<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Gruppe &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/gruppe/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Sun, 11 Dec 2022 06:48:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Emotionen schwächen den Intellekt</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/emotionen-schwaechen-den-intellekt.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/emotionen-schwaechen-den-intellekt.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2023 02:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Querulant]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=4251</guid>

					<description><![CDATA[Neben der Verweigerung der Anstrengung, welche die Urteilskraft unterminiert, können natürlich auch andere Ursachen für dumme Entscheidungen vorliegen. Der Psychoanalytiker Otto Fenichel verwies auf die „Pseudodebilität“, die durch innere, meist emotionale Denkhemmungen bedingt ist. Jeder Intellekt schwächle, wenn Emotionen ins Spiel kämen und gegen die Ratio arbeiteten. Heidi Kaster fügt hinzu: „Menschen könnten sozusagen unter ... <a title="Emotionen schwächen den Intellekt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/emotionen-schwaechen-den-intellekt.html" aria-label="Mehr Informationen über Emotionen schwächen den Intellekt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neben der Verweigerung der Anstrengung, welche die Urteilskraft unterminiert, können natürlich auch andere Ursachen für dumme Entscheidungen vorliegen. Der Psychoanalytiker Otto Fenichel verwies auf die „Pseudodebilität“, die durch innere, meist emotionale Denkhemmungen bedingt ist. Jeder Intellekt schwächle, wenn Emotionen ins Spiel kämen und gegen die Ratio arbeiteten. Heidi Kaster fügt hinzu: „Menschen könnten sozusagen unter der Hand, ad hoc, verblöden, weil sie etwas nicht verstehen wollen, weil das Verstehen Angst- oder Schuldgefühle auslösen könnte oder ein bestehendes prekäres neurotisches Gleichgewicht gefährden würde.“ Jede relevante neue Information, die man erfasst, hat prinzipiell die Macht, bisherige Gewissheiten zu zerstören und scheinbar solide Fundamente eines Weltbilds zu erschüttern. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-4251"></span></p>
<p><strong>Gruppenbildung ist ein menschliches Grundbedürfnis</strong></p>
<p>Das muss nicht unbedingt einen angenehmen oder erstrebenswerten Zustand darstellen. Dieser wird nur von Menschen mit ausgeprägtem Respekt vor wissenschaftlichen Ergebnissen und Befunden und mit internalisierten Objektivitätsgebot ohne inneren Widerstand akzeptiert. Heidi Kastner weiß: „Alle anderen versuchen zumeist, ihre Basisüberzeugungen zu erhalten, indem gegenläufige Fakten als irrelevant abgetan, schlicht ignoriert oder als Lüge bezeichnet werden.“ Wir leben zwar alle in derselben Welt, erleben sie aber jeder für sich so unterschiedlich wie Menschen und „basic beliefs“ eben sein können. </p>
<p>Da Gruppenbildung ein menschliches Grundbedürfnis darstellt, finden sich Personen mit ähnlich gelagerten Überzeugungen zusammen und entwickeln automatisch Standards und Normen für akzeptiertes Verhalten, akzeptable Formulierungen und sogar für das äußere Erscheinungsbild. Wer die Gruppenregeln einhält, wird von anderen bestätigt und geschätzt, was ein andauerndes und systematisches belohnendes Verstärken des Bestehenden um der sozialen Akzeptanz willen bewirkt und die Dummheit zementiert. </p>
<p><strong>Erfolgreiche Ideen dringen ins Unbewusste ein</strong></p>
<p>Gustave Le Bon, der sich schon 1895 in seinem Werk „Psychologie der Massen“ mit der inneren Dynamik von Massenphänomenen auseinandersetzte, stellte fest, dass der hierarchische oder intrinsische Wert einer Idee belanglos ist für ihre Verbreitung und ihren Erfolg. Was eine Idee schaffen müsse, um erfolgreich zu werden, sei das „Eindringen ins Unbewusste“ und die Transformation zu einem Gefühl. Auch stellte er fest, dass man nicht glauben dürfe, allein die bewiesene Richtigkeit einer Behauptung reiche aus, um auch nur bei den Gebildete Wirkung zu erzielen. Eine noch so klare Beweisführung habe kaum Einfluss auf die Menschen. </p>
<p>Ein klügerer Zuhörer so Gustave Le Bon, werde zwar die Evidenz vorgelegter Beweise anerkennen, aber das Unbewusste in ihm werde ihn bald wieder zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurückbringen, falls die neue Evidenz nicht mit seinen Grundüberzeugungen kompatibel sei: „Nach Verlauf einiger Tage wird er uns seine alten Argumente mit genau denselben Worten vorbringen.“ Wie bei allen Wesen, schreibt Gustave Le Bon weiter, bei denen das logische Denken nicht ins Spiel komme, sei „die Einbildungskraft der Massen sehr mächtig, sehr wirksam und lebhaft erregbar“. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/emotionen-schwaechen-den-intellekt.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Menschen haben mehrere soziale Identitäten</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/2958.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/2958.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2021 01:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2958</guid>

					<description><![CDATA[Gruppen sind mehr als die Summe einzelner Menschen. Einerseits prägt das, was die Einzelnen als Persönlichkeiten mitbringen, die Gruppe, in der sie sich zusammenfinden. Umgekehrt prägt und verändert jede Gruppe diejenigen, die sich ihr angeschlossen haben und zugehörig fühlen. Joachim Bauer weiß: „Jeder kennt die Effekte, die implizite, nicht bewusst beabsichtigte Zugehörigkeiten auf das Verhalten ... <a title="Menschen haben mehrere soziale Identitäten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/2958.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen haben mehrere soziale Identitäten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gruppen sind mehr als die Summe einzelner Menschen. Einerseits prägt das, was die Einzelnen als Persönlichkeiten mitbringen, die Gruppe, in der sie sich zusammenfinden. Umgekehrt prägt und verändert jede Gruppe diejenigen, die sich ihr angeschlossen haben und zugehörig fühlen. Joachim Bauer weiß: „Jeder kennt die Effekte, die implizite, nicht bewusst beabsichtigte Zugehörigkeiten auf das Verhalten des Einzelnen ausüben, aus eigener Erfahrung. Fußgänger, Rad- oder Autofahrer bilden – ohne deshalb einem Verein anzugehören – jeweils eine virtuelle Gruppe und begründen eine soziale Zugehörigkeit.“ Die Veränderung der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Verhaltens ein und desselben Menschen gegenüber den jeweils anderen Verkehrsteilnehmern, ist abhängig davon, ob man gerade als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer unterwegs ist. Diese Tatsache ist geradezu verblüffend. Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Bestsellerautor von Sachbüchern. <span id="more-2958"></span></p>
<p><strong>Innerhalb einer Gruppe ist Empathie vorhanden</strong></p>
<p>Menschen, die ein Merkmal, eine gemeinsame Vorliebe oder ein gemeinsames Schicksal teilen, erwerben also – ob sie das wollen oder nicht – eine sogenannte Social Identity oder „soziale Identität“. Plötzliche Wechsel der Gruppenidentität spielen sich „nur“ im Kopf ab, können aber höchst reale, manchmal auch amüsante Folgen nach sich ziehen. Da unterschiedliche Situationen in ein und demselben Menschen eine jeweils andere soziale Identität aktivieren können, haben Menschen nicht nur eine, sondern mehrere soziale Identitäten. </p>
<p>Kollektive Identitäten sind, aus dem Blickwinkel der Empathie betrachtet, eine Medaille mit zwei Seiten. Sie können bei denjenigen Menschen, die sich in einer Identität vereint fühlen, Engagement und Kräfte der gegenseitigen Unterstützung und Hilfsbereitschaft freisetzen. Joachim Bauer stellt fest: „Stressoren, Schicksalsschläge und Katastrophen werden leichter ertragen, wenn Menschen sich auf der Basis einer sozialen Identität zugehörig wissen. Diese Effekte beruhen zweifellos auf einer Stärkung der innerhalb einer Gruppe vorhandenen Empathie.“ </p>
<p><strong>Die universalen Menschenrechte haben immer Vorrang</strong></p>
<p>Die problematische Kehrseite der Medaille ist, dass Menschen, die sich einer Gemeinschaftsidentität angehörig fühlen, gegenüber Menschen, die zu einer anderen Identität zählen oder gezählt werden, weniger Empathie zeigen. Soziale Identitäten haben zur Folge, dass die in ihnen „gefangenen“ Menschen die individuellen Unterschiede zwischen einzelnen Menschen weniger oder gar nicht mehr wahrnehmen. Die individuellen Eigenschaften der Menschen werden in der Wahrnehmung sozusagen eingeebnet oder gleichgeschaltet. </p>
<p>Demgegenüber werden die Unterschiede zwischen den Eigenschaften von Menschen, denen verschiedene Gruppenidentitäten unterstellt werden, völlig unrealistisch vergrößert wahrgenommen. Da sie die Gefahr mit sich bringen, den einzelnen Menschen seiner Individualität und seiner individuellen Würde zu berauben, können soziale Identitäten in Widerspruch zum Grundsatz der Gleichheit aller Menschen und zur Achtung der Würde des Einzelnen geraten. Die universalen Menschenrechte haben immer Vorrang. Mit einem hemdsärmelig gegen Gemeinschaftsidentitäten auftretenden Universalismus ist jedoch niemandem gedient. Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/2958.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die „neue“ Autorität wird sich aus einer Gruppe speisen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-neue-autoritaet-wird-sich-aus-einer-gruppe-speisen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-neue-autoritaet-wird-sich-aus-einer-gruppe-speisen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2020 07:43:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autorität]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2421</guid>

					<description><![CDATA[Die traditionelle patriarchale Autorität ist so gut wie verschwunden, und damit auch die aus ihr folgende freiwillige Unterwerfung unter bestimmte Konventionen. Die fieberhafte Suche nach Ersatz ist bereits in vollem Gange, meist werden zwei radikal verschiedene Antworten angeboten. Die erste Antwort ist der verzweifelte Versuch, zur früheren Autorität zurückzukehren. Das muss scheitern, weil ihre Grundlage ... <a title="Die „neue“ Autorität wird sich aus einer Gruppe speisen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-neue-autoritaet-wird-sich-aus-einer-gruppe-speisen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die „neue“ Autorität wird sich aus einer Gruppe speisen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die traditionelle patriarchale Autorität ist so gut wie verschwunden, und damit auch die aus ihr folgende freiwillige Unterwerfung unter bestimmte Konventionen. Die fieberhafte Suche nach Ersatz ist bereits in vollem Gange, meist werden zwei radikal verschiedene Antworten angeboten. Die erste Antwort ist der verzweifelte Versuch, zur früheren Autorität zurückzukehren. Das muss scheitern, weil ihre Grundlage verschwunden ist. Paul Verhaeghe erklärt: „In verschiedenen Bereichen herrscht zunehmend Macht ohne Autorität, die Unterwerfung daher erzwingen muss, beispielsweise in Wirtschaft, Politik, Schule und sogar im Gesundheitswesen.“ Die panische Konzentration auf den Terrorismus von Muslimen macht viele Menschen offenbar blind für die viel größere Bedrohung von innen. Die zweite Antwort verspricht eine neue Autorität. „Neu“ steht dabei für eine andere Grundlage und eine andere Wirkweise im Vergleich zum Patriarchat. Paul Verhaeghe lehrt als klinischer Psychologe und Psychoanalytiker an der Universität Gent. <span id="more-2421"></span></p>
<p><strong>Die Demokratie erlischt nach und nach</strong></p>
<p>Paul Verhaeghe hat stark den Eindruck, dass die „neue“ Autorität mit einer radikalen Umkehrung einhergehen wird. Statt aus einer überhöhten, singulären Instanz wird sie sich auf horizontaler Ebene, aus einer Gruppe speisen. Die Versuche, zur früheren Ordnung zurückzukehren, fallen vor allem in der Politik ins Auge. Jede politische Partei verspricht Veränderungen: doch sobald sie jedoch in der Regierung ist, heißt es, es gebe keine Alternative. Das Scheitern der Politiker ist das Scheitern eines überholten Systems.</p>
<p>Wenn Regierende doch mit diesem System arbeiten, zeigt sich eine Verschiebung von Autorität zu Macht, mit einem Schwerpunkt auf Kontrolle von außen und Zwang. Paul Verhaeghe erläutert: „Politische Führer entpuppen sich als Machthaber, sie sind jedoch keine Autoritätspersonen mehr. Die Demokratie erlischt nach und nach, diktatorische Regelungen nehmen zu – weshalb viele Politiker ihr Tun auch derart leidenschaftlich rechtfertigen.“ Eine solche Rechtfertigung kann nur mit dem Verweis auf eine externe Quelle gegeben werden, denn so funktioniert Autorität.</p>
<p><strong>Das murrende Volk wird mit Statistiken überschüttet</strong></p>
<p>Die Kirche hat als wichtigste Säule des Patriarchats ausgedient und sich dessen mittlerweile selbst bewusst. Auch der Nationalismus mit seinen Verweisen auf Tradition und Volksseele hat an Überzeugungskraft eingebüßt. Eine neue Quelle für Autorität darf vor allem nicht anfechtbar sein und muss ein möglichst starkes Sicherheitsgefühl hervorrufen. Mittlerweile haben Politiker diese neue Quelle gefunden: die Statistik. Das murrende Volk wird mit Statistiken überschüttet, die beweisen sollen, dass der entsprechende Vorschlag alternativlos ist.</p>
<p>Sitzungen von Kommissionen beginnen größtenteils mit Spreadsheets – darüber lässt sich in der Tat schlecht diskutieren. Zahlen spiegeln eine kühle, objektive Wirklichkeit wider, sie sind weder links noch rechts, sondern basieren auf wissenschaftlichen Untersuchungen, so heißt es gemeinhin. Dabei kommt es zu einer doppelten Verschiebung, die sich nahezu unbemerkt vollzieht, wenn Autorität ihre Fundierung in Zahlen sucht. Die erste Verschiebung betrifft die Autoritätsperson selbst. Bei der zweiten, noch wichtigeren geht es um den moralischen Charakter der Autorität. Quelle: „Autorität und Verantwortung“ von Paul Verhaeghe</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-neue-autoritaet-wird-sich-aus-einer-gruppe-speisen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Weisheit der Vielen trifft nur manchmal zu</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-weisheit-der-vielen-trifft-nur-manchmal-zu.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-weisheit-der-vielen-trifft-nur-manchmal-zu.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2018 06:02:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=1837</guid>

					<description><![CDATA[„Einstimmig“ klingt beruhigend. Wenn eine Jury einstimmig zu einer Entscheidung gekommen ist, nimmt man an, dass der Fall klar war. Und wenn Einstimmigkeit keine Option ist, würden die meisten Menschen die Mehrheit jederzeit der Minderheit vorziehen. Tali Sharon ergänzt: „Eine Lösung, die von der Mehrheit favorisiert wird, klingt sofort besser als eine, die von der ... <a title="Die Weisheit der Vielen trifft nur manchmal zu" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-weisheit-der-vielen-trifft-nur-manchmal-zu.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Weisheit der Vielen trifft nur manchmal zu">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Einstimmig“ klingt beruhigend. Wenn eine Jury einstimmig zu einer Entscheidung gekommen ist, nimmt man an, dass der Fall klar war. Und wenn Einstimmigkeit keine Option ist, würden die meisten Menschen die Mehrheit jederzeit der Minderheit vorziehen. Tali Sharon ergänzt: „Eine Lösung, die von der Mehrheit favorisiert wird, klingt sofort besser als eine, die von der Minderheit bevorzugt wird.“ Viele Menschen glauben, dass sie bessere Entscheidungen fällen, wenn sie auf die Weisheit der vielen achten und sich deren Credo zu eigen machen. Eine allgemein akzeptierte Meinung lautet: Je mehr Köpfe an einer Entscheidung beteiligt sind, desto besser – und zwar egal, ob es sich um die Entscheidung für eine Geschäftsstrategie oder die Speisenfolge eines Abendessens handelt. Tali Sharot wurde an der New York University in Psychologie und Neurowissenschaften promoviert und ist Professorin am Institut für experimentelle Psychologie der University of London. <span id="more-1837"></span></p>
<p><strong>Echte Unabhängigkeit ist nahezu unmöglich</strong></p>
<p>Die Idee, dass wahre Weisheit in der Masse liegt, wurden in den vergangenen Jahren durch James Surowieckis berühmtes Buch „Die Weisheit der Vielen“ populär gemacht. Wer es jedoch sorgfältig liest, wird merken, dass der Autor seinen Lesern zu bedenken gibt, dass die vielen nur unter ganz bestimmten Bedingungen weiser sind als der Einzelne. Dennoch glauben die meisten Menschen, dass ganz grundsätzlich zwei Gehirne besser sind als eines und tausend sogar noch besser. Die Wahrheit ist aber nicht ganz so einfach. Eine Gruppe kann weise sein, aber oft ist sie töricht.</p>
<p>Eine Gruppe entscheidet nur dann weise, wenn die Einschätzungen der einzelnen Personen unabhängig voneinander erfolgen. Studien von Tali Sharot und anderen Wissenschaftlern haben gezeigt, dass es angesichts eines bestehenden Konsenses nur etwa dreißig Prozent aller Menschen wagen, eine abweichende Meinung zu äußern. Echte Unabhängigkeit aber ist nahezu unmöglich zu erreichen. Wer daher vorhat, sich auf die Magie der Masse zu verlassen, muss sich vorab fragen, in welchem Maße die Ansichten der Leute in seiner Gruppe oder sozialen Netzwerk unabhängig voneinander sind.</p>
<p><strong>Viele Menschen sind übertrieben optimistisch</strong></p>
<p>Tali Sharot erläutert: „Hatten die Personen in Ihrer Gruppe eine Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, bevor sie ihre Meinung kundtun, ist die Unabhängigkeit dahin.“ Da Menschen soziale Geschöpfe sind, interagieren sie gerne miteinander. Da die Gesellschaft und die Menschen sehr eng miteinander verwoben sind, ist es häufig unmöglich, anderen unabhängige Meinungen zu entlocken. Man kann allerdings einiges dafür tun, um die gegenseitige Beeinflussung gering zu halten. </p>
<p>Es gibt unzählige Gelegenheiten, in denen die Mehrheit den Hang hat, sich in die eine oder andere Richtung zu irren. Tali Sharot erklärt: „Dazu zählen etwa Fehler bei der Prognose zukünftiger Ereignisse. Menschen tendieren dazu, übertrieben optimistisch zu sein – sie unterschätzen beispielsweise Dauer und Kosten langfristiger Projekte.“ Zudem tendiert man dazu, positive Beziehungen zu sehen, selbst wenn es gar keine gibt. Das übergroße Vertrauen vieler Menschen in die Mehrheitsmeinung kann sich zu suboptimalen Entscheidungen, schrägen Ansichten und verpassten Gelegenheiten auswachsen. Quelle: „Die Meinung der anderen“ von Tali Sharot </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-weisheit-der-vielen-trifft-nur-manchmal-zu.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In der Gruppe ist der Mensch vorhersagbar unvernünftig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/in-der-gruppe-ist-der-mensch-vorhersagbar-unvernuenftig.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/in-der-gruppe-ist-der-mensch-vorhersagbar-unvernuenftig.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2017 09:20:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=1764</guid>

					<description><![CDATA[Normative Einflüsse von Gruppen auf ihre Mitglieder wirken in Situationen, in denen das einzelne Gruppenmitglied nicht auffallen möchte, gleichgültig, ob es glaubt, die Gruppe habe recht oder nicht. Julia Shaw fügt hinzu: „Informative soziale Einflüsse werden ebenfalls von Gruppen ausgeübt, aber sie erfordern sie nicht unbedingt. Sie wirken bei Gelegenheiten, bei denen wir glauben, jemand ... <a title="In der Gruppe ist der Mensch vorhersagbar unvernünftig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/in-der-gruppe-ist-der-mensch-vorhersagbar-unvernuenftig.html" aria-label="Mehr Informationen über In der Gruppe ist der Mensch vorhersagbar unvernünftig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Normative Einflüsse von Gruppen auf ihre Mitglieder wirken in Situationen, in denen das einzelne Gruppenmitglied nicht auffallen möchte, gleichgültig, ob es glaubt, die Gruppe habe recht oder nicht. Julia Shaw fügt hinzu: „Informative soziale Einflüsse werden ebenfalls von Gruppen ausgeübt, aber sie erfordern sie nicht unbedingt. Sie wirken bei Gelegenheiten, bei denen wir glauben, jemand anderes sei besser informiert als wir, und daher seine Informationen übernehmen.“ Diese Einflüsse helfen erklären, warum eine Person die Darstellung einer anderen übernimmt. Sie möchte entweder die anderen Person nicht dadurch verstimmen, dass sie anderer Meinung ist (normativer Einfluss), ober aber sie glaubt wirklich, dass die andere Person eine Darstellung besser in Erinnerung hat als sie selbst (informativer Einfluss). Die Rechtspsychologin Julia Shaw lehrt und forscht an der London South Bank University. <span id="more-1764"></span></p>
<p><strong>Die Welt ist in Eigengruppen und Fremdgruppen eingeteilt</strong></p>
<p>Natürlich sind diese sozialen Einflüsse nicht immer etwas Schlechtes. Aber diese sozialen Einflüsse werden zu einem Problem, wenn nachträgliche Fehlinformationen verarbeitet werden, sodass falsche Details auf eine Weise in die eigene Erinnerung eingewoben werden, die man nie mehr herauslösen kann. In der Psychologie gibt es den Begriff „Groupiness“, der ausdrückt, wie stark eine Gruppe zusammenhängt und wie sehr ihre Mitglieder zur Konformität neigen. Der soziologische Begriff dafür ist „Entitativität“, was im Wesentlichen bedeutet, wie gut die Gruppe als Entität funktioniert. </p>
<p>Die meisten Menschen tendieren dazu, die Welt in „Ingroups“ (Eigengruppen) und „Outgroups“ (Fremdgruppen) einzuteilen, als in Gruppen, zu denen man sich als zugehörig betrachtet, und alle anderen. Dan Ariely, Professor für Psychologie und Verhaltensökonomie an der Duke University und Autor des Bestsellers „Predictably Irrational“ (Denken hilft zwar, aber nützt nichts), ist der Meinung, die Mitgliedschaft in Gruppen führe dazu, dass die Menschen genau das sind, was der englische Titel seines Buchs ins Deutsche übertragen bedeutet: vorhersehbar unvernünftig.</p>
<p><strong>In der Eigengruppe herrscht Solidarität</strong></p>
<p>Dan Ariely und seine Kollegen haben in zahlreichen Experimenten demonstriert, dass Menschen dann, wenn Mitglieder der persönlichen Eigengruppe etwas tun, ihrem Bespiel sehr wahrscheinlich folgen. Julia Shaw erläutert: „Das gilt im Guten wie im Bösen – so mogeln wir mit größerer Wahrscheinlichkeit, wenn mindestens einer aus unserer Ingroup das auch tut.“ Dan Arielys Forschung hat auch gezeigt, dass man weniger wahrscheinlich mit den konform geht, mit denen man sich nicht identifiziert – mit Angehörigen der Fremdgruppe.</p>
<p>Vermutlich handelt es sich dabei um eine absichtliche Abgrenzung vom Verhalten von Rivalen – man ist nicht so wie die – und auch ein implizite Bekundung der Solidarität mit den eigenen Gefährten in der Eigengruppe wegen der gemeinsamen Werte. Im Hinblick auf all diese Einflussfaktoren sind viele Forscher der Meinung, dass man Zeugen bei Polizeiermittlungen voneinander getrennt halten muss, um negative Effekte zu vermeiden. Und die Polizei muss verstehen, dass Übereinstimmung zwischen Gerichten nicht unbedingt ein Hinweis auf Richtigkeit sein muss, nur auf Konformität. Quelle: „Das trügerische Gedächtnis“ von Julia Shaw</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/in-der-gruppe-ist-der-mensch-vorhersagbar-unvernuenftig.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein Mensch möchte als Steppenwolf enden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/kein-mensch-moechte-als-steppenwolf-enden.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/kein-mensch-moechte-als-steppenwolf-enden.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2017 09:36:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=1763</guid>

					<description><![CDATA[Ob eine Person tatsächlich die Auffassungen einer Gruppe teilt, ist manchmal zweifelhaft. Denn der sogenannte Gruppenreflex sorgt dafür, dass die eigenen Meinung zurückgehalten oder unterdrückt wird, weil die Gemeinschaft für das Überleben des Einzelnen sehr wichtig ist. Anja Förster und Peter Kreuz stellen klar: „Das Ausleben von Individualität steht dem Einzelnen also nie völlig frei, ... <a title="Kein Mensch möchte als Steppenwolf enden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kein-mensch-moechte-als-steppenwolf-enden.html" aria-label="Mehr Informationen über Kein Mensch möchte als Steppenwolf enden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob eine Person tatsächlich die Auffassungen einer Gruppe teilt, ist manchmal zweifelhaft. Denn der sogenannte Gruppenreflex sorgt dafür, dass die eigenen Meinung zurückgehalten oder unterdrückt wird, weil die Gemeinschaft für das Überleben des Einzelnen sehr wichtig ist. Anja Förster und Peter Kreuz stellen klar: „Das Ausleben von Individualität steht dem Einzelnen also nie völlig frei, sondern ist immer mehr oder weniger eingedämmt.“ Ein Mensch neigt schon aus biologischen Gründen dazu, seine Individualität, sein Freiheitsstreben und seine Eigenständigkeit der Gemeinschaft unterzuordnen. Die Furcht als „Steppenwolf“ zu enden, ist einfach zu groß. Wenn ein Gruppenmitglied dennoch in einer bestimmten Frage „Nein“ sagt, dann betrifft dieses „Nein“ auch immer die Erwartungen und die Forderungen der Gruppe. Anja Förster und Peter Kreuz nehmen als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein. <span id="more-1763"></span></p>
<p><strong>Ein zu freies Individuum wird als Schwächung der Gruppe empfunden</strong></p>
<p>Und dieses „Nein“ führt reflexhaft dazu, dass die Gruppe das vereinend sich verweigernde Individuum als fremd empfindet. Je stärker das Denken und Verhalten des Individuums von dem der Gruppe abweicht, desto fremder wird es empfunden. Anja Förster und Peter Kreuz wissen: „Aus Befremden wird Argwohn, Aus Argwohn wird Hass und aus Hass wird Hetze. Gemeinschaften können Individuen, die als Fremdkörper empfunden werden, enorm gefährlich werden.“ Alle Gemeinschaften mit starker Gruppenidentität haben ein feines Sensorium für Zugehörigkeit einerseits und Fremdheit andererseits. </p>
<p>Die Andersartigkeit Einzelner fällt sofort auf und wird schnell als unerträglich empfunden. Solche Situationen sind oft hoch emotional. Anja Förster und Peter Kreuz erklären: „Heutzutage entlädt sich dann zum Beispiel ein Shitstorm im Internet über den „Fremdkörper“, in früheren Zeiten fiel das Mob über ihn her und übte Lynchjustiz.“ Die Gesellschaft kann es nicht ertragen, dass jemand aus dem Rahmen fällt, weil jedes einzelne loyale Mitglied die Gruppe stärker macht. Ein zu freies Individuum wird als Schwächung der Gruppe empfunden, als Verlust, Makel oder Last. </p>
<p><strong>Im Schutz der Gruppe werden unvorstellbare Gräueltaten begangen</strong></p>
<p>Auch die Gruppe hat einen Überlebenstrieb, und da gilt: je mehr, desto besser. Eine Spaltung der Gruppe kann dazu führen, dass die verkleinerte Gemeinschaft nicht mehr überlebensfähig ist. Darum wehrt sie sich gegen „Spalter“. Umgekehrt: Je mehr Gleichgesinnte, desto besser fühlt man sich. In einer großen Gruppe haben Menschen das Gefühl automatisch im Recht zu sein. Wenn Millionen so denken wie man selbst, dann kann man wohl nicht falsch liegen. Große Gruppen sind darum in der Lage, schreckliche Dinge ohne Reue zu tun, alleine legitimiert durch das Gesetz der großen Zahl.</p>
<p>Anja Förster und Peter Kreuz fügen hinzu: „Indem sich die Menschen unter dem Gruppendruck der Mehrheit anschließen und ihr Verhalten anpassen, sind sie in der Lage Dinge zu denken und zu tun, die sie als freie Individuen niemals tun würden und die sie eigentlich gar nicht wollen.“ Nur mit diesem Effekt sind viele der schlimmsten Verbrechen der Menschheit überhaupt zu erklären. Das Muster passt beispielsweise auf das Dritte Reich, wo ganz „normale“ Bürger unter dem Schutz der Gruppe in Konzentrationslagern unvorstellbare Gräueltaten begingen. Quelle: „Nein“ von Anja Förster und Peter Kreuz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/kein-mensch-moechte-als-steppenwolf-enden.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
