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	<title>Grübeln &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Depressive leiden an Hoffnungslosigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[Während einer depressiven Phase geht die Kontrolle über die Stimmung verloren. Bei einer leichten depressiven Verstimmung sind noch Fähigkeiten vorhanden, den Schleier etwa durch Ablenkung oder bei bestimmten Ereignissen zu durchbrechen. Bei mittelschwerer und schwerer Depression gelingt dies nicht mehr. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Die Stimmung hat sich der willentlichen Kontrolle entzogen. Sie ist tief im ... <a title="Depressive leiden an Hoffnungslosigkeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/depressionen-sind-gepraegt-von-sinnlosigkeit.html" aria-label="Mehr Informationen über Depressive leiden an Hoffnungslosigkeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während einer depressiven Phase geht die Kontrolle über die Stimmung verloren. Bei einer leichten depressiven Verstimmung sind noch Fähigkeiten vorhanden, den Schleier etwa durch Ablenkung oder bei bestimmten Ereignissen zu durchbrechen. Bei mittelschwerer und schwerer Depression gelingt dies nicht mehr. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Die Stimmung hat sich der willentlichen Kontrolle entzogen. Sie ist tief im Keller, verbunden mit dem starken Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Leere und Sinnlosigkeit.“ Betroffen beschreiben einen Zustand des „Getrenntseins“ und der Gefühllosigkeit. Auch das Feststecken in endlosen Kreisläufen des Grübelns ist eine typische Beschreibung. Ängste und ein starkes Grübeln sind zu beobachten. Meist ist auch das Selbstwertgefühl extrem geschädigt: „Ich bin wertlos, ich fühle mich schuldig …“ Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5187"></span></p>
<p><strong>Depressive Menschen fühlen sich leer und wie versteinert</strong></p>
<p>Hier stellt sich für Heinz-Peter Röhr mitunter die Frage, führt die Depression zu einer starken Störung des Selbstwertgefühls, oder ist die Selbstwertstörung für die Entstehung der Depression verantwortlich? Vermutlich stimmt beides. Heinz-Peter Röhr weiß: „Die depressive Erkrankung legt die Selbstwertstörung quasi unter eine Lupe und verstärkt diese. Wenn die depressiven Symptome abgeklungen sind, ergibt es Sinn, das Selbstwertgefühl genau zu untersuchen und zu bearbeiten.“</p>
<p>Betroffen glauben meist, selbst die Einzigen zu sein, die an dieser schweren Erkrankung leiden. Oft fühlen sie sich zu Recht falsch verstanden, wenn man ihnen zum Beispiel sagt, dass sie sich zusammenreißen sollen, dass sie nur aktiv werden müssen, weil sie das in diesem Stadium nicht mehr können. Bei einer schweren depressiven Episode fühlen sich Menschen gefühllos, leer und wie versteinert. Die Zeit scheint nicht vorüberzugehen, und der Zustand völliger Hoffnungslosigkeit ist absolut quälend. </p>
<p><strong>Heinz-Peter Röhr kennt sehr viele Symptome einer Depression</strong></p>
<p>Heinz-Peter Röhr stellt fest: „In dieser Phase sind Suizidgedanken häufig und die Gefahr, dass es zum Suizid kommt, ist groß.“ Weitere typische Symptome sind: Innere Unruhe und Zittern, Schlaflosigkeit in Verbindung mit Grübelzwängen sowie frühmorgendliches Aufwachen. Hinzu kommen Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme beziehungsweise Gewichtsverlust, Probleme bei grellem Licht, wodurch manches nur vernebelt zu sehen ist. Weitere Symptome sind Antriebslosigkeit, zum Beispiel nicht lesen zu können und Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis.</p>
<p>Depressive Menschen fühlen sich schlecht und krank, haben keinerlei Lebensfreude, alles ist ihnen zu viel, selbst einfache Telefonate und sie haben Probleme bei Reizüberflutung. Heinz-Peter Röhr kennt noch weitere Symptome einer Depression: „Ein typisches „Morgentief“: sich besonders morgens extrem schlecht fühlen, müde sein und sich nur hinlegen mögen; im Laufe des Tages verbessert sich die Stimmung etwas. Verlust des Selbstwertgefühls: starke Minderwertigkeitsgefühle.“ Dazu kommt die soziale Isolierung: Termine mit der Familie oder Freunden werden zu einem unüberwindlich scheinenden „Berg“. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jeder kann seine Stimmung beeinflussen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2023 02:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Depressionsprophylaxe ist von höchster Bedeutung. Geht es doch darum, die Stimmung im positiven Bereich zu halten. Etwas, das für jeden Menschen fast alles bedeutet. Nicht jeder ist eine Frohnatur und fast immer bei bester Laune. Aber jeder, der nicht psychisch krank ist, kann seine Stimmung beeinflussen und ist keineswegs nur Opfer der Umstände. Heinz-Peter ... <a title="Jeder kann seine Stimmung beeinflussen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-depressionsprophylaxe.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder kann seine Stimmung beeinflussen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Depressionsprophylaxe ist von höchster Bedeutung. Geht es doch darum, die Stimmung im positiven Bereich zu halten. Etwas, das für jeden Menschen fast alles bedeutet. Nicht jeder ist eine Frohnatur und fast immer bei bester Laune. Aber jeder, der nicht psychisch krank ist, kann seine Stimmung beeinflussen und ist keineswegs nur Opfer der Umstände. Heinz-Peter Röhr fügt hinzu: „Allerdings fühlen sich viele Menschen genau so. Sie machen sich abhängig von den momentanen Gegebenheiten.“ Wie ist es möglich, in eine positive Stimmung zu gelangen und möglichst zu bleiben? „Ich muss aufpassen, dass ich nicht kippe!“ So lautet der Satz eines Patienten, der bereits mehrere depressive Episoden im Sinne einer Erkrankung während seines Lebens erfahren musste. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5048"></span></p>
<p><strong>Grübeln hat eine destruktive Wirkung auf die Stimmung</strong></p>
<p>Der Patient spürt, dass sich in seinem Denken und Fühlen ein kritisches Maß an destruktiver Energie breitgemacht hat. Zusätzlich reagiert der Körper mit innerer Unruhe, Sehstörungen, Druck auf der Brust. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Wenn hier ein gewisses Limit überschritten ist, wird die Stimmung zum Selbstläufer ins Negative und entgleitet der Einflussnahme. Bevor es zum Kontrollverlust kommt, gilt es, die Zeit zu nutzen.“ Mithilfe eines psychologischen Experiments konnte die destruktive Wirkung von Grübeln auf die Stimmung gezeigt werden. </p>
<p>Gesunde Studenten wurden acht Minuten mit künstlichem Grübeln beschäftigt. Anschließend bewerteten sie ihre Vergangenheit und Zukunft deutlich pessimistischer. Heinz-Peter Röhr betont: „Wenn es eine wirksame Prophylaxe gegen eine depressive Erkrankung gibt, ist der Fokus auf das Grübeln zu richten. Dabei sollen Gedanken, die die Stimmung herunterziehen, vermieden werden.“ Das ist viel einfacher gesagt als getan. Denn in der Frühphase einer Depression fühlen sich Menschen von düsteren negativen Gedanken magisch angezogen.</p>
<p><strong>Selbstabwertungen ziehen die Stimmung in ein Tief</strong></p>
<p>Heinz-Peter Röhr rät: „Wer spürt, dass diese zu vermeiden nicht ohne Hilfe gelingt, sollte unter allen Umständen so schnell wie möglich therapeutische Hilfe suchen.“ Denn die Behandlung der Krankheit ist viel schwieriger und langwieriger, wenn sie erst ausgebrochen ist. Oft drehen sich die depressiven Gedanken um das Selbstwertgefühl, beispielsweise Gedanken wie: „Ich hätte eine klügere Antwort geben müssen, man nimmt mich überhaupt nicht ernst. Ich bin unfähig mein Leben in gute Bahnen zu lenken.“  </p>
<p>Menschen, die grübeln, glauben an destruktive Sätze, insbesondere daran, nicht zu genügen. Der Glaube ist bekanntlich die stärkste Energie in jedem Menschen, darum ist die Wirkung so stark. Selbstabwertungen ziehen die Stimmung in ein Tief, der Betroffene fühlt sich schlecht. Heinz-Peter Röhr weiß: „Wer dies häufig praktiziert, konditioniert sein Gehirn in eine unglückliche Richtung. Gefühle werden gelernt, und wie auf Knopfdruck fährt die Stimmung in den Keller, wenn einer dieser destruktiven Gedanken auftaucht.“ „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Schuldgefühle können ein Schutzmantel sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2023 01:00:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldgefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Einige der hartnäckigsten Schuldgefühle trotz erwiesener Unschuld, die Helga Kernstock-Redl in den letzten Jahren begegnet sind, enttarnten sich im Lauf der Zeit als Schutzmantel gegen erschreckende, belastende, vielleicht verbotene Gefühle. Wer beständig und intensiv über seine Schuld an einem Verlust nachdenkt, vermeidet vielleicht, den noch schwierigeren Weg durch die Trauer betreten zu müssen. Helga Kernstock-Redl ... <a title="Schuldgefühle können ein Schutzmantel sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-hartnaeckige-schuldgefuehle.html" aria-label="Mehr Informationen über Schuldgefühle können ein Schutzmantel sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einige der hartnäckigsten Schuldgefühle trotz erwiesener Unschuld, die Helga Kernstock-Redl in den letzten Jahren begegnet sind, enttarnten sich im Lauf der Zeit als Schutzmantel gegen erschreckende, belastende, vielleicht verbotene Gefühle. Wer beständig und intensiv über seine Schuld an einem Verlust nachdenkt, vermeidet vielleicht, den noch schwierigeren Weg durch die Trauer betreten zu müssen. Helga Kernstock-Redl erläutert: „Sobald sich der eigene Anteil an einem Unglück innerlich überbreit macht, bleibt der Ärger auf die anderen Schuldigen im Hintergrund.“ Solche schützenden Gefühle sind kurzfristig nützlich. Doch über längere Zeiträume binden sie wertvolle Aufmerksamkeit und Energie, blockieren nützliche Entwicklung oder lenken Lösungsversuche in eine falsche Richtung. Es hilft auf Dauer nicht weiter, sich mit der Ablenkung zu beschäftigen. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-4526"></span></p>
<p><strong>Eine Strategie der Vermeidung führt ins Grübeln</strong></p>
<p>Ähnliches gilt für Kontrollillusionen, die Schuldgefühle als Nebenprodukt liefern. Das menschliche Gehirn durchstöbert die Außenwelt beständig nach Ursachen und Einflussmöglichkeiten und findet sie – speziell in der Not – selbst dort, wo es gar keine geben kann. Denn die Anerkennung einer eigenen Schuldlosigkeit würde automatisch bedeuten, akzeptieren zu müssen: „Ich kann daher auch nichts daraus lernen, nichts besser und nichts anders machen. Es kann mir jederzeit wieder passieren.“ </p>
<p>Helga Kernstock-Redl weiß: „Allerdings führt diese Vermeidungsstrategie mitten hinein in das Grübel-Übel: Vielleicht könnte die Lösung ja noch gefunden werden, wenn man sich nur richtig stark darum bemüht, den eigenen Anteil, den Fehler, die übersehenen Anzeichen zu finden?“ Die Akzeptanz der Ohnmacht und der Trauer ist zwar ein steiniger, doch letztendlich nützlicher Weg, um sich davon zu befreien. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber manchmal muss man sie regelrecht erschlagen, um sie begraben zu können. </p>
<p><strong>Kinder sind nicht für die Stimmungen der Erwachsenen zuständig</strong></p>
<p>Sollte jemand vermuten, dass sich hinter dem Schuldgefühl ein anderes verbirgt, kann folgende Frage weiterhelfen: „Was würde wohl passieren, wenn das Schuldgefühl wie durch Zauberei verschwindet?“ Manche Menschen lassen sich ziemlich schnell Schuld einreden. Das trifft besonders Kinder, hilfsbereite oder liebende Erwachsene, die gern die Erwartungen anderer erfüllen wollen. Doch wohl jeder lässt sich hin und wieder von gut gemachten Vorwürfen überrumpeln. </p>
<p>Und außerdem ist in Stress- und Notsituationen sowieso jedes Gehirn hochgradig anfällig dafür, wie die Schuldübernahme in traumatischen Katastrophen zeigt. Helga Kernstock-Redl warnt: „Kindern darf man keinesfalls falsche Ursachen-Schuld überstülpen oder schädigende moralische Regeln vermitteln. Sie würden das unbesehen glauben müssen.“ Kinder sind auch nicht für die Entscheidungen und Stimmungen der Erwachsenen verantwortlich, können sich selbst nur unzureichend steuern und haben keinerlei Einfluss darauf, was sie selbst brauchen und fühlen. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Leben findet immer im Jetzt statt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 01:00:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn man in die Köpfe der Menschen hineinschauen könnte, würde man ihre Selbstgespräche kennenlernen, die sie permanent mit sich führen. Das wäre manchmal lustig, manchmal traurig. Heinz-Peter Röhr weiß: „Was man auf jeden Fall feststellen würde, wäre die Tatsache, dass sie sich vorwiegend mit ihrer Vergangenheit oder mit Sorgen bezüglich ihrer Zukunft beschäftigen. Nur selten ... <a title="Das Leben findet immer im Jetzt statt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-hier-und-jetzt.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Leben findet immer im Jetzt statt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in die Köpfe der Menschen hineinschauen könnte, würde man ihre Selbstgespräche kennenlernen, die sie permanent mit sich führen. Das wäre manchmal lustig, manchmal traurig. Heinz-Peter Röhr weiß: „Was man auf jeden Fall feststellen würde, wäre die Tatsache, dass sie sich vorwiegend mit ihrer Vergangenheit oder mit Sorgen bezüglich ihrer Zukunft beschäftigen. Nur selten richten sie die Aufmerksamkeit auf das Jetzt.“ Viele Menschen verbringen Jahre mit der Hoffnung, dass die Dinge sich von selbst zum Besseren wenden, immer im Glauben, dass das Gute noch kommt. Auf diese Weise wird das Leben vertan, es rauscht vorbei. Man ist nicht in sich selbst zu Hause. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4489"></span></p>
<p><strong>Angst führt zu Kontrollverlust</strong></p>
<p>Besonders Menschen, die grübeln, erleben, dass ihre Gedanken davonfliegen. Die Aufgabe ist jedoch, die Aufmerksamkeit auf den momentanen Augenblick zu lenken. Das Leben findet immer im Jetzt statt, und alles, was man ändern will, muss man im Jetzt tun. Der richtige Moment ist also da, die Frage ist, was ist zu tun. Wenn jemand grübelt, ist alles richtig, was ablenkt, was zu anderen Gedanken, zu anderem, besserem Handeln führt. Das Denken in eine andere Richtung zu lenken ist die Lösung. </p>
<p>Angst ist die eigentliche Ursache für den Kontrollverlust über das Gedankenkarussell. Im Grübeln liegt keine Lösung. Das Jetzt ist auch der Moment, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Eine Methode, die laut Heinz-Peter Röhr das Grübeln stoppen kann, kommt aus der Buddhistischen Therapie, die jedoch ein wenig Übung bedarf: „Man lässt die Gedanken einfach vorüberziehen, ohne sie zu bewerten oder festhalten zu wollen, man lässt sie verglühen.“ Das typische „Anhaften“, wie es in der Buddhistischen Therapie heißt, ist das Problem. </p>
<p><strong>Meditation lenkt die Gedanken in ruhige Bahnen</strong></p>
<p>Wer versucht, grüblerische Gedanken nur zu unterdrücken, verstärkt diese. Anders ist der geplante Umgang mit Grübeln zu bewerten. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Die Strategie geht auf, wenn man das Thema, über das man grübeln will, aufschreibt und sich vornimmt, dieses zu einem späteren festgelegten Zeitpunkt zu erledigen.“ Bis dahin kann man alles andere tun. Auch sich auf eine Dauer, etwa zehn oder 15 Minuten, festzulegen ist sinnvoll. Meist wird die Grübelzeit, die man sich vorgenommen hat, nicht in Anspruch genommen. </p>
<p>Mit dem Grübeln einfach aufzuhören ist fast unmöglich, weil Gedanken sich immer wieder verselbstständigen und in gewohnte Bahnen geraten. Wie beruhigt man seinen Geist? Der Königsweg, Gedanken in ruhige Bahnen zu lenken, ist Meditation. Für Heinz-Peter Röhr gibt es keine wirksamere Maßnahme. Normalerweise gelingt es, nach konzentrierter Arbeit und geistiger Anstrengung in einen entspannten Zustand zu gelangen und Erholung zu erleben. Dem Opfer der Grübelfalle gelingt das meist nicht. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein Mensch kann fast alles aushalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2023 02:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Heinz-Peter Röhr rät: „Wenn ich nichts ändern kann, dann ist die einzig richtige Methode, mich mit Tatsachen abzufinden.“ Das ist mitunter schwer und erscheint eventuell unmöglich. Wer grübelt, steht fast immer vor dem Problem, dass er gerade in diesem Moment nichts ändern kann. Dies zu akzeptieren ist notwendigerweise der erste Schritt. Was man jetzt jedoch ... <a title="Ein Mensch kann fast alles aushalten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gruebelstopp.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Mensch kann fast alles aushalten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heinz-Peter Röhr rät: „Wenn ich nichts ändern kann, dann ist die einzig richtige Methode, mich mit Tatsachen abzufinden.“ Das ist mitunter schwer und erscheint eventuell unmöglich. Wer grübelt, steht fast immer vor dem Problem, dass er gerade in diesem Moment nichts ändern kann. Dies zu akzeptieren ist notwendigerweise der erste Schritt. Was man jetzt jedoch tun kann, ist, eine Entspannungstechnik anzuwenden. Auf diese Weise lenkt man die Gedanken auf einen anderen Gegenstand – beispielsweise auf einen Meditationsgegenstand. „Das halte ich nicht aus, das ertrage ich nicht!“, so die häufige Argumentation. Realistischer ist der Satz: „Ich halte alles aus, es sei denn, ich sterbe daran.“ Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4208"></span></p>
<p><strong>Grübeln führt zu Kontrollverlust</strong></p>
<p>In den allermeisten Fällen wird man zugeben müssen, dass man nicht daran stirbt, sondern dass man sich mit unliebsamen Zuständen nicht abfinden möchte. Mithilfe der Selbstreflexion stellt sich die Frage: „Will ich nicht oder kann ich nicht?“ Meist lautet die Antwort: „Ich will nicht!“ Die Folge ist ein Kontrollverlust über Grübeln. Wer in der Grübelfalle steckt, sollte unbedingt die Frage stellen: „Womit will ich mich nicht abfinden?“ Sobald man diese Frage stellt, wird der Neokortex mit einer sinnvollen Aufgabe beschäftigt. </p>
<p>Beim Stellen der Frage richtet sich die Aufmerksamkeit auf ein lösbares Problem. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Jeder, der schon einmal in einer Grübelfalle steckte, weiß, dass die Themen beim geringsten Auslöser wie auf Knopfdruck wieder von vorne angehen – der Kontrollverlust ist stärker als der Mensch.“ Die Kunst besteht jetzt darin, abstinent zu bleiben von der Sorge. Damit ist jedoch nicht gemeint, zwanghaft nicht an das Problem zu denken. Abstinenz meint, dass jetzt alles recht ist, was ablenkt, bessere und andere Gedankeninhalte hervorbringt.</p>
<p><strong>Wichtig ist der liebevolle Umgang mit sich selbst</strong></p>
<p>Ablenkung ist daher wichtig und unverzichtbar. Eine Methode abstinent zu bleiben, ist zum Beispiel zielgerichtete und befriedigende Arbeit. Heinz-Peter Röher erläutert: „Wenn es zu einem Rückfall kommt, ist jede Selbstabwertung und Selbstkritik unangemessen. Etwas, was Tage, Wochen und Monate den Geist beschäftigt hat, lässt sich nicht so leicht abschütteln.“ Wie von einem Magneten fühlen sich Betroffene von ihrem typischen Grübelthema angezogen und geraten wieder in den Teufelskreis. Das ist ein Hinweis, dass noch keine ausreichende Lösung gefunden wurde. </p>
<p>Wichtig ist der verständnisvolle, liebevolle Umgang mit sich selbst. Rückfälle gehören dazu. Entscheidend ist jetzt, dass man wieder von vorne mit einem „Stopp“ beginnt und erneut für eine andere Chemie sorgt. Vielen würde folgender Satz helfen: „Ich lasse los und vertraue dem Leben.“ Sie brauchen neue Themen für ihr eigenes Leben. Ein Wechsel des Blickwinkels kann dabei eine Lösung sein. Neuer Sinn, Freunde, Hobbys oder ehrenamtliche Aufgaben im sozialen Feld bereichern das Leben. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Grübler plagen immer neue Ängste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 02:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Sorgen erzeugen Sorgen. Wer in Grübelzwänge gerät, kommt auf immer neue Befürchtungen und Ängste. Aus ursprünglich einer Angst können sich viele Ängste entwickeln. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Da ist ein Umstand, mit dem man sich nicht abfinden kann, ein seelischer Schmerz, der unerträglich scheint und den man glaubt, nicht ertragen zu können.“ Man möchte immer nur ... <a title="Grübler plagen immer neue Ängste" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gruebelzwaenge.html" aria-label="Mehr Informationen über Grübler plagen immer neue Ängste">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sorgen erzeugen Sorgen. Wer in Grübelzwänge gerät, kommt auf immer neue Befürchtungen und Ängste. Aus ursprünglich einer Angst können sich viele Ängste entwickeln. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Da ist ein Umstand, mit dem man sich nicht abfinden kann, ein seelischer Schmerz, der unerträglich scheint und den man glaubt, nicht ertragen zu können.“ Man möchte immer nur „Nein“ schreien. Nein, das darf nicht sein. Hirnforscher haben nachgewiesen, dass seelischer Schmerz dieselben Hirnareale aktiviert wie körperlicher Schmerz, nämlich das Schmerzzentrum. Der Glaube ist die stärkste Energie im Menschen, solange sich dieser nicht ändert, ist eine Korrektur unmöglich. Der typische Grübler verteidigt sein Grübeln wie ein Süchtiger sein Suchtmittel. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4067"></span></p>
<p><strong>Ängste lassen sich nur mit Handeln bewältigen</strong></p>
<p>Richtig ist, dass man als Außenstehender dem Grübler gegenüber machtlos ist. Der Einzige, der etwas verändern kann, ist der Betroffene selbst. Der erste Schritt ist daher die Aufklärung über die Dynamik des Grübelns. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Nur so ist die für eine Veränderung notwendige Klarheit gegeben und das erforderliche Verständnis wird ermöglicht. Der erste Schritt ist also die Selbstdiagnose.“ Bei der Erklärung wirksamer Strategien, die aus dem Teufelskreis hinausführen, geht es darum, vom Grübeln ins Nachdenken zu gelangen. </p>
<p>Wer die Ängste im Denken beseitigen will, gerät leicht in die Grübelfalle. Ängste lassen sich nur mit Handeln bewältigen, nicht mit Denken allein. Eine Handlung wäre zum Beispiel, das Grübeln auf den Prüfstand zu stellen. Gerade der Versuch, an eine bestimmte Sache nicht zu denken, verschlimmert das Problem. Schon die Erfahrung, etwas nicht tun zu wollen, lenkt die Aufmerksamkeit unweigerlich auf das Thema. Es bedarf also wirksamer Vorgehensweisen zum Erfolg. </p>
<p><strong>Chronische Sorgen bedürfen einer radikalen Behandlung</strong></p>
<p>Heinz-Peter Röhr weiß: „Grundsätzlich gilt: Wer in die Grübelfalle geraten ist, hat jetzt zwei Probleme, erstens das Problem, das ihn sorgt oder ängstigt, und zweitens, dass er mit dem Grübeln nicht mehr aufhören kann. Oft ist das zweite Problem das schlimmere.“ Chronische Sorgen, die sich in endlosen Kreisen drehen, bedürfen einer radikalen Behandlung. Der Kontrollverlust ist dafür verantwortlich, dass man glaubt, sich nicht lösen zu können, insofern also immer weiter grübeln muss. </p>
<p>Alles beginnt damit, den Gedankenfluss zu stoppen. Man gibt sich innerlich ein Stopp, und wenn man allein ist, sagt man laut: Stopp! Auch wenn die Versuchung unwiderstehlich erscheint, die destruktiven Gedanken fortzusetzen, geht es jetzt darum, abstinent zu bleiben. Manchmal hilft auch eine radikalere Methode: heiß und kalt duschen. Mit Grübeln löst man keine Probleme, sondern nur mit der richtigen Strategie. Heinz-Peter Röhr betont: „Die Frage lautet: Was kann ich tun? Wenn ich etwas ändern kann, dann sollte ich die Dinge bei der ersten Möglichkeit in Angriff nehmen.“ Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
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		<title>Grübeln hängt stark mit Angst zusammen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gruebeln-und-angst.html</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2022 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Kern des Grübelns ist Angst! Dies ist meist wenig bewusst. Das zu wissen spielt aber für die Bewältigung des Problems eine wichtige Rolle. Da ist eine mehr oder weniger starke Angst, die man auflösen möchte. Heinz-Peter Röhr nennt Beispiele: „Beispielsweise die Angst, etwas Falsches gesagt zu haben oder dass man sich blamiert haben könnte ... <a title="Grübeln hängt stark mit Angst zusammen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gruebeln-und-angst.html" aria-label="Mehr Informationen über Grübeln hängt stark mit Angst zusammen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kern des Grübelns ist Angst! Dies ist meist wenig bewusst. Das zu wissen spielt aber für die Bewältigung des Problems eine wichtige Rolle. Da ist eine mehr oder weniger starke Angst, die man auflösen möchte. Heinz-Peter Röhr nennt Beispiele: „Beispielsweise die Angst, etwas Falsches gesagt zu haben oder dass man sich blamiert haben könnte oder bestimmte Schwächen habe oder sonst wie nicht genügen könnte.“ Die Themen, über die Menschen grübeln, sind unerschöpflich. Manchmal reichen bestimmte Ereignisse, die in den Teufelskreis des Grübelns führen: „Der Vorgesetzte hatte heute einen mürrischen Gesichtsausdruck, hat das was mit mir zu tun? Habe ich etwas falsch gemacht?“ Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3902"></span></p>
<p><strong>Grübeln soll zur Beruhigung beitragen</strong></p>
<p>Fast immer geht es um etwas, das nicht eintreten soll, etwas, das nicht so sein soll, etwas das man keinesfalls akzeptieren möchte. Typisch für Eltern ist die Sorge um ihre Kinder. Manchmal ist Denken ein funktionierender Problemlöser, wenn dies zu einem brauchbaren Ergebnis führt. In vielen Fällen ist Denken aber keine erfolgreiche Strategie, da es keinen Ausweg geben kann. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Das Grübeln hat jetzt die Funktion, irgendwie eine Beruhigung zu bewirken und eine vermeintliche Kontrolle wiederherzustellen, damit man sich mit der unabweisbaren Tatsache nicht abfinden muss.“ </p>
<p>Diese Illusion wirkt suggestiv und darf nicht aufhören, also – immer mehr vom selben. Nur bei einer sehr genauen Untersuchung wird deutlich, dass man dringend eine Beruhigung braucht, und Betroffene glauben, diese auch erreichen zu können, mit noch intensiverem Denken. Man erreicht das Ziel nicht, aber man tut wenigstens etwas, man ist sozusagen „unterwegs“, das erscheint viel besser, als nichts zu tun. Denken wird als der Problemlöser „missbraucht“. </p>
<p><strong>Grübeln hat nur Nachteile</strong></p>
<p>Missbrauch führt in den Kontrollverlust und in die Sucht. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Das Grübeln ist in einen süchtigen Teufelskreis geraten, man kann nicht mehr damit aufhören. Der Kontrollverlust führt zu all den negativen Folgen, die durch die Überbelastung des psychischen Apparats zu beklagen sind.“ Menschen, die in diesen „circulus vitiosus“ geraten, werden wie bei einer Gehirnwäsche in ihrer Persönlichkeit verändert. Mit etwas Abstand betrachtet erkennt man, dass sie diese Gehirnwäsche an sich selbst vornehmen, natürlich in bester Absicht. </p>
<p>Von außen betrachtet wird deutlich, dass Grübeln nur Nachteile hat. Betroffene verteidigen ihr Grübeln mit ihrem eigenen Erklärsystem. Tatsächlich aber schadet Grübeln der Stimmung. Grübeln zieht die Stimmung unweigerlich nach unten, möglicherweise bis zur völligen Hoffnungslosigkeit – da es um Dinge geht, für die es keine Lösung gibt. Menschen, die sich ständig sorgen, sind für andere nicht selten anstrengend. Man kann ihnen das Grübeln nicht ausreden und möchte daher lieber auf Distanz bleiben. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Grübeln verursacht psychische Störungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 01:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Lösungen]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie sehr Grübeln für viel psychischen Störungen und psychosomatische Krankheiten verantwortlich ist, wurde lange Zeit unterschätzt. Gerade der Umgang mit negativen Gedanken ist für viele Menschen ein Problem, für das sie keine geeignete Lösung haben. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Nachdenken ist ein Instrument, um Probleme zu lösen. Finden wir keine Lösung, suggeriert nicht selten ein unbestimmtes ... <a title="Grübeln verursacht psychische Störungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gruebeln.html" aria-label="Mehr Informationen über Grübeln verursacht psychische Störungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehr Grübeln für viel psychischen Störungen und psychosomatische Krankheiten verantwortlich ist, wurde lange Zeit unterschätzt. Gerade der Umgang mit negativen Gedanken ist für viele Menschen ein Problem, für das sie keine geeignete Lösung haben. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Nachdenken ist ein Instrument, um Probleme zu lösen. Finden wir keine Lösung, suggeriert nicht selten ein unbestimmtes Gefühl, dass durch intensiveres Nachdenken doch noch eine Lösung gefunden werden könne.“ Liegt die Lösung für ein Problem in der Zukunft beziehungsweise ist nicht möglich, kann noch so viel Nachdenken nicht weiterhelfen, sondern läuft ins Leere. In diesem Fall ist Nachdenken schädlich! Man gerät in einen Teufelskreis und fängt an zu grübeln. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3753"></span></p>
<p><strong>Durch Grübeln entsteht Stress</strong></p>
<p>Da keine wirkliche Lösung zu erkennen ist, entsteht Stress, der die Ausschüttung von negativen Botenstoffen bewirkt. Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin werden freigesetzt, laufen aber quasi ins Leere, da sie nicht in tatsächliche Handlungen umgesetzt werden. Das Gehirn erlebt beim Grübeln somit Ähnliches wie ein Motor, der seine Energie nicht abgeben kann. Das Auto steht, und der Motor, da er mit Kraftstoff überversorgt wird, läuft immer schneller. Fachleute sprechen davon, dass ein Motor überdrehen kann, mit der Folge, dass er sich selbst zerstört. </p>
<p>Heinz-Peter Röhr weiß: „Menschen, die in die Grübelfalle geraten sind, erleben auch ein „Überdrehtsein“. Das gesamte psychische System steht unter Hochspannung und Stress und kann im Extremfall entgleisen.“ Grübeln ist für viele psychische und körperliche Beschwerden verantwortlich. Allzu oft werden körperliche Schmerzen nicht mit zwanghaftem Grübeln in Verbindung gebracht. Ähnlich wie bei dem Motor, der überdreht, wird die mobilisierte Energie nicht abgeleitet. </p>
<p><strong>Psychische Überforderung erzeugt körperliche Schmerzen</strong></p>
<p>Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur und/oder Entzündungen der Nervenbahnen, der Haut, der Organe sind die Folge und bewirken Scherzzustände, die unerträglich erscheinen können. Heinz-Peter Röhr stellt fest: „Wie die körperlichen Reaktionen sich niederschlagen, ist unterschiedlich. Bei einigen steigt der Blutdruck, bei anderen führt der Stress zu Übersäuerung, manchmal auch zu Schmerz, für den es keine körperliche Ursache gibt.“  </p>
<p>Oft ist der Magen-Darm-Trakt betroffen, sodass es hier zu Entzündungen und Reizungen kommt, die wiederum weitere Auswirkungen auf den gesamten Organismus und das Immunsystem haben können. Die gesamte Chemie des Körpers wird durch die psychische Überforderung belastet und mehr oder weniger aus dem Gleichgewicht gebracht. Wenn es sich um chronifizierte Prozesse handelt, sind die Langzeitfolgen oft besonders problematisch. Menschen nehmen beispielsweise starke Schmerzmittel, die bei dauerhafter Einnahme zu einem Kontrollverlust und zur Suchtentwicklung führen. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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