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	<title>Manipulation &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Priming beeinflusst unsere Entscheidungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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					<description><![CDATA[Hans-Otto Thomashoff weiß: „Andauern nimmt unsere Psyche unbewusst äußere Reize auf und passt sich an sie an. Meist, ohne dass wir das merken.“ Jugendliche bekamen einen Text zu lesen, der Wörter enthielt, die man mit einem hohen Lebensalter assoziiert, wie „schwerhörig“, „Schmerzen“, „geschwächt“, „behindert“, „Hautfalten“ oder „Bridge“. Anschließend brauchten diese Jugendlichen signifikant länger für den ... <a title="Priming beeinflusst unsere Entscheidungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hans-otto-thomashoff-priming-und-manipulation.html" aria-label="Mehr Informationen über Priming beeinflusst unsere Entscheidungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hans-Otto Thomashoff weiß: „Andauern nimmt unsere Psyche unbewusst äußere Reize auf und passt sich an sie an. Meist, ohne dass wir das merken.“ Jugendliche bekamen einen Text zu lesen, der Wörter enthielt, die man mit einem hohen Lebensalter assoziiert, wie „schwerhörig“, „Schmerzen“, „geschwächt“, „behindert“, „Hautfalten“ oder „Bridge“. Anschließend brauchten diese Jugendlichen signifikant länger für den Weg zu einem Gedächtnistest in einem Nebengebäude und schnitten auch deutlich schlechter als eine Vergleichsgruppe. Man spricht bei einer solchen Beeinflussung durch unbewussten Anker von Priming. Ohne dass man es bewusst realisiert, ist man durch Priming beeinflussbar. Wer eine wärme Tasse Kaffee in Händen hält, schätzt andere Menschen als warmherziger ein. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-6269"></span></p>
<p><strong>Manipulationen lauern überall</strong></p>
<p>Wer in einem Chefsessel sitzt, lässt die Meinungen anderer weniger gelten. Wer ein weiches Sitzkissen hat, ist kompromissbereiter in Verhandlungen. Hans-Otto Thomashoff fügt hinzu: „Priming beeinflusst unsere Entscheidungen beim Konsum und in der Politik, ja selbst auf unser Selbstgefühl und unseren Körper wirkt es ein. Wer bewusst eine betont dominante Körperhaltung einnimmt, bei dem steigt der Testosteronwert im Blut.“ Der Selbstverstärkung sei Dank, hat jede Anpassung unserer Psyche die Tendenz, eine sich selbst weiter verstärkende Eigendynamik anzustoßen. </p>
<p>Selbsterfüllende Prophezeiungen bestätigen daher die Erwartungshaltung. Hans-Otto Thomashoff nennt ein Beispiel: „Frauen, die vor einem Mathematiktest ihr Geschlecht angeben mussten, schnitten um 30 Prozent schlechter ab als solche, die vor dem Test nicht daran erinnert wurden, dass sie eine Frau waren.“ Manipulationen lauern überall. Jeder von uns ist für sie empfänglich, da sie an den Fallstricken unserer Psyche ansetzen. Man kann ihnen nur vorbeugen, indem man sich klarmacht, wie sie funktionieren und wie leicht man ihnen erliegt.</p>
<p><strong>In der Regression arbeitet die Psyche auf kindlichem Niveau</strong></p>
<p>Gerade in der Politik verstärkt oft unsere Regressionsneigung die Anfälligkeit für Manipulationen. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Wenn wir Angst haben, wütend sind oder uns in einer Sache nicht auskennen, vertrauen wir ganz automatisch anderen. Ein Politiker, der uns vertrauenswürdig erscheint, hat dann die besten Chancen, von uns gewählt zu werden.“ Weil es ehrlich ist oder weil er uns vorspielt, dass er ehrlich ist. Oder weil er die Quadratur des Kreises schafft wie jüngst Donald Trump glaubhaft zu verstehen gibt, dass er nie behauptet hat, ehrlich zu sein. Demnach ist er ehrlich.</p>
<p>In der Regression arbeitet die Psyche auf kindlichem Niveau. Das Gefühl herrscht vor, ist oft überschwänglich und anfällig für Schwankungen, der Verstand hingegen hat Pause. Hans-Otto Thomashoff stellt fest: „Wenig überraschend besteht das Ziel politischer Manipulation darin, uns gezielt in die Regression zu drängen. Wahlstrategen wissen nur zu gut, dass unsere Stimmungen unser Verhalten meist stärker beeinflussen als unsere bewussten Entscheidungen.“ Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Angst braucht als Emotion immer die Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 02:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine äußerst effektive Maßnahme der Manipulation besteht in der einfachen Aufstellung einer Behauptung. Thorsten Havener fügt hinzu: „Einen der spannendsten Aspekte dieser Methode beinhaltet die sogenannte „selbsterfüllende Prophezeiung“. Paul Watzlawick, der Kärtner Godfather of Communication, definiert in seinem Beitrag „Selbsterfüllende Prophezeiungen“ folgendermaßen: „Eine sich selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Annahme oder Voraussage, die rein aus der ... <a title="Angst braucht als Emotion immer die Zukunft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-selbsterfuellende-prophezeiung.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst braucht als Emotion immer die Zukunft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine äußerst effektive Maßnahme der Manipulation besteht in der einfachen Aufstellung einer Behauptung. Thorsten Havener fügt hinzu: „Einen der spannendsten Aspekte dieser Methode beinhaltet die sogenannte „selbsterfüllende Prophezeiung“. Paul Watzlawick, der Kärtner Godfather of Communication, definiert in seinem Beitrag „Selbsterfüllende Prophezeiungen“ folgendermaßen: „Eine sich selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Annahme oder Voraussage, die rein aus der Tatsache heraus, dass sie gemacht wurde, das angenommene, erwartete oder vorhergesagte Ereignis zur Wirklichkeit werden lässt und so ihre eigene „Richtigkeit“ bestätigt.“ Das Bemerkenswerte an der selbsterfüllenden Prophezeiung ist, dass das klassische Ursache-Wirkung-Denken hier versagt. Es wird umgedreht. Allein die Behauptung sorgt dafür, dass ein zukünftiges – noch nicht eigetretenes – Ereignis einen Effekt in der Gegenwart hat, in der das vorhergesagte Ereignis eintritt. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5880"></span></p>
<p><strong>Die selbsterfüllende Prophezeiung ist praktisch eine Suggestion</strong></p>
<p>Nicht selten hat das mit Angst zu tun. Thorsten Havener erklärt: „Angst braucht als Emotion immer die Zukunft, sonst kann sie nicht wirken. In vielen Fällen sorgt die Angst vor einem bestimmten Ereignis dafür, dass wir versuchen, das Ereignis zu vermeiden.“ Die Strategien zur Vermeidung sorgen dann erst dafür, dass das Ereignis eintritt. Die selbsterfüllende Prophezeiung in Verbindung mit Angst ist daher ein sehr bewährtes und heftiges Mittel der Manipulation.</p>
<p>Sie ist praktisch eine Suggestion, die in vielen Fällen ohne häufige Wiederholung wirkt. Die Mechanismen sind dieselben: richtiges Timing, Wiederholung – die es in vielen Fällen gar nicht braucht – und Präsentation. Thorsten Havener erläutert: „Wie auch bei der Suggestion ist die selbsterfüllende Prophezeiung in dem Moment, in dem sie aufgestellt wird, noch gar nicht eingetreten. Sie ist zum Zeitpunkt der Behauptung noch nicht wahr – sie erschafft sich selbst.“</p>
<p><strong>Bei einem Streit schaffen beide oft ihre eigene Realität</strong></p>
<p>Das öffnet natürlich gerade in zwischenmenschlichen Konflikten einer Verschlimmerung Tür und Tor. Ein weiteres treffendes Beispiel stammt von Paul Watzlawick: Angenommen ein Paar streitet und die Frau sagt zum Mann: „Du nimmst ja nie am Familienleben teil.“ Darauf sagt der Mann: „Ja, weil du immer nur an mir rumnörgelst.“ Jetzt geht der Teufelskreis los. Der Mann zieht sich zurück, weil die Frau angeblich nörgelt. Aus der Perspektive der Frau ist das aber eine völlig falsche Begründung.</p>
<p>Nicht das Nörgeln ist der Anfang des Kreislaufs, nein, sie beschwert sich, weil er sich immer zurückzieht. Thorsten Havener stellt fest: „Beide schreiben ihrem Verhalten einen anderen Grund zu. Sie sagt, er zieht sich zurück, und deshalb beschwert sie sich. Er sagt, sie beschwert sich immer, und deshalb zieht er sich zurück.“ Beide haben ihr eigene Realität der Ereignisse geschaffen. Und damit eine selbsterfüllende Prophezeiung. Denn die Reaktion auf das Verhalten des anderen wird als genau das betrachtet: als Reaktion. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Suggestionen besitzen eine ungeheure Kraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 01:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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					<description><![CDATA[Suggestionen haben eine ungeheuer beeinflussende Wirkung. Thorsten Havener erläutert: „Jede Suggestion wird Teil unserer Realität, sobald wir sie akzeptiert haben. Damit werden diese Suggestionen zu Programmen in unseren Gedanken. Sie sind Teil unserer mentalen Software. Damit ist unser Leben immer nur so gut wie unsere Gedanken.“ Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Suggestion so zu ... <a title="Suggestionen besitzen eine ungeheure Kraft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/suggestionen-besitzen-eine-ungeheure-kraft.html" aria-label="Mehr Informationen über Suggestionen besitzen eine ungeheure Kraft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Suggestionen haben eine ungeheuer beeinflussende Wirkung. Thorsten Havener erläutert: „Jede Suggestion wird Teil unserer Realität, sobald wir sie akzeptiert haben. Damit werden diese Suggestionen zu Programmen in unseren Gedanken. Sie sind Teil unserer mentalen Software. Damit ist unser Leben immer nur so gut wie unsere Gedanken.“ Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Suggestion so zu verpacken, dass sie ihre ungeheure Kraft entfalten kann: Timing, Wiederholung und Präsentation. Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch ist der richtige Zeitpunkt das Fundament einer gelungenen Suggestion. Man sollte niemandem erzählen, dass etwas passieren wird, bevor es passiert. Man nimmt auf, was schon passiert ist und verknüpft die Suggestion mit bereits eingetretenen Faktoren. Sehr gut ist es auch, diese Eigenschaften zu erwähnen und zu bestätigen. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5659"></span></p>
<p><strong>Die Wiederholung verstärkt die Wirkung der Suggestion</strong></p>
<p>Auch die Wiederholung ist eine treibende Kraft der Suggestion. Sie verstärkt ihre Wirkung. Wird eine Suggestion nicht richtig präsentiert, wirkt sie nicht. Die richtige Betonung, Lautstärke und das Umfeld spielen eine wesentliche Rolle. Ein zentraler Teil der Präsentation ist übrigens auch der Wechsel von „Stell dir vor“ zu „Es ist jetzt so“. Thorsten Havener beschreibt das klassische Muster der Manipulation: „Es wird nach guter Vorbereitung einfach eine Behauptung aufgestellt, die dann vom Gegenüber als Suggestion akzeptiert und unterbewusst ausgeführt wird.“</p>
<p>Laut Thorsten Havener ist die Konzentration neben der Vorstellungskraft das wichtigste Werkzeug des menschlichen Geistes: „Im Bereich der Hypnose und Suggestion – und auch in vielen Bereichen der Manipulation – spielt es eine sehr große Rolle, dass unsere Aufmerksamkeit und unsere Vorstellungskraft so stark auf einen Punkt konzentriert werden, dass ein messerscharf gebündelter Fokus entsteht.“ Um einen Menschen herum gibt es in jedem Moment unzählig viele Reize, die sich auf seine Sinne auswirken.</p>
<p><strong>In der Konzentration steckt eine enorme Energie</strong></p>
<p>Die Reize, auf die sich ein Mensch konzentriert, haben Kraft. Und je stärker die Konzentration, desto stärker die Kraft, die von diesen Reizen ausgeht. Thorsten Havener stellt fest: „Je stärker die Konzentration auf einen Bereich ist, desto stärker ist die Auswirkung dieses Bereichs auf unser Empfinden. Das gilt nicht nur für unseren Körper, sondern auch für unsere Umwelt. Je stärker wir uns auf Unangenehmes und mögliches Scheitern konzentrieren, desto stärker wird dieser Fokus sich auf unsere Vorstellungskraft auswirken.“ </p>
<p>Dieser Fokus kann von innen kommen, also aus eigenen Gedanken und Geist, oder aber auch von außen. Ständig wiederholt von außen ist die Kontrolle der Aufmerksamkeit ein wichtiges Instrument der Einflussnahme auf die Gedanken und das Verhalten eines Menschen. Thorsten Havener hält also fest, dass in der Konzentration eine unglaubliche Kraft steckt und rät: „Ganz nebenbei: Es wäre eine echte Verschwendung, wenn wir diese Kraft nicht für uns nutzen würden, um uns selbst positiv zu beeinflussen.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Worte können sämtliche Emotionen  auslösen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2024 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Worte unterscheiden den Menschen von allen anderen Lebewesen, mit denen sie die Erde teilen. Thorsten Havener stellt fest: „Worte können uns zum Weinen bringen oder zum Lachen. Sie können uns wütend machen oder glücklich. Allein durch Worte können sämtliche Emotionen in uns ausgelöst werden.“ Jeder gute Drehbuchautor weiß, wie er durch Worte die Gefühlswelt der ... <a title="Worte können sämtliche Emotionen  auslösen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/worte-koennen-saemtliche-emotionen-ausloesen.html" aria-label="Mehr Informationen über Worte können sämtliche Emotionen  auslösen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Worte unterscheiden den Menschen von allen anderen Lebewesen, mit denen sie die Erde teilen. Thorsten Havener stellt fest: „Worte können uns zum Weinen bringen oder zum Lachen. Sie können uns wütend machen oder glücklich. Allein durch Worte können sämtliche Emotionen in uns ausgelöst werden.“ Jeder gute Drehbuchautor weiß, wie er durch Worte die Gefühlswelt der Zuschauer anspricht. Große Führungspersönlichkeiten und Denker haben durch ihre Worte dafür gesorgt, dass Menschen in einer bestimmten Weise fühlen und dann folglich handeln – oder eine Handlung verweigern. Suggestionen haben – in den Händen und Mündern eines Meisters – eine unglaubliche Wirkung und sind eines der mächtigsten Mittel der Beeinflussung. Nach dem amerikanischen Hypnotiseur Ormond McGill ist eine Suggestion die unbewusste Ausführung einer Idee. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5457"></span></p>
<p><strong>Das Unterbewusstsein ist der Speicher für alle Erinnerungen</strong></p>
<p>Vereinfacht kann man sagen, dass eine Idee, also ein Gedanke oder auch eine Vorstellung, in das Unterbewusstsein eines Menschen gelangt und dort ausgeführt wird. Thorsten Havener erklärt: „Die Suggestion lenkt also die Aufmerksamkeit unseres Unterbewusstseins. Und dort passiert jede Menge. Unser Unterbewusstsein ist unter anderem unser Speicher für alle Erinnerungen, von der frühesten Kindheit bis zum gestrigen Frühstück.“ Die Erinnerungen sind dabei überhaupt nichts Passives, sondern sie wirken sich sofort aus, sobald man sie aktiviert.</p>
<p>Wer sich zum Beispiel an ein schönes Erlebnis zurückerinnert, dem wird es augenblicklich gut gehen, weil das Unterbewusstsein dafür sorgt, dass eine ähnliche körperliche Reaktion erfolgt wie in dem Moment, als die Person den erinnerten Moment wirklich erlebt hat. Thorsten Havener ergänzt: „Außerdem steuert unser Unterbewusstsein sämtliche Körperfunktionen. Herzschlag, Verdauung, die Funktion unserer Organe – all das funktioniert ja von selbst, ohne dass wir auch nur eine Sekunde darüber nachdenken müssen.“</p>
<p><strong>Die Hypnose ist ein extrem mächtiges Werkzeug</strong></p>
<p>Das Unterbewusstsein ist immer da, doch die meisten Menschen schenken ihm nur selten Aufmerksamkeit. Das Bewusstsein und das Unterbewusstsein sind in ständigem Austausch miteinander. Thorsten Havener erläutert: „Wenn wir also bewusst an etwas denken, dann führt unser Unterbewusstsein diesen Gedanken sofort aus. Aus diesem Grund fühlen wir uns auch sofort besser, sobald wir an etwas Schönes denken. Bei einem unangenehmen Gedanken fühlen wir uns auch sofort schlechter – bis hin zu körperlichen Beschwerden.“</p>
<p>Das Unterbewusstsein filtert nichts, es nimmt jeden Gedanken vom Bewusstsein als einen Befehl an, den es sofort ausführt. Die Energie eines Menschen folgt seiner Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund sind Glaubenssätze auch so wichtig. Thorsten Havener weiß: „Denn das, was wir fest glauben, wird von unserem Unterbewusstsein ausgeführt. Das ist die Grundannahme der Hypnose, und das ist ein extrem mächtiges Werkzeug.“ Für das Leben lässt sich feststellen, dass gewöhnlich aus dem Glauben an eine Sache zunächst eine Idee wird. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Manipulation ist so alt wie die Menschheit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-manipulation-2.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2023 01:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Überzeugungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Albert Kitzler definiert Philosophie wie folgt: „Sie ist die Disziplin, die nach dem Wesen von Mensch und Welt in ihrer Ganzheit fragt.“ Er sagt weiter, dass die Lehren von Menschen wie von Seneca oder auch Aristoteles heute noch genauso anwendbar sind wie zu deren Lebzeiten, ja sie sind bis heute unübertroffen. Das hat Thorsten Havener ... <a title="Manipulation ist so alt wie die Menschheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-manipulation-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Manipulation ist so alt wie die Menschheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Albert Kitzler definiert Philosophie wie folgt: „Sie ist die Disziplin, die nach dem Wesen von Mensch und Welt in ihrer Ganzheit fragt.“ Er sagt weiter, dass die Lehren von Menschen wie von Seneca oder auch Aristoteles heute noch genauso anwendbar sind wie zu deren Lebzeiten, ja sie sind bis heute unübertroffen. Das hat Thorsten Havener überzeugt, zumal vor allem Seneca ihn schon seit vielen Jahren begleitet und bereits so einige gute Gedanken in ihm ausgelöst hat. Also hat er sich auf die Suche gemacht, was die Philosophie über Manipulation und Überzeugung zu sagen hat. Fündig wurde Thorsten Havener bei Aristoteles. Schon er unterscheidet drei Arten der Überzeugung: Logos, Pathos und Ethos. Oder auch: Überzeugungen durch Logik, Emotionen und Ethik. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-4857"></span></p>
<p><strong>Manipulation und Überzeugung unterscheiden sich</strong></p>
<p>Eine der Arten der Beeinflussung hat zum Ziel, andere durch Vernunft und Logik zu überzeugen. Thorsten Havener erläutert: „Die Kunst besteht hier darin, den anderen dazu zu bringen, von sich aus zu einer logischen Schlussfolgerung zu kommen – die sich im besten Fall natürlich komplett mit dem Ziel des Einflussnehmenden deckt.“ Man benutzt hierzu Logik und Argumente, um den Gegenüber dazu zu bringen, die Dinge von sich aus aus der Perspektive zu betrachten, die das eigene Ziel und den persönlichen Standpunkt am besten unterstützt.</p>
<p>Thorsten Havener weiß: „Logos funktioniert am besten im Einzelgespräch oder vor kleineren Gruppen. Sie müssen die angesprochene Person – oder die angesprochenen Personen – von einem Thema zum nächsten und in eine Reihe von Zustimmungen führen.“ Der Unterschied zwischen Manipulation und Überzeugung liegt in der Absicht dessen, der spricht. Und jede Kommunikation folgt einer Absicht. Bei der Überzeugung geht es darum, mindestens den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Das ist das Ziel.</p>
<p><strong>Man sollte immer das Ziel des Gesprächs beachten</strong></p>
<p>Je größer die Übereinstimmung ist, desto besser. Wenn man also durch Logos überzeugen will, muss man sich vorab klarmachen, was das Ziel im Gespräch ist. Trainer Ingolf Glabbatz sagte immer: „Wer gut voraussieht, hat selten das Nachsehen.“ Also muss man überlegen: Was will man von sich selbst und was von dem anderen? Was ist die eigene Absicht? Die Kommunikation folgt dann automatisch dieser Absicht. Und je überzeugter man von dieser Absicht ist, desto überzeugender wird man sein. </p>
<p>Man kann Logos natürlich auch für sich selbst anwenden. Bevor man das Gespräch beginnt, sollte man überlegen und sich selbst fragen: „Warum sollte mein Gesprächspartner das tun wollen? Was hat der andere davon?“ Thorsten Havener warnt; „Das hört sich sehr einfach an. Aber glauben Sie mir, ich habe schon sehr viele armselige Überzeugungstaktiken miterlebt. Sie haben alle genau diese Frage missachtet. Wenn der andere das Gefühl habe soll, selbst auf die Lösung gekommen zu sein, dann hilft es ungemein, wenn er dabei das Gefühl hat, durch diese Lösung einen Vorteil zu haben.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen müssen sich ständig entscheiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jun 2023 01:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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					<description><![CDATA[Entscheiden ist anstrengend. Man denkt nach, überlegt, wägt ab, prüft Pro und Kontra. Wie schön ist es da, wenn jemand einem hilft, eine Entscheidung zu treffen. Und Menschen entscheiden ständig. Thorsten Havener fordert: „Schauen Sie sich doch mal in Ihrem Zuhause um – alles, was sich dort befindet, ist dort aufgrund einer getroffenen Entscheidung. Die ... <a title="Menschen müssen sich ständig entscheiden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-manipulation-im-marketing.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen müssen sich ständig entscheiden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Entscheiden ist anstrengend. Man denkt nach, überlegt, wägt ab, prüft Pro und Kontra. Wie schön ist es da, wenn jemand einem hilft, eine Entscheidung zu treffen. Und Menschen entscheiden ständig. Thorsten Havener fordert: „Schauen Sie sich doch mal in Ihrem Zuhause um – alles, was sich dort befindet, ist dort aufgrund einer getroffenen Entscheidung. Die Farbe an den Wänden, die Möbel, die Bücher und der Inhalt der Regale und, und, und.“ Irgendwer hat zu irgendeinem Zeitpunkt in der Vergangenheit entschieden, dass es genau so aussehen soll und nicht anders. Dabei hat derjenige sich genau für die Dinge entschieden, die sich jetzt dort befinden, und damit haben sich genau die Sachen gegen viele andere durchgesetzt, die nicht gekauft wurden. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-4688"></span></p>
<p><strong>Nichts ist in einem Supermarkt Zufall</strong></p>
<p>Thorsten Havener nimmt als Beispiel den Inhalt eines Kühlschranks und stellt folgende Frage: „Glauben Sie, Sie haben den Inhalt völlig frei gewählt?“ Um es klar zu sagen: Diese Freiheit ist eine Illusion. Dazu beleuchtet Thorsten Havener doch mal einen typischen Einkauf im Supermarkt und was dabei im Hintergrund so alles abläuft. Es geht schon am Eingang los und zieht sich durch das gesamte Einkaufserlebnis. Beim nächsten Einkauf sollte man zuerst einmal auf die Schiebetüren am Eingang des Supermarktes achten. </p>
<p>Die gleiten gewöhnlich ganz langsam zur Seite, um den Weg frei zu machen. Das liegt nicht an einem altersschwachen Motor, die Geschwindigkeit ist absichtlich so eingestellt. So wird schon am Eingang suggeriert, dass die Kunden sich Zeit nehmen sollen. Sie betreten eine Welt, in der sie es langsam angehen sollen. Sie sollen kurz innehalten. Auch dass der Bäcker genau im Eingangsbereich seinen Stand hat, ist kein Zufall. Nichts ist in einem Supermarkt Zufall. </p>
<p><strong>Kunden kaufen gerne in Augenhöhe</strong></p>
<p>Der Geruch von frischem Brot unterstützt das Gefühl der Entschleunigung und macht gute Laune. Thorsten Havener weiß: „Und gut gelaunte Kunden kommen wieder und kaufen mehr. In vielen Supermärkten wird die Abluft der Backöfen sogar etwas gekühlt und wieder in den Markt geleitet.“ Wenn die Kunden jetzt den eigentlichen Markt betreten, geht es weiter. Hier sieht man die Manifestation des englischen Ausdrucks „Eye level is buy level“ – die Kunden kaufen gerne in Augenhöhe.</p>
<p>Das bedeutet, dass sich die Produkte mit den höchsten Gewinnspannen grundsätzlich auf Sichthöhe befinden. Wer sparen will, muss sich anstrengen und in die Knie gehen. Thorsten Havener erläutert: „Denn die günstigere Bückware wie Zucker, Mehl, Salz befindet sich knapp über dem Boden. Und wenn wir schon beim Boden sind: In den meisten Supermärkten besteht der Boden aus hochglänzenden Platten.“ Der Glanz schimmert wie eine Eisplatte. Diese gedankliche Verknüpfung veranlasst Kunden, ihr Schritttempo zu verlangsamen. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Priming ist eine Methode der Manipulation</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-priming.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 02:00:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Priming werden Menschen wichtige Informationen in versteckter oder unterschwelliger Form vermittelt, um deren Verhalten zu beeinflussen. Als Vater des Primings gilt der Wissenschaftler John Bargh, dessen Buch „Vor dem Denken“ ein Klassiker ist. Thorsten Havener erklärt: „Bargh hat zum Beispiel nachgewiesen, dass Studienteilnehmer sich messbar langsamer bewegten, wenn sie zuvor mit Wörtern wie „alt“, ... <a title="Priming ist eine Methode der Manipulation" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-priming.html" aria-label="Mehr Informationen über Priming ist eine Methode der Manipulation">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Priming werden Menschen wichtige Informationen in versteckter oder unterschwelliger Form vermittelt, um deren Verhalten zu beeinflussen. Als Vater des Primings gilt der Wissenschaftler John Bargh, dessen Buch „Vor dem Denken“ ein Klassiker ist. Thorsten Havener erklärt: „Bargh hat zum Beispiel nachgewiesen, dass Studienteilnehmer sich messbar langsamer bewegten, wenn sie zuvor mit Wörtern wie „alt“, „runzlig“ oder auch „Rente“ konfrontiert wurden. Offensichtlich lässt uns allein der Gedanke ans Altern langsamer werden.“ Durch Priming wurde gezeigt, dass die Beurteilung von Ereignissen und die Wahrnehmung von unbewusst wahrgenommenen vorangehenden Erfahrungen beeinflusst werden können. Priming kann Menschen über all ihre Sinne erreichen. Auch Alltagserfahrungen können Menschen ganz unwillkürlich primen und damit stark beeinflussen. Bargh hat sogar bewiesen, dass Erfahrungen Menschen noch lange nach dem jeweiligen Ereignis beeinflussen, wenn sie sie schon lange vergessen haben und sie sich in völlig anderen Situationen befinden. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-4213"></span></p>
<p><strong>Priming ist sehr subtil und lenkt die Aufmerksamkeit</strong></p>
<p>Priming ist eine der stärksten Methoden der Einflussnahme und damit natürlich auch der Manipulation. So hat der Psychologe Dan Ariely, unter anderem Autor des Buches „Denken hilft zwar, nützt aber nichts“ wie folgt gesteuert. Er ließ amerikanische Probanden an die letzten beiden Ziffern ihrer Sozialversicherungsnummer denken. Danach sollten sie den Preis für ein Konsumgut schätzen. Diejenigen mit höheren Endziffern nannten höhere Preise als diejenigen mit niedrigen Endziffern. </p>
<p>Dabei hat die Nummer mit dem geschätzten Gut überhaupt nichts zu tun! Thorsten Havener stellt fest: „Priming ist sehr subtil und lenkt unsere Aufmerksamkeit.“ Ebenso gilt: Die innere Haltung führt zur äußeren Handlung. Priming heißt, dass man Dinge im Zusammenhang bewertet, die aber gar nicht unbedingt im Zusammenhang stehen. ES ist ein Beispiel für Kahnemans „schnelles Denken“. Das Perfide dabei ist, dass Priming sich komplett dem Bewusstsein entzieht und rein intuitiv abläuft.</p>
<p><strong>Priming entzieht sich dem Bewusstsein</strong></p>
<p>Thorsten Havener weiß: „Es hat zur Folge, dass wir nicht mehr neutral sind, sondern die Welt voreingenommen betrachten. Dabei bezieht Priming unsere bestehenden Meinungen und Tendenzen mit ein.“ Menschen sind sich dieser Tendenzen unter Umständen überhaupt nicht bewusst und sie müssen auch nicht der Realität entsprechen. Es reicht, wenn man sie für die Realität hält. Da Priming sich dem Bewusstsein entzieht, hat man es nicht unter Kontrolle. Damit ist es ein sehr starkes Mittel zur Manipulation. </p>
<p>Wenn man die Stimme eines Politikers nicht mag, dann unterschätzt man vermutlich seine politischen Fähigkeiten. Thorsten Havener erläutert: „Diesen Effekt bezeichnet man in der Psychologie als den Halo-Effekt oder auch „überzogene emotionale Kohärenz“. Das heißt: Wir nutzen ein paar positive oder negative Eindrücke, um unser Gegenüber grundlegend zu bewerten.“ Dabei spielt nicht nur die Anzahl an Merkmalen, sondern auch die Reihenfolge der Merkmale eine Rolle. Quelle: „Mach doch, was sich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Wiederholung dient der Manipulation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 02:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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					<description><![CDATA[Sich doof stellen und den anderen seine Argumente zigmal wiederholen zu lassen, ist sehr effektiv, wenn man sein Gegenüber schwächen will. Vorausgesetzt, man bringt die entsprechende Renitenz mit. Thorsten Havener weiß: „Auch wenn die Wiederholung einer der Grundpfeiler der Manipulation ist, so hat sie in einigen Bereichen doch ihre Grenzen. Bei mir zu Hause scheint ... <a title="Die Wiederholung dient der Manipulation" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-wiederholung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Wiederholung dient der Manipulation">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sich doof stellen und den anderen seine Argumente zigmal wiederholen zu lassen, ist sehr effektiv, wenn man sein Gegenüber schwächen will. Vorausgesetzt, man bringt die entsprechende Renitenz mit. Thorsten Havener weiß: „Auch wenn die Wiederholung einer der Grundpfeiler der Manipulation ist, so hat sie in einigen Bereichen doch ihre Grenzen. Bei mir zu Hause scheint sie nur in Ausnahmefällen zu greifen.“ Dort liegen beispielsweise trotz gebetsmühlenartiger Wiederholungen überall Schuhe und Jacken rum. Und auch das Licht ist ganz gerne mal über Nacht eingeschaltet. Das menschliche Gehirn ist nicht immer rational. Das Denken hat den Drang, optimal zu reagieren. Paradoxerweise lässt es sich gerade dadurch besonders gut täuschen. Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman beschreibt in seinem epochalen Werk „Schnelles Denken – Langsames Denken“ sehr detailliert, wie sich das Denken täuschen lässt und wie das Gehirn ausgerechnet in den Momenten, in denen es optimal reagieren will, oft suboptimal reagiert. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-4072"></span></p>
<p><strong>Es gibt ein schnelles und ein langsames Denken</strong></p>
<p>Zunächst unterscheidet Daniel Kahneman zwei unterschiedliche Denksysteme, nämlich die titelgebenden Strukturen des schnellen und langsamen Denkens. Thorsten Havener fügt hinzu: „Unser Denken besteht in einem ständigen Zusammenspiel – und oft auch Wettstreit – zwischen diesen beiden unterschiedlichen Systemen. Wir können sie auch als intuitives und rationales System bezeichnen.“ Das intuitive System arbeitet, ohne dass Menschen es bewusst merken. </p>
<p>Wenn man zum Beispiel ein lautes Knallen hört, richtet man automatisch seine Aufmerksamkeit in die Richtung des Knalls. Das intuitive System ist der Autopilot eines Menschen. Es ermöglicht es ihm, schnell zu handeln und zu entscheiden. Das ist im Alltag oft von Vorteil. Der Autopilot sorgt dafür, dass man sich nicht von Unwesentlichem ablenken lässt. Das rationale System dagegen ist so etwas wie der Spot für die menschliche Aufmerksamkeit. Den Scheinwerfer bedienen Menschen selbst. </p>
<p><strong>Das Gehirn ist so faul wie möglich</strong></p>
<p>Thorsten Havener erläutert: „Wir können unsere Aufmerksamkeit steuern und uns ganz bewusst auf gewisse Dinge konzentrieren.“ In ihrem Denken benutzen Menschen beide Systeme, mal das eine und mal das andere. Dabei bestimmt vor allem ein Grundsatz, welches System man gerade als effektiver einstuft: „Unser Gehirn ist so faul wie möglich.“ Die meisten Dinge sind komplexer, als man im ersten Moment glaubt. Ein häufiges Problem im menschlichen Denken besteht darin, dass sich das intuitive System überschätzt. </p>
<p>Genau das macht es in vielen Situationen zu einer Fehlerquelle. Schon Albert Einstein sagte: „Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen – aber nicht einfacher.“ Fairerweise sollte man hier nicht zu hart mit den Menschen sein. Thorsten Havener stellt fest: „Dass wir das intuitive System generell zuerst nutzen, bevor wir das anstrengendere rationale System anzapfen, ist nämlich ein Zeichen von Effizienz und nicht von Dummheit.“ Den Aufmerksamkeitsscheinwerfer anzuwerfen ist anstrengend – es geht darum Energie zu sparen. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Erfolg benötigt den richtigen Zeitpunkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2022 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der wichtigste Faktor für Erfolg ist die passende Situation. Es ist nicht der Wille eines Menschen und es sind auch nicht seine Fähigkeiten und Fertigkeiten allein, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Das sind zwar alles wichtige Faktoren für das Gelingen eines Vorhabens. Genau wie eine Prise Glück. Thorsten Havener betont: „Aber der wichtigste Faktor ... <a title="Erfolg benötigt den richtigen Zeitpunkt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-erfolg-und-die-macht-der-wiederholung.html" aria-label="Mehr Informationen über Erfolg benötigt den richtigen Zeitpunkt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der wichtigste Faktor für Erfolg ist die passende Situation. Es ist nicht der Wille eines Menschen und es sind auch nicht seine Fähigkeiten und Fertigkeiten allein, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Das sind zwar alles wichtige Faktoren für das Gelingen eines Vorhabens. Genau wie eine Prise Glück. Thorsten Havener betont: „Aber der wichtigste Faktor ist der richtige Moment. Versuchen Sie einmal, im Winter auf einer schneebedeckten Wiese Blumen zu pflücken … Da helfen auch Wille und Fähigkeiten nicht weiter.“ Auch der geschickte Manipulator wartet auf den richtigen Moment. Oder er schafft ihn. Manchmal wartet er den Moment der Entspannung seiner Zuschauer ab und handelt dann. Es gibt einige weitere Möglichkeiten, mit denen sich die Gedanken der Zuschauer einschränken lassen. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-3907"></span></p>
<p><strong>Die Wiederholung kann man in dreierlei Hinsicht einsetzen</strong></p>
<p>Dazu zählt Thorsten Havener Stress, Angst erzeugen, unter Zeitdruck setzen und Zweifel säen. Wenn der Manipulator merkt, dass seine Beeinflussung nicht greift, wartet er in vielen Fällen auf den passenden Moment. In der Zauberkunst gibt es eine Regel, die sagt: Wenn du die Methode nicht ändern kannst, dann ändere den Moment. Dasselbe gilt für die Manipulation. Die Wiederholung ist laut Thorsten Havener – neben der Behauptung – eine der elementarsten Techniken der Einflussnahme. </p>
<p>Denn die Wiederholung kann in dreierlei Hinsicht eingesetzt werden: Einmal wird durch stetes Wiederholen eine Message im Kopf der Zuhörer verankert. Die zweite Eigenschaft benutzen Manipulatoren bei der verschwindenden Münze. Hier hat die Wiederholung der Handlung dafür gesorgt, dass der Betrachter mehrere Bilder der Handlung im Kopf hat. Außerdem verursacht in diesem Beispiel die Wiederholung eine Entspannung und reduziert die Aufmerksamkeit beim zweiten Durchlauf. </p>
<p><strong>Beim Lernen ist die Wiederholung die Mutter der Weisheit</strong></p>
<p>Genau in dem Moment wird dann die Täuschung durchgeführt. Die Wiederholung macht es dem Zuschauer viel schwerer, den Ablauf des Verschwindens richtig zu rekonstruieren. Thorsten Havener stellt fest: „Beim Lernen einer neuen Fähigkeit ist die Wiederholung die Mutter der Weisheit. Wir lernen allerdings nicht nur durch selbst gewählte Wiederholung, sondern auch wenn andere uns ständig etwas wiederholt vorsetzen.“ Dann gibt es noch eine dritte Möglichkeit, durch Wiederholung zu manipulieren. Hier wird der Spieß umgedreht.</p>
<p>Anstatt eine Aussage oder Behauptung stumpf und ständig zu wiederholen, bittet der Manipulator seinen Gesprächspartner umgekehrt immer wieder, eine Aussage zu wiederholen. Thorsten Havener erklärt: „Der Manipulator verfolgt dadurch das Ziel, den anderen durch die ständige Wiederholung zu ermüden und gegebenenfalls sogar von seinen Argumenten abzubringen.“ Einer der effektivsten Sätze, mit dem sich Thorsten Havener vor einigen Jahren mit einer Geschäftspartnerin rumschlagen musste, war: „Verstehe ich nicht – erklär es mir bitte noch mal.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Behauptungen dienen der Beeinflussung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2022 01:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Behauptung]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulator]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Thorsten Havener vertritt die These, dass das Aufstellen einer Behauptung eine der grundlegendsten Methoden der Beeinflussung ist. Es ist in vielen Fällen tatsächlich so einfach. Der Manipulator stellt einfach voller Selbstbewusstsein irgendeine Behauptung auf und schaut, was passiert. Thorsten Havener betont: „Eine einfache Behauptung ist ein unglaublich starkes Mittel der Einflussnahme. Das Schöne daran: Mit ... <a title="Behauptungen dienen der Beeinflussung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/behauptungen-dienen-der-beeinflussung.html" aria-label="Mehr Informationen über Behauptungen dienen der Beeinflussung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thorsten Havener vertritt die These, dass das Aufstellen einer Behauptung eine der grundlegendsten Methoden der Beeinflussung ist. Es ist in vielen Fällen tatsächlich so einfach. Der Manipulator stellt einfach voller Selbstbewusstsein irgendeine Behauptung auf und schaut, was passiert. Thorsten Havener betont: „Eine einfache Behauptung ist ein unglaublich starkes Mittel der Einflussnahme. Das Schöne daran: Mit genügend Selbstbewusstsein vorgetragen wird derjenige, der die Behauptung aufstellt, nie nach Beweisen für seine Prognosen gefragt.“ Ein wahrer Meister im selbstbewussten Aufstellen wilder Behauptungen ist der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump. Er hat, so die Tagesschau, in seiner vierjährigen Amtszeit über 22.000 falsche Behauptungen aufgestellt. Danach hat er die wohlbekannte Technik der Wiederholungen genutzt, um die falschen Aussagen immer wieder zu repräsentieren und so Glaubwürdigkeit zu suggerieren. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-3758"></span></p>
<p><strong>Gaslighting ist eine emotionale Manipulation</strong></p>
<p>Donald Trump tat das mit Erfolg. Die Aussagen standen im Raum, die Angegriffenen waren damit beschäftigt, die Aussagen zu widerlegen, was aber nicht alle Menschen erreicht hat, die zuvor den Schwachsinn von Trump gelesen hatten. Trump hat zum Beispiel über 260 Mal behauptet, die Mauer zwischen den USA und Mexiko werde von den Mexikanern gezahlt werden – völliger Unsinn. Solche Behauptungen sind gewöhnlich schwammig formuliert und sie werden gewöhnlich einfach mal stehen gelassen. Der „Experte“ beweist die Richtigkeit seiner Aussage einfach nicht. </p>
<p>Das scheint Thorsten Havener eine geeignete Stelle zu sein, einen Begriff zu erwähnen, der in den letzten Jahren immer stärker Beachtung gefunden hat, das sogenannte Gaslighting oder auch der Gaslight-Effekt. Der Begriff wurde geprägt durch die Psychoanalytikerin und Autorin Dr. Robin Stern. Sie hat ein sehr gutes Buch darüber geschrieben. Gaslighting ist eine „emotionale Manipulation, bei der ein Gaslighter versucht, einen anderen davon zu überzeugen, dass er sein Verhalten oder seine Beweggründe falsch erinnert, falsch versteht oder interpretiert. </p>
<p><strong>Natürliche Manipulationen werden oft nicht erkannt</strong></p>
<p>„So sät er Zweifel, weshalb sie sich verletzlich und verwirrt vorkommen“, so Stern wörtlich in ihrem Buch. Eine Behauptung muss übrigens nicht immer laut ausgesprochen werden. Sie kann durch einen anderen Satz auch durch die Hintertür auf den Plan treten. Thorsten Havener erklärt: „Das kann bis zur Erpressung in der Partnerschaft reifen. Wenn der manipulative Partner etwa eine Forderung stellt und dann – meist ungefragt – hinzufügt: „Aber du liebst mich doch!“ Wenn der andere nicht macht, was man will, liebt er einen nicht. Das ist extrem manipulativ. </p>
<p>Je natürlicher sich eine Manipulation in eine Situation einfügt, desto eher wird sie vom Opfer angenommen und nicht als solche erkannt. Zum Beispiel hat der Webberater Jacob Nielsen in vergleichenden Versuchen herausgefunden, dass Internetuser bei Bestellungen überwiegend die obere von zwei Optionen nehmen. Thorsten Havener findet so etwas ja unglaublich spannend. Warum das so ist, weiß kein Mensch. Es scheint eine natürliche Standardeinstellung bei den meisten Menschen zu sein. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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