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	<title>Ideen &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Große Denker prahlen nicht mit Wissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demut]]></category>
		<category><![CDATA[Dunning-Kruger-Effekt]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte dafür, dass Selbstsicherheit genauso oft das Ergebnis wie die Ursache von Fortschritt ist. Adam Grant erklärt: „Wir müssen nicht darauf warten, dass unsere Selbstsicherheit wächst, um herausfordernde Ziele zu erreichen. Wir können selbstsicher werden, indem wir herausfordernde Ziele erreichen.“ Unsicherheit veranlasst Menschen Fragen zu stellen und neue Ideen zu sammeln. Sie schützt sie vor dem Dunning-Kruger-Effekt. Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt, dass Menschen mit geringer Kompetenz ihre Fähigkeiten überschätzen und sich als kompetenter präsentieren als sie eigentlich sind. Große Denker hegen nicht deswegen Zweifel, weil sie Hochstapler sind.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte dafür, dass Selbstsicherheit genauso oft das Ergebnis wie die Ursache von Fortschritt ist. Adam Grant erklärt: „Wir müssen nicht darauf warten, dass unsere Selbstsicherheit wächst, um herausfordernde Ziele zu erreichen. Wir können selbstsicher werden, indem wir herausfordernde Ziele erreichen.“ Unsicherheit veranlasst Menschen Fragen zu stellen und neue Ideen zu sammeln. Sie schützt sie vor dem Dunning-Kruger-Effekt. Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt, dass Menschen mit geringer Kompetenz ihre Fähigkeiten überschätzen und sich als kompetenter präsentieren als sie eigentlich sind. Große Denker hegen nicht deswegen Zweifel, weil sie Hochstapler sind. Sie prahlen nicht mit ihrem Wissen, sie wundern sich, wie wenig sie verstehen. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der Wharton Business School. Er ist Autor mehrerer internationaler Bestseller, die in 35 Sprachen übersetzt wurden. <span id="more-5349"></span></p>
<p><strong>Nur interessante Ideen überleben</strong></p>
<p>Sie sind sich bewusst, dass jede Antwort neue Fragen aufwirft und dass das Streben nach Erkenntnis nie aufhört. Ein Kennzeichen lebenslang Lernender ist, dass sie von jedem, dem sie begegnen, etwas lernen können. Adam Grant stellt fest: „Arroganz macht und blind für unsere Schwächen. Demut ist eine Reflexionslinse: Sie hilft uns, diese Schwächen klar zu sehen. Selbstbewusste Demut ist eine Korrekturlinse: Sie befähigt uns, die Schwächen zu überwinden.“</p>
<p>Laut Adam Grant ist es nicht immer schlecht, sich zu irren. Denn es kann ein Zeichen dafür sein, dass man etwas Neues gelernt hat und dass diese Entdeckung Freude bereiten kann. Der Soziologe Murray Davis hat einmal behauptet, Ideen würden nicht deshalb überleben, weil sie wahr sind. Sie würden überleben, weil sie interessant sind. Eine Idee werde dadurch interessant, dass sie unsere nicht festgefahrenen Meinungen infrage stelle. Adam Grant erläutert: „Wenn eine Idee oder Annahme uns nicht viel bedeutet, stellen wir sie oft voller Begeisterung infrage.“ </p>
<p><strong>Im Kopf mancher Menschen lebt ein Minidiktator</strong></p>
<p>Die natürliche Abfolge von Emotionen ist Überraschung, gefolgt von Neugier und Begeisterung. So soll Isaak Newton gesagt haben, dass große Erfindungen häufig nicht mit einem „Heureka!“ beginnen, sondern mit „Das ist komisch …“. Wird eine Grundüberzeugung infrage gestellt, neigen viele Menschen dazu, dichtzumachen, statt sich zu öffnen. Es ist so, als lebe ein Miniaturdiktator im Kopf dieser Menschen, der den Fluss der Fakten zum Geist kontrolliert. </p>
<p>Adam Grant weiß: „In der Psychologie spricht man hier von einem totalitären Ego, dessen Job es ist, bedrohliche Informationen fernzuhalten.“ Es ist leicht nachvollziehbar, dass ein innerer Diktator sich als nützlich erweist, wenn jemand die eigene Persönlichkeit angreift und die persönliche Intelligenz infrage stellt. Derlei persönliche Affronts drohen Aspekte der Identität eines Menschen zu erschüttern, die ihm wichtig sind und sich möglicherweise nur schwer ändern lassen. Quelle: „Think Again“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Brillante Ideen lösen große Emotionen aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2023 01:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Sehnsucht nach einer glänzenden Idee ist groß. Ob im Privatleben oder im beruflichen Alltag, nichts ist erbaulicher als ein brillanter Einfall. Markus Hengstschläger erläutert: „Die Emotionen, die bei einem Menschen ausgelöst werden, wenn er bemerkt, dass er gerade einen wirklich neuen brauchbaren Geistesblitz gehabt hat, sind unbeschreiblich und vielleicht vergleichbar mit einer individuellen Mondlandung.“ Aber die Ängste vor der Blamage, die durch eine nicht so geniale oder vielleicht sogar schon alte Idee entstehen könnte, sind auch allgegenwärtig. Hierfür bietet sich Mut als Sicherheit als Gegenrezept schon einmal an. Ideen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sehnsucht nach einer glänzenden Idee ist groß. Ob im Privatleben oder im beruflichen Alltag, nichts ist erbaulicher als ein brillanter Einfall. Markus Hengstschläger erläutert: „Die Emotionen, die bei einem Menschen ausgelöst werden, wenn er bemerkt, dass er gerade einen wirklich neuen brauchbaren Geistesblitz gehabt hat, sind unbeschreiblich und vielleicht vergleichbar mit einer individuellen Mondlandung.“ Aber die Ängste vor der Blamage, die durch eine nicht so geniale oder vielleicht sogar schon alte Idee entstehen könnte, sind auch allgegenwärtig. Hierfür bietet sich Mut als Sicherheit als Gegenrezept schon einmal an. Ideen werden gebraucht – immer und überall. Sie sind der Ausgangspunkt für wissenschaftliche Projekte, für technologische Entwicklungen, für neue handwerkliche Ansätze, für Unternehmensgründungen und vieles mehr. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-4621"></span></p>
<p><strong>Kreative Menschen können Neues erschaffen</strong></p>
<p>Ideen bilden den Auftakt für Innovationsprozesse. Wo immer eine neue Fragestellung auftaucht, ob vorhergesehen oder nicht, ist die Parole „Da muss uns jetzt aber etwas einfallen!“ nicht weit. Und am Ende kümmert es niemanden, ob es sich um einen spontanen intuitiven Einfall aus dem Bauch heraus gehandelt hat oder ob die kreative Idee im Zuge eines konzertierten Ideenfindungsprozesses durch Nachdenken entstanden ist. Durch Kreativität ist man in der Lage, etwas Neues, noch nie Dagewesenes zu erschaffen, das nützlich beziehungsweise brauchbar ist. </p>
<p>Markus Hengstschläger stellt fest: „Man spricht in diesem Zusammenhang auch gern von der kreativen Person, dem kreativen Produkt und dem kreativen Umfeld. Für Kreativität braucht es bestimmte intellektuelle Fähigkeiten, qualifiziertes Wissen und eine entsprechende Persönlichkeit.“ Durch die Komponente des andauernden Beschäftigens mit der Unvorhersehbarkeit initiiert und fördert man eine kreative Grundhaltung mit der dafür notwendigen Denkweise. </p>
<p><strong>Zur Entwicklung von Ideen braucht man ein ideales Umfeld</strong></p>
<p>Zur kreativen Grundhaltung gehören Neugier, Assoziationsfreude, Flexibilität und Spontaneität und die Bereitschaft, Perspektiven zu wechseln und Grenzen zu überschreiten. Damit kreative Ideen auch in umsetzbare Ergebnisse münden, braucht es die Fähigkeit Probleme zu erkennen, die richtigen Fragen zu stellen, Beharrlichkeit, Genauigkeit, Beobachtungsgabe, detailliertes Dokumentieren, Realitätssinn und vieles mehr. Anders ist noch nicht automatisch besser. Letztendlich dreht sich mehr oder weniger alles um die Frage, wie man einen kreativen Prozess auslöst und wie man zu einer Idee kommt. </p>
<p>Damit Ideen entstehen können, damit sie offen kommuniziert, diskutiert und evaluiert werden können, braucht es zweifelsfrei das ideale Umfeld. Markus Hengstschläger erklärt: „Man spricht gerne von einer inspirierenden Umgebung. Die Inspiration, die unerwartete Eingebung, sei ja schließlich das Maß aller Dinge. Und es geht das Gerücht um, dass es dafür keine wirkliche Erklärung gibt, weil ja schließlich die besten Eingebungen im Schlaf, beim Joggen oder beim Duschen kommen.“ Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die meisten Ideen entstehen aus Bekanntem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2022 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Schöpferisches Denken entspringt dem kollektiven Gehirn. Stefan Klein erklärt: „Ein Mensch, der ein Problem zu lösen versucht, […] wird scheitern, wenn er nach dem Idealbild des Originalgenies meint, alle Einfälle aus sich selbst schöpfen zu können.“ Aussicht auf Erfolg hat nur, wer die in einer Kultur geronnenen Erfahrungen anderer kennt und zur Grundlage seiner Überlegungen macht. Das im kollektiven Gehirn gespeicherte Wissen ist das Material, aus dem sich Ideen formen. Denn die meisten Ideen entstehen aus der Kombination von Bekanntem. Seit ihren Anfängen ist Kultur ein Baukasten, der sich selbst&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schöpferisches Denken entspringt dem kollektiven Gehirn. Stefan Klein erklärt: „Ein Mensch, der ein Problem zu lösen versucht, […] wird scheitern, wenn er nach dem Idealbild des Originalgenies meint, alle Einfälle aus sich selbst schöpfen zu können.“ Aussicht auf Erfolg hat nur, wer die in einer Kultur geronnenen Erfahrungen anderer kennt und zur Grundlage seiner Überlegungen macht. Das im kollektiven Gehirn gespeicherte Wissen ist das Material, aus dem sich Ideen formen. Denn die meisten Ideen entstehen aus der Kombination von Bekanntem. Seit ihren Anfängen ist Kultur ein Baukasten, der sich selbst zu erweitern vermag: Menschen verbinden Konzepte zu neuen Konzepten. Stefan Klein zählt zu den erfolgreichsten Wissenschaftsautoren der deutschen Sprache. Er studierte Physik und analytische Philosophie in München, Grenoble und Freiburg. <span id="more-3266"></span></p>
<p><strong>Schöpferisches Denken ist die Kunst der Kombination</strong></p>
<p>Je weiter sich eine Kultur entwickelt, je mehr Wissen, Erfahrungen und Vorstellungen sich im kollektiven Gedächtnis sammeln, umso größer wird der Raum an Möglichkeiten für neue Ideen. Nach einer gängigen Theorie ist schöpferisches Denken nichts weiter als die Kunst der Kombination. „Kreativität besteht schlicht darin, Dinge zu verbinden“, behauptete etwa Steve Jobs, der offenbar selbst daran zweifelte, das Originalgenie zu sein, für das man ihn hielt. Die Radikalität, mit der Jobs sie vertrat, trifft die Theorie allerdings nicht zu. </p>
<p>Stefan Klein weist darauf hin, dass sich keineswegs alle Ideen als eine Zusammenstellung von Bekanntem erklären: „Tatsächlich ist Kombination nicht die einzige, wohl aber die einfachste Form der Kreativität – und damit ihr Königsweg.“ Nur der Mythos behauptet, dass die Menschheit Druckerpresse, Dampfmaschine, Automobil, Glühbirne oder Flugzeug den Eingebungen jeweils eines genialen Mannes verdanken. Tatsächlich gingen sie alle schrittweise aus mehreren älteren Erfindungen hervor. </p>
<p><strong>Neues in der Wissenschaft entstand durch gekonnte Montage</strong></p>
<p>Diese Meilensteine der modernen Technik entwickelten sich nach demselben Prinzip, nach dem vor Jahrtausenden die Inuit den ersten Hundeschlitten erfanden: durch Kombination. Stefan Klein stellt fest: „Auch Kunst und Wissenschaft bieten viele Beispiele, wie durch gekonnte Montage Neues entstand.“ Einige der wichtigsten Einsichten der Wissenschaft verdankt die Menschheit der intellektuellen Leistung, einen bekannten Zusammenhang auf einen scheinbar ganz anderen Bereich zu übertragen. </p>
<p>Diese intellektuellen Leistungen erlauben es zudem, Erkenntnisse einer Disziplin in einer anderen nutzbar zu machen. Als die beiden amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Fischer Black und Myron Scholes im Jahr 1973 eine Gleichung für den Preis von Optionen aufstellten, läuteten sie ein neues Zeitalter an den Börsen ein. Die erforderliche Mathematik war vertrackt, doch Black und Scholes fanden eine überraschende Lösung: Ihre Gleichung ließ sich so umschreiben, dass sie der physikalischen Formel für Wärmeleitung entsprach. Quelle: „Wie wir die Welt verändern“ von Stefan Klein</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Psychische Störungen können bösartig sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2020 06:45:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Böse]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man von der Psychopathologie des Bösen spricht, darf man die „Bösartigkeit“ mancher Symptome nicht unberücksichtigt lassen. Ähnlich wie bei einer malignen Erkrankung im körperlichen Bereich können auch psychische Störungen von bösartiger Natur sein. Das hat aber nichts mit einer moralischen Wertung zu tun, sondern spricht den Krankheitscharakter der psychischen Symptomatik an. Psychiatrische Erkrankungen können einen guten, also in der Ausheilung mündenden Verlauf nehmen. Oder sie führen in ihrer bösartigen Form zur Katastrophe, Chronifizierung oder gar zum Tod. Die Symptome können eher harmlos und „benigne“ oder schwerwiegend und „bösartig“ sein.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man von der Psychopathologie des Bösen spricht, darf man die „Bösartigkeit“ mancher Symptome nicht unberücksichtigt lassen. Ähnlich wie bei einer malignen Erkrankung im körperlichen Bereich können auch psychische Störungen von bösartiger Natur sein. Das hat aber nichts mit einer moralischen Wertung zu tun, sondern spricht den Krankheitscharakter der psychischen Symptomatik an. Psychiatrische Erkrankungen können einen guten, also in der Ausheilung mündenden Verlauf nehmen. Oder sie führen in ihrer bösartigen Form zur Katastrophe, Chronifizierung oder gar zum Tod. Die Symptome können eher harmlos und „benigne“ oder schwerwiegend und „bösartig“ sein. Reinhard Haller stellt fest: „Eigenartigerweise fällt es uns weit weniger schwer, von einer bösartigen körperlichen als einer derart beschriebenen psychischen Erkrankung zu sprechen.“ Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2362"></span></p>
<p><strong>Paranoia führt zur Fehlbeurteilung der Wirklichkeit</strong></p>
<p>Psychiater können zwischen bösen, fanatischen und kranken Ideen unterscheiden. Bei bösen Ideen setzen sie ein hohes Maß an freiem Willen voraus. Das heißt, die Idee ist trotz ihrer Verwerflichkeit nicht Folge von krankhaften Gedankengängen oder von schweren emotionalen Einflüssen. Vielmehr entspricht sie einer normalen Psyche und dem freien Denken. Sie wird somit zur Grundlage dessen, was im Strafrecht als „böser Wille“ bezeichnet wird.</p>
<p>Bei kranken Ideen ist hingegen keine freie Willensbildung mehr möglich. Der Betroffene ist seiner pathologischen Vorstellung mehr oder minder hilflos ausgeliefert und kann sich nicht mehr frei entscheiden. Reinhard Haller weiß: „Während beim Fanatismus noch eine gewisse Korrektur und Selbststeuerung möglich ist, dominiert der Wahn das Denken, Fühlen und Wollen in absoluter Weise.“ Diese schwerwiegende, auch als Paranoia bezeichnete Erkrankung führt zu einer Fehlbeurteilung der Wirklichkeit. Diese wird mit absoluter Gewissheit verteidigt.</p>
<p><strong>Für Wahnkranke existiert kein Zweifel</strong></p>
<p>Die wahnhafte Idee kann der Betroffene nicht korrigieren. Selbst dann nicht, wenn sie klare Widersprüche zur objektiven Realität aufweist und mit dem Urteil gesunder Mitmenschen nicht in Übereinstimmung zu bringen ist. Charakteristisch am Wahn ist die unerschütterliche Überzeugung, an der ohne ausreichende Begründung festgehalten wird. Der Wahnkranke weiß, dass es so und nicht anders ist. Seine Erklärung lautet: „Es ist so, es gibt überhaupt keinen Zweifel.“ Wahnhaft zu empfinden und zu denken heißt, Dinge ohne jeglichen Anlass miteinander in Beziehung zu setzen.</p>
<p>Oft wird das Böse zum Inhalt eines bösartigen Symptoms, etwa beim Verschuldungs-, Versündigungs- oder Besessenheitswahn. Ähnlich einer Krebserkrankung wuchert der Wahngedanke immer hemmungsloser. Er nimmt den Organismus der Seele weitgehend gefangen und beherrscht die Ideen, Vorstellungen und schließlich auch das Handeln der erkrankten Person. In „wahnhafter Wehrlosigkeit“ ist diese der Paranoia ausgeliefert, sie kann gar nicht mehr anders handeln. Sie ist nicht mehr zurechnungsfähig. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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