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	<title>Schweigen &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Schweigen kann sehr vielfältig sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2023 02:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
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					<description><![CDATA[Schweigen hat im Zusammenhang mit Rache eine besondere Funktion. Reinhard Haller erklärt: „Es steht irgendwo zwischen Fantasieanregung und verübter Rache, zwischen Nährboden für Rachevorstellungen und einer ganz speziellen Form der Rache.“ Ähnlich wie beim Kränkungsthema, bei dem Schweigen genauso eine besondere Art des Kränkens wie auch Ausdruck des Gekränktseins sein kann, lässt sich durch Anschweigen ... <a title="Schweigen kann sehr vielfältig sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-schweigen-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Schweigen kann sehr vielfältig sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schweigen hat im Zusammenhang mit Rache eine besondere Funktion. Reinhard Haller erklärt: „Es steht irgendwo zwischen Fantasieanregung und verübter Rache, zwischen Nährboden für Rachevorstellungen und einer ganz speziellen Form der Rache.“ Ähnlich wie beim Kränkungsthema, bei dem Schweigen genauso eine besondere Art des Kränkens wie auch Ausdruck des Gekränktseins sein kann, lässt sich durch Anschweigen seiner Mitmenschen Rache ausüben oder betroffenes Schweigen als Reaktion auf eine Lieblosigkeit zeigen. Schweigen ist sehr vielfältig, es kann meditativ und ehrfürchtig, einfühlsam und betroffen, beredt und vielsagend, ängstlich und peinlich sein, aber auch entwertend und aggressiv. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-5026"></span></p>
<p><strong>Schweigen leugnet die Existenz eines Menschen</strong></p>
<p>Sehr häufig rächt man sich an Bezugs- und Kontaktpersonen, indem man sie nicht grüßt, ihnen nicht antwortet, sie keines Blickes würdigt und ihnen dadurch tiefe Verachtung angedeihen lässt. Reinhard Haller fügt hinzu: „Wenn der Mitmensch kein Wort mehr wert ist, soll durch das Schweigen zum Ausdruck gebracht werden, dass er gar nicht mehr existiert.“ Für Situationen, in welchen Individuen von ihren Mitmenschen nicht beachtet, nicht angesprochen oder ausgeschlossen werden, gibt es sogar einen Fachausdruck: Ostrazismus. </p>
<p>Dieser aus dem griechischen stammende Fachausdruck leitet sich vom Begriff für „Scherbengericht“ ab. Dieses war ursprünglich ein Ritual, bei dem die Bürger Athens einmal im Jahr die Namen von unliebsam gewordenen Bürgern auf Tonscherben schreiben konnten. Reinhard Haller ergänzt: „Hatte jemand 6.000 Stimmen gegen sich, musste er für fünf oder zehn Jahre in die Verbannung gehen, konnte aber sein Vermögen und seine Ehre behalten.“  In der empirischen Sozialpsychologie wurde dieses Begriffs für Prozesse der Ausgrenzung von Personen oder Gruppen und deren psychosozialen Folgen übernommen, später aber durch jenen des „Mobbings“ ersetzt. </p>
<p><strong>Anschweigen gehört zu den klassischen Methoden des Mobbings</strong></p>
<p>Der Ostrazismus ruft, so folgern manche Wissenschaftler, eine elementare Wut- und Trauer-Reaktion hervor, die sogar als Lebensgefahr gefühlt werden kann. Reinhard Haller blickt zurück: „Denn der Ausschluss aus der schützenden Gruppe sei für unsere Ur-Vorfahren einem Todesurteil gleichgekommen.“ Ostrazismus kann ein derart starkes Verlangen in einem Menschen wecken, dazu zu gehören und von irgendjemanden gemocht zu werde, dass die Fähigkeit schwindet, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. </p>
<p>Das geht sogar so weit, dass man sich von so ziemlich jeder Gruppe angezogen fühlt, die bereit ist, einen aufzunehmen – sogar von Sekten und Extremisten. Reinhard Haller stellt fest: „Welche schwere Rache Ostrazismus sein kann, zeigt sich in den Tatsachen, dass im alten Rom die Verbannung im Vergleich zur Todesstrafe als härter angesehen wurde und demonstratives Nichtbeachten durch Anschweigen zu den klassischen Methoden des Mobbings geworden ist.“ Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Opfer des Schweigens hat keine Chance</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Oct 2021 01:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Opfer]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
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					<description><![CDATA[Für ein Opfer wäre es leichter auszuhalten, wenn es von anderen kritisiert, beschimpft oder beleidigt werden würde. Denn selbst kränkende Zuwendungen sind nicht so verletzend wie der Stachel des Schweigens. Sogar Schimpfen und Streiten sind erträglicher als die eisige Missachtung. Reinhard Haller betont: „Schweigen bedeutet Schuldzuweisung, Anklage und Verurteilung in einem. Dies ohne Möglichkeit der ... <a title="Das Opfer des Schweigens hat keine Chance" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-schweigen.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Opfer des Schweigens hat keine Chance">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für ein Opfer wäre es leichter auszuhalten, wenn es von anderen kritisiert, beschimpft oder beleidigt werden würde. Denn selbst kränkende Zuwendungen sind nicht so verletzend wie der Stachel des Schweigens. Sogar Schimpfen und Streiten sind erträglicher als die eisige Missachtung. Reinhard Haller betont: „Schweigen bedeutet Schuldzuweisung, Anklage und Verurteilung in einem. Dies ohne Möglichkeit der Rechtfertigung, der Berufung oder der Wiedergutmachung. Das Opfer des Schweigens hat keine Chance.“ Werden äußere und viel mehr noch innere Konflikte nicht zu Wort gebracht, entwickelt sich eine ungeheure Dynamik mit der Entfachung aggressiver Emotionen und der Anstachelung negativer Fantasien. Diese beziehen sich zunächst auf das Verhalten des Schweigenden, auf seine vermuteten Motive und möglichen Beweggründe. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3031"></span></p>
<p><strong>Schweigen ist eine besondere Form der seelischen Gewalt</strong></p>
<p>Danach entfernen sie sich immer weiter vom Boden der Realität und nehmen nahezu paranoiden Charakter an. Die Gnadenlosigkeit des Schweigens verhindert jegliche Korrektur und sämtliche Relativierungen. Später schlagen die durch die Sprachlosigkeit angestachelten Vorstellungen in Zorn und Aggression um. Der Schweiger wird zum verständnislosen Tyrannen, zum herzlosen Gegner, zum grausamen Feind hochstilisiert. In hilfloser Ohnmacht braut sich ein explosives Gemisch aus negativen Emotionen, und überkochenden Effekten der Enttäuschung, der Wut und des Hasses zusammen. </p>
<p>Sofern sich der Druck nicht gegen die eigene Person wendet und zu psychosomatischen Störungen, Depressionen und Suizidalität führt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zur Katastrophe kommt. Reinhard Haller erläutert: „Die Verweigerung des Dialogs ist eine besondere Form der seelischen Gewalt, ein hochgradig perverser Kommunikationsstil.“ Die Analytikerin und Familientherapeutin Marie-France Hirigoyen nennt dieses Schweigen eine der vielen Masken der Niedertracht.  </p>
<p><strong>Sprechen bedeutet den Abbau von Aggressionen</strong></p>
<p>Wenn es dann tatsächlich zur Katastrophe kommt, bersten alle Kräfte. Es gibt keine Sicherung und keine Kontrolle mehr. Der Vulkan der angestauten Aggression macht vor nichts mehr halt. Die Wucht der bösen Emotion setzt sich über alles hinweg: über Mitleid, über die Tötungshemmung, selbst über den Moralinstinkt. Der Mensch ist ein sprechendes Wesen. Nichts unterscheidet ihn so sehr von anderen Lebewesen wie die Fähigkeit, das Denken und Fühlen in Worte zu kleiden und Konflikte zur Sprache zu bringen. </p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Werden psychotherapeutische Techniken miteinander verglichen, ergibt sich eine durchgehende Gemeinsamkeit: verschattete Anteile des Unbewussten zu beleuchten, verdrängte Gedanken und Ideen zuzulassen, tabuisierte Probleme zu erörtern – und Unausgesprochenes zur Sprache zu bringen.“ Sprechen bedeutet Abbau von Aggressionen, die Verwendung des Wortes hemmt das Ausufern der Fantasie. Der Dialog entzieht dem Bösen eine seiner giftigen Wurzeln. Schweigen ist in vielen Fällen tatsächlich ein Akt von unbarmherziger, zermürbender Gewalt. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Schweigen kann tödlich sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2021 01:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
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					<description><![CDATA[Schweigen gilt gemeinhin als Tugend und gegenüber dem Silber der Rede als sprichwörtliches Gold. Wie kann es dann aber im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein? Reinhard Haller stellt fest: „Da wir in einer Welt der Worte leben, hat das Schweigen eine besondere Bedeutung. Durch Schweigen kann man auch antworten. Schweigen ist, wenn man so ... <a title="Schweigen kann tödlich sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/schweigen-kann-toedlich-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Schweigen kann tödlich sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schweigen gilt gemeinhin als Tugend und gegenüber dem Silber der Rede als sprichwörtliches Gold. Wie kann es dann aber im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein? Reinhard Haller stellt fest: „Da wir in einer Welt der Worte leben, hat das Schweigen eine besondere Bedeutung. Durch Schweigen kann man auch antworten. Schweigen ist, wenn man so will, eine spezielle Form des Miteinander-Redens und hat eine besondere kommunikative Qualität.“ Im Schweigen kann man tiefe Gefühlszustände erleben und ohne Worte viel sagen. Schweigendes Kommunizieren kann ein Ausdruck höchster Vertrautheit sein. Schweigen kann aber auch zur tödlichen Waffe werden. Aggressives Schweigen heißt, den anderen zu ignorieren, ihn auszublenden, ja seine Existenz zu verleugnen. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2885"></span></p>
<p><strong>Schweigen kann zur Wurzel des Bösen mutieren</strong></p>
<p>Geschwiegen wird aus Unsicherheit und Angst, aus Vorsicht und Misstrauen, aus Zurückhaltung und Respekt. Schweigen wird zur Buße oder als Strafe verhängt, es dient dem Schutz der Vertraulichkeiten oder der Aussageverweigerung, es kann erzwungen oder freiwillig sein. Durch Gerichtsurteile werden manche Menschen zum Schweigen verurteilt, andere durch Mächtige zum Schweigen gebracht, wieder andere erlegen sich selbst durch ein Schweigegelübde ein permanentes oder vorübergehendes Sprechverbot auf. </p>
<p>Schweigen kann situationsbedingt erforderlich sein und bedeutet oft eine gesteigerte Aufmerksamkeit. Reinhard Haller warnt: „Verhängnisvoll wird das Schweigen dann, wenn es zur Verweigerung des Dialogs eingesetzt wird. Die Tugend des Schweigens mutiert somit zu einer wichtigen Wurzel des Bösen.“ Schweigen bedeutet dann, den anderen nicht zu beachten und nicht ernst zu nehmen, sich für seine Gedanken nicht zu interessieren und ihm den Wert des Wortes vorzuenthalten. Wenn man dem anderen kein Wort mehr gönnt, drückt dies aus, dass er keinen Wert hat oder gar nicht existiert. </p>
<p><strong>Jeder Konflikt wird durch Schweigen verschärft</strong></p>
<p>Während sich der andere bei der offenen Kommunikation ernst genommen sieht, fühlt er sich durch Verweigern des Dialogs gelähmt und hilflos. Er kann sein Ansichten nicht kundtun, keine Lösungsvorschläge unterbreiten und keine Rechtfertigungen geben. Selbst das jedem Angeklagten zugestandene Recht, angehört zu werden, wird verweigert. Dies löst beim Opfer generelle Verunsicherung, in der Anfangsphase auch Schuldgefühle aus, später dann den Wunsch, sich zur Wehr setzen zu wollen. </p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Jeder Konflikt wird durch Schweigen verschärft, bewirkt das Aufkommen negativer Gedanken und fördert die Ausgestaltung destruktiver Fantasien.“ Das Opfer setzt sich gegen die Ablehnungen und Kränkungen zur Wehr, es will seinen Standpunkt hinausschreien und den Schweigenden zum Zuhören zwingen. Der Mensch als sprechendes Wesen will Worte der Erklärung, Worte des Verständnisses oder solche der Entschuldigung. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt auch ein Lügen durch Schweigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2020 05:40:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
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					<description><![CDATA[Verantwortlich sind Menschen nicht nur für das, was sie tun, sondern auch für das, was sie unterlassen. Dafür wollen aber die wenigsten Verantwortung übernehmen. Als Beispiel nennt Reinhard K. Sprenger das Thema „Ehrlichkeit“. Vielen Menschen ist sie wichtig und gilt als wesentliche Voraussetzung für vertrauensvolles Zusammenleben. Sie meinen damit aber meistens eine Haltung, die etwa ... <a title="Es gibt auch ein Lügen durch Schweigen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-auch-ein-luegen-durch-schweigen.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt auch ein Lügen durch Schweigen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Verantwortlich sind Menschen nicht nur für das, was sie tun, sondern auch für das, was sie unterlassen. Dafür wollen aber die wenigsten Verantwortung übernehmen. Als Beispiel nennt Reinhard K. Sprenger das Thema „Ehrlichkeit“. Vielen Menschen ist sie wichtig und gilt als wesentliche Voraussetzung für vertrauensvolles Zusammenleben. Sie meinen damit aber meistens eine Haltung, die etwa mit „Du sollst nicht lügen!“ zu umschreiben wäre. Reinhard K. Sprenger präzisiert: „Das meint: Informationen nicht willkürlich zum eigenen Vorteil manipulieren, Tatsachen nicht bewusst falsch darstellen, auf Fragen nach bestem Wissen und Gewissen antworten.“ Das ist aber lediglich die „passive“ Seite der Ehrlichkeit. Die ist billig. Es gibt nämlich auch ein Lügen durch Schweigen. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-2221"></span></p>
<p><strong>Für das Schweigen will niemand verantwortlich sein</strong></p>
<p>Man lügt auch, wenn man deutlich spürt, dass man dem anderen etwas mitteilen müsste, weil er sonst glaubt, alles sei in Ordnung, oder weil er sonst von falschen Voraussetzungen ausgeht. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Ich lüge, wenn ich schweige, obwohl mir klar ist, dass meine Aussage dem anderen helfen würde oder dass der andere durch mein Schweigen Nachteile haben könnte.“ Es gibt also eine „aktive“ Ehrlichkeit, die das Wort ergreift, ohne ausdrücklich gefragt zu werden, und die Stellung bezieht, ohne aufgefordert zu werden.</p>
<p>Aber für das Schweigen will fast niemand verantwortlich sein. Deshalb sucht man nach Entlastung. Die bietet sich erstens immer, wenn man sich auf die moralisch „gute“ Seite schlagen kann. Man wendet das Problem nach außen, beschuldigt den anderen: „Der ist immer so nachtragend!“, „Die ist doch sofort eingeschnappt!“ Die Feigheit verbirgt sich hinter Beschuldigung. Oder man lügt zweitens das Schweigen ins Positive um: „Aber ich muss den anderen doch schonen!“ Aber jemanden schonen heißt nicht mehr und nicht weniger als jemanden zu entmündigen.</p>
<p><strong>Ungute Gefühle sollen nicht aufgestaut werden</strong></p>
<p>In einem solchen Fall stellen sich Menschen über einen anderen und entscheiden für ihn, was zumutbar ist für ihn und was nicht. Sie verlassen die Ebene der Gleichberechtigung, der Mündigkeit. Dadurch macht man den anderen zum Kind beziehungsweise zum Greis. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Es verletzt die Menschenwürde, wenn Sie einem Menschen die Fähigkeit, Verantwortung zu tragen, wegnehmen oder diese Fähigkeit in entmündigender Weise mindern.“ In Wirklichkeit wollen solche Menschen weniger den anderen, als sich selbst schonen.</p>
<p>Vielleicht leidet ein Mensch sogar selbst lieber unter dem Verhalten eines anderen, der es möglicherweise problemlos ändern könnte, wenn man nur einmal darüber sprechen würde. Aber dann könnte er den anderen nicht mehr heimlich abwerten oder gar beschimpfen. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Die Bereitschaft, Leiden zu ertragen, ist verbreiteter als die Fähigkeit, das Übel zu beseitigen.“ So kommt es zum Beispiel bei vielen Paaren zu Trennungen, weil ein oder beide Partner ihre unguten Gefühle aufstauen. Quelle: „Die Entscheidung liegt bei dir!“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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