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	<title>Sicherheit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Sicherheit ist ein essenzielles Bedürfnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2022 01:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Umgang mit der Angst in den Medien zeigt eindrücklich, wie stark Sicherheit ein essenzielles menschliches Bedürfnis ist. Hans-Otto Thomashoff betont: „Und so besteht eine zentrale Aufgabe des Staates darin, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen, im Inneren wie im Äußeren. Fehlende Sicherheit ist neben Ungerechtigkeit die entscheidende Ursache für übermäßigen Stress in einer ... <a title="Sicherheit ist ein essenzielles Bedürfnis" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hans-otto-thomashoff-angst.html" aria-label="Mehr Informationen über Sicherheit ist ein essenzielles Bedürfnis">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Umgang mit der Angst in den Medien zeigt eindrücklich, wie stark Sicherheit ein essenzielles menschliches Bedürfnis ist. Hans-Otto Thomashoff betont: „Und so besteht eine zentrale Aufgabe des Staates darin, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen, im Inneren wie im Äußeren. Fehlende Sicherheit ist neben Ungerechtigkeit die entscheidende Ursache für übermäßigen Stress in einer Gesellschaft. Denn dort, wo die Sicherheit bedroht ist, entsteht Angst.“ Für Angst ist das menschliche Gehirn besonders anfällig, weil es eben für das Überleben hilfreich war und ist, drohende Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Abhängig von früheren Erfahrungen ist die Angstneigung allerdings individuell verschieden. Hans-Otto Thomashoff weist darauf hin, dass Gefühle aufgrund der Resonanz der Spiegelneuronen ansteckend sind. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-3774"></span></p>
<p><strong>Gegen irrationale Ängste helfen direkte Bindungen</strong></p>
<p>Für eine Gesellschaft kann es zum Problem werden, wenn bestimmte Gruppen besonders anfällig sind für Ängste, weil durch die Resonanz die Ängste leicht auf andere übergreifen können. Extrembeispiel dafür sind Massenpaniken, bei denen sich die Angst wie ein Lauffeuer verbreitet. Selbst Ängste, für die es gar keinen realen Grund gibt, können aufgrund der Resonanz ansteckend sein und eine Gesellschaft regelrecht infizieren. Unterminieren beispielsweise rechtsfreie Zonen in Großstädten das Grundsicherheitsgefühl, wirken die daraus erwachsenen Ängste über die eigentlichen Problemzonen hinaus. </p>
<p>Das stärkste Mittel gegen Stress und Angst ist auch auf gesellschaftlicher Ebene das Bindungshormon Oxytocin. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Das bedeutet: Gegen irrationale Ängste helfen neben dem Vertrauen in die Entscheidungsträger vor allem direkte Bindungen, gelebte Gemeinschaft mit Zusammengehörigkeit und Identität. Wir fühlen uns sicher, wenn wir uns einer Gemeinschaft zugehörig fühlen, in der wir uns auskennen.“ Zwar können heftige Gefühle selbst in einer anonymen Masse temporär eine gemeinsame Identität stiften, weil die Gefühle aller miteinander in Resonanz treten, doch ist eine solche Zugehhörigkeit flüchtig. </p>
<p><strong>Entscheidende Zukunftsfragen bleiben unbeantwortet</strong></p>
<p>Damit ein Zusammenhalt dauerhaft hält, bedarf es identitätsstiftender Beziehungen in überschaubaren Einheiten, die durch gemeinsam geteilte Werte und Ziele Verbundenheit schaffen. In einer parlamentarischen Demokratie sind es die Parteien, die dem interessierten Bürger eine Plattform für seine politische Identität bieten, doch ist die Bindung an sie in einer von permanenter Medienpräsenz geprägten Gesellschaft zunehmend instabil. Die Politiker richten sich nach aktuellen Umfragewerten, langfristige Perspektiven gehen verlustig, die Inszenierung überlagert die Inhalte. </p>
<p>Hans-Otto Thomashoff stellt fest: „Entscheidende Zukunftsfragen bleiben unbeantwortet und die Bürger verlieren das Vertrauen in die politischen Entscheidungsträger.“ Auch diese Entwicklung ist keineswegs auf Deutschland und Österreich beschränkt. So gaben im Jahr 2019 in den USA nur noch 17 Prozent der Bevölkerung an, ihren Politikern in Washington zu vertrauen. Wo die Politik das Bedürfnis nach Identität und Bindung nicht mehr befriedigt, steigt die Angstanfälligkeit der Bürger, erst recht, wenn die Politiker ohne klare Perspektive handeln. Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Zufall und Pech befreien von Schuldgefühlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2022 01:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldgefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Etwas als Zufall, als Pech akzeptieren zu müssen, hat Menschen früher wie heute zwar frei von Schuldgefühlen gemacht. Gleichzeitig wurden sie jedoch hilflos und ängstlich. Immerhin könnte es dann einem selbst jederzeit auch passieren und man kann nichts dagegen tun. Helga Kernstock-Redl erläutert: „Inzwischen wurden in Gesundheitsfragen viele, echte Kausalzusammenhänge erforscht, manche Risikofaktoren gefunden, die ... <a title="Zufall und Pech befreien von Schuldgefühlen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-pech-oder-zufall.html" aria-label="Mehr Informationen über Zufall und Pech befreien von Schuldgefühlen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas als Zufall, als Pech akzeptieren zu müssen, hat Menschen früher wie heute zwar frei von Schuldgefühlen gemacht. Gleichzeitig wurden sie jedoch hilflos und ängstlich. Immerhin könnte es dann einem selbst jederzeit auch passieren und man kann nichts dagegen tun. Helga Kernstock-Redl erläutert: „Inzwischen wurden in Gesundheitsfragen viele, echte Kausalzusammenhänge erforscht, manche Risikofaktoren gefunden, die Wahrscheinlichkeiten erhöhen. Doch noch immer ist manches unerklärbar und vieles unbeeinflussbar.“ „Glücklicherweise“ werden alle Menschen einmal krank und entwickeln hoffentlich mehr Verständnis, auch mit uns selbst. Denn es hat mit Sicherheit noch niemanden gesünder gemacht, in der Enttäuschung darüber unterzugehen: „Aber ich habe doch alles richtig gemacht“, oder sich selbst mit aggressiven Schuldzuweisungen zu überhäufen. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-3503"></span></p>
<p><strong>Jedes Lebewesen will in Sicherheit leben</strong></p>
<p>Besser ist es wohl, den Zufall als Teil des Lebens zu akzeptieren, sich echte Fehler, falls vorhanden, zu verzeihen und, wenn möglich, daraus für die Zukunft zu lernen. Manchmal bleibt nur die radikale Akzeptanz einer Erkrankung: vielleicht traurig, dafür aber wahr. Helga Kernstock-Redl weiß: „In Sicherheit zu leben, ist ein weiteres, zentrales Bedürfnis aller Lebewesen. Nur angstfrei können wir genießen, lachen, spielen, uns erholen und optimal lernen.“ </p>
<p>Falls man sich hin und wieder ein wenig Aufregung und Gefahr ins Leben holt, dann nur etwas „Thrill“, also vermeintlich absolut kontrollierbares Risiko wie bei einem Fallschirmsprung oder Computerspiel. Kinder beginnen nur in sicherer Umgebung neugierig und autonom ihre kleine Welt zu erforschen – im Wissen um den Hafen bei ihren wichtigen Personen, in den sie jederzeit zurückkehren können. Die Schuldsuche leistet laut Helga Kernstock-Redl einen wichtigen Beitrag dazu. </p>
<p><strong>Jeder kann aus eigenen Fehlern und denjenigen anderer lernen</strong></p>
<p>Denn wer die Ursachen eines Unglücks kennt, der kann prüfen, ob er selbst in Gefahr ist, oder kann aus den Fehlern anderer lernen. Man verhilft sich selbst und vielleicht auch anderen zu mehr realer Sicherheit, indem man sich bewusst fragt: „Was kann ich aus diesem Stück Vergangenheit für die Zukunft lernen?“ Es müssen glücklicherweise nicht immer eigene Erfahrungen sein. Das wird nicht nur spannende Ergebnisse liefern, sondern kann die eine oder andere Geschichte erst wirklich zum Abschluss bringen. </p>
<p>Auch deshalb ist für Helga Kernstock-Redl das „Daraus-lernen“ einer der hilfreichsten Wege zur „Ent-Schuldung“. Eine fragwürdige Strategie, die sich trotzdem großer Beliebtheit erfreut, ist die Schuldzuweisung an die ohnehin Leidenden. Sie verhindert nicht nur eigene Hilflosigkeit, sondern ist auch eine Strategie gegen die Angst. Jeder Unterschied, jede Schuld des anderen suggeriert einem Menschen Sicherheit, während Zufälle und Ähnlichkeiten beunruhigen. Schließlich könnte einem selbst ja dann das Gleiche passieren. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt keine Freiheit inklusive Sicherheit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-keine-freiheit-inklusive-sicherheit.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 04:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Blöde an der Freiheit ist, dass sie anstrengend ist. Viele Menschen haben gelernt, das Anstrengende zu vermeiden. Und noch blöder ist, dass an der Freiheit nichts sicher ist. Anja Förster und Peter Kreuz fügen hinzu: „Das sind verdammt schlechte Nachrichten für diejenigen, die glauben, sie könnten Freiheit inklusive Sicherheit im Paket bestellen.“ In Deutschland ... <a title="Es gibt keine Freiheit inklusive Sicherheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-keine-freiheit-inklusive-sicherheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt keine Freiheit inklusive Sicherheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Blöde an der Freiheit ist, dass sie anstrengend ist. Viele Menschen haben gelernt, das Anstrengende zu vermeiden. Und noch blöder ist, dass an der Freiheit nichts sicher ist. Anja Förster und Peter Kreuz fügen hinzu: „Das sind verdammt schlechte Nachrichten für diejenigen, die glauben, sie könnten Freiheit inklusive Sicherheit im Paket bestellen.“ In Deutschland hat es Tradition und erscheint vielen Menschen völlig normal, ihre Freiheit zurückzuweisen. Für sie ist es völlig in Ordnung, das eigene Schicksal daran zu knüpfen, dass ein anderer etwas tut oder lässt. Viele sind das einfach so gewöhnt, im Kindergarten und in der Schule aufgerufen zu werden – oder ansonsten ihre Klappe zu halten und stillzusitzen. Anja Förster und Peter Kreuz nehmen als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein. <span id="more-2076"></span></p>
<p><strong>Das vorauseilende Abgeben von Verantwortung ist deutsche Leitkultur</strong></p>
<p>Und so geht es weiter, von der Schule über die Uni bis zum Arbeitsplatz, immer gibt es eine höhere Instanz, an die die Verantwortung abgegeben wird. Diese Haltung ist nicht nur das Resultat eines auf Erfüllergeist getrimmten Bildungssystems und einer paternalistischen Unternehmenskultur. Das vorauseilende Abgeben von Verantwortung, das ist auch deutsche Leitkultur. Man hofft, ausgewählt zu werden, ja, fände es nur gerecht, zu den Auserwählten zu gehören, aber man kann ja nur hoffen. Abwarten und hoffen, dass jemand mit dem Finger auf einen zeigt und sagt „Jetzt bist du dran!“ wird zur Normalität. </p>
<p>Anja Förster und Peter Kreuz betonen: „Dabei braucht es im Leben überhaupt keine höher Instanz, keine Autorität, keine offizielle Erlaubnis, niemanden, der mit dem Finger auf Sie zeigt und ihnen die Erlaubnis erteilt, aufzustehen und loszulegen.“ Wer sich frei macht von der höheren Instanz, wenn man also darauf verzichtet, jemanden die Verantwortung für den eigenen Erfolg zu überlassen, wenn man aufhört, darauf zu warten, dass man auserwählt wird, dann hat man sein Leben von außen nach innen gewendet. </p>
<p><strong>Freie Menschen können etwas bewegen</strong></p>
<p>Anja Förster und Peter Kreuz erklären: „Die Erlaubnis, das Beste aus ihrem Leben zu machen, können Sie sich dann im Innern selbst geben. Dann erst werden Sie wirklich frei: Sie geben sich die Freiheit, etwas zu bewegen.“ Ein klares Ziel ist so etwas wie ein Nordstern im Leben. Ein Fixpunkt, der Orientierung gibt. Doch selbst, wenn man ihn gefunden hat, gibt es ein Problem damit: Wer konsequent auf den Nordstern schaut, sieht all die vielen anderen Sterne und Sternbilder nicht mehr. Heute lebt man im Zeitalter der freiwilligen Selbstkontrolle, also selbstständig zu entscheiden. </p>
<p>Dabei taucht die Frage auf, wozu sagt man Nein – und wozu nicht? Das Nein verlangt von einem Menschen, seine Position zu überprüfen und die Konsequenzen zu tragen. Und es verlangt von ihm, sehr viel mehr auf seine eigenen Fähigkeiten zu setzen: Selbstdisziplin, Selbstorganisation, Selbstverantwortung, Selbsteinschätzung, Selbstkontrolle und Selbstvertrauen. Das ist unabdingbar für alle, die ihre Selbstbestimmung nicht beim Management oder beim Staat abgeben. Das erfordert eine Haltung – und das ist beileibe keine Petitesse oder nettes Zubehör für den Charakter. Quelle: „Nein“ von Anja Förster und Peter Kreuz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die autoritäre Persönlichkeit will Sicherheit statt Freiheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2019 04:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Grundstruktur des autoritären Denkens kann nur verstanden werden, wenn man dahinter die enttäuschten Bindungshoffnungen sieht – das zerstörte menschliche Vertrauen. Und genau daraus ergibt sich auch die Antwort auf das grundlegende Rätsel des Autoritarismus: Warum um alles in der Welt sollte jemand eine Diktatur gegenüber der Freiheit bevorzugen? Herbert Renz-Polster kennt die Antwort auf ... <a title="Die autoritäre Persönlichkeit will Sicherheit statt Freiheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-autoritaere-persoenlichkeit-will-sicherheit-statt-freiheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Die autoritäre Persönlichkeit will Sicherheit statt Freiheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grundstruktur des autoritären Denkens kann nur verstanden werden, wenn man dahinter die enttäuschten Bindungshoffnungen sieht – das zerstörte menschliche Vertrauen. Und genau daraus ergibt sich auch die Antwort auf das grundlegende Rätsel des Autoritarismus: Warum um alles in der Welt sollte jemand eine Diktatur gegenüber der Freiheit bevorzugen? Herbert Renz-Polster kennt die Antwort auf diese Frage: „Ganz einfach, weil Freiheit nicht zu Unsicherheit passt. Die autoritäre Persönlichkeit will Sicherheit statt Freiheit, sie will Ordnung statt Offenheit, sie will Hierarchie und kein Netzwerk. Der unsichere Mensch sucht Schutz, er strebt nach einem Leben im fremden, nicht im eigenen Sinn.“ Die zerbrochene Bindung bekommt nun einen Ersatz. Der Kinderarzt Dr. Herbert Renz-Polster hat die deutsche Erziehungsdebatte in den letzten Jahren wie kaum ein anderer geprägt. <span id="more-2068"></span></p>
<p><strong>Die Ablehnung des Islam ist für die Neuen Rechten nur ein Nebenschauplatz</strong></p>
<p>Statt auf ungewisse menschliche Beziehungen setzen die autoritären Rechten auf eine kategorische, essentialistische Pseudobindung – auf die Bindung an eine Volksgemeinschaft, an eine Ethnie, an einen Boden oder an eine Nation. Der Ersatz für die enttäuschte primäre Bindung soll jetzt „unlösbar“ sein, die Sicherheit felsenfest, historisch verankert und unkündbar. Nur so lassen sich die seltsamen Blüten des rechten Autoritarismus verstehen, nur so lässt sich verstehen, warum von einem „Tausendjährigen“ Reich fantasiert wird und warum heute im modernen Europa auf einmal wieder das „Abendland“ gefeiert wird.</p>
<p>Der Blick auf die Bindungsdynamik erlaubt aber auch einen neuen und tieferen Blick auf die Islamophobie der Neuen Rechten. Sie zeigt, dass die für den Rechtspopulismus so typische Ablehnung des Islam eigentlich nur ein Nebenschauplatz ist. Die Vordenker der neuen Rechten haben längst erkannt: „An Liberalismus gehen Völker zugrunde, nicht am Islam“, sagt Martin Lichtmesz, einer der intellektuellen Granden der rechten Bewegung in Österreich, dazu.</p>
<p><strong>Adolf Hitler hatte gegenüber dem Islam keine Berührungsängste</strong></p>
<p>Für Martin Lichtmesz ist der Islam nur ein hübsches Feindbild für die rechte Basis, mehr aber auch nicht. Auch Adolf Hitler hatte gegenüber dem Islam keine Berührungsängste und fädelte gleich eine deutsch-islamische Waffenbrüderschaft unter der Führung des Großmuftis von Jerusalem Amin al-Husseini ein. Bei Lichte betrachtet sind der islamische Fundamentalismus und der Rechtsautoritarismus nämlich Brüder im Geiste, regelrechte „twin towers“, wenn man so will: derselbe Männlichkeitskult, dieselbe Homophobie, dieselbe patriarchalisch-identitäre Zurichtung.</p>
<p>Julia Ebner hat in ihrem Buch „Wut“ zuletzt darauf hingewiesen, dass die grundlegende Programmatik in den militanten, extremistischen Flügeln der beiden Bewegungen praktisch austauschbar ist. „So traurig es auch ist, das zu sagen“, zitiert sie einen Aktivisten des sogenannten Islamischen Staats, „aber die Identitätsbewegungen sind die Bewegungen, die uns am stärksten ähneln“. Selbst in den Alltagskulturen gleichen sich die beiden momentan verfeindeten Strömungen immer mehr an. Quelle: „Erziehung prägt Gesinnung“ von Herbert Renz-Polster</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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