umgebung.“ Das Unbewusste wirkt sich stark und oftmals unsichtbar auf das Verhalten eines Menschen aus, manchmal sogar auf furchterregende Weise. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Entwicklungsziel bei einem Kind ist die Selbstkontrolle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2020 06:38:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ohne ein eigenes Selbst kann es keine Selbstkontrolle und damit auch keine Selbststeuerung geben. Voraussetzung für die Selbstkontrolle ist die Fähigkeit, Regeln zu begreifen, diese zu beachten und vor allem bei Bedarf eigene Impulse zu hemmen. Joachim Bauer betont: „Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräften stellt sich ab dem dritten Lebensjahr die Aufgabe, das Kind bei der ... <a title="Das Entwicklungsziel bei einem Kind ist die Selbstkontrolle" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-entwicklungsziel-bei-einem-kind-ist-die-selbstkontrolle.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Entwicklungsziel bei einem Kind ist die Selbstkontrolle">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne ein eigenes Selbst kann es keine Selbstkontrolle und damit auch keine Selbststeuerung geben. Voraussetzung für die Selbstkontrolle ist die Fähigkeit, Regeln zu begreifen, diese zu beachten und vor allem bei Bedarf eigene Impulse zu hemmen. Joachim Bauer betont: „Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräften stellt sich ab dem dritten Lebensjahr die Aufgabe, das Kind bei der Erkundung der Welt zu ermutigen. Sie müssen es bei der Entwicklung seiner Fähigkeiten zu planvollem Vorgehen anzuleiten, sein Sozialverhalten lenken und ihm deutlich machen, was richtig und was falsch ist.“ Bei diesem Prozess wird nicht nur sehr viel Entdeckerfreude und Glück erlebt. Ebenso kommt es – für Kind, Eltern und Erzieherinnen – zu Frustrationen, die ausgehalten werden müssen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2366"></span></p>
<p><strong>Eltern müssen manchmal auch Nein sagen</strong></p>
<p>Denn das – letzten Endes ja dem Kind dienende – Entwicklungsziel der Selbstkontrolle kann nur auf folgende Weise erreicht werden: Wenn das Kind dazu angehalten wird, dort, wo es im Dienste der Gemeinschaft erforderlich ist, eigene Impulse zu bremsen, Aufschub zu ertragen und, wo nötig und begründet, Verzicht zu üben. Eltern und Erzieherinnen – und mit ihnen das Kind – müssen lernen, Nein zu sagen. Was Kinder und Jugendliche heute außerdem lernen müssen, ist Konzentration, planvolles Handeln, Selbstkontrolle und soziale Kompetenz.</p>
<p>Joachim Bauer kritisiert: „Was unseren Kindern fehlt, sind Erwachsene – vor allem Väter –, welche die erforderliche Zeit aufbringen, um sie beim Erwerb dieser Kompetenzen anzuleiten.“ Hinzu kommt, dass viele Eltern heute unsicher sind, ob sie ihr Kind bei der Erziehung frustrieren dürfen. Viele Erwachsene, denen die Erinnerung an die grausame schwarze Pädagogik früherer Zeiten immer noch in den Knochen steckt, fürchten offenbar, ihrem Kind zu schaden, wenn es tatsächlich aber darauf ankäme, dem Kind etwas abzufordern, ihm wohlbegründete Grenzen zu setzen oder ein klares Nein auszusprechen.</p>
<p><strong>Fehlende Impulskontrolle sabotiert den freien Willen</strong></p>
<p>Viele Eltern kapitulieren umgehend, wenn ihr Kind protestiert oder eine Szene macht. Tatsächlich schaden Eltern ihrem Kind, wenn sie ständig nachgeben. Joachim Bauer weist allerdings darauf hin: „Die notwenigen erzieherischen Hinweise an das Kind müssen allerdings altersangemessen, mit begleitenden Erklärung und immer unter dem Vorzeichen ihrer Sinnhaftigkeit gegeben werden.“ Über einen freien Willen verfügt nur, wer seine Aufmerksamkeit steuern, mehrere relevante Aspekte gleichzeitig im aktuellen Bewusstsein – im sogenannten Arbeitsgedächtnis – halten, sich realistische Ziele setzen, den Weg dorthin erkennen und mehrere mögliche Ziele gegeneinander abwägen kann.</p>
<p>Vor allem aber setzt eine freie Willensentscheidung die Fähigkeit voraus, eigene spontane Impulse hemmen zu können. Diese Fähigkeiten, die sogenannten exekutiven Funktionen, sind die entscheidenden Werkzeuge des freien Willens. Ein besonders übler Saboteur der freien Willensentscheidung ist die fehlende Impulskontrolle. Joachim Bauer erklärt: „Wer auf jeden Reiz reagieren muss, auf jede Provokation in Zorn gerät und keiner Versuchung widerstehen kann, dessen Verhalten ist auf Reiz-Reaktions-Abläufe reduziert. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Mensch besitzt keinen komplett freien Willen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2020 05:15:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Die bewussten Gedanken eines Menschen spielen in seinem Leben eine bedeutende Rolle. John Bargh stellt fest: „Das heißt, Sie besitzen einen „freien Willen“, gemäß dem, was Psychologen darunter verstehen. Aber er ist nicht ganz so frei und so allmächtig, wie Sie vielleicht geglaubt haben.“ Denn es gibt viele Einflüsse, deren sich ein Mensch im Allgemeinen ... <a title="Der Mensch besitzt keinen komplett freien Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-besitzt-keinen-komplett-freien-willen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Mensch besitzt keinen komplett freien Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die bewussten Gedanken eines Menschen spielen in seinem Leben eine bedeutende Rolle. John Bargh stellt fest: „Das heißt, Sie besitzen einen „freien Willen“, gemäß dem, was Psychologen darunter verstehen. Aber er ist nicht ganz so frei und so allmächtig, wie Sie vielleicht geglaubt haben.“ Denn es gibt viele Einflüsse, deren sich ein Mensch im Allgemeinen nicht bewusst ist. Diese unterliegen folglich nicht seiner Kontrolle. Darum ist es der erste Schritt zur Kontrolle oder zur Nutzung dieser verborgenen Einflüsse, sie in den Blick zu nehmen. Es ist ratsam, sich ihrer stärker bewusst zu werden. Wer so tut, als gäbe sie sie nicht, und darauf beharrt, er hätte alles unter Kontrolle und besäße einen komplett freien Willen, derjenige wird scheitern. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2353"></span></p>
<p><strong>Unbewusste Selbstkontrolle ist sehr effektiv</strong></p>
<p>Es lohnt sich zu akzeptieren, dass man keinen komplett freien Willen und auch keine allumfassende bewusste Kontrolle besitzt. Denn dann nimmt der Grad des wirklich vorhandenen freien Willens und der wirklich existierenden Kontrolle zu. Wer dagegen steif und fest behauptet, Werbung oder Überzeugungsversuche anderer Menschen beeinflussten ihn nicht, ist von anderen am leichtesten zu kontrollieren. Besteht man darauf, dass die Handlungen anderer keinen Einfluss darauf haben, was man selbst tut, ist man offen für Ansteckungseffekte.</p>
<p>Wie sich herausstellt, sind solche Menschen auch weniger zu einer wirksamen Selbstkontrolle fähig. Denn sie glauben, alles durch den bewussten Einsatz von Willenskraft erreichen zu können. Darum verzichten sie auf die unbewussten Mittel zur Selbstkontrolle, die sich jedoch als die effektivsten erweisen. John Bargh sagt: „Zweifellos sein wir die Kapitäne unserer Seele, und es klingt großartig, ein Kapitän zu sein. Aber wie in allen anderen Lebensbereichen gibt es auch hier schlechte und gute.“</p>
<p><strong>Willenskraft führt nicht zur wirksamsten Selbstkontrolle</strong></p>
<p>Nur wer die Wirkmacht dieser verborgenen Einflüsse anerkennt, hat eine Chance, ihnen etwas entgegenzusetzen und wirklich „Herr im Haus“ zu werden. Das ist ein Gewinn. Aber es kommt noch besser. Indem man einen Teil der Kontrolle an diese unbewussten Kräfte delegiert, gelingt es einem eher, seine bewussten, intentionalen Ziele zu erreichen. John Bargh erläutert: „Sie nehmen die Dienste der unbewussten Kräfte in Anspruch, sodass sie an diesen wichtigen Zielen arbeiten, während Sie selbst mit den Gedanken woanders sind, und nutzen ihre kreativen Problemlösungen.“</p>
<p>Die wirksamste Selbstkontrolle erfolgt also nicht durch den Einsatz von Willenskraft. Und auch nicht durch den angestrengten Versuch, Impulse und unerwünschte Verhaltensweisen zu unterdrücken. Sie beruht auf der effizienten Nutzung der unbewussten Kräfte des Geistes, denen diese Selbstkontrolle weitaus müheloser gelingt. Tatsächlich sind Menschen, die sich besser unter Kontrolle haben, nicht diejenigen, die mehr Willenskraft einsetzen als all die anderen nicht so erfolgreichen Menschen. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Selbstüberforderung führt zu gesundheitlichen Einbrüchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 06:49:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Jede Störung der Balance zwischen den kurzfristigen Bedürfnissen, die im Triebsystem verankert sind, und den längerfristigen Interessen, die man mithilfe des Präfrontalen Cortex verfolgt, kann die Gesundheit und das Glück eines Menschen beeinträchtigen. Joachim Bauer erklärt: „Aufgabe der Selbststeuerung ist es daher, auf eine gute Balance zwischen auf längerfristige Entwicklungsziele gerichteten Zukunftswünschen und Ansprüchen, die ... <a title="Selbstüberforderung führt zu gesundheitlichen Einbrüchen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbstueberforderung-fuehrt-zu-gesundheitlichen-einbruechen.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbstüberforderung führt zu gesundheitlichen Einbrüchen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jede Störung der Balance zwischen den kurzfristigen Bedürfnissen, die im Triebsystem verankert sind, und den längerfristigen Interessen, die man mithilfe des Präfrontalen Cortex verfolgt, kann die Gesundheit und das Glück eines Menschen beeinträchtigen. Joachim Bauer erklärt: „Aufgabe der Selbststeuerung ist es daher, auf eine gute Balance zwischen auf längerfristige Entwicklungsziele gerichteten Zukunftswünschen und Ansprüchen, die auf die Befriedigung aktueller Bedürfnisse zielen, zu achten. Die dunkle Seite des Präfrontalen Cortex ist seine Tendenz, weit über den Tag hinausreichende Vorhaben oder Vorgehensweisen zu entwerfen, welche die Menschlichkeit außer Acht lassen. Selbstüberforderungen durch überzogene Zielvorstellungen lassen sich in vielen individuellen Biographien erkennen und sind ein häufiger Grund für gesundheitliche Einbrüche, auch dafür, dass Menschen ärztlicher oder psychotherapeutischer Hilfe bedürfen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2102"></span></p>
<p><strong>In der Arbeitswelt nimmt der Leistungs- und Zeitdruck massiv zu</strong></p>
<p>Überhöhte Ansprüche und Anforderungen an die eigene Leistungs- oder Anpassungsfähigkeit begünstigen die Entwicklung von Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen oder können psychosomatische Krankheiten zur Folge haben. Joachim Bauer ergänzt: „Antreiber zu Leistung und Anpassung, welche die für unsere Gesundheit erforderliche Balance zwischen spontanen und zukünftigen Bedürfnissen gefährden, haben ihren Ursprung nicht nur in uns selbst, sondern sind auch im gesellschaftlichen Raum reichlich vorhanden. </p>
<p>Die Antreiber sind diffuse, schwer identifizierbare, im System versteckte Kräfte. Joachim Bauer erläutert: „Versteckt sind sie vor allem in der Arbeitswelt, wo wir seit Jahren eine Verdichtung der Arbeit, eine massive Zunahme von Leistungs- und Zeitdruck sowie zunehmende Arbeitsplatzunsicherheit verzeichnen.“ Das bedeutet für die individuelle Selbststeuerung eine Herausforderung, die man nur durch Solidarisierung mit anderen angehen kann. Denn jeder Mensch sehnt sich nach einem Mindestmaß an guten Gefühlen. </p>
<p><strong>Alkohol schwächt die Selbstkontrolle</strong></p>
<p>Die Ergebnisse einer Untersuchung machen deutlich, dass sich die Mehrheit der Deutschen im Ringen um Selbstkontrolle mit Versuchungen auseinandersetzt, die der körperlichen und psychischen Gesundheit abträglich sind. Joachim Bauer stellt fest: „Durch den Wunsch nach Bequemlichkeit, Ablenkung oder Konsum begründete Laster sind nicht nur eine Folge geschwächter Selbststeuerung, sondern bilden ihrerseits auch eine Ursache ihrer weiteren Schwächung.“ Am deutlichsten zeigt sich dies beim Genussmittel Alkohol.</p>
<p>Wenn die Selbstkontrolle geschwächt ist, konsumiert man ihn in deutlich größeren Mengen als sonst. Seine Wirkung auf das Gehirn besteht wiederum vor allem darin, dass er die Selbstkontrolle noch weiter schwächt, weil er den Präfrontalen Cortex matt setzt. Der Alkohol ist nicht nur ein Narkosemittel, welches die Selbstkontrolle schlafen legt. Er sabotiert auch die Selbstfürsorge, denn er ist, was gerne verdrängt wird, ein Krebsrisiko ersten Ranges. Hinzu kommt, dass er in der Leber eine chronische Entzündung verursacht und den Herzmuskel schädigt. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbstkontrolle verhindert aggressives Verhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2018 08:30:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Aggressivität]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
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					<description><![CDATA[Um die sichtbare Aggressivität eines Menschen zu verstehen, reicht es nicht aus, nur auf die treibenden Faktoren zu schauen, sondern ebenso muss man auch die hemmenden Faktoren berücksichtigen, vor allem Angst vor negativen Folgen sowie moralische Einstellungen. Durch sie ist die sichtbare Aggressivität bei den meisten Menschen viel geringer als die inneren Tendenzen. Hans-Peter Nolting ... <a title="Selbstkontrolle verhindert aggressives Verhalten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbstkontrolle-verhindert-aggressives-verhalten.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbstkontrolle verhindert aggressives Verhalten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um die sichtbare Aggressivität eines Menschen zu verstehen, reicht es nicht aus, nur auf die treibenden Faktoren zu schauen, sondern ebenso muss man auch die hemmenden Faktoren berücksichtigen, vor allem Angst vor negativen Folgen sowie moralische Einstellungen. Durch sie ist die sichtbare Aggressivität bei den meisten Menschen viel geringer als die inneren Tendenzen. Hans-Peter Nolting erläutert: „Bei einem Teil der hochaggressiven Personen sind solche Hemmungen nur schwach ausgeprägt. Psychopathen haben keine Angst vor negativen Folgen, ebenso wie Despoten, eine positive Einstellung zu Gewalt und aggressiver Machtausübung.“ In anderen Fällen aber sin die Hemmungen des betreffenden Menschen immerhin so gut entwickelt, dass er gewöhnlich unaggressiv, wenn nicht sogar liebenswürdig erscheint. Dr. Hans-Peter Nolting beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Themenkreis Aggression und Gewalt, viele Jahre davon als Dozent für Psychologie an der Universität Göttingen. <span id="more-1915"></span></p>
<p><strong>Straftäter verfügen nur über eine schwache Selbstkontrolle</strong></p>
<p>Diese Menschen leben ihre aggressive Neigung, wie etwa sexuellen Sadismus, ausschließlich in risikolosen Situationen aus. Andere Täter sind so „überkontrolliert“, dass sie jede aggressive Äußerung oder auch nur energisches Auftreten vermeiden und daher selber wiederholt zum leichten Opfer werden – bis sie einmal in einer kritischen Situation „überreagieren“. Des Weiteren gibt es Menschen, die über Monate oder Jahre auf eine einzige Gewalthandlung hinarbeiten, etwa ein Attentat oder einen Amoklauf, und dabei weitgehend zu verbergen wissen, welche Verbrechen sie jeden Tag in ihrer Phantasie verüben. </p>
<p>Hans-Peter Nolting erklärt: „Um aggressives Verhalten zu vermeiden, braucht man häufig ein beachtliches Maß an Selbstkontrolle, und die ist nicht nur eine Frage des Wollens, sondern auch des Könnens. Manchen Menschen möchten sich im Zaume halten, aber ihre Fähigkeit zur Selbststeuerung reicht nicht aus.“ Eine schwache Selbstkontrolle ist nach dem amerikanischen Sozialpsychologen Roy Baumeister eine typische Problematik vieler Straftäter. Sie haben ihre Affekte bei Streitigkeiten weniger unter Kontrolle aus die meisten Menschen. </p>
<p><strong>Das Verhalten eines Menschen ist eine Frage seiner Kompetenzen</strong></p>
<p>Viele Straftäter neigen zudem auch zu ungezügeltem Konsum von Alkohol, Nikotin und Drogen, ebenso zu impulsiven sexuellen Handlungen. Sie verursachen überdurchschnittlich oft Unfälle im Straßenverkehr, gehen unvernünftig und planlos mit Geld um und verlieren schnell wieder einen Job, weil sie nicht pünktlich zur Arbeit erscheinen und bei anstrengenden Aufgaben nicht durchhalten. Gewiss hängt das Verhalten eines Menschen maßgeblich davon ab, was er anstrebt oder was er vermeiden möchte – aber eben auch davon, was er kann oder was er nicht kann.</p>
<p>Aggressives ebenso wie sozial-positives Verhalten ist immer auch zu einem Gutteil eine Frage von Kompetenzen: körperlichen, sprachlichen und kognitiven. Für Prügeleien braucht man Körperkräfte, für Spott und Häme braucht man den passenden Wortschatz, und der Gebrauch von Waffen muss in der Regel eigens trainiert werden. Auf der sozial-positiven Seite kann demgegenüber beispielsweise eine gute Kompetenz in der Kommunikation helfen, eine aufgeheizte Stimmung zu entschärfen oder einen Konflikt friedlich zu regeln. Quelle: „Psychologie der Aggression“ von Hans-Peter Nolting</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbststeuerung ist keine angeborene Eigenschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2018 06:02:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Besonders hilfreich kann das Wissen um die Geheimnisse der Selbststeuerung bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen sein, deren Selbststeuerung meistens noch zu wünschen übrig lässt. Diesen Mangel kann man den Jungen allerdings nicht verübeln, denn eine funktionierende Selbststeuerung ist keine angeborene Eigenschaft. Angeboren ist lediglich die Fähigkeit, sie zu erwerben. Bei diesem Erwerb spielen die Erwachsenen eine entscheidende Rolle, der sie allerdings seit geraumer Zeit nicht mehr hinreichend nachkommen. Joachim Bauer stellt fest: „Jeder Mensch ist anders. Daher gibt es nicht den einen, richtigen Weg zu guter Selbststeuerung. Jede und jeder muss sie eigene, für sich persönlich richtige Route finden.“ Zur Kunst der Selbststeuerung gehört, auf zahlreiche, der bewussten Wahrnehmung leicht entgehende Versuche der Beeinflussung zu achten. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-1888"></span></p>
<p><strong>Ohne Selbstkontrolle geht viel Freiheit verloren</strong></p>
<p>Gnadenlose Selbstkontrolle macht allerdings keinen Sinn. Die pauschale Verfolgung triebhafter Grundbedürfnisse und eine feindselige Haltung gegenüber den genüsslichen Seiten des Lebens sind unmenschlich, destruktiv und letztlich zum Scheitern verurteilt. Umgekehrt allerdings reduziert der Wegfall von Selbstkontrolle das Verhalten des Menschen auf Automatismen von Reiz und Reaktion, ein Trend, der sich in den letzten Jahren vor allem in den westlichen Wohlstandländern beobachten lässt.</p>
<p>Wer keine Selbstkontrolle ausüben kann, für den ist jeder Reiz, der unmittelbare Befriedigung verspricht, eine unwiderstehliche Versuchung. Ohne Selbstkontrolle gibt man den Freiheitsraum, der sich einem dadurch bietet, dass man mehrere Handlungsmöglichkeiten gegeneinander abwägt, verloren. Joachim Bauer warnt: „Tatsächlich ist dieser Freiheitsraum – und damit der freie Wille des Menschen – massiv bedroht.“ Das Zustandekommen einer Entscheidung erfolgt nicht im luftleeren Raum, sondern immer in einem Zusammenhang. </p>
<p><strong>Ohne Nervensystem sind mentale Prozesse nicht vorstellbar</strong></p>
<p>Dieser Kontext wird von der Biologie des menschlichen Körpers, der ihn umgebenden materiellen Welt, den gesellschaftlichen Verhältnissen und den sozialen Beziehungen gebildet. Alle diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig. Sie erzeugen die zahlreichen Vorbedingungen der Existenz und bilden gemeinsam den Rahmen für die Entscheidungsfindungen. Zur Freiheit des Willens äußerte Jean-Paul Sartre (1905 – 1980) die Überzeugung, „dass der Mensch immer etwas aus dem machen kann, was man aus ihm macht.“<br />
Jean-Paul Sartre fährt fort: „Freiheit ist jene kleine Bewegung, die aus einem völlig gesellschaftlich bestimmten Menschen ein Wesen macht, der nicht in allem das darstellt, was von seinem Bedingtsein herrührt.“ </p>
<p>Die Hirnforscher gehen hingegen davon aus, dass alles menschliche Fühlen, Denken und Handeln neurobiologische Korrelate hat. Ohne Nervensystem sind mentale Prozesse, jedenfalls aus naturwissenschaftlicher Sicht, nicht vorstellbar. Frei kann der menschliche Wille jedenfalls nicht in dem Sinne sein, dass er sich losgelöst von seinen neurobiologischen Korrelaten und unabhängig von den vielen Vorbedingungen bilden könnte, von denen die menschliche Existenz abhängt. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2018 09:46:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbststeuerung ist möglich, wenn ein Mensch seine Denkprozesse automatisch leitet. Wenn er Situationen erlebt, interpretiert und Schlüsse zieht, versucht sein Bewusstsein, die Übersicht zu behalten und alles zu durchleuchten, was im Inneren auftaucht. Allan Guggenbühl fügt hinzu: „Wie wir unser inneres Geschehen wie auch Außenwahrnehmung gewichten und ordnen, hängt von unseren Erfahrungen und unserem Persönlichkeitstyp ... <a title="Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbstkontrolle-macht-einen-menschen-handlungsfaehig.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbststeuerung ist möglich, wenn ein Mensch seine Denkprozesse automatisch leitet. Wenn er Situationen erlebt, interpretiert und Schlüsse zieht, versucht sein Bewusstsein, die Übersicht zu behalten und alles zu durchleuchten, was im Inneren auftaucht. Allan Guggenbühl fügt hinzu: „Wie wir unser inneres Geschehen wie auch Außenwahrnehmung gewichten und ordnen, hängt von unseren Erfahrungen und unserem Persönlichkeitstyp ab.“ Doch unabhängig davon, ob man sich als Denk-, Empfindungs-, Gefühls- oder intuitiven Typ versteht, diszipliniert man als Individuum den inneren Zirkus. Der Mensch spult nicht einfach ein genetisches Programm ab oder wird durch neurologische Prozesse bestimmt, sondern das Kommando hat das Ich. Allan Guggenbühl ist seit 2002 Professor an der Pädagogischen Hochschule Zürich tätig. Außerdem fungiert er als Direktor des Instituts für Konfliktmanagement in Zürich. <span id="more-1790"></span></p>
<p><strong>Mit Tricks und Strategien versucht das Ich seine Macht zu bewahren</strong></p>
<p>Aus diesem Grund erlebt der Mensch das Denken als Eigenleistung. Er will sein Leben selbst gestalten und darum überlegt er, bevor er etwas tut. Mithilfe von Leitsätzen und Wissen verwandelt er die Kakofonie, die in ihm herrscht, in ein harmonisches Orchester. Allan Gegenbühl erläutert: „Es gilt, die inneren Bilder, andrängende Triebe, versteckte Wünsche und Emotionen einzudämmen. Mit Tricks und Strategien versucht das Ich, die Macht zu bewahren. Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig.</p>
<p>Zivilisatorische Leistungen sind und waren nur möglich, weil der Mensch sich selbst steuern kann. Das Ich muss fähig sein, phasenweise private Wünsche und Anliegen zurückzustellen, damit ein kollektives Ziel erreicht wird. Nur dank dieser inneren Disziplinierung waren es Menschen möglich, die Pyramiden zu erbauen und Staatengemeinschaften zu gründen. Doch der Eindruck der Selbststeuerung ist trügerisch. Auch wenn ein Mensch überzeugt ist, sich selbst zu lenken, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass innere und äußere Faktoren mitsteuern. Nur merkt man das nicht. </p>
<p><strong>Die Beherrschung spontaner Impulse ist nicht einfach</strong></p>
<p>Die Selbststeuerung wird durch den sozialen Kontext beeinflusst. Die Eigenständigkeit des Ichs ist für Allan Guggenbühl eher ein Ideal als die Realität psychischen Lebens. Die Operationen des Denkens unterliegen nie ausschließlich der Eigenregie. Neben Emotionen und finsteren Mächten spielen auch kulturelle Codes eine Rolle. Die Menschen haben die Normen der Kultur, in die sie hineingewachsen und denen sie angehören, internalisiert. Im Denken und Verhalten spiegelt sich darum immer auch die Kultur, der man angehört.</p>
<p>Die Prägungen und die Sozialisation beeinflussen die Art, wie ein Mensch denkt. Die Selbstkontrolle muss auch in Situationen funktionieren, auf die man nicht vorbereitet ist. Die Gefahr ist, dass dann ein primitiver innerer Akteur das Zepter übernimmt. Die Beherrschung spontaner Impulse ist nicht einfach, weil ihr Ausleben immer eine hohe Attraktivität hat: Es ist anstrengend, den primitiven inneren Akteur im Inneren zu besänftigen. Dank der Fähigkeit zur Selbststeuerung entwickelt ein Mensch ein inneres Dispositiv. Mögliche Aktionen und Reaktionen der Mitmenschen sieht und interpretiert er gemäß diesem inneren Schema. Quelle: „Die vergessene Klugheit“ von Allan Guggenbühl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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