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	<title>Digitalisierung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Digitale Kontakte führen zur Erschöpfung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jan 2025 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mattias Desmet sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Digitalisierung und dem Phänomen Depression. Depression ist in der klassischen psychotherapeutischen Theorie mit der frustrierenden Erfahrung der Hilflosigkeit verbunden, ausgelöst durch Passivität oder Abwesenheit eines geliebten Anderen – in erster Linie meist ein Elternteil. Das zahlt man diesem Anderen – und dem Anderen im Allgemeinen – sozusagen mit gleicher Münze heim: Man wird selbst passiv – das heißt, man fühlt sich depressiv. Digitale Kontakte führen zu einer ähnlichen Dynamik: Man fühlt sich hilflos gegenüber einem als unerreichbar und abwesend erfahrenen Anderen und reagiert&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mattias Desmet sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Digitalisierung und dem Phänomen Depression. Depression ist in der klassischen psychotherapeutischen Theorie mit der frustrierenden Erfahrung der Hilflosigkeit verbunden, ausgelöst durch Passivität oder Abwesenheit eines geliebten Anderen – in erster Linie meist ein Elternteil. Das zahlt man diesem Anderen – und dem Anderen im Allgemeinen – sozusagen mit gleicher Münze heim: Man wird selbst passiv – das heißt, man fühlt sich depressiv. Digitale Kontakte führen zu einer ähnlichen Dynamik: Man fühlt sich hilflos gegenüber einem als unerreichbar und abwesend erfahrenen Anderen und reagiert mit Frustration und Passivität – das heißt, man fühlt sich erschöpft. Digitalisierung entmenschlicht ein Gespräch. Das geschieht meist verborgen und schleichend, manchmal zeichnet es sich aber auch haarscharf ab. Mattias Desmet ist Professor für Klinische Psychologie an der Abteilung für Psychoanalyse und klinische Beratung der Universität Gent. <span id="more-5860"></span></p>
<p><strong>Unsicherheit ist ein Merkmal par excellence der menschlichen Erfahrung</strong></p>
<p>Digitale Gespräche kann man auch mit Menschen führen, die weit entfernt sind, und sie kosten weniger Anstrengung – zum Beispiel keine Fortbewegung –, das ist wahr, aber es spielt auch noch ein anderer, psychologischer Faktor eine Rolle. Mattias Desmet erklärt: „Unsicherheit ist ein Merkmal par excellence der menschlichen Erfahrung – kein Tier wird so vom Zweifel verfolgt oder stellt sich existenzielle Fragen –, und das gilt insbesondere für unser Verhältnis zum Anderen.“</p>
<p>Bei einem digitalen Gespräch, bei dem der Andere buchstäblich auf Distanz gehalten wird, aber dennoch erreichbar ist, stellen sich diese ewigen Fragen und die damit verbundene Unsicherheit und Angst weniger akut. Mattias Desmet ergänzt: „Das Gefühl der Kontrolle ist größer; es ist leichter, selektiv bestimmte Dinge zu zeigen und andere zu verbergen. Kurz: Man fühlt sich psychologisch sicherer und komfortabler hinter einer digitalen Mauer und zahlt dafür arglos den Preis eines Verlusts an Seele.“ </p>
<p><strong>Eine Ideologie passt die Wirklichkeit der Theorie an</strong></p>
<p>Die Mechanisierung der Welt führt dazu, dass der Mensch den Kontakt zu seiner Umgebung verliert und zu einem atomisierten Objekt wird, der Art von Subjekt, in dem Hannah Arendt den elementaren Bestandteil des totalitären Staates erkannte. Mattias Desmet betont: „Wissenschaft passt ihre Theorie der Wirklichkeit an, Ideologie passt die Wirklichkeit der Theorie an. Das gilt auch für die mechanistische Ideologie: Sie wollte die Wirklichkeit ihrer theoretischen Fiktion anpassen.</p>
<p>Sie wollte die Natur und die Welt optimieren. Institutionen, die sich gern mit der Gesellschaft der Zukunft beschäftigen, wie das Weltwirtschaftsforum (WEF), gehen unbesehen davon aus, dass sich die Gesellschaft hin zu einem Digikosmos entwickeln wird – einer Gesellschaft, in der sich das menschliche Leben größtenteils online abspielt. Mattias Desmet kritisiert: „Die Umweltbewegung des 21. Jahrhunderts folgt erstaunlicherweise weitgehend diesem Trend.“ Quelle: „Die Psychologie des Totalitarismus“ von Mattias Desmet</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Akademikerquote ist gestiegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 01:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Zeit, die Kinder und Jugendliche heute in Bildungseinrichtungen verbringen, ist deutlich länger geworden, und auch die Anzahl an Bildungsabschlüssen ist in den letzten Jahrzehnten drastisch nach oben gegangen. Jakob Pietschnig nennt ein Beispiel: „In Deutschland ist die Akademikerquote von sieben Prozent im Jahr 1975 auf fast 18 Prozent im Jahr 2004 gestiegen.“ Diverse Reformen haben in den letzten Jahrzehnten zu Verbesserungen im Bildungssystem geführt. So erlaubt beispielsweise das Belegen von Wahlpflichtfächern im Rahmen des Unterrichts eine individuelle Schwerpunktsetzung, die jeweils dem Interesse des Schülers entspricht. Und dadurch steigt natürlich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit, die Kinder und Jugendliche heute in Bildungseinrichtungen verbringen, ist deutlich länger geworden, und auch die Anzahl an Bildungsabschlüssen ist in den letzten Jahrzehnten drastisch nach oben gegangen. Jakob Pietschnig nennt ein Beispiel: „In Deutschland ist die Akademikerquote von sieben Prozent im Jahr 1975 auf fast 18 Prozent im Jahr 2004 gestiegen.“ Diverse Reformen haben in den letzten Jahrzehnten zu Verbesserungen im Bildungssystem geführt. So erlaubt beispielsweise das Belegen von Wahlpflichtfächern im Rahmen des Unterrichts eine individuelle Schwerpunktsetzung, die jeweils dem Interesse des Schülers entspricht. Und dadurch steigt natürlich die Lernmotivation. Wie verhält es sich, in Bezug auf die Intelligenz, mit den modernen Technologien, die für viele Menschen scheinbar unverzichtbar geworden sind? Jakob Pietschnig lehrt Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Wien. <span id="more-5553"></span></p>
<p><strong>Die Digitalisierung hat die Anforderungen an das Denken verändert</strong></p>
<p>Wirken sie sich positiv auf die Intelligenz aus oder lassen sie Menschen womöglich sogar verdummen? Jakob Pietschnig stellt fest: „Immer wieder wird vermutet, dass das Benutzen von Computern, Tablets und Handys unser Fähigkeit, logisch und abstrakt zu denken, beiläufig trainiert und so zu besseren Testleistungen führt.“ Mit Sicherheit ist es so, dass die Digitalisierung die Anforderungen an das Denken der Menschen verändert hat. Die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Intelligenz gibt, kann von zwei unterschiedlichen Blickwinkeln aus gestellt und auch beantwortet werden.</p>
<p>Kulturoptimisten gehen davon aus, dass moderne Technologien Intelligenz begünstigen. Sie nehmen an, dass der Umgang mit den komplexen Geräten des modernen Alltags viel Intelligenz erfordert – und Letztere damit fördert. Jakob Pietschnig fügt hinzu: „Tatsächlich erscheint es aus dieser Perspektive auch als plausibel, dass unsere kognitiven Fähigkeiten von der Digitalisierung profitieren. Man denke etwa an Computerspiele. Um solche erfolgreich zu meistern, muss man Aufgaben bewältigen, die im Laufe des Spiels immer anspruchsvoller werden.“</p>
<p><strong>Das Fernsehen trug zur Anhebung des Grundwortschatzes bei</strong></p>
<p>Seit ihrem Aufkommen gibt es Verfechter der Meinung, Computerspiele würden mehr nützen als schaden. Jakob Pietschnig ergänzt: „Neben dem Spielen kann man natürlich vor allem auch das Arbeiten am Computer und die Nutzung des Internets im Allgemeinen als informelle Lernumgebung betrachten, die unsere kognitiven Fähigkeiten fördert, und zwar insbesondere die Fähigkeiten im visuell-räumlichen Bereich.“ Durchaus können Parallelen zum Phänomen des Fernsehens gezogen werden.</p>
<p>Die weite Verbreitung des Letzteren zeichnet immerhin verantwortlich für die Anhebung des Grundwortschatzes von Menschen sämtlicher Bevölkerungsschichten. Jakob Pietschnig weiß: „Ein gänzlich anderes Bild zeichnen die Kulturpessimisten. Sie sind davon überzeugt, dass sich die omnipräsente Verfügbarkeit des Internets negativ auf das Wissen der Menschen auswirkt.“ Das Abrufen der Informationen auf Knopfdruck ersetze das mühsame Aneignen von Wissen. Quelle: „Intelligenz“ von Jakob Pietschnig</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Digitalisierung erobert die Schule</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 01:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Idee, Smartphones an Schulen zu verbieten, hat in etwa die gleiche Erfolgswahrscheinlichkeit, wie ausgedrückte Zahnpasta wieder in die Tube zurückzubekommen. Andreas Salcher kennt einen Grund: „Vor allem wenn Kinder erleben, wie ihre Eltern und Lehrer selbst in jeder freien Minute auf ihr Handy schauen.“ Die Digitalisierung wird auch vor den Schulen nicht Halt machen. Die Art, wie, wann und wo Schüler lernen, wird sich radikal verändern. Wer heute in einem kleinen Dorf in Asien oder Afrika über ein Smartphone verfügt, könnte mehrere Leben damit verbringen, kostenlose Online-Kurse an den&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee, Smartphones an Schulen zu verbieten, hat in etwa die gleiche Erfolgswahrscheinlichkeit, wie ausgedrückte Zahnpasta wieder in die Tube zurückzubekommen. Andreas Salcher kennt einen Grund: „Vor allem wenn Kinder erleben, wie ihre Eltern und Lehrer selbst in jeder freien Minute auf ihr Handy schauen.“ Die Digitalisierung wird auch vor den Schulen nicht Halt machen. Die Art, wie, wann und wo Schüler lernen, wird sich radikal verändern. Wer heute in einem kleinen Dorf in Asien oder Afrika über ein Smartphone verfügt, könnte mehrere Leben damit verbringen, kostenlose Online-Kurse an den besten Universitäten zu absolvieren. Oder man kann auch an Wikipedia denken, das Sterbehilfe für den guten alten Brockhaus gleistet hat, der in der Realität schon jahrzehntelang in den Bibliotheken verstaubte.  Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-3590"></span></p>
<p><strong>Künstliche Intelligenz schlägt menschliche Dummheit</strong></p>
<p>Schulen, die sich wie in der Vergangenheit primär auf sture Wissensvermittlung konzentrieren, wird es so ergehen wie dem Brockhaus. Ein Schulsystem, in dem Lehrer vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Schülern aufbauen, ihnen tieferes Verständnis von Themen vermitteln und sie dabei unterstützen, komplexe Probleme eigenverantwortlich zu lösen, hat dagegen in der Zukunft große Chancen. In einem Punkt ist sich Andreas Salcher völlig sicher: „Künstliche Intelligenz schlägt menschliche Dummheit.“ </p>
<p>Denn Kinder, die komplexe Texte nicht sinnerfassend lesen können, werden sowohl bei Aufnahmetests für Universitäten als auch für qualifizierte Jobs chancenlos gegen künstliche Computerintelligenz sein. Idealerweise wird menschliche aber nicht mit künstlicher Intelligenz konkurrieren, sondern kooperieren. Andras Salcher nennt ein Beispiel: „Bei der Diagnose von Krankheiten auf Ultraschallbildern bringt die Kombination von Computeranalyse und menschlicher Urteilskraft die besten Ergebnisse.“ </p>
<p><strong>Die Schule muss den Schülern eine breite Medienkompetenz vermitteln</strong></p>
<p>Wo, wenn nicht in der Schule, soll Schülern eine breite Medienkompetenz vermittelt werden, die Voraussetzung dafür ist, um sich in der digitalen Welt selbstverantwortlich und risikobewusst bewegen zu können. Kindern und Jugendlichen digitale Geräte zu geben und sie damit allein zu lassen ist gefährlich. Sie total zu verbieten ist nicht realistisch. Daher sollen die Chancen und Gefahren von Social Media von kompetenten Lehrern aus unterschiedlichen Perspektiven aufgezeigt werden. Schüler sollten früh den kritischen, reflektierten Umgang mit Inhalten im Web lernen. </p>
<p>Sie sollten zum Beispiel lernen, wie man Informationen überprüfen kann oder wie man die Auswirkungen von Postings und Chats sowie von Algorithmen und Chatbots einschätzen kann. Andras Salcher stellt fest: „Untersuchungen zeigen, dass ohne Begleitung das Smartphone für niedrige soziale Schichten negative Wirkungen hat, für höhere soziale Schichten positive. Die Schere geht also auseinander, wenn wir uns in der Schule nicht mit Kindern und ihren digitalen Geräten aktive auseinandersetzen.“ Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 01:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das Bildungssystem auf dem Gegenteil – der extrinsischen Motivation. Die Kinder lernen in der Schule, was immer man auch anderes erzählen mag, für Noten. Solange dies der Vorbereitung auf das Berufsleben diente, hatten die Kritiker dieses&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das Bildungssystem auf dem Gegenteil – der extrinsischen Motivation. Die Kinder lernen in der Schule, was immer man auch anderes erzählen mag, für Noten. Solange dies der Vorbereitung auf das Berufsleben diente, hatten die Kritiker dieses Systems einen schweren Stand. In der klassischen Arbeitswelt arbeitet man schließlich ebenso für eine extrinsische Belohnung – für Geld. Der Philosoph, Publizist und Bestsellerautor Richard David Precht zählt zu den profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. <span id="more-2776"></span></p>
<p><strong>Die Digitalisierung stellt das Lernsystem infrage</strong></p>
<p>In gleichem Maße aber, wie die flächendeckende Erwerbsarbeit im Zuge der Digitalisierung zurückgeht, verliert diese Konditionierung ihren Sinn. Die Kinder müssen später in der Lage sein, aus intrinsischer Motivation heraus in hoch qualifizierten Berufen Außergewöhnliches zu leisten. Und sie brauche noch viel mehr innerlichen Antrieb, wenn sie zeitweilig oder länger keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Seinem Leben selbst einen Rahmen zu setzen und gute Pläne für den Tag zu entwickeln ist die Herausforderung für die Zukunft.</p>
<p>Je mehr intrinsische Motivation die Menschen haben, desto besser ist es um die Gesellschaft bestellt. Denn die Digitalisierung stellt das bisherige extrinsische Lernsystem infrage. Die Parallele zur Arbeits- und Leistungsgesellschaft ist unverkennbar. Richard David Precht warnt: „Der Ernst der Lage wird dramatisch unterschätzt.“ Übereinstimmung bei allen Bildungskritikern gibt es immerhin in zwei Punkten. Wer jetzt in eine Schule geht, eine Berufsausbildung macht oder eine Hochschule besucht, muss willens und bereit sein, ein Leben lang weiter zu lernen.</p>
<p><strong>Kreativität ohne Moral ist nicht erstrebenswert</strong></p>
<p>Es besteht kein Zweifel daran, dass das nicht ohne viel intrinsische Motivation möglich ist. Und einig ist man sich auch, dass es ohne Kreativität nicht gehen wird. „Kreativität“ ist allerdings ein äußerst schillernder Begriff. Kreativität ohne Moral ist gesellschaftlich nicht erstrebenswert. Und Bildung ohne Herzensbildung auch nicht. Fragen der Moral und der Urteilsbildung kommen damit in der Zukunft große Bedeutung zu. Das gleiche gilt für den Umgang mit technischen Geräten.</p>
<p>„Messen“ und „Messbares“ richtig einzuschätzen ist eine Bildungsfrage. „Digitale Selbstkontrolle“ und „digitale Risikokompetenz“, zwei Begriffe des Psychologen Gerd Gigerenzer, beschreiben, worauf es dabei ankommt. Nämlich auf die Fähigkeit, mit digitalen Technologien informiert umzugehen, mit dem Ziel deren Nutzen zu erhöhen und möglichen Schaden zu verringern. In den Schulen der Zukunft müssen die Schüler lernen, digitale Risiken abzuschätzen und psychologische Zusammenhänge zu verstehen. Quelle: „Jäger, Hirten, Kritiker“ von Richard David Precht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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