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	<title>Gene &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Optimierung beginnt schon im Kindergarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 02:00:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Optimierungen eines Menschen beginnen inzwischen schon früh, bereits in den Kindergärten. Diana Pflichthofer fügt hinzu: „Davor warten die gehetzten Eltern, besorgt um den täglichen Optimierungsprozess ihres Kindes. Die Menge der Synapsen innen und der zuträglichen, gewinnbringenden Kontakte außen wird schließlich einmal über die soziale Rangfolge entscheiden.“ Und sollte der Platz in der Rangfolge nicht ... <a title="Die Optimierung beginnt schon im Kindergarten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-optimierung-beginnt-schon-im-kindergarten.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Optimierung beginnt schon im Kindergarten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Optimierungen eines Menschen beginnen inzwischen schon früh, bereits in den Kindergärten. Diana Pflichthofer fügt hinzu: „Davor warten die gehetzten Eltern, besorgt um den täglichen Optimierungsprozess ihres Kindes. Die Menge der Synapsen innen und der zuträglichen, gewinnbringenden Kontakte außen wird schließlich einmal über die soziale Rangfolge entscheiden.“ Und sollte der Platz in der Rangfolge nicht gefallen, oh, dann liegt es ganz sicher an den Genen. Weniger Erfolg oder schlechtes Benehmen oder Aggressionen – es liegt an unseren Genen. Neuerdings gilt sogar die schlechte Laune als genetisch bedingt. Oder es liegt an der Amygdala. Oder es ist eben wieder ein Durcheinander bei unseren Neurotransmittern. Das klingt auch so überzeugend wissenschaftlich. Dr. Diana Pflichthofer ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin. <span id="more-6357"></span></p>
<p><strong>Rund im die Psyche ist ein riesiger Markt entstanden</strong></p>
<p>Der Optimierungswahn mach auch vor den Psychotherapeuten nicht halt: Auch sie sollen sich optimieren. Sie sollen schneller, effizienter, wirksamer und erfolgreicher werden und ebenso therapieren. Sie sollen auch ihre Patienten optimieren. Diana Pflichthofer stellt fest: „Das, was holpert und stolpert in der menschlichen Seele, soll wieder rundlaufen. All das ist ein riesiger Markt, leider oft auch ein Markt der Verzweiflung. Irgendwie scheint es sich eingebürgert zu haben, dass jeder „Psyche“ kann.“</p>
<p>Da Diana Pflichthofer aus eigener Erfahrung bekannt ist, dass es eine zehn bis zwölfjährige Ausbildung braucht, um professionell psychotherapeutisch arbeiten zu können, wundert sie sich. Es reicht inzwischen offensichtlich, wenn man sich kompetent „fühlt“ oder „berufen“ zu heilen, gerne mit einem teuren „Workshop“. Das bringt Geld und eventuell ein wenig Amüsement. Oder es kann bei den Teilnehmern leider auch mal zu einer psychotischen Dekompensation führen, das heißt die Menschen verlieren völlig den Boden unter den Füßen, werden depressiv oder entwickeln gar wahnhaft Gedanken.</p>
<p><strong>Diana Pflichthofer klärt über die Tricks der Psycho-Industrie auf</strong></p>
<p>Offenkundig ist: Das Geschäft mit der „Psyche“ blüht. Diana Pflichthofer erklärt: „Abgesehen von der allgegenwärtigen „Ratgeberistis“ scheinen aktuell viele selbst ernannte Experten den Diskurs zu bestimmen, angefeuert und unterstützt bis bisweilen merkwürdig unkritischen Medien. Je größer der Name, desto weniger Kritik scheint erlaubt.“ Und wenn man sich das jetzt mal traut. Diana Pflichthofer traut sich mal aus der Perspektive einer Fachärztin und ausgebildeten Psychotherapeutin, auf dieses große Geschäft zu blicken, das sie die Psycho-Industrie nennt.</p>
<p>In ihren Buch „Die Psychoindustrie“ versucht Diana Pflichthofer ihren Lesern professionelle Informationen aus der Welt der Psyche nahezubringen, ihnen dabei zu helfen, sich in dem „Psycho-Dschungel“ nicht zu verlaufen, sondern sich zu orientieren und herauszufinden, wie sie professionelle Psychotherapeutinnen von solchen unterscheiden können, die sich nur dafür ausgeben. Diana Pflichthofer versucht dabei außerdem ihren Lesern die Tricks der Psycho-Industrie zu vermitteln, mit denen man sie glauben machen will, es würde professionell oder gar „wissenschaftlich“ zugehen. Quelle: „Die Psychoindustrie“ von Diana Pflichthofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Persönlichkeit kann sich verändern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 02:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anlage]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange Jahre wurde in der psychologischen Forschung angenommen, dass Menschen eine stabile Persönlichkeit haben, die nahezu unverändert ist. Michaela Brohm-Badry betont: „Heute wissen wir aus zahlreichen Forschungsbefunden, dass das so nicht stimmt.“ Beispielsweise fand ein Forscherteam der Universität Michigan State in einer aktuellen Studie heraus, dass Kinder sich gegenseitig in ihren Persönlichkeitseigenschaften anstecken, wenn sie ... <a title="Die Persönlichkeit kann sich verändern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-beduerfnisse-befriedigen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Persönlichkeit kann sich verändern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Jahre wurde in der psychologischen Forschung angenommen, dass Menschen eine stabile Persönlichkeit haben, die nahezu unverändert ist. Michaela Brohm-Badry betont: „Heute wissen wir aus zahlreichen Forschungsbefunden, dass das so nicht stimmt.“ Beispielsweise fand ein Forscherteam der Universität Michigan State in einer aktuellen Studie heraus, dass Kinder sich gegenseitig in ihren Persönlichkeitseigenschaften anstecken, wenn sie im frühen Alter viel Zeit miteinander verbringen. Sie entwickeln und übernehmen dabei Charaktereigenschaften des anderen Kindes. So zeigen auch Forschungen an Ehepaaren, dass sich Charaktereigenschaften und auch die Intelligenz im Laufe der Jahre angleichen. Ein Beleg mehr, dass das Ich auch durch die Umgebung geprägt wird und nicht nur genetisch festgelegt ist. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5752"></span></p>
<p><strong>Die Gene und die Umwelten verändern sich</strong></p>
<p>Die Psychotherapieforschung zeigt das ebenso: Die ehemaligen Patienten sind nach der Therapie extrovertierter und weit weniger neurotisch als vorher. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir wissen also, dass Teile der Persönlichkeit lebenslang veränderbar bleiben. Die Persönlichkeit eines Menschen ist nicht von Geburt an festgelegt. Die Persönlichkeit eines Menschen ist nicht statisch.“ Doch wie viel ist angeboren, wie hoch ist der veränderliche Anteil genau?</p>
<p>Die Forschung geht heute nicht mehr davon aus, dass Anlage und Umwelt Gegensätze sind – das eine ist stabil in den Genen, das andere veränderbar. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Von Anlage wird oft gar nicht mehr gesprochen, weil der Begriff zu ungenau ist, denn Gene verändern sich und Umwelten verändern sich und beide beeinflussen sich im Laufe des Lebens gegenseitig.“ Sie stehen also in Wechselwirkung über die Zeit, da genetische Unterschiede Einfluss auf die Umwelt und Umweltunterschiede Einfluss auf die Genaktivität nehmen können.</p>
<p><strong>Das Erbgut kommuniziert mit der Umwelt</strong></p>
<p>Die Epigenetik untersucht die beeinflussenden Faktoren bezüglich der Aktivität eines Gens. Dabei wurde herausgefunden, dass sich genetische Codes im Laufe eines Lebens durch Umwelteinflüsse ändern können. Michaela Brohm-Badry erklärt: „Zum einen sind da die zufälligen, genetischen Mutationen, die bereits direkt nach der Teilung der Eizelle im Körper beginnen. Zum anderen aber finden sich Änderungen im genetischen Code durch diejenigen chemischen Prozesse, die durch die Umwelt stimuliert werden.“</p>
<p>Ernährung, Gewohnheiten, Stress, sportliche Aktivität und geistige Herausforderungen sowie Erlebnisse können ihre Spuren im genetischen Code hinterlassen. Michaela Brohm-Badry nennt Beispiele: „Eindrucksvoll sind auch die Befunde der Krebsforschung oder von traumatisierten Eltern, die ihre Angstneigung an die Kinder weitervererben. Oder von Kindern, die mangelhafte Elternliebe erfahren und diese frühe Trauma in ihren genetischen Code einbauen.“ Das Epigenom, also die Veränderung der Gene, „ist die Sprache, in der das Erbgut mit der Umwelt kommuniziert“, sagte einst der US-amerikanische Epigenetiker Rudolf Jaenisch. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gene und Umwelt steuern das Verhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 01:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich liebt der Mensch es zu kooperieren. Er ist grundsätzlich sozialer als alle anderen Tiere auf diesem Planeten. Und auch dieses Verhalten ist nun einmal von Genen und Umwelt gesteuert. Markus Hengstschläger erklärt: „Daraus leitet sich ab, dass der Mensch zu einem relevanten Anteil die Wahl hat.“ Die Gene in den menschlichen Zellen sind von ... <a title="Gene und Umwelt steuern das Verhalten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-kooperation.html" aria-label="Mehr Informationen über Gene und Umwelt steuern das Verhalten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich liebt der Mensch es zu kooperieren. Er ist grundsätzlich sozialer als alle anderen Tiere auf diesem Planeten. Und auch dieses Verhalten ist nun einmal von Genen und Umwelt gesteuert. Markus Hengstschläger erklärt: „Daraus leitet sich ab, dass der Mensch zu einem relevanten Anteil die Wahl hat.“ Die Gene in den menschlichen Zellen sind von Natur aus darauf ausgerichtet, mit dem eigenen Selbst und der Umwelt zu kommunizieren. Dieser Umstand sollte für die Menschen eine besonders große Motivation sein, ihr Leben und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Sie können ihre seelische und körperliche Gesundheit beeinflussen, sie können mitbestimmen, wie widerstandsfähig sie sind und wie lange sie leben. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-3566"></span></p>
<p><strong>Die Zivilisation stürzt nicht beim geringsten Anlass ein</strong></p>
<p>Und weil die Menschen sogar einen Teil ihrer Prägung vererben, haben sie auch die Persönlichkeit, Lebensqualität und Gesundheit ihrer Kinder und Kindeskinder ein Stück weit in der Hand. Ob im Kapitalismus oder Kommunismus, ob in Religionen oder in der Aufklärung, irgendwie wurde aber immer davon ausgegangen, dass es Machtstrukturen oder Institutionen braucht um zu verhindern, dass sich die dünne Fassade der Zivilisationen auflöst. </p>
<p>Dass Menschen von Natur aus egoistisch, panisch und aggressiv sind, ist ein hartnäckiger Mythos. Der Biologe Frans de Waal spricht deshalb von einer „Fassadentheorie“. Die Zivilisation wäre demnach eine dünne Fassade, die beim geringsten Anlass einstürzen würde. Die Geschichte lehrt aber das genaue Gegenteil. Geht es nach dem Historiker Rutger Bregman wird das, was Menschen werden, sehr stark davon beeinflusst, was sie glauben. Und das, was eintritt, wird von dem, was sie voraussagen, bestimmt. </p>
<p><strong>Der Mensch ist im Grunde eigentlich gut</strong></p>
<p>Markus Hengstschläger stellt fest: „Danach fördern wir das Schlechteste in uns zutage, wenn wir einander der Annahme „der Mensch ist im Grund schlecht“ folgend, auch dementsprechend gegenseitig behandeln.“ Anhand vieler historischer Beispiele untermauert Rutger Bregman seine These, dass der Mensch eigentlich im Grunde gut ist. Gemeint ist dabei nicht uneingeschränkt gut, sondern dass der Mensch eine gute und eine schlechte Seite hat und man sich die Frage stellen muss, welche man stärken will. </p>
<p>Es muss laut Markus Hengstschläger natürlich die Frage erlaubt sein, ob es nicht blauäugig wäre, einfach auf das Gute in jedem Menschen zu vertrauen. Sicher ist aber, dass der Homo sapiens bei dieser Frage sehr viel in der Hand hat. Der Mensch ist ein schlechter Lügner, vertraut anderen schnell und ist eine supersoziale Lernmaschine. Um diese ausgeprägte Fähigkeit, von anderen zu lernen, zum Erblühen zu bringen, geht es daher auch darum, im Ideen- und Lösungsfindungsprozess stetig Schnittstellen mit Menschen anderer Disziplinen und anderer Kulturen zu fördern. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies </em></p>
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		<title>Jeder Mensch hat Begabungen und Talente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Aug 2021 01:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begabung]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mensch ist nicht auf seine Gene reduzierbar. Gene sind nur Bleistift und Papier, die Geschichte schreibt jeder selbst. Markus Hengstschläger erklärt: „Jeder Mensch hat Begabungen und Talente, und wir müssen es jedem ermöglichen, sie zu entdecken und zu entwickeln.“ Leider passiert es bis heute immer noch zu oft – auch im Bildungswesen –, dass ... <a title="Jeder Mensch hat Begabungen und Talente" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-der-loesungsbegabte-mensch.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder Mensch hat Begabungen und Talente">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mensch ist nicht auf seine Gene reduzierbar. Gene sind nur Bleistift und Papier, die Geschichte schreibt jeder selbst. Markus Hengstschläger erklärt: „Jeder Mensch hat Begabungen und Talente, und wir müssen es jedem ermöglichen, sie zu entdecken und zu entwickeln.“ Leider passiert es bis heute immer noch zu oft – auch im Bildungswesen –, dass junge Menschen vermittelt bekommen, sich gerade dort mehr anzustrengen, wo ihre Schwächen liegen. Ihre Individualität, ihre Begabungen erhalten oft zu wenig Aufmerksamkeit, und dadurch entsteht zu oft Durchschnitt, der Feind des Neuen. Talente richtig zu fördern, unterstützt auch die Entfaltung der individuellen Persönlichkeit. Individualität und das richtige Management von Talenten steigern zudem die Erfolgschancen im Privatleben und in der Berufswelt. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUniWien. <span id="more-2890"></span></p>
<p><strong>Die wichtigste Begabung ist die Lösungsbegabung</strong></p>
<p>Kreative Konzepte und den Fortschritt beflügelnde Veränderungen werden von individuellen, mutigen Menschen gemacht, die bereit sind, alte Wege zu verlassen, um neue zu gehen. In Zeiten schnelllebiger Veränderung stellt sich für Markus Hengstschläger vor allem auch die Frage, welche Begabungen für die Bewältigung noch unvorhersehbarer Zukunft die größte Rolle spielen werden. Natürlich kommt er dabei zu dem Schluss, dass man dabei auf keine Begabung verzichten kann. </p>
<p>Aber eine Begabung hat sich im Kopf von Markus Hengstschläger als die mit Abstand wichtigste herauskristallisiert – er nennt sie die Lösungsbegabung. Professor Aljoscha Neubauer definiert den Begriff „Begabung“ wie folgt: „Begabung bezeichnet das (auch genetische sowie frühkindlich geprägte) Potenzial eines Menschen, das nur durch Lernen und Wissenserwerb, durch Trainieren und Üben, in beobachtbare hohe und Höchstleistungen überführt werden kann. Die Begabung beziehungsweise das Potenzial eines Menschen für eine bestimmte Tätigkeit ist nicht direkt beobachtbar, aber für bestimmte Begabungen mittels psychologischer Tests messbar.“ </p>
<p><strong>Kreativität erschafft Neues oder Originelles</strong></p>
<p>Neben ästhetischer, interpersonaler, intrapersonaler, kinästhetischer, logisch-mathematischer, musikalischer, naturalistischer, räumlicher und sprachlicher Begabung gibt es laut Professor Aljoscha Neubauer auch noch die kreative Begabung: „Kreativität ist die Fähigkeit, etwas Neues oder Originelles zu erschaffen. Entgegen der weitverbreiteten Annahme, Kreativität sei nur im künstlerischen oder im wissenschaftlichen Bereich anzutreffen oder notwendig, wird die Kreativität heute sowohl als Ressource persönlicher psychischer Gesundheit sowie als zentrale Größe für wirtschaftlichen Erfolg gesehen.“</p>
<p>Kreative Begabung kommt zum Beispiel beim Malen eines schönen Bildes genauso zum Einsatz, wie sie bei der Komposition eines Musikstückes zur Entfaltung kommt. Markus Hengstschläger stellt fest: „Die Bedeutung künstlerischer Kreativität kann für die positive Entwicklung einer Gesellschaft nicht hoch genug eingestuft werden.“ Die Lösungsbegabung sieht Markus Hengstschläger dabei als eine Spezifizierung der kreativen Begabung an. Sie ist das genetische und frühkindliche geprägte Potenzial jedes Menschen, Probleme lösen zu können. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Talent ist ein komplexes soziales Phänomen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2021 07:23:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenzquotient]]></category>
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					<description><![CDATA[Genetiker sagen: „Die Gene sind Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst.“ Das Talent eines Menschen hängt laut Andreas Salcher von vier Faktoren ab: Erstens von der genetischen Veranlagung. Zweitens von dem Umfeld von Gesellschaft, Eltern, Lehrern und Freunden. Drittens von der Eigenmotivation und schließlich vom Zufall. Talent ist dabei keine Eigenschaft wie ... <a title="Talent ist ein komplexes soziales Phänomen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/talent-ist-ein-komplexes-soziales-phaenomen.html" aria-label="Mehr Informationen über Talent ist ein komplexes soziales Phänomen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Genetiker sagen: „Die Gene sind Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst.“ Das Talent eines Menschen hängt laut Andreas Salcher von vier Faktoren ab: Erstens von der genetischen Veranlagung. Zweitens von dem Umfeld von Gesellschaft, Eltern, Lehrern und Freunden. Drittens von der Eigenmotivation und schließlich vom Zufall. Talent ist dabei keine Eigenschaft wie ein hoher Intelligenzquotient (IQ), die einem Menschen angeboren ist, sondern ein komplexes soziales Phänomen. Schon allein was in einer Gesellschaft als besonders wertvolle Eigenschaft gewertet und daher anerkannt wird, ist sehr unterschiedlich. Andreas Salcher nennt ein Beispiel: „So galt Epilepsie in manchen Kulturen als göttliche Gabe und wurde hoch verehrt.“ In den westlichen Gesellschaften gelten Menschen, die einen IQ höher als 130 haben, als besonders begabt. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2506"></span></p>
<p><strong>Talent ist eine Entwicklungschance</strong></p>
<p>Das hängt mit dem sehr hohen Stellenwert zusammen, den man dem abstrakten Denken gibt. Talent kann man sich daher am besten als eine Entwicklungschance vorstellen, und nicht als etwas, das man hat oder nicht. Dabei handelt es sich um einen Prozess, der sich über Jahre entfaltet, und nicht als etwas, mit dem man geboren ist und das man für den Rest des Lebens besitzt. Talent bei Kindern bedeutet daher immer nur die Möglichkeit, dass etwas Besonderes daraus wird.</p>
<p>Andreas Salcher erklärt: „Angeborenes Talent auf einem bestimmten Gebiet erhöht die Wahrscheinlichkeit, auch besser Leistungen zu erzielen.“ Voraussetzung dafür sind Umweltbedingungen, die es überhaupt erst ermöglichen, dass sich ein Talent entwickeln kann. Es ist beschämend, dass auch reiche Länder wie die USA, Deutschland und Österreich nicht in der Lage sind, allen Kindern zumindest Lesen und Schreiben in einer ausreichenden Qualität beizubringen.</p>
<p><strong>Forschung macht auch Freude</strong></p>
<p>Dies zeigen in diesen Staaten die erschreckend hohen Prozentsätze von funktionalen Analphabeten, die nicht sinnerfassend lesen können. Talentierte Schüler, deren Hauptmotivation von der Ausübung ihrer Begabung herrührt, sind glücklicher mit ihrem Leben. Zudem sind sie langfristig erfolgreicher. Es gibt ähnlich talentierte Schüler, die primär durch Druck oder die Erwartung von zukünftigen Belohnungen motiviert sind. Diese verlieren oft die Lust an ihrem Talent, hören auf, es auszuüben und es ist für sie selbst und alle anderen verloren.  </p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit, eine Begabung, die in der Pubertät nicht mit viel Konzentration, hoher Intensität und Freude ausgeübt wird, im späteren Leben tatsächlich zu nutzen, ist sehr gering. Im besten Fall wird dann ein Hobby daraus. Junge Naturwissenschaftler sollten deshalb schon früh erleben, dass Forschung auch Freude macht und nicht nur Pflicht ist. Dagegen is es für junge Künstler entscheidend, rechtzeitig zu beginnen, über den langfristigen Nutzen ihres Schaffens nachzudenken. Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein unverstellter Körper führt zur Lust</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 06:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo sich der menschliche Körper unverstellt zeigen darf, ist Lust. Ob er es darf, entscheidet jedoch nicht er alleine. Maßgebliche Teile des Selbst können beispielsweise der Überzeugung sein, dieser Körper sei niemanden zuzumuten. Oder körperlicher Kontakt sei grundsätzlich abzulehnen oder das eigene Selbst sei schlecht. Manfred Bauer weiß: „Stellt sich das Selbst – auf die ... <a title="Ein unverstellter Körper führt zur Lust" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-unverstellter-koerper-fuehrt-zur-lust.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein unverstellter Körper führt zur Lust">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wo sich der menschliche Körper unverstellt zeigen darf, ist Lust. Ob er es darf, entscheidet jedoch nicht er alleine. Maßgebliche Teile des Selbst können beispielsweise der Überzeugung sein, dieser Körper sei niemanden zuzumuten. Oder körperlicher Kontakt sei grundsätzlich abzulehnen oder das eigene Selbst sei schlecht. Manfred Bauer weiß: „Stellt sich das Selbst – auf die eine oder andere Weise – quer, dann mag der Körper einem Adonis gleichen oder der Allegorie des Frühlings entsprechen: Lust wird sich nicht einstellen.“ Auch ein Fitnessstudio gestählter Körper wird seinem Besitzer dann, wenn das Selbst nicht mitspielt, im Bett keine Freude bereiten. Denn Lust ist dort, wo sich nicht nur der Körper, sondern auch das Selbst unverstellt zeigen darf. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-2418"></span></p>
<p><strong>Einem lustvollen Selbst ist der Körper egal</strong></p>
<p>Joachim Bauer erläutert: „Einem lustvoll gestimmten Selbst ist es oft erstaunlich gleichgültig, ob der eigene Körper oder der des Gegenüber den jeweils herrschenden Schönheitsvorstellungen entspricht.“ Wenn das Selbst Lust hat, sich zu zeigen, dann stört es sich daran nicht im Geringsten, dass der Körper irgendwelchen Ansprüchen angeblich nicht genügt. Beginnend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Körper im Allgmeinen und die Sexualität im Besonderen über mehr als hundert Jahre hinweg als eine ausschließlich durch biologische Mechanismen gesteuerte Maschine betrachtet. </p>
<p>Diese biologistische Schieflage war absolut verständlich und nachvollziehbar angesichts der enormen Fortschritte der Biologie. Gregor Mendel und Charles Darwin legten dabei die Grundlagen. Unbestreitbar sind der Körperbauplan, die Grundmuster des Metabolismus und das Geschlecht genetisch determiniert. Man hielt jedoch auch alles darüber Hinausgehende einschließlich Kondition, Charakter und Verhalten für genetisch vorbestimmt. Damit schien man ein wunderschönes, einfaches Modell zu haben. </p>
<p><strong>Umwelt und Ernährung beeinflussen die Gene</strong></p>
<p>Gene steuern danach den Metabolismus, dieser wiederum determiniert, wie sich der Körper entwickelt und welches Verhalten er zeigen wird. Seit Ende der 1980er Jahre war jedoch unübersehbar, dass Gene nicht nur steuern, sondern auch gesteuert werden. Dies geschieht nicht nur durch die Qualität der Umwelt und durch die Ernährung, sondern auch durch die Erfahrungen, die Lebewesen in ihrer Umwelt machen. Und durch die Art, wie sich ein Lebewesen seinerseits verhält. </p>
<p>Bei sozial lebenden Tieren und besonders beim Menschen zeigte sich, dass soziale Erfahrungen vom Gehirn ständig bewertet, in biologische Reaktionen umgewandelt werden und tief in den eigenen Körper hineinwirken. Das kann sogar zur Aktivierung oder Inaktivierung von Genen führen. Daher ändert sich der menschliche Körper unter dem Einfluss sozialer Erfahrungen – fortwährend, solange man lebt. Was sich jenseits körperlicher Grundmerkmale und des Geschlechts im Menschen entwickelt, unterliegt keiner Vorherbestimmung durch die Gene. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Gene bestimmen nicht das Wesen des Menschen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2020 06:03:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was sich in der sozialen Umwelt ereignet, steuert die Aktivität der Gene eines Menschen, beeinflusst die Biologie seines Körpers und ist an der Konstruktion seines Gehirns beteiligt. Diese Erkenntnis dringt erst langsam durch. Die Vorstellung, das Wesen des Menschen sei durch seine genetische Ausstattung vorprogrammiert, ist laut Joachim Bauer überholt. Dennoch erfreut sie sich in ... <a title="Die Gene bestimmen nicht das Wesen des Menschen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-gene-bestimmen-nicht-das-wesen-des-menschen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Gene bestimmen nicht das Wesen des Menschen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was sich in der sozialen Umwelt ereignet, steuert die Aktivität der Gene eines Menschen, beeinflusst die Biologie seines Körpers und ist an der Konstruktion seines Gehirns beteiligt. Diese Erkenntnis dringt erst langsam durch. Die Vorstellung, das Wesen des Menschen sei durch seine genetische Ausstattung vorprogrammiert, ist laut Joachim Bauer überholt. Dennoch erfreut sie sich in einigen evolutions- und soziobiologischen Kreisen nach wie vor großer Beliebtheit. Die Vorstellung, Gene hätten bereits bei der Zeugung eines Kindes den Plan, was aus einem Menschen einmal wird, ist für Joachim Bauer abwegig. Sie widerspricht Erkenntnissen der modernen Genetik und neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen, die unter dem Begriff Neuroplastizität bekannt wurden. Wie sich Kinder und Jugendliche entwickeln, hängt nicht nur davon ab, welche Gene sie mitbringen und ob sie gut versorgt werden. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-2300"></span></p>
<p><strong>Kinder lernen am Modell</strong></p>
<p>Die Entwicklung eines Kindes entscheidet sich vom ersten Lebenstag an, in hohem Maße daran, welchem sozialen Umfeld sie ausgesetzt sind. Es ist von großer Bedeutung, welche Menschen sie um sich haben, wie sie von diesen angesprochen werden und davon, welche Möglichkeiten die Welt bietet, selbst zu einem Akteur zu werden. Joachim Bauer stellt fest: „Soziale Einflüsse finden den Weg in die Tiefen der menschlichen Biologie. Dazu kommt dann, was junge Menschen selbst aus ihren Chancen machen.“ </p>
<p>Kinder und Jugendliche saugen alles, was sie um sich herum beobachten, regelrecht in sich auf. Das meiste, was sie lernen, erfassen sie durch Sehen und Wahrnehmen dessen, was um sie herum los ist. Eine Tatsache, die in der amerikanischen Neurowissenschaft den Begriff des „Social Brain“ und in der Psychologie, schon vor Jahren, den des „Lernens am Modell“ entstehen ließ. Wenn vom Leben eines Kindes gesprochen wird, stehen oft die materiellen Gegebenheiten im Vordergrund der Aufmerksamkeit.</p>
<p><strong>Ein Säugling ist auf die „Zweiheit“ angewiesen</strong></p>
<p>Dazu zählt Joachim Bauer etwa die Verpflegung, die Wohnung, die Kita, zur Verfügung stehendes Spielmaterial, die Wohngegend und das umgebende Ökosystem. Die Bedeutung dieser wichtigen Voraussetzung soll jedoch nicht relativiert werden. Doch ohne sich dessen bewusst zu sein, hängt man leicht der Vorstellung an, ein Kind trete mit den Gegenständen seiner Umwelt direkt in Kontakt. Und erschließt sich so, Schritt für Schritt, die Welt. Tatsächlich passiert etwas anderes: Bevor es auf die Welt schaut, blickt das Kind auf die Menschen seiner Umgebung.</p>
<p>Die entscheidende erste Begegnung mit der Welt am Beginn des Lebens ist für den Säugling der Blick in die Augen eines anderen Menschen. Dort erhält das Kind, das noch kein zur Reflexion fähiges Bewusstsein besitzt, die ersten wichtigen Informationen. Nämlich dass es erkannt wird, wie es erkannt wird und ob die Welt, also das, was „da draußen“ ist, ein freundlicher Ort ist, an dem man sich gut fühlen kann und darf. Alles außerhalb der „Zweiheit“, die durch den Blick- und Körperkontakt zu seiner Bezugsperson gebildet wird, ist für den Säugling zunächst ohne Belang. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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