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	<title>Pessimist &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2023 02:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Narrationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeder ist seines Glückes Schmied, so heißt es. Aber vor allem kennt man den umgekehrten Fall: Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst. Fritz Breithaupt erläutert: „Das heißt nicht nur, dass wir unbeabsichtigt in die Fallen tappen, die wir anderen stellen. Vielmehr vertiefen wir unser Unglück immer wieder, indem wir unsere Weltsicht auf ein solches Unglück ausrichten.“ Wer kennt nicht einen Pessimisten, für den noch die beste Nachricht irgendwie zum Beleg seines Unglücks wird. Man möchte solch einen Pessimisten rütteln und schütteln, doch es würde nichts ändern. Sondern es würde&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder ist seines Glückes Schmied, so heißt es. Aber vor allem kennt man den umgekehrten Fall: Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst. Fritz Breithaupt erläutert: „Das heißt nicht nur, dass wir unbeabsichtigt in die Fallen tappen, die wir anderen stellen. Vielmehr vertiefen wir unser Unglück immer wieder, indem wir unsere Weltsicht auf ein solches Unglück ausrichten.“ Wer kennt nicht einen Pessimisten, für den noch die beste Nachricht irgendwie zum Beleg seines Unglücks wird. Man möchte solch einen Pessimisten rütteln und schütteln, doch es würde nichts ändern. Sondern es würde ihm nur wieder bestätigen, dass alle gegen ihn sind, inklusive der Freunde, die ihn schütteln. Es ist offensichtlich nicht leicht, seine Muster zu ändern. Fritz Breithaupt ist Professor für Kognitionswissenschaften und Germanistik an der Indiana University in Bloomington. <span id="more-4311"></span></p>
<p><strong>Menschen sind immer wieder von ihren Narrationen gefangen</strong></p>
<p>Ebenso wie der Pessimist können auch alle anderen Menschen gefangen sein in ihrer Sicht der Dinge. Dahinter steckt aber nicht nur irgendeine schwammige Weltsicht, sondern vielmehr konkrete Erwartungen, wer man ist, wo man ist und wie man sich seine Zukunft vorstellt. Und das heißt vor allem, alle Menschen sind immer wieder von ihren Narrationen gefangen. Man erwartet bestimmte Dinge und ist in seinen Erwartungen verstrickt, bis sie dann doch eintreten.</p>
<p>Und wenn sie nicht eintreten, wartet man so lange, bis sie dann doch eintreten. Fritz Breithaupt weiß: „Im Prozess des Wartens gestalten wir die tatsächlichen Ereignisse in unserem Geist so um, dass sie unserer Sicht entsprechen.“ In den USA können beispielsweise viele Menschen auch nach sechs skandalträchtigen Jahren nicht anders, als Donald Trump für einen Helden zu halten. Als Professor kennt Fritz Breithaupt viele Kollegen, die an einer Vision aus Teenager-Jahren festhalten.</p>
<p><strong>Manche Menschen sehen sich gerne in der Opferrolle</strong></p>
<p>Sie wollen Professor in Harvard werden, einen Nobelpreis gewinnen oder ein Allheilmittel gegen Krebs finden. Das sind alles schöne Ziele, die zur Arbeit anspornen. Doch statt, dass solche Visionen die Kollegen glücklich machen, sind sie bitter, frustriert und neidisch auf das, was andere geschafft haben. Die Narration, die sich diese Kollegen ausgesucht haben, passt nicht mehr zu ihrem Leben. Aber fallen lassen können sie sie anscheinend auch nicht. Andere Menschen sehen sich ständig in der Opferrolle.</p>
<p>Fritz Breithaupt erklärt: „Es ist natürlich wichtig, zu erkennen, wann man unterdrückt wird, um sich dagegen aufzulehnen oder Hilfe zu suchen. Doch das Opfersein kann auch zur Rolle werden, die immer wieder aufgesucht wird, weil jemand diese Rolle gut kennt und in sie wie in einen passenden Schuh schlüpfen kann.“ Immerhin stellt die Opfernarration das Opfer als moralisch überlegen dar und spricht ihm die Verantwortung und Handlungsmöglichkeit ab. Für das Opfer ist die Narration insofern eine Entlastung. Quelle: „Das narrative Gehirn“ von Fritz Breithaupt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Den Pessimisten plagen Furcht und Trauer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 02:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Optimist]]></category>
		<category><![CDATA[Pessimist]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man sich das Leben als großen Abreißkalender für jeden Tag vorstellt, dann sieht der Pessimist mit Furcht und Trauer, wie die verbleibenden Tage immer weniger werden. Die Schicht der restlichen Tage am Kalender wird immer dünner. Im Gegensatz zu einem Kalender kann er sich nie sicher sein, dass das Blatt, das er abgerissen hat, nicht das letzte gewesen sein könnte. Andreas Salcher vergleicht: „Der Optimist hat den gleichen Kalender vor sich, blickt nur mit einer anderen Perspektive darauf. Jedes abgerissene Blatt legt er mit Freude auf den Stoß, der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich das Leben als großen Abreißkalender für jeden Tag vorstellt, dann sieht der Pessimist mit Furcht und Trauer, wie die verbleibenden Tage immer weniger werden. Die Schicht der restlichen Tage am Kalender wird immer dünner. Im Gegensatz zu einem Kalender kann er sich nie sicher sein, dass das Blatt, das er abgerissen hat, nicht das letzte gewesen sein könnte. Andreas Salcher vergleicht: „Der Optimist hat den gleichen Kalender vor sich, blickt nur mit einer anderen Perspektive darauf. Jedes abgerissene Blatt legt er mit Freude auf den Stoß, der sein bisheriges Leben dokumentiert.“ Dankbar notiert er auf der Rückseite jedes Blattes tagebuchartig, war er an diesem Tag erlebt, gelernt, geschafft hat. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor von Bestsellern und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-3170"></span></p>
<p><strong>Die Frage nach dem Sinn des Lebens muss jeder selbst beantworten</strong></p>
<p>Immer wieder nimmt der Optimist sich Zeit, durch das Bilderbuch seines Lebens zu blättern und gespannt zu verfolgen, wie er sich trotz mancher Misserfolge und Umwege langsam zu dem Menschen weiterentwickelt hat, der er heute ist. Er denkt mit gespannter Neugierde darüber nach, wie er die vielen vor ihm liegenden Stunden füllen will, anstatt sich selbst mit der Tatsache das Herz zu beschweren, dass diese weniger werden. Umso kostbarer werden ihm diese erscheinen und ihn anspornen, sie mit Sinn zu leben. </p>
<p>Andreas Salcher weiß, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens nur von jedem Menschen für sich selbst zu beantworten ist. Umso faszinierender ist eine Erkenntnis, die im Einklang sowohl mit der klassischen Philosophie als auch der modernen Forschung steht. So stimmt der Befund von Aristoteles, dass die wirkliche Quelle des Glücks darin liegt, mit Freude das zu tun, was langfristig gut für einen selbst und die Gesellschaft ist. Diese Feststellung stimmt überein mit der Erkenntnis des führenden Glücksforschers Mihály Csíkszentmihályi. </p>
<p><strong>Schreiben Sie einige Sätze ihres Nachrufes</strong></p>
<p>Mihály Csíkszentmihályi betont: „Die beste Methode, seinem eigenen Leben Sinn zu geben und jeden Augenblick entlang dieser Wegstrecke freudig zu genießen, ist die aktive, bewusste Teilnahme am Evolutionsprozess.“ Die meisten Menschen leben heute viel länger als früher und haben daher mehr Zeit, über Probleme nachzudenken, die nicht unmittelbar mit seinem täglichen Überleben zu tun haben. Die Bereitschaft vieler Menschen, sich für eine bessere Welt zu engagieren, nimmt stark zu. </p>
<p>Besonders auffällig ist dies bei der nächsten Generation, die ihr Vertrauen in die Lösungskompetenz staatlicher Institutionen verloren hat. Die Frage, ob das, was man tut, Sinn für das eigene Leben, für verschiedene Organisationen un die Welt hat, führt irgendwann zu der Frage: „Was bleibt?“ Andreas Salcher rät: „Denken Sie bitte jetzt an ein Jahr in der Zukunft, indem ihr Nachruf tatsächlich erscheinen könnte. Was glauben Sie, würden anderen Menschen über Sie schreiben oder sagen? … Schreiben Sie einige Sätze ihres Nachrufes, wie dieser Ihrer Meinung nach aussehen könnte.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p>Von Hans Klumbies<em></p>
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		<title>Optimisten sind Überzeugungstäter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2020 08:13:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Optimismus ist keine Zauberei, obwohl er auf einem intellektuellen Taschenspielertrick basiert: Man erklärt sich positive Ereignisse so, dass sie permanent bestehende Ursachen haben und demzufolge immer wieder eintreten können. Der Glaube an die eigene Überdurchschnittlichkeit basiert dabei auf einer Logik, die Jens Weidner wie folgt beschreibt: „Erfolg ist mein Verdienst. Misserfolg ist Sorry, das liegt an euch. Optimisten kommunizieren diesen Trick natürlich mit niemanden.“ Das würde nur ihr Umfeld verärgern – und das vollkommen zu Recht, denn diese Schuldzuschreibung entspricht natürlich nicht der Realität, was Optimisten auch wissen. Das macht&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Optimismus ist keine Zauberei, obwohl er auf einem intellektuellen Taschenspielertrick basiert: Man erklärt sich positive Ereignisse so, dass sie permanent bestehende Ursachen haben und demzufolge immer wieder eintreten können. Der Glaube an die eigene Überdurchschnittlichkeit basiert dabei auf einer Logik, die Jens Weidner wie folgt beschreibt: „Erfolg ist mein Verdienst. Misserfolg ist Sorry, das liegt an euch. Optimisten kommunizieren diesen Trick natürlich mit niemanden.“ Das würde nur ihr Umfeld verärgern – und das vollkommen zu Recht, denn diese Schuldzuschreibung entspricht natürlich nicht der Realität, was Optimisten auch wissen. Das macht aber nichts, denn darum geht es nicht. Dieses Denken tut gut, man macht sich weniger Sorgen und man schläft besser, weil man sich nicht zu viele Gedanken über die eigenen Fehler macht. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-2468"></span></p>
<p><strong>Pessimisten versuchen nichts Innovatives</strong></p>
<p>Jens Weidner erläutert: „Es geht bei diesem Hauch von Größenwahn schlichtweg darum, sich positiv für künftige Aufgaben einzustimmen, trotz einer Niederlage.“ Optimisten sind Überzeugungstäter. Ihre vorausschauenden Fähigkeiten helfen zum Beispiel, die Chancen und Fallenstricke im Geschäftsleben seismografisch zu erfassen. Nachdem sie einmal Erfolg hatten, strengen sie sich beim nächsten Mal noch stärker an. Sie sind sich eben sicher, dass sich das gute Gefühl des Erfolges permanent fortsetzen lässt.</p>
<p>Pessimisten dagegen befürchten, dass sich alles zum Schlechteren ändern könnte. Deshalb versuchen sie nichts Innovatives, sondern setzen auf altbewährte Stabilität, um so zukünftig Schlechteres zu verhindern. Jens Weidner ergänzt: „Und sie glauben im Gegensatz zu den Optimisten, dass die Ursachen für ihre Niederlagen und Misserfolge permanent besteht und diese sich deswegen wiederholen werden.“ Eine wiederholte Anstrengung ergibt daher für sie auch keinen Sinn. Projekte hinzuschmeißen liegt bei dieser pessimistischen Einstellung nahe. Eine demotivierende Haltung.</p>
<p><strong>Ein gutes Selbstmarketing hat noch niemandem geschadet</strong></p>
<p>Optimisten betrachten negative Entwicklungen dagegen als temporär, das heißt, sie sind in ihren Augen nie von Dauer. Ein Misserfolg ist ihrer Meinung nach nur ein zu vernachlässigender Ausreißer in einem Leben, das ansonsten recht gut verläuft. Optimisten setzten auch eine positive Illusion ein, bei der sie sich in ein besseres Licht stellen, als es objektiv gerechtfertigt wäre. Ein gutes Selbstmarketing hat noch niemandem geschadet, vor allem wenn es nicht nur Show ist, sondern mit Substanz unterfüttert ist.</p>
<p>Dennoch neigen Optimisten schnell dazu, die Fähigkeit zur Kontrolle beruflicher Entwicklungen zu überschätzen. Jens Weidner erklärt: „Zukünftiges erscheint ihnen dadurch weniger riskant, man hat schließlich gefühlt alles im Griff. Für Selbstständige ist dieser Ansatz überlebenswichtig, sonst würden sie sich den Herausforderungen gar nicht stellen, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt.“ Die Gedanken an Investitionsmittel und Verschuldung würden sie um den Schlaf bringen. Doch dank der positiven Illusion fühlt es sich trotzdem gut an. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die frühe Sozialisation prägt den Optimismus oder den Pessimismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jun 2018 05:16:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Liebe allein genügt nicht“, hat der berühmte Psychoanalytiker Bruno Bettelheim über die Sozialisation des Menschen geschrieben, aber ohne Liebe besteht kaum Hoffnung für den Optimismus. Jens Weidner erläutert: „Fehlende Zeit lässt sich nicht durch Geld und teure Geschenke kompensieren, so materiell sind junge Menschen nicht, sie verzweifeln eher an der fehlenden Zuneigung und Wärme, sie verzweifeln auch an manchen prägenden Karrierekillerphrasen bedenkenloser Eltern, die zur Grundlage ihrer pessimistischen Lebenseinstellung werden.“ Der schlimmste Satz, den Jens Weidner in einem Beratungsgespräch gehört hat, lautet: „Wir hätten dich abtreiben sollen. In diesem Moment&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Liebe allein genügt nicht“, hat der berühmte Psychoanalytiker Bruno Bettelheim über die Sozialisation des Menschen geschrieben, aber ohne Liebe besteht kaum Hoffnung für den Optimismus. Jens Weidner erläutert: „Fehlende Zeit lässt sich nicht durch Geld und teure Geschenke kompensieren, so materiell sind junge Menschen nicht, sie verzweifeln eher an der fehlenden Zuneigung und Wärme, sie verzweifeln auch an manchen prägenden Karrierekillerphrasen bedenkenloser Eltern, die zur Grundlage ihrer pessimistischen Lebenseinstellung werden.“ Der schlimmste Satz, den Jens Weidner in einem Beratungsgespräch gehört hat, lautet: „Wir hätten dich abtreiben sollen. In diesem Moment hätte er die Eltern schlagen können. Denn Kinder, die sich so etwas in jungen Jahren anhören müssen, vergessen das nie, und sie werden im Leben alles dafür tun, dass sich solche Kränkungen nicht wiederholen. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-1870"></span></p>
<p><strong>Der Freundeskreis sorgt für die sekundäre Sozialisation</strong></p>
<p>Deshalb legen sie sich einen Schutzschild der Omnipotenz zu, der erst gar keine Zweifel aufkommen lässt. Steigen derart sozialisierte Menschen die Karriereleiter hinauf, schießen sie schnell über das Ziel hinaus, denn sie müssen kompensieren und sich beweisen, auch auf Kosten anderer. Die frühe Sozialisation prägt also den Optimismus oder – wenn es schlecht läuft – den Pessimismus. Das Zutrauen in sich und in Gott und die Welt will gelernt sein und hier kommt die sekundäre Sozialisation ins Spiel, denn sie untersucht den Einfluss von Bildungseinrichtungen und Freundeskreises auf junge Menschen. </p>
<p>Erfolgsorientierte Eltern, die eine gute Erziehung leisten wollen, werfen natürlich einen Blick auf den Bekanntenkreis ihrer Kinder. Sportvereine, kirchliche Aktivitäten oder die Pfadfinder werden gefördert, denn derartig prosoziale Aktivitäten schützen vor dem Abdriften in eine delinquente Richtung, so der amerikanische Kriminologe Edwin Sutherland in seiner Theorie der differentiellen Gelegenheiten. Wer bei Sportlern integriert ist, wird sich mehr um gesunde Ernährung und die eigene Kondition kümmern, als um Alkohol- oder Drogenexzesse.</p>
<p><strong>Gute Erziehung ist keine punktuelle Intervention</strong></p>
<p>Jens Weidner erklärt: „Die sekundäre Sozialisation ermöglicht Lebenserfahrungen in unterschiedlichen Milieus, mit unterschiedlichen Einstellungen und unterschiedlichen Lebensstilen. Diese Erfahrungen erweitern den Horizont und fördern Toleranz – leben und/leben lassen.“ Diese Verhaltens- und Kulturtoleranz ist in der internationalen Lebens- und Geschäftswelt von unschätzbarem Wert. Gleiches gilt für die leistungsunabhängige Liebe der Eltern, denn sie ist die Basis für ein unbändiges Selbstbewusstsein, sie bildet die Grundlage, bei Fehlentwicklungen erfolgreich gegensteuern zu können. </p>
<p>Zu Fehlentwicklungen zählen Süchte, die über das jugendtypische Maß hinausgehen, wenn der Genuss die schulische, berufliche und familiäre Entwicklung überstrapaziert. Hier heißt es für die Eltern, am Ball zu bleiben, Geduld aufzubringen, nicht in einen Pessimismus zu verfallen und Zeit zu investieren. Jens Weidner betont: „Gute Erziehung ist keine punktuelle Intervention, sondern ein ständiger, begleitender Dauerlauf.“ Manch karrieristische Eltern stellen sich allerdings an diesem Punkt taub. Sie versuchen ihren Zeitmangel den Kindern gegenüber mit Wohlstand zu kompensieren, weil ihre Berufe weder freie Zeit noch Geduld fördern. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Optimisten sind Pessimisten haushoch überlegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2017 06:06:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Jens Weidner vertritt in seinem Buch „Optimismus“, dass es Optimisten besser geht, weil zu zufriedener, hoffnungsvoller, erfolgreicher und den Pessimisten damit haushoch überlegen sind. Der Autor hat keinen klassischen Ratgeber geschrieben, der dem Leser sagt, was er tun oder lassen soll, aber es liefert alle Zutaten, die man braucht, um ein Optimist zu werden und zu bleiben. Denn der Optimismus kommt nicht von allein, man muss schon dafür arbeiten. Und wer es im Leben ganz weit bringen möchte, sollte möglichst viel Energie darauf verwenden, ein herausragender Optimist zu werden, der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jens Weidner vertritt in seinem Buch „Optimismus“, dass es Optimisten besser geht, weil zu zufriedener, hoffnungsvoller, erfolgreicher und den Pessimisten damit haushoch überlegen sind. Der Autor hat keinen klassischen Ratgeber geschrieben, der dem Leser sagt, was er tun oder lassen soll, aber es liefert alle Zutaten, die man braucht, um ein Optimist zu werden und zu bleiben. Denn der Optimismus kommt nicht von allein, man muss schon dafür arbeiten. Und wer es im Leben ganz weit bringen möchte, sollte möglichst viel Energie darauf verwenden, ein herausragender Optimist zu werden, der sich durch nichts erschüttern lässt. Mit einer optimistischen Einstellung zum Leben lassen sich hohe Ziele mit höherer Wahrscheinlichkeit erreichen, denn der Glaube ans Gelingen kann Berge versetzen. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-1744"></span></p>
<p><strong>Der Optimismus ist der Motor des Kapitalismus</strong></p>
<p>Jens Weidner möchte viele Menschen für den Optimismus, sowohl im Beruf als auch im Privatleben, gewinnen: „Weil Optimismus ein tolles Lebensgefühl ist, weil er auch den Mitmenschen und Kollegen das Leben verschönert, weil er die Gesundheit fördert, und weil er im Beruf ein echter Erfolgsfaktor ist.“ Optimismus kann Erfolge verfestigen und Karrieren fördern. Für den Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman ist der Optimismus sogar der Motor des Kapitalismus. Der Optimismus macht einen Menschen zufrieden, weil er ihm hilft, das Leben positiv zu sehen, selbst wenn gerade einmal nicht alles optimal verläuft. </p>
<p>Jens Weidner stellt klar, dass sich Optimisten untereinander unterscheiden und beantwortet unter anderem folgende Fragen: Warum verbiegt sich der Zweckoptimist die Realität? Warum hat der naive Optimist eine Allergie gegen Prävention? Warum setzt der heimliche Optimist auf sein kleines Glück? In einem Test kann der Leser herausfinden, zu welcher Kategorie der Optimisten er zählt. Darüber hinaus erklärt er, warum man Pessimisten durchaus schätzen sollte, ohne aber selbst einer zu werden.</p>
<p><strong>Kritiker sind ein erstklassiges Frühwarnsystem</strong></p>
<p>Lebenslanges Lernen fördert den Optimismus, so lautet eine weitere These von Jens Weidner. Wer lebenslang lernt, auch noch mit dreißig, mit fünfzig, mit sechzig Jahren vervielfältigt sein Wissen um ein Vielfaches, hat unterschiedlichste Lösungsstrategien im Hinterkopf, kann zielführender, erfolgreicher agieren und kommt damit schlichtweg weiter als andere. Auf einer Karriereleiter stößt jeder einmal an seine Grenzen – es geht scheinbar nicht weiter. Optimisten haben in diesen Krisen die richtige Einstellung und nehmen es sportlich wie der ehemalige Montblanc-Chef Wolff Heinrichsdorff: „Optimisten beklagen sich nicht über die Säure einer Zitrone. Sie machen Limonade daraus.“</p>
<p>m letzten Kapitel erklärt Jens Weidner wie man Betrüger erkennt, die Optimismus nur vortäuschen. Denn der Optimismus ist keine stabile Größe, sondern kann durch Schicksalsschläge oder Betrügereien durchaus auf eine harte Probe gestellt werden. Den Schluss des Buchs „Optimismus“ bilden 25 Praxistipps für mehr Optimismus. Tipp 6 lautet zum Beispiel: „Schätzen und pflegen sie konstruktive Kritiker in Ihrem Umfeld (ohne selbst einer zu werden), denn Kritiker sind ein erstklassiges Frühwarnsystem für drohenden Ärger und vor einer rosaroten Brille.“ </p>
<p><strong>Optimismus<br />
Warum manche weiter kommen als andere<br />
Jens Weidner<br />
Verlag: Campus<br />
Broschierte Ausgabe: 218 Seiten, Auflage: 2017<br />
ISBN: 978-3-593-50741-5, 19,95 Euro</strong></p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em> </p>
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