<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Grenzen &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/grenzen/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Jun 2025 07:55:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Menschen ziehen Grenzen zwischen Gruppen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/menschen-ziehen-grenzen-zwischen-gruppen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/menschen-ziehen-grenzen-zwischen-gruppen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2025 01:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=6213</guid>

					<description><![CDATA[Man wäre schlecht beraten, die Identitätssynthese als inkohärent abzutun oder ihre Verfechter gar als unmoralisch zu verunglimpfen. Yascha Mounk erklärt: „Die neue Aufmerksamkeit für Fragen der Identität speist sich aus Wut und Enttäuschung über das Fortbestehen echter Ungerechtigkeiten. Die meisten Anhänger der Identitätssynthese wollen die Welt wirklich verbessern.“ Dennoch ist Yascha Mounk inzwischen überzeugt die ... <a title="Menschen ziehen Grenzen zwischen Gruppen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-ziehen-grenzen-zwischen-gruppen.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen ziehen Grenzen zwischen Gruppen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man wäre schlecht beraten, die Identitätssynthese als inkohärent abzutun oder ihre Verfechter gar als unmoralisch zu verunglimpfen. Yascha Mounk erklärt: „Die neue Aufmerksamkeit für Fragen der Identität speist sich aus Wut und Enttäuschung über das Fortbestehen echter Ungerechtigkeiten. Die meisten Anhänger der Identitätssynthese wollen die Welt wirklich verbessern.“ Dennoch ist Yascha Mounk inzwischen überzeugt die sich die Identitätssynthese sich als äußerst kontraproduktiv erweisen wird. Der Grund für ihren Erfolg mag zunächst verständlich, die Beweggründe ihrer Anhänger mögen aufrichtig sein. Aber auch Menschen, die es noch so gut meinen, können unbeabsichtigt echten Schaden anrichten – und der Einfluss dieser neuen Ideologie wird den Weg zu einer besseren Zukunft erschweren. Yascha Mounk ist Politikwissenschaftler und lehrt an der Johns Hopkins Universität in Baltimore. <span id="more-6213"></span></p>
<p><strong>In der eigenen Gruppe sind Menschen zu erstaunlichen Altruismus fähig</strong></p>
<p>Wie Sozialpsychologen aufgezeigt haben, scheinen Mitglieder unser Spezies einen natürlichen Hang dazu zu haben, zwischen verschiedenen Gruppen Grenzen zu ziehen. Yascha Mounk weiß: „Wenn es um Mitglieder der eigenen Gruppe geht, sind wir zu erstaunlichem Mut und Altruismus fähig. Wenn es dagegen um die Mitglieder einer anderen Gruppe geht, sind wir zu erstreckendem Gleichmut oder gar extremer Gewalt fähig.“ Jede Ideologie, die den Anspruch erhebt, die Welt zu verbessern, muss eine Vorstellung davon haben, wie man die negativen Auswirkungen solcher Konflikte verhindern oder zumindest mildern kann.</p>
<p>Während Menschen immer dazu neigen, zwischen „uns“ und „denen“ zu unterscheiden, hängt das Kriterium, wer zur Ingroup gehört und wie Mitglieder von der Outgroup behandelt werden, maßgeblich vom jeweiligen Kontext ab. Yascha Mounk erläutert: „Treffe ich auf jemanden, der einer anderen ethischen Gruppe angehört, in eine andere religiöse Gemeinschaft hineingeboren wurde und in einem anderen Teil des Landes lebt, könnte ich annehmen, dass wir keine Gemeinsamkeiten haben.“</p>
<p><strong>Rechtsextreme Ideologien sind gefährlich</strong></p>
<p>Yascha Mounk betont: „Aber ich könnte mich auch entsinnen, dass wir Landsleute sind, politische Ideale teilen, und unsere Menschlichkeit gemein haben. Nur wenn die meisten Menschen den letzteren Weg einschlagen, werden diverse Gesellschaften in der Lage sein, genügend Solidarität aufzubringen, um ihre Mitglieder mit Rücksicht und Respekt zu behandeln.“ Rechtsextreme Ideologien sind deswegen so gefährlich, weil sie Menschen davon abbringen, den Zirkel ihrer Sympathie auf diese Weise zu erweitern.</p>
<p>Indem sie bestimmte ethische und kulturelle Identitäten auf einen Sockel heben, ermutigen sie ihre Anhänger, die Rechte ihrer eigenen Gruppe über die von Außenseitern zu stellen. Über die Identitätssynthese ist Yascha Mounk deshalb so besorgt, weil sie es Menschen schwerer macht, Allianzen zu schmieden, die über die eigene Identitätsgruppe hinausgehen – Allianzen, die man braucht, um auf Dauer Stabilität, Solidarität und soziale Gerechtigkeit aufrechtzuhalten. Quelle: „Im Zeitalter der Identität“ von Yascha Mounk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/menschen-ziehen-grenzen-zwischen-gruppen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jeder sollte die eigenen Fähigkeiten kennen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/jeder-sollte-die-eigenen-faehigkeiten-kennen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/jeder-sollte-die-eigenen-faehigkeiten-kennen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 01:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5387</guid>

					<description><![CDATA[Welche Assoziationen verbinden die meisten Menschen mit dem Wort „Begrenzung“? Höchstwahrscheinlich sind es negative Begriffe. Shunmyo Masuno versucht jedoch, das Wort positiv zu betrachten: „Es ist zum Beispiel wichtig, die eigenen Fähigkeiten zu kennen, wenn es darum geht, Arbeit zu verrichten.“ Doch erstaunlich viele Menschen sind sich dessen nicht bewusst. Wenn sie ein Jobangebot erhalten, ... <a title="Jeder sollte die eigenen Fähigkeiten kennen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jeder-sollte-die-eigenen-faehigkeiten-kennen.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder sollte die eigenen Fähigkeiten kennen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Assoziationen verbinden die meisten Menschen mit dem Wort „Begrenzung“? Höchstwahrscheinlich sind es negative Begriffe. Shunmyo Masuno versucht jedoch, das Wort positiv zu betrachten: „Es ist zum Beispiel wichtig, die eigenen Fähigkeiten zu kennen, wenn es darum geht, Arbeit zu verrichten.“ Doch erstaunlich viele Menschen sind sich dessen nicht bewusst. Wenn sie ein Jobangebot erhalten, sind sie bereit, es anzunehmen, unabhängig davon, wie gut sie für die jeweilige Stelle geeignet sind. Ein Mensch kann allerdings nur im Rahmen seiner Fähigkeiten arbeiten. Wenn die Anforderungen der Stelle darüber hinausgehen, wird man nicht in der Lage sein, das zu tun, was von einem verlangt wird. Und man kann keine Ergebnisse liefern, was beides für andere ein großes Ärgernis ist. Shunmyo Masuno ist ein japanischer Zen-Mönch, preisgekrönter Zen-Garten-Designer sowie Professor für Umweltdesign an der Tama Art University in Tokyo. <span id="more-5387"></span></p>
<p><strong>Das Erkennen der eigenen Grenzen führt zu einer gelassenen Grundhaltung</strong></p>
<p>Wenn ein Mensch mit Dingen konfrontiert wird, die zu erledigen er nicht fähig ist, quält er sich oft und wird ungeduldig, gereizt, enttäuscht und sogar unglücklich. Das stellt eine enorme geistige Belastung dar. Shunmyo Masuno weiß: „Der Schlüssel dazu ist, unsere Begrenzungen zu kennen – und zu erkennen, wann sie erreicht sind.“ Mit dem Wissen um die eigenen Grenzen meint Shunmyo Masuno auch die Fähigkeiten, die ein Mensch besitzt. Das heißt, man sollte ein gutes Gespür dafür haben, wie weit einen diese Fähigkeiten tragen können.</p>
<p>Diejenigen, die ihre Begrenzungen kennen, sind nicht etwa unzugänglich. Man kann von ihnen erwarten, dass sie ihre Arbeit machen. Das ist eine Frage der Zuverlässigkeit. Shunmyo Masuno erläutert: „Ob bewusst oder unbewusst – sie beweihräuchern sich weniger oder schwadronieren überhaupt weniger über sich selbst, und die Menschen um sie herum vertrauen ihnen eher. Sie vermeiden es, an ihre Grenzen zu stoßen.“ Das Ergebnis ist, dass sie sich unnötige psychische Belastungen und Vertrauensverluste ersparen und eine gelassene Grundhaltung bewahren können.</p>
<p><strong>Herausforderungen sind nicht das Schlechteste</strong></p>
<p>So gesehen scheint für Shunmyo Masuno das Erkennen der eigenen Begrenzungen ein wichtiger Weg zu sein, ein inneres Gleichgewicht zu finden. Wichtig ist dabei auch die Art und Weise, wie man mit seinen Begrenzungen umgeht: „Ist es wirklich das Beste für mich, mich nicht über meine Fähigkeiten hinaus zu fordern?“ Das mag eine mögliche Sichtweise sein, aber es gibt einen besseren Weg, der mehr Freiheit zulässt. Worauf Shunmyo Masuno hinauswill, ist wiederum, dass man nicht nur seine Grenzen, sondern auch sein Potenzial erkennt.</p>
<p>Ein Mensch weiß zum Beispiel, dass er fähig ist, auf einem Niveau von 10 zu wirken. Aber was ist, wenn er ein Jobangebot bekommt, das ein Niveau von 12 erfordert? Würde er das Angebot schnell ablehnen, weil er davon ausgeht, dass der Job seine Fähigkeiten übersteigen wird? Wenn man auf seinem derzeitigen Niveau bleibt, könnte die Arbeit tatsächlich schwierig sein. Aber wenn man Willens ist, sich selbst herauszufordern, und bereit ist, hart zu arbeiten, könnte man die Differenz vielleicht ausgleichen. Shunmyo Masuno glaubt, dass der Versuch, dieses Niveau zu erreichen, sich lohnen könnte. Quelle: „Don´t Worry“ von Shunmyo Masuno</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/jeder-sollte-die-eigenen-faehigkeiten-kennen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Überall gibt es Grenzen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ueberall-gibt-es-grenzen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/ueberall-gibt-es-grenzen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=3320</guid>

					<description><![CDATA[Kevin Dutton stellt fest: „Wir leben in einer gespaltenen Welt. Wohin wir auch schauen, gibt es Grenzen. Allen voran haben Länder Grenzen. Auf der einen Seite wir auf der anderen sie.“ Städte haben Bezirke und Stadtviertel. Auch im Alltagsleben ziehen Menschen unzählige Grenzen. Sie entscheiden auf der Grundlage von Geschlecht und Hautfarbe, wo sie Grenzen ... <a title="Überall gibt es Grenzen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ueberall-gibt-es-grenzen.html" aria-label="Mehr Informationen über Überall gibt es Grenzen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kevin Dutton stellt fest: „Wir leben in einer gespaltenen Welt. Wohin wir auch schauen, gibt es Grenzen. Allen voran haben Länder Grenzen. Auf der einen Seite wir auf der anderen sie.“ Städte haben Bezirke und Stadtviertel. Auch im Alltagsleben ziehen Menschen unzählige Grenzen. Sie entscheiden auf der Grundlage von Geschlecht und Hautfarbe, wo sie Grenzen ziehen. Das menschliche Gehirn ist mit einer Formatierungspalette ausgestattet. Durch ihre lange und vielfältige evolutionäre Vergangenheit sind Menschen darauf programmiert, Grenzen zu ziehen. Doch wie kann man sicher sein, dass die Grenzen, die man zieht, die richtigen sind? Und woher weiß man, wo man sie ziehen soll? Die Antwort von Kevin Dutton lautet ganz einfach: „Wir können es nicht wissen.“ Kevin Dutton ist Forschungspsychologe an der University of Oxford und Mitglied der British Psychological Society. <span id="more-3320"></span></p>
<p><strong>Menschen sehnen sich nach „Machbarkeit“</strong></p>
<p>Obwohl sich Menschen nicht sicher sein können, dass die von ihnen gezogenen Grenzen die richtigen sind, sind sie gezwungen, sie zu ziehen. Weil die Welt ein komplizierter Ort ist und weil Dinge durch das Ziehen von Grenzen einfach werden und sich bewältigen lassen, „machbar“ werden. Menschen sehnen sich nach „Machbarkeit“. Irgendwo müssen Menschen jedoch Grenzen ziehen und sie tun es. Stürme, Drogen, Gefängnis, Terrordrohungen, Pandemien … was auch immer, Menschen kategorisieren es.</p>
<p>Menschen benutzen, Zahlen, Buchstaben, Farben, alles, was ihnen zur Verfügung steht. Kevin Dutton erklärt: „Weil eine gezogene Grenze bedeutet, dass wir eine Entscheidung getroffen haben. Und wir stehen im Leben ständig vor Entscheidungen.“ Das Buch „Schwarz. Weiß. Denken!“ von Kevin Dutton handelt von Ordnung. Oder eher von der Illusion von Ordnung. Davon, wie sich die Grenzen, die Menschen im Chaos der ungezähmten Wirklichkeit ziehen, wie kognitive Trugbilder verflüchtigen.</p>
<p><strong>Das Überlebensspiel hat sich geändert</strong></p>
<p>Dies geschieht umso mehr, je stärker man seine Aufmerksamkeit auf ihre trügerischen, vergänglichen Formen richtet. In den Tagen der prähistorischen Vorfahren der heutigen Menschen war das Gehirn noch frisch und unverbraucht. Es funktionierte reibungslos, effizient und war ausnehmend zweckdienlich. Die überwältigende Mehrheit der Entscheidungen, welche die frühesten Vorfahren in ihrem Alltagsleben trafen, waren wahrscheinlich binär. Schwarz und weiß. Entweder – oder. Und das aus gutem Grund.</p>
<p>Kevin Dutton erläutert: „Bei den zu treffenden Entscheidungen ging es oft um Leben und Tod. Sturzfluten. Tornados. Blitzschläge. Erdrutsche. Lawinen. Umfallende Bäume. Solche Dinge kommen aus dem Nichts. Sie geschehen von einem Augenblick auf den anderen.“ Menschen, die lange nachdachten, bevor sie handelten, lebten normalerweise nicht allzu lange. Heute hat sich das Überlebensspiel jedoch geändert. Die groben Abgrenzungen vergangener Zeiten reichen einfach nicht mehr aus. Quelle: „Schwarz. Weiß. Denken!“ von Kevin Dutton</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/ueberall-gibt-es-grenzen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die  Wohlstandsverwahrlosung nimmt zu</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-wohlstandsverwahrlosung-breitet-sich-aus-2.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-wohlstandsverwahrlosung-breitet-sich-aus-2.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2020 07:54:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlstandsverwahrlosung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2417</guid>

					<description><![CDATA[Auch Kinder aus wohlhabenden Verhältnissen können sehr arm sein – innerlich arm. Es fehlt ihnen an Zuwendung durch die Eltern, an Zeiten, in denen ihnen einfach nur zugehört wird, an Interesse an ihrem Leben, Fühlen und Denken und vor allem mangelt es ihnen an Zuneigung. Eltern, die keine Zeit für ihre Kinder haben, versuchen das ... <a title="Die  Wohlstandsverwahrlosung nimmt zu" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-wohlstandsverwahrlosung-breitet-sich-aus-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Die  Wohlstandsverwahrlosung nimmt zu">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Kinder aus wohlhabenden Verhältnissen können sehr arm sein – innerlich arm. Es fehlt ihnen an Zuwendung durch die Eltern, an Zeiten, in denen ihnen einfach nur zugehört wird, an Interesse an ihrem Leben, Fühlen und Denken und vor allem mangelt es ihnen an Zuneigung. Eltern, die keine Zeit für ihre Kinder haben, versuchen das häufig durch materielles Verwöhnen auszugleichen. Klaus Biedermann weiß: „Oft leben Kinder, die unter Wohlstandsverwahrlosung leiden, in einer nach außen hin intakten Familie. In dieser herrscht jedoch schon das große Schweigen zwischen den Eltern.“ Typische Verwöhnfallen können sich auch aus anderen Situationen ergeben: Eltern, die durch eine Trennung in einen materiellen Wettstreit treten, berufstätige Mütter oder auch alleinerziehende Väter, die versuchen, ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Dr.  phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-2417"></span></p>
<p><strong>Kinder benötigen Wertschätzung</strong></p>
<p>Eltern, die das alles selbst erfahren haben, versuchen sich die Liebe ihrer Eltern zu kaufen. Sie haben Angst davor, ein Nein könnte Liebesentzug durch das Kind zur Folge haben. Klaus Biedermann schränkt ein: „Selbstverständlich haben nicht alle Eltern mit hoher Arbeitsbelastung und Einkommen automatisch ein wohlstandsverwahrlostes Kind zu Hause.“ Denn nicht jeder, der wenig Zeit für sein Kind hat, lässt dieses emotional verkümmern. Wichtig ist die Qualität der Beziehung und wie die gemeinsame Zeit erlebt wird.</p>
<p>Auch Eltern, die viele Stunden am Tag mit ihren Kindern gemeinsam verbringen, können dennoch ihre Kinder emotional verhungern lassen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn diese Zeit vor dem Fernsehgerät verbracht werden soll. Zu den Grundbedürfnissen eines Kindes gehören nicht nur Essen, Trinken, saubere Kleidung und ein Dach über dem Kopf. Es gehören auch dazu die Befriedigung seines Schutzbedürfnisses, Anregung, Verlässlichkeit, Verständnis und körperliche wie seelische Wertschätzung.</p>
<p><strong>Wohlstandsverwahrlosten Kindern fehlt es an Grenzen</strong></p>
<p>Kinder brauchen zudem eine sichere Bindung und emotionale Zuwendung. Wohlstandsverwahrlosten Kindern fehlt es aber nicht nur an Aufmerksamkeit für ihre Bedürfnisse, es fehlt ihnen auch an Grenzen. Denn diese zu setzen, Konflikte auszutragen und auszuhalten, kostet Zeit. Damit sie keine Zeit opfern müssen, geben Eltern nach und sorgen so zunächst einmal für Ruhe. Aber langfristig macht dieses Nachgeben die Kinder orientierungslos und oft tyrannisch.</p>
<p>Klaus Biedermann warnt: „Die emotional verwahrlosten Kinder von heute sind die emotional verwahrlosten und verwahrlosenden Eltern von morgen.“ Kinder müssen die Erfahrung machen dürfen, dass sie phasenweise fremdbestimmt leben, dass sie sich auf ein Gegenüber oder eine Situation einstellen müssen – und nicht umgekehrt, wie es leider heute oftmals der Fall ist. Auch einem Kind darf bewusst werden, dass es durch unangenehme Begegnungen Erfahrungen macht, die sich für sein späteres Leben vielleicht als wertvoll erweisen. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-wohlstandsverwahrlosung-breitet-sich-aus-2.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
