<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kooperation &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/kooperation/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 Apr 2025 07:14:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Menschen sind tendenziell kooperationsbereit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/menschen-sind-unter-vorbehalt-kooperationsbereit.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/menschen-sind-unter-vorbehalt-kooperationsbereit.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jun 2025 01:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Trittbrettfahrer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=6027</guid>

					<description><![CDATA[Dass kooperative Strukturen die Neigung haben, zu kollabieren oder sich sogar in Zyklen destruktiver Gewalt zu verfangen, ist empirisch immer wieder bestätigt worden. Hanno Sauer erläutert: „Die experimentellen Spiele der Verhaltensökonomie zeigen, dass Menschen zwar tendenziell und unter Vorbehalt kooperationsbereit sind, diese Bereitschaft aber von Trittbrettfahrern meist so ausgenutzt wird, dass der durchschnittliche Beitrag des ... <a title="Menschen sind tendenziell kooperationsbereit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-sind-unter-vorbehalt-kooperationsbereit.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen sind tendenziell kooperationsbereit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass kooperative Strukturen die Neigung haben, zu kollabieren oder sich sogar in Zyklen destruktiver Gewalt zu verfangen, ist empirisch immer wieder bestätigt worden. Hanno Sauer erläutert: „Die experimentellen Spiele der Verhaltensökonomie zeigen, dass Menschen zwar tendenziell und unter Vorbehalt kooperationsbereit sind, diese Bereitschaft aber von Trittbrettfahrern meist so ausgenutzt wird, dass der durchschnittliche Beitrag des Einzelnen zum Gemeinwohl schnell drastisch abnimmt und schließlich auf annähernd null absinkt.“ Um menschliches Kooperationsverhalten präzise studieren zu können, muss es zunächst wissenschaftlich operationalisiert werden. Im „Öffentliche-Güter-Spiel“ werden Kollektivhandlungsprobleme als Entscheidungssituation modelliert, in der eine kleine Anzahl von vier oder fünf Spielern eine bestimmte Anfangsausstattung erhält, die jeder entweder für sich behalten oder an den gemeinsamen Topf spenden kann. Hanno Sauer ist Associate Professor of Philosophy und lehrt Ethik an der Universität Utrecht in den Niederlanden. <span id="more-6027"></span></p>
<p><strong>Trittbrettfahren ist die dominante Strategie</strong></p>
<p>Nach jeder Runde wird der gemeinsam erzielte Betrag multipliziert – meist verdoppelt –  und zu gleichen Teilen an alle Teilnehmer, unabhängig vom jeweils eigenen Betrag, ausgezahlt. Hanno Sauer weiß: „Man sieht sofort, dass Trittbrettfahren, auch Defektion genannt, die dominante Strategie ist. Individuell profitiert jeder von den Beiträgen der anderen und kann überdies seinen in jeder Runde nicht an den Topf gespendeten Anteil selbst einstreichen.“ Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn mehrere Runden gespielt werden.</p>
<p>Wenn klar ist, dass zehn Runden gespielt werden sollen, ist auch klar, dass das eigene Verhalten in der zehnten und letzten Runde keine Konsequenzen für das Ergebnis der elften Runde haben kann – weil es diese nicht gibt. Hanno Sauer vermutet: „In der letzten Runde ist deshalb zu erwarten, dass sich die Teilnehmer unkooperativ verhalten – was de facto die neunte Runde zur letzten Runde macht, sodass auch hier Nicht-Kooperation zu erwarten ist.“ </p>
<p><strong>Der Mensch ist kein Homo oeconomicus</strong></p>
<p>Damit fällt die ganze Kette in sich zusammen, und Nicht-Kooperation wird bereits in der ersten Runde unwiderstehlich. Dieses theoretische Resultat hat sich empirisch bestätigt. Hanno Sauer kennt das Ergebnis: „Obwohl viele Teilnehmer in den ersten Runden des „Öffentliche-Güter-Spiels“ kooperationsbereit sind, fällt dieser Zustand schnell in sich zusammen, nachdem die ersten Spieler begonnen haben, vom Beitrag anderer zu profitieren, ohne selbst ihren Beitrag zu leisten.“</p>
<p>Nach wenigen Runden konvergieren die Zahlungen an den gemeinsamen Topf gegen null. Auch am neuen Menschenbild ändert ein solches Verhalten nichts. Hanno Sauer stellt fest: „Dass Kollektivhandlungsprobleme nur dann entstehen, wenn man annimmt, der Mensch sei ein auf die ideologischen Prägungen der Wirtschaftswissenschaften eingeschworener Homo oeconomicus, ist ein gern geglaubtes Märchen, das längst widerlegt ist.“ Kooperation ist fragil und gehört deshalb wie Porzellan, Glas und die eigene Reputation auf Benjamin Franklins Liste von Dingen, die leicht zu zerbrechen aber nur schwer zu flicken sind. Quelle: „Moral“ von Hanno Sauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/menschen-sind-unter-vorbehalt-kooperationsbereit.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hanno Sauer stellt die Spieltheorie vor</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/hanno-sauer-stellt-die-spieltheorie-vor.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/hanno-sauer-stellt-die-spieltheorie-vor.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 01:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangenendilemma]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltheorie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5636</guid>

					<description><![CDATA[Im 20. Jahrhundert hat sich eine eigene wissenschaftliche Disziplin herausgebildet, die sich zu einem großen Teil mit den Bedingungen und Grenzen menschlicher Kooperation beschäftigt. Hanno Sauer erläutert: „Die sogenannte Spieltheorie untersucht, wie rationale Akteure miteinander interagieren, und versucht insbesondere zu erklären, warum es oft so schwierig ist, kooperatives Handeln entstehen zu lassen und zu stabilisieren.“ ... <a title="Hanno Sauer stellt die Spieltheorie vor" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hanno-sauer-stellt-die-spieltheorie-vor.html" aria-label="Mehr Informationen über Hanno Sauer stellt die Spieltheorie vor">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im 20. Jahrhundert hat sich eine eigene wissenschaftliche Disziplin herausgebildet, die sich zu einem großen Teil mit den Bedingungen und Grenzen menschlicher Kooperation beschäftigt. Hanno Sauer erläutert: „Die sogenannte Spieltheorie untersucht, wie rationale Akteure miteinander interagieren, und versucht insbesondere zu erklären, warum es oft so schwierig ist, kooperatives Handeln entstehen zu lassen und zu stabilisieren.“ Die Bezeichnung Spieltheorie ist unglücklich gewählt, da sie entweder suggeriert, es handle sich um eine wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Spielen – also etwa Schach oder Poker oder Basketball – oder dass das menschliche Zusammenleben als unseriöser Zeitvertreib denunziert werden solle. Beides ist nicht der Fall. Tatsächlich interessieren sich Spieltheoretiker dafür, menschliche Interaktion mit präzisen mathematischen Modellen zu beschreiben. Hanno Sauer ist Associate Professor of Philosophy und lehrt Ethik an der Universität Utrecht in den Niederlanden. <span id="more-5636"></span></p>
<p><strong>Von Kooperationen profitieren alle</strong></p>
<p>Diese Beschreibung geschieht vor allem mit dem Ziel zu verstehen, warum Kooperation so oft misslingt oder gar nicht erst zustande kommt. Hanno Sauer erklärt: „Die Bezeichnung Spieltheorie hat damit zu tun, dass sich Interaktionen als Sequenzen von Handlungen betrachten lassen, bei denen der jeweils vorangegangene Zug von A darüber entscheidet, was für B der beste Gegenzug wäre.“ Als kooperativ wird ein Verhalten genau dann bezeichnet, wenn es das unmittelbare Selbstinteresse zugunsten eines größeren gemeinsamen Vorteils zurückstellt.</p>
<p>Hanno Sauer stellt fest: „Das hat nichts mit Selbstaufopferung zu tun: Von Kooperation profitieren alle, weswegen es besonders frustrierend ist, wenn diese an Kleinlichkeit, Impulsivität oder kurzsichtigem Denken scheitert.“ Kooperative Handlungen orientieren sich an Normen, welche die rationale Nutzenmaximierung des Einzelnen zwar einschränken, dadurch aber zu Win-win-Situationen führen, die in der Spieltheorie als Spiele mit „positiven Summen“ bezeichnet werden.</p>
<p><strong>Das „Gefangenendilemma“ hat Eingang in den populären Diskurs gefunden</strong></p>
<p>Nullsummenspiele wie Poker zeichnen sich dadurch aus, dass die Verluste des einen die Gewinne des anderen sind – die Summe von Gewinnen und Verlusten ist null. Hanno Sauer fügt hinzu: „Bei Negativsummenspielen verlieren alle. Weil niemand zu kurz kommt, erfüllen kooperative Win-win-Handlungen deshalb ein wichtiges Kriterium der Gerechtigkeit: Sie lassen sich allen Betroffenen gegenüber rechtfertigen.“ Es gibt mindestens ein Schlagwort aus der Spieltheorie, das inzwischen Eingang in den populären Diskurs gefunden hat: der Begriff des „Gefangenendilemmas“. </p>
<p>Das Gefangenendilemma scheint eine entlegene Spezialsituation zu beschreiben, die nicht alltagsrelevant ist. Hanno Sauer weiß: „Tatsächlich handelt es sich hierbei nur um eine lebhafte Illustration eines allgemeineren Problems, mit dem sich der Grundkonflikt sozialen Handelns präzise modellieren lässt.“ Kooperatives Verhalten ist für alle Beteiligten fast immer die beste Option. Das Problem ist, dass es für jede einzelne Person noch besser ist, wenn alle anderen kooperieren, sie aber die anderen übervorteilen kann. Quelle: „Moral“ von Hanno Sauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/hanno-sauer-stellt-die-spieltheorie-vor.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Alltag dominiert Kooperation</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/im-alltag-dominiert-kooperation.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/im-alltag-dominiert-kooperation.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2021 07:53:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Hemmung]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2494</guid>

					<description><![CDATA[Fast alle Menschen haben ein elementares Bedürfnis nach sozialer Einbindung. Sie suchen die Aufmerksamkeit, Anerkennung und die Unterstützung anderer. Sie möchten Freundschaften und Liebesbeziehungen entwickeln. Hans-Peter Nolting erklärt: „Größtenteils funktioniert das nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Das ist ähnlich wie bei einem Großteil des aggressiven Verhaltens.“ Um freundlich behandelt zu werden, verhält man sich am ... <a title="Im Alltag dominiert Kooperation" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/im-alltag-dominiert-kooperation.html" aria-label="Mehr Informationen über Im Alltag dominiert Kooperation">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast alle Menschen haben ein elementares Bedürfnis nach sozialer Einbindung. Sie suchen die Aufmerksamkeit, Anerkennung und die Unterstützung anderer. Sie möchten Freundschaften und Liebesbeziehungen entwickeln. Hans-Peter Nolting erklärt: „Größtenteils funktioniert das nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Das ist ähnlich wie bei einem Großteil des aggressiven Verhaltens.“ Um freundlich behandelt zu werden, verhält man sich am besten selber freundlich. Auch gesamtgesellschaftlich gesehen funktioniert ein System viel besser durch vertrauensvolle Beziehungen. Dabei dominieren Kooperation und Unterstützung als das Bemühen, anderen zu schaden. Es gibt allerdings ein großes Aber: Eben diese positiven Verhaltensweisen, die den Zusammenhalt und das Wohlbefinden einer Gesellschaft fördern, lassen sich leider unter Umständen auch dazu benutzen, eine andere Gemeinschaft zu bekämpfen. Dr. Hans-Peter Nolting beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Themenkreis Aggression und Gewalt, viele Jahre davon als Dozent für Psychologie an der Universität Göttingen. <span id="more-2494"></span></p>
<p><strong>Aggressionen lassen sich vermeiden</strong></p>
<p>Hans-Peter Nolting ergänzt: „Verantwortungsbewusstsein, Freundlichkeit, Kooperation und Hilfeleistung gelten dann nur der eigenen Gruppierung. Aber für den Angehörigen der Fremdgruppe gelten sie nicht.“ Das positive Verhalten in der Binnengruppe kann vielmehr gerade dazu dienen, das eigene Lager stark zu machen für die Auseinandersetzung mit dem Konkurrenten. Dennoch: Die Motive für kooperatives und rücksichtsvolles Verhalten  dürften im alltäglichen Leben bei vielen Menschen sehr dominieren. Dadurch verspüren sie aggressive Tendenzen nur selten – aber manchmal eben doch!</p>
<p>Wohl jedem Menschen ist hin und wieder danach zumute, andere anzuschreien und rauszuwerfen. Oder sie keines Blickes zu würdigen oder sich von ihnen mit dem Götz-Zitat zu verabschieden. Wenn man es dann doch nicht tut, heißt das: Man ist einerseits motiviert, sich aggressiv zu zeigen. Und andererseits will man genau dies vermeiden. Setzt sich die Tendenz zur Vermeidung durch, bleibt man vielleicht stumm. Um jetzt ja kein falsches Wort zu sagen und bemüht sich um aufgesetzte Höflichkeit oder zieht sich aus der Situation zurück.</p>
<p><strong>Es gibt drei Arten der Aggressionshemmung</strong></p>
<p>Die Motive der Vermeidung bezeichnet man auch als Aggressionshemmung. Dabei lassen sich laut Hans-Peter Nolting drei Arten unterscheiden: „Angst vor negativen Folgen, moralische Hemmungen und physischer Widerwille.“ Die Angst vor negativen Folgen verspürt man oft im alltäglichen Miteinander. Gewöhnlich möchte man unmittelbare negative Reaktion wie etwa böse Blicke, Missstimmungen oder heftige Gegenreaktionen vermeiden. Als dies würde man wie eine „Bestrafung“ empfinden.</p>
<p>Aggressives Verhalten unterdrückt man vor allem gegenüber Vorgesetzten und anderen Personen, von denen man abhängig ist oder die noch aggressiver zurückschlagen könnten. In anderen Fällen befürchtet man, eine wichtige persönliche Beziehung aufs Spiel zu setzen. Deutlich geringer sind solche angstbedingten Hemmungen gegenüber schwachen, abhängigen und machtlosen Personen. Doch auch in dieser Konstellation kann man Hemmungen der Aggression empfinden. Hier manifestieren sich moralische Hemmungen, das heißt Einstellungen, die besagen: Füge anderen nichts Unangenehmes zu, verhalte dich rücksichtsvoll. Quelle: „Psychologie der Aggression“ von Hans-Peter Nolting</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/im-alltag-dominiert-kooperation.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
