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	<title>Weisheit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Besonnenheit sorgt für Selbstbeherrschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2021 01:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Besonnenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich komme vom Himmel, um deinem leidenschaftlichen Drang ein Ende zu machen. Hör auf mit dem Streit und zücke das Schwert nicht!“ Mit diesen Worten richtet sich die Göttin der Weisheit, Pallas Athene, in Homers „Illias“ an den Helden Achill. Dieser will wegen einer ihm zugefügten Schmach gerade zum Schwert greifen, um damit König Agamemnon anzugreifen. Albert Kitzler weiß: „Schon in der Antike hat man dies als Mahnung zur Besonnenheit aufgefasst. Besonnenheit ist die Fähigkeit zur Mäßigung und Selbstbeherrschung. Sie schützt uns vor uns selbst.“ Wer sich selbst beherrschen kann,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich komme vom Himmel, um deinem leidenschaftlichen Drang ein Ende zu machen. Hör auf mit dem Streit und zücke das Schwert nicht!“ Mit diesen Worten richtet sich die Göttin der Weisheit, Pallas Athene, in Homers „Illias“ an den Helden Achill. Dieser will wegen einer ihm zugefügten Schmach gerade zum Schwert greifen, um damit König Agamemnon anzugreifen. Albert Kitzler weiß: „Schon in der Antike hat man dies als Mahnung zur Besonnenheit aufgefasst. Besonnenheit ist die Fähigkeit zur Mäßigung und Selbstbeherrschung. Sie schützt uns vor uns selbst.“ Wer sich selbst beherrschen kann, dem wird ein Lohn zuteil. Weisheit ist Voraussicht und kluges Bedenken, Gewichten und Abwägen der Folgen. Der Philosoph und Jurist Dr. Albert Kitzler ist Gründer und Leiter von „MASS UND MITTE“ – Schule für antike Lebensweisheit. <span id="more-2936"></span></p>
<p><strong>Die Weisheit ist ein Schutzwall gegen das Schicksal</strong></p>
<p>„Wer sich selbst bezwingt, ist unbezwingbar.“ Dieses Zitat stammt von dem chinesischen Philosophen Laotse. Er sagt außerdem: „Wer andere kennt, ist klug; Wer sich selbst kennt, weise; Wer andere bezwingt, ist stark.“ Selbstbeherrschung führt nach Laotse dazu, dass der Mensch unangreifbar und unverletzlich wird. Man kann ihn ausbeuten, einsperren, seinen Körper schinden. Aber er bleibt er selbst, integer, authentisch. Niemand kann ihn nicht aus seiner seelischen und geistigen Mitte vertreiben, in der er tief verwurzelt, lebendig und unangetastet bleibt.</p>
<p>Er wahrt seine Identität. Sein Selbst bleibt unverletzt. Diese innere Stabilität, Immunität, Stärke und Unerschütterlichkeit gehörten zu den höchsten Zielen, die das antike Weisheitsdenken im antiken China kannte. Albert Kitzler erklärt: „Wir würden heute sagen: ein hohes Maß an Resilienz.“ Es ist die Schutzwehr der Weisheit gegen die Angriffe des Schicksals. In dieser inneren Burg herrschen der Friede der Seele, eine innere Ausgeglichenheit und eine heitere Gelassenheit.</p>
<p><strong>Selbstbeherrschung zählt zu den höchsten aller Güter</strong></p>
<p>Aus dieser inneren Ruhe heraus erwachsen Kraft und Selbstvertrauen. Dazu kommt die Fähigkeit, Glück und Freude zu erleben und das unausweichliche Leiden an der Welt zu ertragen. „Selbstbeherrschung und Ausdauer sind die höchsten aller Güter.“ Dieses Zitat stammt vom Griechen Krates. Weise zu leben ist laut Albert Kitzler eigentlich nicht schwierig. Es sind keine philosophischen Höhenflüge. Sondern es handelt sich dabei um ganz einfache Dinge, weshalb Weisheit nicht selten auch unter unbelesenen Menschen zu finden ist.</p>
<p>Albert Kitzler stellt fest: „Weisheiten anzuwenden braucht weder viel Zeit noch größere Mittel.“ In anderer Hinsicht ist aber eine weise Lebensführung sehr schwierig. Die dafür notwendige Selbstbeherrschung, Ausdauer und Übung bringen nur sehr wenige Menschen auf. Denn nur so lässt sich eine philosophische Erkenntnis in eine Lebenshaltung und feste Gewohnheit verwandeln. Sich zu verändern und weiterzuentwickeln, bedeutet eine Transformation der Persönlichkeit. Dabei sind ein beharrliches Einüben neuer Denk-, Wollens- und Verhaltensgewohnheiten unerlässlich. Quelle: „Weisheit to go“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine innere Wandlung ist nicht leicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2021 01:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer weise leben will, muss sich innerlich wandeln. Der römische Philosoph Seneca zitiert dazu den frühen Stoiker Ariston: „Die Philosophie umfasst zwei Teile: das Wissen und die Seelenverfassung. Denn wer den Lehrgang durchgemacht und richtig begriffen hat, was zu tun ist und was zu meiden ist, ist noch nicht weise. Und zwar nicht eher, als bis er eine innere Wandlung durchgemacht hat, durch die seine Seele ganz mit dem, was sie gelernt hat, verschmolzen ist.“ Albert Kitzler vertritt die Auffassung, dass die meisten Menschen an dieser inneren Wandlung scheitern. Der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer weise leben will, muss sich innerlich wandeln. Der römische Philosoph Seneca zitiert dazu den frühen Stoiker Ariston: „Die Philosophie umfasst zwei Teile: das Wissen und die Seelenverfassung. Denn wer den Lehrgang durchgemacht und richtig begriffen hat, was zu tun ist und was zu meiden ist, ist noch nicht weise. Und zwar nicht eher, als bis er eine innere Wandlung durchgemacht hat, durch die seine Seele ganz mit dem, was sie gelernt hat, verschmolzen ist.“ Albert Kitzler vertritt die Auffassung, dass die meisten Menschen an dieser inneren Wandlung scheitern. Der Grund dafür ist, dass ihr Wissen an der Oberfläche bleibt. Es wird nicht durch beharrliches Einüben im täglichen Leben tiefer in der Seele verankert und eingeprägt. Der Philosoph und Jurist Dr. Albert Kitzler ist Gründer und Leiter von „MASS UND MITTE“ – Schule für antike Lebensweisheit. <span id="more-2923"></span></p>
<p><strong>Handeln ist schwerer als Erkennen</strong></p>
<p>Dieses Wissen sollte man in automatische Denk- und Verhaltensmuster verwandeln. Dadurch stellt man stabile synaptische Verbindungen zwischen dem Wissen, der Motivation und dem Willen, entsprechend zu handeln, her. Geschieht dies nicht, fällt man immer wieder in alte Gewohnheiten zurück, ohne von seinem Wissen den rechten Gebrauch zu machen. Dazu passt die Erkenntnis: „Erkennen ist nicht schwer, nur Handeln ist schwer.“ Dieses Zitat stammt aus dem chinesischen „Buch der Geschichte“.</p>
<p>Dieser Satz bringt eines der Hauptprobleme der Weisheit auf die denkbar kürzeste Formel. Albert Kitzler stellt fest: „Uns ist vieles bekannt, was Weisheit lehrt – und wir handeln trotzdem nicht danach. Es macht den Reiz antiker Weisheitslehre aus, dass sie häufig zentrale Probleme der Lebensführung in kurze und griffige Aussprüche verdichtet.“ Sie wusste, dass man seine Einsichten stets „zur Hand haben“ sollte, wenn man sie braucht. Man sollte sich einer Einsicht spontan erinnern, wenn man in eine Situation gerät, in der sie den rechten Weg weisen kann.</p>
<p><strong>Die meisten Menschen stürzen blindlings vorwärts</strong></p>
<p>Gotthold Ephraim Lessing sagte einmal: „Glückliche Zeiten … als alle Weisheit in kurzen Lebensregeln bestand.“ „Die Menschen sagen alle: Ich weiß, und handeln doch anders.“ Die Stelle stammt aus dem chinesischen „Buch der Riten, Sitten und Gebräuche“. Laut Konfuzius stürzen die meisten Menschen blindlings vorwärts und verwickeln sich in Netze und Stricke, in Fallen und Gruben. Und keiner ist, der sie zu meiden wüsste. Die Menschen sagen alle: Ich weiß.</p>
<p>Wenn die Menschen Maß und Mitte gewählt haben, können sie nicht einen Monat daran festhalten. Viele Menschen wissen, was ihnen guttut, und tun es doch nicht. Das ist eines der zentralen Probleme auf dem Weg zu einer weisen Lebensführung. Ein gutes, gelingendes und glückliches Leben ist so nicht möglich. Es ist sehr schwer, sich dahin zu erziehen, stets seiner besseren Einsicht zu folgen und alle inneren Widerstände zu überwinden. Genauso mühsam ist es, allen äußeren Verlockungen, die einen vom rechten Weg abbringen wollen, zu widerstehen. Quelle: „Weisheit to go“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Weise findet das Glück in sich selbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2021 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Weiser]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Glück hängt für den Weisen nicht hauptsächlich von den stets zufälligen Ereignissen der äußeren Welt ab. Sondern es wird bestimmt durch die Harmonie seiner inneren Welt. Frédéric Lenoir erklärt: „Er ist glücklich, weil er Frieden oder Freude in sich selbst hat finden können.“ Anstatt die Welt seinen Wünschen unterordnen zu wollen, bemüht sich der Weise um die Veränderung seiner selbst. Erst durch diese Umkehrung wird das Glück möglich. Am Glücklichsein hindert die Menschen nicht die Wirklichkeit, sondern die Vorstellung, die sie sich von ihr machen. Ein und dieselbe Wirklichkeit&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Glück hängt für den Weisen nicht hauptsächlich von den stets zufälligen Ereignissen der äußeren Welt ab. Sondern es wird bestimmt durch die Harmonie seiner inneren Welt. Frédéric Lenoir erklärt: „Er ist glücklich, weil er Frieden oder Freude in sich selbst hat finden können.“ Anstatt die Welt seinen Wünschen unterordnen zu wollen, bemüht sich der Weise um die Veränderung seiner selbst. Erst durch diese Umkehrung wird das Glück möglich. Am Glücklichsein hindert die Menschen nicht die Wirklichkeit, sondern die Vorstellung, die sie sich von ihr machen. Ein und dieselbe Wirklichkeit kann von zwei Personen unterschiedlich wahrgenommen werden. Der eine wird darüber glücklich, der andere unglücklich. Als Reaktion auf eine Aggression werden einige Hass oder den Wunsch nach Rache verspüren, während andere überhaupt nichts empfinden. Frédéric Lenoir ist Philosoph, Religionswissenschaftler, Soziologe und Schriftsteller. <span id="more-2768"></span></p>
<p><strong>Die Lehre der Weisheit ist ein wertvoller Kompass</strong></p>
<p>Es gibt von Natur aus großzügige, optimistische, zuversichtliche und fröhliche Menschen. Das ist ein großes Glück. Denn diese Eigenschaften sind erforderlich, um ein gutes und glückliches Leben zu führen. Solche Menschen tun ihrem Umfeld viel Gutes. Doch die meisten Menschen haben dieses Glück nicht. Für sie ist die Lehre der Weisheit ein wertvoller Kompass. Denn sie zeigt ihnen eine Richtung und gibt ihnen Werkzeuge, um glücklicher und besser zu leben.</p>
<p>Mithilfe der Weisheit kann man aufhören, dem Leben oder den anderen die Schuld zu geben und stattdessen sein Leben in die eigene Hand zu nehmen. Wenn man begreift, dass man einen Großteil seines Leids vermeiden könnte, wenn man nur die Vorstellung von sich selbst und der Welt verändert. Zwar kann man den Schmerz selbst nicht verhindern, doch das zusätzliche Leid kann man durch die freiwillige und positive Orientierung des Herzens wie des Geistes vermeiden.</p>
<p><strong>Der Weise integriert das Tragische ins Glück</strong></p>
<p>Frédéric Lenoir weiß: „Weisheit bedeutet keineswegs, dass es einem nicht mehr schlecht geht, es bedeutet, den Schmerz in Gelassenheit umzuwandeln.“ Dabei geht es einfach darum, „Ja“ zum Leben zu sagen. Das heißt, es zu lieben und es so, wie es ist, zu akzeptieren – nicht so, wie man es gerne gehabt hätte. Es ist also ein Weg der Akzeptanz, der Zustimmung, der von einer bedingungslosen Liebe zum Leben ausgeht. Michel de Montaigne sagte: „Und ich, ich liebe das Leben.“</p>
<p>Nur so nähert man sich der Weisheit, jener tiefen und dauerhaft glücklichen Existenz, welche Ereignisse auch immer auf einen zukommen. Weisheit heißt keineswegs, auf einer kleinen Wolke zu leben oder in einer Welt, in der alles gut läuft. Denn eine solche Welt gibt es nicht. Vielmehr ist damit die Fähigkeit gemeint, das Tragische ins Glück zu integrieren. Das heißt, das Leben zu akzeptieren und mit seinen Höhen und Tiefen zu lieben. Dazu zählen sowohl die angenehmen als auch die unangenehmen Momente, die Freuden und die Nöte. Quelle: „Weisheit“ von Frédéric Lenoir</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eltern können Weisheit bei ihren Kindern fördern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2020 05:55:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein ganz wichtiger Faktor für die Entwicklung von Weisheit ist laut Judith Glück der Einfluss durch andere Menschen. Sie meint hier in erster Linie Mentoren. Das sind weise Menschen, an denen man sich orientieren und von denen man lernen kann. Judith Glück ist davon überzeugt, dass man aus der Bekanntschaft mit solchen Menschen ungeheuer viel lernen kann. Aber auch die „ganz normalen“ Menschen im persönlichen Umfeld können Quellen von Weisheit sein. Wenn sie einem die Möglichkeit geben, sich mit ihrem Erleben zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Manchmal wird Judith Glück gefragt,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ganz wichtiger Faktor für die Entwicklung von Weisheit ist laut Judith Glück der Einfluss durch andere Menschen. Sie meint hier in erster Linie Mentoren. Das sind weise Menschen, an denen man sich orientieren und von denen man lernen kann. Judith Glück ist davon überzeugt, dass man aus der Bekanntschaft mit solchen Menschen ungeheuer viel lernen kann. Aber auch die „ganz normalen“ Menschen im persönlichen Umfeld können Quellen von Weisheit sein. Wenn sie einem die Möglichkeit geben, sich mit ihrem Erleben zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Manchmal wird Judith Glück gefragt, ob man Weisheit schon bei Kindern fördern könne. Ihre Antwort lautet: „Ich bin davon überzeugt, dass das möglich ist.“ Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-2306"></span></p>
<p><strong>Weise empfinden Dankbarkeit für langjährige Partner</strong></p>
<p>Judith Glück fährt fort: „Eltern, die die Gefühle ihrer Kinder ernst nehmen und den Kindern auch ihre eigenen Gefühle kommunizieren, legen die Basis für emotionale Sensitivität, Empathie und auch für die Fähigkeit zur reflektiven Beschäftigung mit den eigenen Gefühlen.“ Eltern, die bereit sind, sich mit den Meinungen ihrer Kinder ernsthaft auseinanderzusetzen und auch ihre eigenen Haltungen zu hinterfragen, leben Reflektivität vor.</p>
<p>Eltern, die ihren Kindern die Sicherheit geben, die sie brauchen, um auch mal etwas Neues zu probieren, und die sich selbst auf neue Menschen einlassen, fördern die Offenheit ihrer Kinder. Judith Glück erläutert: „Später im Leben lernen wir natürlich von vielen anderen Menschen. Am meisten vermutlich von denen, die uns am nächsten stehen. Und mit denen wir die für uns richtige Balance von Intimität und Autonomie aushandeln.“ Weisheitsforscher haben auch herausgefunden, dass weise Menschen häufiger als andere Dankbarkeit für ihre langjährigen Partner äußern.</p>
<p><strong>Die Wege zur Weisheit sind fast immer steinig</strong></p>
<p>Oft genügt aber auch ein Freund oder eine Freundin als „externe Weisheitsressource“. Jemand, der in bestimmten Situationen in der Lage ist, sich einerseits in die Gefühle des anderen hineinzuversetzen, einem andererseits aber auch neue Sichtweisen zu eröffnen. Es gibt also verschiedene innere und äußere Faktoren, die Weisheit fördern können. Zudem dürften sie allen Menschen auf dem Weg zu Weisheit gemeinsam sein. Die individuellen Wege zur Weisheit sind allerdings immer eher steinig als bequem.</p>
<p>Gerade die weisesten Menschen haben in der Regel fundamental schwierige Erfahrungen gemacht. Judith Glück nennt Beispiele: „Die Geburt eines schwer behinderten Kindes, lebensbedrohliche Erkrankungen, massive Konflikte, plötzliche Katastrophen.“ Sie sahen diese Erfahrungen rückblickend einerseits nach wie vor als sehr schmerzhaft an. Zugleich sprachen aber viele von ihnen davon, dass sie sie nicht missen wollen. Judith Glück geht davon aus, dass es verschiedene, sehr individuelle Formen von Weisheit gibt. Und dass vor allem die Wege, die zur Weisheit führen, sehr unterschiedlich sind. „Weisheit“ von Judith Glück</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Weise Menschen akzeptieren ihre Stärken und Schwächen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 06:09:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäche]]></category>
		<category><![CDATA[Stärke]]></category>
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					<description><![CDATA[Offenheit ist eine Ressource, die in vielerlei Hinsicht für die Weisheit förderlich ist. Sie beeinflusst, was ein Mensch erlebt, wie er damit umgeht und was er daraus lernt. Judith Glück weiß: „Offener Menschen lernen aus ihren Erfahrungen vor allem, dass es immer noch viel zu sehen und zu lernen gibt.“ Weise Menschen gehen grundsätzlich davon aus, dass die Veränderungen, die in ihrem Leben unvermeidlich sind, etwas Gutes sind. Und dass sie das Potential haben, sie etwas zu lehren, was sie zu besseren Menschen macht. Egal wie schwierig die Umstände gerade&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Offenheit ist eine Ressource, die in vielerlei Hinsicht für die Weisheit förderlich ist. Sie beeinflusst, was ein Mensch erlebt, wie er damit umgeht und was er daraus lernt. Judith Glück weiß: „Offener Menschen lernen aus ihren Erfahrungen vor allem, dass es immer noch viel zu sehen und zu lernen gibt.“ Weise Menschen gehen grundsätzlich davon aus, dass die Veränderungen, die in ihrem Leben unvermeidlich sind, etwas Gutes sind. Und dass sie das Potential haben, sie etwas zu lehren, was sie zu besseren Menschen macht. Egal wie schwierig die Umstände gerade sind, dass Leben kann trotzdem immer genossen werden. Denn das sind Momentaufnahmen. Für alle Ressourcen, die zur Weisheit führen, gilt allerdings auch, dass es davon ein Zuviel geben kann. Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-2223"></span></p>
<p><strong>Jugendliche probieren auf der Suche nach ihrer Identität vieles aus</strong></p>
<p>Judith Glück klärt auf: „Manche Menschen sind so beeinflussbar von den Sichtweisen anderer Menschen, dass sie den Zugang zu ihrem eigenen Inneren verlieren.“ Sie können nach außen extrem offen sein, sind es nach innen aber gar nicht. Das heißt sie haben kaum oder keine „Antennen“ für die eigenen Gefühle und die eigene innere Welt. Die Offenheit weiser Menschen beruht jedoch auf einem grundlegenden Akzeptieren auch des eigenen Selbst mit all seinen Stärken und Schwächen. Wer sich selbst nicht gut kennt oder viele Seiten des eigenen Selbst nicht akzeptieren kann, der sucht möglicherweise außerhalb seines selbst nach einer starken Identität.</p>
<p>Diese Form von Offenheit kann man am häufigsten bei Jugendlichen beobachten. Denn diese probieren auf der Suche nach ihrer eigenen Identität vieles aus. Offensichtlich reicht es ihnen nicht aus, sich gedanklich mit vielen Existenzformen auseinanderzusetzen. Sie müssen sie tatsächlich erproben, spüren, wie es sich anfühlt, bestimmte Dinge zu tun und bestimmte Signale nach außen zu senden. Genau dadurch gelingt es den meisten mit der Zeit, herauszufinden, was für sie passt, und auf dieser Basis Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen.</p>
<p><strong>Offenheit für andere Menschen kann man jederzeit trainieren</strong></p>
<p>Judith Glück schränkt ein: „Manchen Menschen fällt es allerdings schwer, den Kern des eigenen Selbst zu finden, weil sie nicht wirklich klar spüren – vielleicht nicht zu spüren gelernt haben –, was für sie richtig ist.“ Der Psychoanalytiker Erik H. Erikson spricht hier von Identitätsdiffusion. Solche junge Menschen sind sehr offen dafür, ihre Identität an ihr jeweiliges Umfeld anzupassen. Damit sind sie unter Umständen anfällig für starke Ideologien, die Halt von außen geben. Manchmal ist es also für den Weg zur Weisheit weniger wichtig, offener zu werden, als sich im Gegenteil der eigenen Gefühle, Werte und Grenzen bewusster zu werden.</p>
<p>Judith Glück betont: „Offenheit für andere Menschen kann man jederzeit im Alltag trainieren.“ Besonders spannend und lehrreich ist es, wenn man mit Personen beginnt, die einem eigentlich eher fern stehen. Man sollte ganz gezielt versuchen, Interesse an diesem Menschen zu zeigen. Anschließend kann man ihn nach seinem Leben und seinen Beweggründen seines Verhaltens fragen. Vielleicht entsteht schon allein durch diese Interessenbekundung eine ganz neue Art des Kontakts. Vielleicht versteht man aber auch nur besser, warum dieser Mensch sich so verhält, wie er es tut. Man braucht ihn deswegen aber nicht besonders zu mögen. Quelle: „Weisheit“ von Judith Glück</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Das Lernen aus dem Leben führt zur Weisheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2019 06:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Weisheit ist eine seltene und außergewöhnliche Eigenschaft, und den meisten Menschen wird es nicht vergönnt sein, sie in hohem Maße zu erwerben. Deshalb müssen Weisheitsforscher immer wieder hinterfragen, inwieweit ihre Vorstellungen von Weisheit vielleicht nur ihren persönlichen Vorstellungen von optimaler Entwicklung wiedergeben. Judith Glück stellt fest: „Ab den 1980er-Jahren begann die Psychologie, sich für das Thema Weisheit zu interessieren. Ein wichtiger Grund dafür war zweifellos das zunehmende wissenschaftliche Interesse am Altern überhaupt.“ In Zukunft wird ein immer größerer Anteil der Bevölkerung über 60, 70, ja über 100 Jahre alt sein.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weisheit ist eine seltene und außergewöhnliche Eigenschaft, und den meisten Menschen wird es nicht vergönnt sein, sie in hohem Maße zu erwerben. Deshalb müssen Weisheitsforscher immer wieder hinterfragen, inwieweit ihre Vorstellungen von Weisheit vielleicht nur ihren persönlichen Vorstellungen von optimaler Entwicklung wiedergeben. Judith Glück stellt fest: „Ab den 1980er-Jahren begann die Psychologie, sich für das Thema Weisheit zu interessieren. Ein wichtiger Grund dafür war zweifellos das zunehmende wissenschaftliche Interesse am Altern überhaupt.“ In Zukunft wird ein immer größerer Anteil der Bevölkerung über 60, 70, ja über 100 Jahre alt sein. Mit dieser Erkenntnis wuchs auch das wissenschaftliche Interesse daran, was das Altern eigentlich mit den Menschen macht, ob und wie es das Denken, das Gedächtnis und die Persönlichkeit verändert. Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-2094"></span></p>
<p><strong>Seine Kompetenzen kann ein Mensch durch Erfahrungslernen lebenslang steigern</strong></p>
<p>Wissenschaftliche Studien belegen immer wieder, dass viele Menschen das Gefühl haben, sich im Laufe ihres Erwachsenenlebens durch ihre Erfahrungen deutlich weiterentwickelt zu haben. Obwohl die wenigsten Menschen sich selbst als weise bezeichnen würden, haben doch viele das Gefühl, einiges aus dem Leben gelernt zu haben. Genau dieses Lernen aus dem Leben bildet für Judith Glück auch die Grundlage für die Entwicklung von Weisheit. Allerdings sind nicht alle Erkenntnisse, die ein Mensch erwirbt, weise Erkenntnisse.</p>
<p>Judith Glück erklärt: „Um Weisheit zu entwickeln, braucht es eine besonders intensive und selbstkritische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen des Lebens.“ Dort, wo Menschen beruflich tätig sind oder sich privat engagieren, können sie ihre Kompetenzen durch Erfahrungslernen lebenslang steigern. Außerdem werden viele Menschen ab einem gewissen Alter gelassener und lernen sich zu erlauben, was ihnen guttut. Sie entwickeln in ihren Beziehungen das optimale Gleichgewicht aus Autonomie und Nähe.</p>
<p><strong>Weisheit ist Expertenwissen über die fundamentalen Themen des menschlichen Lebens</strong></p>
<p>Diese Erkenntnisse über die Vielschichtigkeit psychologischer Entwicklungen im Erwachsenenalter führten zu den ersten Versuchen, sich mit der Psychologie der Weisheit auseinanderzusetzen. Eine wichtige Basis dieser Überlegungen bildete damals die hochaktuelle Forschung zum sogenannten Expertenwissen: Wie ist es möglich, dass viele Menschen in den Bereichen, die sie ihr Leben lang interessiert und beschäftigt haben, auch noch im hohen Alter ausgezeichnet funktionieren? Die Erklärung liegt in der lebenslangen Übung.</p>
<p>Der Psychologe und Gerontologe Paul B. Baltes wagte sich als Erster daran, über Weisheit nicht nur theoretisch nachzudenken, sondern sie auch tatsächlich empirisch zu erforschen, und zwar indem er sie als Expertenwissen in einem ganz bestimmten Bereich definierte: Weisheit sei Expertenwissen über die fundamentalen Themen des menschlichen Lebens. Julia Glück erläutert: „Weise Menschen haben sich im Laufe ihres Lebens intensiv mit den Grundlagen der Existenz beschäftigt, sie haben sich immer wieder mit ihren eigenen Erfahrungen, aber auch mit denen anderer Menschen auseinandergesetzt und dadurch ein tiefes und breites Wissen erworben, etwa darüber, wie verschieden menschliche Erfahrungen, Einstellungen und Lebenssituationen sein können und wie unterschiedlich Menschen deshalb manchmal die gleiche Situation erleben. Quelle: „Weisheit“ von Judith Glück</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Mensch sollte immer offen für neue Perspektiven sein</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-sollte-immer-offen-fuer-neue-perspektiven-sein.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2018 05:41:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Reifungsorientierte Persönlichkeitstheorien wie die die Theorie der Ich-Entwicklung von Jane Loevinger befassen sich mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Veränderungsprozessen im Erwachsenenalter. Jane Loevinger stellte fest, dass manche Menschen ihre eigenen Positionen im Laufe des Lebens immer mehr hinterfragen. Judith Glück erläutert: „Während man im jungen Erwachsenenalter seiner selbst und des eigenen Rechthabens oft sehr sicher ist, wird man später immer öfter mit Widersprüchen und Paradoxien konfrontiert und beginnt an der Allgemeingültigkeit der eigenen Sichtweisen zu zweifeln.“ Mit zunehmenden Alter erkennt man solche Widersprüche auch im eigenen Ich und lernt,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reifungsorientierte Persönlichkeitstheorien wie die die Theorie der Ich-Entwicklung von Jane Loevinger befassen sich mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Veränderungsprozessen im Erwachsenenalter. Jane Loevinger stellte fest, dass manche Menschen ihre eigenen Positionen im Laufe des Lebens immer mehr hinterfragen. Judith Glück erläutert: „Während man im jungen Erwachsenenalter seiner selbst und des eigenen Rechthabens oft sehr sicher ist, wird man später immer öfter mit Widersprüchen und Paradoxien konfrontiert und beginnt an der Allgemeingültigkeit der eigenen Sichtweisen zu zweifeln.“ Mit zunehmenden Alter erkennt man solche Widersprüche auch im eigenen Ich und lernt, sie immer besser zu akzeptieren und zu integrieren. Damit wird auch die wertende Haltung gegenüber anderen Menschen zunehmend aufgegeben. Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-1851"></span></p>
<p><strong>Ein außerordentlich gereifter Mensch ähnelt einem Weisen</strong></p>
<p>Dennoch erreichen nur sehr wenige Menschen die letzte Stufe, die von großer Akzeptanz gegenüber der Unterschiedlichkeit von Menschen und der Bedeutung von historischen und kulturellen Prägungen gekennzeichnet ist. Die Beschreibung eines außerordentlich gereiften Menschen bei Jane Loevinger ähnelt sehr der eines weisen Menschen. Judith Glück ergänzt: „Um sich so weit entwickeln zu können, muss man die Konflikte und Widersprüchlichkeiten des Lebens und des eigenen Ich nicht als störend oder beängstigend, sondern als interessant und informativ ansehen.“</p>
<p>Man muss sich also eine große Offenheit für neue Perspektiven erhalten. Die Weisheitsforscherinnen Ursula Staudinger und Ute Kunzmann haben argumentiert, dass Menschen in ihrem Umgang mit den Herausforderungen des Erwachsenenalters und Alters grundsätzlich zwei Wege gehen können – entweder den der Anpassung mit dem Ziel, vor allem das eigene Wohlbefinden aufrechtzuerhalten, oder den des Wachstums mit dem Ziel, sich weiterzuentwickeln und das Leben als solches immer besser zu verstehen.</p>
<p><strong>Weisheit entsteht durch Interesse am Lernen und nicht durch das Verlangen nach Sicherheit</strong></p>
<p>Für den ersteren Weg ist allzu große Offenheit auch gar nicht hilfreich, denn es ist für viele Menschen angenehmer, ihre Sichtweisen und Überzeugungen aufrechtzuerhalten und gegen mögliche Widersprüche abzusichern, als sich immer wieder in Frage zu stellen. Für den Weg des Wachstums ist das aber unerlässlich. Weisheit lässt sich nur dann erlangen, wenn man mehr am Lernen interessiert ist als an der eigenen Sicherheit. Von daher ist es in gewisser Weise paradox, dass Offenheit als einer der fünf stabilsten Faktoren der Persönlichkeit gilt. </p>
<p>Denn Offenheit ist zugleich einer der Schlüssel dazu, insgesamt weniger eine stabile als eine sich immer wieder verändernde Persönlichkeit zu entwickeln. Weisen Menschen gelingt es, auch schlimme Lebenserfahrungen auf eine konstruktive, lebensbejahende Weise zu verarbeiten. Offenheit ermöglicht die konstruktive Verarbeitung von Erfahrungen durch eine vertiefte gedankliche, aber auch gefühlsmäßige Auseinandersetzung. Mehre Studien haben inzwischen gezeigt, dass weise Menschen offener als andere sind. Quelle: „Weisheit“ von Judith Glück</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Weise Menschen durchdenken ihre Erlebnisse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2018 08:39:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Lernen aus Erfahrungen ist ein Grundkennzeichen der Reflektion. Judith Glück weiß: „Weise Menschen durchdenken ihre Erlebnisse und ziehen Schlüsse aus ihnen, die sie zu besseren Menschen machen.“ Judith Glück wird immer wieder gefragt, ob man Weisheit nicht auch durch indirekte Erfahrungen wie etwa das Lesen von Büchern erlangen kann. Sie antwortet: „Zweifellos kann man sehr vieles durch Bücher, Medien und Gespräche lernen – es kommt ja immer wieder vor, dass uns ein Buch oder ein Satz, den jemand nebenbei gesagt hat, eine ganz neue Perspektive eröffnet.“ Eigenen Erfahrung –&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Lernen aus Erfahrungen ist ein Grundkennzeichen der Reflektion. Judith Glück weiß: „Weise Menschen durchdenken ihre Erlebnisse und ziehen Schlüsse aus ihnen, die sie zu besseren Menschen machen.“ Judith Glück wird immer wieder gefragt, ob man Weisheit nicht auch durch indirekte Erfahrungen wie etwa das Lesen von Büchern erlangen kann. Sie antwortet: „Zweifellos kann man sehr vieles durch Bücher, Medien und Gespräche lernen – es kommt ja immer wieder vor, dass uns ein Buch oder ein Satz, den jemand nebenbei gesagt hat, eine ganz neue Perspektive eröffnet.“ Eigenen Erfahrung – wenn es gelungen ist, sie gut zu bewältigen – ermöglicht es aber in ganz besonderem Maße, sich in andere Menschen in ähnlichen Situationen hineinzuversetzen und sie wirksam zu unterstützen. Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-1844"></span></p>
<p><strong>Kinder brauchen eine Schutzperson</strong></p>
<p>Reflektive Menschen hinterfragen nicht nur, sie nehmen oft auch eine breitere Perspektive ein, die über ihre eigene Person und Stellung hinausgeht. Es gibt immer wieder Menschen, die schwerwiegende frühere Belastungen überwinden und durch sie sogar wachsen können. Die wichtigste Ressource für sie war vermutlich eine verlässliche Bezugsperson in den ersten Jahren ihres Lebens. Diese frühen Erfahrungen haben es ihnen ermöglicht, überhaupt erst zu wissen, was ihnen später fehlte. </p>
<p>Judith Glück erläutert: „Die Bindungsforschung zeigt, dass Kinder, die eine solche Schutzperson nie gehabt haben, oft schwere psychische Schäden erleiden.“ Studien zur Resilienz bei Kindern in extremen Belastungssituationen zeigen eindrucksvoll, dass eine einzige schützende Beziehung in den ersten Lebensjahren – das muss nicht unbedingt ein Elternteil sein – ausreichen kann, damit ein Kind psychisch gesund bleibt. Ein Kind dagegen, das nie eine zuverlässige Betreuung erlebt hat, fragt sich vielleicht gar nicht, warum es geschlagen oder geängstigt wird. </p>
<p><strong>Weise Menschen begehen einen Fehler nicht zwei Mal</strong></p>
<p>Die Weisheitsforscherin Monika Ardelt meint, dass das Streben nach Erkenntnis, nach einem tiefen Verständnis des menschlichen Erlebens und Handelns eine der Grundlagen der reflektiven Haltung ist, aus der Weisheit entsteht. Judith Glück schreibt: „Reflektive Menschen haben selbst dann, wenn sie mitten im Geschehen stehen, emotional voll involviert sind in einem Streit oder einer neuen Liebe, irgendwo im Hinterkopf einen kleine Beobachter sitzen, der manchmal plötzlich ausruft: „Das ist ja erstaunlich“, und wieder eine neue Beobachtung über die Menschen registriert.“ </p>
<p>Dieser Beobachter hilft einem Menschen, auch in schwierigen Situationen ein gewisses Maß an Regulation der eigenen Emotionen aufrechtzuerhalten oder zumindest auf der gedanklichen Ebene auch die Perspektive der anderen Seite einnehmen zu können. Es hilft ihm auch, aus seinen Erfahrungen zu lernen, etwa bestimmte Fehler nicht immer wieder zu machen oder bestimmte Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen. Auf längere Sicht versteht man dadurch das eigene Verhalten und dasjenige anderer Menschen immer besser. Quelle: „Weisheit“ von Judith Glück</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Schon ein paar Schritte Richtung Weisheit können sehr bereichernd sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 06:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen kennen nicht eine einzige Person, die sie als wirklich weise bezeichnen würden. Offensichtlich ist ein nicht so einfach, Weisheit zu entwickeln. Und ohne Zweifel gibt es auch wesentlich weniger steinige Wege zu einem recht glücklichen und zufriedenen Leben. Wenn man sich selbst nicht so hinterfragt, sich nicht zu intensiv mit den Problemen anderer Menschen und der Menschheit im Allgemeinen befasst, lebt es sich leichter und angenehmer, als wenn man auf dem Weg zur Weisheit immer alles in Frage stellen muss. Judith Glück ergänzt: „Und wenn wir diesen mühseligen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen kennen nicht eine einzige Person, die sie als wirklich weise bezeichnen würden. Offensichtlich ist ein nicht so einfach, Weisheit zu entwickeln. Und ohne Zweifel gibt es auch wesentlich weniger steinige Wege zu einem recht glücklichen und zufriedenen Leben. Wenn man sich selbst nicht so hinterfragt, sich nicht zu intensiv mit den Problemen anderer Menschen und der Menschheit im Allgemeinen befasst, lebt es sich leichter und angenehmer, als wenn man auf dem Weg zur Weisheit immer alles in Frage stellen muss. Judith Glück ergänzt: „Und wenn wir diesen mühseligen Weg dennoch einzuschlagen suchen, könnte es sein, dass wir nicht allzu weit kommen, ehe wir wieder abbiegen. Aber schon ein paar Schritte können sehr interessant und bereichernd sein.“ Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-1842"></span></p>
<p><strong>Kritische Lebensereignisse begünstigen die Entwicklung von Weisheit</strong></p>
<p>Auch wenn man auf diesem Wege nur ein kleines bisschen weiser wird, profitiert das Selbst und das persönliche Befinden, und auch das Umfeld wird es einem danken. Judith Glück vertritt die These, dass die eigentlichen Katalysatoren bei der Entwicklung von Weisheit sogenannte kritische Lebensereignisse sind – jene Erfahrungen, die das Leben und Erleben eines Menschen in fundamentaler Weise verändern. Oft sind das negative, schwierige, belastende Erlebnisse: eine Trennung nach einer langjährigen Beziehung, der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine schwerwiegende Erkrankung. </p>
<p>Aber auch die Geburt des ersten Kindes oder der allererste Berufseinstieg sind kritische Lebensereignisse, weil sie die zuvor gewohnte Lebensweise, die persönlichen Prioritäten und Sichtweisen grundlegend ändern. Judith Glück fügt hinzu: „Gerade schwerwiegende negative Erfahrungen können einen Menschen völlig aus der Bahn werfen, und ihre Bewältigung kann Jahre dauern. Traumatische Erfahrungen haben auch deshalb eine so lange andauernde und schwerwiegende Nachwirkungen, weil sie unser bewusst oder unbewusst gehegten Überzeugungen darüber, wie die Welt funktioniert, über den Haufen werfen.“ </p>
<p><strong>Bestimmte Ereignisse können eine Menschen fundamental verändern</strong></p>
<p>Zur Überwindung von Traumata gehört der Aufbau eines neuen Sicherheitsgefühls, eines neuen Vertrauens in die eigenen inneren und äußeren Ressourcen. Aber auch weniger schlimme Lebensereignisse können die Grundüberzeugungen eines Menschen erschüttern. Die meisten Menschen können Ereignisse nennen, die ihr Leben in ein Vorher und ein Nachher einteilen und die ihnen das Gefühl geben, nicht mehr dieselbe Person zu sein wie vorher. Zum Glück glaubt man meistens auch, durch diese Ereignisse zu besseren, klügeren, vielleicht sogar weiseren Menschen geworden zu sein. </p>
<p>Alle Lebensereignisse, auch die schwierigsten, haben das Potential, einer Person etwas über das Leben zu lehren, über das eigene Selbst und darüber, wie unterschiedlich menschliche Erfahrungen sein können. Judith Glück geht davon aus, dass Menschen, die über bestimmte innere Ressourcen verfügen, es leichter haben, an solchen Erfahrungen auch tatsächlich zu wachsen und aus der Auseinandersetzung mit ihnen heraus das tiefe Wissen über die menschliche Existenz zu entwickeln, wie man als Weisheit bezeichnet. Quelle: „Weisheit“ von Judith Glück </p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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		<title>Die Weisheit der Vielen trifft nur manchmal zu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2018 06:02:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
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					<description><![CDATA[„Einstimmig“ klingt beruhigend. Wenn eine Jury einstimmig zu einer Entscheidung gekommen ist, nimmt man an, dass der Fall klar war. Und wenn Einstimmigkeit keine Option ist, würden die meisten Menschen die Mehrheit jederzeit der Minderheit vorziehen. Tali Sharon ergänzt: „Eine Lösung, die von der Mehrheit favorisiert wird, klingt sofort besser als eine, die von der Minderheit bevorzugt wird.“ Viele Menschen glauben, dass sie bessere Entscheidungen fällen, wenn sie auf die Weisheit der vielen achten und sich deren Credo zu eigen machen. Eine allgemein akzeptierte Meinung lautet: Je mehr Köpfe an&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Einstimmig“ klingt beruhigend. Wenn eine Jury einstimmig zu einer Entscheidung gekommen ist, nimmt man an, dass der Fall klar war. Und wenn Einstimmigkeit keine Option ist, würden die meisten Menschen die Mehrheit jederzeit der Minderheit vorziehen. Tali Sharon ergänzt: „Eine Lösung, die von der Mehrheit favorisiert wird, klingt sofort besser als eine, die von der Minderheit bevorzugt wird.“ Viele Menschen glauben, dass sie bessere Entscheidungen fällen, wenn sie auf die Weisheit der vielen achten und sich deren Credo zu eigen machen. Eine allgemein akzeptierte Meinung lautet: Je mehr Köpfe an einer Entscheidung beteiligt sind, desto besser – und zwar egal, ob es sich um die Entscheidung für eine Geschäftsstrategie oder die Speisenfolge eines Abendessens handelt. Tali Sharot wurde an der New York University in Psychologie und Neurowissenschaften promoviert und ist Professorin am Institut für experimentelle Psychologie der University of London. <span id="more-1837"></span></p>
<p><strong>Echte Unabhängigkeit ist nahezu unmöglich</strong></p>
<p>Die Idee, dass wahre Weisheit in der Masse liegt, wurden in den vergangenen Jahren durch James Surowieckis berühmtes Buch „Die Weisheit der Vielen“ populär gemacht. Wer es jedoch sorgfältig liest, wird merken, dass der Autor seinen Lesern zu bedenken gibt, dass die vielen nur unter ganz bestimmten Bedingungen weiser sind als der Einzelne. Dennoch glauben die meisten Menschen, dass ganz grundsätzlich zwei Gehirne besser sind als eines und tausend sogar noch besser. Die Wahrheit ist aber nicht ganz so einfach. Eine Gruppe kann weise sein, aber oft ist sie töricht.</p>
<p>Eine Gruppe entscheidet nur dann weise, wenn die Einschätzungen der einzelnen Personen unabhängig voneinander erfolgen. Studien von Tali Sharot und anderen Wissenschaftlern haben gezeigt, dass es angesichts eines bestehenden Konsenses nur etwa dreißig Prozent aller Menschen wagen, eine abweichende Meinung zu äußern. Echte Unabhängigkeit aber ist nahezu unmöglich zu erreichen. Wer daher vorhat, sich auf die Magie der Masse zu verlassen, muss sich vorab fragen, in welchem Maße die Ansichten der Leute in seiner Gruppe oder sozialen Netzwerk unabhängig voneinander sind.</p>
<p><strong>Viele Menschen sind übertrieben optimistisch</strong></p>
<p>Tali Sharot erläutert: „Hatten die Personen in Ihrer Gruppe eine Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, bevor sie ihre Meinung kundtun, ist die Unabhängigkeit dahin.“ Da Menschen soziale Geschöpfe sind, interagieren sie gerne miteinander. Da die Gesellschaft und die Menschen sehr eng miteinander verwoben sind, ist es häufig unmöglich, anderen unabhängige Meinungen zu entlocken. Man kann allerdings einiges dafür tun, um die gegenseitige Beeinflussung gering zu halten. </p>
<p>Es gibt unzählige Gelegenheiten, in denen die Mehrheit den Hang hat, sich in die eine oder andere Richtung zu irren. Tali Sharot erklärt: „Dazu zählen etwa Fehler bei der Prognose zukünftiger Ereignisse. Menschen tendieren dazu, übertrieben optimistisch zu sein – sie unterschätzen beispielsweise Dauer und Kosten langfristiger Projekte.“ Zudem tendiert man dazu, positive Beziehungen zu sehen, selbst wenn es gar keine gibt. Das übergroße Vertrauen vieler Menschen in die Mehrheitsmeinung kann sich zu suboptimalen Entscheidungen, schrägen Ansichten und verpassten Gelegenheiten auswachsen. Quelle: „Die Meinung der anderen“ von Tali Sharot </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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