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	<title>Internet &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Rache ist im Internet weit verbreitet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Sep 2023 01:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Spektrum der Rachehandlungen erstreckt sich von Lieblosigkeiten bis zu gut geplanten Bosheiten, von Gesprächsverweigerung und Beziehungsabbruch bis zur Entwertung und Verleumdung. Dazu zählen auch Schadenfreude, die Zerstörung des Eigentums anderer, zynische Kommentare, Bezichtigungen sowie schwerste körperliche Aggression. Reinhard Haller stellt fest: „Wie sehr die Rache mit der Zeit geht, sieht man an ihrer zunehmenden Verlagerung ins Internet. Die Digitalisierung macht auch vor der Rache nicht halt.“ Neben Hasspostings, Onlinemobbing und Internetstalking ist eine die Persönlichkeitsrechte verletzende Veröffentlichung von Intimfotos zu einer häufigen Eifersuchtsreaktion nach einer unfreiwilligen Trennung geworden. Aus&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Spektrum der Rachehandlungen erstreckt sich von Lieblosigkeiten bis zu gut geplanten Bosheiten, von Gesprächsverweigerung und Beziehungsabbruch bis zur Entwertung und Verleumdung. Dazu zählen auch Schadenfreude, die Zerstörung des Eigentums anderer, zynische Kommentare, Bezichtigungen sowie schwerste körperliche Aggression. Reinhard Haller stellt fest: „Wie sehr die Rache mit der Zeit geht, sieht man an ihrer zunehmenden Verlagerung ins Internet. Die Digitalisierung macht auch vor der Rache nicht halt.“ Neben Hasspostings, Onlinemobbing und Internetstalking ist eine die Persönlichkeitsrechte verletzende Veröffentlichung von Intimfotos zu einer häufigen Eifersuchtsreaktion nach einer unfreiwilligen Trennung geworden. Aus Rachegründen werden Nacktfotos des treulosen Partners weltweit präsentiert. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-4849"></span></p>
<p><strong>Impulsive Rachehandlungen erfolgen meist im privaten Bereich</strong></p>
<p>Rachehandlungen können unmittelbar nach dem auslösenden Ereignis erfolgen, gleichsam reflektorisch, oder mit mehr oder weniger langer zeitlicher Verzögerung. Impulsive Rachehandlungen spielen sich meist auf einem privaten Niveau ab und finden sich auch in der Tierwelt. Sie sind nicht differenziert, wenig kontrolliert und kaum geplant. Kennzeichnend sind die Unmittelbarkeit, der nahezu reflexhafte Ablauf der Rachehandlung und deren Steuerung durch akute, heftige Effekte. </p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Die körperliche Züchtigung von Kindern ist wohl eher eine primitive Rachehandlung für Unfolgsamkeit als eine überlegte Erziehungsmethode.“ Bei späteren Rachehandlungen handelt es sich meist um gut durchdachte, genau geplante, strategisch bestens vorbereitete Handlungen, bei denen der Sturm der Gefühle keine große Rolle mehr spielt. Überwiegend erfolgt die Rache direkt gegen die schädigende Person oder Gruppe, oft aber auch stellvertretend gegen deren Angehhörige, Gesinnungsfreunde, Volksgruppen oder Rassen. Kriegsgräuel und Völkermord sind die übelsten Beispiele. </p>
<p><strong>Meistens entstehen Rachegefühle nach Schädigung der eigenen Person</strong></p>
<p>Nicht selten wird die Rache an unbeteiligten Personen verübt, besonders wenn die eigentlichen Adressaten überlegen oder nicht mehr erreichbar sind. Mache Menschen wollen die Rache persönlich ausüben. Andere, besonders ängstliche, zurückhaltende oder auch sehr intelligente Menschen, erreichen ihr Ziel über den Umweg über Dritte. Reinhard Haller erklärt: „Über andere Opfer und Betroffene sowie andere Gegner des Schädigers, über rechtliche Instanzen oder sogar über das Schicksal.“ </p>
<p>Sollen Rachegefühle bei anderen entfacht, angeheizt und Racheimpulse intensiviert werden, sind gute psychologische Kenntnisse und manipulative Fähigkeiten auf Seiten des rächenden „Masterminds“ erforderlich. Das klassische Rachestück dieser Art ist Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Schon die Bezeichnung als „tragische Komödie“ demonstriert die ganze Widersprüchlichkeit des Rachegefühls. Meistens entstehen Rachegefühle nach Schädigung der eigenen Person oder der engsten Mitmenschen. Manchmal übernehmen die Rächer das Unrecht, welches den Mitmenschen oder anderen Volksgruppen angetan worden ist. Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Mensch ist sensibel für das Böse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Mar 2022 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Böse]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Das exklusive Interesse des Menschen für alarmierende Situationen und Katastrophen hat sich evolutiv durchgesetzt und seinen Vorfahren von Jägern und Sammlern das Überleben gesichert. Markus Hengstschläger erläutert: „Psychologen sprechen von „Negativity Bias“, wenn sie beschreiben, dass der Mensch sensibler für das Böse als für das Gute ist.“ „Availability Bias“ steht dafür, dass der Mensch glaubt, dass, wenn er ein Beispiel für etwas sieht oder nennen kann, das dann auch öfter auftritt, als es in Wirklichkeit der Fall ist. Und die Medien liefern die entsprechenden Bilder dazu, um ihre Klientel bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das exklusive Interesse des Menschen für alarmierende Situationen und Katastrophen hat sich evolutiv durchgesetzt und seinen Vorfahren von Jägern und Sammlern das Überleben gesichert. Markus Hengstschläger erläutert: „Psychologen sprechen von „Negativity Bias“, wenn sie beschreiben, dass der Mensch sensibler für das Böse als für das Gute ist.“ „Availability Bias“ steht dafür, dass der Mensch glaubt, dass, wenn er ein Beispiel für etwas sieht oder nennen kann, das dann auch öfter auftritt, als es in Wirklichkeit der Fall ist. Und die Medien liefern die entsprechenden Bilder dazu, um ihre Klientel bei der Stange zu halten. In einem ganz besonderen Ausmaß bedient das Internet diese Angst des Menschen – ohne jegliche Unterbrechung, Tag und Nacht, mit noch die da gewesener Effizienz. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUniWien. <span id="more-3431"></span></p>
<p><strong>Der Mensch ist selbst schuld an seinem Untergang</strong></p>
<p>Wer sich ausschließlich an diesen Bildern orientiert, muss fast konsequenterweise ein ganz bestimmtes Bild von der Zukunft der Welt entwickeln: Über Terror oder Atomkrieg wird sich der Mensch selbst vernichten. Eingriffe in das menschliche Erbgut läuten den Untergang des Homo sapiens ein. Bei Laborexperimenten freigesetzte Bakterien oder Viren raffen die Menschheit dahin. Roboter übernehmen die Welt. Wenn es dann noch überhaupt eine Welt gibt und der Planet nicht schon durch den Klimawandel vollkommen zerstört worden ist. </p>
<p>Und schuld darin ist, nach Meinung so mancher, nur einer – der Mensch selbst. Daran kann man nichts ändern, so das Credo. Markus Hengstschläger weiß: „Es ist das evolutionsbiologische Erbe des „Survival of the fittest“. Es liegt ihm in den Genen! Nur der Brutalste, Egoistischste und Kriegerischste konnte und kann überleben.“ Der Mensch ist von Angst getrieben, fürchtet Neues und lehnt Fremdes und Fremde ab, lautet immer wieder einmal die Argumentation. </p>
<p><strong>Der Mensch ist genetisch weder gut noch schlecht</strong></p>
<p>Kann schon sein, dass der Mensch grundsätzlich vielleicht lösungsbegabt und vernunftbegabt wäre, aber er denkt und handelt noch immer viel zu oft rein intuitiv nach evolutiv Jahrtausende alten Instinkten. Und außerdem, so wird immer wieder gesagt, sind dem Menschen die Probleme anderer einfach egal. Es liegt also alles in der Natur des Menschen – er ist egoistisch, aggressiv, unsolidarisch, xenophob, pessimistisch, machthungrig und kann einfach nicht genug bekommen. </p>
<p>Markus Hengstschläger stellt fest: „So häufig man diese Argumentation auch hört, so sehr man sie aus den täglichen Nachrichten auch manchmal diesen Eindruck bekommen könnte, so falsch bleibt es dennoch. So sind wir nicht.“ Der Homo sapiens hat sich keineswegs im Zuge der darwinschen Evolution in diese Richtung entwickelt. Die Erkenntnisse aus Genetik und Epigenetik zeigen klar, dass der Mensch weder genetisch ausschließlich gut noch genetisch ausschließlich schlecht ist. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Vor allem Männer neigen zur Bindungsangst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2020 06:50:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindungsangst]]></category>
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					<description><![CDATA[Einige Wissenschaftler vertreten die These, dass es zwei große Umbrüche im heterosexuellen Beziehungsverhalten der letzten vier Millionen Jahre gegeben hat. Der erste passierte vor 10.000 bis 15.000 Jahren mit der landwirtschaftlichen Revolution. Als die Menschen weniger herumzuziehen begannen und sesshafter wurden, führte das zu Heiratsverbindungen im Stil kultureller Verträge. Der zweite große Umbruch ist mit dem Aufstieg des Internets verbunden. Junge Menschen in New York und anderen Metropolen stürzen sich über das Internet entfesselt in unverbindliche Beziehungen, entbunden von der Angst, mit einer direkten Absage abgewatscht zu werden. Wie zum&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Wissenschaftler vertreten die These, dass es zwei große Umbrüche im heterosexuellen Beziehungsverhalten der letzten vier Millionen Jahre gegeben hat. Der erste passierte vor 10.000 bis 15.000 Jahren mit der landwirtschaftlichen Revolution. Als die Menschen weniger herumzuziehen begannen und sesshafter wurden, führte das zu Heiratsverbindungen im Stil kultureller Verträge. Der zweite große Umbruch ist mit dem Aufstieg des Internets verbunden. Junge Menschen in New York und anderen Metropolen stürzen sich über das Internet entfesselt in unverbindliche Beziehungen, entbunden von der Angst, mit einer direkten Absage abgewatscht zu werden. Wie zum Beispiel beim Anbaggern im Club oder sonst wo, auch noch in aller Öffentlichkeit. Maximilian Probst ergänzt: „Der Kommunikationsprozess ist ja auch so unendlich einfach, manche würden sagen: verflacht.“ Der Journalist Maximilian Probst schreibt seit 2011 vorwiegend für die Wochenzeitung die „Zeit“. <span id="more-2350"></span></p>
<p><strong>Es herrscht eine neue Form der Bindungsabneigung</strong></p>
<p>Es gibt keinen hohen Stil mehr und keine Eleganz mehr im Verbergen und Zeigen des Begehrens. Eine Textbotschaft, meist nicht länger als ein Tweet, und schon geht es los. Aber auch beim unverbindlichen Sex gilt, dass das Internet nur eine weitere Zuspitzung der modernen Großstadt-Revolution ist. Maximilian Probst erklärt: „Die moderne Großstadt hat durch ein Überangebot an Beziehungsmöglichkeiten feste Bindungen in die Bredouille gebracht. Das Internet hat es erleichtert, diese Beziehungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen, indem die Technik den Menschen wieder einmal unverletzbarer gemacht hat.“</p>
<p>Die Schmach, abgeschmettert zu werden, zerschellt am Panzer einer App, die dem User nur von der Zustimmung berichtet. Sicher scheint für Maximilian Probst zu sein, dass dank des Internets die nun voll ausgeschöpften Beziehungsmöglichkeiten der modernen Großstadt zu einer neuen Form der Bindungsabneigung geführt haben. Wobei zu dieser Bindungsangst, so scheint es jedenfalls, vor allem Männer neigen. Es kommt selten vor, dass eine Frau der jüngeren Generation einen Mann trifft, der sie als eine Priorität behandelt und nicht als eine Option.</p>
<p><strong>Beziehungen unterliegen der rechnenden Vernunft</strong></p>
<p>Maximilian Probst stellt sich die Frage, woher die Bindungsangst von Männern wohl herkommt. Auf der Ebene simpelster Marktlogik mindert ein Überangebot den Wert einer Sache. Maximilian Probst erläutert: „Unter den Bedingungen des Überangebots eine Wahl zu treffen und eine Beziehung zu führen, kann dann nur bedeuten, in das moderne Spiel der rechnenden und vergleichenden Vernunft einzutreten: War die Wahl richtig?“ Wann aber der eigene Marktpreis am höchsten ist, hängt ganz von der Gesellschaft ab, in der man lebt.</p>
<p>Gegenwärtig liegt der Marktpreis eines Mannes zum Beispiel oft dann am höchsten, wenn er seinen Karrieregipfel erreicht. Das ist meist um die fünfzig der Fall. Bei Frauen ist der Marktpreis weniger an die Position im Arbeitsleben gekoppelt. Nach wie vor gilt: Eine Frau erreicht aus Sicht der meisten Männer nur dann ihren höchsten Marktpreis, wenn ihre Physis nicht daran zweifeln lässt, dass ihre biologische Uhr noch tickt. Ab Mitte dreißig beginnt daher ihr Wert auf dem Beziehungsmarkt zu fallen. Quelle: „Verbindlichkeit“ von Maximilian Probst</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Von den modernen Medien gehen Gefahren aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2020 04:47:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[Computer, Internet und Smartphones sind einerseits eine fantastische Bereicherung des modernen Lebens. Andererseits gehen aufgrund ihrer suchtartigen Anziehungskraft, die sie auf viele Menschen ausüben, von den modernen Medien aber auch ernstzunehmende Gefahren aus. Joachim Bauer erklärt: „Ungesteuerter Medienkonsum, Bewegungsmangel und der Konsum ungesunder Nahrungsmittel und Getränke sind miteinander eng verschränkt.“ Mehr als 70 Prozent der erwachsenen Berufstätigen in Deutschland im Alter zwischen 25 und 40 Jahren treiben so gut wie keinen Sport. Immer mehr Menschen unterliegen der magischen Anziehungskraft eines tranceartigen mentalen Dauerdämmerzustandes vor dem Bildschirm. Menschen, deren Selbstkontrolle sich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Computer, Internet und Smartphones sind einerseits eine fantastische Bereicherung des modernen Lebens. Andererseits gehen aufgrund ihrer suchtartigen Anziehungskraft, die sie auf viele Menschen ausüben, von den modernen Medien aber auch ernstzunehmende Gefahren aus. Joachim Bauer erklärt: „Ungesteuerter Medienkonsum, Bewegungsmangel und der Konsum ungesunder Nahrungsmittel und Getränke sind miteinander eng verschränkt.“ Mehr als 70 Prozent der erwachsenen Berufstätigen in Deutschland im Alter zwischen 25 und 40 Jahren treiben so gut wie keinen Sport. Immer mehr Menschen unterliegen der magischen Anziehungskraft eines tranceartigen mentalen Dauerdämmerzustandes vor dem Bildschirm. Menschen, deren Selbstkontrolle sich gegenüber einem Bildschirm nicht behaupten kann, schaden nicht nur ihrer Gesundheit. Darüber hinaus verkürzen auch ihre Lebenszeit. Dennoch sind Bildschirme inzwischen ein Teil des menschlichen Lebens. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2341"></span></p>
<p><strong>Eine halbe Million Deutscher sind internetsüchtig</strong></p>
<p>Die Angebote des Internets, die Möglichkeiten des Smartphones und das gute alte Fernsehen sind für Joachim Bauer per se weder gut noch schlecht: „Ob sie unser Leben aber tatsächlich bereichern oder in Gefahr bringen, hängt einzig und allein von der Fähigkeit des Einzelnen ab, sie in einer gesteuerten Weise zu benutzen.“ Worauf es dabei ankommt, ist – einmal mehr – die Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Denn ganz offensichtlich hat eine Reihe von Angeboten, die man über den Bildschirm bezieht, ein Suchtpotenzial.</p>
<p>Etwas mehr als eine halbe Million deutscher Erwachsener sind definitiv internetsüchtig. Sie kommen vom Bildschirm einfach nicht mehr los. Die Betroffenen sind mehr als 35 Stunden wöchentlich, an einzelnen Tagen bis zu zwölf Stunden ohne Ziel und Zweck im Internet unterwegs. Fünf Mal mehr Erwachsene bewegen sich im suchtgefährdenden Bereich. Diese Gefahr entsteht den teils bewussten, meistens aber eher unbewussten Wunsch nach einer Art von Erlösung von der Realität. Menschen suchen in den virtuellen Räumen des Internets vor allem zwei Dinge, die ihnen der Alltag, wie sie meinen, nicht hinreichend bietet.</p>
<p><strong>Im Internet gibt es keine Erlösung von der Realität</strong></p>
<p>Nämlich zum einen ein Kontinuum von Unterhaltung und Abwechslung. Zum anderen soziale Verbundenheit und das Erleben eines ständigen Interesses an der eigenen Person. Joachim Bauer warnt: „So weit wir das Internet zu diesem Zwecke benutzen, wird es uns gehen wie jedem Suchtkranken: Wir werden das gesuchte Glück – die Erlösung von der Realität – nie finden. Deshalb suchen wir die Lösung dann in einer Erhöhung der Dosis.“ Dass viele Menschen im Internet eine Art Erlösung suchen, zeigen Studien über Benutzer des sozialen Netzwerks Facebook.</p>
<p>Nutzer erwarten zum Beispiel, wenn sie sich in das soziale Netzwerk einloggen, eine Verbesserung ihrer Stimmung. Tatsächlich fühlen sie sich nach dem Besuch des sozialen Netzwerks aber emotional signifikant schlechter als vorher. Auch bei Smartphones, die täglich durchschnittlich 150 Mal den Blick ihrer Besitzer auf sich ziehen, wurde eine inverse Korrelation der Nutzung mit der Lebenszufriedenheit beobachtet. Menschen mit intakter Selbststeuerung benutzen Internet, Smartphones und das Fernsehen für konkrete, definierte Vorhaben und Zwecke. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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