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	<title>Vereinigung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Alles Lebendige will sich mit anderen vereinigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2024 01:00:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Biophilie ist die leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen. Sie ist der Wunsch, das Wachstum zu fördern, ob es sich nun um einen Menschen, eine Pflanze, eine Idee oder soziale Gruppe handelt. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Dieser Leben erhaltende Lebenstrieb folgt seiner Tendenz, integrierend wirken zu wollen. Alles Lebendige – von der Zelle bis zum Organismus – neigt dazu, sich mit anderen vereinigen zu wollen, um zu wachsen.“ Und dieses, so Erich Fromm, ist nicht nur bei Zellen der Fall, sondern auch beim Fühlen und Denken eines Menschen. Die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Biophilie ist die leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen. Sie ist der Wunsch, das Wachstum zu fördern, ob es sich nun um einen Menschen, eine Pflanze, eine Idee oder soziale Gruppe handelt. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Dieser Leben erhaltende Lebenstrieb folgt seiner Tendenz, integrierend wirken zu wollen. Alles Lebendige – von der Zelle bis zum Organismus – neigt dazu, sich mit anderen vereinigen zu wollen, um zu wachsen.“ Und dieses, so Erich Fromm, ist nicht nur bei Zellen der Fall, sondern auch beim Fühlen und Denken eines Menschen. Die Vereinigung in Körperlichkeit, aber insbesondere im Fühlen und Denken führt zu einem ständigen Wachstum hin zur Ganzheit. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5430"></span></p>
<p><strong>Die Liebe zum Leben ist der Kern jeder Form von Liebe</strong></p>
<p>Ein weiteres Kraftelement von Erich Fromm ist die Liebe zur Menschheit und zur Natur. Er meint hier die umfassende, bedingungslose Liebe zu allem, was lebt im Menschen und der Natur. Erich Fromm schreibt: „Was anzieht, ist immer das Lebendige.“ Das Leben lieben zu können und lebendig zu sein ist für einen Menschen von ganz entscheidender Bedeutung. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Liebe beinhaltet immer das wache Interesse am anderen, an dessen Wachstum und Wohlergehen.“ </p>
<p>Leben wird als Prozess verstanden, in dem Menschen eins mit sich selbst und allem, was lebt, werden. Und die Liebe zu allem, was lebendig ist, findet seinen Ausdruck in dem leidenschaftlichen Wunsch, Wachstum zu fördern. Michaela Brohm-Badry erklärt: „Und diese Liebe zum Leben ist der Kern jeder Form von Liebe, so Fromm, die sich in der Liebe zu Menschen, zu einem Tier oder einer Pflanze wiederfindet.“ Sowohl bei der Liebe zum Leben und Lebendigen als auch bei der Liebe zur Menschheit und Natur bleibt die Liebe das zentrale Element menschlichen Wollens und Wachsens.</p>
<p><strong>Freiheit entsteht durch die Verwirklichung des Selbst</strong></p>
<p>Es gibt ein weiteres Element der menschlichen Energie. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Jenseits der Liebe zu allem Lebendigen, zu Mensch und Natur, liegt die Freiheit. Freiheit, so Fromm, kann der Mensch dadurch erlangen, dass er sein Selbst verwirklicht, dass er er selbst ist.“ Nicht nur das Denken, sondern die Verwirklichung der gesamten Persönlichkeit führen zum Selbst, wenn nämlich der Mensch alles zum Ausdruck zu bringen vermag, was emotional oder intellektuell in ihm angelegt ist.</p>
<p>Michaela Brohm-Badry betont: „Möglichkeiten zum Ausdruck dieses Selbst hat jeder Mensch, aber verwirklicht werden sie nur in dem Maße, in dem sie auch tatsächlich ausgedrückt werden.“ Mit anderen Worten: Die positive Freiheit besteht im spontanen Tätigsein der gesamten, integrierten Persönlichkeit. „Spontan“ meint hier ein Tätigsein aus freien Stücken. Es geht nicht darum, irgendetwas zu tun, sondern um kreative Tätigkeiten, die sowohl emotional als auch intellektuell, sinnlich als auch willentlich wirken. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Mensch sehnt sich nach Vereinigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 01:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Resonanz]]></category>
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					<description><![CDATA[Erich Fromm schreibt: „Sich mit anderen Lebewesen zu vereinigen, zu ihnen in Beziehung zu treten, ist ein gebieterisches Bedürfnis, von dessen Befriedigung die seelische Gesundheit des Menschen abhängt.“ Die tiefste und stärkste Sehnsucht im Leben eines Menschen ist also die nach dem Erleben einer liebevollen Vereinigung, insbesondere mit anderen Menschen, sei es in körperlicher, geistiger oder seelischer Hinsicht oder in allen drei gleichzeitig. Albert Kitzler erläutert: „Sie rührt her von der Erfahrung der Liebe, Geborgenheit und Einheit mit der Mutter im vor- und nachgeburtlichen Lebensstadium.“ Im nachgeburtlichen Stadium kann anstelle&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erich Fromm schreibt: „Sich mit anderen Lebewesen zu vereinigen, zu ihnen in Beziehung zu treten, ist ein gebieterisches Bedürfnis, von dessen Befriedigung die seelische Gesundheit des Menschen abhängt.“ Die tiefste und stärkste Sehnsucht im Leben eines Menschen ist also die nach dem Erleben einer liebevollen Vereinigung, insbesondere mit anderen Menschen, sei es in körperlicher, geistiger oder seelischer Hinsicht oder in allen drei gleichzeitig. Albert Kitzler erläutert: „Sie rührt her von der Erfahrung der Liebe, Geborgenheit und Einheit mit der Mutter im vor- und nachgeburtlichen Lebensstadium.“ Im nachgeburtlichen Stadium kann anstelle der Mutter auch eine andere Bezugsperson treten, zu der das Kind eine tiefe emotionale Bindung aufbaut und starke Resonanz erlebt. Der Philosoph und Medienanwalt Dr. Albert Kitzler gründete 2010 „Maß und Mitte – Schule für antike Lebensweisheit und eröffnete ein Haus der Weisheit in Reit im Winkl. <span id="more-5354"></span></p>
<p><strong>Im Du erkennt man sein Ich</strong></p>
<p>Beim Zusammensein mit einem anderen Menschen findet eine mehr oder weniger starke Aufhebung der Vereinzelung eines Individuums statt, es spürt und erkennt seine Bezogenheit auf die Welt, die anderen oder sich selbst und fühlt sich aufgenommen, akzeptiert und integriert. Albert Kitzler fügt hinzu: „Wir durchbrechen unsere Isolation, werden größer, wachsen über uns hinaus und erfahren uns als ein Teil von etwas Umfassenderen.“</p>
<p>Albert Kitzler fährt fort: „Wir erleben Resonanz, Anerkennung und Selbstwirksamkeit. In der erfüllenden Begegnung mit etwas oder einem anderen Menschen werden wir uns selbst gewahr. Wir bewegen und berühren etwas, werden bewegt und angerührt.“ In der Handlung, im Bewirken, im Gestalten, im Erschaffen, im Denken begegnet man sich selbst. Stark ausgeprägt ist dies im zwischenmenschlichen Bereich: Im Du erkennt man sein Ich. In der Spiegelung der anderen erfährt man sich selbst.</p>
<p><strong>Erfüllte Liebe ist immer eine Form der Vereinigung</strong></p>
<p>„Ich werde am Du“, schreibt der Religionsphilosoph Martin Buber, „alles wirkliche Leben ist Begegnung. […] Im Anfang ist die Beziehung.“ Erfüllte Liebe ist immer eine Form der Vereinigung. Albert Kitzler stellt fest: „Der Mensch ist bei und mit uns, körperlich, seelisch, geistig oder in allen drei Hinsichten zugleich. Eine Idee, ein Plan, ein Entwurf, der zunächst nur im Kopf war, ist umgesetzt, verwirklicht und Bestandteil unserer körperlichen oder geistigen Lebenswelt geworden.“ </p>
<p>Stets kommt dabei etwas überein – Idee und Wirklichkeit –, fällt zusammen, wird erfüllt und stimmig. Was vorher getrennt war, ist nun zusammen. Albert Kitzler erklärt: „Dieses Einswerden findet vor allem im Bewusstsein statt, weshalb es weniger darauf ankommt, ob eine physische Nähe oder körperliche Vereinigung hergestellt wird.“ Wenn man die ersehnte Arbeitsstelle bekommt oder eine Prüfung besteht, hat sich räumlich nichts verändert. Aber im Bewusstsein des Menschen ist eine Sehnsucht oder ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Quelle: „Die Weisheit der Liebe“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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