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	<title>Authentizität &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Authentizität bei Politikern kommt an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Apr 2023 01:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer stimmig erscheint, dem vertraut man. Denn durch die Resonanz im Gefühl beim Gegenüber entsteht intuitiv der Eindruck, dass er sich auskennt im Wesen des anderen. Hans-Otto Thomashoff weiß: „Wer als Politiker emotional authentisch wirkt und zudem die Wähler im Gefühl anspricht, der kommt an. Wähler wollen Stimmigkeit, sie wollen in ihrem Gefühl verstanden werden, ... <a title="Authentizität bei Politikern kommt an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hans-otto-thomashoff-authentizitaet-bei-politikern.html" aria-label="Mehr Informationen über Authentizität bei Politikern kommt an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer stimmig erscheint, dem vertraut man. Denn durch die Resonanz im Gefühl beim Gegenüber entsteht intuitiv der Eindruck, dass er sich auskennt im Wesen des anderen. Hans-Otto Thomashoff weiß: „Wer als Politiker emotional authentisch wirkt und zudem die Wähler im Gefühl anspricht, der kommt an. Wähler wollen Stimmigkeit, sie wollen in ihrem Gefühl verstanden werden, und sie wollen wissen, woran sie sind.“ Deshalb ist es fatal, wenn Politiker im Wahlkampf Versprechungen machen, die sie nach der Wahl nicht halten. Oder wenn bestehende Positionen ohne nachvollziehbare Erklärung plötzlich über den Haufen geworfen werden. Angela Merkels Stärke war es, Stabilität, Verlässlichkeit und Sicherheit zu vermitteln, Werte, die ihrer Persönlichkeit entsprachen. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-4467"></span></p>
<p><strong>Oftmals ist der Weg zur Mitbestimmung in der Politik versperrt</strong></p>
<p>Sie stellte eine machtbewusste Frau dar, die noch jeden Konkurrenten erfolgreich aus dem Weg geräumt hatte. Doch angesichts des Leids der Flüchtlinge, die auf einmal zu Tausenden nach Europa kamen, reagierte die mächtigste Frau der Welt überraschend einfühlsam und weich. Das war zwar menschlich sympathisch, aber nicht mehr stimmig zu der Person, als die sie sich jahrelang an der Macht gehalten hatte, als die sie gewählt und bewundert worden war. Zwar gewann sie durch ihr Handeln neue Anhänger, doch viele ihrer angestammten Wähler nahmen ihr den unmittelbaren Umschwung übel.</p>
<p>Hans-Otto Thomashoff erläutert: „Wähler wollen das Gefühl haben, dass sie sich auskennen.“ Oftmals ist ihnen jedoch der Weg zur Mitbestimmung in politischen Detailfragen versperrt. In solchen Fällen brauchen sie zumindest den Eindruck, dass sie den Regierenden vertrauen können. Wenn statt kompetenter Sacharbeit Parteienstreit, Egoismen, Machtkalkül, Widersprüchlichkeit und fehlende Integrität das Bild beherrschen, verspielt die Politik dieses Vertrauen.</p>
<p><strong>Nur Menschen können ihre Persönlichkeit formen</strong></p>
<p>Ist die Stimmigkeit der politischen Arbeit nicht mehr gegeben, regt sich dementsprechend Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Menschen haben im Lauf der Evolution die Fähigkeit gewonnen, ihr Tun abstrakt zu hinterfragen. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Hierdurch können wir unser Verhalten aktiv und gezielt steuern und außerdem mitentscheiden, was wir als Gedankengut und Verhaltensmuster in unser Gehirn aufnehmen. Weil unser Denken und Handeln in unserem Gehirn zur Struktur werden, können wir durch unser Denken direkt auf seine Biologie einwirken.“</p>
<p>Indem Menschen ihr Denken und Handeln steuern, formen sie regelrecht ihr Gehirn und damit ihre Persönlichkeit. Auf diese Weise können sie als einzige Lebewesen bewusst Einfluss darauf nehmen, wer sie sind. Jeder einzelne Mensch vollzieht in seiner psychischen Entwicklung die Schritte nach, welche die Menschheit in ihrer Entwicklungsgeschichte durchlaufen hat. Etwa im Alter von vier Jahren sind Kinder heute dort, wo vor vielen Tausend Jahren dem ersten Menschen die bewusste Selbstwahrnehmung gelang. Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Kultur durchdringt die Lebensführung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2021 02:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[In der heutigen Zeit soll die Arbeit nicht nur mehr dem Gelderwerb dienen, sondern auch intrinsisch motiviert sein, soll Sinn stiften und Freude machen. Außerdem werden aktuell Partnerschaften nicht mehr aus bloßer sozialer Verpflichtung eingegangen, Ehen geschlossen oder Familien gegründet, sondern in der Erwartung, sich dadurch als Individuum weiterzuentwickeln, seine Freizeit auf befriedigende Weise gemeinsam ... <a title="Die Kultur durchdringt die Lebensführung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-reckwitz-selbstverwirklichung-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Kultur durchdringt die Lebensführung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der heutigen Zeit soll die Arbeit nicht nur mehr dem Gelderwerb dienen, sondern auch intrinsisch motiviert sein, soll Sinn stiften und Freude machen. Außerdem werden aktuell Partnerschaften nicht mehr aus bloßer sozialer Verpflichtung eingegangen, Ehen geschlossen oder Familien gegründet, sondern in der Erwartung, sich dadurch als Individuum weiterzuentwickeln, seine Freizeit auf befriedigende Weise gemeinsam zu gestalten und „neue Erfahrungen“ etwa auch mit den Kindern zu machen. Andreas Reckwitz fügt hinzu: „Man isst nicht nur, um satt zu werden, sondern das, was richtig, gut und gesund ist. Und weil man etwas Besonderes sehen und erleben will, macht man keinen „Urlaub von der Stange“, sondern verreist etc. etc.&#8220; Andreas Reckwitz ist Professor für Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt / Oder. <span id="more-3144"></span></p>
<p><strong>Das spätmoderne Subjekt strebt nach Authentischem</strong></p>
<p>Im Zuge dieser konsequenten Durchkulturalisierung des Alltags kristallisiert sich ein Muster heraus, nämlich das einer Lebensführung als Kultur – eines Lebensstils, dessen sämtliche Bestandteile zur Kultur, also von eigenem Wert werden. Diese Kulturalisierung des Alltags ist für Andreas Reckwitz zugleich Singularisierungsarbeit: „Man sucht nach dem Einzigartigen oder ist bestrebt, etwas durch eigene Gestaltung zu etwas Singulärem, das heißt ausgestattet mit erheblicher Eigenkomplexität, zu machen.“</p>
<p>Das gilt für die Arbeit ebenso wie für die Partnerschaft, das Essen und das Verreisen. Die geschmackliche Dichte des Essens, die Vielseitigkeit eines Reiseziels, die Besonderheit des Kindes mit all seinen Begabungen, die ästhetische Gestaltung der eigenen Wohnung – überall geht es um Originalität und Interessantheit, Vielseitigkeit und Andersheit. Die Singularisierung und Aufwertung der Alltagswelt ist ein Projekt der Authentifizierung des Lebens. Generell strebt das spätmoderne Subjekt im Umgang mit der Welt nach Erfahrungen des Authentischen. </p>
<p><strong>Der Wert der Authentizität stammt aus der Romantik</strong></p>
<p>Kurz gesagt gilt nun laut Andreas Reckwitz: „Wenn etwas gut ist, muss es authentisch sein, und wenn es authentisch ist, dann ist es gut.“ Der Wert der Authentizität stammt aus der kulturellen Tradition der Romantik und verweist auf das Kriterium „Echtheit“. Dagegen bezeichnet das Unauthentische das Unechte, Gekünstelte und Vorgebliche, auch das Kommerzielle und Standardisierte. Als authentisch aber wird etwas erlebt und bewertet, wenn man es als singulär erkennt und seinen Eigenkomplexität begreifbar und spürbar ist.  </p>
<p>Man erkennt an dieser Stelle, wie damit über den Weg der Kulturalisierung und Singularisierung des Alltagslebens das spätmoderne Subjekt sich selbst kulturalisiert und singularisiert. Andreas Reckwitz betont: „Es kreiert sich damit selbst als Wertvolles.“ Zu sagen, es strebe unmittelbar nach Einzigartigkeit, es woll originell sein, wäre jedoch zu einfach. Vielmehr will das Selbstverwirklichungssubjekt sein Leben mit Praktiken bevölkern, in denen Objekte, Orte, Ereignisse, Kollektive oder andere Subjekte als einzigartige erfahren, in ihrer Singularität geschätzt und genossen werden können. Quelle: „Die Gesellschaft der Singularitäten“ von Andreas Reckwitz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die anderen Menschen zählen nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 01:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass jeder vor allem an sich selbst denkt, propagiert und ins Extreme gewendet durch den sogenannten Neoliberalismus, ist seit Jahren, was man den „Geist der Zeiten“ nennen könnte. Daniel Goeudevert klagt an: „Und dieser Geist hat das gesellschaftliche Klima ebenso geschädigt wie die CO2-Emissionen das meteorologische. Extreme Wetterlagen hier wie dort.“ Überhaupt: Unterm Strich zählen ... <a title="Die anderen Menschen zählen nicht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/daniel-goeudevert-die-authentizitaetsfalle.html" aria-label="Mehr Informationen über Die anderen Menschen zählen nicht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass jeder vor allem an sich selbst denkt, propagiert und ins Extreme gewendet durch den sogenannten Neoliberalismus, ist seit Jahren, was man den „Geist der Zeiten“ nennen könnte. Daniel Goeudevert klagt an: „Und dieser Geist hat das gesellschaftliche Klima ebenso geschädigt wie die CO2-Emissionen das meteorologische. Extreme Wetterlagen hier wie dort.“ Überhaupt: Unterm Strich zählen die anderen nicht. Man gibt und zeigt sich heute wie man sich gerade so fühlt. Man will aus seinem Herzen, wie es so schön heißt, keine Mördergrube mehr machen. Also ist man, je nach Tagesstimmung, laut oder leise, missmutig oder gut gelaunt, sauer oder freundlich, immer unverstellt eben. Daniel Goeudevert war Vorsitzender der deutschen Vorstände von Citroën, Renault und Ford sowie Mitglied des Konzernvorstands von VW. <span id="more-2783"></span></p>
<p><strong>Der Mensch ist auf Empathie angewiesen</strong></p>
<p>Dabei bemerkt man jedoch gar nicht, dass man damit unversehens die Gruppe jener „Arschlöcher“ vergrößert, die einem selbst im Alltag gehörig auf die Nerven gehen. Man zeigt eben, wer und wie man ist, und kehrt sein Inneres, sein vermutlich unverfälschtes Sosein nach außen. Seht her, das bin ich! Und ich bin es leid, mich um euretwillen zu verbiegen. Daniel Goeudevert stellt fest: „Ein verdrießlicherer und gefährlicherer Unsinn ist kaum denkbar.“ </p>
<p>Dem ganzen Gerede von authentischen, mit sich selbst identischen Personen liegt nichts als eine wirre Idee zugrunde. Authentizität wäre solchem Verständnis nach das Gegenteil von Kultur. Also davon, was den Menschen, der von Geburt an auf ein soziales Miteinander, auf Übereinkünfte, Rücksichtnahme und Empathie angewiesen ist, vom Naturwesen unterscheidet. Das Sozialwesen Mensch könnte ohne ein halbwegs friedliches Miteinander, ergo ohne „cultura“, die auf Veredelung, Pflege und „Verstellung“ beruht, nicht bestehen.</p>
<p><strong>Die Höflichkeit ist verloren gegangen</strong></p>
<p>Menschen leben von Beginn an bis zu unserem Ende in Beziehungen. Und dieses Zusammenleben wäre ohne Regeln und Konventionen, ohne Rücksichtnahme und Höflichkeit wohl nur schwer erträglich, wenn nicht gar unmöglich. Und dass es rauer wird da draußen, ruppiger, rücksichtsloser und manchmal tatsächlich schon schwer zu ertragen, ist wohl kaum zu bestreiten. Ein bedauerliches, frühes Opfer dieser Entwicklung ist übrigens die Höflichkeit.</p>
<p>Daniel Goeudevert ist zwar selbst auch gern einmal direkt, aber immer bestrebt, gewissermaßen die Form zu wahren. Es geht ihm dabei um weit mehr als um Fragen des guten Geschmacks. Und es geht ihm schon gar nicht um so etwas wie Sitte und Anstand, deren Verlust man gern, sei es bedauernd oder beglückt, umstandslos den neuen Medien zuschreibt. Das ist jedoch eigentümlich kurz gesprungen. Denn die egoistisch-aggressiven Impulse gehen eindeutig von den „Usern“ aus und nicht vom Handy oder Provider. Quelle: „Sackgasse“ von Daniel Goeudevert</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Authentizität besitzt einen hohen Wert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2021 06:36:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Anfänge des neuzeitlichen Begriffs der Identität bildeten sich erst heraus, als sich Gesellschaften vor ein paar Jahrhunderten zu modernisieren begannen. Er entstand in Europa, griff in der Folge jedoch auf praktisch alle Gesellschaften der Erde über und schlug in ihnen Wurzeln. Francis Fukuyama erklärt: „Die Fundamente der Identität wurden durch die Wahrnehmung gelegt, dass ... <a title="Die Authentizität besitzt einen hohen Wert" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-authentizitaet-besitzt-einen-hohen-wert.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Authentizität besitzt einen hohen Wert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anfänge des neuzeitlichen Begriffs der Identität bildeten sich erst heraus, als sich Gesellschaften vor ein paar Jahrhunderten zu modernisieren begannen. Er entstand in Europa, griff in der Folge jedoch auf praktisch alle Gesellschaften der Erde über und schlug in ihnen Wurzeln. Francis Fukuyama erklärt: „Die Fundamente der Identität wurden durch die Wahrnehmung gelegt, dass eine Trennung zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Menschen besteht.“ Menschen gelangten zu der Überzeugung, dass sich in ihnen eine wahre oder authentische Identität verbirgt, die von der Rolle abweicht, welche die Gesellschaft ihnen zuweist. Der moderne Begriff der Identität räumt der Authentizität, das heißt der Bestätigung jenes inneren Wesens, das unterdrückt wird, einen hohen Wert ein. Francis Fukuyama ist einer der bedeutendsten politischen Theoretiker der Gegenwart. Sein Bestseller „Das Ende der Geschichte“ machte ihn international bekannt. <span id="more-2502"></span></p>
<p><strong>Martin Luther revolutionierte die Theologie</strong></p>
<p>Häufig mag ein Individuum nicht wissen, was sein inneres Selbst wirklich ausmacht, es hat nur das vage Gefühl, dass es genötigt wird, eine Lüge zu leben. Dies kann zu einer zwanghaften Beschäftigung mit der Frage „Wer bin ich denn eigentlich?“ führen. Die Suchen nach einer Antwort erzeugt Entfremdung und Besorgnis, die sich erst abschwächen, wenn man das innere Selbst akzeptiert und es öffentlich anerkannt wird. Und wenn die Umgebung das innere Selbst hinreichend schätzen kann, muss man davon ausgehen, dass die Gesellschaft ihrerseits in der Lage ist, sich radikal zu ändern.</p>
<p>Im Westen wurde die Idee der Identität in gewissem Sinne während der Reformation geboren. Der Augustinermönch Martin Luther verlieh ihr als Erster Ausdruck. Er absolvierte ein traditionelles Theologiestudium und wurde Professor in Wittenberg, wo er zehn Jahre lang Vorlesungen hielt, nachdachte und mit seinem inneren Selbst rang. Laut einem Historiker war Martin Luther „in einem Zustand der Verzweiflung vor Gott“ und „revolutionierte […] die Theologie.“</p>
<p><strong>Martin Luther thematisierte das innere Selbst</strong></p>
<p>Martin Luther wandte sich den von der katholischen Kirche empfohlenen Maßnahmen der Kasteiung zu, doch er sah ein, dass er Gott nicht bestechen, beschwatzen oder anflehen konnte. Ihm wurde bewusst, dass die Kirche – durch Beichte, Buße, Almosen oder Heiligenverehrung – lediglich auf die äußere Person einwirkte. All das sei jedoch belanglos, da Barmherzigkeit nur durch die ungezwungene Liebe Gottes verliehen werde. Martin Luther war einer der ersten westlichen Denker, die das innere Selbst thematisierten und es höher einstuften als das äußere soziale Wesen.</p>
<p>Er legte dar, dass der Mensch „von zweierlei Natur ist, von [innerer] geistiger und [äußerer] leiblicher“. Es sei „offensichtlich, dass kein äußerliches Ding ihn frei und recht machen kann“, denn nur der innere Mensch könne erneuert werden.“ Das heißt: Der Glaube, in dem kurz un knapp „die Erfüllung aller Gebote“ besteht, wird alle diejenigen, die ihn haben, im Überfluss rechtfertigen, so dass sie nichts mehr brauchen, um gerecht und gut zu sein. Quelle: „Identität“ von Francis Fukuyama</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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