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	<title>Rotraud A. Perner &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Große räumliche Distanzen hält nicht jede Partnerschaft aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2015 14:18:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rotraud A. Perner]]></category>
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					<description><![CDATA[Sich vertragen heißt Verträge schließen, und: Verträge sind einzuhalten. Ein Vertragsbruch ist unehrenhaft. Vertragstreue auch unter widrigen Bedingungen ist hoch ehrenvoll. Kinder brauchen Sicherheit, Bindung, Stabilität, personell, aber auch räumlich. Auch Partnerschaften brauchen genau das, allerdings sind sie modifizierbar. Rotraud A. Perner ergänzt: „Nur hält nicht jede Beziehung große räumliche und zeitliche Distanzen aus; je ... <a title="Große räumliche Distanzen hält nicht jede Partnerschaft aus" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/grosse-raeumliche-distanzen-haelt-nicht-jede-partnerschaft-aus.html" aria-label="Mehr Informationen über Große räumliche Distanzen hält nicht jede Partnerschaft aus">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sich vertragen heißt Verträge schließen, und: Verträge sind einzuhalten. Ein Vertragsbruch ist unehrenhaft. Vertragstreue auch unter widrigen Bedingungen ist hoch ehrenvoll. Kinder brauchen Sicherheit, Bindung, Stabilität, personell, aber auch räumlich. Auch Partnerschaften brauchen genau das, allerdings sind sie modifizierbar. Rotraud A. Perner ergänzt: „Nur hält nicht jede Beziehung große räumliche und zeitliche Distanzen aus; je größer der Abstand wird, desto eher kann sich etwas Fremdes dazwischenschieben und Ursprüngliches verdrängen oder zerstören.“ Was eine Partnerschaft aber gar nicht aushält, ist das Auseinanderdriften von Wertvorstellungen. Zum Beispiel bei der Frage: „Wo läuft die Grenze zwischen der Treue zu sich und Treue zu anderen.“ Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Eines ihrer zahlreichen Bücher heißt  „Die reuelose Gesellschaft“ und ist im Residenz Verlag erschienen. <span id="more-950"></span></p>
<p><strong>Verträge dürfen nicht einseitig gebrochen werden</strong></p>
<p>Eine solche Frage gehört privat besprochen, was aber in einer Partnerschaft in den aller seltensten Fällen geschieht. Es heißt: „Ich will mir alles offenlassen.“ Aber das ist für Rotraud A. Perner kein Widerspruch zu einer verbindlichen Absprache: Das eine ist der Rahmen, das andere ein konkretes Detail eines Bildes, das man miteinander abgeben will. Rotraud A. Perner erklärt: „Treue als Vertragstreue bedeutet in meiner Interpretation, dass man einen Vertrag nicht einseitig bricht, sondern ihn gegebenenfalls gemeinsam verändert.“</p>
<p>Dazu gehören auch die Möglichkeiten der Vereinbarung einer Aufhebung auf Zeit wie auch der kompletten Auflösung. Und es gibt auch stillschweigende Vereinbarungen, an die man sich halten sollte. Das Gefühl der Reue ist bei dieser Veränderungsabsicht hilfreich. Es darf reuen, wenn sich die Situation – die äußere oder auch innere – geändert hat und man sich deshalb nicht wohl in seiner Haut fühlt. Dieses Gefühl des Leidens soll sogar spürbar werden, damit die jeweils anderen erkennen können, dass man nicht aus Verantwortungslosigkeit verschwinden will.</p>
<p><strong>Viele junge Menschen leben in einem Vakuum</strong></p>
<p>In einem solchen Fall kann man das Vereinbarte nicht einhalten, ohne sich selbst zu verraten. Das sind dann die Augenblicke, wo sichtbar wird, ob Respekt nur eine Phrase ist oder wirklich gelebt wird. In der gegenwärtigen reuelosen Gesellschaft wird laut Rotraud A. Perner Verträge ihre Verbindlichkeit, oft sogar ihre Sinnhaftigkeit abgesprochen. Vor allem viele junge Menschen bewegen sich in einem Vakuum, was ihre ethisch-moralische Orientierung angeht. Sie lehnen die ethischen Forderungen der Gesellschaft als Eingriff in ihre persönliche Freiheit ab.</p>
<p>Die jungen Menschen glauben, dass ihre Rechte als Individuen das Recht einschließen, ihre eigenen Wertvorstellungen zu entwickeln. Aber sie können nicht erklären, was das bedeuten soll, außer der Freiheit, zu tun, was sie wollen. Das gleiche gilt aber auch für viele nicht mehr so junge Menschen. Auch sie nehmen sich das Recht heraus, zu tun was sie wollen, Gesetze zu brechen, Verträge zu ignorieren, Menschen zu schaden. Sie vertrauen auf die vielen Möglichkeiten, sich der Verantwortung wie auch dem staatlichen Zugriff zu entziehen. Quelle: „Die reuelose Gesellschaft“ von Rotraud A. Perner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Selbstbehauptung der inneren Wahrheit zeugt von Ehre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2015 09:47:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rotraud A. Perner]]></category>
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					<description><![CDATA[Zur ultimativen Aufklärung zählt Rotraud A. Perner nicht nur das Nachforschen, wer aus bestimmten Aktionen und Konstellationen welchen Gewinn ziehen will und wird, sondern auch, welche Werte damit verwirklicht werden. Manche Berufe verlangen von ihren Angehörigen Eide, mit denen sie sich darauf verpflichten, darauf zu achten, keinen Schaden anzurichten, Verschwiegenheit zu bewahren oder auch sich ... <a title="Die Selbstbehauptung der inneren Wahrheit zeugt von Ehre" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-selbstbehauptung-der-inneren-wahrheit-zeugt-von-ehre.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Selbstbehauptung der inneren Wahrheit zeugt von Ehre">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zur ultimativen Aufklärung zählt Rotraud A. Perner nicht nur das Nachforschen, wer aus bestimmten Aktionen und Konstellationen welchen Gewinn ziehen will und wird, sondern auch, welche Werte damit verwirklicht werden. Manche Berufe verlangen von ihren Angehörigen Eide, mit denen sie sich darauf verpflichten, darauf zu achten, keinen Schaden anzurichten, Verschwiegenheit zu bewahren oder auch sich ihren Erziehungs- oder Fürsorgeunterworfnenen nicht sexuell zu nähern. Man spricht in diesen Fällen von Ethikrichtlinien oder auch von Standesehre. Ehre oder auch Würde sind heute aber vielfach als Werte verloren gegangen. Unter Ehre versteht Rotraud A. Perner nicht bloß als Anspruch auf Ehrerbietung oder Ehrungen, sondern als Kern der Selbstachtung und Selbstbehauptung der inneren Wahrheit. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Eines ihrer aktuellen Bücher heißt „Die reuelose Gesellschaft“ und ist im Residenz Verlag erschienen. <span id="more-918"></span></p>
<p><strong>Die Gleichgültigkeit bedroht die Demokratisierung</strong></p>
<p>Wenn Jugendliche oder Erwachsene ihre Ehre verteidigen, stößt das auf ein begriffliches Vakuum. Die Reaktionen sind einerseits Bewunderung, andererseits auch Ablehnung, dort nämlich, wo man sich in Konkurrenz und potenziell unterlegen fühlt. Christopher Lasch (amerikanischer Historiker und Sozialkritiker) schreibt: „Demokratie verlangt auch eine vitalere Ethik als Toleranz. Toleranz ist eine wichtige Qualität, aber sie ist nur der Anfang der Demokratie, nicht ihr Endzweck. In unserer Zeit ist die Demokratisierung stärker durch Gleichgültigkeit bedroht als durch Intoleranz und Aberglauben.“</p>
<p>Viele Menschen sind allzu geübt darin geworden, Ausreden für sich selbst – und schlimmer noch: für die Benachteiligten – zu erfinden. Sie sind so sehr damit beschäftigt, ihre Rechte zu verteidigen, dass sie kaum einen Gedanken auf ihre Verantwortung und ihre Pflichten verschwenden. Sie sagen selten, was sie denken, aus Angst, Anstoß zu erregen. Sie sind fest entschlossen, jede und jeden zu respektieren, haben aber dabei vergessen, dass Respekt verdient werden muss. Für Christopher Lasch ist Respekt nicht nur ein anderes Wort für Toleranz oder Akzeptanz.</p>
<p><strong>Missstände müssen angesprochen werden</strong></p>
<p>Christopher Lasch erklärt: „Respekt ist das, was wir angesichts bewunderungswerter Leistungen, bewundernswert geformter Charaktere oder gut genutzter Gaben empfinden. Respekt bedeutet die Fähigkeit zu differenzierter Urteilsfähigkeit, nicht undifferenzierter Akzeptanz.“ Andere zu schonen, indem man ihnen die eigene Wahrheit nicht zumutet, ist unehrenhaft. Das ist nicht Trägheit oder Hochmut, sondern einfach unehrlich. Auch Christopher Lasch kritisiert, dass diejenigen, die soziale Verantwortung im Munde führen, sich scheuen, Verantwortung einzufordern.</p>
<p>Ein fehlgeleitetes Mitgefühl degradiert die Opfer, indem es sie auf Objekte der Bemitleidung reduziert, und es degradiert auch die Möchtegern-Wohltäter, die ihre Mitbürger lieber bemitleiden, statt sie an überpersönlichen Maßstäben zu messen, deren Erfüllung ihnen ein Recht auf Achtung verleihen würde. Wenn man etwas bemerkt, das man nicht in Ordnung findet und das verbessert werden sollte, und man kann oder will nicht selbst tätig werden, so wird dies erst ehrenhaft, wenn beides ausgesprochen wird, denn sonst nimmt man dem anderen die Chance der Entscheidung, selbst tätig zu werden. Quelle: „Die reuelose Gesellschaft“ von Rotraud A. Perner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nur wenige können ihre Lebensphilosophie klar formulieren</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/nur-wenige-koennen-ihre-lebensphilosophie-klar-formulieren.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2015 08:15:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rotraud A. Perner]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Soziologieprofessor Gerhard Schulze erklärt: „Das Wissen um die normativen Botschaften stilistischer Elemente bleibt im Alltagsleben fast immer unterhalb der Ebene des Bewusstseins und des expliziten sprachlichen Ausdrucks. Im Stil werden Lebensphilosophien zur unterschwellig gespürten Atmosphäre.“ Er spricht damit die unbewussten Imitationen an, die alle Menschen vollführen. Rotraud A. Perner ergänzt: „Außer wir üben uns ... <a title="Nur wenige können ihre Lebensphilosophie klar formulieren" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/nur-wenige-koennen-ihre-lebensphilosophie-klar-formulieren.html" aria-label="Mehr Informationen über Nur wenige können ihre Lebensphilosophie klar formulieren">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Soziologieprofessor Gerhard Schulze erklärt: „Das Wissen um die normativen Botschaften stilistischer Elemente bleibt im Alltagsleben fast immer unterhalb der Ebene des Bewusstseins und des expliziten sprachlichen Ausdrucks. Im Stil werden Lebensphilosophien zur unterschwellig gespürten Atmosphäre.“ Er spricht damit die unbewussten Imitationen an, die alle Menschen vollführen. Rotraud A. Perner ergänzt: „Außer wir üben uns in Selbstwahrnehmung, dann fällt einem oft auf, wen man gerade nachspielt.“ Gerhard Schulze fährt fort: „Stilsyndrome wie Rocker, Alternative, Familienväter, Hausfrauen, Emanzen, Bankangestellte, Yuppies oder aus der Mode gekommene Figuren wie Hippies, 68er, Halbstarke, Salonlöwen – sie alle haben auch die Bedeutung verschiedener Lebensphilosophien.“ Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Eines ihrer aktuellen Bücher heißt „Die reuelose Gesellschaft“ und ist im Residenz Verlag erschienen. <span id="more-861"></span><span id="more-141332"></span></p>
<p><strong>Stilsyndrome der Herrschaft und Überlegenheit dominieren</strong></p>
<p>Wenn Rotraud A. Perner nachsinnt, welche solcher Stilsyndrome gegenwärtig medial präsentiert werden, fällt ihr auf, dass Formen von Überlegenheit und Herrschaft dominieren und Wertschätzung erfahren, während die, als Gegenbilder eher belächelten, Formen des Verzichts auf Macht oder auch Protestes dagegen nur zum Kontrast und nur als Randerscheinungen vorkommen. Und ihr fällt auf, dass zumindest derzeit Personen fehlen, die, ohne Wahlkampfreden zu halten, klar Position zu ihrer Verantwortung beziehen.</p>
<p>Für die Medienleute dagegen ist es fast schon zum Sport geworden, mit Rücktrittsforderungen, egal wie berechtigt oder unberechtigt diese sind, Verantwortung einzufordern. Gerhard Schulze weist auf die üblichen Abwehrhaltungen hin, die damit verbunden sind: „Für andere mögen diese Lebensphilosophien unverständlich bleiben; oft wird das Verständnis durch Mauern der Distinktion geradezu verweigert. Aber die Insider spüren, welche Werte sie symbolisch ausdrücken, wenn auch nur wenige in der Lage sind, auf Anhieb ihre Lebensphilosophie klar zu formulieren.“</p>
<p><strong>Vertikale Mobilität wird medial vorbildhaft präsentiert</strong></p>
<p>Wenn Rotraud A. Perner sucht, welche Personen medial vorbildhaft präsentiert werden, kann man die derzeit dominierenden Werte erkennen: „Vertikale Mobilität, das bedeutet im jeweiligen System an die Spitze zu kommen, und Beharrungsvermögen, also gegen Angriffe siegreich zu bleiben.“ Wenn man untersucht, auf welchen Wegen Spitzenleute zur Darstellung gelangen, dann werden diese Wege entweder von eigenen Öffentlichkeitsarbeitern geebnet oder die Personen stehen in einem Wettkampf um Führungsämter und sind Teil der Tagesberichterstattung.</p>
<p>Aufgrund von Leistung oder Persönlichkeit allein wird kaum jemand vorgestellt – außer in einer Serie beispielsweise über bestimmte Berufe oder Krankheiten werden passende Zeugen gesucht oder jemand rebelliert gegen Autoritäten, bevorzugt die römisch-katholische Kirche, denn dann kann man sich von eigenen Bedürfnissen des Widerstands reinigen. Zur ultimativen Aufklärung zählt Rotraud A. Perner nicht nur das Nachforschen, wer aus bestimmten Aktionen und Konstellationen welchen Gewinn ziehen will und wird, sondern auch, welche Werte damit verwirklicht werden. Quelle: „Die reuelose Gesellschaft“ von Rotraud A. Perner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen wissen nicht um den Schmutz in ihrer Seele</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/viele-menschen-wissen-nicht-um-den-schmutz-in-ihrer-seele.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2015 10:57:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rotraud A. Perner]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[Rotraud A. Perner kritisiert, dass leider die meisten Menschen auf die reinigende Kraft der Schuldverschiebung vertrauen. Der Psychologe Thomas Kornbichler mahnt: „Viele wissen nicht um den Schmutz in der eigenen Seele und projizieren ihn deshalb fanatisch auf ihre Feindobjekte.“ Denn das ist die Funktion von Feindbildern: Man kann ihnen leichter Schuld andichten als Nahestehenden, die ... <a title="Viele Menschen wissen nicht um den Schmutz in ihrer Seele" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/viele-menschen-wissen-nicht-um-den-schmutz-in-ihrer-seele.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele Menschen wissen nicht um den Schmutz in ihrer Seele">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rotraud A. Perner kritisiert, dass leider die meisten Menschen auf die reinigende Kraft der Schuldverschiebung vertrauen. Der Psychologe Thomas Kornbichler mahnt: „Viele wissen nicht um den Schmutz in der eigenen Seele und projizieren ihn deshalb fanatisch auf ihre Feindobjekte.“ Denn das ist die Funktion von Feindbildern: Man kann ihnen leichter Schuld andichten als Nahestehenden, die einen zur Rechenschaft ziehen könnten. Da wird meist weitergelogen, obwohl das eine Chance wäre, sich echt zu entschuldigen. Unecht sind auch stellvertretende Entschuldigungen. Egal ob sich Politiker mit der Gnade der späten Geburt für den Holocaust entschuldigen oder irgendwelche Funktionsträger für katastrophale Fehlhandlungen ihrer Soldaten – es wird die direkte Konfrontation mit den Geschädigten oder ihren Nachfahren vermieden. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Eines ihrer zahlreichen Bücher heißt „Die reuelose Gesellschaft“ und ist im Residenz Verlag erschienen. <span id="more-801"></span></p>
<p><strong>Kein Papst hat sich für die Hexenverbrennung entschuldigt</strong></p>
<p>Für das jahrhundertelange Unrecht an Frauen, die unter dem Vorwand ihre Seele zu retten, sadistisch als Hexen gefoltert und verbrannt wurden, hat sich beispielsweise noch kein Papst entschuldigt. Solange Schuldige am Leben sind, muss man von ihnen Reue einfordern, und wenn sie ausweichen wollen, sich ihnen in den Weg stellen. Das bedeutet, weiter Verschiebungen oder auch Fluchtwege zu blockieren. Der Prozess der Reue besteht für Rotraud A. Perner in der Bereitschaft zur Öffnung des Herzens.</p>
<p>Es gilt, sich selbst und besser zu erziehen als diejenigen konnten, die von ihren Interessen geleitet waren. Rotraud A. Perner warnt: „Es ist zwar entlastend, die Verantwortung für eigenes Fehlverhalten auf die Eltern, die Umstände oder irgendwelche traumatischen Erfahrungen zu schieben, aber man bleibt dabei ein Duckmäuser.“ Es bieten sich aber auch Angehörige von Elternersatzberufen als Projektionsflächen an, zum Beispiel Therapeuten. Es gehört zu den Kindheitstaktiken, wenn ein Elternteil nein sagt, zum anderen zu gehen und nach einer angenehmeren Antwort zu suchen und dann den einen gegen den anderen auszuspielen.</p>
<p><strong>Neurotische Störungen beruhen auf sexuellen Traumata</strong></p>
<p>Verstärkt wird der entwicklungshemmende Selbstschutz vor der Selbsterkenntnis auch durch die in den Medien veröffentlichten Entschuldigungsstrategien von Strafverteidigern. In ihrem Beruf man oft sehr kreativ sein, um Gründe oder auch Theorien zu finden, mit denen sich das Fehlverhalten der jeweiligen Beschuldigten erklären oder auch als unvermeidbar behaupten lässt. Rotraud A. Perner fügt hinzu: „Und die findet man, aber meist sind diese Theorien schon veraltet wie beispielsweise die beschwichtigende Sichtweise Sigmund Freuds, Kinder, die von sexuellen Übergriffen berichten, würden Wunschfantasien zum besten geben.“</p>
<p>Ursprünglich hatte Sigmund Freud nämlich seine Erkenntnis publiziert, neurotische Störungen würden auf sexuellen Traumata beruhen, aber der Empörungssturm der Wiener Gesellschaft der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert war so groß, dass er seine Theorie umgestaltete. Die Erfahrung der letzten drei Jahrzehnte hat seine Ersteinschätzung bestätigt. Ein Anwalt kann sich also aussuchen, ob er die ursprüngliche Aussage Sigmund Freuds zitiert oder sein revidierte. Quelle: „Die reuelose Gesellschaft“ von Rotraud A. Perner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Mentale Vergewaltigungen in der Kindheit sind keine Seltenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2015 12:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rotraud A. Perner]]></category>
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					<description><![CDATA[Redlichkeit bedeutet, wie schon der Name sagt, dass man offen darüber reden kann. Was hingegen unredlich ist – was man nicht ohne Negativfolgen, egal für wen oder was, bereden kann –, sollte man gar nicht denken. Die Menschen tun es aber, da die Gedanken bekanntlich frei sind. Daher gilt es seelische und geistige Inhalte, egal ... <a title="Mentale Vergewaltigungen in der Kindheit sind keine Seltenheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mentale-vergewaltigungen-in-der-kindheit-sind-keine-seltenheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Mentale Vergewaltigungen in der Kindheit sind keine Seltenheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Redlichkeit bedeutet, wie schon der Name sagt, dass man offen darüber reden kann. Was hingegen unredlich ist – was man nicht ohne Negativfolgen, egal für wen oder was, bereden kann –, sollte man gar nicht denken. Die Menschen tun es aber, da die Gedanken bekanntlich frei sind. Daher gilt es seelische und geistige Inhalte, egal ob fremdinduziert oder selbst kreiert, einer Prüfung auf Nachhaltigkeit zu unterziehen. Rotraud A. Perner gibt dabei zu bedenken: „Da wir Menschen meist nicht die Instinktsicherheit von Tieren besitzen und Hochsensibilität von klein auf bekämpft wird, fehlen vielfach genau die Wahrnehmungsnervenzellen, die präventiv erkennen lassen, wo Schädigung droht. Man darf jemand anderem nichts Böses unterstellen ist zum Beispiel ein Kindheitsgebot, mit dem Kinder einerseits an Kritik an Erwachsenen und andererseits an Selbstschutz gehindert werden. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. <span id="more-761"></span></p>
<p><strong>Ältere Geschwister platzieren gekonnt giftige Botschaften</strong></p>
<p>Schon mit der Essenserziehung in frühester Kindheit gehen oft mentale Vergewaltigungen einher: „Du isst das jetzt! Und wenn ich dir´s mit dem Kochlöffel reinstopfen muss“; die „liebevolle“ Manipulation lautet: „Da muss der Papa aber weinen …“ Rotraud A. Perner erklärt: „Im ersten Fall wird Angstmache eingesetzt, im zweiten Fall werden Schuldgefühle induziert. In beiden Fällen wird das Kind von seiner Eigenwahrnehmung abgelenkt. Aber genau diese Intuition, zu erkennen, was nicht stimmig ist, braucht es, um sich vor stofflicher wie geistiger Intoxikation zu schützen.“</p>
<p>In vielen Familien treten ältere Geschwister oder auch Großeltern auf, die gekonnt giftige Botschaften platzieren und sich im Triumph sonnen, dem anderen wehgetan zu haben. Sie erhöhen sich, indem sie dem anderen lustvoll seine Mängel vorhalten und dadurch glauben, etwas Besseres zu sein. Jeder Mensch hat seine persönliche Sichtweise, das ergibt sich ganz zwangsläufig aus dem Standort des Körpers im Raum. Viele Menschen glauben, sie hätten den totalen Überblick, auch wenn sie eigentlich wissen sollten, dass der an ihren Schultern endet.</p>
<p><strong>Kindern wird gezielt Wissen vorenthalten</strong></p>
<p>Der Einzelne braucht andere Menschen, um zu erfahren, was er in seiner Beschränktheit nicht wahrnehmen kann. Aber solche Hinweise gelassen hinzunehmen, muss auch erst einmal eingeübt werden. Das braucht wieder Modelle, die aber in den meisten Fällen fehlen. Rotraud A. Perner kritisiert: „Womit wir aber überreich versorgt werden, sind Modelle, wie man sich schminken, verkleiden, tarnen, ja sogar operativ neu gestalten lassen kann. Dazu werden uns zusätzlich noch allerlei Schutzmechanismen vorgeführt, wie man keine Kritik an sich heranlässt.“</p>
<p>Rotraud A. Perner gibt zwar zu, dass diese manchmal notwendig sind, wenn Kritik in einer überheblichen Sprache angebracht wird, in der sich andere erhöhen. Das führt allerdings nicht zur Wahrhaftigkeit, sondern fördert ein Giftklima von Lügen. Noch heute ist es in vielen Familien üblich, Kindern und Jugendlichen gezielt Wissen vorzuenthalten. Außerdem denkt die Mehrheit der Menschen gar nicht darüber nach, wer sie sind und ob das ihrem Idealbild von sich selbst entspricht. Und sie denken auch nicht nach, ob und wohin sie sich entwickeln wollen. Quelle: „Die reuelose Gesellschaft“ von Rotraud A. Perner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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