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	<title>Status &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 02:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
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					<description><![CDATA[Um andere beeindrucken zu können, muss Reichtum sichtbar gemacht werden. Mitja Back stellt fest: „Die Menge Kauris in unserer Tasche und unser Aktiendepot stehen uns nicht auf der Stirn geschrieben. Das reiche Ich muss also Dinge tun oder haben, die für andere offensichtlich teuer sind.“ Narzissten kann man tatsächlich daran erkennen, dass sie sich mit ... <a title="Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-reichtum.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um andere beeindrucken zu können, muss Reichtum sichtbar gemacht werden. Mitja Back stellt fest: „Die Menge Kauris in unserer Tasche und unser Aktiendepot stehen uns nicht auf der Stirn geschrieben. Das reiche Ich muss also Dinge tun oder haben, die für andere offensichtlich teuer sind.“ Narzissten kann man tatsächlich daran erkennen, dass sie sich mit teureren Dingen umgeben und mehr Geld auf den Kopf hauen – und zwar für alle sichtbar. Alltägliches, Günstiges und Praktisches ist für solche Menschen langweilig – weil es keinen Status bringt. Jean-Paul Sartre schreibt: „Die Totalität meiner Besitztümer reflektiert die Totalität meines Seins. Ich bin das, was ich habe.“ Und was ich kann, fügt der Narzisst hinzu. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-6348"></span></p>
<p><strong>Mit einem begehrten Job können Narzissten wunderbar angeben</strong></p>
<p>Mitja Back schreibt: „Denn wer eine besondere Expertise hat, über die nur wenige andere verfügen, kann damit ordentlich Eindruck schinden und auf der Statusleiter nach oben klettern.“ Können ist aber auch eine wichtige Voraussetzung für berufliches Vorankommen. Und der eigene Beruf kann eine wichtige Treppe auf dem Weg zu dauerhaftem sozialen Status sein. Vor allem solche Berufe haben ein hohes Ansehen, die komplizierte Tätigkeiten und damit eine größere Expertise erfordern. Mit Expertise und einem begehrten Job können Narzissten außerdem wunderbar angeben. </p>
<p>Natürlich werden nicht alle Narzissten beruflich erfolgreich. Mitja Back fügt hinzu: „Und natürlich gibt es viele beruflich erfolgreiche Menschen, die einen durchschnittlichen oder sehr niedrigen Ich-Score haben. Nicht alle Menschen, die durch Expertise und Ehrgeiz einen hohen beruflichen Status ergattert haben und reich geworden sind, haben das getan, um bewundert zu werden.“ Aber Reichtum und beruflicher Erfolg sind hervorragende Möglichkeiten, falls man bewundert werden will – und genau deshalb stehen sie bei Narzissten hoch im Kurs.</p>
<p><strong>Körperliche Attraktivität sorgt für Faszination</strong></p>
<p>Das i-Tüpfelchen für das reiche und beruflich erfolgreiche Ich ist körperliche Attraktivität und sexuelle Begehrtheit. Nicht nur Narcissus ist in sein Spiegelbild verliebt. Mitja Back erklärt: „Leicht bekleidete, attraktive Frauen, die sich um den goldbehängten Gangster scharen, gehören zum klassischen Repertoire von Hip-Hop-Ich-Clips.“ Die Faszination für körperliche Attraktivität kommt nicht von ungefähr. Attraktiv auszusehen hat in der Tat eine ganze Reihe von Vorteilen, die nicht nur Narzissten helfen.</p>
<p>Körperliche Attraktivität erhöht die Chancen auf begehrte Partner, Freunde und Jobs. Mitja Back erläutert: „In Hunderten von Studien und in verschiedensten Kulturen hat sich immer wieder gezeigt: Es besteht sehr große Einigkeit darin, wer als attraktiv wahrgenommen wird und wer eher nicht.“ Zu den wichtigsten attraktiven Merkmalen gehören: ein Gesicht, das nah am Durchschnitt der Gesichter einer Kultur ist, reine Haut, bei Männern Körpergröße und Oberkörperstarke und bei Frauen eine schmale Taille. Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jugendliche wollen nicht wie ihre Eltern leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 01:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
		<category><![CDATA[verlorene Generation]]></category>
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					<description><![CDATA[Als neue Währung für Status gilt vor allem bei jungen Menschen zum Beispiel Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken, gemessen an der Anzahl der Likes und Followers. Insbesondere hoch qualifizierte junge Menschen leiden eher unter zu vielen als zu wenigen Wahlmöglichkeiten bezüglich ihrer Lebenspläne. In einem sind sie sich allerdings sicher: So wie ihre Eltern wollen ... <a title="Jugendliche wollen nicht wie ihre Eltern leben" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-die-verlorene-generation.html" aria-label="Mehr Informationen über Jugendliche wollen nicht wie ihre Eltern leben">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als neue Währung für Status gilt vor allem bei jungen Menschen zum Beispiel Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken, gemessen an der Anzahl der Likes und Followers. Insbesondere hoch qualifizierte junge Menschen leiden eher unter zu vielen als zu wenigen Wahlmöglichkeiten bezüglich ihrer Lebenspläne. In einem sind sie sich allerdings sicher: So wie ihre Eltern wollen sie auf keinen Fall leben. Andreas Salcher fügt hinzu: „Demgegenüber stehen junge Menschen, die keine Perspektiven für sich sehen können. Spätestens seit der Coronapandemie plagt sie die Ahnung, dass es das Leben nicht gut mit ihnen meinen könnte.“ Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-6146"></span></p>
<p><strong>Man darf eine ganze Generation nicht in ihrer Frustration bestärken</strong></p>
<p>Die These von einer verlorenen Generation erscheint für Andreas Salcher für verfehlt, ja sogar für gefährlich. Denn es macht wohl wenig Sinn, eine ganze Generation in ihrer Frustration zu bestärken. So sehr es Soziologen lieben, Generationen mit bestimmten Attributen zu klassifizieren, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass es innerhalb einer Generation deutlich mehr durch Elternhaus, Peergroup und Bildungsniveau geprägte Unterschiede als Gemeinsamkeiten gibt. Die Mehrzahl der 68-Generation waren weder Revolutionäre noch Hippies, die Yuppie-Generation bestand nicht nur aus Karrieristen.</p>
<p>Zudem besteht die Gefahr, dass man eine sich selbst erfüllende Prophezeiung heraufbeschwört. Andreas Salcher erklärt: „Gerade jene junge Menschen, die noch über wenig Selbstwertgefühl verfügen, werden durch die Abqualifizierung als „verlorene Generation“ in eine Opferrolle gedrängt.“ Weiterhin zeigt sich, wenn man die mittel- bis langfristige Perspektive dieser Generation betrachtet, ein anderes, vielfältigeres Bild. Die überwiegende Mehrheit der heute 15- bis 25-Jährigen in Österreich und Deutschland ist im Durchschnitt deutlich besser ausgebildet als die Generation davor.</p>
<p><strong>Junge Menschen interessieren sich für die Zukunft</strong></p>
<p>Die jungen Menschen von heute sind digital weitaus fitter und beherrschen Englisch auf einem höheren Niveau als ihre Eltern. Andreas Salcher ergänzt: „In den Bildungsschichten können viele junge Menschen auf Sprachkursen oder sogar auf einem Studium im Ausland aufbauen. Um die jungen Start-up-Unternehmer und High Potentials brauchen wir uns ebenfalls wenig Sorgen machen. Sie werden uns eher durch den Braindrain verloren gehen, wenn sie in ihrer Heimat zu wenig Chancen sehen. </p>
<p>Nach einer kurzen Phase der Depression konzentrieren sich viele junge Menschen weniger darauf, was derzeit geschieht, sondern beschäftigen sich damit, was in Zukunft passieren könnte. Andreas Salcher fasst zusammen: „Ist die „verlorene Generation“ daher nur ein medialer Mythos, der bald vergessen sein wird? Leider nicht. Denn die Lebenschancen dieser Generation teilt eine gewaltige Kluft, die durch Corona unbestritten noch größer geworden ist. Mindestens zwanzig Prozent dieser Generation ist tatsächlich gefährdet, verloren zu gehen.“ Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Diskussionen können ein Kampf sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2025 02:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ego]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch verbal läuft das Spiel um den Status nicht immer gesittet ab. Diskussionen können ein Kampf sein. Mitja Back ergänzt: „Häufig ist gar nicht klar, was Wissen und was Meinung ist. Was die objektiv bessere Idee oder die zielführendere Lösung ist. Im Dschungel der Argumente orientieren wir und deswegen häufig an der Selbstsicherheit und Dominanz, ... <a title="Diskussionen können ein Kampf sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-spiel-um-status.html" aria-label="Mehr Informationen über Diskussionen können ein Kampf sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch verbal läuft das Spiel um den Status nicht immer gesittet ab. Diskussionen können ein Kampf sein. Mitja Back ergänzt: „Häufig ist gar nicht klar, was Wissen und was Meinung ist. Was die objektiv bessere Idee oder die zielführendere Lösung ist. Im Dschungel der Argumente orientieren wir und deswegen häufig an der Selbstsicherheit und Dominanz, mit der Menschen ihre Lösungsvorschläge vorbringen.“ Viele Menschen kennen Diskussionen in Gruppen, die sich immer mehr zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen zwei Egos zuspitzen. Die anderen Beteiligten verstummen und schauen etwas ungläubig zu. In diesen intellektuellen Schlachten geht es nicht mehr um das eigentliche Thema, sondern darum, die Diskussion zu „gewinnen“. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5840"></span></p>
<p><strong>Narzissten können sich im rohen Spielfeld des Ich durchsetzen</strong></p>
<p>Zwei Ichs kämpfen um die Vormacht in der Gruppe. Mitja Back erklärt: „Und im Endeffekt geht es dann für die Gruppe weniger darum, wer recht hat, sondern darum, wer verbal überlegen ist – wer den anderen dominieren kann.“ Ein wenig gleichen solche Diskussionen „Freestyle Battle Raps“, einer ursprünglichen Form des Rap, bei der sich zwei Kontrahenten kunstvoll im gegenseitig Dissen messen. Mit gezielten Pointen – sogenannten Punchlines – wird der Gegner beleidigt oder klein gemacht und die eigene Person erhöht.</p>
<p>Nach einigen Zeilen antwortet der Kontrahent mit einem Konter. So entwickelt sich eine Schlacht, die von einer drum herumstehenden Gruppe gespannt verfolgt wird. Mitja Back weiß: „Narzissten, die groß und stark, intelligent und sprachgewandt sind, können sich also auf diesem ursprünglichsten, dem rohen Spielfeld des Ich durchsetzen.“ In vielen Fällen jedoch reichen Körper und Geist für den Kampf um den Status nicht aus. Menschen gehen mit dem, was sie darstellen und im Leben bereits erreicht haben, in soziale Situationen.</p>
<p><strong>Das Selbst einer Person ist die Summe ihres Besitzes</strong></p>
<p>Sie werfen ihre Statussymbole in den Ring. Aber womit genau stellen sich Narzissten dar, wenn es nicht mehr nur um körperliche und sprachliche Überlegenheit geht. Mitja Back erläutert: „Interessanterweise gibt es eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Ich-Spielfelder. Hierunter auch solche, die man gar nicht erwarten würde. Anreize dafür, sozialen Status zu gewinnen, locken überall.“ Selbst in Gruppen, die auf Gleichheit, Gerechtigkeit und Großherzigkeit pochen.</p>
<p>Schon einer der Urväter der wissenschaftlichen Psychologie, William James, hat beschrieben, welche große Rolle Reichtum, Beruf und Sex für den Menschen spielen: „Das Selbst einer Person ist die Summe von allem, was sie ihr eigen nennen kann, nicht nur ihr Körper und ihre geistigen Kräfte, sondern auch ihre Kleidung und ihr Haus, ihr Partner …, ihr Ruf und Arbeit, ihr Land … und ihre Yacht und ihr Bankkonto.“ Das gilt vor allem für Narzissten. Denn: Der eigene Status in Gruppen erhöht sich durch finanziellen, beruflichen und sexuellen Erfolg. Quelle: „Ich!“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen verwechseln oft ihre Bedürfnisse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2024 02:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham Maslow]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
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					<description><![CDATA[Abraham Maslow verbrachte eine trostlose Kindheit voller seelischer Härten und war sozial isoliert, ein Außenseiter. Ingo Hamm ergänzt: „Also saß der junge Abraham stundenlang in Bibliotheken und entwickelte ein geistiges Wachstum, das die sozialwissenschaftliche Welt heute noch in Atem hält.“ Abraham Maslow meinte unter anderem, dass viele Menschen ganz oft ihre Bedürfnisse verwechseln. Insbesondere diejenigen, ... <a title="Menschen verwechseln oft ihre Bedürfnisse" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-verwechseln-oft-ihre-beduerfnisse.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen verwechseln oft ihre Bedürfnisse">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abraham Maslow verbrachte eine trostlose Kindheit voller seelischer Härten und war sozial isoliert, ein Außenseiter. Ingo Hamm ergänzt: „Also saß der junge Abraham stundenlang in Bibliotheken und entwickelte ein geistiges Wachstum, das die sozialwissenschaftliche Welt heute noch in Atem hält.“ Abraham Maslow meinte unter anderem, dass viele Menschen ganz oft ihre Bedürfnisse verwechseln. Insbesondere diejenigen, die auf individuelle Stärke, Erfolg, Status und Prestige aus sind. Man könnte fast sagen: Diese vier Motive sind die am weitesten verbreitete Ersatzreligion der westlichen Welt. Sozialer Status ist geradezu der Tabernakel westlicher Gesellschaften. Menschen sind lieber dumm, hässlich und hungrig, als nicht mit den Nachbarn mithalten zu können, wenn diese sich einen neuen Wagen leisten oder mit der Kollegin, wenn diese scheinbar grundlos befördert wurde. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-5771"></span></p>
<p><strong>Alle Menschen wollen lediglich geliebt werden</strong></p>
<p>Deshalb sind so viele Menschen, man kann es so direkt ausdrücken, status-geil. Selbst dann noch, wenn sie die Status-Leiter hinaufgeklettert sind. Ingo Hamm stellt fest: „Oft sehen wir in den Medien Vorstände von Weltkonzernen, denen die Unzufriedenheit geradezu ins Gesicht geschrieben steht.“ Warum sind die so chronisch und notorisch unzufrieden? Die haben doch alles! Doch alles ist eben nicht genug. Warum nicht? Warum können die den Hals nicht vollkriegen, wenn es um Status, Macht, Stärke, Erfolg und Prestige geht?</p>
<p>Ein Rätsel, so alt wie die Menschheit. Abraham Maslow hat es gelöst – mit einer Verwechslung. Ingo Hamm erläutert: „Ihm fiel auf, dass status-getriebene Menschen einen Fehlschluss begehen. Im Grunde wollen sie lediglich geliebt werden; wie wir insgeheim alle.“ Also schauen sie sich in der Welt und der Gesellschaft um, wobei ihr Blick fast schon zwangsweise auf die stärksten, selbstbewusstesten, aggressivsten und am meisten respektierten und angsteinflößendsten Vertreter ihrer Peer Group oder Gesellschaft fällt – eben, weil diese am meisten auffallen.</p>
<p><strong>Vier Grundmotive treiben Menschen im Innersten an</strong></p>
<p>Ingo Hamm weiß: „Und genau hier begehen sie den Fehlschluss: Sie glauben, dass diese aggressiven Machtmenschen mit hohem Status am meisten geliebt werden – meist erfolgt dieser Fehlschluss unterbewusst, und selbst Staatsoberhäupter verschiedenster Länder sind ihm bereit erlegen.“ Also eifern sie ihnen nach und häufen Macht und Status an – und werden dafür nicht geliebt – wer liebt schon einen Tyrannen? Daher häufen sie noch mehr Macht und Status an, was sie noch weniger beliebt macht – et cetera ad infinitum. </p>
<p>Abraham Maslow ist vielleicht der berühmteste Motivforscher, jedoch nicht der einzige. Seit seiner Zeit haben viele andere Wissenschaftler ebenfalls untersucht, was Menschen im Innersten antreibt. Veronika Brandstätter hat zusammen mit drei Kolleginnen ein einem Buch „Motivation und Emotion“ schön übersichtlich erklärt, wie Menschen ticken und was sie um- und vorantreibt. Es sind vier Grundmotive: Leistungsmotivation, Anschlussmotivation, Hoffnung und Furcht sowie Machtmotivation. Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten sind süchtig nach Bewunderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
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					<description><![CDATA[Grandiosität und Anspruch stehen im Zentrum des narzisstischen Ichs. Mitja Back nennt Beispiele: „Es macht Spaß, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein“, „Ich möchte bewundert werden“ und „Ich strebe danach, von vielen Menschen erkannt zu werden.“ Das narzisstische Ich will also bewundert werden, bekannt sein, oben stehen. Es ist der tiefsitzende Wunsch nach sozialem Status, ... <a title="Narzissten sind süchtig nach Bewunderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-statusdroge.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten sind süchtig nach Bewunderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Grandiosität und Anspruch stehen im Zentrum des narzisstischen Ichs. Mitja Back nennt Beispiele: „Es macht Spaß, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein“, „Ich möchte bewundert werden“ und „Ich strebe danach, von vielen Menschen erkannt zu werden.“ Das narzisstische Ich will also bewundert werden, bekannt sein, oben stehen. Es ist der tiefsitzende Wunsch nach sozialem Status, der Narzissten antreibt. Für sie gibt es nichts Belohnenderes als die soziale Droge der Bewunderung, aber auch nichts Bestrafenderes als sich diese vor der Nase wegschnappen zu lassen. Der Stadtplaner, Architekt und Autor Georg Franck bringt es auf den Punkt: „Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen.“ Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5208"></span></p>
<p><strong>Das narzisstische Ich will immer neue Anerkennung</strong></p>
<p>Das gilt für viele Menschen, aber Narzissten sind besonders süchtig danach. Es ist die Bewunderung der anderen, welche die gottgleiche Selbstsicht von Narzissten befriedigt. Dazu zählt Mitja Back beispielsweise das euphorische Schreien der Massen, das Gefeiert-Werden für die eigene Leistung, die anerkennenden Blicke im Familien- oder Freundeskreis und die vielen Twitter- und Instagram-Follower. In wissenschaftlichen Studien zeigt sich immer wieder, dass nicht nur Promis, sondern auch Allerwelts-Narzissten stark nach sozialer Bewunderung streben.</p>
<p>Narzisstische Persönlichkeiten sind also nicht einfach nur selbstverliebt. Sie wollen immer neue Anerkennung. Mitja Back erklärt: „Ovids Geschichte von Narcissus hinkt also etwas: In Wirklichkeit hätte sich der schöne Jüngling nicht einfach selbst genügt. Die Bewunderung durch Echo und die anderen Nymphen hätte ihn nicht kaltgelassen – er hätte sie genossen.“ Denn im Spiegel sehen Narzissten nicht nur sich selbst, sondern immer auch das Glänzen in den Augen der anderen. </p>
<p><strong>Auch bei der Statusdroge muss die Dosis ständig erhöht werden</strong></p>
<p>Das unterscheidet sie auch von Menschen, die nur einen hohen Selbstwert haben, also zufrieden mit sich sind und sich sozial aufgehoben fühlen. Das ist für Narzissten nicht genug. Sie wollen etwas Besonderes und besser als andere sein. Mitja Back ergänzt: „Das Maximum aus dem Leben herausholen. Auf einem sozialen Podest stehen. Und einmal oben angekommen, muss es weitergehen.“ Wie bei jeder Droge muss auch bei der Statusdroge die Dosis erhöht werden: „Ich werde nicht glücklich sein, bis ich so bekannt bin wie Gott“, sagte Madonna. </p>
<p>Entsprechend dreht sich auch im Alltag eines Narzissten alles um das Erreichen von sozialem Status. Solche Menschen suchen nach Situationen, in denen sie bewundert werden können. Sie wollen auf die Bühnen des Lebens. Narzissten beobachten in sozialen Situationen außerdem sehr aufmerksam, wie gut sie und andere ankommen. Mitja Back weiß: „Und sie denken dann darüber nach, wie sie ihren eigenen Status im Vergleich zu anderen erhöhen können.“ Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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