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	<title>Narzissten &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Anfangs ist die Liebe bei Narzissten riesengroß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2025 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
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					<description><![CDATA[Narzisstische Menschen bombardieren ihren Auserwählten in der Anfangsphase ihrer Beziehung mit Liebe. Turid Müller erläutert: „Denn sie haben uns idealisiert. Uns nah zu sein wertet sie auf. Doch so, wie sie jetzt ihr übertriebenes positives Bild von sich auf uns projizieren, werden wir in den folgenden Phasen auch zur Leinwand, was sie an sich nicht ... <a title="Anfangs ist die Liebe bei Narzissten riesengroß" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-narzisstische-menschen-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Anfangs ist die Liebe bei Narzissten riesengroß">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Narzisstische Menschen bombardieren ihren Auserwählten in der Anfangsphase ihrer Beziehung mit Liebe. Turid Müller erläutert: „Denn sie haben uns idealisiert. Uns nah zu sein wertet sie auf. Doch so, wie sie jetzt ihr übertriebenes positives Bild von sich auf uns projizieren, werden wir in den folgenden Phasen auch zur Leinwand, was sie an sich nicht sehen wollen. Und das ist dann weniger angenehm … aber davon ahnen wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts.“ Der Mensch, in den wir uns verliebt haben, scheint hingebungsvoll zuzuhören und will alles über uns verfahren. Es fühlt sich gut an – kann aber auch etwas überfordernd und einen Tick darüber sein. Die Aufmerksamkeit, die uns geschenkt wird, ist enorm. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5998"></span></p>
<p><strong>Nach dem Bombardement mit Liebe folgt der Entzug</strong></p>
<p>Es ist ein berauschendes Gefühl, so sehr gewollt zu werden – haben wir nicht alle in der Kindheit irgendwie ein bisschen zu wenig Aufmerksamkeit bekommen? Turid Müller schreibt: „Morgens war schon beim Aufwachen eine Nachricht da. Abends auch. Oft mit der Frage, wo ich bin. Auch wenn ich gerade erst von ihm nach Hause gekommen war. Ich hielt das für Interesse oder Anhänglichkeit…“ Wenn wir an die Intensität des Kontakts gewöhnt sind, werden wir auf Entzug gesetzt – der Beginn unsere emotionalen Abhängigkeit.</p>
<p>Und alle Verletzlichkeiten, die wir in den scheinbar intimen Gesprächen der Anfangszeit offenbaren, werden später gegen uns verwendet. Aber jetzt halten wir die Fragen danach noch für Interesse. Turid Müller fügt hinzu: „Irgendwann während der Anbahnung gibt es zuweilen eine Art Test: Wir werden daraufhin geprüft, ob wir auch bleiben, wenn es hart auf hart kommt. Wenn wir bestehen, ist klar: Wir sind als Opfer geeignet.“ Das ganze Bombardement ist ein einziges großes Ablenkungsmanöver.</p>
<p><strong>Die Abwertungs-Phase beginnt zuerst ganz harmlos</strong></p>
<p>Man verpasst es, die Person erst einmal gründlich kennenzulernen, bevor man sich an sie bindet. Und man übersieht den Preis, den das kosten wir. Man wähnt sich im siebten Himmel und merkt nicht, wenn es langsam düster wird um Wolke sieben … Nach welcher Zeitspanne die Abwertungs-Phase eingeleitet wird, ist laut Turid Müller unterschiedlich. Meist nach ein paar Wochen oder Monaten. Es kann auch mal ein Jahr sein. Turid Müller hat schon Betroffene sagen hören, dass es bei ihnen auch mehrere Jahre gewesen sein könnten. </p>
<p>Im Rückblick entdeckt man jedoch durchaus das eine oder andere übersehen Warnzeichen bereits beim Lovebombing. Hier schleicht sich unbemerkt bereits die nächste Phase ein. Turid Müller stellt fest: „In der Abwertungs-Phase werden wir unsanft von dem Sockel gestoßen, auf den man uns eben gestellt hatte. Das beginnt harmlos, zum Beispiel mit schleichendem Rückzug – die Restaurant-Rechnung wird nicht mehr übernommen, keine Museumsbesuche mehr gemacht –, und steigert sich dann unmerklich bis zu grausamen Erniedrigungen.“ Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Diskussionen können ein Kampf sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2025 02:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ego]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch verbal läuft das Spiel um den Status nicht immer gesittet ab. Diskussionen können ein Kampf sein. Mitja Back ergänzt: „Häufig ist gar nicht klar, was Wissen und was Meinung ist. Was die objektiv bessere Idee oder die zielführendere Lösung ist. Im Dschungel der Argumente orientieren wir und deswegen häufig an der Selbstsicherheit und Dominanz, ... <a title="Diskussionen können ein Kampf sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-spiel-um-status.html" aria-label="Mehr Informationen über Diskussionen können ein Kampf sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch verbal läuft das Spiel um den Status nicht immer gesittet ab. Diskussionen können ein Kampf sein. Mitja Back ergänzt: „Häufig ist gar nicht klar, was Wissen und was Meinung ist. Was die objektiv bessere Idee oder die zielführendere Lösung ist. Im Dschungel der Argumente orientieren wir und deswegen häufig an der Selbstsicherheit und Dominanz, mit der Menschen ihre Lösungsvorschläge vorbringen.“ Viele Menschen kennen Diskussionen in Gruppen, die sich immer mehr zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen zwei Egos zuspitzen. Die anderen Beteiligten verstummen und schauen etwas ungläubig zu. In diesen intellektuellen Schlachten geht es nicht mehr um das eigentliche Thema, sondern darum, die Diskussion zu „gewinnen“. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5840"></span></p>
<p><strong>Narzissten können sich im rohen Spielfeld des Ich durchsetzen</strong></p>
<p>Zwei Ichs kämpfen um die Vormacht in der Gruppe. Mitja Back erklärt: „Und im Endeffekt geht es dann für die Gruppe weniger darum, wer recht hat, sondern darum, wer verbal überlegen ist – wer den anderen dominieren kann.“ Ein wenig gleichen solche Diskussionen „Freestyle Battle Raps“, einer ursprünglichen Form des Rap, bei der sich zwei Kontrahenten kunstvoll im gegenseitig Dissen messen. Mit gezielten Pointen – sogenannten Punchlines – wird der Gegner beleidigt oder klein gemacht und die eigene Person erhöht.</p>
<p>Nach einigen Zeilen antwortet der Kontrahent mit einem Konter. So entwickelt sich eine Schlacht, die von einer drum herumstehenden Gruppe gespannt verfolgt wird. Mitja Back weiß: „Narzissten, die groß und stark, intelligent und sprachgewandt sind, können sich also auf diesem ursprünglichsten, dem rohen Spielfeld des Ich durchsetzen.“ In vielen Fällen jedoch reichen Körper und Geist für den Kampf um den Status nicht aus. Menschen gehen mit dem, was sie darstellen und im Leben bereits erreicht haben, in soziale Situationen.</p>
<p><strong>Das Selbst einer Person ist die Summe ihres Besitzes</strong></p>
<p>Sie werfen ihre Statussymbole in den Ring. Aber womit genau stellen sich Narzissten dar, wenn es nicht mehr nur um körperliche und sprachliche Überlegenheit geht. Mitja Back erläutert: „Interessanterweise gibt es eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Ich-Spielfelder. Hierunter auch solche, die man gar nicht erwarten würde. Anreize dafür, sozialen Status zu gewinnen, locken überall.“ Selbst in Gruppen, die auf Gleichheit, Gerechtigkeit und Großherzigkeit pochen.</p>
<p>Schon einer der Urväter der wissenschaftlichen Psychologie, William James, hat beschrieben, welche große Rolle Reichtum, Beruf und Sex für den Menschen spielen: „Das Selbst einer Person ist die Summe von allem, was sie ihr eigen nennen kann, nicht nur ihr Körper und ihre geistigen Kräfte, sondern auch ihre Kleidung und ihr Haus, ihr Partner …, ihr Ruf und Arbeit, ihr Land … und ihre Yacht und ihr Bankkonto.“ Das gilt vor allem für Narzissten. Denn: Der eigene Status in Gruppen erhöht sich durch finanziellen, beruflichen und sexuellen Erfolg. Quelle: „Ich!“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten ziehen hohe Empathiewerte an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn narzisstische Menschen merken, dass sie weniger Aufmerksamkeit bekommen, können sie ungehalten werden. Turid Müller fügt hinzu: „Dann greifen sie eventuell zu immer extremeren Mitteln, um dir eine starke Reaktion zu entlocken. Wenn du befürchten musst, dass der Mensch an deiner Seite durch Rückzug so verärgert wird, dass du in Gefahr gerätst, dann brauchts du ... <a title="Narzissten ziehen hohe Empathiewerte an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-narzisstische-menschen.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten ziehen hohe Empathiewerte an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn narzisstische Menschen merken, dass sie weniger Aufmerksamkeit bekommen, können sie ungehalten werden. Turid Müller fügt hinzu: „Dann greifen sie eventuell zu immer extremeren Mitteln, um dir eine starke Reaktion zu entlocken. Wenn du befürchten musst, dass der Mensch an deiner Seite durch Rückzug so verärgert wird, dass du in Gefahr gerätst, dann brauchts du vielleicht wasserdichte Vorwände oder eine dezente Rückzugs-Strategie, die keinen Verdacht erregt.“ Es ist auch möglich, dass man merkt, dass man sofort da raus muss. Dann holt man sich fachkundige Hilfe und bringt sich in Sicherheit. Hohe Empathie ist eine Eigenschaft, die viele Zielpersonen eines Narzissten auszeichnen. Dabei nützt es nichts, sich vorzuwerfen, das man sich so mies von einem Narzissten behandeln lässt. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5810"></span></p>
<p><strong>Narzissten starten eine Beziehung mit einer Liebesbombardierung</strong></p>
<p>Die meisten Beziehungen starten mit Schmetterlingen im Bauch – und narzisstische mit den extra großen. Turid Müller weiß: „Während des Lovebombings, auch Idealisierungs-Phase genannt, werden die Opfer als solche ausgewählt und eingewickelt: Bei Flirten, Dating und Honeymoon liefert man uns eine Show, wie großartig der Mensch ist, in den wir uns gerade verlieben.“ Es ist, wonach es klingt – eine Liebesbombardierung. Im Englischen sagt man dazu Grooming, eine Vokabel die eigentlich benutzt wird, um zu beschreiben, wie sich Pädophile mit süßen Bonbons und ebenso süßen Worten das Vertrauen Minderjähriger erschleichen.</p>
<p>Und ein treffender Spruch, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist: Wenn es zu schön ist, um wahr zu sein – dann ist es das vielleicht auch … Turid Müller erklärt: „Im Zeichen von grandiosem beziehungsweise offenen Narzissmus sind hier Hubschrauberflüge zu einem Candle-Light-Dinner auf dem Eiffelturm zu erwarten. Beim verdeckten Narzissmus geht es auch eine Nummer kleiner.“ Hier wird beispielsweise auf Diamantringe und Karibikurlaub verzichtet und mit dem expliziten oder impliziten Versprechen gearbeitet, für immer dazubleiben. </p>
<p><strong>Narzissten haben kein besonders ausgeprägtes Selbstgefühl</strong></p>
<p>Turid Müller stellt fest: „In der Lovebombing-Phase wird unsere tiefste Sehnsucht aufgespürt und verwendet, um uns zu binden. Die Zwillingsseele scheint gefunden. Die Ähnlichkeiten sind frappierend.“ Aufgrund der Spaltung in ein wahres und ein falsches Selbst haben narzisstische Menschen kein besonders ausgeprägtes Selbstgefühl, keine klare Identität. Sie spiegeln den anderen und passen sich wie ein Chamäleon an. Kein Wunder, dass man sie dadurch für Seelenverwandte hält.</p>
<p>Klarer Fall: Es ist Liebe! Doch vielleicht meldet sich zaghaft ein Bauchgefühl, das etwas anderes behauptet. Aber das wird schnell weggewischt. Turid Müller ergänzt: „Schließlich wollen wir doch unbedingt ein Happy End. Und außerdem ging alles so schnell. Und bevor wir es merken, sind wir hormonumnebelt und stecken zu tief drin, um noch klar zu sehen oder gar einen Rückzieher zu machen.“ In dieser Phase zeichnen die Narzissten das Bild von sich, das ab jetzt die eigene Meinung von ihnen bestimmt. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten sehnen sich nach Bewunderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
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					<description><![CDATA[Narzissten zieht es auf die Bühnen des Lebens. Sie träumen von sozialem Status: Bekanntheit, Einfluss und Bewunderung. Mitja Back ergänzt: „Hierzu müssen sie andere Menschen erreichen. Menschen, die über das Ich reden, ihm folgen und es bewundern. Sie brauchen Spielfelder, auf denen sie ihr Ich ausleben können und auf denen sie von anderen gesehen werden.“ ... <a title="Narzissten sehnen sich nach Bewunderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/narzissten-sehnen-sich-nach-bewunderung.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten sehnen sich nach Bewunderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Narzissten zieht es auf die Bühnen des Lebens. Sie träumen von sozialem Status: Bekanntheit, Einfluss und Bewunderung. Mitja Back ergänzt: „Hierzu müssen sie andere Menschen erreichen. Menschen, die über das Ich reden, ihm folgen und es bewundern. Sie brauchen Spielfelder, auf denen sie ihr Ich ausleben können und auf denen sie von anderen gesehen werden.“ Sozialer Status ist allerdings eine begrenzte Ressource. Es können nicht alle gleichermaßen bekannt sein, weil man in seinem Alltag nicht unbegrenzt Zeit hat, Menschen kennenzulernen. Es können in den seltensten Fällen alle gleichzeitig das Sagen haben, weil man nicht in alle möglichen Richtungen gleichzeitig geleitet werden kann. Und es können nicht alle gleichzeitig bewundert werden, weil so der Glanz der Besonderheit wegfiele. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5650"></span></p>
<p><strong>Das Ich kann sich auf mehreren Spielfeldern des Lebens austoben</strong></p>
<p>Von William Shakespeare stammt der berühmte Satz: „Die ganze Welt ist eine Bühne.“ Tatsächlich sind es verschiedene Bühnen, auf denen das Ich stehen kann. Mehrere Spielfelder des Lebens, auf denen es  sich austoben kann. Mitja Back erklärt: „Welche und wie viele Spielfelder ein Narzisst versucht, zu bespielen, hängt von vielen weiteren Eigenschaften des Ich ab. Von Interessen zum Beispiel, aber auch von körperlichen Eigenschaften, finanziellen Möglichkeiten und den geistigen und sozialen Fähigkeiten.“</p>
<p>Das ursprüngliche Spielfeld des Ich ist ein schmutziger Bolzplatz. Man gewinnt keinen Schönheitspreis, sondern muss in der Lage sein, Staub zu fressen. Mitja Back fügt hinzu: „Was Menschen im rohen Spiel um Überlegenheit einsetzen, ist allein das, was sie mit Körper und Geist an Durchsetzungskraft aufbieten können.“ In der Menschheitsgeschichte war die körperliche Auseinandersetzung lange Zeit die üblichste Methode, um festzustellen, wer der Boss ist.</p>
<p><strong>Narzissten möchten sozialen Status gewinnen</strong></p>
<p>Auch heute noch findet man Annäherungen an das rohe Spiel um Überlegenheit. Der Boxsport und härtere Kampfsportarten wie Mixed Martial Arts sind Überbleibsel dieses Urkampfs. Sie erreichen ein Millionenpublikum. Mitja Back stellt fest: „Vor allem unter jungen Männern lassen sich sozial verträglichere Trainingsversionen dieses Kampfs um Überlegenheit beobachten. Humorvoll ausgetragene körperliche Wettkämpfe – ganz so, wie es tollende kleine Löwen machen, die das Kämpfen spielen.“ </p>
<p>Körperliche Größe und Stärke sind Mittel, die Narzissten – wenn sie denn groß und stark sind – einsetzen können, um sozialen Status zu gewinnen. Mitja Back weiß: „Mit der körperlichen Größe und Kraft allein kommt das Ich aber dann doch nicht allzu weit. Schon beim Ideal der alten Griechen ging es um das Training von Körper und Geist.“ Es galt den Ringkampf, aber auch Wortgefechte zu trainieren. Es geht auch um verbale Überlegenheit: Wer schafft es, durch Art und Inhalt der eigenen Argumente die Deutungshoheit zu erlangen? Quelle: „Ich!“ Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten sind süchtig nach Bewunderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
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					<description><![CDATA[Grandiosität und Anspruch stehen im Zentrum des narzisstischen Ichs. Mitja Back nennt Beispiele: „Es macht Spaß, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein“, „Ich möchte bewundert werden“ und „Ich strebe danach, von vielen Menschen erkannt zu werden.“ Das narzisstische Ich will also bewundert werden, bekannt sein, oben stehen. Es ist der tiefsitzende Wunsch nach sozialem Status, ... <a title="Narzissten sind süchtig nach Bewunderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-statusdroge.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten sind süchtig nach Bewunderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Grandiosität und Anspruch stehen im Zentrum des narzisstischen Ichs. Mitja Back nennt Beispiele: „Es macht Spaß, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein“, „Ich möchte bewundert werden“ und „Ich strebe danach, von vielen Menschen erkannt zu werden.“ Das narzisstische Ich will also bewundert werden, bekannt sein, oben stehen. Es ist der tiefsitzende Wunsch nach sozialem Status, der Narzissten antreibt. Für sie gibt es nichts Belohnenderes als die soziale Droge der Bewunderung, aber auch nichts Bestrafenderes als sich diese vor der Nase wegschnappen zu lassen. Der Stadtplaner, Architekt und Autor Georg Franck bringt es auf den Punkt: „Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen.“ Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5208"></span></p>
<p><strong>Das narzisstische Ich will immer neue Anerkennung</strong></p>
<p>Das gilt für viele Menschen, aber Narzissten sind besonders süchtig danach. Es ist die Bewunderung der anderen, welche die gottgleiche Selbstsicht von Narzissten befriedigt. Dazu zählt Mitja Back beispielsweise das euphorische Schreien der Massen, das Gefeiert-Werden für die eigene Leistung, die anerkennenden Blicke im Familien- oder Freundeskreis und die vielen Twitter- und Instagram-Follower. In wissenschaftlichen Studien zeigt sich immer wieder, dass nicht nur Promis, sondern auch Allerwelts-Narzissten stark nach sozialer Bewunderung streben.</p>
<p>Narzisstische Persönlichkeiten sind also nicht einfach nur selbstverliebt. Sie wollen immer neue Anerkennung. Mitja Back erklärt: „Ovids Geschichte von Narcissus hinkt also etwas: In Wirklichkeit hätte sich der schöne Jüngling nicht einfach selbst genügt. Die Bewunderung durch Echo und die anderen Nymphen hätte ihn nicht kaltgelassen – er hätte sie genossen.“ Denn im Spiegel sehen Narzissten nicht nur sich selbst, sondern immer auch das Glänzen in den Augen der anderen. </p>
<p><strong>Auch bei der Statusdroge muss die Dosis ständig erhöht werden</strong></p>
<p>Das unterscheidet sie auch von Menschen, die nur einen hohen Selbstwert haben, also zufrieden mit sich sind und sich sozial aufgehoben fühlen. Das ist für Narzissten nicht genug. Sie wollen etwas Besonderes und besser als andere sein. Mitja Back ergänzt: „Das Maximum aus dem Leben herausholen. Auf einem sozialen Podest stehen. Und einmal oben angekommen, muss es weitergehen.“ Wie bei jeder Droge muss auch bei der Statusdroge die Dosis erhöht werden: „Ich werde nicht glücklich sein, bis ich so bekannt bin wie Gott“, sagte Madonna. </p>
<p>Entsprechend dreht sich auch im Alltag eines Narzissten alles um das Erreichen von sozialem Status. Solche Menschen suchen nach Situationen, in denen sie bewundert werden können. Sie wollen auf die Bühnen des Lebens. Narzissten beobachten in sozialen Situationen außerdem sehr aufmerksam, wie gut sie und andere ankommen. Mitja Back weiß: „Und sie denken dann darüber nach, wie sie ihren eigenen Status im Vergleich zu anderen erhöhen können.“ Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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