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	<title>Ziel &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Manche Menschen haben eine Mission</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2025 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mission]]></category>
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					<description><![CDATA[Morgan Housel schreibt: „Ich hatte einen Jugendfreund, der weder mit einem Silberlöffel im Mund noch mit bemerkenswerter Intelligenz gesegnet zur Welt kam. Aber er strengte sich an wie kein anderer. Von solchen Menschen lässt sich viel lernen, weil sie jeden Zentimeter des Wegs zum Erfolg aus eigener Anschauung kennen.“ Als Teenager träumte er davon, Arzt ... <a title="Manche Menschen haben eine Mission" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/morgan-housel-langfristige-planung.html" aria-label="Mehr Informationen über Manche Menschen haben eine Mission">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgan Housel schreibt: „Ich hatte einen Jugendfreund, der weder mit einem Silberlöffel im Mund noch mit bemerkenswerter Intelligenz gesegnet zur Welt kam. Aber er strengte sich an wie kein anderer. Von solchen Menschen lässt sich viel lernen, weil sie jeden Zentimeter des Wegs zum Erfolg aus eigener Anschauung kennen.“ Als Teenager träumte er davon, Arzt zu werden. Das war seine Mission. Dass die Chancen schlecht für ihn gestanden hätten, wäre eine gewaltige Untertreibung gewesen. Kein vernünftiger Mensch hätte ihm das damals zugetraut. Aber er strengte sich an du wurde schließlich Arzt – zehn Jahre später als eine Mitstudenten. Was für eine Erfüllung musste es gewesen sein, sich ins und durch das Medizinstudium zu kämpfen, und gegen alle Wahrscheinlichkeit einen der nobelsten Berufe zu ergreifen? Morgan Housel ist Partner bei der Risikokapitalgesellschaft The Collaborative Fund. <span id="more-6221"></span></p>
<p><strong>Menschen können ihr zukünftiges Ich kaum vorhersehen</strong></p>
<p>Vor einigen Jahren traf Morgan Housel ihn. Dabei klagte er geschlagene zehn Minuten. Der Stress und die endlosen Arbeitsstunden hatten ihn fertiggemacht. Die Enttäuschung über seinen Beruf schien ebenso groß wie sein Enthusiasmus 15 Jahre davor. Morgan Housel weiß: „Psychologisch lässt sich diese Enttäuschung damit erklären, dass Menschen kaum in der Lage sind, ihr zukünftiges Ich vorherzusehen.“ Sich ein Ziel auszumalen, ist einfach und unterhaltsam. </p>
<p>Etwas ganz anderes ist es aber, sich den Stress und den Konkurrenzkampf auszumalen, die mit dem Ziel möglicherweise einhergehen. Dies wirkt sich stark auf die Fähigkeit eines Menschen aus, sich finanzielle Ziele zu setzen. Jeder Fünfjährige will später Baggerfahrer werden. Doch dann wird man älter und merkt, dass Baggerfahrer vielleicht nicht der allerbeste Beruf der Welt ist. Dann wünscht man sich vielleicht etwas Angeseheneres oder besser Bezahltes.</p>
<p><strong>Die meisten Menschen eiern durch ihr Leben</strong></p>
<p>Also träumt man als Teenager davon, Anwalt zu werden. Und denkt, nein weiß, dass man bei diesem Plan bleibt. Morgan Housel fügt hinzu: „Jurastudium und Staatsexamen, wir kommen! Dann schuften wir als Anwälte bis tief in die Nacht, sodass wir unsere Familien kaum mehr zu Gesicht bekommen.“ Schließlich wechselt man vielleicht in einen schlechter bezahlten Job mit flexiblen Arbeitszeiten. Oder man merkt, dass die Kinderbetreuung so teuer ist, dass sich das Arbeit im Grunde gar nicht mehr lohnt, hört auf zu arbeiten und kümmert sich stattdessen nur noch um die Kinder. </p>
<p>Die meisten Menschen eiern durch ihr Leben. Einer Statistik der amerikanischen Zentralbank zufolge arbeiten nur 27 Prozent aller amerikanischen Universitätsabsolventen auf einem Gebiet, das ihrem Hauptfach entspricht. Morgan Housel ergänzt: „29 Prozent aller Hausfrauen und -männer verfügen über einen Uniabschluss. Vermutlich bedauern nur die wenigsten von ihnen, jahrelang die Universität besucht zu haben. Aber wir sollten uns bewusst machen, dass junge Eltern Anfang 30 völlig andere Lebensziele verfolgen, als sie sich mit 18 Jahren hätten träumen lassen.“ Quelle: „Über die Psychologie des Geldes“ von Morgan Housel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Andreas Salcher stellt das PERMA-Konzept vor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2024 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[PERMA-Konzept]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt fünf Faktoren des „PERMA-Konzepts“ das der US-amerikanische Psychologe Martin E. P. Seligman entwickelt hat. Der erste Faktor ist die positive Emotion. Andreas Salcher erläutert: „Das regelmäßige Erleben positiver Emotionen ist durchaus ein essenzieller Faktor für das Wohlbefinden von uns Menschen, aber eben nicht der wichtigste und schon gar nicht der einzige.“ Positive Emotionen ... <a title="Andreas Salcher stellt das PERMA-Konzept vor" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-stellt-das-perma-konzept-vor.html" aria-label="Mehr Informationen über Andreas Salcher stellt das PERMA-Konzept vor">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt fünf Faktoren des „PERMA-Konzepts“ das der US-amerikanische Psychologe Martin E. P. Seligman entwickelt hat. Der erste Faktor ist die positive Emotion. Andreas Salcher erläutert: „Das regelmäßige Erleben positiver Emotionen ist durchaus ein essenzieller Faktor für das Wohlbefinden von uns Menschen, aber eben nicht der wichtigste und schon gar nicht der einzige.“ Positive Emotionen wie Lust, Behaglichkeit oder Entspannung werden im Augenblick ihres Auftretens subjektiv genossen, sind allerdings wenig nachhaltig. Daher ist die Erwartung, dass Arbeit ständig Spaß machen soll, unrealistisch. Der zweite Faktor ist das Engagement. Menschen können aufblühen, wenn sie ganz in einer sie erfüllenden Tätigkeit aufgehen oder sich für einen höheren Zweck engagieren. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5671"></span></p>
<p><strong>Es kann nicht den einen Sinn des Lebens geben</strong></p>
<p>Als dritten Faktor nennt Martin E. P. Seligman positive Beziehungen. Menschen brauchen erfüllende Familien-, Freundschafts- und Liebesbeziehungen, in denen sie Kraft und Freude erfahren können. Andreas Salcher weiß: „Menschen, die sich mit anderen verbunden fühlen, sind glücklicher, gesünder und leben länger als isolierte Menschen.“ Der vierte Faktor ist die Sinnerfüllung. Es kann nicht den einen Sinn für das Leben eines Menschen geben, sondern dieser setzt sich aus Bausteinen zusammen, die sich im Lauf der Zeit immer wieder ändern können.</p>
<p>So gibt es Zeiten im Leben, in denen die Arbeit eine hohe Priorität hat, und solche, in denen andere Themen an Relevanz gewinnen, zum Beispiel die Geburt eines Kindes. Andreas Salcher fügt hinzu: „Im Alter wird die Bedeutung der Großzügigkeit gegenüber der nächsten Generation immer wichtiger für das Lebensglück.“ Das Gefühl, den Sinn verloren zu haben, lässt sich nicht dadurch beseitigen, indem man beginnt, den einen Sinn seines Lebens wie einen verlorenen Schlüssel zu suchen.</p>
<p><strong>Eigene Wertvorstellungen geben dem Leben Halt</strong></p>
<p>Jeder Versuch, den individuellen Sinn des eigenen Lebens auf einer abstrakten Ebene wiederentdecken zu wollen, führt nicht zum Sinn, sondern ins Absurde. Andreas Salcher stellt fest: „Sinn ist immer eine konkrete Erfahrung, die eben nur über Beruf, Liebe, Familie, Kunst, Wissenschaft, Pflichten, Neigungen, Mitgefühl, Engagement und so weiter empfunden werden kann.“ Der Sinn des Lebens ist das, was Menschen aus den vielen Möglichkeiten, die ihnen das Leben bietet, machen. </p>
<p>Der fünfte Faktor des PERMA-Konzepts ist die Zielerreichung. Erfolg, Leistung und Gewinnen sind für bestimmte Menschentypen sehr bedeutsam für das Lebensglück. Andreas Salcher erläutert: „Für sie entsteht Sinn durch das Setzen und Erreichen von immer neuen Zielen, selbst wenn diese Werte weder gute Gefühle im Augenblick verschaffen noch einen höheren Sinn erfüllen.“ Doch Ziele allein reichen bei Weitem nicht aus. Menschen brauchen eigene Wertvorstellungen, die ihnen in Krisenzeiten helfen, ihrem Leben Halt zu geben. Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt eine negative und eine positive Freiheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2020 07:25:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ziel]]></category>
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					<description><![CDATA[Um herauszufinden, ob man etwas tun muss oder ob man nur glaubt, dass man es müsste, ist es sehr hilfreich, die Freiheit in zwei Sorten, zwei Teile oder besser gesagt in zwei einzelne Schritte zu zerlegen: in die positive und die negative Freiheit. Anja Förster und Peter Kreuz erklären: „Diese Unterscheidung geht auf den politischen ... <a title="Es gibt eine negative und eine positive Freiheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-eine-negative-und-eine-positive-freiheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt eine negative und eine positive Freiheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um herauszufinden, ob man etwas tun muss oder ob man nur glaubt, dass man es müsste, ist es sehr hilfreich, die Freiheit in zwei Sorten, zwei Teile oder besser gesagt in zwei einzelne Schritte zu zerlegen: in die positive und die negative Freiheit. Anja Förster und Peter Kreuz erklären: „Diese Unterscheidung geht auf den politischen Philosophen Isaiah Berlin zurück. Die negative Freiheit ist laut Berlin der Zustand, in dem die eigene persönliche Entfaltung nicht von anderen Menschen, Institutionen oder Ideologien und den von ihnen ausgehenden Zwängen begrenzt oder sogar verhindert wird. Negative Freiheit beruht also immer auf einem Akt der Befreiung, es ist die Freiheit von etwas.“ Anja Förster und Peter Kreuz nehmen als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein. <span id="more-2327"></span></p>
<p><strong>Freiheit erfordert Willenskraft und Selbstverantwortung</strong></p>
<p>Diese Freiheit heißt deshalb negative Freiheit, weil sie sich gegen einen Zustand der Unfreiheit richtet. Man hat dabei kein konkretes Ziel vor Augen, das man ansteuern möchte. Der Impuls der negativen Freiheit ist „Ich will weg von …“. Die positive Freiheit hingegen ist die Nutzung der gewonnenen Freiräume und Wahlmöglichkeiten, beispielsweise zur Gestaltung des eigenen Lebensentwurfs. Es ist die Freiheit zu etwas. Mit positiver Freiheit ist der Zustand der Freiheit gemeint, in dem man seine Möglichkeiten auch tatsächlich nutzt.</p>
<p>Bei der positiven Freiheit begnügt man sich nicht mehr damit, zu erklären, was man nicht will, sondern definiert, was man lieber möchte. Die Freiheit, ein Ziel anzustreben und zu entwickeln, ist die positive Freiheit. Die negative und die positive Freiheit unterscheiden sich also nur in der Perspektive – Von-weg zu Hin-zu –, dieser Unterschied ist allerdings ganz erheblich. Nämlich, wenn es darum geht, zwischen Müssen und Sollen zu unterscheiden. Aber Freiheit erfordert Willenskraft, Arbeit und Selbstverantwortung.</p>
<p><strong>Verlockende Ziele sind leichter erreichbar</strong></p>
<p>Anja Förster und Peter Kreuz erläutern: „Die Freiheit anzunehmen, beginnt mit einem entschiedenen „Nein!“ – Nein, ich will das nicht mehr. Nein, ich halte das nicht mehr aus. Und ja, ich kann da raus. Ja, ich will weg davon.“ Wenn man soweit ist, weil man erkannt und akzeptiert hat, dass man die negative Freiheit besitzt, dann darf man sich anschließend entscheiden, welches Ziel man anstrebt und welchen Weg man dorthin nehmen möchte. Ab diesem Moment ist man in der positiven Freiheit, der Freiheit zu etwas. Das ist der zweite Schritt.</p>
<p>Ein klares Von-weg-Ziel ist ein guter Ausgangspunkt. Um sich dann aber in Bewegung zu setzen, braucht man eine Vorstellung davon, wohin man gehen möchte. Das Bewusstsein, dass man gehen möchte, gibt einem zwar die dafür nötige Energie, allerdings keine Richtung. Man braucht also auch ein Hin-zu-Ziel. Das sollte ein möglichst positives, kraftvolles und vor allem anziehendes Ziel sein. Denn diese Anziehungskraft macht es viel leichter, das Ziel zu erreichen. Ein Mensch braucht beide Schritte: Ohne einen Sinn für seine positive Freiheit nützt ihm die negative Freiheit auf Dauer wenig. Quelle: „Nein!“ von Anja Förster und Peter Kreuz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2020 05:53:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Sogenannte Traumbotschaften haben noch immer etwas Geheimnisvolles an sich. Die moderne psychologische Forschung auf diesem Gebiet hat viel dem Motivationsexperten Eric Klinger zu verdanken. Bei wichtigen Zielen nehmen Menschen gerne mentale Auszeiten. Dies geschieht nicht nur im Zustand des Wachseins, sondern auch im Schlaf. Auch in der Nacht ist das Unbewusste offensichtlich hellwach. John Bargh ... <a title="Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/im-traum-arbeitet-der-geist-an-wichtigen-zielen.html" aria-label="Mehr Informationen über Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sogenannte Traumbotschaften haben noch immer etwas Geheimnisvolles an sich. Die moderne psychologische Forschung auf diesem Gebiet hat viel dem Motivationsexperten Eric Klinger zu verdanken. Bei wichtigen Zielen nehmen Menschen gerne mentale Auszeiten. Dies geschieht nicht nur im Zustand des Wachseins, sondern auch im Schlaf. Auch in der Nacht ist das Unbewusste offensichtlich hellwach. John Bargh erläutert: „Während wir träumen, arbeitet unser Geist also an unseren wichtigen Zielen und Anliegen. Dabei reagiert er sensibler als sonst auf eingehende Informationen, die für diese Ziele relevant sind.“ Eric Klinger und seine Kollegen gelangten zu folgendem Schluss. Die Priorität, die der Geist den wichtigen Zielen einräumt, besteht auch im Traum weiter, während man schläft. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2212"></span></p>
<p><strong>Dem Geist geht es nicht um Entspannung und Glück</strong></p>
<p>Der Einfluss der Zukunft auf das Unbewusste kann manchmal auch unangenehm sein. Manche Ziele kann man nicht einfach so aufgeben, selbst wenn man es wollte oder sogar sollte. Vielleicht zögert der Betroffene die Sache dann hinaus und vertagt unangenehme, aber notwendige Aktivitäten. Auf unbewusster Ebene arbeiten die nicht realisierten Ziele aber in einem weiter. Dies geschieht sogar bei aktiver Vermeidung, sich bewusst mit ihnen zu beschäftigen. </p>
<p>Wie Norman Mailer es ausdrückte: „Die Faustformel lautet: Innere Unruhe lässt sich an der Anzahl der nicht gehaltenen Versprechen ausdrücken.“ Man darf nicht vergessen, dass es dem auf die Zukunft orientierten Geist nicht darum geht, dass man entspannt und glücklich ist. Er will vor allem, dass man seine wichtigen Ziele erreicht und die anstehenden Aufgaben bewältigt. Wenn er einem Menschen zu diesem Zweck mit Sorgen und Ängsten zusetzen muss, dann tut er das. </p>
<p><strong>Das Unterbewusstsein sucht nach Lösungen für Probleme</strong></p>
<p>Die Hartnäckigkeit führt oftmals im wahrsten Sinne des Wortes zu nächtlichen Ruhestörungen. Mit anderen Worten: Man schläft schlecht. In Schlafstudien ist häufig die Rede davon, dass Leute, die nachts aufwachen, spontan von Sorgen und Ängsten heimgesucht werden. Deshalb können sich nicht wieder einschlafen. Dieselben Hirnareale, di auf bewusster Ebene an Problemen gearbeitet haben, versuchen im Schlaf weiterhin, sie auf unbewusster Ebene zu lösen.</p>
<p>Das Unbewusste ist jedoch nicht sehr gut darin, spezifische Pläne für die Zukunft zu schmieden. Seine Stärke liegt darin, Lösungen für Probleme zu finden und ein generelles Ziel zu verfolgen. Aber sie liegt nicht darin, konkrete Pläne für spezielle Abfolgen von Handlungen zu formulieren. Darum reicht es das Problem ans Bewusstsein weiter und sagt: „Hier, kümmere du dich darum.“ Wenn es sich um gewichtige Sorgen handelt, kommen sie einem Menschen spontan in den Sinn, sobald er erwacht. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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