<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Selbststeuerung &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/selbststeuerung/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 Dec 2020 07:40:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Der Mensch hat einen freien Willen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-hat-einen-freien-willen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-hat-einen-freien-willen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 07:40:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Wille]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2446</guid>

					<description><![CDATA[Biologische Systeme, also Lebewesen, unterziehen alle von außen und aus dem eigenen Inneren eintreffenden Reize einem Prozess der Verarbeitung und Bewertung. Erst danach reagieren sie mit einem Verhalten, einem als Selbstorganisation bezeichneten Vorgang. Joachim Bauer ergänzt: „Ein bewusst handelnder Akteur ist dafür nicht erforderlich. Akteur ist das biologische System als Ganzes. Im Falle des Menschen ... <a title="Der Mensch hat einen freien Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-hat-einen-freien-willen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Mensch hat einen freien Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Biologische Systeme, also Lebewesen, unterziehen alle von außen und aus dem eigenen Inneren eintreffenden Reize einem Prozess der Verarbeitung und Bewertung. Erst danach reagieren sie mit einem Verhalten, einem als Selbstorganisation bezeichneten Vorgang. Joachim Bauer ergänzt: „Ein bewusst handelnder Akteur ist dafür nicht erforderlich. Akteur ist das biologische System als Ganzes. Im Falle des Menschen spielt sich ein Teil der biologischen Selbstorganisation auf einer Bühne ab, die wir Bewusstsein nennen.“ Im Bewusstsein können sowohl von innen, vom eigenen Körper her, als auch von außen eintreffende Reize Gegenstand der persönlichen Reflexion werden. Das menschliche Bewusstsein verfügt über die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation unterschiedliche Optionen des Verhaltens zu entwerfen. Zudem über das Können, ihre jeweiligen Folgen zu antizipieren und sie gegeneinander abzuwägen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2446"></span></p>
<p><strong>Ein Kleinkind braucht liebevolle Zuwendung</strong></p>
<p>Die dadurch entstehenden Freiheitsgrade des Verhaltens sind das, was Joachim Bauer als freien Willen bezeichnet. Die neurobiologische Grundlage der Fähigkeit des Menschen zur Selbststeuerung sind im Stirnhirn, im Präfrontalen Cortex lokalisierte neuronalen Netzwerke. Joachim Bauer erläutert: „Deren regelrechte Entwicklung erfordert in den ersten beiden Lebensjahren eine liebevolle dyadische Zuwendung zum Kind. Sie sind die Voraussetzung für die sich daran anschließende Entwicklung des kindlichen Selbst. Dieses ist in Netzwerken des Präfrontalen Cortex repräsentiert.“</p>
<p>Dort verortet ist auch das neuronale Korrelat einer Repräsentanz des Du, also bedeutsamer anderer Menschen. Beide Netzwerke sind eng miteinander verbunden. Sie erzeugen eine Koppelung ihrer Repräsentanzen, also zwischen Ich und Du. Joachim Bauer weiß: „Diese Koppelung ist eine Art neuronaler Einlasspforte für die überaus starken Effekte, die Handlungen und Worte bedeutsamer anderer Menschen auf das psychische Befinden der eigenen Person haben können.“ Mit Beginn des dritten Lebensjahres stehen die oberen, dorsalen Teile des Präfrontalen Cortex zur Reifung an.</p>
<p><strong>Die Evolution befähigt den Menschen zur Selbststeuerung</strong></p>
<p>Die dort verorteten Netzwerke sind das neuronale Korrelat der Selbstkontrolle. Also der sich im Kind jetzt langsam entwickelnden Fähigkeit, eigene Impulse zurückzuhalten oder zu bremsen. Joachim Bauer erklärt: „Die Reifung der Selbstkontrolle und ihrer neuronalen Korrelate kann nur gelingen, wenn Kinder ab Beginn des dritten Lebensjahres von Bezugspersonen liebevoll, aber auch konsequent und begleitet von entsprechenden Erklärungen zur Selbstkontrolle angehalten werden.“ Ein zentraler Aspekt dieser Erklärungen ist, das Kind immer wieder zum Wechsel der Perspektive zu veranlassen. Dadurch macht man ihm deutlich, wie sein Verhalten aus der Sicht anderer wahrgenommen wird.</p>
<p>Der tiefe Sinn der Selbstkontrolle liegt nicht in einem gegen die Bedürfnisse der eigenen Person gerichteten Kampf. Sondern er liegt in der Bewahrung sozialer Verbundenheit und in optimierter Selbstfürsorge. Seine im Vergleich zu allen anderen Spezies überragende Fähigkeit zur Selbststeuerung verdankt der Mensch der Evolution. Selbstkontrolle und Selbststeuerung sind keine gegen die angeblich wahre Natur des Menschen gerichteten widernatürlichen Konstrukte, sondern Teil der menschlichen biologischen Bestimmung. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-hat-einen-freien-willen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gelungene Selbststeuerung erzeugt Lust</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/gelungene-selbststeuerung-erzeugt-lust.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/gelungene-selbststeuerung-erzeugt-lust.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 06:59:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zuwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2434</guid>

					<description><![CDATA[Die Erziehung zu einer gelingenden Selbststeuerung ist laut Joachim Bauer ein Akt der Balance. Von denen, die in pädagogischer Verantwortung stehen, fordert sie ein Gleichgewicht zwischen empathischer Zuwendung, dem Mut zur pädagogischen Führung und dem Gewähren von Freiheitsräumen. Dieses ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, Autonomie zu erleben und ihre ganz eigenen Erfahrungen zu machen. Dieses ... <a title="Gelungene Selbststeuerung erzeugt Lust" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gelungene-selbststeuerung-erzeugt-lust.html" aria-label="Mehr Informationen über Gelungene Selbststeuerung erzeugt Lust">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erziehung zu einer gelingenden Selbststeuerung ist laut Joachim Bauer ein Akt der Balance. Von denen, die in pädagogischer Verantwortung stehen, fordert sie ein Gleichgewicht zwischen empathischer Zuwendung, dem Mut zur pädagogischen Führung und dem Gewähren von Freiheitsräumen. Dieses ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, Autonomie zu erleben und ihre ganz eigenen Erfahrungen zu machen. Dieses Gleichgewicht ist nicht nur an die jeweilige Altersstufe anzupassen. Sondern es muss für jedes Kind individuell immer wieder neu austariert werden. Joachim Bauer erläutert: „Die Erziehung zu Selbstkontrolle und zur sich aus ihr ergebenden Selbststeuerung ist ein dialektischer Prozess. Kinder und Jugendliche sollen lernen, sie selbst zu sein und sich selbst zu steuern.&#8220; Gerade dafür aber brauchen sie auch pädagogischer Widerstand. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2434"></span></p>
<p><strong>Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Zuwendungen</strong></p>
<p>Dieser Widerstand zwingt sie, sich mit ihren Impulsen und suchtartigen, auf schnelle Stillung ihrer Bedürfnisse abzielenden Verhaltenstendenzen auseinanderzusetzen. Dies kann nur in guten pädagogischen Beziehungen zu verlässlichen Bezugspersonen gelingen. Joachim Bauer erklärt: „Gute Beziehungserfahrungen sind eine unabdingbare Voraussetzung für die neurobiologische Entwicklung des Gehirns.“ Kinder und Jugendlichen brauchen aber nicht nur verlässliche Zuwendungen. Sie müssen die Abhängigkeiten von Bezugspersonen auch immer wieder infrage stellen und sich ein Stück weit aus ihr herauslösen dürfen.</p>
<p>Nur so entsteht Raum für persönliches Wachstum und Entwicklung. Für die Erziehenden besteht die Kunst darin, diesen Prozess möglich zu machen. Einerseits dadurch, dass sie sich immer wieder neu als zugewandte Bezugspersonen zur Verfügung stellen. Und andererseits dadurch, dass sie die sich wiederholenden notwendigen Ablösungsprozesse zulassen und ertragen. Momente gelungener Selbststeuerung haben einen hohen Lustfaktor. Sie stellen sich vor allem typischerweise dann ein, wenn man sich bewusst entschieden hat, nicht das Naheliegende, Bequeme oder Konventionelle zu tun.</p>
<p><strong>Selbstkontrolle führt zu Zufriedenheit</strong></p>
<p>Joachim Bauer stellt fest: „Tatsächlich aber hat die Fähigkeit zur gezielt ausgeübten Selbstbeschränkung, zur bewussten Hemmung kurzfristiger Impulse und Gelüste ein erhöhtes Maß an Freiheitsräumen und Selbststeuerungsmöglichkeiten zur Folge.“ Einem dialektischen Prinzip folgend, kann ein momentaner Verzicht reicher und eine bewusste Selbstbeschränkung freier machen. Jetzt akzeptierte Anstrengungen können zu einem höheren Maß an späterem Glück führen. Allerdings gibt es wirksame Kräfte, die einen Menschen im Mainstream festhalten. Diese hindern ihn daran, ein autonomes Leben zu führen.</p>
<p>Wer über Selbstkontrolle verfügt, erlebt nicht nur ein höheres Maß an Zufriedenheit mit seinem Leben als Ganzes. Sondern er hat auch im Alltag ein Mehr an guten Gefühlen. Was im Alltag besonders stresst und schlechte Gefühle macht, sind fortwährende Konflikte zwischen dem Nachgeben und dem Widerstehen gegenüber einer Versuchung. Personen mit starker Selbstkontrolle leben so, dass sie mit solchen inneren Konflikten von vornherein deutlich weniger konfrontiert sind als andere. Joachim Bauer betont: „Das erspart diesen Menschen nicht nur eine Menge schlechter Stimmungen, sondern vermittelt ihnen außerdem ein gutes Gefühl der Übereinstimmung mit sich selbst.“ Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/gelungene-selbststeuerung-erzeugt-lust.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In seinen Entscheidungen ist der Mensch frei</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/in-seinen-entscheidungen-ist-der-mensch-frei.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/in-seinen-entscheidungen-ist-der-mensch-frei.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2020 09:12:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Wille]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2309</guid>

					<description><![CDATA[Die Einflussnahme auf die Überzeugungen, die Menschen zur Frage des freien Willens haben, hat reale Auswirkungen auf das Verhalten der Betroffenen. Joachim Bauer erläutert: „Diese Auswirkungen zeigen sich vor allem dort, wo der freie Wille gefragt wäre. Personen, denen man erfolgreich suggeriert, dass es so etwas wie einen freien Willen gar nicht gebe, lassen nachfolgend ... <a title="In seinen Entscheidungen ist der Mensch frei" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/in-seinen-entscheidungen-ist-der-mensch-frei.html" aria-label="Mehr Informationen über In seinen Entscheidungen ist der Mensch frei">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einflussnahme auf die Überzeugungen, die Menschen zur Frage des freien Willens haben, hat reale Auswirkungen auf das Verhalten der Betroffenen. Joachim Bauer erläutert: „Diese Auswirkungen zeigen sich vor allem dort, wo der freie Wille gefragt wäre. Personen, denen man erfolgreich suggeriert, dass es so etwas wie einen freien Willen gar nicht gebe, lassen nachfolgend eine deutlich reduzierte Selbstkontrolle erkennen. Sie verhalten sich, falls sie die Möglichkeit dazu haben, deutlich unmoralischer.“ Nicht an die Existenz eines freien Willens zu glauben, macht offenbar locker. Es kann für das menschliche Zusammenleben aber unangenehme oder gar gefährliche Folgen haben. Jedenfalls neigten Personen, die man vor einem Experiment in ihren Überzeugungen dahingehend beeinflusste, es gebe keinen freien Willen, in anschließenden Tests um 50 Prozent häufiger zu betrügerischem Verhalten. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2309"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen fühlen sich für nichts verantwortlich</strong></p>
<p>Die Verneinung der menschlichen Entscheidungsfreiheit ist für Joachim Bauer nicht nur in der Sache irrig und unhaltbar. Hinzu kommt, dass die falsche Botschaft, die Neurowissenschaft habe die Existenz des freien Willens widerlegt, in hohem Maße unsinnige und schädliche Konsequenzen für das Zusammenleben haben dürfte. Eine in den Wohlstandsländern ohnehin bereits vorhandene Tendenz, sich in allen Belangen als Opfer, aber für nichts verantwortlich zu sehen, würde zur offiziellen und von der Wissenschaft abgesegneten Doktrin erklärt.</p>
<p>Die Lehre von der Unfreiheit des menschlichen Willens ist eine Ideologie. Diese lähmt jede Initiative, Kreativität und Entschlossenheit. Die durch diesen Determinismus vollzogene Abschaffung des freien Willens würde Heerscharen von Unschuldigen produzieren. Die persönliche Verantwortung wäre abgeschafft. In den wohlhabenden Ländern des Westens formiert sich derzeit allerdings Widerstand: Gegen einen schleichenden Prozess zunehmender Einengung der persönlichen Autonomie, wachsenden Abhängigkeiten und unmerklicher Infantilisierung.</p>
<p><strong>Es regt sich Überdruss am Überfluss</strong></p>
<p>Merkmale dieses Prozesses sind einerseits ein hohes Maß an arbeitsbedingtem – oder durch Arbeitslosigkeit verursachtem – Stress. Zum anderen ist eine Übersättigung spürbar. Der Mainzer Philosoph Thomas Metzinger wagt folgende Voraussage: „Geistige Selbstbestimmung und die Frage, wie sie gestärkt werden kann, wird eines der heißesten Themen der Zukunft sein.“ Bei immer mehr Menschen regt sich Überdruss am Überfluss. Die Akteure des Widerstands gegen eine zunehmende Verminderung der Selbstbestimmung und Möglichkeiten der Selbststeuerung sind überall und in allen Generationen zu finden.</p>
<p>Die britische Rock-Ikone Peter Gabriel findet, dass die Smartphones dazu geführt haben, dass die Menschen immer mehr aus der realen Welt herausgerissen werden. Die Geräte vereinnahmen sie so sehr, dass sie das eigentliche Leben verpassen. Was man aber eigentlich braucht, ist eine Balance zwischen digitaler und realer Welt. Menschen mit einer funktionierenden Selbststeuerung erleben signifikant mehr Glück und weniger Leid, Angst und Depressivität als jene, denen sie fehlt. Deshalb haben mehr und mehr Menschen eine Lust auf Freiheit. Und zwar auf eine Freiheit, die aus gelingender Selbststeuerung erwächst. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/in-seinen-entscheidungen-ist-der-mensch-frei.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Selbststeuerung führt zu einem guten Leben</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/selbststeuerung-fuehrt-zu-einem-guten-leben.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/selbststeuerung-fuehrt-zu-einem-guten-leben.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 06:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2279</guid>

					<description><![CDATA[Selbststeuerung soll dem Menschen dienen, ein gutes Leben zu führen, sie ist kein Selbstzweck. Zu ihren mächtigsten Potentialen zählt ihr Einfluss auf die biologischen Systeme und damit auf die körperliche Gesundheit des Menschen. Joachim Bauer erklärt: „Beim Einfluss der Selbststeuerung auf die Gesundheit sind zwei Mechanismen im Spiel. Ein offensichtlicher, sozusagen äußerer, und ein verborgener, ... <a title="Selbststeuerung führt zu einem guten Leben" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbststeuerung-fuehrt-zu-einem-guten-leben.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbststeuerung führt zu einem guten Leben">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbststeuerung soll dem Menschen dienen, ein gutes Leben zu führen, sie ist kein Selbstzweck. Zu ihren mächtigsten Potentialen zählt ihr Einfluss auf die biologischen Systeme und damit auf die körperliche Gesundheit des Menschen. Joachim Bauer erklärt: „Beim Einfluss der Selbststeuerung auf die Gesundheit sind zwei Mechanismen im Spiel. Ein offensichtlicher, sozusagen äußerer, und ein verborgener, innerer.“ Unmittelbar einleuchtend ist das erste der beiden Wirkprinzipien. Es beruht darauf, dass ein gesunder Lebensstil Krankheitsrisiken vermindert. Beim zweiten Wirkmechanismus geht es um eine innere Grundhaltung, ein gutes Selbstgefühl, um Vertrauen in die eigenen Kräfte. Man könnte von Selbstkräften sprechen und so etwas wie einen inneren Mut. Hier steht also nicht das konkrete gesundheitliche Verhalten im Vordergrund, sondern etwas Tiefergehendes. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2279"></span></p>
<p><strong>Die Schulmedizin zeigt wenig Interesse an der Psyche</strong></p>
<p>Von beiden Mechanismen gehen massive biologische Effekte aus, sie sind von gleichrangiger Bedeutung. Sie entfalten ihr volles Wirkpotential aber nur gemeinsam. Das derzeitige medizinische System kommuniziert mit seinen Patienten ausschließlich die Frage der gesunden Lebensführung. Sie ist das erste der beiden genannten Wirkprinzipien der Selbststeuerung. Joachim Bauer kritisiert: „Der zweite Wirkfaktor, die Stärkung der psychischen Situation des Patienten, wird nicht nur sträflich vernachlässigt. Der Medizinbetrieb schwächt ihn oft sogar.“</p>
<p>Dies ist fatal, denn die  bei Patienten weit verbreitete Nichtbeachtung einer gesunden Lebensführung hat ihren Grund vor allem im geschwächten Selbstgefühl, im verloren gegangenen Mut und im fehlenden Vertrauen auf die eigenen Kräfte. Da viele von Krankheit bedrohte oder Betroffene spüren, dass sie ohne das zweite Wirkprinzip, ohne Mut, Hoffnung und Selbstvertrauen nicht gesund werden können, hat sich hier ein paramedizinischer Markt entwickelt. Anstatt über die Abwanderung vieler Patienten zu vermeintlichen Heilern zu klagen, wäre die sogenannte Schulmedizin gut beraten, ihr Desinteresse an der Psyche ihrer Patienten zu hinterfragen.</p>
<p><strong>Menschen sind keine biologischen Maschinen</strong></p>
<p>Joachim Bauer betont: „Die heute verfügbaren, ausgezeichneten schulmedizinischen Möglichkeiten der Krankenbehandlung entfalten ihre volle Potenz nur gemeinsam mit einer Stärkung der Selbstkräfte und der Selbststeuerung aufseiten des Patienten.“ Dies gilt nicht nur für jene beiden Gesundheitsstörungen, an denen Menschen hierzulande am häufigsten sterben, die Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Eine Stärkung der psychischen Selbstkräfte ist auch allen weiteren Krankheiten von entscheidender Bedeutung.</p>
<p>Der Grundirrtum der Schulmedizin besteht in der Annahme, Lebewesen seien biologische Maschinen. Dabei übersehen die Ärzte, dass alle lebenden Systeme anders als Maschinen mit ihrer Außenwelt ständig aktiv kommunizieren und dass ihr Wohl und Wehe vom Gelingen dieser Kommunikation abhängt. Joachim Bauer ergänzt: „Auch Gene sind Kommunikatoren und keineswegs autistische, unabhängig von der Außenwelt arbeitende Maschinenteile, als die sie lange Zeit dargestellt wurden.“ Gene steuern den menschlichen Körper nicht nur, umgekehrt steuert der Körper auch seinerseits die Gene. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/selbststeuerung-fuehrt-zu-einem-guten-leben.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ohne Aufklärung gibt es keinen freien Willen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ohne-aufklaerung-gibt-es-keinen-freien-willen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/ohne-aufklaerung-gibt-es-keinen-freien-willen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Mar 2019 07:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Wille]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=1989</guid>

					<description><![CDATA[Nur ein kleiner Teil dessen, was die Wahrnehmung des Menschen erreicht, findet auch Eingang in das Bewusstsein. Allerdings hindert dies die zahlreichen nicht bewusst registrierten Wahrnehmungen nicht daran, in uns eine Wirkung zu entfalten. Vom Bewusstsein nicht aufgenommene Signale können das Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Joachim Bauer betont: „Die Annahme, die Existenz des Unbewussten ... <a title="Ohne Aufklärung gibt es keinen freien Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ohne-aufklaerung-gibt-es-keinen-freien-willen.html" aria-label="Mehr Informationen über Ohne Aufklärung gibt es keinen freien Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur ein kleiner Teil dessen, was die Wahrnehmung des Menschen erreicht, findet auch Eingang in das Bewusstsein. Allerdings hindert dies die zahlreichen nicht bewusst registrierten Wahrnehmungen nicht daran, in uns eine Wirkung zu entfalten. Vom Bewusstsein nicht aufgenommene Signale können das Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Joachim Bauer betont: „Die Annahme, die Existenz des Unbewussten bedeute per se die Außerkraftsetzung unseres freien Willens, halte ich jedoch für unbegründet, eine Sichtweise, die auch von anderen Neurowissenschaftlern geteilt wird.“ Das Unbewusste ist ein Teil der Person, deren übergeordneten Interessen es zuarbeitet. Es erspart den Menschen, alle kognitiven Verarbeitungsprozesse über die manchmal anstrengende und zeitaufwendige Schiene des bewussten Denkens laufen lassen zu müssen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-1989"></span></p>
<p><strong>Das Unbewusste verfügt über eine eigene Art von Intelligenz</strong></p>
<p>Das Unbewusste ist beeinfluss- und manipulierbar, allerdings nicht beliebig. Es hat, wie das Bewusstsein auch, Zugang zu großen Teilen der Erfahrungen und Wissens eines Menschen. Es verfügt, wie sich an seinen Einfällen und manchen Träumen zeigt, über eine eigene Art von Intelligenz. „Wo Es war, soll Ich werden“, dieses Wort Sigmund Freuds beschreibt nicht nur einen Aspekt des psychotherapeutischen Prozesses. Es beschreibt auch den Anspruch der Aufklärung. Das mit ihr verbundene Projekt hat das Ziel alle natürlichen Phänomene durch Erkennen und Verstehen rational zugänglich und, soweit wie möglich, beherrschbar zu machen. </p>
<p>Man bedarf keiner psychologischen Spezialkenntnisse, um zu wissen, dass das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen durch äußere Einflüsse veränderbar ist, wie sich bereits leicht an den Wirkungen erkennen lässt, die das Wetter auf die Laune vieler Menschen ausübt. Macht man diesen Zusammenhang in einer gegebenen Situation einem Menschen allerdings bewusst, löst sich die Wirkung des Wetters auf die Stimmung in der Regel sofort auf. Dieses einfache Beispiel demonstriert ein allgemeines Prinzip, nämlich die bevorzugt unbewusste Wirkungsweise des sogenannten Primings.</p>
<p><strong>Unwissenheit bedeutet Manipulierbarkeit</strong></p>
<p>Joachim Bauer erläutert: „Der Begriff beschreibt die Tatsache, dass Worte, Bilder oder Szenen bei Menschen zu einer inneren Voraktivierung führen, die seine nachfolgenden Verhaltensweisen beeinflussen. Dies lässt sich für die gezielte, unmerkliche Beeinflussung anderer nutzen und damit zu einer Unterwanderung von deren freien Willen missbrauchen.“ Klar ist auch: Unwissenheit bedeutet Manipulierbarkeit, ohne Aufklärung kein freier Wille. Eine Variante des Priming-Effekts sind Wirkungen, die vom menschlichen Körper ausgehende Signale auf das Erleben und Verhalten entfalten – und umgekehrt.</p>
<p>Personen, die beispielsweise eine warme Tasse Kaffee in der Hand halten, schätzen andere Menschen als warmherziger und freundlicher ein. Wer sich dagegen an einem Eistee erfrischt, verhält sich dem entgegengesetzt. Priming-Effekte können auch auf die Biologie des Körpers eines Menschen durchschlagen. Personen, die gebeten wurden, Körperhaltungen einzunehmen, die Macht ausstrahlen, zeigen bei anschließenden Entscheidungen nicht nur mehr Selbstvertrauen, sie reagieren zudem mit einem Testosteronanstieg. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em> </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/ohne-aufklaerung-gibt-es-keinen-freien-willen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/selbstkontrolle-macht-einen-menschen-handlungsfaehig.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/selbstkontrolle-macht-einen-menschen-handlungsfaehig.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2018 09:46:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=1790</guid>

					<description><![CDATA[Selbststeuerung ist möglich, wenn ein Mensch seine Denkprozesse automatisch leitet. Wenn er Situationen erlebt, interpretiert und Schlüsse zieht, versucht sein Bewusstsein, die Übersicht zu behalten und alles zu durchleuchten, was im Inneren auftaucht. Allan Guggenbühl fügt hinzu: „Wie wir unser inneres Geschehen wie auch Außenwahrnehmung gewichten und ordnen, hängt von unseren Erfahrungen und unserem Persönlichkeitstyp ... <a title="Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbstkontrolle-macht-einen-menschen-handlungsfaehig.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbststeuerung ist möglich, wenn ein Mensch seine Denkprozesse automatisch leitet. Wenn er Situationen erlebt, interpretiert und Schlüsse zieht, versucht sein Bewusstsein, die Übersicht zu behalten und alles zu durchleuchten, was im Inneren auftaucht. Allan Guggenbühl fügt hinzu: „Wie wir unser inneres Geschehen wie auch Außenwahrnehmung gewichten und ordnen, hängt von unseren Erfahrungen und unserem Persönlichkeitstyp ab.“ Doch unabhängig davon, ob man sich als Denk-, Empfindungs-, Gefühls- oder intuitiven Typ versteht, diszipliniert man als Individuum den inneren Zirkus. Der Mensch spult nicht einfach ein genetisches Programm ab oder wird durch neurologische Prozesse bestimmt, sondern das Kommando hat das Ich. Allan Guggenbühl ist seit 2002 Professor an der Pädagogischen Hochschule Zürich tätig. Außerdem fungiert er als Direktor des Instituts für Konfliktmanagement in Zürich. <span id="more-1790"></span></p>
<p><strong>Mit Tricks und Strategien versucht das Ich seine Macht zu bewahren</strong></p>
<p>Aus diesem Grund erlebt der Mensch das Denken als Eigenleistung. Er will sein Leben selbst gestalten und darum überlegt er, bevor er etwas tut. Mithilfe von Leitsätzen und Wissen verwandelt er die Kakofonie, die in ihm herrscht, in ein harmonisches Orchester. Allan Gegenbühl erläutert: „Es gilt, die inneren Bilder, andrängende Triebe, versteckte Wünsche und Emotionen einzudämmen. Mit Tricks und Strategien versucht das Ich, die Macht zu bewahren. Selbstkontrolle macht einen Menschen handlungsfähig.</p>
<p>Zivilisatorische Leistungen sind und waren nur möglich, weil der Mensch sich selbst steuern kann. Das Ich muss fähig sein, phasenweise private Wünsche und Anliegen zurückzustellen, damit ein kollektives Ziel erreicht wird. Nur dank dieser inneren Disziplinierung waren es Menschen möglich, die Pyramiden zu erbauen und Staatengemeinschaften zu gründen. Doch der Eindruck der Selbststeuerung ist trügerisch. Auch wenn ein Mensch überzeugt ist, sich selbst zu lenken, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass innere und äußere Faktoren mitsteuern. Nur merkt man das nicht. </p>
<p><strong>Die Beherrschung spontaner Impulse ist nicht einfach</strong></p>
<p>Die Selbststeuerung wird durch den sozialen Kontext beeinflusst. Die Eigenständigkeit des Ichs ist für Allan Guggenbühl eher ein Ideal als die Realität psychischen Lebens. Die Operationen des Denkens unterliegen nie ausschließlich der Eigenregie. Neben Emotionen und finsteren Mächten spielen auch kulturelle Codes eine Rolle. Die Menschen haben die Normen der Kultur, in die sie hineingewachsen und denen sie angehören, internalisiert. Im Denken und Verhalten spiegelt sich darum immer auch die Kultur, der man angehört.</p>
<p>Die Prägungen und die Sozialisation beeinflussen die Art, wie ein Mensch denkt. Die Selbstkontrolle muss auch in Situationen funktionieren, auf die man nicht vorbereitet ist. Die Gefahr ist, dass dann ein primitiver innerer Akteur das Zepter übernimmt. Die Beherrschung spontaner Impulse ist nicht einfach, weil ihr Ausleben immer eine hohe Attraktivität hat: Es ist anstrengend, den primitiven inneren Akteur im Inneren zu besänftigen. Dank der Fähigkeit zur Selbststeuerung entwickelt ein Mensch ein inneres Dispositiv. Mögliche Aktionen und Reaktionen der Mitmenschen sieht und interpretiert er gemäß diesem inneren Schema. Quelle: „Die vergessene Klugheit“ von Allan Guggenbühl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/selbstkontrolle-macht-einen-menschen-handlungsfaehig.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ohne Selbststeuerung lässt sich im Leben nichts erreichen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ohne-selbststeuerung-laesst-sich-im-leben-nichts-erreichen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/ohne-selbststeuerung-laesst-sich-im-leben-nichts-erreichen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 02:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Wille]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=1554</guid>

					<description><![CDATA[Joachim Bauer vertritt in seinem neuen Buch „Selbststeuerung“ die These, dass sich durch Selbststeuerung im Leben vieles erreichen lässt, ohne sie nichts. Allen Menschen ist die Fähigkeit angeboren, Selbststeuerung zu erlernen. Sie sorgt für eine ausgeglichene Balance zwischen der unmittelbaren Befriedigung von Bedürfnissen und dem Erreichen längerfristiger, höherstufiger Ziele. Die Selbststeuerung kann sogar niedergeschlagenen Menschen ... <a title="Ohne Selbststeuerung lässt sich im Leben nichts erreichen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ohne-selbststeuerung-laesst-sich-im-leben-nichts-erreichen.html" aria-label="Mehr Informationen über Ohne Selbststeuerung lässt sich im Leben nichts erreichen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Bauer vertritt in seinem neuen Buch „Selbststeuerung“ die These, dass sich durch Selbststeuerung im Leben vieles erreichen lässt, ohne sie nichts. Allen Menschen ist die Fähigkeit angeboren, Selbststeuerung zu erlernen. Sie sorgt für eine ausgeglichene Balance zwischen der unmittelbaren Befriedigung von Bedürfnissen und dem Erreichen längerfristiger, höherstufiger Ziele. Die Selbststeuerung kann sogar niedergeschlagenen Menschen einen Weg aus Stress, innerer Leere und dem Gefühl der Sinnlosigkeit weisen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer, der an der Universität Freiburg lehrt, beschreibt Selbststeuerung als Funktionen des menschlichen Stirnhirns. Die Philosophie nennt sie schlicht den freien Willen. Der tiefere Sinn der Selbststeuerung liegt darin, sein ganz eigenes, wahres Leben zu leben und zu sich selbst, zu seiner ureigenen Identität zu finden. Zum Selbst gehört es, einen Plan zu haben und auf dieser Basis etwas besonders Beglückendes zu tun, nämlich für sich eine eigene, ganz individuelle Zukunft zu entwerfen. <span id="more-1554"></span></p>
<p><strong>Der Mensch verfügt über einen freien Willen</strong></p>
<p>Joachim Bauer schreibt: „Ich werde nicht nur zeigen, dass wir Menschen – entgegen dem, was uns immer wieder weisgemacht werden soll – einen freien Willen haben, mit dem wir uns steuern und unser individuelles Selbst leben können.“ Außerdem möchte er auch den heilsamen Einfluss deutlich machen, der von einer intakten Selbststeuerung auf die Gesundheit eines Menschen ausgeht. Wo kein Selbst ist, kann es auch keine Selbststeuerung geben. Das Glück, sein Selbst zu fühlen, ist fast jedem Menschen widerfahren, auch wenn sich mancher gar nicht mehr erinnert.</p>
<p>Die Möglichkeiten zur Selbstbestimmung werden vielen Menschen nicht nur genommen, sie nehmen sie sich auch selbst. Weit mehr als erforderlich, unterwerfen sie sich dem Druck des Konformismus und der Anpassung an die vermuteten Erwartungen anderer. Es sollte eine Ziel dieser Menschen sein, ihre Freiheitsgrade zu erhöhen und ihre Selbstbestimmung zu stärken. Joachim Bauer weist darauf hin, dass Selbststeuerung nicht genussfeindliche Selbstkontrolle oder menschenverachtende Disziplin bedeutet. Ebenso wenig hat sie eine ungebremste Herrschaft von Affekten und Impulsen im Sinn.</p>
<p><strong>Momente gelungener Selbststeuerung haben einen hohen Lustfaktor</strong></p>
<p>Joachim Bauer beschreibt Selbststeuerung als ganzheitliche Selbstfürsorge und als Kunst, Impulse und deren Kontrolle miteinander zu verbinden. Menschen mit funktionierender Selbststeuerung erleben signifikant mehr Glück und weniger Leid, Angst und Depressivität als jene, denen sie fehlt. Dazu kommt, dass Momente gelungener Selbststeuerung einen hohen Lustfaktor haben. Dessen zentrale Aspekte sind die Vorwärtsentwicklung der eigenen Person, die Erschließung neuer Möglichkeitsräume und das Entstehen von Zukunft und Lebenssinn.</p>
<p>Das menschliche Bewusstsein verfügt über die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation unterschiedliche Verhaltensoptionen zu entwerfen, ihre jeweiligen Folgen zu antizipieren und sie gegeneinander abzuwägen. Die Aufgabe guter Selbststeuerung besteht darin, spontane Wünschen und Impulse gegen längerfristige Eigeninteressen abzuwägen. Die dadurch entstehenden Freiheitsgrade des Verhaltens sind das, was als freier Wille bezeichnet wird. Der Ort des freien Willens ist die reale Welt.</p>
<p><strong>Selbststeuerung<br />
Die Wiederentdeckung des freien Willens<br />
Joachim Bauer<br />
Verlag: Blessing<br />
Gebundene Ausgabe: 238 Seiten, 6. Auflage: 2015<br />
ISBN: 978-3-89667-539-2, 19,99 Euro</strong></p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/ohne-selbststeuerung-laesst-sich-im-leben-nichts-erreichen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
