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	<title>Kind &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Erich Fromm schreibt „Die Kunst des Liebens“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 May 2025 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Fromm]]></category>
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					<description><![CDATA[Albert Kitzler schreibt: „An erster Stelle sollen hier einige Gedanken des Psychoanalytikers, Philosophen und Sozialpsychologen Erich Fromm wiedergegeben werden, der in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts in seinem Weltbestseller „Die Kunst des Liebens“, aber auch in anderen Büchern, das Wesen der Liebe beschrieben und den Zusammenhang von Liebe und Lebensglück herausgearbeitet hat.“ Erich Fromm stellt ... <a title="Erich Fromm schreibt „Die Kunst des Liebens“" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/albert-kitzler-erich-fromm.html" aria-label="Mehr Informationen über Erich Fromm schreibt „Die Kunst des Liebens“">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Albert Kitzler schreibt: „An erster Stelle sollen hier einige Gedanken des Psychoanalytikers, Philosophen und Sozialpsychologen Erich Fromm wiedergegeben werden, der in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts in seinem Weltbestseller „Die Kunst des Liebens“, aber auch in anderen Büchern, das Wesen der Liebe beschrieben und den Zusammenhang von Liebe und Lebensglück herausgearbeitet hat.“ Erich Fromm stellt die fundamentale Bedeutung der Liebe für ein gelingendes Leben heraus und betont ihre Verwurzelung in dem Erlebnis der vorgeburtlichen Einheit mit der Mutter und der Natur. Auf der Grundlage eines umfangreichen psychologischen, philosophischen, soziologischen, anthropologischen und kulturhistorischen Wissens stellt er die verschiedenen Erscheinungsformen der Liebe im weitesten Sinne dar. Philosoph und Medienanwalt Dr. Albert Kitzler gründete 2010 „Maß und Mitte – Schule für antike Lebensweisheit und eröffnete ein Haus der Weisheit in Reit im Winkl. <span id="more-6016"></span></p>
<p><strong>Die Bindung des Kindes an die Mutter ist die elementarste</strong></p>
<p>Zudem weist Erich Fromm auf die Entstehungsbedingungen der Liebe, aber auch auf ihre pervertierten und krankhaften Erscheinungen hin. Er betont die Bedeutung der Liebe für die Selbstverwirklichung, seelische Gesundheit und Lebensfreude sowie für ein gedeihliches Zusammenleben. Erich Fromm schreibt: „Die elementarste der natürlichen Bindungen, ist die Bindung des Kindes an die Mutter.“ Das Kind beginnt sein Leben im Mutterleib und sogar noch nach der Geburt bleibt das Kind körperlich hilflos und völlig von der Mutter abhängig.</p>
<p>Das Kind erlebt die Mutter in diesen entscheidenden ersten Lebensjahren als die Quelle des Lebens, als eine allumfassende, beschützende, nährende Kraft. Albert Kitzler fügt hinzu: „Die Mutter ist Nahrung; sie ist Liebe; sie ist Wärme; sie ist Erde. Von ihr geliebt zu werden, bedeutet lebendig sein, verwurzelt sein, daheim sein.“ Genauso wie die Geburt bedeutet, dass man den umhüllenden Schutz des Mutterleibes verlassen muss, so bedeutet das Heranwachsen, dass man die schützende Welt der Mutter zu verlassen hat.</p>
<p><strong>Die Bindung an die Mutter ist auch eine Bindung an die Natur</strong></p>
<p>Aber selbst bei reifen Erwachsenen verliert sich die Sehnsucht nach jener einmal vorhandenen Situation nie völlig. Albert Kitzler weiß: „An anderer Stelle weist Erich Fromm darauf hin, dass die Bindung an die Mutter auch eine Bindung an die Natur ist, mit der man – vermittelt durch den Leib der Mutter – eine Einheit bildet.“ Die durch die Geburt vollzogene Trennung würde zum Erlöschen des Lebens führen, wenn an die Stelle der ursprünglichen Einheit keine neuen zwischenmenschlichen Beziehungen treten.</p>
<p>Der Mensch ist aus seiner ursprünglichen Einheit mit der Natur, die für das Leben der Tiere kennzeichnend ist, herausgerissen. Albert Kitzler ergänzt: „Die Notwendigkeit, mit anderen lebenden Wesen eine Verbindung einzugehen, mit ihnen in Beziehung zu stehen, ist ein unverzichtbares Bedürfnis, von dessen Befriedigung die geistige Gesundheit des Menschen abhängt.“ In der Liebe erlebt der Mensch ein neues Gefühl der Einheit, des Teilens und des Einsseins. Quelle: „Die Weisheit der Liebe“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Trotz beginnt schon in der Babyzeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 01:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Alter zwischen zwei und sechs Jahren können simple Situationen heftigen Trotz auslösen. Für Eltern ist die Autonomiephase, wie man die Zeit der beginnenden Selbstständigkeit des Kleinkindes nennt, oft belastend. Wie reagiert man auf Wutanfälle? Und wie können Kinder lernen, mit Gefühlsausbrüchen umzugehen? Kinder wissen schon früh, was sie wollen. Und das teilen sie deutlich ... <a title="Trotz beginnt schon in der Babyzeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/evelyn-steinbach-trotzphase-kind.html" aria-label="Mehr Informationen über Trotz beginnt schon in der Babyzeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Alter zwischen zwei und sechs Jahren können simple Situationen heftigen Trotz auslösen. Für Eltern ist die Autonomiephase, wie man die Zeit der beginnenden Selbstständigkeit des Kleinkindes nennt, oft belastend. Wie reagiert man auf Wutanfälle? Und wie können Kinder lernen, mit Gefühlsausbrüchen umzugehen? Kinder wissen schon früh, was sie wollen. Und das teilen sie deutlich mit. „Trotz beginnt schon in der Babyzeit“, erklärt die Pädagogin und Buchautorin Susanne Mierau. Zum Beispiel, wenn es sich abwendet und nicht wickeln lassen will, so die Expertin. Noch schafft man es, das Baby abzulenken. Ab zwei Jahren wird das schwieriger. Die Sprache kommt dazu, die Kinder werden stärker und motorisch geschickter. Ein lautstarkes „Nein“ oder „Ich will aber nicht“ ist nicht mehr zu überhören. <span id="more-4017"></span></p>
<p><strong>Frust und Enttäuschung gehören zum Alltag von Kleinkindern</strong></p>
<p>„Die Hochphase der Autonomiebestrebungen liegt bei drei bis vier Jahren“, sagt Sebastian Arnold vom Berufsverband der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (bkj). „Kinder lernen in dieser Zeit, dass sie einen eigenen Willen haben und bestimmen können, kommen aber in ihrem Ausdruck an ihre Grenzen.“ Eltern sollten die Phase gut begleiten. Denn „wie Kinder sie durchleben, hat Auswirkungen auf das gesamte Leben“, so Susanne Mierau. Frust und Enttäuschung gehören im Alltag von Kleinkindern, wo viel Neues entdeckt wird, dazu. </p>
<p>„Das Gehirn befindet sich noch in der Reifung“, sagt Sebastian Arnold. Kinder müssen erst lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen. „Eine Trotzreaktion ist wie ein Kurzschluss“, meint er. „Die Sicherung brennt durch und es fehlt noch an einem Weg daran vorbei.“ Gleichzeitig lernt das Kind viel über seine Wirkung auf andere. „Wenn Kinder ihre Eltern ärgern, dann vor dem Hintergrund zu schauen, was sie bewirken können“, so der Familientherapeut. Bewusstes provozieren stecke nicht dahinter, das können sie erst viel später. </p>
<p><strong>Alte Erziehungsstile haben ausgedient</strong></p>
<p>Trotzen ist demnach kein Fehlverhalten, sondern eine innere Not, die raus muss. „Wenn Gefühle unterdrückt werden, kommen sie später als Bumerang zurück“, weiß Sebastian Arnold. Oft seien solche Kinder dann im Grundschulalter oder in der Pubertät auffälliger. Susanne Mierau warnt vor alten Erziehungsstilen: „Kinder mussten früher gehorchen, sie durften keinen eigenen Willen zeigen, und wenn doch, so wurden Strafen eingesetzt, um diesen zu unterdrücken“, erzählt sie. </p>
<p>Besser ist, in einer Trotzreaktion ruhig zu bleiben, durchzuatmen und abzuwarten, so der Experte. „Oft hilft es, den Wutanfall auszusitzen und einfach in der Nähe des Kindes zu bleiben – etwa mit Körperkontakt, wenn es das zulässt,“ sagt er. Auf ein Kind einzureden, bringt wenig. „Die vielen Worte kommen gar nicht an.“ Äußert sich die Wut körperlich, sollten Eltern sagen: „Mir tut es weh, wenn du mich haust.“ Selbst laut und wütend zu werden ist keine gute Idee. „Das verschlechtert die Situation“, sagt Susanne Mierau. Quelle: „Die Trotzphase des Kindes meistern“ von Evelyn Steinbach in der „Passauer Neuen Presse“ vom 29. September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Bedeutung der Mutter ist gigantisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2022 02:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Misshandlung]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus der gesamten Entwicklungspsychologie ist die Bedeutung der elterlichen, insbesondere der mütterlichen Emotionen für das Kind bekannt. Vor allem die Zuneigung vonseiten der Mutter ist von höchster Bedeutung, da diese für die Ausgestaltung des Gefühllebens maßgebend ist. Reinhard Haller betont: „Keine der Wurzeln des Bösen ist so stark, wie es Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern ... <a title="Die Bedeutung der Mutter ist gigantisch" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-bedeutung-der-mutter.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Bedeutung der Mutter ist gigantisch">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der gesamten Entwicklungspsychologie ist die Bedeutung der elterlichen, insbesondere der mütterlichen Emotionen für das Kind bekannt. Vor allem die Zuneigung vonseiten der Mutter ist von höchster Bedeutung, da diese für die Ausgestaltung des Gefühllebens maßgebend ist. Reinhard Haller betont: „Keine der Wurzeln des Bösen ist so stark, wie es Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern durch Väter und insbesondere durch die Mütter sind.“ Unter Kindesmisshandlung versteht man gewaltsame psychische oder physische Beeinträchtigungen von Kindern durch ihre Eltern und Erziehungsberechtigten. Diese Beeinträchtigungen können durch konkrete Handlungen, etwa sexuellen Missbrauch und körperliche Misshandlung, oder durch Unterlassungen, vor allem emotionaler und physischer Natur, zustande kommen. Misshandlungen im engeren Sinne umfassen jene Fälle, in denen die Kinder körperlich verletzt werden, etwa durch Schläge, Stöße, Schütteln, Verbrennungen oder gar Stiche. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3311"></span></p>
<p><strong>Kindesmisshandlungen werden immer weniger gebilligt</strong></p>
<p>Über die Häufigkeit lassen sich nicht einmal verlässliche Angaben machen, da die meisten Fälle nicht bekannt und angezeigt werden. Studien zeigen, dass circa die Hälfte bis zwei Drittel der deutschen, österreichischen und schweizerischen Eltern ihre Kinder körperlich bestrafen, obwohl 85 Prozent der Eltern bei Befragungen für eine gewaltfreie Erziehung plädieren. Oft stellt Kindesmisshandlung, die gesellschaftlich glücklicherweise immer weniger gebilligt wird, den Endpunkt eskalierender Konfliktsituationen dar. </p>
<p>Vater oder Mutter schlagen dann ihre Kinder aus Ohnmacht und Wut oder nehmen kindliches Verhalten als Anlass für ihre Aggressionsabfuhr. Reinhard Haller ergänzt: „Die Überforderung vieler Eltern im Umgang mit schwierigen Kindern wird dadurch belegt, dass das Risiko für Misshandlungen bei geistig und körperlich behinderten Kindern mehr als drei Mal höher liegt. Dies ist nicht nur tragisch, sondern eine besonders verwerfliche Form des Bösen.“ </p>
<p><strong>Misshandlungen gibt es in enorm vielen Varianten</strong></p>
<p>Misshandlungen im weiteren Sinne, also auch solche emotionaler Natur, sind vielleicht weniger verpönt, werden aber häufiger praktiziert. Dazu gehören Bestrafung durch Liebesentzug, ständiges Schimpfen und sexuelle Schädigungen ohne direkten oder intensiven Körperkontakt, wie zum Beispiel gemeinsames Betrachten von Pornofilmen, Berühren der Brust eines Mädchens oder sexualisiertes Küssen. Psychische Misshandlungen bestehen ferner in allen Handlungen oder Unterlassungen der Erzieher, welche die Kinder ängstigen, überfordern und ihnen das Gefühl der Wertlosigkeit vermitteln. </p>
<p>Dazu gehören die fehlende emotionale Verfügbarkeit, die Ablehnung und Abwertung des Kindes, das ständige Zuschreiben negativer Eigenschaften, der mangelnde Schutz vor traumatischen oder verwirrenden Erfahrungen oder die Instrumentalisierung der Kinder für elterliche Bedürfnisse. Reinhard Haller betont: „Wenn Kinder zwischen die Fronten elterlicher Auseinandersetzungen geraten und emotional erpresst werden, ist dies besonders schwierig. Zu Recht zählt man zur psychischen Beeinträchtigung auch die Gewaltausübung durch Worte, die man als „verbale Misshandlung“ bezeichnet.“ Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Liebe verwandelt sich in Traurigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2021 02:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eros]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Eros handelt es sich um die begehrende Liebe, die an den Mangel geknüpft ist. Philia ist die freundschaftliche Liebe, die eine Wahl einschließt und auf Gegenseitigkeit beruht. Die sich schenkende und völlig selbstlose Liebe nennt man agape. Diese drei sind ziemlich oft eng miteinander verknüpft, daher kommt dann auch die Komplexität und Mehrdeutigkeit von ... <a title="Die Liebe verwandelt sich in Traurigkeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/frederic-lenoir-liebesbeziehungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Liebe verwandelt sich in Traurigkeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Eros handelt es sich um die begehrende Liebe, die an den Mangel geknüpft ist. Philia ist die freundschaftliche Liebe, die eine Wahl einschließt und auf Gegenseitigkeit beruht. Die sich schenkende und völlig selbstlose Liebe nennt man agape. Diese drei sind ziemlich oft eng miteinander verknüpft, daher kommt dann auch die Komplexität und Mehrdeutigkeit von Liebesbeziehungen. Es ist also wichtig, das man lernt, sich selbst zu erkennen und die eigenen wahren Beweggründe zu durchschauen. Frédéric Lenoir warnt: „Man hat das Recht, eine Leidenschaft auszuleben, aber man sollte dabei auch wissen, dass man jede Form von Realismus verliert! – In jedem Fall verlieren wir jegliche Objektivität.“ Und man sollte auch verstehen, dass man nur allzu oft seine eigenen Defizite, Erwartungen und Bedürfnisse auf den anderen projiziert. Frédéric Lenoir ist Philosoph, Religionswissenschaftler, Soziologe und Schriftsteller. <span id="more-3167"></span></p>
<p><strong>Manchmal wird aus Liebe sogar Hass</strong></p>
<p>Baruch de Spinoza hat das perfekt analysiert. Er definiert die Liebe bündig und sehr treffend als „Lust, verbunden mit der Idee einer äußeren Ursache“. Das trifft für Frédéric Lenoir genau zu: Denn Lust bzw. Freude empfindet man nicht durch die Ursache, sondern durch die Vorstellung, die man sich von ihr macht. Diese Vorstellung kann angemessen oder unangemessen, wahr oder falsch sein. Baruch de Spinoza sagt, dass sich die Liebe früher oder später – wenn die Illusion verflogen ist – in Traurigkeit verwandelt.</p>
<p>Und manchmal verwandelt sich die Liebe sogar in Hass. Dann wirft man dem anderen vor, einen getäuscht oder verraten zu haben. Frédéric Lenoir stellt weiß: „Dieser destruktive Charakter der Liebe ist im Übrigen nicht ausschließlich an die leidenschaftliche Liebe geknüpft.“ Er kann auch in einer Freundschaft oder in einer Eltern-Kind-Beziehung zum Vorschein kommen. Nämlich wenn diese eher auf den Mangel gegründet ist und auf die daraus folgende Vereinnahmung des anderen.</p>
<p><strong>Das Kind soll die Leere der Eltern füllen</strong></p>
<p>Das ist der klassische Fall der Eltern, die ihr Kind nur unter bestimmten Bedingungen lieben. Sie haben ein starkes Besitzgefühl und den Wunsch, dass das Kind das verwirklicht, was sie sich wünschen. So möchten sie über ihre Nachkommenschaft verwirklichen, was ihnen selbst nicht gelungen ist. Wenn ihr Kind versucht, ihrem Einfluss zu entkommen, dann werden sie böse und können sogar die Beziehung vollständig abbrechen. Sie werfen dem Kind vor, dass es sie unglücklich mache und Verrat übe.</p>
<p>Das Kind ist, oft ohne dass die Eltern sich dessen bewusst sind, dazu da, eine Leere oder einen Mangel zu füllen. Frédéric Lenoir erklärt: „Versucht es, der Macht dieser Zuschreibung zu entkommen, wird es zum Verräter.“ Wenn Liebe sich richtig, dauerhaft und tief entfalten soll, braucht man ein Bewusstsein seiner selbst, Erkenntnis, Wohlwollen und Freigiebigkeit. Ob es um den Ehegatten, die Freundin oder um das Kind geht. Immer sollte man dabei im Kopf behalten, dass einem dieser andere nicht gehört. Quelle: „Weisheit“ von Frédéric Lenoir</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Keine Software kann die Eltern ersetzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2021 01:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Talent]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie einfach es ist, seinem Kind Gutes zu tun, bringt Andrew Meltzoff von der Universität Washington auf den Punkt: „Eltern haben alles was nötig ist, um Kinder zur Entdeckung ihrer sozialen Umwelt anzuregen: Gesichter und Mimik, eine Stimme, Hände, Körperwärme. Keine Software, kein elektronisches Spielzeug kann das ersetzen.“ Mihaly Csíkszentmihályi hat empirisch nachgewiesen, dass das ... <a title="Keine Software kann die Eltern ersetzen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-eltern.html" aria-label="Mehr Informationen über Keine Software kann die Eltern ersetzen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie einfach es ist, seinem Kind Gutes zu tun, bringt Andrew Meltzoff von der Universität Washington auf den Punkt: „Eltern haben alles was nötig ist, um Kinder zur Entdeckung ihrer sozialen Umwelt anzuregen: Gesichter und Mimik, eine Stimme, Hände, Körperwärme. Keine Software, kein elektronisches Spielzeug kann das ersetzen.“ Mihaly Csíkszentmihályi hat empirisch nachgewiesen, dass das familiäre Umfeld einen wesentlichen Einfluss darauf hat, ob sich das Talent eines Kindes entfalten kann. Andreas Salcher betont: „Entbehrungen, Konflikte und Ablehnung des Kindes durch die Eltern sind die ganz großen Feinde des talentierten Kindes.“ Eine harmonische Familie dagegen, die das talentierte Kind unterstützt, aber auch im richtigen Ausmaß fordert, erhöht maßgeblich die Chance dafür, dass sich dieses auf die Ausübung seines Talents konzentrieren kann. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor von Bestsellern und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2989"></span></p>
<p><strong>Wichtig ist das Urteil kompetenter Dritter</strong></p>
<p>Woher sollen Eltern wissen, wann sie und vor allem wie sie die besonderen Talente ihrer Kinder fördern können? Einige Dinge können Eltern tun. Ohne selbst das notwendige Rüstzeug und Grundverständnis auf dem Gebiet zu haben, auf dem ein Kind besonders talentiert ist, werden Eltern das Talent oft gar nicht erkennen und nicht fördern können. Umso wichtiger ist das Urteil von kompetenten Dritten. Den meisten Lehrern fehlt dafür leider das Wissen, weil sie nie dafür ausgebildet wurden. </p>
<p>Mit emotionaler Unterstützung und positiver Ermutigung können Eltern ihren Kindern den harten Weg vom talentierten Kind zum anerkannten Meister einer Disziplin wesentlich erleichtern. Vor allem die für die Entwicklung von Talenten sehr kritische Zeit der Pubertät fordert von Eltern das richtige Maß aus Führung und Bereitschaft zum Loslassen. Ohne die konsequente und intensive Auseinandersetzung mit einem bestimmten Gebiet über einen langen Zeitraum ist die Erbringung außergewöhnlicher Leistungen nicht möglich.</p>
<p><strong>Mihaly Csíkszentmihályi entdeckt den Flow-Effekt</strong></p>
<p>Auch der beste Lehrer scheitert, wenn es dem Schüler an der notwendigen Bereitschaft zur Anstrengung fehlt. Zu diesen genannten Bereichen kommt die ständige Neugier, das Gebiet weiter zu erforschen, die emotionale Ausgeglichenheit, um auch in Phasen der Einsamkeit, beim Training oder der Arbeit durchzuhalten. Und vor allem muss die Fähigkeit vorhanden sein, innere Freude und Befriedigung bei der Ausübung des Talents zu empfinden. Damit meint Mihaly Csíkszentmihályi den von ihm entdeckten Flow-Effekt, also das völlige Aufgehen in einer Aufgabe.  </p>
<p>Andreas Salcher weiß: „Für ihn ist das überhaupt das Erfolgsgeheimnis glücklicher Menschen: Sein Talent zu nutzen, macht glücklich.“ Mihaly Csíkszentmihályi schreibt: „Ich habe Künstler, Sportler und Wissenschaftler beobachtet, die ihre Tätigkeit absolut lieben, die nichts anderes tun wollen als das, womit sie sich beschäftigen. Und sie machen das nicht, um später etwas dafür zu bekommen, sie machen es nicht für Geld und auch kaum für Ruhm. Auch die Anerkennung durch die Kollegen ist ihnen nicht das Wichtigste, sie machen es, weil es für sie so wichtig ist, weil es ihnen so viel Freude bereitet und auch so viel Erfüllung bringt.“ Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nicht jedes Kind ist hochbegabt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 06:02:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Intelligenzquotient]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Talent]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn sich Andreas Salcher durch die Flut an Büchern zum Thema Talent durcharbeitet, stößt er immer auf eine Kernthese: „Angeborenes Talent ist nicht entscheidend. Ja dieses wird sogar maßlos überschätzt.“ Es geht vor allem um andere Faktoren, wie Selbstvertrauen, Hartnäckigkeit, Leidenschaft, intensives Training, Teamwork, Charakter. Wer sich darauf konzentriert und die richtigen Entscheidungen trifft, kann ... <a title="Nicht jedes Kind ist hochbegabt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/nicht-jedes-kind-ist-hochbegabt.html" aria-label="Mehr Informationen über Nicht jedes Kind ist hochbegabt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Andreas Salcher durch die Flut an Büchern zum Thema Talent durcharbeitet, stößt er immer auf eine Kernthese: „Angeborenes Talent ist nicht entscheidend. Ja dieses wird sogar maßlos überschätzt.“ Es geht vor allem um andere Faktoren, wie Selbstvertrauen, Hartnäckigkeit, Leidenschaft, intensives Training, Teamwork, Charakter. Wer sich darauf konzentriert und die richtigen Entscheidungen trifft, kann fast alles erreichen. Versucht man ohne ideologische Brille, wissenschaftliche Fakten über die menschliche Fähigkeit der persönlichen Entwicklung zu analysieren, kann man zu folgenden Ergebnissen kommen: Nicht jedes Kind ist hochbegabt, auch wenn die gegenteilige Behauptung des Neurobiologen Harald Hüther noch so wünschenswert wäre. Jeder Mensch kann nicht alles erreichen, selbst wenn er sich selbst noch so anstrengt. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2168"></span></p>
<p><strong>Der Intelligenzquotient lässt sich nur wenig verändern</strong></p>
<p>Eltern tun ihren Kindern daher nichts Gutes, indem sie ihnen das gut gemeinte Märchen erzählen. Dass es für sie keine Grenzen gebe, wenn sie sich nur besonders anstrengen. Andreas Salcher weiß: „Spitzenleistung basiert auf großem angeborenem Leistungspotenzial und auf Übung.“ Der Intelligenzquotient (IQ) ist angeboren und lässt sich im Laufe des Lebens nur wenig verändern. Und der IQ ist zumindest für Spitzenpositionen in einer Leistungsgesellschaft eine Grundvoraussetzung. Dies allerdings mit abnehmenden Grenznutzen.</p>
<p>Eine weitere sozial unerwünschte Wahrheit lautet: Je gezielter die individuellen Talente von Menschen gefördert werden, desto stärker treten deren Unterschiede hervor. Wer gleiche Ergebnisse bei unterschiedlichen genetischen und sozialen Startvoraussetzungen erzielen will, müsste zwangsläufig die Anforderungen senken und objektive Leistungsvergleiche verhindern. Andreas Salcher bevorzugt persönlich Systeme, die sich das erreichbare Ziel der Chancengleichheit setzen: „Jeder hat das Recht darauf, dass seine Talente im Bildungssystem maximal gefördert werden, dass dadurch Unterschiede stärker hervortreten.“</p>
<p><strong>Tragische Verlierer fühlen sich oft umfangen von Dunkelheit</strong></p>
<p>Der getäuschte Mensch ist fast immer ein unglücklicher Mensch. Viele Eltern jagen sich selbst und ihre Kinder mit viel Aufwand auf den Weg der Überforderung. Für sie endet das meist mit Enttäuschung oder Schuldzuweisungen an andere. Jedes Jahr verschwenden beispielsweise Unternehmen Milliarden für Schulungsmaßnahmen. Sie bilden Mitarbeiter für Positionen aus, für die ihnen die Voraussetzungen fehlen, statt die dafür geeigneten zu rekrutieren.</p>
<p>Zwischen dem 20. und dem 25. Lebensjahr werden einige Menschen von einer Ahnung geplagt. Das Leben könnte es nicht gut mit ihnen meinen. Sie haben das Gefühl, dass Gleichaltrige schon viel mehr erreicht haben. In der Schule kamen sie irgendwie durch. In keinem Fach konnten sie glänzen, in den meisten mussten sie kämpfen. Irgendwie landeten sie in einem Job, der sie nicht ausfüllt. Manchmal mündet dies in unterdrückter Wut, in virtuellen Computerwelten und irgendwann in Apathie. Was die meisten Menschen oft vergessen: Jeder, der als Erster durchs Ziel läuft, lässt viele Verlierer hinter sich. Die tragischen Verlierer fühlen sich oft eingesperrt in einem Raum ohne Fenster und Türen. Sie können eine andere, schönere Welt als die ihre gar nicht sehen. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die frühe Kindheit entscheidet über das spätere Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2019 06:43:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Idealerweise wird durch die Liebe zwischen Mutter und Kind der Urgrund der Liebesfähigkeit des Nachwuchses geschaffen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Jene fundamentale Erfahrung intimer Verbundenheit entsteht durch die körperliche, emotionale und psychische Nähe. Sie weckt die Sehnsucht, später eine ähnliche intime und vertrauensvolle Beziehung zu einem Liebespartner zu finden.“ Ein Kleinkind entwickelt in den ersten ... <a title="Die frühe Kindheit entscheidet über das spätere Leben" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-fruehe-kindheit-entscheidet-ueber-das-spaetere-leben.html" aria-label="Mehr Informationen über Die frühe Kindheit entscheidet über das spätere Leben">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Idealerweise wird durch die Liebe zwischen Mutter und Kind der Urgrund der Liebesfähigkeit des Nachwuchses geschaffen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Jene fundamentale Erfahrung intimer Verbundenheit entsteht durch die körperliche, emotionale und psychische Nähe. Sie weckt die Sehnsucht, später eine ähnliche intime und vertrauensvolle Beziehung zu einem Liebespartner zu finden.“ Ein Kleinkind entwickelt in den ersten drei Jahren ein Grundgefühl, welchen Situationen und Menschen es vertrauen kann und welchen nicht. Entscheidend für die Bildung jenes Urvertrauens sind die unmittelbaren Bezugspersonen, also die Eltern, primär die Mutter nach der Geburt. Die bei der Wahrnehmung der Umwelt gewonnenen positiven Erfahrungen statten ein Kind mit hohem Grundvertrauen darin aus, dass es die Welt gut mit ihm meint und es angenommen und geliebt wird. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-1978"></span></p>
<p><strong>Eltern können alles richtig machen</strong></p>
<p>Im Gegensatz dazu sieht das verängstigte Kind die Welt nicht als Paradies, weil es schon früh von Menschen enttäuscht, verlassen oder betrogen wurde. Es fühlt sich von seinen Eltern nicht zu hundert Prozent angenommen und verspürt daher den Drang, sich besonders anzustrengen und zu beweisen. Die gute Botschaft für alle Eltern lautet: Sie können alles richtig machen. Wenn sie ihr Baby in Händen halten, brauchen sie keine Sekunde darüber nachdenken, wie sie es perfektionieren können. Das ist nicht ihre Aufgabe.</p>
<p>Die Aufgabe ist zu sagen: „Wir werden dir alle Zeit, Zuneigung und Zärtlichkeit geben, die du brauchst, weil du es uns wert bist.“ Man erinnert sich als Erwachsener kaum an seine frühe Kindheit, obwohl diese so entscheidend für das aktuelle Leben ist. Dabei haben Kleinkinder durchaus ein funktionierendes Gedächtnis. Sie sind imstande, sich an ihren letzten Geburtstag oder den Zoobesuch zu erinnern. Selbst Fünf- bis Siebenjährige können sich noch zu mehr als 60 Prozent an ihre früheren Erlebnisse erinnern.</p>
<p><strong>Das Leben des Kindes beginnt schon in der Schwangerschaft</strong></p>
<p>Ab dann beginnen Erinnerungen allerdings immer mehr zu verblassen. Warum ist das so? Die Psychologinnen Patricia J. Bauer und Marina Larkina von der Emory-Universität gehen in ihrer Untersuchung davon aus, dass das Langzeitgedächtnis in ganz jungen Jahren noch nicht so gut entwickelt ist. Wie gut Kinder sich frühe Erfahrungen einprägen können, hängt offenbar auch mit ihrer Sprachfähigkeit zusammen. Je besser sie Begriffe schon beschreiben können, desto eher können sie im Langzeitgedächtnis verankert werden.</p>
<p>Eltern, die ihre Kinder immer wieder ermutigen, von ihren Erlebnissen zu erzählen, unterstützen diesen Festigungsprozess. In China und Korea gelten Kinder als ein Jahr alt, wenn sie auf die Welt kommen. Ihre erste Stunde beginnt also schon in der Schwangerschaft. Viele westliche Wissenschaftler teilen mittlerweile diese traditionelle Sichtweise. Fest steht: Wird ein Kind geboren, hat sein Gehirn eine beträchtlichen Teil seiner Ausbildung bereits hinter sich. So entstehen während der Schwangerschaft bis zu 250.000 Hirnzellen – pro Minute. Im letzten Drittel der Schwangerschaft bilden sich pro Minute bis zu 40.000 der für das Denken, Handeln und Erinnern so wichtigen Synapsen im Gehirn. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Kindheit prägen intensive Erlebnisse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2019 13:20:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
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					<description><![CDATA[In den ersten drei Jahren lernt jeder Mansch mehr als im Rest seines Lebens. Manche Eigenschaften sind biologisch festgelegt, manche kann man verändern. Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren schreibt: „Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.“ Babys ... <a title="Die Kindheit prägen intensive Erlebnisse" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-kindheit-praegen-intensive-erlebnisse.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Kindheit prägen intensive Erlebnisse">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den ersten drei Jahren lernt jeder Mansch mehr als im Rest seines Lebens. Manche Eigenschaften sind biologisch festgelegt, manche kann man verändern. Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren schreibt: „Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.“ Babys werden in der Regel wunderbar umsorgt. Wenn sie schreien, werden sie gefüttert, fühlen sie sich unwohl, werden sie liebevoll gestreichelt und getröstet. Und sonst schlafen sie viel. Andreas Salcher ergänzt: „Sobald wir einigermaßen auf allen vieren krabbeln können, beginnen wir die Welt um uns zu entdecken, zu greifen, zu begreifen, Stufen hinaufzuklettern und wieder herunterzukommen, erste Worte zu brabbeln, mit Sand zu spielen, mit Wasser zu spritzen und vieles mehr.“ Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-1959"></span></p>
<p><strong>Babys lachen viel</strong></p>
<p>Lernen ist lustig, deshalb lachen Babys viel. Ab dem Moment, wo sie die ersten Worte sprechen können, wollen sie die Welt auf ihre ganz eigene Art entdecken. Es muss ihnen niemand die Gesetze der Schwerkraft erklären, damit sie diese nach vielen Fehlversuchen überwinden und sich stolz vom Vierbeiner zum aufrecht gehenden Zweibeiner aufschwingen. Das erste Mal, wenn sich ein Kleinkind als eigenständige Person erkennt, verdankt es oft einem Spiegel.</p>
<p>Das kleine Kind betrachtet den Spiegel mit großer Neugier, und es schlüpft ihm ein Wort über die Lippen, dessen Bedeutung es erst viel später erkennen wird. Es ist das Wort „ich“. In diesem Augenblick hat das Kleinkind so viele Informationen über seine Umwelt gesammelt, dass es sich selbst als eigenes Subjekt begreifen kann. Die Welt scheint ein großer Spielplatz zu sein. Viele Kinder wollen aber schon mehr, als sie mit ihren eigenen Kräften erreichen können. </p>
<p><strong>Die Wünsche eines Kleinkindes sind unersättlich</strong></p>
<p>Andreas Salcher erläutert: „Wir wollen gehen, bevor wir dazu imstande sind, wir verlangen mehr Aufmerksamkeit, als wir bekommen können, wir kämpfen um mehr Rechte, als wir zu verkraften vermögen, und unsere Wünsche sind unersättlich.“ Ein Kleinkind will alles, und das sofort. Jeder der kleinsten Wünsche verkörpert gleich das ganze Ich. Damit sich dieses kleine Ich gesund entwickeln kann, braucht es ein Du, meist die Mutter und den Vater. Diese verstehen es im besten Fall, dem Kleinkind in Augenhöhe zu begegnen. </p>
<p>Das Kleinkind braucht unbedingt die individuelle Zuneigung von Erwachsenen, die es beschützen, versorgen und in die Kultur einführen. Die menschliche Zuneigung, die ein Kind vom ersten bis zu seinem dritten Lebensjahr erfährt, entscheidet, ob es später mit einem Urvertrauen ausgestattet die Welt entdecken und selbst gelungene Beziehungen eingehen kann. Neuere Forschungen zeigen, dass das erste Jahr dafür besonders ausschlaggebend ist. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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