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	<title>Schizophrenie &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Der Schizophrene zweifelt an seinem Ich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Aug 2024 01:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schizophrenie]]></category>
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					<description><![CDATA[Manfred Lütz weiß: „Die Verunsicherung des Ich vom Kern her, die Unfähigkeit, mit diesem Ich Wichtiges von Unwichtigem und unterscheiden, und daher das Gefühl, der Fülle der Eindrücke, die man empfängt, hilflos ausgeliefert zu sein, das ist die Grundstörung bei der Schizophrenie.“ Schizophrenie ist also keine „Persönlichkeitsspaltung“, wie man manchmal hören kann, weil es – ... <a title="Der Schizophrene zweifelt an seinem Ich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-schizophrenie.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Schizophrene zweifelt an seinem Ich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manfred Lütz weiß: „Die Verunsicherung des Ich vom Kern her, die Unfähigkeit, mit diesem Ich Wichtiges von Unwichtigem und unterscheiden, und daher das Gefühl, der Fülle der Eindrücke, die man empfängt, hilflos ausgeliefert zu sein, das ist die Grundstörung bei der Schizophrenie.“ Schizophrenie ist also keine „Persönlichkeitsspaltung“, wie man manchmal hören kann, weil es – aus dem Griechischen übersetzt – „Seelenspaltung“ heißt. So etwas wäre eher eine „Multiple Persönlichkeit“. Schizophrenie ist etwas anderes: Jeder weiß normalerweise, was es heißt, wenn er „Ich“ sagt. Genau das aber ist dem Schizophrenen zweifelhaft geworden. Was ist er selbst, was macht seine Umwelt? Manfred Lütz hat Medizin, Theologie und Philosophie in Bonn und Rom studiert. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Autor zahlreicher Bestseller. <span id="more-5593"></span></p>
<p><strong>Schizophrene können manchmal ihre Gedanken laut hören</strong></p>
<p>Sind die Stimmen, die er und nur er hört, die seine Handlungen kommentieren, ihm Befehle erteilen oder die miteinander über ihn reden, Stimmen von ihm selbst oder in Wahrheit Stimmen von anderen? Manfred Lütz fügt hinzu: „Sind seine Gedanken, die er sogar manchmal laut hören kann, seine eigenen Gedanken oder sind sie in Wirklichkeit von außen eigegeben? Und können umgekehrt seine eigenen Gedanken von anderen gehört werden oder gar durch andere ihm entzogen werden?“</p>
<p>Ist er noch Herr im eigenen Haus oder wird der eigene Wille in Wahrheit fremdgesteuert? Sind seine körperlichen Gefühle von außen – durch Strahlen oder Ähnliches – gemacht und daher gar nicht seine eigenen Gefühle? Sind nicht irgendwelche Leute hinter ihm her, steht ihm nicht der sichere Tod bevor? Sind die Dinge, die er wahrnimmt, irgendwie alle auf ihn bezogen? Manfred Lütz stellt fest: „Für einen akut schizophrenen Erkrankten sind all das keine Fragen. Es sind Gewissheiten.“ Eine solche durch Argumente unkorrigierbare Gewissheit nennt man Wahn.</p>
<p><strong>Etwa 1 Prozent der Menschen sind irgendwann in ihrem Leben mal schizophren</strong></p>
<p>Der akute schizophrene Schub ist für den betreffenden Menschen anstrengend und existenziell erschütternd. Deswegen werden auch seine existenziell tiefsten Überzeugungen bei dieser Erkrankung aufgerufen. Manfred Lütz erläutert: „Daher sind religiöse Themen nicht selten. Das heißt nicht, dass die Religion jemanden in die Schizophrenie treiben kann, sondern dass diese Erkrankung sich solche Inhalte sucht.“ Da meint dann jemand, der nie viel mit der Kirche am Hut gehabt hat, er sei Gott oder Christus oder der Papst.</p>
<p>In einem weniger religiös geprägten Umfeld werde sich Schizophrene andere Inhalte suchen. Die Krankheit selbst ist von solchen Inhalten und auch von sonstigen gesellschaftlichen Einflüssen weitgehend unabhängig. Manfred Lütz erklärt: „Man hat festgestellt, dass in allen Kulturen von Europa bis in die Südsee der Prozentsatz an Schizophrenen ungefähr gleich ist: Etwa 1 Prozent der Menschen sind irgendwann in ihrem Leben mal schizophren. Das ist eigentlich ziemlich viel.“ Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Manchmal töten Kinder ein Elternteil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2021 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Schizophrenie]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard Haller weiß: „Tötungen eines Elternteils durch Kinder haben einen ganz anderen psychologischen Hintergrund als sonstige Fälle von Mord, Totschlag oder Körperverletzungen mit tödlichem Ausgang.“ In allen Fällen weisen die Täter erhebliche psychische Probleme auf, meist liegt zudem eine pathologische Familiensituation vor. Nach internationalen Untersuchungen ist die Hälfte jener Kinder, die ein Elternteil töten, psychisch ... <a title="Manchmal töten Kinder ein Elternteil" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-toetung-eines-elternteils.html" aria-label="Mehr Informationen über Manchmal töten Kinder ein Elternteil">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Haller weiß: „Tötungen eines Elternteils durch Kinder haben einen ganz anderen psychologischen Hintergrund als sonstige Fälle von Mord, Totschlag oder Körperverletzungen mit tödlichem Ausgang.“ In allen Fällen weisen die Täter erhebliche psychische Probleme auf, meist liegt zudem eine pathologische Familiensituation vor. Nach internationalen Untersuchungen ist die Hälfte jener Kinder, die ein Elternteil töten, psychisch krank, meist leiden sie an einer Schizophrenie. Beim Großteil der restlichen Fälle liegen jahrelange Konfliktsituationen vor, in welchen sich das erwachsen gewordene Kind sich in einer Art Notwehr oder auch als Rache zu Tötung hinreißen lässt. Gerade bei der Tötung des Vaters durch den Sohn spielen auch tiefenpsychologische Ursachen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3162"></span></p>
<p><strong>Die Vatertötung war früher hoch sanktioniert</strong></p>
<p>Der allgemeine Begriff Parrizid bedeutet Tötung eines Elternteils und kann unterteilt werden in Patrizid (Tötung des Vaters) und Matrizid (Tötung der Mutter). Derartige Taten sind relativ selten und umfassen etwa zwei bis drei Prozent aller Tötungsdelikte. Reinhard Haller stellt fest: „Wegen des religiös und kulturell bedingt starken Schutzprivilegs, das Vater und Mutter in unserer Tradition genießen, ist von einer besonders hohen Hemmschwelle für aggressive Handlungen gegen die Eltern auszugehen.“ </p>
<p>Umso mehr erschrecken Tötungshandlungen an den eigenen Eltern, weshalb immer intensiv nach psychischen Störungen, durch welche die Hemmschwelle gegen den Angriff auf die Eltern unterminiert wurde, gefahndet wird. Das Strafrecht hat die Vatertötung in früheren Zeiten sehr hoch sanktioniert. Erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die besondere Situation der Täter von den Gerichten entsprechend berücksichtigt und die Prüfung eines entschuldigenden Notstands oder einer psychischen Beeinträchtigung zum Zeitpunkt der Tat angeregt. </p>
<p><strong>Elternmörder sind in der Regel gut gebildet</strong></p>
<p>Obwohl 85 Prozent der Täter, die einen Elternteil töten, männlichen Geschlechts sind, unterscheiden sich diese in vielen Bereichen deutlich von der Großzahl anderer, besonders jugendlicher Gewalttäter. Reinhard Haller erläutert: „Während Letztere oft durch verschiedenartige Formen von Delinquenz, durch Verwahrlosung oder dissoziale Verhaltensweisen auffallen, weisen Elternmörder in ihrer Vorgeschichte keine Vorverurteilungen und kaum asoziale Züge auf.“</p>
<p>Sie stammen meist aus höheren sozialen Schichten als der Großteil delinquenter Jugendlicher und Heranwachsender und sind in der Regel gut gebildet. Beim Patrizid und Matrizid finden sich im Detail unterschiedliche Motive. Meist lässt sich jedoch für beide Formen ein Ursachenbündel aus Angst, Rache und Flucht beziehungsweise Befreiungswünschen feststellen. Selbst bei psychotisch motivierten Parriziden sind diese Zusammenhänge häufig zu erkennen. Bis zu 60 Prozent aller Elterntötungen werden von psychotischen Kindern begangen, umgekehrt betreffen 20 bis 34 Prozent aller Tötungen psychokranker Menschen einen Elternteil. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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