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	<title>Anerkennung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Der Wunsch nach Anerkennung ist groß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 01:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
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					<description><![CDATA[Armin Falk schreibt: „Der Mensch möchte geliebt werden. Und geachtet, gelobt und anerkannt. Von seinen Mitmenschen und sich selbst. Dieser Wunsch nach Anerkennung kann der guten Tat Flügel verleihen.“ Aber kann das Bedürfnis nach Anerkennung auch das Gegenteil bewirken? Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, auf welche Art und Weise ein Mensch ein ... <a title="Der Wunsch nach Anerkennung ist groß" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-anerkennung.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Wunsch nach Anerkennung ist groß">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Armin Falk schreibt: „Der Mensch möchte geliebt werden. Und geachtet, gelobt und anerkannt. Von seinen Mitmenschen und sich selbst. Dieser Wunsch nach Anerkennung kann der guten Tat Flügel verleihen.“ Aber kann das Bedürfnis nach Anerkennung auch das Gegenteil bewirken? Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, auf welche Art und Weise ein Mensch ein gutes Selbstbild gewinnt. Zweifellos spielt ein moralisch untadeliges Verhalten dabei eine große Rolle. Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, was Wissenschaftler im Innersten antreibt, wovon sie träumen, worauf sie inständig hoffen. Häufig ist es der Wunsch, eine große Entdeckung zu machen. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-6305"></span></p>
<p><strong>Menschen empfinden Freude an den eigenen Fähigkeiten</strong></p>
<p>Manche Forscher hoffen eine große Idee zu formulieren, welche die Welt verändert, sei es um Krankheiten zu besiegen, Frieden und Wohlstand zu mehren, den komplexen sozialen oder physikalischen Gesetzmäßigkeiten auf den Grund zu gehen oder einfach die Menschen über sich selbst aufzuklären. Die Tatsache, dass es uns Freude bereitet, uns als fähig und als jemand zu sehen, der seinen „Job gut macht“, wurde bereits vom englischen Philosophen Jeremy Bentham beobachtet.</p>
<p>In seiner bekannten Liste von „14 Pleasures“ hat er als „Pleasure of Skill“ – Freude an der eigenen Fähigkeit – beschrieben und meint damit die Freude, die damit verbunden ist, etwas zu erreichen und sicher seiner Fähigkeiten zu versichern. Oder wie es der Ökonom Alfred Marshall schlicht nannte: das „mastery motive“. Armin Falk stellt fest: „Beide Motive, moralisch anständig zu sein und brillieren zu wollen, sind für sich genommen wichtige und produktive Treiber menschlichen Verhaltens.“</p>
<p><strong>Menschen kann man leicht zu falschen Tun motivieren</strong></p>
<p>Was aber bedeutet es für die Moral, wenn beide in Konflikt miteinander geraten? Diesen Konflikt möchte Armin Falk anhand eines Experiments illustrieren, das untersucht, ob und wie leicht der Wunsch nach einem positiven Selbstbild moralische Werte korrumpieren kann. Für einen Test dieser Hypothese benötigt man ein Entscheidungsumfeld, bei dem man sich entweder gut oder böse verhalten kann. Zum anderen muss man die Möglichkeit variieren, dass die Teilnehmer sich selbst ihre Fähigkeit beweisen, damit sie daraus „Pleasures of Skill“ ziehen können.</p>
<p>Die Entscheidung in diesem Experiment war sehr ungewöhnlich, dass es im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod ging, und zwar von Mäusen. Armin Falk kam die Idee, dass man Probanden vor die Wahl stellen könnte, entweder (a) das Leben eines Tieres zu retten oder (b) Geld zu erhalten und damit den Tod eines Tieres zu besiegeln. Geld oder Leben. Ein Entscheidungskonflikt, der die Moral-Definition ziemlich genau widerspiegelt. Dabei kam es zu folgendem Ergebnis: Erstaunlich, wie leicht es ist, Menschen zum falschen Tun zu motivieren, beziehungsweise wie schwer es offenbar fällt, sich moralisch zu verhalten. Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bewertung bezeichnet Eva Illouz als „Nichtwahl“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2025 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Bewertung]]></category>
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					<description><![CDATA[Anerkennung schließt die Fähigkeit ein, eine ganze Person, ihre Ziele und Werte, angemessen zu würdigen und sich in ein Verhältnis der Gegenseitigkeit zu ihr zu versetzen. Eva Illouz ergänzt: „Will man jedoch eine Bewertung vornehmen, dann tritt man einem anderen in der Perspektive gegenüber, seine Wert durch vorab festgelegte Raster zu bestimmen. Bewertung und Anerkennung ... <a title="Bewertung bezeichnet Eva Illouz als „Nichtwahl“" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/bewertung-bezeichnet-eva-illouz-als-nichtwahl.html" aria-label="Mehr Informationen über Bewertung bezeichnet Eva Illouz als „Nichtwahl“">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anerkennung schließt die Fähigkeit ein, eine ganze Person, ihre Ziele und Werte, angemessen zu würdigen und sich in ein Verhältnis der Gegenseitigkeit zu ihr zu versetzen. Eva Illouz ergänzt: „Will man jedoch eine Bewertung vornehmen, dann tritt man einem anderen in der Perspektive gegenüber, seine Wert durch vorab festgelegte Raster zu bestimmen. Bewertung und Anerkennung sind zwei unterschiedliche kognitive Einstellungen.“ Dass Erstere zunehmend die Oberhand über Letztere gewinnt, erklärt die Häufigkeit des soziologischen Vorgangs, den Eva Illouz als „Nichtwahl“ bezeichnet, da eine Bewertung in den meisten Fällen mit einer Zurückweisung verbunden ist. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-6266"></span></p>
<p><strong>Der vorgängige Akt der Anerkennung kann aus dem Blick geraten</strong></p>
<p>In seinen Tanner Lectures entfaltet Axel Honneth die Auffassung, dass es sich bei der Verdinglichung um ein komplexes Zusammenspiel von Anerkennung und Erkennen handelt. Eva Illouz erklärt: „Seine aufschlussreiche These lautet, dass Verdinglichung eine Anerkennungsvergessenheit impliziert, und Honneth fragt, wie eine Erkenntnis dazu führen kann, dass eine vorgängige Anerkennung vergessen wird, wie also das, was wir wahrnehmen und wie wir es wahrnehmen, und daran hindert, die Anwesenheit oder Menschlichkeit eines anderen angemessen zu registrieren.“</p>
<p>Sexuelle Märkte bieten ein eindringliches Beispiel für ein solches Vergessen. Axel Honneth führt die Bedeutung der Aufmerksamkeit und insbesondere einer Aufmerksamkeitsminderung an, um zu erklären, wie der vorgängige Akt der Anerkennung aus dem Blick geraten kann. Eva Illouz möchte darüber hinaus behaupten, dass eine visuell gesteuerte Aufmerksamkeit zu verminderter Aufmerksamkeit führt, vor allem wenn die visuellen Objekte Warenform annehmen, also im Überfluss vorhanden sind, miteinander konkurrieren, zur Schau gestellt werden und leicht austauschbar sind.</p>
<p><strong>Geschmäcker gehen in Fleisch und Blut über</strong></p>
<p>Mit Axel Honneth kann man hier von einer perzeptiven Verdinglichung sprechen: „Die soziale Umwelt erscheint, nahezu wie in der Wahrnehmungswelt des Autisten, als eine Totalität bloß beobachtbarer Objekte, denen jedoch psychische Regung oder Empfindung fehlt.“ Die visuelle Bewertung von Körpern als Bilder in einem großen Markt impliziert ihre Abwertung durch mangelnde Aufmerksamkeit.“ Die von Pierre Bourdieu und seinen zahlreichen Nachfolgern inspirierte Soziologie des Geschmacks beruht überwiegend auf der Annahme, dass Geschmäcker nicht nur beständig sind, sondern auch den eigentlichen Kern des Selbst bilden. </p>
<p>Dabei handelt es sich um jene Matrix, welche die Wahlentscheidungen, den sozialen Werdegang und die Identität eines Individuums orchestriert. Eva Illouz fügt hinzu: „Geschmäcker gehen durch die eigene Klassenposition und den systematischen Gebrauch von Dispositionen, die man im Laufe seines Lebens erwirbt – den Habitus –, in Fleisch und Blut über.“ Dadurch ist der Geschmack tief verwurzelt und beständig; er strukturiert die Identität. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gute Beziehungen beruhen auf Anerkennung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Apr 2025 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer hochentwickelten Gesellschaft beruhen gute Beziehungen auf Anerkennung. Diese ist erheblich schwieriger zu geben und anzunehmen als etwa das Teilen der Beute in einer Jägerkultur oder die Versorgung der gebrechlichen Eltern mit Nahrung. Wolfgang Schmidbauer weiß: „Da beide Seiten wenig Gelegenheit haben, ihre Dankesschulden durch körperliche Präsenz und physische Gaben abzugelten, kommen Eltern ebenso ... <a title="Gute Beziehungen beruhen auf Anerkennung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wolfgang-schmidbauer-anerkennung-in-beziehungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Gute Beziehungen beruhen auf Anerkennung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer hochentwickelten Gesellschaft beruhen gute Beziehungen auf Anerkennung. Diese ist erheblich schwieriger zu geben und anzunehmen als etwa das Teilen der Beute in einer Jägerkultur oder die Versorgung der gebrechlichen Eltern mit Nahrung. Wolfgang Schmidbauer weiß: „Da beide Seiten wenig Gelegenheit haben, ihre Dankesschulden durch körperliche Präsenz und physische Gaben abzugelten, kommen Eltern ebenso wie Kinder in die familientherapeutische Praxis, wenn die Kränkungen überhandnehmen, insbesondere dann, wenn eine imaginäre Schuld nicht nur ignoriert wird, sondern Gegenforderungen auftauchen: Nicht ich bin dir, nein, du bist mir etwas schuldig geblieben.“ Wenn ein Therapeut unsicher ist, ob seine Arbeit Früchte trägt, wenn er an sich selbst zweifelt und diesen Zweifel nicht sinnvoll findet und produktiv nutzt, sondern mit Schuld- und Schamgefühlen auf ihn reagiert, dann stehen ihm zwei Auswege offen. Wolfgang Schmidbauer gilt als einer der bekanntesten Psychoanalytiker Deutschlands. <span id="more-5950"></span></p>
<p><strong>Fehlerhafte Eltern macht man für alles Böse verantwortlich</strong></p>
<p>Der Therapeut kann selbst die Abstinenz verletzen und hoffen, bei seinen Klienten Trost zu finden – die auffälligste Folge ist der sexuelle Übergriff –, oder aber er kann die Eltern oder Partner seiner Patienten schwarzmalen, um aus dem Kontrast zu diesen heller zu leuchten. Wolfgang Schmidbauer ergänzt: „Wenn der Patient klagt, dass sich sein Befinden nicht bessert, liegt das eben daran, dass sich die Eltern an ihm heftiger versündigt haben als bisher angenommen.“</p>
<p>Die defensiven Eigenschaften solcher Manöver sind an ihrer Schwarz-Weiß-Zeichnung und am Mangel an Selbstreflexion erkennbar. Aber gerade diese Qualitäten machen auch ihre Faszination aus. Wolfgang Schmidbauer erklärt: „Wie wir von guten Eltern alles Gute erhoffen, können wir fehlerhafte Eltern für alles Böse verantwortlich machen. Wer Prestige und Sinn stiftet, muss eine reine Gestalt sein.“ Er weckt Neid, der in voller Wut losbricht, wenn er sich als eigennützig entlarven lässt.</p>
<p><strong>Eltern leiden manchmal an den Vorwürfen ihrer erwachsenen Kinder</strong></p>
<p>Die nun sich selbst ernennenden Richter projizieren auf ihr Feindbild ein Stück eigener narzisstischer Unersättlichkeit. Wolfgang Schmidbauer erläutert: „Sie selbst sind sich – mit gutem Grund – der Reinheit ihrer Motive nicht ganz sicher. Aber solange sie eindeutige Teufel bekämpfen, stehen sie fleckenlos da.“ Die erwachsenen Kinder halten das Bild von Eltern fest, die stark und differenziert genug wären, um bei gutem Willen und entsprechendem Einsatz der nächsten Generation genau das zu geben, was ihr fehlt.</p>
<p>Wolfgang Schmidbauer kritisiert: „Leider entziehen sich Eltern böswillig oder gleichgültig von dieser Aufgabe. Sie verweigern dem Kind etwas, auf das ein Recht zu haben glaubt: Eltern, die so stark und einsichtig sind, wie man sie gerne hätte.“ Das Buch „Böse Väter, kalte Mütter?“ von Wolfgang Schmidbauer richtet sich an alle, die sich für Familien interessieren, vor allem aber an Eltern, die unter den Vorwürfen erwachsener Kinder leiden. Kritik an schlechten Eltern ist etabliert, denn sie gelten als belastbar und sollen Verantwortung tragen. Quelle: „Böse Väter, kalte Mütter?“ von Wolfgang Schmidbauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Begegnung hat eine verändernde Kraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 01:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
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					<description><![CDATA[Charles Pépin schreibt: „Die Philosophie Hegels hilft uns zu begreifen, warum die Begegnung mit dem Anderen die Kraft hat, uns zu verändern.“ In seiner Dialektik von „Herrschaft und Knechtschaft“ stellt er den Herrn und den Knecht auf eine auf den ersten Blick erstaunlich anmutende Weise einander gegenüber. Auch wenn der Herr befiehlt, so bleibt der ... <a title="Die Begegnung hat eine verändernde Kraft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/charles-pepin-die-kraft-der-begegnung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Begegnung hat eine verändernde Kraft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Pépin schreibt: „Die Philosophie Hegels hilft uns zu begreifen, warum die Begegnung mit dem Anderen die Kraft hat, uns zu verändern.“ In seiner Dialektik von „Herrschaft und Knechtschaft“ stellt er den Herrn und den Knecht auf eine auf den ersten Blick erstaunlich anmutende Weise einander gegenüber. Auch wenn der Herr befiehlt, so bleibt der doch, dem Verfasser der „Phänomenologie des Geistes“ zufolge, im geschlossenen, narzisstischen Kreis seiner Autorität und Subjektivität gefangen. Da er keinen anderen Herrn, keinem Alter Ego begegnet und nicht arbeitet, kann er auch keine objektive Anerkennung des eigenen Wertes erfahren. Ohne diese Erfahrung des Andersseins kann er aber nicht wissen, wer er ist. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-4897"></span></p>
<p><strong>Jede These benötigt eine Antithese</strong></p>
<p>Umgekehrt hat der Knecht, selbst wenn er dem Herrn gehorcht, die Gelegenheit, der Natur zu begegnen, mit der er durch seine Arbeit konfrontiert wird. Diese Arbeit erlaubt ihm, Selbstbewusstsein zu erlangen, indem er sich in seinen Werken wiedererkennt. Für Georg Wilhelm Friedrich Hegel kann die Freiheit nur „objektiv“ sein. Objektiv belegt durch Handlungen, die der Zustimmung der anderen unterliegen. Der Knecht ist daher freier als der Herr.</p>
<p>Das ist natürlich eine Parabel. Aber sie erhellt den entscheidenden Stellenwert, den die Begegnung bei den Menschen, diesen seltsamen Tieren, einnimmt. Charles Pépin weiß: „Um uns weiterzuentwickeln, müssen wir anderen begegnen. Nichts anderes bedeutet die hegelsche Dialektik: Um ihre ganze Kraft entfalten zu können, muss eine Idee auf eine andere Idee treffen.“ Eine These allein kann ohne Antithese, ohne Negation, ohne die Konfrontation damit nicht wirklich zum Ausdruck kommen.</p>
<p><strong>Liebe beweist sich in Taten</strong></p>
<p>Das Gleiche gilt für das Individuum. Die Konfrontation mit einem anderen Bewusstsein ist notwendig, um gegen dessen Unterschiedlichkeit zu lernen, sich zu situieren, um den eigenen Wert zu kennen und sich weiterzuentwickeln. Man muss dem Anderen begegnen, um darauf hoffen zu können, dass sich der innigste Wunsch erfüllt: der Wunsch nach Anerkennung. Menschen müssen auf das zugehen, was sie nicht selbst sind. Denn ohne Begegnung mit dem Anderen ist eine Begegnung mit sich selbst unmöglich.</p>
<p>„Es gibt keine Liebe, nur Liebesbeweise“, schreibt Pierre Reverdy mit leisem hegelschem Beiklang. Liebe beweist sich in Taten, so wie eine schöne Begegnung sich an den Veränderungen bemisst, die sie vollbringt. Charles Pépin betont: „Hegel zu folgen, erlaubt uns, wachsam gegen schlechte oder toxische Begegnungen zu bleiben.“ Die guten Begegnungen lassen einen Menschen wachsen, machen einen besseren Menschen aus ihm, öffnen ihn für die Welt. Die schlechten Begegnungen hingegen machen ihn klein, treiben ihn in die Abhängigkeit, kapseln ihn ab. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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