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	<title>Neid &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Frustrierte Missgunst schlägt in Hass um</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 01:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eifersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
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					<description><![CDATA[Erweckt der Neid das Gefühl, eine andere Person habe ihren Erfolg nicht verdient und müsse vom hohen Ross heruntergeholt werden, entsteht schwarzer Neid, der meist in Missgunst umschlägt. Reinhard Haller ergänzt: „Wenn jemand dann der anderen Person nicht das Wasser reichen kann und es gar nicht möglich ist, sie „zurechtzustutzen“, also abzuwerten, verdichtet sich die ... <a title="Frustrierte Missgunst schlägt in Hass um" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/frustrierte-missgunst-schlaegt-in-hass-um.html" aria-label="Mehr Informationen über Frustrierte Missgunst schlägt in Hass um">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erweckt der Neid das Gefühl, eine andere Person habe ihren Erfolg nicht verdient und müsse vom hohen Ross heruntergeholt werden, entsteht schwarzer Neid, der meist in Missgunst umschlägt. Reinhard Haller ergänzt: „Wenn jemand dann der anderen Person nicht das Wasser reichen kann und es gar nicht möglich ist, sie „zurechtzustutzen“, also abzuwerten, verdichtet sich die so frustrierte Missgunst in Hass.“ Der destruktive Neid ist also eine Hassquelle ersten Grades. Er ist Ursache für Feindschaften unter Geschwistern und Generationen, zwischen Partnern und Freunden, zwischen Gesellschaftsschichten und Völkern. Kinder beneiden andere, weil diese besser Schul- oder Sportleistungen erbringen, mehr Taschengeld und schönere Geschenke bekommen. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-6282"></span></p>
<p><strong>Destruktiver Neid hat immer mit angeschlagenen Selbstbewusstsein zu tun</strong></p>
<p>Zwischen Geschwistern entsteht oft eine lebenslange Feindschaft, weil einer dem anderen die bessere Heirats-Partie oder den ungerecht größeren Erbanteil missgönnt. Reinhard Haller fügt hinzu: „Der Neid wegen beruflicher, künstlerischer oder sportlicher Erfolge weckt Hass in den Herzen der Kollegen und Konkurrentinnen. Der in einer jahrhundertelangen Tradition entstandene, in das Grauen des Holocaust mündende Judenhass wurde durch Neid auf die vermeintlich Tüchtigeren, Wohlhabenderen, geschäftlich Geschickteren, Schlaueren, angeblich die Weltherrschaft an sich reißenden Juden geschürt. </p>
<p>Hass wird solange unter den Menschen sein, wie es ihnen nicht gelingt, den zur Grundausstattung der menschlichen Gefühlswelt gehörenden Neid in eine positive, motivierende und konstruktive Form umzuwandeln – was durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Reinhard Haller erläutert: „Destruktiver Neid hat aber immer – dies wird allgemein zu wenig bedacht – mit angeschlagenen Selbstbewusstsein zu tun, weil dadurch die Blick auf die eigenen Stärken und Erfolge verloren geht.“</p>
<p><strong>Die Eifersucht ist Liebe plus Hass</strong></p>
<p>Zudem wäre bei gutem Selbstbewusstsein die innere Zufriedenheit mehr von sich selbst als von äußeren Umständen abhängig. Reinhard Haller erklärt: „Zur Überwindung des zu Hass führenden destruktiven Neides schlägt man in der Psychotherapie vier Schritte vor: Den Neid nicht unterdrücken oder abwehren, sondern wahrnehmen und analysieren. Missgunst in positiven Neid umwandeln. Unrealistische Vergleiche unterlassen. Den Blick für die eigenen Stärken und Möglichkeiten schärfen.“</p>
<p>Es gilt, destruktiven Neid entweder gar nicht erst zuzulassen oder ihn zu bewältigen. Denn „der Neid, der keinen Weg sieht, begibt sich auf den einzigen Ausweg: ins Verbrechen“, sagt Erich Kästner (1899 – 1974). Er meint damit wohl das Hassverbrechen. Eifersucht wird dagegen als ein quälender Gefühlsmix aus Verunsicherung, Angst vor Liebesentzug, Gekränktheit, Enttäuschung, Hilflosigkeit, Rachebedürfnissen, Wut und Hass empfunden. „Liebe sieht scharf. Hass sieht schärfer. Eifersucht sieht am schärfsten, denn sie ist Liebe plus Hass.“ Mit seinem aus Arabien stammenden Aphorismus wird das Wesen der Eifersucht sehr genau beschrieben. Quelle: „Die dunkle Leidenschaft“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Neid entsteht durch den Vergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2025 01:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei tief sitzenden Minderwertigkeitskomplexen wird, um dem als unangenehm erlebten Gefühl des Neides zu entgehen – Abwehr –, die eigene Person idealisiert und narzisstisch verklärt. Reinhard Haller weiß: „Da am Beginn des Neides oft der Vergleich mit anderen steht, begegnet der Narzisst den Personen, die er als gleichwertig oder überlegen betrachtet, mit destruktivem Neid, schließlich ... <a title="Neid entsteht durch den Vergleich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-das-gefuehl-des-neides.html" aria-label="Mehr Informationen über Neid entsteht durch den Vergleich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei tief sitzenden Minderwertigkeitskomplexen wird, um dem als unangenehm erlebten Gefühl des Neides zu entgehen – Abwehr –, die eigene Person idealisiert und narzisstisch verklärt. Reinhard Haller weiß: „Da am Beginn des Neides oft der Vergleich mit anderen steht, begegnet der Narzisst den Personen, die er als gleichwertig oder überlegen betrachtet, mit destruktivem Neid, schließlich mit Hass.“ Destruktiver wie konstruktiver Neid ist ein Vergleichsaffekt, mit dem man sich in Relation zu Personen des sozialen Umfeldes setzt. Dies ist in evolutionärer Hinsicht von erheblicher Bedeutung, da Neid durch den Vergleich zum Nachdenken anregt und dadurch die eigene Position schützt und das Überleben sichern hilft. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-6132"></span></p>
<p><strong>Die Tendenz zum Neid ist im menschlichen Erbgut verankert</strong></p>
<p>Francis Bacon (1561 – 1626), der englische Philosoph, Jurist und Staatsmann, schrieb in einem Essay „Über den Neid“ (1612): „Der Neid folgt nämlich immer dem Vergleich mit sich selbst: Wo also kein Vergleich stattfindet, gibt es auch keinen Neid, wie Könige nur von Königen beneidet werden.“ In der modernen Organisationspsychologie wird Neid als „Spielart des Vergleichs, die wir brauchen, um uns selbst einschätzen zu können“ bezeichnet.</p>
<p>Reinhard Haller stellt fest: „Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Tendenz zum Neid im menschlichen Erbgut verankert. Auch die hirnphysiologischen Grundlagen sind zwischenzeitlich nachgewiesen.“ Der Neid wird durch das soziale Umfeld begünstigt, besonders wenn dieses individualistisch orientiert ist, das heißt, wenn die einzelne Person gegenüber der Gemeinschaft in den Mittelpunkt gerückt wird. Dies fördert den bei der Entstehung des Neides und Hasses so einflussreichen Narzissmus.</p>
<p><strong>Konstruktiver Neid ist auf Ansporn ausgerichtet</strong></p>
<p>Neid kann aber auch am Modell der Eltern oder wichtiger Bezugspersonen erlernt werden, wenn in deren Verhalten die Vor- und Nachteile des konstruktiven oder destruktiven Neides hautnah zu erlernen sind. Reinhard Haller fügt hinzu: „Was die Forschung über den Neid noch herausgefunden hat: Junge Menschen entwickeln viel häufiger Neidgefühle als ältere. Und sie sind eher neidisch auf Gleichaltrige als auf jüngere oder ältere Personen.“ Dieses Phänomen wird durch die sozialen Medien stark gefördert.</p>
<p>Nur der destruktive Neid führt zum Hass, während der konstruktive Neid eher auf Ansporn denn auf Zerstörung ausgerichtet ist. Reinhard Haller erläutert: „Wenn wir jemand anderen um sein Ansehen, seine Stelle, sein Einkommen, sein Verhalten oder seine Persönlichkeit beneiden, ist es entscheidend, ob wir das Bedürfnis haben, uns selbst dieselbe Position zu erarbeiten und uns auf eine Stufe mit der beneideten Person oder sogar über sie stellen zu können. Quelle: „Die dunkle Leidenschaft“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Neid ist die Wurzel des Hasses</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2025 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
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					<description><![CDATA[Neben den allgemeinen, an jeder Hassentwicklung beteiligten Ursachen und Motiven wie Kränkung oder Benachteiligung gibt es mehrere große Wurzeln, die gehäuft Hass auslösen oder diesen verstärken. Reinhard Haller kennt sie: „Im Einzelnen sind dies Neid und Eifersucht – von Nietzsche als „Schamteile der menschliche Seele“ bezeichnet –, weiters Gier und Rache.“ All dies sein eigeneständige ... <a title="Neid ist die Wurzel des Hasses" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/neid-gibt-dem-hass-fluegel.html" aria-label="Mehr Informationen über Neid ist die Wurzel des Hasses">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neben den allgemeinen, an jeder Hassentwicklung beteiligten Ursachen und Motiven wie Kränkung oder Benachteiligung gibt es mehrere große Wurzeln, die gehäuft Hass auslösen oder diesen verstärken. Reinhard Haller kennt sie: „Im Einzelnen sind dies Neid und Eifersucht – von Nietzsche als „Schamteile der menschliche Seele“ bezeichnet –, weiters Gier und Rache.“ All dies sein eigeneständige und verschiedenartige Gefühlskomplexe, denen aber eines gemein ist: Sie führen häufig zum Hass. „Neid gibt dem Hass Flügel“, meint der Aphoristiker Fred Ammon. Xenophon (430 – 354 v. Chr.), griechischer Schriftsteller und Schüler des Sokrates, sah im Neid die Wurzel des Hasses: „Zur Feindschaft führen auch Streitsucht und Zorn, zum Groll die Habgier, und zum Hass führt der Neid.“ Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-5852"></span></p>
<p><strong>Hass lässt sich durch kein Argument entkräften</strong></p>
<p>In der Bibel wird der Neid an mehreren Stellen verurteilt, beginnend in der Erzählung von Kain und Abel. Reinhard Haller ergänzt: „Seit dem 6. Jahrhundert gehört er im Christentum zu den sieben Hauptsünden. Im Islam gilt Neid als schlechte Eigenschaft, die zu Unheil und Tod führen kann. Der Hinduismus sieht im Neid ein nicht akzeptiertes Karma, das der Welt der Kasten entgegensteht.“ Der römische Philosoph Seneca (1 – 65 n. Chr.) warnte: „Nie wird einer glücklich sein, den das größere Glück eines anderen wurmt.“ </p>
<p>Und der deutsch-jüdische Philosoph Hermann Cohen interpretiert den Hass als „verhärteten Neid“. Neid sei aber leichter zu bekämpfen, weil er häufig einen Grund habe, während sich Hass als „eine elementare Gewalt außerhalb der sittlichen Überlegung“ darstelle. Deshalb lasse sich Hass durch kein Argument entkräften, so Cohen. Aber was ist Neid überhaupt? Reinhard Haller erläutert: „Nach der psychologischen Definition ist er eine menschliche Emotion, die sich innerlich auf Besitz, Eigenschaften oder etwas anderes beziehen kann, was einen anderen Menschen in seiner Individualität auszeichnet.“ </p>
<p><strong>Narzisstische Störungen führen häufig zu Hass</strong></p>
<p>Elementar ist die Unterscheidung zwischen dem konstruktiven und dem auch als Missgunst bezeichneten destruktiven Neid. Reinhard Haller erklärt: „Im ersten Fall kann der Neid den Betroffenen anspornen, sich selbst zu verbessern und so zu werden, wie es der Beneidete ist, bestenfalls ihn gar zu übertreffen.“ Bei der Missgunst hingegen will man die Leistungen des Besseren schmälern, ihn herunterholen von dem Sockel, auf den man ihn gestellt hat, und nach Möglichkeit niedermachen.</p>
<p>Das schadenfreudige Sprichwort „Wer hoch steigt, der fällt tief“ beinhaltet diesen motivationalen Hintergrund, vor dem sich Hass entwickeln kann. Reinhard Haller weiß: „Im Gegensatz zu Sigmund Freud, welcher im Neid keine wesentliche Ursache neurotischer Störungen sieht, weisen ihm andere Psychoanalytiker in der frühkindlichen Entwicklung große Bedeutung zu.“ Otto Kernberg etwa sieht im abwertenden Neid eine wesentliche Komponente der narzisstischen Störungen, die ihrerseits häufig zu Hass führen. Quelle: „Die dunkle Leidenschaft“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Narzisst ist von Neid zerfressen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 06:43:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
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					<description><![CDATA[Heinz Kohut ist ein aus Wien stammender amerikanischer Psychoanalytiker. Er vertritt die These, dass ein Narzisst nur dann befriedigt ist, wenn er den Kränkenden bis zur völligen Vernichtung entwerten kann. Der narzisstisch Gekränkte kann nicht ruhen, bis er den unscharf wahrgenommenen Beleidiger ausgelöscht hat. Denn dieser wagte es, ihm entgegenzutreten, nicht mit ihm übereinzustimmen oder ... <a title="Der Narzisst ist von Neid zerfressen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-narzisst-ist-von-neid-zerfressen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Narzisst ist von Neid zerfressen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heinz Kohut ist ein aus Wien stammender amerikanischer Psychoanalytiker. Er vertritt die These, dass ein Narzisst nur dann befriedigt ist, wenn er den Kränkenden bis zur völligen Vernichtung entwerten kann. Der narzisstisch Gekränkte kann nicht ruhen, bis er den unscharf wahrgenommenen Beleidiger ausgelöscht hat. Denn dieser wagte es, ihm entgegenzutreten, nicht mit ihm übereinzustimmen oder ihn zu überstrahlen. Reinhard Haller weiß: „Hinter all dem steht als psychodynamische Triebkraft der Neid. Der Neid auf allen, denen es scheinbar besser geht oder die überlegen sind.“ Diese als höchst bedrohlich wahrgenommenen Konkurrenten können nur durch die totale Entwertung abgewehrt werden. Auf narzisstische Kränkungen reagieren manche mit narzisstischer Wut. Deren Heftigkeit ist für die Mitmenschen oft nicht nachvollziehbar. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2474"></span></p>
<p><strong>Ein Narzisst vergisst Niederlagen niemals</strong></p>
<p>Narzissten erleben jegliche Art von Kritik als totale Ablehnung ihrer Person, als existenzbedrohende Niederlage oder als persönliches Desaster. Kritik wird, sei sie noch so wohlmeinend und konstruktiv, als Feindseligkeit ersten Ranges empfunden. Das Gefühl einer einmal erlebten Niederlage ist so heftig, dass es niemals vergessen werden kann. Der Narzisst erinnert sich vielleicht gar nicht an solche Situationen, aber innerlich durchlebt er sie immer und immer wieder.</p>
<p>Für die Mitmenschen scheint es unerklärlich, weshalb ein Narzisst wegen Kleinigkeiten mit Wutausbrüchen und Hasstiraden reagiert. Denn sie können den Bezug zu seinen tief verwurzelten, aktuell wieder aufgebrochenen Kränkungsängsten gar nicht herstellen. Heinz Kohut, der den Begriff der narzisstischen Wut geprägt hat, erklärt deren Unterschied zu anderen Formen der Aggressivität mit dem einzigartigen Rachedurst. Das Bedürfnis, ein Unrecht zu korrigieren, eine Beleidigung auszumerzen, mit welchen Mitteln auch immer, ist wie ein tief verwurzelter unerbittlicher Zwang bei der Verfolgung all dieser Ziele.</p>
<p><strong>Narzissten sind die Meister der Kränkung</strong></p>
<p>Allen, die eine narzisstische Kränkung erlitten haben, lässt dieser Rachedurst keine Ruhe mehr. Der Narzissmus nimmt für Reinhard Haller in der Kränkungsproblematik eine absolute Sonderstellung ein: „Keine andere psychische Störung ist derart eng mit Kränken und Gekränktsein, mit Selbsterhöhung und Entwertung anderer verbunden wie der Narzissmus.“ Narzissten sind auf der einen Seite extrem empfindlich und bis zu einer lebenslangen Unverzeihlichkeit reichenden Weise kränkbar.</p>
<p>Narzissten sind dünnhäutig, nachtragend und in einer nahezu schutzlosen Weise verletzlich. Auf der anderen Seite sind Narzissten die „Kränker“ schlechthin, weil sie sich überhaupt nicht in andere Menschen einfühlen können. Deshalb schöpfen sie ihren Selbstwert aus der Erniedrigung und Entwertung anderer. Ein ganz auf sich und sein Wohl zentrierter Narzisst ist gar nicht in der Lage, die Kränkungsgrenze des anderen zu erkennen und dessen Kränkbarkeit zu respektieren. Narzissten sind die Meister der Kränkung, aktiv und passiv. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Martha Nussbaum beschreibt einige menschliche Schwächen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2019 08:12:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
		<category><![CDATA[Zorn]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Verachtung gleicht dem Zorn darin, dass sie ein Zielobjekt und einen Fokus hat: Ihren Fokus bilden eine oder mehrere Eigenschaften einer Person und ihr Zielobjekt ist die aufgrund dieser Eigenschaften als niedrig oder gering geltendes Individuum. In beiden Fällen handelt es sich bei dem Zielobjekt um eine Person. Martha Nussbaum ergänzt: „Der Fokus des ... <a title="Martha Nussbaum beschreibt einige menschliche Schwächen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/martha-nussbaum-beschreibt-einige-menschliche-schwaechen.html" aria-label="Mehr Informationen über Martha Nussbaum beschreibt einige menschliche Schwächen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verachtung gleicht dem Zorn darin, dass sie ein Zielobjekt und einen Fokus hat: Ihren Fokus bilden eine oder mehrere Eigenschaften einer Person und ihr Zielobjekt ist die aufgrund dieser Eigenschaften als niedrig oder gering geltendes Individuum. In beiden Fällen handelt es sich bei dem Zielobjekt um eine Person. Martha Nussbaum ergänzt: „Der Fokus des Zorns aber liegt auf einer Handlung, jener der Verachtung auf einer oder mehreren relativ beständigen Persönlichkeitseigenschaften.“ Die Verachtung nimmt ihren Anfang in der angeblichen Niedrigkeit einer Person, der gewisse gute Charaktereigenschaften abgesprochen werden, seien es moralische oder soziale.“ Die ablehnende Haltung resultiert also aus der wahrgenommenen Niedrigkeit. Martha Nussbaum ist Philosophin und Professorin für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago. Sie ist eine der einflussreichsten Philosophinnen der Gegenwart. <span id="more-1992"></span></p>
<p><strong>Der Neid ist eine schmerzvolle Emotion</strong></p>
<p>Beim statusfokussierten Zorn hingegen resultiert die ablehnende Haltung aus etwas, das einen selbst betrifft, nämlich aus der Erniedrigung, die einem selbst durch die Tat, auf die sich der Zorn konzentriert, angeblich zugefügt wurde. Erst dann versucht man, das Zielobjekt der Emotion, eine Person, auf einen niedrigen Platz zu verweisen. Tatsächlich wird die andere Person anfangs keineswegs als niedrig betrachtet, sondern als stark und jederzeit in der Lage, Schaden anzurichten.</p>
<p>Wenn man so will, kommen die beiden Emotionen Verachtung und Zorn auf dasselbe hinaus, doch mit einer ganz unterschiedlichen Dynamik. Weitere negative menschliche Eigenschaften sind der Neid und sein enger Verwandter, die Eifersucht. Sie gleichen dem Zorn darin, dass sie ablehnende Emotionen darstellen, die sich auf eine oder mehrere Personen beziehen. Der Neid ist eine schmerzvolle Emotion, die dem Glück oder den Vorteilen anderer gilt und aus dem Vergleich der eigenen nachteiligen Lage mit derjenigen der anderen entsteht.</p>
<p><strong>Der Neider empfindet Groll gegen seinen Rivalen</strong></p>
<p>Der Neid umfasst einen Rivalen und ein Gut oder mehrere Güter, die als wichtig eingeschätzt werden; den Neider quält es, dass der Rivale all diese guten Dinge besitzt und er nicht. Wie beim Zorn werden die guten Dinge nicht in irgendeiner abstrakten oder unbeteiligten Form als wichtig erachtet, sondern sie müssen für die betreffende Person selbst und für ihr Kernempfinden des Wohlergehens von großer Bedeutung sein. Auch wenn der Neid im Unterschied zum Zorn nicht die Vorstellung einer Unrechtstat umfasst, so schließt er doch im Regelfall eine gewisse Form von Unmut gegenüber dem glücklichen Rivalen ein.</p>
<p>Der Neider will, was der Rivale hat, und empfindet infolgedessen Groll gegen ihn. Martha Nussbaum fügt hinzu: „Wenn die Vorteile als unlautere Gewinne gelten, nähern Neid und Zorn sich stark einander an, und der Neid könnte ähnliche Vergeltungsgedanken wie der Zorn aufkommen lassen, die ebenso wenig hilfreich wären.“ Denn bei ihm verhält es sich genau wie beim Zorn: Nur da, wo sein Fokus ausschließlich auf der relativen Position oder Stellung liegt und nicht mehr auf greifbaren Vorteilen, kann Vergeltung die Situation des Neiders tatsächlich verbessern. Quelle: „Zorn und Vergebung“ von Martha Nussbaum</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wettbewerbe produzieren Neid und Missgunst</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/wettbewerbe-produzieren-neid-und-missgunst.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2016 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
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					<description><![CDATA[Zusammenarbeit gebaut. Man kommt immer mehr zu der Erkenntnis, dass exzellente Leistungen das Ergebnis gut funktionierender Teams sind, in denen Fähigkeiten geteilt, Wissen ausgetauscht, Fertigkeiten zusammengefügt werden. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Man baut dabei auf Teams mit einem sozialen Klima, in dem die Teammitglieder sich wechselseitig stimulieren, helfen und ermutigen, ihr Bestes zu geben. Bei ... <a title="Wettbewerbe produzieren Neid und Missgunst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wettbewerbe-produzieren-neid-und-missgunst.html" aria-label="Mehr Informationen über Wettbewerbe produzieren Neid und Missgunst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammenarbeit gebaut. Man kommt immer mehr zu der Erkenntnis, dass exzellente Leistungen das Ergebnis gut funktionierender Teams sind, in denen Fähigkeiten geteilt, Wissen ausgetauscht, Fertigkeiten zusammengefügt werden. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Man baut dabei auf Teams mit einem sozialen Klima, in dem die Teammitglieder sich wechselseitig stimulieren, helfen und ermutigen, ihr Bestes zu geben. Bei Stellenbesetzungen ist Teamfähigkeit daher eine der meistgesuchten Qualitäten.“ Dagegen basiert das deutsche Schulsystem zu weiten Teilen auf einem individualisierten Belohnen und Bestrafen. Belohnungen allerdings fördern alles Mögliche, aber nicht Zusammenarbeit und Gemeinsinn. Kinder werden nicht mit der Einstellung des Gegeneinanders geboren, und viele entwickeln diese Einstellung auch später nicht. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-1553"></span></p>
<p><strong>Vertrauen und Wettbewerb schließen sich aus</strong></p>
<p>Wettbewerbe haben einen gravierenden Einfluss auf die Gemeinschaft. Sie produzieren nur allzu oft Neid und Missgunst. Die Klagen über Ungleichbehandlung oder die Bevorzugung von „Lieblingen“ sprechen eine beredte Sprache. Reinhard K. Sprenger betont: „Sie zerstören eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Menschen und damit die wesentliche Voraussetzung für Lernerfolg und Leistung.“ Belohnung macht Menschen zu Rivalen, bringt sie in ein Wettbewerbsverhältnis, in dem der Erfolg des einen die Niederlage des anderen bedeutet.</p>
<p>Wenn man einen belohnt, bestraft man indirekt alle anderen. Und Wettbewerbe produzieren immer mehr Verlierer als Gewinner. Reinhard K. Sprenger sagt es noch einmal ganz deutlich: „Vertrauen und Wettbewerb schließen sich aus.“ Es ist unmöglich, unter den Bedingungen des Wettbewerbs entspannte und gegenseitig sich fördernde Beziehungen aufzubauen. Kinder, deren Eltern mit Belohnungen motivieren, zeigen sich im Durchschnitt deutlich weniger kooperativ als Kinder, deren Eltern das nicht tun.</p>
<p><strong>Viele Menschen lassen sich in ein System „Jeder gegen Jeden“ einspannen</strong></p>
<p>Jemand, der Kinder erzieht, wird ein Klima schaffen wollen, in dem das Kind sich sicher fühlt und um Hilfe bittet, wenn Probleme auftauchen. Und jeder Erwachsene spürt, dass man sich in einer funktionierenden Freundschaft nur dann wirklich entspannt und aufgehoben fühlt, wenn sie frei von Konkurrenz ist. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Am Arbeitsplatz ist es nicht anders: Eine gute Arbeitsbeziehung zeichnet sich dadurch aus, dass Mitarbeiter sich ermutigt fühlen, offen zu sprechen, vertrauensvoll zu kooperieren, auch Fehler zuzugeben.“</p>
<p>Ein schlechter Schüler wird nicht zu einem guten, wenn ihm Geld als Belohnung für bessere Noten versprochen wird. Sanktionen bei schlechter Leistung wie Hausarrest, Fernsehverbot, Taschengeldkürzung, verbessern sicher ebenso wenig die Leistung – und schaffen schon gar nicht eine vertrauensvolle Atmosphäre. Und ein inszenierter Wettbewerb zwischen Geschwistern um das bessere Zeugnis ist nicht einmal unbedingt für den Sieger beglückend. So lassen sich viele Menschen in ein System „Jeder gegen Jeden“ einspannen, lassen es zu, dass Vertrauen, Gemeinsinn und Verantwortung für das Ganze sterben. Quelle: „Die Entscheidung liegt bei dir!“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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