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	<title>Demütigung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Demütigungen verursachen psychisches Leid</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 02:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demütigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard Haller weiß: „Demütigungen gehörten über Jahrhunderte zu den Kernmethoden der Erziehung, teilweise sind sie das heute noch.“ Bewusste Bloßstellungen, Beschämungen und Erniedrigungen wurden instrumentalisiert, um „den Willen des Kindes zu brechen“. Die in der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs und staatlichen Institutionen verfassten Protokolle belegen, mit welcher Menschenverachtung und mit welch hohem Maß an Sadismus ... <a title="Demütigungen verursachen psychisches Leid" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-demuetigung-als-erziehungsmethode.html" aria-label="Mehr Informationen über Demütigungen verursachen psychisches Leid">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Haller weiß: „Demütigungen gehörten über Jahrhunderte zu den Kernmethoden der Erziehung, teilweise sind sie das heute noch.“ Bewusste Bloßstellungen, Beschämungen und Erniedrigungen wurden instrumentalisiert, um „den Willen des Kindes zu brechen“. Die in der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs und staatlichen Institutionen verfassten Protokolle belegen, mit welcher Menschenverachtung und mit welch hohem Maß an Sadismus die Demütigungen systematisch angewendet wurden. Demütigungen lösen psychische Störungen aus, induzieren kriminelle Karrieren und können die Betroffenen aus geordneten Bahnen hinausdrängen. In Japan, wo die Erziehung stark auf die Aufrechterhaltung der Ehre ausgerichtet ist, ergeben sich Demütigungen der Kinder durch narzisstische Wutanfälle der Erzieher. Deshalb so folgert die Psychoanalytikerin Ruth Benedict, dürfe man sich nicht wundern, dass in Japan Leute manchmal in höchst aggressiven Handlungen explodieren. Reinhard Haller ist Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen. <span id="more-4370"></span></p>
<p><strong>Kollektive Demütigung führt zu Feindschaft und Krieg</strong></p>
<p>Klarer als manche psychologischen und pädagogischen Professionalisten hat die Macht der Demütigung der Physiker Albert Einstein erkannt, wenn er sagt: „Demütigung bzw. geistige Unterdrückung durch verständnislose und egozentrische Lehrer tut schweren, untilgbaren Schaden im kindlichen Gemüte, der gar oft das spätere Leben verhängnisvoll beeinflusst.“ Die Folgen für die Gedemütigten werden maßlos unterschätzt, vor allem die Tatsache, dass Betroffene eine Demütigung äußerst schwer vergeben können.  </p>
<p>Zudem kann sie bei den Opfern gefährliche Reaktionen auslösen. Reinhard Haller erläutert: „Durch nichts wird die Scham-Wut-Spirale derart angestachelt wie durch Demütigungen, die schwersten Formen der Kränkung. Durch die Dynamik der Demütigung werden soziale Beziehungen zerrissen und jahrelange Auseinandersetzungen hervorgerufen.“ Gefühle individueller Demütigung sind Wurzeln von erweiterten Suiziden und erweiterten Tötungshandlungen, von Familientragödien und Terroranschlägen. Jene der kollektiven Demütigung führt zu Feindschaft und Krieg. </p>
<p><strong>Demütigungen behindern Konfliktlösungen</strong></p>
<p>Aus der Geschichte kann man lernen, das Gefühle der Demütigungen zu allen Zeiten und in den meisten Gesellschaften den zentralen Aspekt gewalttätiger Konflikte darstellen. Reinhard Haller betont: „Nichts behindert die Konfliktlösungen mehr als Demütigungen, wie man beispielsweise am endlosen Israel-Palästina-Konflikt oder anhand des syrischen Bürgerkriegs sieht.“ Individuelle und kollektive Erlebnisse der Demütigung können nur äußerst schwer vergeben werden. Die stärksten Gefühle der Demütigung kommen jedoch in jenen Opfern auf, die ihre Demütiger bewundern. </p>
<p>Wenn dann solche Opfer die Möglichkeit zur Rache für die erlittenen Kränkungen erhalten, wird diese oft mit besonderer Brutalität, bis hin zum Völkermord, durchgeführt. Reinhard Haller stellt fest: „Die innovativen Forschungen über Demütigung stellen das aus demütigender Erniedrigung resultierende Bedürfnis nach Uneinigkeit und Rache in den Mittelpunkt.“ Bei Verhandlungen muss vor allem das Gefühl der Demütigung beider Seiten in das Zentrum gerückt werden, ansonsten ist eine Vermittlung von vornherein aussichtslos. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Demütigungen sind die Wurzel von Gewalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2022 02:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demütigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Demütigungen spielen sich im mikro-, meso- und makrosozialen Kontext, also auf allen Ebenen des menschlichen Zusammenlebens, ab. Reinhard Haller weiß: „Im individuellen Bereich haben sie die Wirkung von schweren Traumen, die jedoch viel schmerzlicher erlebt werden als Naturkatastrophen und sonstige Unglücksfälle.“ Sie sind zu den sogenannten „man made disasters“ zu zählen. Also zu den von ... <a title="Demütigungen sind die Wurzel von Gewalt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-demuetigung-und-macht.html" aria-label="Mehr Informationen über Demütigungen sind die Wurzel von Gewalt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Demütigungen spielen sich im mikro-, meso- und makrosozialen Kontext, also auf allen Ebenen des menschlichen Zusammenlebens, ab. Reinhard Haller weiß: „Im individuellen Bereich haben sie die Wirkung von schweren Traumen, die jedoch viel schmerzlicher erlebt werden als Naturkatastrophen und sonstige Unglücksfälle.“ Sie sind zu den sogenannten „man made disasters“ zu zählen. Also zu den von Menschen herbeigeführten Übeln, die von den Opfern nur schwer zu verkraften sind. Demütigungen sind für die Betroffenen komprimierte Kränkungen mit enorm destruktivem Potenzial und langer zeitlicher Wirkung. Wenn es in Partnerschaften und familiären Verbänden zu Demütigungen kommt, bedeutet dies jedenfalls eine schwere Krise, wenn nicht das Ende von Beziehungen. Für den amerikanischen Psychiater James Gilligan sind Demütigungen eine wesentliche Wurzel von Gewalt in Partnerschaft und Familienleben. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-4184"></span></p>
<p><strong>Demütigungen besitzen ein destruktives Potenzial</strong></p>
<p>In „Gesellschaften der Ehre“ wie Jugendgangs oder mafiösen Gruppierungen nutzt man die destruktive Potenz der Demütigung zur Disziplinierung und Aufrechterhaltung der Hierarchie. Bei verweigerter Gefolgschaft und Versagen, besonders bei Abtrünnigkeit oder Verrat, erfolgt die Demütigung in ritualisierter Form. Demütigungen sind seit jeher fester Bestandteil der Machtausübung, der Unterdrückung und Sklaverei, der Kriegsführung und des Verbrechens.</p>
<p>Reinhard Haller erläutert: „Sie wurden über Jahrhunderte gleichsam institutionalisiert, um Frauen patriarchalischer Gewalt zu unterwerfen, um Menschen anderer Rasse und Hautfarbe zu unterjochen, um den Abstand zwischen Arm und Reich zu wahren und um religiöse oder kulturelle Barrieren aufrechtzuerhalten.“ In den meisten geschlossenen autoritären Systemen versucht man, durch Demütigungen autonome Persönlichkeiten zu zerstören, Ruhe und Ordnung zu sichern, alte Werte zu erhalten oder Terrorismus zu bekämpfen. Die Dynamik der Demütigung kann zum Abreißen sozialer Beziehungen, zu generationenüberschreitender Auseinandersetzungen, ja bis zum Krieg führen.    </p>
<p><strong>Demütigungen verletzten den Stolz und die Ehre</strong></p>
<p>In Gesellschaften, die vom Stolz gekennzeichnet sind, wird Demütigung zwar sehr gefürchtet, aber sofort abgewehrt. Unter den noblen, stolzen und freien Nomaden gilt sogar das Sprichwort: „Ein Mann verdient es, getötet zu werden, nicht gedemütigt.“ Reinhard Haller erklärt: „Hingegen bedeutet Demütigung in Kulturen, in welchen die Ehre des jeweiligen Standes oder der hierarchischen Ordnung bedeutsam sind, einen Angriff von unten. Von niederen Rängen wird ein gewisses Maß an Demut erwartet.“ </p>
<p>Untertanen müssen Unterdrückungen demütig ertragen, weshalb man diese als legitim, als natürliche Ordnung oder Gotteswille auffasst. Schließlich erfolgen Demütigungen in modernen Gesellschaften im Kontext der Würde. Die Gesellschaft gesteht jedem Menschen die gleiche Würde zu, wie das übrigens im ersten Artikel der Menschenrechtskonvention von 1948 festgehalten ist. Gerade in einer globalen Informationsgesellschaft, in der man die Menschenrechte respektiert, bedeutet deren Verletzung eine schwere Erniedrigung als Verstöße gegen Stolz und Ehre. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Demütigung ist die bösartigste Kränkung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2022 01:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demütigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Demütigung ist die tiefste, bösartigste und folgenschwerste Form der Kränkung. Sie ist Entwertung, Verletzung, Beschämung und Diffamierung in einem. Reinhard Haller fügt hinzu: „Sie ruft Gefühle der Scham und Hilflosigkeit, der ohnmächtigen Wut und Verzweiflung, ja der totalen Erniedrigung hervor.“ Im Gegensatz zum sonstigen Kränken, welches dem Kränkenden unbeabsichtigt passieren kann, ist sie Ausdruck ... <a title="Die Demütigung ist die bösartigste Kränkung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-demuetigung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Demütigung ist die bösartigste Kränkung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Demütigung ist die tiefste, bösartigste und folgenschwerste Form der Kränkung. Sie ist Entwertung, Verletzung, Beschämung und Diffamierung in einem. Reinhard Haller fügt hinzu: „Sie ruft Gefühle der Scham und Hilflosigkeit, der ohnmächtigen Wut und Verzweiflung, ja der totalen Erniedrigung hervor.“ Im Gegensatz zum sonstigen Kränken, welches dem Kränkenden unbeabsichtigt passieren kann, ist sie Ausdruck einer gezielten Aggression, einer bewussten Bloßstellung, einer geplanten Entwürdigung anderer. Dahinter steckt immer eine böse Absicht, nicht nur eine Nachlässigkeit oder Unbedachtheit. Demütigungen sind offen und auf die äußere Person gerichtet, Kränkungen sind versteckter und entwickeln sich eher nach innen. Demütigungen haben aggressiv-sadistischen Charakter, Kränkungen sind subtiler und verhaltener. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3940"></span></p>
<p><strong>Bei einer Demütigung ist das Opfer wehrlos</strong></p>
<p>Nach der Definition von Evelin Gerda Lindner (2005), die sich als eine von wenigen Wissenschaftlern mit der Demütigung befasst hat, ist diese eine „erzwungene Erniedrigung eines Menschen oder einer Gruppe, ein Prozess der Unterwerfung, der den Stolz, die Ehre und Würde des Opfers verletzt oder vollständig raubt“. Das Kernelement der Demütigung sieht Evelin Gerda Lindner im erniedrigenden Verhalten gegenüber anderen, im „nach unten drücken“ und „nach unten halten“. </p>
<p>Reinhard Haller stellt fest: „Nach einer anderen Auffassung wird die Demütigung in einer anarchistischen Definition als Einschränkung der individuellen Autonomie, nach stoischer Auffassung als Einschränkung einer Person in ihrem Denken beschrieben.“ Das Wesen der Demütigung liegt im bewussten Hinunterdrücken und Niederhalten eines anderen, im Hineinzwingen des Opfers in einen Zustand der Wehrlosigkeit und Passivität. Die Demütigung bringt den Menschen in eine hilflose Position, in der er einem übermächtigen Feind völlig ausgeliefert ist. Gegen Kränkungen kann man sich wehren, kann man mit Gegenaggressionen oder Rache reagieren. </p>
<p><strong>Die Demütigung ist eine ultimative Traumatisierung</strong></p>
<p>Bei der Demütigung ist man ohne Chance. Sie verletzt nicht nur Stolz, Ehre und Würde, sondern bringt die Opfer in eine Situation, die tiefer angesiedelt ist, als dies je erwartet wurde. Demütigung ist die durch Hilflosigkeit potenzierte Kränkung, ein beschämendes Ausgeliefertsein, eine ultimative Traumatisierung. So gibt es für den Gedemütigten nur noch zwei Gefühle: jenes der Scham und der ohnmächtigen Wut. Die Demütigung gehört zur psychischen Konstellation des Bösen. </p>
<p>Reinhard Haller erläutert: „Versucht man die wesentlichen Elemente des Bösen zu beschreiben oder – um es etwas geheimnisvoller auszudrücken – den Code des Bösen zu entschlüsseln, so erweisen sich sadistische Aggressionen, maligner Narzissmus, Empathiemangel, einseitige Machtverteilung, Planungsgrad der bösen Tat, Folgen für das Opfer und Missachtung des Moralinstinkts als die wesentlichen Komponenten.“ Vieles davon ist in der Demütigung enthalten, vor allem die aggressiv-sadistische Motivation, die fehlende oder unterdrückte Empathie sowie die die Ohnmacht des Opfers und den Machtrausch der Täter bedingende Hierarchie. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kränkungen können sogar Kriege auslösen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2021 01:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demütigung]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei manchen Kriegen bleiben die Ursachen ein Rätsel. Die sonst üblichen Gründe wie Herrschaftsinteressen, Territorialansprüche, ethnisch-kulturelle Heterogenität, soziale Ungerechtigkeiten oder Machtkonkurrenz liefern keine stimmige Erklärung. Reinhard Haller weiß: „in vielen Fällen wird man bei Demütigungen und Kränkungen fündig, die vielleicht nicht das ganze Drama verursacht, aber zumindest ausgelöst und den letzten Ausschlag gegeben haben.“ Das ... <a title="Kränkungen können sogar Kriege auslösen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-krieg-durch-kraenkung.html" aria-label="Mehr Informationen über Kränkungen können sogar Kriege auslösen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei manchen Kriegen bleiben die Ursachen ein Rätsel. Die sonst üblichen Gründe wie Herrschaftsinteressen, Territorialansprüche, ethnisch-kulturelle Heterogenität, soziale Ungerechtigkeiten oder Machtkonkurrenz liefern keine stimmige Erklärung. Reinhard Haller weiß: „in vielen Fällen wird man bei Demütigungen und Kränkungen fündig, die vielleicht nicht das ganze Drama verursacht, aber zumindest ausgelöst und den letzten Ausschlag gegeben haben.“ Das Beispiel schlechthin findet man in der griechischen Mythologie, im Trojanischen Krieg, den Homer in seiner „Illias“ schildert. Dessen mythologische Wurzeln sind Kränkungen und sich nach dem Schneeballprinzip ausbreitende Kränkungsreaktionen. Am Anfang steht die Gekränktheit der Göttin der Zwietracht Eris. Diese war als Einzige von den Olympiern nicht zur Hochzeit des Helden Peleus mit der Göttin Thetis eingeladen worden. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2847"></span></p>
<p><strong>Paris entscheidet sich für Aphrodite</strong></p>
<p>Darüber tief verletzt, warf Eris einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „für die Schönste“ in die Hochzeitsrunde und traf ins Volle. Sie löste einen erbitterten Streit zwischen der Göttermutter Hera, der Weisheitsgöttin Athene und Aphrodite, der Gottheit der Liebe, aus. Jede wollte die Schönste sein und beanspruchte den Apfel für sich. Da sie sich nicht einigen konnten, sollte Paris, der verstoßene Königssohn Trojas, entscheiden. Das berühmte „Urteil des Paris“ fiel zugunsten der Liebesgöttin aus. </p>
<p>Denn Aphrodite hatte ihm Helena, die schönste Frau auf Erden, versprochen. Diese war jedoch mit dem spartanischen König Menelaos verheiratet. Mit ihr flüchtete Paris dann nach Troja. Der gehörte Gatte rief die Eidpflichtigen zu Kampf und Rache auf, und so zog das griechische Heer unter dem Führer Agamemnon zur Freude der gekränkten unterlegenen Göttinnen gegen Troja. Kränkungen ziehen sich durch die ganze „Illias“. Sie geben Anlass für neue Feindschaften, für den Streit der Helden untereinander, für den Untergang der Sieger und Besiegten. </p>
<p><strong>Es gibt eine Demütigungshypothese von Kriegen</strong></p>
<p>Historiker können die Ursachen von Kriegen differenziert beurteilen. Kränkungen, besonders massenpsychologischer Natur, spielen aber innerhalb des komplexen Bedingungsgefüges eine bedeutende Rolle. Reinhard Haller nennt ein Beispiel: „So hat eine Stimmung aus geschichtlich gewachsener Rivalität, Eifersüchtelei, gegenseitigen Demütigungen, unausgesprochenen Drohungen und zum Teil irrealen Befürchtungen wesentlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs beigetragen.“ </p>
<p>Das allgemein als Auslöser des Krieges geltende Attentat von Sarajevo auf den habsburgischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gattin durch einen bosnischen Serben war eine schwere Demütigung der K.-u.-k.-Monarchie. Der kränkende Funke, der 17 Millionen Tote zu Folgen haben sollte, war gezündet. Als Paradebeispiel für die Demütigungshypothese von Kriegen wird auch immer wieder die „Schmach“ des Friedens von Versailles und St. Germain für die Verlierer des Ersten Weltkrieges genannt. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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