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	<title>Motivation &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Rache ist ein äußerst vielfältiges Gefühl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2024 02:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Rache ist ein ungemein vielfältiges, nicht völlig durchschaubares und nur in Teilbereichen zu begreifendes Gefühl. Dies trifft auch auf die ihr zugrunde liegenden Ursachen und Motive zu. Reinhard Haller erläutert: „Diese sind oft ganz klar zu erkennen. Manchmal bleiben sie zweifelhaft, manchmal diffus. Nicht selten enthalten sie neben vordergründigen auch verdrängte Komponenten.“ Zu unterscheiden sind – auch bei der Rache – die Motive von den Ursachen, welche die sichtbaren äußeren Faktoren erfassen. Im Gegensatz dazu betrifft die Motivation die innere Seite, also das, was die rächende Person psychisch antreibt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Rache ist ein ungemein vielfältiges, nicht völlig durchschaubares und nur in Teilbereichen zu begreifendes Gefühl. Dies trifft auch auf die ihr zugrunde liegenden Ursachen und Motive zu. Reinhard Haller erläutert: „Diese sind oft ganz klar zu erkennen. Manchmal bleiben sie zweifelhaft, manchmal diffus. Nicht selten enthalten sie neben vordergründigen auch verdrängte Komponenten.“ Zu unterscheiden sind – auch bei der Rache – die Motive von den Ursachen, welche die sichtbaren äußeren Faktoren erfassen. Im Gegensatz dazu betrifft die Motivation die innere Seite, also das, was die rächende Person psychisch antreibt und zur Rache verlockt. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-5156"></span></p>
<p><strong>Bei der Rache muss man bewusste von unbewussten Motiven unterscheiden</strong></p>
<p>Mit „Motiv“, auch als „Beweggrund“ oder „Triebfeder“ bezeichnet, ist eine psychische Einstellung gemeint, mit der Wert und Wichtigkeit von Handlungszielen für eine Person beschrieben werden. Reinhard Haller erklärt: „Sie beinhaltet jene Überlegungen und Impulse, durch die sich ein Individuum oder eine Gruppe bewogen fühlt, etwas Bestimmtes zu tun. Wichtig, auch in therapeutischer Hinsicht, ist die Abgrenzung von bewussten und unbewussten Motiven.“ </p>
<p>Rache kann aus nichtigem Anlass genauso erfolgen wie aus schweren Traumatisierungen, aus Lieblosigkeiten und mangelnder Anerkennung ebenso wie aus Verachtung, Entwertung oder Gefühlen der Benachteiligung und Kränkung. Die Motive reichen von verständlichen und nachvollziehbaren bis zu krankhaften und bösartigen, von bewussten zu unbewussten und von „edlen“ zu den „niederen“. Wie bei jeglicher Motivation kann diese auch bei der Rache gut oder schlecht, hoch oder niedrig, steigend oder schwindend, konstant oder flüchtig, nachvollziehbar oder unverständlich, moralisch gerechtfertigt oder verpönt sein. </p>
<p><strong>Die Ursache einer Rachehandlung sind sehr schwer zu analysieren</strong></p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Jedem bekannt sind Motive wie partnerschaftliche Untreue und Eifersucht, Enttäuschung und Bruch des Vertrauens, Verleumdung und Verrat, Betrug und Übervorteilung.“ Unter den krankhaften Motiven sind Kränkung, Eifersucht, neurotische Reaktionen, Fanatismus und Wahnideen zu nennen. Als wichtigste Vertreter der „bösen“ Triebfeder gelten Eifersucht, Neid und Hass. Viel schwerer als die Motive sind die Ursachen einer Rachehandlung zu analysieren. Diese sind vielfältiger, weniger abgrenzbar, durch oft schwer durchschaubare Interaktionen untereinander verbunden und durch verschiedenste psychische und soziale Umstände bedingt. </p>
<p>Neben der im Vordergrund stehenden, am leichtesten zu erkennenden Ursache, nämlich dem Motiv, sind die Persönlichkeitsstrukturen des Rächers, seine Sozialisation und sein aktueller psychischer Zustand, sein Verhältnis zum Racheopfer sowie die situativen und gesellschaftlichen Umstände zu berücksichtigen. Bedeutend ist sicher die oft verherrlichte, meist aber gefürchtete Persönlichkeitsstruktur des Rächers mit deren Empfindlichkeit und Aggressivität, deren Narzissmus und Gerechtigkeitsempfinden, gleichfalls deren Resistenz und Bewältigungsmöglichkeiten. Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Psyche gliedert sich in drei Bereiche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Entfaltung eines Menschen ist es derzeit nicht so einfach, denn auch das Privatleben hat sich stark verändert. Erfahrungen verändern einen Menschen. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir bestehen aus unserem Körper und unserer Psyche, die sich in drei Bereiche gliedert: Kognition, Motivation und Emotion – Denken, Wollen und Fühlen.“ Der Körper als Organismus ist der materielle Teil des Menschen, welcher der Seele – Emotion – beziehungsweise dem Geist – Kognition und Motivation – als immateriellem Teil Heimat gibt. Physiologisch ist er aus Blut und Wasser, Knochen, Muskeln, Eiweiß, Phosphor und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Entfaltung eines Menschen ist es derzeit nicht so einfach, denn auch das Privatleben hat sich stark verändert. Erfahrungen verändern einen Menschen. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir bestehen aus unserem Körper und unserer Psyche, die sich in drei Bereiche gliedert: Kognition, Motivation und Emotion – Denken, Wollen und Fühlen.“ Der Körper als Organismus ist der materielle Teil des Menschen, welcher der Seele – Emotion – beziehungsweise dem Geist – Kognition und Motivation – als immateriellem Teil Heimat gibt. Physiologisch ist er aus Blut und Wasser, Knochen, Muskeln, Eiweiß, Phosphor und all den anderen Bestandteilen zusammengesetzt. Den Menschen unterscheidet von den meisten anderen Säugetieren sein aufrechter Gang, sein überproportional großes Gehirn und seine dürftige Körperbehaarung. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5102"></span></p>
<p><strong>Kognition bezeichnet alle mentalen Prozesse</strong></p>
<p>Durch den aufrechten Gang wurden die Hände frei und die Menschen konnten greifen, aufbauen, schaffen, halten, Höhlen frei räumen, Wohnraum schaffen, Getreide anbauen – Natur zähmen und Kultur schaffen. Michaele Brohm-Badry weiß: „Rein biologisch betrachtet bestehen wir aus einem Zellhaufen, der in Kopf, Hals, Rumpf und Gliedmaßen sowie Organe gegliedert ist. Er sind wohl rund 100 Billionen Zellen pro Mensch – also 100 mal 1000 Milliarden, wobei allein 86 Milliarden Nervenzellen im Gehirn liegen.“ </p>
<p>Kognition, Motivation und Emotion sind die drei psychischen Grundfunktionen. Kognition bezeichnet alle mentalen – also geistigen – Prozesse eines Lebewesens. Dazu gehören etwa Wahrnehmen, Denken, Lernen, Erinnern, sich etwas vorstellen, Fantasieren, Beobachten, Bewerten oder Planen. Alles also, was im Gehirn vor sich geht und mit unbewussten oder bewussten geistigen Vorgängen zu tun hat. Motivation bezieht sich auf das Wollen und schließt Handlungsvorsätze ein.</p>
<p><strong>Die Stimmung ist ein diffuser Gefühlszustand</strong></p>
<p>Man versteht die Motivation als die Kraft, die ein Verhalten auslöst, ändert oder aufrecht hält. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Das Verhalten bezieht sich meist auf die Motive, etwas zu leisten, sozialen Anschluss zu finden, zu festigen oder Macht auszuüben.“ Die Emotion beschreibt Gefühle und deren Entstehungszusammenhang. Man verstand unter Emotion lange das Gegenstück des Geistes und umfasst alltagssprachlich alles, was ein Mensch fühlt. Heute weiß man, dass Angst, Ärger oder Liebe erst durch kognitive Prozesse entstehen.</p>
<p>Die Seele kann dabei drei emotionale Zustände annehmen: als Stimmung, Emotion oder Affekt. Die Stimmung ist ein diffuser Gefühlszustand, der länger andauert und keinen besonderen Auslöser oder Fokus – ein Objekt – benötigt. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Sie ist die Alltagsemotion auf niedrigem Level. Man fühlt sich einfach so gut, schlecht, angenehm oder eben unangenehm gestimmt. Wir können die Stimmung als nicht besonders intensives emotionales Grundrauschen verstehen.“ Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ohne Motivation gibt es keine Hochbegabung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 01:00:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt verschiedene Modelle, anhand derer man versucht, Hochbegabung zu beschreiben. Die Modelle unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der Rolle, welche die Umwelt bei der Entwicklung der Hochbegabung spielt. Jakob Pietschnig weiß: „Bei aller Unterschiedlichkeit gibt es jedoch drei zentrale Elemente, die in den meisten Modellen mehr oder weniger prominent vorkommen: die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit, die Leistungsmotivation und die Kreativität.“ Am anschaulichsten zusammengefasst sind sie im sogenannten „Drei-Komponenten-Modell“. Die Idee dahinter ist, dass überdurchschnittliche Fähigkeiten für sich selbst keine hinreichende Bedingung für Hochbegabung darstellen. Sondern dass Letztere erst durch die Überlappung mit&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene Modelle, anhand derer man versucht, Hochbegabung zu beschreiben. Die Modelle unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der Rolle, welche die Umwelt bei der Entwicklung der Hochbegabung spielt. Jakob Pietschnig weiß: „Bei aller Unterschiedlichkeit gibt es jedoch drei zentrale Elemente, die in den meisten Modellen mehr oder weniger prominent vorkommen: die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit, die Leistungsmotivation und die Kreativität.“ Am anschaulichsten zusammengefasst sind sie im sogenannten „Drei-Komponenten-Modell“. Die Idee dahinter ist, dass überdurchschnittliche Fähigkeiten für sich selbst keine hinreichende Bedingung für Hochbegabung darstellen. Sondern dass Letztere erst durch die Überlappung mit anderen Persönlichkeitsvariablen entsteht. So ist es etwa nicht vorstellbar, dass jemand eine außergewöhnliche Leistung erbringt, wenn er keine Motivation dazu verspürt. Jakob Pietschnig lehrt Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Wien. <span id="more-4916"></span></p>
<p><strong>Kreativität spielt bei Hochbegabten eine große Rolle</strong></p>
<p>Dieses Faktum bezeichnet man in der Psychologie als „Kompetenz-Performanz-Problem“. Es bedeutet, dass die Fähigkeit eines Menschen, sprich seine Kompetenz, selbst mit den allerbesten Testinstrumenten nicht festgestellt werden kann, wenn er nicht dazu motiviert ist, die ihm vorgelegten Aufgaben auch zu bearbeiten. Jakob Pietschnig stellt fest: „Das heißt, dass die Erfassbarkeit der Fähigkeiten eines Menschen von seiner Motivation während der Leistungserfassung abhängig ist.“ Sie ist für die Testleistung, die Performanz, unbedingte Voraussetzung.</p>
<p>Verglichen mit ihr spielen andere Faktoren, die zu einer geringeren Performanz führen können, wie etwa Lärm, Temperatur oder Persönlichkeitsvariablen wie Tendenz zu Prüfungsangst, eine weniger bedeutende Rolle. Ohne Motivation gibt es auch keine Hochbegabung. Neben der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Leistungsmotivation spielt Kreativität als dritter Faktor eine große Rolle. Sie ist ursächlich für neuartige und zugleich problemangepasste Lösungsansätze. Wenn alle diese drei Faktoren von so großer Bedeutung sind, stellt sich die Frage, weshalb man die Hochbegabung Einzelner fast ausschließlich an der Feststellung ihrer überdurchschnittlichen Fähigkeiten festmacht.</p>
<p><strong>Auf Kommando kann kaum jemand kreativ sein</strong></p>
<p>Jakob Pietschnig erläutert: „Das hat in Wahrheit jedoch ganz pragmatische Gründe: Zum einen kann man davon ausgehen, dass jemand, der eine allgemein geringe Leistungsmotivation besitzt, auch bei der Erfassung seiner kognitiven Fähigkeiten keinen allzu großen Ehrgeiz, gut abzuschneiden, an den Tag legen wird.“ Vereinfacht gesagt: Wenn sich jemand grundsätzlich nicht gerne anstrengt, wird er sich auch bei der Testung nicht verausgaben und dementsprechend auch nicht Gefahr laufen, als potenziell hochbegabt eingestuft zu werden.</p>
<p>Die Motivation wird also durch eine gute Testleistung zumindest miterfasst. Zum anderen ist Kreativität ein schwer konkret definierbarer Begriff und bislang – wenn überhaupt – nur schlecht messbar. Warum Kreativität nur schlecht messbar ist, wird einem Menschen spätestens dann bewusst, wenn er bei einem Kreativitätstest vom Testleiter sinngemäß aufgefordert wird: „Seien Sie kreativ – und zwar genau jetzt!“ Selbst grundsätzlich äußerst kreative Menschen werden Probleme haben, auf Kommando kreativ zu sein. Quelle: „Intelligenz“ von Jakob Pietschnig</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Botenstoff Dopamin sorgt für Motivation</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/hans-otto-thomashoff-selbstwirksamkeit.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2022 01:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen wollen etwas bewirken, aktiv und eigenständig selbst etwas schaffen. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Auch dieses Grundbedürfnis verdanken wir der Arbeitsweise unseres Gehirns, und zwar seinen Motivations- und Belohnungssystem. Dieses neurobiologische System setzt spezielle Botenstoffe frei, die und dazu antreiben, eigenständig ein Ziel zu erreichen.“ Wohlgemerkt eigenständig, also aus eigener Kraft. Dazu zündet es in zwei Stufen. Am Anfang steht zur Motivation der Botenstoff Dopamin, der die Neugier und Aufmerksamkeit eines Menschen weckt und ihn anstachelt, ein angestrebtes Ziel zu erreichen. Dabei ist es völlig unerheblich, um was für ein&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen wollen etwas bewirken, aktiv und eigenständig selbst etwas schaffen. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Auch dieses Grundbedürfnis verdanken wir der Arbeitsweise unseres Gehirns, und zwar seinen Motivations- und Belohnungssystem. Dieses neurobiologische System setzt spezielle Botenstoffe frei, die und dazu antreiben, eigenständig ein Ziel zu erreichen.“ Wohlgemerkt eigenständig, also aus eigener Kraft. Dazu zündet es in zwei Stufen. Am Anfang steht zur Motivation der Botenstoff Dopamin, der die Neugier und Aufmerksamkeit eines Menschen weckt und ihn anstachelt, ein angestrebtes Ziel zu erreichen. Dabei ist es völlig unerheblich, um was für ein Ziel es sich handelt – ein leckeres Stück Kuchen, ein neues Handy, ein Marathonlauf, ein Wahlsieg, Sex, Alkohol, Kokain. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-3458"></span></p>
<p><strong>Endorphine verursachen ein Hochgefühl</strong></p>
<p>Wenig überraschend ist, dass das Dopamin-System auch verantwortlich für die meisten Süchte ist. Denn Suchtmittel verschaffen einem Menschen das Gefühl des beflügelnden Kicks auf der Suche nach Erfolg. Erreicht man ein angestrebtes Ziel, belohnt einen die zweite Stufe, das Belohnungssystem, mit einem natürlichen Cocktail der besonderen Art. Endorphine und körpereigenes Morphium verschaffen beim Erfolgreichen ein Hochgefühl und wohlige verdiente Entspannung. </p>
<p>Die Macht des Dopamins, die Motivation, ja der regelrechte Drang, eigenständig etwas zu bewirken, ist im Gehirn eines Menschen früher und stärker angelegt als sein Streben nach Genuss. Hans-Otto Thomashoff erläutert: „Das haben Versuche an Säuglingen bewiesen, die schon ganz früh damit beginnen, selbst etwas schaffen zu wollen.“ Gleich zweifach wurde diese psychische Kraft in der Psychologie entdeckt und deshalb mit zwei verschiedenen Namen versehen, die allerdings beide dasselbe bedeuten. Der Begriff „Wirkmächtigkeit“ stammt von dem britischen Psychoanalytiker Donald Winnicott aus den Vierzigerjahren. </p>
<p><strong>Der Kapitalismus ist auf das Motivationssystem abgestimmt</strong></p>
<p>Der Ausdruck „Selbstwirksamkeit“ hingegen geht auf den kanadischen Psychologen Albert Bandura in den Siebzigern zurück. Lebenspraktisch hat Wirkmächtigkeit oder Selbstwirksamkeit zur Folge, dass es eben beglückender und berauschender ist, eine Goldmedaille zu gewinnen, als sie einfach geschenkt zu bekommen. Eine Konsequenz für die politische Praxis daraus liegt auf der Hand: Den eigenen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten ist aus Sicht des hirneigenen Belohnungssystem erfüllender als eine staatliche Grundsicherung ohne jede Gegenleistung. </p>
<p>Hans-Otto Thomashoff stellt fest: „Auf welcher Spielwiese jeder von uns sein Streben nach Erfolg austobt, entscheiden unsere Vorbilder, unser kulturelles Umfeld und oft auch der Zufall.“ Wobei es bei allem Streben eine entscheidende Gemeinsamkeit gibt: Vielen Menschen ist es lieber, dass sie scheitern, als wenn sie es gar nicht erst versucht hätten. Das kapitalistische Wirtschaftssystem, auf dem die soziale Markwirtschaft aufgebaut ist, ist ganz auf das schnelle Motivationssystem abgestimmt. Denn es reitet auf der Welle des Dopamins von mehr zu immer noch mehr. Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 01:00:42 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das Bildungssystem auf dem Gegenteil – der extrinsischen Motivation. Die Kinder lernen in der Schule, was immer man auch anderes erzählen mag, für Noten. Solange dies der Vorbereitung auf das Berufsleben diente, hatten die Kritiker dieses&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das Bildungssystem auf dem Gegenteil – der extrinsischen Motivation. Die Kinder lernen in der Schule, was immer man auch anderes erzählen mag, für Noten. Solange dies der Vorbereitung auf das Berufsleben diente, hatten die Kritiker dieses Systems einen schweren Stand. In der klassischen Arbeitswelt arbeitet man schließlich ebenso für eine extrinsische Belohnung – für Geld. Der Philosoph, Publizist und Bestsellerautor Richard David Precht zählt zu den profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. <span id="more-2776"></span></p>
<p><strong>Die Digitalisierung stellt das Lernsystem infrage</strong></p>
<p>In gleichem Maße aber, wie die flächendeckende Erwerbsarbeit im Zuge der Digitalisierung zurückgeht, verliert diese Konditionierung ihren Sinn. Die Kinder müssen später in der Lage sein, aus intrinsischer Motivation heraus in hoch qualifizierten Berufen Außergewöhnliches zu leisten. Und sie brauche noch viel mehr innerlichen Antrieb, wenn sie zeitweilig oder länger keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Seinem Leben selbst einen Rahmen zu setzen und gute Pläne für den Tag zu entwickeln ist die Herausforderung für die Zukunft.</p>
<p>Je mehr intrinsische Motivation die Menschen haben, desto besser ist es um die Gesellschaft bestellt. Denn die Digitalisierung stellt das bisherige extrinsische Lernsystem infrage. Die Parallele zur Arbeits- und Leistungsgesellschaft ist unverkennbar. Richard David Precht warnt: „Der Ernst der Lage wird dramatisch unterschätzt.“ Übereinstimmung bei allen Bildungskritikern gibt es immerhin in zwei Punkten. Wer jetzt in eine Schule geht, eine Berufsausbildung macht oder eine Hochschule besucht, muss willens und bereit sein, ein Leben lang weiter zu lernen.</p>
<p><strong>Kreativität ohne Moral ist nicht erstrebenswert</strong></p>
<p>Es besteht kein Zweifel daran, dass das nicht ohne viel intrinsische Motivation möglich ist. Und einig ist man sich auch, dass es ohne Kreativität nicht gehen wird. „Kreativität“ ist allerdings ein äußerst schillernder Begriff. Kreativität ohne Moral ist gesellschaftlich nicht erstrebenswert. Und Bildung ohne Herzensbildung auch nicht. Fragen der Moral und der Urteilsbildung kommen damit in der Zukunft große Bedeutung zu. Das gleiche gilt für den Umgang mit technischen Geräten.</p>
<p>„Messen“ und „Messbares“ richtig einzuschätzen ist eine Bildungsfrage. „Digitale Selbstkontrolle“ und „digitale Risikokompetenz“, zwei Begriffe des Psychologen Gerd Gigerenzer, beschreiben, worauf es dabei ankommt. Nämlich auf die Fähigkeit, mit digitalen Technologien informiert umzugehen, mit dem Ziel deren Nutzen zu erhöhen und möglichen Schaden zu verringern. In den Schulen der Zukunft müssen die Schüler lernen, digitale Risiken abzuschätzen und psychologische Zusammenhänge zu verstehen. Quelle: „Jäger, Hirten, Kritiker“ von Richard David Precht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Nie sind alle Faktoren des Denkens identifizierbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2020 13:49:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Mensch kann die Realität in seinem Inneren nachstellen, variieren, alimentieren oder verzerren. Bei diesen Gedankenspielen oder Imaginationen greift er auch auf internalisiertes Wissen, Erinnerungen, Erfahrungen, archetypische Bilder und körperliche Empfindungen sowie Erfahrungen während der Sozialisation zu. Allan Guggenbühl erklärt: „Dank unseres Imaginationsvermögens können wir uns in andere Szenen hineinversetzen und Zusammenhänge konstruieren. Klugheit bedeutet, dass wir diese mentalen Fähigkeiten für das Entwickeln neuer Zusammenhänge, neuer Sichtweisen einsetzen.“ Doch da jeder diese Fähigkeit besitzt, ist das gegenseitige Verstehen für Menschen eine Herausforderung. Möglicherweise geht im Kopf des Gegenübers etwas völlig&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mensch kann die Realität in seinem Inneren nachstellen, variieren, alimentieren oder verzerren. Bei diesen Gedankenspielen oder Imaginationen greift er auch auf internalisiertes Wissen, Erinnerungen, Erfahrungen, archetypische Bilder und körperliche Empfindungen sowie Erfahrungen während der Sozialisation zu. Allan Guggenbühl erklärt: „Dank unseres Imaginationsvermögens können wir uns in andere Szenen hineinversetzen und  Zusammenhänge konstruieren. Klugheit bedeutet, dass wir diese mentalen Fähigkeiten für das Entwickeln neuer Zusammenhänge, neuer Sichtweisen einsetzen.“ Doch da jeder diese Fähigkeit besitzt, ist das gegenseitige Verstehen für Menschen eine Herausforderung. Möglicherweise geht im Kopf des Gegenübers etwas völlig anderes vor, als man sich selbst ausmalt. Allan Guggenbühl ist seit 2002 Professor an der Pädagogischen Hochschule Zürich tätig. Außerdem fungiert er als Direktor des Instituts für Konfliktmanagement in Zürich. <span id="more-2363"></span></p>
<p><strong>Eine Handlung hat unzählige mögliche Ursachen und Gründe</strong></p>
<p>Menschliche Interaktionen laufen sehr vielschichtig ab, denn das Verstehen der Mitmenschen läuft auf mehreren Ebenen ab. Mit der Fähigkeit, sich in die Bewusstseinsvorgänge einer anderen Person hineinzuversetzen, entwickelt man fortlaufend Annahmen über die Gedanken und Reaktion des Gegenübers. Anders als in den Naturwissenschaften, die mess- und replizierbare physikalische und chemische Grundgesetze formulieren, können die Hintergründe menschlichen Verhaltens nie genau identifiziert werden. Denn man kann nie alle Faktoren eines Denkprozesses identifizieren.</p>
<p>Modelle von Ursache und Wirkung greifen hier zu kurz. Allan Guggenbühl erläutert: „Eine Handlung oder Stimmung hat unzählige mögliche Ursachen und Gründe. Welcher Grund bei einer Person relevant ist, hängt von der Persönlichkeit, der Stimmung, den gesetzten Zielen und vielen Kontextfaktoren ab. Wir sind nie von Überraschungen gefeit.“ Scheinbar selbstverständliche Kausalitäten widerlegt immer wieder die Praxis. Reaktionen bestimmen nicht nur äußere Faktoren, sondern auch innere Wirklichkeiten, die sich jedoch einer systematischen, rationalen Analyse entziehen.</p>
<p><strong>Menschen sind ambivalente Wesen</strong></p>
<p>Allan Guggenbühl betont: „Da unsere Reaktionen von unbekannten und unbewussten Faktoren abhängen, hat das Nachdenken über den Menschen immer einen spekulativen Charakter und muss als Interpretation verstanden werden.“ Was ein Mensch denkt, fühlt, empfindet und wie er sich entscheidet, spiegelt das Setting wider, das er in sich trägt. Dazu zählen die Fantasien, die in ihm aufsteigen, den Zeitgeist, der ihn lenkt, die Bildung, die ihn geformt hat und die Persönlichkeit, zu der er heranwuchs. Dazu kommen noch aktuelle Paradigmen, Mythologien und die Religion.</p>
<p>Da es sich um gewichtige Einflussfaktoren handelt, sind Voraussagen schwierig. Die bewussten Zielsetzungen und Standpunkte sind nur ein Faktor der menschlichen Motivationsstruktur. Allan Guggenbühl stellt fest: „Wir müssen nüchtern eingestehen, dass wir ambivalente Wesen sind, verführbar und oft zu schwach, um unsere eigen Ansprüche einzuhalten.“ Menschen schwören ewige Treue, lassen sich jedoch von einer Kollegin verführen oder wollen nicht lügen, schwindeln jedoch ihren Chef an. Quelle: „Die vergessene Klugheit“ von Allan Guggenbühl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Belohnungen blockieren die Motivation</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2017 07:47:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Menschen handeln immer sinnvoll. Ihr Handeln ist in jedem Augenblick voller Sinn. Aus ihrer Sicht. Mag es aus der Sicht eines anderen noch so verrückt aussehen. Aus ihrer eigenen Perspektive ist es wichtig und richtig, so zu handeln. Die Strategie „Belohnen“ und „Bestrafen“ kümmert sich nicht um Gründe. An dem Warum ist sie nicht interessiert. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Sie will Anpassung.“ Oft wird deshalb nicht getan, was sinnvoll ist, sondern was belohnt wird. Belohnungen verführen Menschen dazu, auch etwas völlig Sinn- und Freudloses zu tun, wenn nur die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Menschen handeln immer sinnvoll. Ihr Handeln ist in jedem Augenblick voller Sinn. Aus ihrer Sicht. Mag es aus der Sicht eines anderen noch so verrückt aussehen. Aus ihrer eigenen Perspektive ist es wichtig und richtig, so zu handeln. Die Strategie „Belohnen“ und „Bestrafen“ kümmert sich nicht um Gründe. An dem Warum ist sie nicht interessiert. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Sie will Anpassung.“ Oft wird deshalb nicht getan, was sinnvoll ist, sondern was belohnt wird. Belohnungen verführen Menschen dazu, auch etwas völlig Sinn- und Freudloses zu tun, wenn nur die Belohnung hoch genug ist. Die Belohnung bestimmt, was zu tun ist. Das erzeugt gegenüber der Sache selbst eine Haltung der Gleichgültigkeit und des Desinteresses. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-1578"></span></p>
<p><strong>Durch Belohnungen stirbt die Kreativität</strong></p>
<p>Reinhard K. Sprenger betont: „Belohnungen blockieren also, was sie zu fördern vorgeben: Motivation, die sich auf die Sache selbst richtet. Belohnungen machen einen Menschen nur vorübergehend leistungsbereiter. Sie rufen aber keine dauerhafte Bindung an ein Handeln hervor. Und was immer übersehen wird: Sie verändern die Art und Weise des Engagements. Wenn Menschen belohnt werden, neigen sie dazu, genau so viel zu tun, wie nötig ist, um belohnt zu werden.</p>
<p>Sie konzentrieren sich dann auf den schnellsten Weg, ihr Ziel zu erreichen, schauen kaum mehr nach links oder rechts, spielen nicht mehr mit Möglichkeiten, lassen Chancen ungenutzt. Sie ignorieren alles, dessen Bedeutung für den Erhalt der Belohnung nicht offensichtlich ist. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Kurz: Was bei Belohnungen zuerst stirbt, ist unsere Kreativität, unsere Neugier, unsere spielerische Freude am Tun – das Gefühl, in gewisser Hinsicht unser eigener Boss zu sein.“ Damit reduziert man seine Fähigkeiten.</p>
<p><strong>An Belohnungen denkende Menschen bevorzugen Sicherheit</strong></p>
<p>Aus vernetzt denkenden Menschen werden Erfüllungsgehilfen für Teilziele. Damit entspricht man nicht mehr seinen Möglichkeiten, sondern ausschließlich den Erwartungen anderer. Die Konsequenzen sind weitreichend: Man kündigt innerlich. Man lebt nicht mehr sein eigenes Leben, sondern das des Belohners. Man lässt sich betätigen und andere entscheiden. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Wenn uns eine Belohnung in Aussicht gestellt wird, dann erleben wir die Aufgabe als etwas, das zwischen uns und der Belohnung steht: ein notwendiges Übel, eine Hürde.</p>
<p>Viele Menschen entwickeln zum Teil eine enorme Kreativität, um eine Belohnung auf dem schnellsten Weg zu erreichen. Sie bevorzugen einfache Aufgaben, und lassen komplexe, schwierigen Aufgaben beiseite. Langfristige, qualitativ anspruchsvolle Problemstellungen umgehen sie. Und meiden das Risiko. Je mehr ein Mensch an die Belohnung denkt, desto mehr Sicherheit will er. Hochkreativ auch solcher Art, dass Menschen, um die Belohnung zu erhalten, Ergebnisse manipulieren, zu offenkundig unmoralischen oder sogar illegalen Mitteln greifen. Quelle: „Die Entscheidung liegt bei dir!“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Motivation schützt vor Erschöpfung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/motivation-schuetzt-vor-erschoepfung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 05:50:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Sich erschöpft zu fühlen und durch anstrengende Arbeit „erledigt zu sein“ ist real und alles andere als selten. Aber es ist auch bekannt, dass Menschen, wenn sie motiviert genug sind, einfach unbeirrt weitermachen können. Walter Mischel nennt ein Beispiel: „Wenn wir verliebt sind, können wir eine Zeit – egal ob einen Tag, eine Woche oder einen Monat – durchhalten, die uns schlaucht und Kraft kostet, bis wir dann endlich den geliebten Menschen treffen.“ Manche Menschen schalten, wenn sie erschöpft sind, nicht den Fernseher ein, sondern joggen stattdessen zum Fitnessstudio. Gemäß&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sich erschöpft zu fühlen und durch anstrengende Arbeit „erledigt zu sein“ ist real und alles andere als selten. Aber es ist auch bekannt, dass Menschen, wenn sie motiviert genug sind, einfach unbeirrt weitermachen können. Walter Mischel nennt ein Beispiel: „Wenn wir verliebt sind, können wir eine Zeit – egal ob einen Tag, eine Woche oder einen Monat – durchhalten, die uns schlaucht und Kraft kostet, bis wir dann endlich den geliebten Menschen treffen.“ Manche Menschen schalten, wenn sie erschöpft sind, nicht den Fernseher ein, sondern joggen stattdessen zum Fitnessstudio. Gemäß der motivationalen Deutung der Bereitschaft, sich anzustrengen, hängt es von Einstellungen, Selbststandards und Zielen ab, wann einen Mensch seine Anstrengungen anspornen, statt ihn zu ermüden, und wann er sich besser entspannen, ein Nickerchen machen oder sich selbst belohnen sollte. Walter Mischel zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-1406"></span></p>
<p><strong>Der Aufschub von Belohnungen kann unklug sein</strong></p>
<p>Wenn Menschen glauben, anspruchsvolle Aufgaben würden sie beleben und nicht auslaugen, schneiden sie bei einer späteren Aufgabe besser ab. Man braucht keine Experimente oder Philosophen, um zu wissen, dass ein Übermaß an Willensstärke genauso kontraproduktiv sein kann wie ihr Mangel. Die Belohnungen immer aufzuschieben und dafür unentwegt zu arbeiten, kann eine unkluge Entscheidung sein. Im Extremfall führt der Aufschub von Belohnungen zu einem trübseligen, sterilen Leben mit permanent aufgeschobenen Freuden und verpassten Zerstreuungen.</p>
<p>Dazu kommen nie erlebte Emotionen und vielleicht sogar das Gefühl, sein Leben nicht gelebt zu haben. Seine Erkenntnisse über die Fähigkeit zur Selbstkontrolle führten Walter Mischel zu mehreren wichtigen Schlussfolgerungen. Erstens können einige Menschen – das ist wenig überraschend – Verlockungen besser widerstehen und unangenehme Emotionen besser regulieren als andere. Zweitens treten diese Unterschiede erstaunlicherweise bereits in den Vorschuljahren zutage. Sie sind bei den meisten, wenn auch nicht bei allen Menschen über lange Zeit stabil.</p>
<p><strong>Selbstkontrolle kann vor Verwundbarkeiten schützen</strong></p>
<p>Außerdem geben die Unterschiede Aufschluss über äußerst wichtige psychologische und biologische Folgen in späteren Lebensjahren. Walter Mischel ergänzt: „Die herkömmliche Auffassung, der zufolge Willenskraft ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal sei, das man entweder in hohem Maße oder gar nicht besitze, ist falsch. Vielmehr können wir kognitive und emotionale Kompetenzen der Selbstkontrolle lernen, verbessern und gezielt nutzen, sodass sie, wenn nötig, automatisch aktiviert werden können.“</p>
<p>Andererseits können Menschen ihre Fähigkeiten zur Selbstkontrolle auch brachliegen lassen, und selbst wenn sie reichlich davon besitzen, fehlen ihnen vielleicht die Ziele, die Werte und die nötige Unterstützung des sozialen Umfelds, um sie konstruktiv zu nutzen. Menschen müssen also nicht Opfer ihrer sozialen und biologischen Vorgeschichten werden. Die Fähigkeit zur Selbstkontrolle kann sie vor ihren Verwundbarkeiten schützen. Vielleicht beseitigt sie diese Schwachstellen nicht vollständig, aber sie kann einem Menschen helfen, besser damit zurechtzukommen. Quelle: „Der Marshmallow-Test“ von Walter Mischel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bei positiven Emotionen verschiebt sich die Wahrnehmung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/bei-positiven-emotionen-verschiebt-sich-die-wahrnehmung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2015 10:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Goleman]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[Negatives Denken konzentriert sich auf einen schmalen Bereich: auf das, was einen Menschen ärgert. Daniel Goleman stellt eine Faustregel aus der Kognitionstherapie vor: „Die Konzentration auf die negativen Seiten eines Erlebnisses stellt ein Rezept für Depressionen dar.“ Positive Gefühle dagegen erweitern das Spektrum der Aufmerksamkeit einer Person. Es steht ihr frei, alles einzubeziehen. Wenn die positiven Emotionen einen Menschen im Griff haben, verschiebt sich sogar die menschliche Wahrnehmung. Die Psychologin Barbara Fredrickson formuliert diesen Sachverhalt wie folgt: „Wenn wir uns wohlfühlen, erweitert sich unsere Wahrnehmung von der üblichen, selbstzentrierten Konzentration&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Negatives Denken konzentriert sich auf einen schmalen Bereich: auf das, was einen Menschen ärgert. Daniel Goleman stellt eine Faustregel aus der Kognitionstherapie vor: „Die Konzentration auf die negativen Seiten eines Erlebnisses stellt ein Rezept für Depressionen dar.“ Positive Gefühle dagegen erweitern das Spektrum der Aufmerksamkeit einer Person. Es steht ihr frei, alles einzubeziehen. Wenn die positiven Emotionen einen Menschen im Griff haben, verschiebt sich sogar die menschliche Wahrnehmung. Die Psychologin Barbara Fredrickson formuliert diesen Sachverhalt wie folgt: „Wenn wir uns wohlfühlen, erweitert sich unsere Wahrnehmung von der üblichen, selbstzentrierten Konzentration auf &gt;mich&lt; zu einer umfassenderen warmherzigen Konzentration auf das &gt;wir&lt;.“ Die Fokussierung auf negative oder positive Aspekte bietet zudem einen gewissen Anhaltspunkt, wenn man wissen will, wie das menschliche Gehirn funktioniert. <span id="more-931"></span></p>
<p><strong>Positive Augenblicke erzeugen eine angenehme Stimmung</strong></p>
<p>Wenn sich Menschen in gehobener, energiegeladener Stimmung befinden, ist nach den Erkenntnissen von Richard Davidson insbesondere der linke präfrontale Bereich aktiv. In diesem Gehirnareal befinden sich die Schaltkreise, die den Menschen daran erinnern, wie großartig er sich fühlt, wenn er endlich ein lange erstrebtes Ziel erreicht hat. Auf der neuronalen Ebene wird die positive Stimmung dadurch widergespiegelt, wie lange man eine solche Einstellung aufrechterhalten kann.</p>
<p>Ein sonniges Gemüt zeigt sich in den Geisteshaltungen. Daniel Goleman zeigt dies anhand eines Beispiels: „Der Umzug in eine andere Stadt oder das Zusammentreffen mit neuen Menschen ist dann nichts Beängstigendes, sondern ein Abenteuer, durch das sich spannende Möglichkeiten eröffnen – man kann großartige Orte entdecken und neue Freunde finden.“ Bringt das Leben überraschend einen positiven Augenblick mit sich, bleibt die angenehme Stimmung lange bestehen. Menschen, die das Leben in diesem Licht wahrnehmen, konzentrieren sich auf die Silberstreifen und nicht auf die Wolken.</p>
<p><strong>Das Dopamin treibt die Motivation voran</strong></p>
<p>In der positiven Einstellung spiegelt sich unter anderem die Aktivität der Belohnungsschaltkreise im Gehirn wider. Daniel Goleman erklärt: „Wenn wir glücklich sind, wird der Nucleus accumbens aktiv, ein Areal im unteren Streifkörper in der Mitte des Gehirns. Diese Region ist offenbar von entscheidender Bedeutung für die Motivation und für das Gefühl, dass eine Tätigkeit sich lohnt.“ Die betreffenden Schaltkreise sind reich an Dopamin und sorgen dafür, dass Menschen positive Gefühle haben, ihre Ziele verfolgen und Wünsche empfinden.</p>
<p>Hinzu kommt noch die Wirkung der körpereigenen Opiate, zu denen auch die Endorphine gehören. Das Dopamin treibt Motivation und Beharrlichkeit voran, die Opiate verzieren das Ganze mit einem Lustgefühl. Die Schaltkreise bleiben aktiv, solange sich ein Mensch in einer positiven Stimmung befindet. Positive Gefühle zahlen sich ihrerseits in Form von Leistung aus: „Sie verschaffen uns Energie, sodass wir uns besser konzentrieren, flexibler denken und beharrlich bleiben können.“ Quelle: „Konzentriert Euch!“ von Daniel Goleman</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Daniel Goleman</strong></p>
<p>Daniel Goleman wurde 1946 in Stockton, Kalifornien, geboren. Er lehrte als klinischer Psychologe an der Harvard University, schrieb als Wissenschaftsjournalist für die New York Times und war Herausgeber der Zeitschrift „Psychology Today“. Sein Buch „Emotionale Intelligenz“, das er 1995 veröffentlichte, wurde international zum Bestseller. Zu seinen bekannten Werken zählen unter anderem auch „Emotionale Führung“ und „Soziale Intelligenz“. Daniel Goleman lebt in Massachusetts.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gabrielle Oettingen läutet das Ende des positiven Denkens ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2015 07:38:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[„Angesichts der Vorherrschaft des Optimismus, erscheint es geradezu riskant, negative Gesichtspunkte auch nur mit vorsichtigen Worten anzusprechen, vor allem in Institutionen und Organisationen“, schreibt die Psychologin Gabriele Oettingen in ihrem neuen Buch „Die Psychologie des Gelingens“. Wer am Arbeitsplatz eine realistische Haltung vertritt, gilt ihrer Meinung nach oft als Spielverderber oder Miesmacher. Unzählige Studien haben die Forscherin überzeugt: Positives Denken hilft den Menschen nicht so viel weiter, wie sie glauben. Egal, ob es sich ums Abnehmen, das Rauchen aufhören, schnelleres Gesundwerden, bessere Noten oder höher dotierte Jobs handelt. Denn davon&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Angesichts der Vorherrschaft des Optimismus, erscheint es geradezu riskant, negative Gesichtspunkte auch nur mit vorsichtigen Worten anzusprechen, vor allem in Institutionen und Organisationen“, schreibt die Psychologin Gabriele Oettingen in ihrem neuen Buch „Die Psychologie des Gelingens“. Wer am Arbeitsplatz eine realistische Haltung vertritt, gilt ihrer Meinung nach oft als Spielverderber oder Miesmacher. Unzählige Studien haben die Forscherin überzeugt: Positives Denken hilft den Menschen nicht so viel weiter, wie sie glauben. Egal, ob es sich ums Abnehmen, das Rauchen aufhören, schnelleres Gesundwerden, bessere Noten oder höher dotierte Jobs handelt. Denn davon zu träumen, wie sich ein Herzenswunsch erfüllt, vermittelt ein warmes Gefühl der Zufriedenheit. Gabriele Oettingen analysiert: „Uns do kann man in ausweglosen Situationen ausharren, durchhalten und Hoffnung schöpfen.“ <span id="more-813"></span></p>
<p><strong>Martin Seligman gilt als der Erfinder der „positiven Psychologie“</strong></p>
<p>Die Psychologin fährt fort: „Was ich mit positiven Wünschen und Träumen aber nicht schaffe: Wenn Handeln gefragt ist, ein herausforderndes Ziel erreichen. Denn ich werde nicht die notwendige Energie aufbringen, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen.“ Der Hype um das positive Denken ist werden neu, noch typisch amerikanisch: Als wichtiger Vertreter darf Martin Seligman, der Erfinder der „positiven Psychologie“ und Autor des Buches „Pessimisten küsst man nicht“ gelten. Als Gabriele Oettingen in den späten 1980er-Jahren nach Amerika kam, war die psychologische Forschung aus Erwartungen ausgerichtet, also die Einschätzung der Erfolgschancen.</p>
<p>Sind die Erfolgserwartungen hoch, spricht man von Optimismus, sind sie niedrig, von Pessimismus. Gabriele Oettingen kritisiert: „Es wurde aber nicht zwischen Hoffnung und Optimismus unterschieden. Das hat mich beunruhigt und war der Anfang meines Interesses am positiven Denken. Von Hoffnung sprechen wir, wenn die Chancen schlecht stehen und wir trotzdem positiv in die Zukunft sehen. So kam ich auf die Idee, den Einfluss von Wunschträumen und positiven Fantasien zu untersuchen.“</p>
<p><strong>Gabriele Oettingen entwickelt die Methode WOOP</strong></p>
<p>In der Folge hat Gabriele Oettingen einen neuen Ansatz entwickelt, mit dem man Ziele besser erreicht. Die Abkürzung WOOP steht dabei für Wish, Outcome, Obstacle und Plan (Wunsch identifizieren, Zukunft entwerfen, Hindernis identifizieren, Plan entwerfen). Die Psychologin erläutert: „Wir geben nur vier Schritte vor, in die jeder seine persönlichen Wünsche einfüllen kann. Die Wirkung von WOOP ist wissenschaftlich getestet, stößt Prozesse an, zu denen wir keinen bewussten Zugang haben, die aber unser Verhalten verändern.“ Gabriele Oettingen nennt das Erfolgsgeheimnis der Motivationsstrategie: „Wenn ich etwas wirklich möchte, brauch in noch etwas anderes als positives Denken. Ich muss mir zusätzlich die Hindernisse auf dem Weg vorstellen. Das gibt mir die Energie.“</p>
<p>Gabriele Oettingen hat auch einen nicht zu unterschätzenden Zusatznutzen ihres neuen Ansatzes ausgemacht: „WOOP hilft, zu unterscheiden, was man wirklich will, wo man sich tatsächlich engagieren möchte, und wo man sich besser zurückzieht und keine Energie darauf verschwendet.“ Die Methode ist also auch eine Chance, im Leben aufzuräumen. Gabriele Oettingen beschreibt ihren neuen Ansatz wie folgt: „Er ist ein Schweizer Taschenmesser für ein besseres Leben.“ Die Psychologin geht inzwischen sogar so weit, zu sagen, dass positives Denken auch den wirtschaftlichen Erfolg behindert. Quelle: Kurier</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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