<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lehrer &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/lehrer/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Mar 2023 06:23:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Viele Eltern bedrohen und mobben Lehrer</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/freia-peters-eltern-versus-lehrer.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/freia-peters-eltern-versus-lehrer.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2023 02:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=4306</guid>

					<description><![CDATA[Viele Lehrer Klagen über Eltern, die sogar Drohungen oder Mobbing einsetzen, wenn ihnen die Benotung ihrer Kinder nicht passt. Freia Peters stellt fest: „Ob im Lehrerzimmer, auf Zeugniskonferenzen oder im Gespräch mit Freunden: Wenn Lehrer erzählen, dauert es nicht lange, bis das Gespräch auf eines der zunehmenden Übel ihres Berufes kommt: anstrengende Eltern, die sich ... <a title="Viele Eltern bedrohen und mobben Lehrer" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/freia-peters-eltern-versus-lehrer.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele Eltern bedrohen und mobben Lehrer">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Lehrer Klagen über Eltern, die sogar Drohungen oder Mobbing einsetzen, wenn ihnen die Benotung ihrer Kinder nicht passt. Freia Peters stellt fest: „Ob im Lehrerzimmer, auf Zeugniskonferenzen oder im Gespräch mit Freunden: Wenn Lehrer erzählen, dauert es nicht lange, bis das Gespräch auf eines der zunehmenden Übel ihres Berufes kommt: anstrengende Eltern, die sich überall einmischen.“ Diese betrachten die Schule ihrer Kinder als pädagogischen Servicebetrieb, der zu liefern habe, allem voran gute Noten. Der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, prägte vor 15 Jahren den Begriff der Helikopter-Eltern, die ständig um ihren Nachwuchs kreisen. Mittlerweile hat sich die Definition verfeinert: Kampfhubschrauber gibt es, die beim kleinsten Hindernis ihre Gefechtsrohre ausfahren. Und Rasenmäher-Eltern, die alle Unebenheiten im Lebensweg ihrer Kinder beseitigen, um sie vermeintlich zum Erfolg zu führen. <span id="more-4306"></span></p>
<p><strong>Es gibt einen Verfall der Autorität von Lehrern</strong></p>
<p>„Wir haben im Verband die Diskussion über übergriffige Eltern etwa seit den 80er-Jahren. Richtig schwierig ist das Ganze in den vergangenen zehn, 20 Jahren geworden“, bestätigt der jetzige Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger. Früher, berichtet Meidinger, sei es in den Familien Usus gewesen, die Entscheidungen der Schule zu akzeptieren. „Heute hingegen übernehmen Eltern oft grundsätzlich die Position der Kinder. Es gibt einen Verfall der Autorität von Lehrern, das betriff aber auch andere Amtspersonen wie Rettungskräfte, Polizisten, Finanzbeamte.“ </p>
<p>Dazu komme bei manchen Eltern die Angst, dass aus dem Kind nur etwas wird, wenn es den besten Abschluss bekommt. Ein Spitzen-Abi muss her. Auch zweien werden von Eltern angefochten. Freia Peters weiß: „Laut einer repräsentativen Umfrage unter Schulleitern im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) hat sowohl die verbale als auch die körperliche Gewalt gegen Lehrer zwischen 2018 und 2020 deutlich zugenommen.“ Als Beispiele nannte der VBE Drohungen beim Elternabend, eskalierende Gespräche, Briefe und Drohungen mit Strafanzeigen oder Berufsverboten. </p>
<p><strong>Eltern sollten die Selbstständigkeit ihrer Kinder fördern</strong></p>
<p>Auch Kinderarzt Axel Gerschlauer beobachtet, dass einige Eltern einer gesunden Entwicklung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ihrer Kinder im Weg stehen. Axel Gerschlauer erklärt: „In der Schule etwa tauchen immer mehr Probleme im Verhalten der Kinder auf. Eine ergotherapeutische Behandlung wird von Eltern mit Abstand am häufigsten angefragt. Die ist aber nur gut, wenn es tatsächlich ein gezieltes Problem gibt und nicht, wenn das Kind einfach nur unruhig oder unkonzentriert ist.</p>
<p>Die Zahl der Entwicklungsstörungen bei Kindern in Sprache und Motorik ist in den vergangenen Jahren überproportional angestiegen, ebenso wie die psychosozialen Folgekrankheiten. Peter Borusiak ist Chefarzt des Kinderneurologischen Zentrums der LVR-Klink Bonn und behandelt vor allem Kinder mit Entwicklungsstörungen – in enger Zusammenarbeit mit den Eltern. „Die Kinder sind manchmal ein Spiegel dessen, was in den Familien abläuft, sagt Peter Borusiak. Quelle: „Auch Note zwei wird angefochten“ von Freia Peters in „DIE WELT“ vom 19. Januar 2023</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/freia-peters-eltern-versus-lehrer.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Talente brauchen eine individuelle Förderung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-talent-und-lebensglueck.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-talent-und-lebensglueck.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 May 2021 22:04:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Talent]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2708</guid>

					<description><![CDATA[Unzweifelhaft hat eine Gesellschaft sehr wohl Einfluss darauf, welchen Stellenwert bestimmte Talente haben und wie man besonders günstige Bedingungen für sie schafft. Österreich und Deutschland sind daher gut beraten, die individuelle Förderung von Talenten auf möglichst vielen, heute vielleicht auch gar nicht erkannten Gebieten zur nationalen Priorität zu machen. Andreas Salcher rät: „Es sollte uns ... <a title="Talente brauchen eine individuelle Förderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-talent-und-lebensglueck.html" aria-label="Mehr Informationen über Talente brauchen eine individuelle Förderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unzweifelhaft hat eine Gesellschaft sehr wohl Einfluss darauf, welchen Stellenwert bestimmte Talente haben und wie man besonders günstige Bedingungen für sie schafft. Österreich und Deutschland sind daher gut beraten, die individuelle Förderung von Talenten auf möglichst vielen, heute vielleicht auch gar nicht erkannten Gebieten zur nationalen Priorität zu machen. Andreas Salcher rät: „Es sollte uns zu denken geben, welchen Stellenwert Singapur seinen Lehrern zukommen lässt und welche Ergebnisse dieser erst 1965 gegründete Staat damit schon erzielt hat.“ Singapur, das keinerlei natürliche Rohstoffe oder Anbauflächen besitzt, hat erkannt, was der wichtigste Rohstoff einer Nation ist: das geistige Potenzial ihrer Kinder. Natürlich spielen dabei auch volkswirtschaftliche Überlegungen mit dem Ziel, sich nationale Vorteile zu verschaffen, eine gewichtige Rolle. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2708"></span></p>
<p><strong>Talente sind wertvoll und müssen anerkannt werden</strong></p>
<p>Aber es gibt einen wesentlich wichtigeren Grund, warum man dem Entdecken und Fördern von Talenten in Österreich und Deutschland einen viel höheren Stellenwert geben sollte. Andreas Salcher erklärt: „Und der betrifft uns alle. Es geht um unser persönliches Glück. Viele Studien bestätigen, dass Geld, Sicherheit und ein bestimmtes Maß an Komfort für uns durchaus notwendig sein mögen, aber nicht entscheidend sind. Für ein glückliches Leben brauchen wir das Gefühl, dass unsere Talente wertvoll sind und anerkannt werden.</p>
<p>Voraussetzung dafür ist, dass man diese Begabungen rechtzeitig erkennt und fördert. Aus einem talentierten Kind wird dann ein auf seinem Gebiet erfolgreicher Erwachsener, wenn es ihm selbst große Freude macht, sein Talent möglichst intensiv auszuleben. Eine unterstützende Familie erweist sich dabei als sehr hilfreich und enthusiastische Lehrer können einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, damit Begabungen nicht ins Schwarze Loch abstürzen. </p>
<p><strong>Jeder schreibt die Geschichte seines Lebens selbst</strong></p>
<p>Eigentlich ginge es nur darum, diese natürliche Neugier und Freude, die in jedem Kind stecken, lebendig zu halten. Eine große Chance bestünde darin, dass die meisten Kinder durchaus gerne in die Volksschule gehen, die Mädchen allerdings deutlich lieber als die Buben. Die Freude an der Schule nimmt leider in der Mittelstufe deutlich ab. Der wichtigste Faktor ist eindeutig die Eigenmotivation jedes talentierten Kindes. Es hat sein Schicksal selbst in der Hand. </p>
<p>„Du schreibst die Geschichte deines Lebens selbst – und du kannst deine eigene Legende schaffen, oder auch nicht“, meint die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende. Das Wichtigste für ein Kind sind entwicklungspsychologisch unumstritten die ersten drei Lebensjahre. Eine intensive emotionale Beziehung zur Mutter oder einer anderen fixen Bezugsperson prägt entscheidend die psychische Gesundheit und Stabilität der Persönlichkeit für den Rest des Lebens. Eine tiefe Verletzung des Kindes in den ersten drei Jahren lässt sich nur sehr schwer wiedergutmachen. Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-talent-und-lebensglueck.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lehrer müssen Bezugspersonen sein</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/lehrer-muessen-bezugspersonen-sein.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/lehrer-muessen-bezugspersonen-sein.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspersonen]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2642</guid>

					<description><![CDATA[Viele Eltern erwarten von den Lehrern, dass sie in die Rolle des Löwenbändigers, des Sozialarbeiters und des Psychotherapeuten schlüpfen. Zudem sollten sie die Rolle als Showmaster im Unterricht, der Fachkapazität und des Entdeckers von Talenten perfekt erfüllen. Andreas Salcher warnt: „Wir dürfen aber den Lehrer nicht nur auf seine Funktion als Wissensvermittler reduzieren, wie wir ... <a title="Lehrer müssen Bezugspersonen sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/lehrer-muessen-bezugspersonen-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Lehrer müssen Bezugspersonen sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Eltern erwarten von den Lehrern, dass sie in die Rolle des Löwenbändigers, des Sozialarbeiters und des Psychotherapeuten schlüpfen. Zudem sollten sie die Rolle als Showmaster im Unterricht, der Fachkapazität und des Entdeckers von Talenten perfekt erfüllen. Andreas Salcher warnt: „Wir dürfen aber den Lehrer nicht nur auf seine Funktion als Wissensvermittler reduzieren, wie wir das leider in der Vergangenheit getan haben.“ Denn Lehrer haben immer zwei Aufgaben gehabt. Erstens Wissen und Verständnis zu vermitteln. Zweitens Bezugsperson für die Kinder zu sein und somit auch Verantwortung für die Erziehung auszuüben. Die heute immer wichtiger Aufgabe des Lehrers als Bezugsperson wird weder im „Besoldungsrecht“ honoriert noch gefördert. Ohne eine funktionierende Beziehung zwischen Lehrer und Schüler findet Lernen aber nicht statt. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2642"></span></p>
<p><strong>In den Schulen müssen mehr Psychologen arbeiten</strong></p>
<p>Lehrer müssen den Kindern zuhören, auch wenn sie scheinbar nicht reden wollen. Sie müssen den Schülern das Gefühl geben, dass man sie in ihrer Welt versteht und akzeptiert. Zudem sollten sie den Kindern Verantwortung für das eigene Leben beibringen. Andreas Salcher möchte jedoch nicht missverstanden werden. Lehrer und Sozialarbeiter sind immer noch zwei unterschiedliche Berufe mit verschiedenen Kompetenzen. Und sie sollen das in Zukunft auch bleiben.</p>
<p>Der Lehrer der Zukunft wird aber sicher verstärkt Fähigkeiten von Sozialarbeitern benötigen, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Denn Sozialberufe sind beide. Andreas Salcher fordert: „Wir werden aber auch mehr Sozialarbeiter und Psychologen in den Schulen brauchen. Die oft nur wenige Stunden zur Verfügung stehenden Schulpsychologen werden für die immer größere Anzahl von vernachlässigten Kindern in Zukunft sicher nicht ausreichen.“ Studien zeigen eindeutig, wie wichtig es für eine Gesellschaft ist, in die kleinsten sozialen Einheiten wie Schule, Vereine und andere lokale Beziehungsnetzwerke zu investieren.</p>
<p><strong>Problemschüler können das Klassenzimmer zur Hölle machen</strong></p>
<p>Das ist langfristig weit kostengünstiger, als später die Kosten für mehr Polizei, Gefängnisse, Arbeitslosengeld, Spitäler oder teure soziale Betreuungseinrichtungen zu tragen. Denn das Gefühl einer vernachlässigten Generation, die sich ungerecht behandelt und chancenlos fühlt, schlägt schnell in Wut und Kriminalität um. Schüler sind total verschieden. Umso schwieriger wird es aber, wenn sich unter 25 Schülern ein echtes Problemkind befindet. Dieses eine Kind kann das Klassenzimmer für alle anderen 24 und für den Lehrer zur Hölle machen.</p>
<p>Ganz besonders schlimm wird es, wenn der Lehrer, selbst labil und oft uneinsichtig für Hilfestellung, zum Täter werden könnte. Dann kann er die Lebenswege von Generationen von Schülern zerstören. Andreas Salcher weiß: „Fast jedem von uns ist so ein Schüler oder Lehrer in seiner eigenen Schulzeit mindestens einmal begegnet. Jeder Direktor weiß genau, wer die Problemschüler und unqualifizierten Lehrer an seiner Schule sind. Aber von beiden kann er sich leider nur in Extremfällen trennen. Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/lehrer-muessen-bezugspersonen-sein.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der klassische Unterricht stößt Schüler ab</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-klassische-schulunterricht-stoesst-die-schueler-ab.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/der-klassische-schulunterricht-stoesst-die-schueler-ab.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2021 01:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Talent]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2593</guid>

					<description><![CDATA[Die positive Wirkung einer harmonischen Familie, die ihr Kind fördert und unterstützt, kann von demotivierenden negativen Lernerfahrungen in der Schule unterminiert werden. Andreas Salcher erläutert: „Der Einfluss der Schule kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn es darum geht, ob Talente in der schwierigen Zeit der Pubertät überleben oder im Schwarzen Loch versinken.“ Es ... <a title="Der klassische Unterricht stößt Schüler ab" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-klassische-schulunterricht-stoesst-die-schueler-ab.html" aria-label="Mehr Informationen über Der klassische Unterricht stößt Schüler ab">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die positive Wirkung einer harmonischen Familie, die ihr Kind fördert und unterstützt, kann von demotivierenden negativen Lernerfahrungen in der Schule unterminiert werden. Andreas Salcher erläutert: „Der Einfluss der Schule kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn es darum geht, ob Talente in der schwierigen Zeit der Pubertät überleben oder im Schwarzen Loch versinken.“ Es ist keineswegs mangelndes Interesse, zu lernen, sondern offensichtlich die Art des klassischen Schulunterrichts, die Schüler so abstößt. Die Zeit im regulären Unterricht empfindet die überwiegende Mehrzahl als langweilig. Überspitzt formulier kann man sagen, das Positive an der Schule sind für die Schüler die Pausen sowie die gemeinsame Zeit mit den Klassenkameraden auf dem Weg nach Hause. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2593"></span></p>
<p><strong>„Meisterlehrer“ werden zu Idolen der Jugendlichen</strong></p>
<p>Das gilt besonders für hoch talentierte Schüler. Es ist ein verheerender Befund, den die Schüler den Schulen ausstellen. Die Schlüsselrolle bei der Förderung von Talenten nehmen in der Schule Lehrer ein. Und zwar diejenigen, die sich nicht mit der Rolle des theoretischen Wissensvermittlers zufriedengeben, sondern Begeisterung für ihr Fach wecken können und persönliche Beziehungen zu ihren Schülern aufbauen. Ihnen ist es ein leidenschaftliches Anliegen, ihre Schüler im Unterricht stark zu aktivieren und sie nach ihren Leistungsmöglichkeiten zu fordern. </p>
<p>Andreas Salcher weiß: „Viele Jugendliche finden das Leben der Erwachsenen, die sie kennen, also das ihrer Eltern und Verwandten, total langweilig und sinnentleert.“ Enthusiastische Lehrer vermitteln ihren Schülern dagegen, dass das Leben mehr ist, als seine Zeit lustlos im Beruf abzudienen, jeden Monat sein Geld zu erhalten und sich auf das Wochenende zu freuen. „Meisterlehrer“ sind einfach interessante Menschen. Sie werden dann zu Idolen der Jugendlichen. </p>
<p><strong>Schlechter Unterricht frustriert talentierte Schüler</strong></p>
<p>Die Chance, dass ein individuelles Talent entdeckt und ausgeübt werden kann, hängt sehr von der Wertschätzung ab, die eine Kultur einem bestimmten Fachgebiet entgegenbringt. Daher geht schon eine Vielzahl von Talenten verloren, weil sowohl die wirtschaftlichen als auch die praktischen Möglichkeiten fehlen, damit sich bestimmte Talente überhaupt entwickeln können. Die wichtigste Aufgabe der Erziehung besteht darin, ein Umfeld zu schaffen, das bei Schülern Glückserlebnisse auslöst, wenn sie ihre Talente ausüben. </p>
<p>Der wichtigste individuelle Faktor, der über Erfolg oder Scheitern begabter Kinder entscheidet, ist, dass die später Erfolgreichen in der Pubertät sehr konzentriert und mit hohem Zeitaufwand ihr Talent ausüben, es zu ihrem wichtigsten Lebensinhalt machen. Sie lassen sich weniger als vergleichbare Teenager von anderen Dingen ablenken. Je talentierter ein Kind ist, desto frustrierter reagiert es auf schlechten Unterricht. Doch sind engagierte Lehrer oft die einzige Chance für talentierte Schüler, wenn sie zu Hause nicht unterstützt werden. Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/der-klassische-schulunterricht-stoesst-die-schueler-ab.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lehrer müssen ihre Schüler wahrnehmen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-paedagogik.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-paedagogik.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2021 01:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Padagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2588</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt neurobiologische Konstruktionsmerkmale von Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören, dass die im Kopf des Kindes angesiedelten Motivationssysteme nur dann anspringen, wenn die Kinder oder Jugendlichen spüren, dass sie persönlich wahrgenommen und „gesehen“ werden. Joachim Bauer erläutert: „Ohne Beziehung keine Motivation. Im Kern der pädagogischen Beziehung stehen Spiegelungs- und Resonanzvorgänge. Kinder und Jugendliche spüren, ob ... <a title="Lehrer müssen ihre Schüler wahrnehmen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-paedagogik.html" aria-label="Mehr Informationen über Lehrer müssen ihre Schüler wahrnehmen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt neurobiologische Konstruktionsmerkmale von Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören, dass die im Kopf des Kindes angesiedelten Motivationssysteme nur dann anspringen, wenn die Kinder oder Jugendlichen spüren, dass sie persönlich wahrgenommen und „gesehen“ werden. Joachim Bauer erläutert: „Ohne Beziehung keine Motivation. Im Kern der pädagogischen Beziehung stehen Spiegelungs- und Resonanzvorgänge. Kinder und Jugendliche spüren, ob sie von ihrer Lehrperson wahrgenommen werden.“ Erfahrene Lehrkräfte haben eine persönlich gefärbte, unangestrengte Praxis des „Sehens“ ihrer Klasse entwickelt. Voraussetzung ist, dass die Lehrkraft ihre Klasse im Blick hat, die von ihren Schülern ausgehenden Signale wahrnimmt. Zudem muss sie spüren, was in der Klasse los ist und welcher Art die Intervention sein sollte, die von Lehrerseite in einer gegebenen Situation gefragt ist. Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Bestsellerautor von Sachbüchern. <span id="more-2588"></span></p>
<p><strong>Der Lehrerberuf gehört zu den anspruchsvollsten Tätigkeiten</strong></p>
<p>Von zentraler Bedeutung ist eine Balance von empathischem Verstehen und überzeugender Führung. Dies bedeutet, dass die Lehrkraft nicht nur in sich Resonanz auf ihre Klasse zulässt, sondern umgekehrt ihrerseits so auftritt, dass sie in ihren Schülern Resonanz auslöst. Joachim Bauer weiß: „Entscheidend für Letzteres ist ein hohes Maß an körperlicher und geistiger Präsenz.“ Diese entsteht dadurch, dass die Lehrkraft mit sich, so wie sie ist, in hohem Maße identisch ist. Also zu sich und ihren Überzeugungen steht und eine freundlich sowie zugewandte, aber klare Haltung hat.</p>
<p>Außerdem muss der Lehrer selbst Freude am zu vermittelnden Stoff haben und einen didaktischen Plan, wie er diesen den jungen Menschen nahebringen will. Der Lehrerberuf gehört zu den anspruchsvollsten und anstrengendsten Berufen, die westliche Gesellschaften derzeit zu vergeben haben. Viele Kinder und Jugendliche in den westlichen Gesellschaften erleben die Schulen nicht als das, was sie sein sollten. Nämlich als hochwertige, von der Gesellschaft teuer bezahlte Angeboten. </p>
<p><strong>Kompetenzen entscheiden über das Lebensglück</strong></p>
<p>Diese sollen es jedem jungen Menschen ermöglichen, kostenlose Kompetenzen zu erwerben, die später einmal über das Lebensglück entscheiden. Bei vielen Erwachsenen und in Teilen der pädagogischen Szene ist leider die Vorstellung verbreitet, tief im Kind schlummere eine Persönlichkeit, die sich von ganz allein entfalte, wenn man ihr nur nichts Hemmendes entgegensetze. Richtig ist zwar: Was Kinder von sich aus mitbringen, ist natürliche Neugierde, Wissensdurst und Entdeckerfreude, Kreativität sowie eine natürliche Liebe zu Bewegung und Musik. </p>
<p>Doch worauf sollen sich Neugierde, Entdeckerfreude und die Kreativität des Kindes richten? Wenn man die Kinder nicht erzieht und ihren qualitativ hochwertige Angebote zur Verfügung stellt, werden sie mental verenden. Das passiert, wenn man sie den Medien und dem Internet überlässt, für die Kinder und Jugendliche nichts weiter als eine Profitquelle oder eine Ressource für verschieden Formen des Missbrauchs sind. Kinder zu motivieren, dass sie Kompetenzen erwerben, bedeutet nicht, zur repressiven Pädagogik zurückzukehren. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-paedagogik.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Begeisterung beim Lernen schlägt alles</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/begeisterung-beim-lernen-schlaegt-alles.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/begeisterung-beim-lernen-schlaegt-alles.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 06:39:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2278</guid>

					<description><![CDATA[Kinder lernen, weil sie neugierig sind. Allerdings macht das Lernen von Formeln oder Vokabeln selten Spaß. Dabei wird Spaß mit Freude verwechselt. Andreas Salcher weiß: „Anstrengung beim Erlernen einer neuen Fähigkeit ist eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, um bei deren Ausübung Freude empfinden zu können. Diese Freude ist wiederum Antriebsfeder, um die nächste Stufe der ... <a title="Begeisterung beim Lernen schlägt alles" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/begeisterung-beim-lernen-schlaegt-alles.html" aria-label="Mehr Informationen über Begeisterung beim Lernen schlägt alles">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder lernen, weil sie neugierig sind. Allerdings macht das Lernen von Formeln oder Vokabeln selten Spaß. Dabei wird Spaß mit Freude verwechselt. Andreas Salcher weiß: „Anstrengung beim Erlernen einer neuen Fähigkeit ist eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, um bei deren Ausübung Freude empfinden zu können. Diese Freude ist wiederum Antriebsfeder, um die nächste Stufe der Kompetenz zu erklimmen.“ Sonst würde fast niemand die von ständigen Fehlern gekennzeichneten Anfangsphasen beim Erlernen von Tennis, Skifahren oder einer Fremdsprache überwinden. Wer beim Radfahren unsicher wackelt, wird nicht auf den Tretroller zurückgesetzt. Sondern man motiviert ihn, mehr zu üben und sich über den Erfolg zu freuen. Voraussetzung für das Funktionieren jenes Grundprinzips der Eigenmotivation ist das Erkennen, warum eine Anstrengung Sinn macht. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2278"></span></p>
<p><strong>Lernende müssen vom Sinn ihres Tuns überzeugt sein</strong></p>
<p>Man muss die notwendigen Voraussetzungen haben, gut vorbereitet sein und vor allem von der Sinnhaftigkeit seines Tuns überzeugt sein. Das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Ein logisches Prinzip, dass man leider ausgerechnet in vielen Schulen außer Kraft zu setzen versucht. Dabei entsteht viel Leid bei allen Betroffenen. Dabei gäbe es ein einfaches Prinzip: Begeisterung beim Lernen schlägt alles. Man weiß heute ganz genau, nach welchen Prinzipien Kinder idealerweise lernen.</p>
<p>Erstens: „trial and error“, also ausprobieren und Fehler machen. Kinder lernen beispielsweise zu gehen, indem sie sich aufrichten, hinfallen, sich wiederaufrichten, einige Schritte gehen, hinfallen und sich wiederaufrichten. Eltern kämen wohl nie auf die Idee, ihren Kindern, nachdem diese zehnmal hingefallen sind, zu sagen: „Du bist leider zu dumm zum Zweibeiner, du kommst in die Gruppe mit den Vierbeinern.“ In vielen Schulen geschieht aber genau das. Denn dort zählt man die gescheiterten Versuche und nicht die erfolgreichen.</p>
<p><strong>Lehrer sollen bei den Schülern die Neugierde wecken</strong></p>
<p>Zweitens: „Das Voneinander-Lernen“. Eine Erfahrung, die wohl fast alle Schüler gemacht haben, wenn der Beste in Mathematik in der großen Pause etwas erklärte, was einem der Lehrer in einem halben Jahr nicht verständlich machen konnte. Der erklärende Schüler erreicht sogar ein höheres Lernniveau. Denn auf diese Weise wird ihm bewusst, falls er etwas nicht zu hundert Prozent verstanden hat. Andreas Salcher schränkt ein: „Die Anwendung dieses Prinzips funktioniert allerdings nur, wenn einige Schüler tatsächlich schon so weit sind, dass sie anderen etwas vermitteln können.“</p>
<p>Drittens: „Kinder lernen gerne, wenn sie den Sinn für sich erkennen.“ In der Schule bewegen sie sich spielerisch in den sozialen Netzwerken, weil sie sonst schnell den Anschluss an ihre Freunde verlieren. Stehen dagegen im Physikunterricht die technischen Grundlagen all dieser Wundersachen auf dem Lehrplan, langweilen sie sich schnell. Dabei könnte ihre Neugierde geweckt werden, wenn man ihnen einmal erklären würde, welche Zauberdinge in ihrem Smartphone drinnen sind, um damit an ihre Erlebniswelt anzuknüpfen. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/begeisterung-beim-lernen-schlaegt-alles.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lehrer erkennen selten Hochbegabte</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/lehrer-erkennen-selten-die-begabungen-ihrer-schueler.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/lehrer-erkennen-selten-die-begabungen-ihrer-schueler.html#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2020 06:29:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begabung]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2226</guid>

					<description><![CDATA[Begabte Kinder sind ein bisschen anders. Das österreichische Schulsystem hat sich schon immer schwer getan, Hochbegabte zu erkennen. Wie schwer tut es sich erst, die Talente von normal begabten Kindern zu entdecken. Andreas Salcher kritisiert: „Eines der größten Defizite unserer Lehrerausbildung ist die Tatsache, dass zukünftige Lehrer über das Erkennen von Begabungen wenig bis gar ... <a title="Lehrer erkennen selten Hochbegabte" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/lehrer-erkennen-selten-die-begabungen-ihrer-schueler.html" aria-label="Mehr Informationen über Lehrer erkennen selten Hochbegabte">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Begabte Kinder sind ein bisschen anders. Das österreichische Schulsystem hat sich schon immer schwer getan, Hochbegabte zu erkennen. Wie schwer tut es sich erst, die Talente von normal begabten Kindern zu entdecken. Andreas Salcher kritisiert: „Eines der größten Defizite unserer Lehrerausbildung ist die Tatsache, dass zukünftige Lehrer über das Erkennen von Begabungen wenig bis gar nichts lernen.“ Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen richtiger Förderung von Hochbegabung und dem daraus resultierenden Lebenserfolg untersucht. Die Ergebnisse machen deutlich, dass ein hohes Begabungspotential allein nicht ausreicht, sondern dass sehr wohl eine kompetent fördernde Umwelt notwendig ist. Die menschlich weit noch tragischere Variante der mangelnden Entdeckung von Hochbegabten liegt in den „hochbegabten Schulversagern“. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2226"></span></p>
<p><strong>Die besten Schüler erleben soziale Isolierung</strong></p>
<p>Hochbegabte machen schon oft in der Kindheit die Erfahrung, dass sie durch ihr ständiges Fragen sowie durch die im Vergleich zu Normalbegabten schnellere Auffassungsgabe weder von ihren Lehrern noch von ihren Kameraden soziale Wertschätzung beziehen. Sie reagieren auf dieses von ihnen wahrgenommene „Anderssein“ oft mit einer bewussten Flucht in die Leistungsvermeidung. Die andere beobachtete Verhaltensweise ist der Rückzug in die eigene Person. Oberflächlich wird dies als totales Desinteresse am Unterricht empfunden.</p>
<p>Andreas Salcher weiß: „Das Elend der besten Schüler besteht dann in der sozialen Isolierung. Sie werden als Besserwisser und Streber gebrandmarkt. Zudem gelten sie als Störenfriede und Querulanten.“ Soziales Wohlbefinden durch Angenommensein ist seiner Meinung nach eben ein wesentlicher Lernfaktor. Um der Isolierung in der Klasse zu entgehen, erbringen solche Kinder manchmal unbewusst oder absichtlich schlechtere Leistungen. Daher ist es eine völlige Illusion zu glauben, dass besonders Begabte ohnehin privilegiert seien und jede zusätzliche Förderung ungerecht wäre.</p>
<p><strong>Hochbegabte setzen sich nicht automatisch durch</strong></p>
<p>Sie sind oft sehr unglückliche und sozial isolierte Menschen. Jeder, der die oft tragischen Lebensgeschichten von Hochbegabten studiert hat, wird das sofort erkennen. Es ist ein wissenschaftlich widerlegter Mythos, dass sich Begabte automatisch durchsetzen. Sie bedürfen vor allem eines rechtzeitigen Erkennens ihres Talents und einer kompetenten Förderung. Für einen der wichtigsten österreichischen Naturwissenschaftler, den Genetiker Markus Hengstschläger ist es einfach nicht „chic“, Naturwissenschaften zu studieren.</p>
<p>Es fehlen in Österreich die Helden der Forschung. Kinder, die trotzdem eine Karriere in der Wissenschaft anstreben, wird oft von den Eltern abgeraten. Sie sehen diese Laufbahn als sehr schwierig und vor allem als wenig lukrativ an. Dennoch hat es in Österreich hervorragende und weltberühmte Wissenschaftler gegeben. Andreas Salcher nennt einige Namen: „Denken wir zum Beispiel nur an den Entdecker der Blutgruppen Karl Landsteiner, an den „Vater“ der Quantenphysik Erwin Schrödinger oder an den Verhaltensforscher Konrad Lorenz.“ Quelle: „Der talentierte Schüler und seine Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/lehrer-erkennen-selten-die-begabungen-ihrer-schueler.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
