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	<title>Normale &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Sucht ist heutzutage keine Sünde mehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Mar 2024 02:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Normale]]></category>
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					<description><![CDATA[Die sogenannten Normalen verachteten früher Süchtige als Sünder. „Trinkerheilanstalten“ waren im 19. Jahrhundert eingerichtet worden, um die Alkohol-„Sünder“ zur Umkehr zu bewegen. Manfred Lütz weiß: „Die alte Verachtung, die Peinlichkeit der Krankheit, die Scham, das sind noch heute die wichtigsten Hemmungen, die Menschen daran hindern, zur eigenen Sucht zu stehen.“ Doch Sucht ist keine Sünde. Wer sich etwas darauf zugutehalten möchte, nicht süchtig zu sein, der sollte wissen, dass es sogar einen nicht unerheblichen Erbfaktor gibt, für den niemand verantwortlich ist. Außerdem kann jeder Mensch in eine tragische Situation geraten,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die sogenannten Normalen verachteten früher Süchtige als Sünder. „Trinkerheilanstalten“ waren im 19. Jahrhundert eingerichtet worden, um die Alkohol-„Sünder“ zur Umkehr zu bewegen. Manfred Lütz weiß: „Die alte Verachtung, die Peinlichkeit der Krankheit, die Scham, das sind noch heute die wichtigsten Hemmungen, die Menschen daran hindern, zur eigenen Sucht zu stehen.“ Doch Sucht ist keine Sünde. Wer sich etwas darauf zugutehalten möchte, nicht süchtig zu sein, der sollte wissen, dass es sogar einen nicht unerheblichen Erbfaktor gibt, für den niemand verantwortlich ist. Außerdem kann jeder Mensch in eine tragische Situation geraten, in der er mit süchtigem Verhalten reagiert. Es sind dann gerade die besonders sensiblen Menschen, die von Suchtmitteln abhängig werden. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-5287"></span></p>
<p><strong>Süchtige sind oft feinfühliger als Normale</strong></p>
<p>Wer hemmungslos über Leichen gehen kann, der wird kaum süchtig. So repräsentieren die Süchtigen den Schatten einer Gesellschaft von Normalen. Diese treibt die Menschen im Licht zu immer unerreichbareren Zielen und für die Scheiternden nur noch das Dunkel und die Nischen am Rande übrig hat. Manfred Lütz ergänzt: „Für die Dünnhäutigen und Einfühlsamen ist da kein Platz mehr. Es wird kälter und die coolen aalglatten Typen sind die privilegierten Überlebenskünstler in einer reibungslos funktionierenden Welt, in der die humanitäre Temperatur sinkt.“</p>
<p>Süchtige strahlen oft mehr menschliche Wärme aus. Nicht selten sind sie feinfühliger als Normale. Und es sind andererseits die hemmungslos Normalen, die mit ihrer rücksichtslosen Aggressivität Menschen in die Sucht treiben können. Manfred Lütz stellt fest: „Auch wenn die Therapie sich sinnvollerweise auf die Verantwortung des Patienten für sein Verhalten konzentriert. Dieser Aspekt ist keineswegs die ganze Wahrheit.“ Und wer die anstrengenden Lebensgeschichten mancher Süchtiger verfolgt hat, der kann nur mit Hochachtung  von den manchmal fast übermenschlichen Mühen dieser Menschen haben, die immer wieder scheitern und immer wieder neu anfangen. </p>
<p><strong>Gerade bei Süchtigen entdeckt man manchmal ungeahnte Fähigkeiten</strong></p>
<p>Wer sich angewöhnt hat, den Blick auf die Fähigkeiten der Patienten zu richten, der entdeckt gerade bei Süchtigen reiche Schätze. Obdachlose Alkoholiker hält man gemeinhin für Menschen, die gar nichts können, die völlig gescheitert sind. Schaut man genauer hin, ergibt sich ein anderes Bild. Manfred Lütz nennt ein Bespiel: „Kaum ein Normaler wäre in der Lage, im Winter in Köln auch nur eine Woche als Obdachloser klarzukommen. Jeden Tag aufs Neue seinen Platz für die Nacht zu organisieren, Essen und vor allem genug zu trinken, um dem Entzug zu entgehen.“</p>
<p>Dafür braucht man gute Beziehungen, die täglich gepflegt werden wollen. Welcher Normale könnte das schon aus dem Stand? Macht man sich das klar, geht man viel wertschätzender mit solchen Patienten um, und dann ergibt sich eine kooperative Therapiebeziehung ganz von allein. Manfred Lütz betont: „Je mehr man sich mit Süchtigen befasst, desto mehr Respekt nötigen sie einem ab.“ Und man schämt sich mitunter für die kaltherzigen Normalen, die meinen, so viel besser zu sein als „die da“. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Normabweichung ist für viele ein Ärgernis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2021 01:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Masse]]></category>
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					<description><![CDATA[Offensichtlich hat die Menschheit ein ebenso natürliches wie unstillbares, tief liegendes Bedürfnis nach Inquisition. Und da die Kirche mit derlei Institutionen nicht mehr aufwarten kann, hat man die Inquisition demokratisiert. Manfred Lütz weiß: „All die wahnsinnig Normalen pochen unerbittlich darauf, dass alle, wirklich alle, das sagen, was alle sagen, dass sie also normal reden. Und was normal ist, das bestimmen sie selbst, die wahnsinnig Normalen.“ Kein Wunder also, dass alles Normabweichende ein einziges Ärgernis ist. Gewiss, gegen Normabweichung nach oben traut man sich als einzelnes graues Mäuschen nicht aufzubegehren. So&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Offensichtlich hat die Menschheit ein ebenso natürliches wie unstillbares, tief liegendes Bedürfnis nach Inquisition. Und da die Kirche mit derlei Institutionen nicht mehr aufwarten kann, hat man die Inquisition demokratisiert. Manfred Lütz weiß: „All die wahnsinnig Normalen pochen unerbittlich darauf, dass alle, wirklich alle, das sagen, was alle sagen, dass sie also normal reden. Und was normal ist, das bestimmen sie selbst, die wahnsinnig Normalen.“ Kein Wunder also, dass alles Normabweichende ein einziges Ärgernis ist. Gewiss, gegen Normabweichung nach oben traut man sich als einzelnes graues Mäuschen nicht aufzubegehren. So kehrt sich aller unausgelebter Ärger gegen die da oben um in Aggression gegen die da unten. Nach oben ducken und nach unten treten, das können sie gut, die wahnsinnig Normalen. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-2658"></span></p>
<p><strong>Wahnsinnig Normale gibt es in allen Kulturen</strong></p>
<p>Zudem schießen sie sich ein auf Ausländer, die Behinderten und die Gescheiterten der Gesellschaft. Sie schießen zwar nur mit Worten, aber oft mit Worten wie Gewehrkugeln. Nicht leichtfertig reden sie so. Erst nach sorgfältiger Überprüfung, ob der anderen auch normal denkt, sagen sie in wohliger Atmosphäre von Gleichnormalen, was sie alles so Normales denken. Ein dumpfes spießiges Klima herrscht in solchen Kreisen. Das muss schon im alten Athen so gewesen sein. </p>
<p>Die wahnsinnig Normalen gab es offensichtlich zu allen Zeiten, und sie kommen aus allen Schichten der Bevölkerung. Auch Ärzte sind dabei. Manfred Lütz stellt fest: „Die Euthanasiebewegung ist keineswegs von den Nazis erfunden worden, sondern von Ärzten, von Psychiatern.&#8220; Wahnsinnig Normale gibt es in allen Kulturen. Und sie können einem auch unheimlich werden, diese nichtssagenden Gestalten. Sie sagen zwar nichts, aber sie laufen überall mit.</p>
<p><strong>Ein Einzelner kann sich dem Massensog nur schwer entziehen</strong></p>
<p>George Orwell hat in seinem visionären Roman „1984“ die bezwingende Wirkung von Massen dargestellt und wie schwierig es ist, sich einem solchen Massensog als Einzelner zu entziehen. Die wahnsinnig Normalen klatschen gern Beifall, wenn sie in der Masse auftreten. Dann jubeln sie auch Adolf Hitler, Josef Stalin, Mao Tse-tung und Kim Jong-un zu. Und dann sind sie plötzlich nicht mehr grau, sondern braun oder rot oder sonst wie einfarbig. Dann stehen die wahnsinnig Normalen wie geklont in Reih und Glied.</p>
<p>Sie begeistern sich dann für irgendeinem abscheulichen Repräsentanten des ganz normalen Wahnsinns und fühlen sich wohl dabei. Manfred Lütz erklärt: „Denn dann können sie all diejenigen verachten, die sonst immer das Mittelmaß verachtet haben. Dann spüren sie, dass sie, die Mittelmäßigen, ganz viele sind und dass sie Macht haben über all die abweichenden bunten Vögel.“ Und dann geht ein erleichtertes Raunen durch die Masse der wahnsinnig Normalen, dann wird ihre Normalität militant. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt viele wahnsinnig Normale</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2021 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Normale]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt nicht nur den ganz normalen Wahnsinn, sondern auch die wahnsinnig Normalen. Es gibt diese öden blassen Gestalten, an die man sich partout nicht erinnern kann, obwohl sie einem im Zug stundenlang gegenübergesessen sind. Manfred Lütz erläutert: „Diese grauen Mäuse unserer Normalgesellschaft, deren Motto ist: Bloß nicht auffallen! In der Schule waren sie gut bis mittelmäßig, aber nur so sehr, dass die Klassenkameraden sich nicht herausgefordert fühlten.“ Im örtlichen Waschsalon fanden sie ihre Frau fürs Leben, der Sauberkeit über alles ging, porentiefe Sauberkeit natürlich. Sie wurden Buchhalter in der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt nicht nur den ganz normalen Wahnsinn, sondern auch die wahnsinnig Normalen. Es gibt diese öden blassen Gestalten, an die man sich partout nicht erinnern kann, obwohl sie einem im Zug stundenlang gegenübergesessen sind. Manfred Lütz erläutert: „Diese grauen Mäuse unserer Normalgesellschaft, deren Motto ist: Bloß nicht auffallen! In der Schule waren sie gut bis mittelmäßig, aber nur so sehr, dass die Klassenkameraden sich nicht herausgefordert fühlten.“ Im örtlichen Waschsalon fanden sie ihre Frau fürs Leben, der Sauberkeit über alles ging, porentiefe Sauberkeit natürlich. Sie wurden Buchhalter in der Finanzverwaltung und ihre Kleidung wählten sie stets so, wie es sich für den gepflegten Herrn gehört. Mann ist dann gut angezogen, wenn sich keiner später mehr erinnern kann, was er anhatte. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-2541"></span></p>
<p><strong>Die wahnsinnig Normalen sind der Kitt der Gesellschaft</strong></p>
<p>Auch ihre Meinungen liegen stets im Trend. Ein bisschen kritisch, aber nicht allzu viel. Sie sterben unspektakulär am Herzinfarkt wie die meisten ihrer Freunde. Solche Menschen hätten nie die Chance, in eine Psychiatrie eingeliefert zu werden. Sie böten bei allen psychologischen Tests den ultimativen Normalbefund. Von außen ist man nicht immer sicher, ob sie überhaupt leben, und wenn ja, wie? Wahrscheinlich leben sie aber doch irgendwie, man merkt es nur nicht. </p>
<p>Manfred Lütz will jedoch solch wahnsinnig Normale nicht verachten. Sie sind schließlich der Kitt der Gesellschaft. Sie sind die Existenzbedingung jeder Straßenverkehrsordnung. Sie sind die Freunde aller Statistiker, die nichts so sehr hassen wie statistische Ausreißer. Die wahnsinnig Normalen sind das Passepartout, damit sich alle Außergewöhnlichen auch wirklich außergewöhnlich fühlen können. Doch gibt es da ein Problem mit diesen Normalen. Sie mögen die anderen nicht. </p>
<p><strong>Der brave Bürger kann zur Furie werden</strong></p>
<p>Manfred Lütz stellt fest: „Sie hassen all die Bunten, die Schrillen, die Lauten.“ Es macht sie wütend, dass da immer wieder diese regellosen Chaoten sind, die falsch parken. Nie würde es ihnen einfallen, mit solchen Leuten zu reden. Aber wenn das Fass überläuft, bricht es aus ihnen heraus, dann kann der brave Bürger zur Furie werden, dann brüllt er los in gerechtem Zorn. Wahnsinnig Normale sind zwar normal, aber sie können unberechenbar sein. Wer kein Blut sehen kann und deswegen seinen Nachbarn nicht gleich erschlagen will, der kann ihn heutzutage geistig fertigmachen. </p>
<p>Im Zeitalter der political correctness wurde der Pranger wieder eingeführt. Am mittelalterlichen Pranger stellte man Menschen auf einem öffentlichen Platz zur Strafe zur Schau mit einem Schild, auf dem ihr Verbrechen genannt wurde. Man hält das heute für eine eklatante Verletzung der Menschenwürde. Doch zugleich hegt man keinerlei Bedenken, einen Menschen wegen einer nicht korrekten öffentlichen Äußerung in allen Medien und auf sämtlichen Social-Media-Kanälen der Lächerlichkeit und Verachtung, ja des Hasse preiszugeben. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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