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	<title>Gelegenheitssex &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Gelegenheitssex kommt ohne Namen aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2021 01:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gelegenheitssex]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechtsverkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[In zahllosen Schilderungen von Gelegenheitssex wird die Tatsache betont, dass Menschen Geschlechtsverkehr haben, ohne den Namen ihres Partners zu kennen. Männer signalisieren zum Beispiel ihre sexuellen Absichten auf Partys dadurch, dass sie Frauen von hinten mit ihren Genitalien streifen. Als soziale Form zeichnet sich Gelegenheitssex durch symbolische Strategien aus. Diese desingularisieren den Geschlechtspartner und sollen ... <a title="Gelegenheitssex kommt ohne Namen aus" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gelegenheitssex-kommt-ohne-namen-aus.html" aria-label="Mehr Informationen über Gelegenheitssex kommt ohne Namen aus">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In zahllosen Schilderungen von Gelegenheitssex wird die Tatsache betont, dass Menschen Geschlechtsverkehr haben, ohne den Namen ihres Partners zu kennen. Männer signalisieren zum Beispiel ihre sexuellen Absichten auf Partys dadurch, dass sie Frauen von hinten mit ihren Genitalien streifen. Als soziale Form zeichnet sich Gelegenheitssex durch symbolische Strategien aus. Diese desingularisieren den Geschlechtspartner und sollen ihn also weniger einzigartig machen. Eva Illouz erläutert: „Die Funktion von Namen besteht gerade darin, eine Person zu identifizieren und einzigartig zu machen.“ In dieser Hinsicht imitiert Gelegenheitssex die Anonymität und Flüchtigkeit von Interaktionen in der Sphäre des Konsums. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-3054"></span></p>
<p><strong>Gelegenheitssex hat manchmal berauschende Züge</strong></p>
<p>Wenn sie ihn in seiner reinen Form praktizieren, müssen Menschen beim Gelegenheitssex Fremde füreinander bleiben. Zudem vermengt diese Art des Geschlechtsverkehrs die Eigenschaften zweier entgegengesetzter Pole. Distanz und Fremdheit auf der einen Seite und Nähe auf der anderen. Eva Illouz stellt fest: „Gelegenheitssex trennt den Körper vom Selbst, da er ihm als eine autonome Quelle von Lust und damit als reine Materialität gilt. Schließlich macht es Gelegenheitssex zwingend erforderlich, dass die Beteiligten auf jeden Zukunftsentwurf verzichten.“</p>
<p>Denn alle Interaktionen sind hier billigerweise kurzlebig, lustbetont, selbstreferentiell und werden um ihrer selbst willen verfolgt. Infolgedessen verfügt Gelegenheitssex – wie alle anonymen Beziehungen – über ein entscheidendes Merkmal: Er schwächt die Regeln der Reziprozität. Manchmal hat Gelegenheitssex berauschende Züge, denn er bejaht die Freiheit des Subjekts und die kontinuierliche Versorgung mit neuen Gelüsten. Die Möglichkeit der Reziprozität, Verbundenheit und zwischenmenschlicher Beziehung aber löscht er aus.</p>
<p><strong>Gelegenheitssex ist auf die eigene Lust zentriert</strong></p>
<p>Ja, wahrscheinlich besteht eine der Freuden solcher Interaktionen gerade in dem Umstand, dass sie das Selbst nicht einbeziehen und keine Gegenseitigkeit voraussetzen. Wie der Soziologe Steven Seidman sagt, ist Gelegenheitssex „auf die eigene Lust zentriert“, aktbasiert, austauschbar, und „jegliche Erwartungen bezüglich Intimität, Hingabe und Verantwortung bleiben auf die Begegnung beschränkt“. So gesehen ist Gelegenheitssex eine idealtypische Verkörperung einer Fülle von Verhältnissen zu Fremden.</p>
<p>Diese zeichnen sich durch die modernen urbanen Schauplätze des Konsums aus, bei denen Anonymität eine zentrale Rolle spielt. Die Maximierung der körperlichen Lust steht bei dieser Art der sexuellen Begegnung im Mittelpunkt. Als soziale Form hat sich Gelegenheitssex seit Erica Jongs „Spontanfick“ weiterentwickelt. Der Gelegenheitssex löscht die narrative Linearität aus, die traditionellen heterosexuellen Beziehungen innewohnte. Er wird als punktuelle Episode gelebt, die nicht auf eine bestimmte Person, sondern vielmehr auf einen allgemeinen attraktiven triebhaften Körper zielt. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Macht des Patriarchats ist groß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2021 01:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Gelegenheitssex]]></category>
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					<description><![CDATA[Eva Illouz stellt fest: „Die Existenz negativer Gefühle von Frauen beim Gelegenheitssex wurde oft zu einem Indiz für die immer noch mächtige Kultur der sexuellen Scham.“ Und sie erklären die Last der Doppelmoral, die insbesondere Frauen zu spüren bekommen, wohingegen Männer sich solchen sexuellen Abenteuern ohne symbolische Bestrafung hingeben können. Der Hauptverdienst dieser Interpretation besteht ... <a title="Die Macht des Patriarchats ist groß" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-macht-des-patriarchats-ist-gross.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Macht des Patriarchats ist groß">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eva Illouz stellt fest: „Die Existenz negativer Gefühle von Frauen beim Gelegenheitssex wurde oft zu einem Indiz für die immer noch mächtige Kultur der sexuellen Scham.“ Und sie erklären die Last der Doppelmoral, die insbesondere Frauen zu spüren bekommen, wohingegen Männer sich solchen sexuellen Abenteuern ohne symbolische Bestrafung hingeben können. Der Hauptverdienst dieser Interpretation besteht in der Erinnerung daran, dass die Macht des Patriarchats nach wie vor eine große Rolle spielt. Frauen und Männer unterliegen hier unterschiedlichen sexuellen Normen. Männer genießen dabei größere sexuelle Freiheiten, während die weibliche Sexualität von normativen und sexistischen Zwängen beengt ist. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-3021"></span></p>
<p><strong>Die männliche Sexualität gilt als distanziert</strong></p>
<p>Der Gelegenheitssex folgt einem maskulinistischen Verständnis von Sexualität. Die Behauptung, dass nur distanzierter Sex befreiter Sex ist, billigt stillschweigend die Äquivalenz von männlicher und freier Sexualität, gilt die männliche Sexualität doch per se als distanziert. Die „eingebettete Sexualität“ dagegen spiegelt eher die weibliche Position im sexuellen Feld wider, weil Frauen traditionell ihr Selbst umfassender in die Sexualität einbezogen haben. Sie tauschen zum Beispiel Sex gegen etwas Bedeutsameres wie wirtschaftliche Ressourcen und gesellschaftlichen Status. </p>
<p>Frauen und Männer nehmen auch in der sozialen Produktion von Fürsorge ganz unterschiedliche Positionen ein. Weil die männliche Identität nicht auf Gebären und Fürsorge ausgerichtet ist und weil die gesellschaftliche Organisation des Patriarchats Männer eher zum Gegenstand weiblicher Fürsorge als zu Anbietern von Fürsorge macht. Weil Ehe und Mutterschaft für viele Frauen zentrale Dimensionen ihrer Identität und ihres sozioökonomischen Status darstellen, ist die Sexualität von Frauen sehr viel wahrscheinlicher beziehungsorientiert als die von Männern. </p>
<p><strong>Gefühle erscheinen als unbeständig und ungewiss</strong></p>
<p>Eva Illouz betont: „Für Frauen sind Fürsorge und Relationalität gleichzeitig eine gesellschaftliche Rolle, eine wirtschaftliche Position und eine emotional-kulturelle Identität.“ Insofern bleibt die Relationalität oder Beziehungsorientierung zentral für die weibliche Sexualität, weil sie die Tatsache widerspiegelt, dass Frauen nach wie vor den Löwenanteil an der Ökonomie und gesellschaftlichen Produktion der Fürsorge übernehmen. Aus diesem Grund erleben Männer und Frauen Gelegenheitssex wahrscheinlich aus unterschiedlichen Positionen. </p>
<p>Wobei eine solche Form von Sexualität für Frauen tendenziell im Widerspruch zur Kultivierung von Beziehungen und Gefühlen steht. Manche Frauen betrachten Gelegenheitssex jedoch als ein Terrain, auf dem es leichter fällt, Männer kennenzulernen, wohingegen Gefühle als unbeständig und ungewiss erscheinen, zudem für Erwartungen und Enttäuschungen sorgen. Gefühle, nicht die Sexualität, lösen nun Ängste aus, weil sie vermeintlich den Autonomieanspruch – vor allem den der Männer – bedrohen. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gelegenheitssex ist ein Nullsummenspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2021 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Auffassung vieler Frauen, mit denen Eva Illouz gesprochen hat, untergräbt die Sexualität die Möglichkeit, als Person anerkannt zu werden. Gelegenheitssex dagegen verwandelt die Begegnung mitunter in ein Nullsummenspiel: das Streben ihres Partners nach einem sexuellen Vergnügen versus ihr Selbstgefühl, das auf Gegenseitigkeit und Anerkennung beruht. Eva Illouz erläutert: „Während sich der Wert einer Frau ... <a title="Gelegenheitssex ist ein Nullsummenspiel" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eva-illouz-gelegenheitssex.html" aria-label="Mehr Informationen über Gelegenheitssex ist ein Nullsummenspiel">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Auffassung vieler Frauen, mit denen Eva Illouz gesprochen hat, untergräbt die Sexualität die Möglichkeit, als Person anerkannt zu werden. Gelegenheitssex dagegen verwandelt die Begegnung mitunter in ein Nullsummenspiel: das Streben ihres Partners nach einem sexuellen Vergnügen versus ihr Selbstgefühl, das auf Gegenseitigkeit und Anerkennung beruht. Eva Illouz erläutert: „Während sich der Wert einer Frau in traditionellen patriarchalischen Gesellschaften über ihre Klassenzugehörigkeit und ihre sexuelle Tugend bestimmt, wird der Sitz ihres Werts in einem Regime der sexuellen Freiheit verschwommen und ungewiss.“ Die Autonomisierung der Sexualität führt zu einer eingebauten Ungewissheit über den Ort des Werts selbst und über die Möglichkeit einer emotionalen Interaktion. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-2861"></span></p>
<p><strong>Gelegenheitssex ist eher eine männliche Form der Sexualität</strong></p>
<p>Frauen stehen Gelegenheitssex insgesamt kulturell ambivalenter gegenüber als Männer. Wie die Forschung zeigt, ist Gelegenheitssex tatsächlich ein Prädikator für sexuelle Reue unter Hochschulstudentinnen, vor allem wenn der Geschlechtsverkehr weniger als 24 Stunden nach dem ersten Kennenlernen stattfand und es keine weitere Begegnung mehr gab. Elaine Eshbaugh und Gary Gute stellen fest: „Die weiblichen Beteiligten verspürten eher als die Männer Reue oder Enttäuschung; sie grübelten auch eher über einen One-Night-Stand nach und verspürten mehr Scham und Selbstzweifel nach dem Erlebnis. Die Männer hingegen fühlten sich eher befriedigt.&#8220;</p>
<p>Diese Befunde scheinen einmal mehr zu bestätigen, dass Gelegenheitssex eher einer männlichen Form von Sexualität entspricht. Eva Illouz fügt hinzu: „Geschlechterunterschiede finden sich auch zwischen lesbischen Frauen und schwulen Männern, und zwar dahingehend, dass lesbische Frauen stärker beziehungsorientiert sind als schwule Männer.“ In einem Aufsatz über Depressionen und Liebesbeziehungen unter Heranwachsenden schreiben Catherine Grello und Kollegen: „Junge halbwüchsige Frauen, die Geschlechtsverkehr gleichermaßen in lockeren wie in festen Beziehungen hatten, zeigten das größte Ausmaß an depressiven Symptomen sowohl bevor als auch nachdem sie sexuell aktiv wurden.“ </p>
<p><strong>Gelegenheitssex stärkt das Selbstwertgefühl von Frauen nicht</strong></p>
<p>Andere Wissenschaftlerinnen haben festgestellt, dass Hochschulstudentinnen, die Erfahrungen mit Gelegenheitssex gemacht hatten, über ein geringeres Selbstwertgefühl verfügten als Frauen in sexuellen Liebesbeziehungen. Und überraschender noch, als Frauen ohne jede sexuelle Erfahrung. Auch vermuteten sie, dass bei Frauen, die bei Gelegenheitssex Schuldgefühle empfanden, diese Schuldgefühle zu Unbehagen und Verwirrung führten. Dies mag wiederum mit einem geringen Selbstwertgefühl zu tun haben.</p>
<p>In zahlreichen Studien zeigt sich die robuste Korrelation zwischen geringem Selbstwertgefühl und Gelegenheitssex. Eva Illouz hält fest, dass Gelegenheitssex das Selbstwertgefühl von Frauen nicht stärkt, und das, obwohl Sex für beide Geschlechter zu einer neuen Form von Kapital geworden ist. Nämlich zu etwas, nach dem man aus Lust und aus Statusgründen strebt. Die Sexualität von Frauen bleibt dabei in soziale Beziehungen eingebettet, während die männliche Sexualität häufiger und mit größerer Wahrscheinlichkeit entbettet wird. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eva Illouz erforscht die männliche Sexualität</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/eva-illouz-untersucht-die-maennliche-sexualitaet.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2021 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gelegenheitssex]]></category>
		<category><![CDATA[One-Night-Stand]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
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					<description><![CDATA[Gelegenheitssex bringt man immer wieder mit einer männlichen Form der Sexualität in Verbindung, und zwar aus mehreren Gründen. Erstens haben Männer schon immer mehr Freiheit genossen als Frauen. Daher können sie das sexuelle Feld mit nur wenigen normativen Beschränkungen durchstreifen. Eva Illouz erläutert: „Für Männer ist Promiskuität schon immer ein Zeichen sexueller Macht gewesen. Für ... <a title="Eva Illouz erforscht die männliche Sexualität" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eva-illouz-untersucht-die-maennliche-sexualitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Eva Illouz erforscht die männliche Sexualität">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gelegenheitssex bringt man immer wieder mit einer männlichen Form der Sexualität in Verbindung, und zwar aus mehreren Gründen. Erstens haben Männer schon immer mehr Freiheit genossen als Frauen. Daher können sie das sexuelle Feld mit nur wenigen normativen Beschränkungen durchstreifen. Eva Illouz erläutert: „Für Männer ist Promiskuität schon immer ein Zeichen sexueller Macht gewesen. Für Frauen hingegen ist sie entweder zwiespältig oder Anzeichen eines moralisch fragwürdigen Status.“ Zweitens waren die Männer nie gezwungen, Sexualität als Hebel zu gebrauchen, um gesellschaftliche und ökonomische Ressourcen zu erlangen. Sie haben also auch keinen Grund, ihr ganzes Selbst in den Geschlechtsverkehr einzubeziehen. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-2620"></span></p>
<p><strong>Distanziertheit beim Sex verhilft zu Macht</strong></p>
<p>Die weibliche Herangehensweise an Sexualität hingegen ist emotionaler, weil sie ökonomischer ist. Das heißt, sie dient als Ressource, die sie gegen andere, materielle oder soziale Ressourcen eintauschen. Für Frauen geht es in der Sexualität um höhere Einsätze, deshalb schließt sie ihr Selbst ein. Es gibt noch einen dritten Grund, warum die männliche Sexualität durch Gelegenheitssex charakterisiert zu sein scheint. Er besteht darin, dass Männlichkeit beinahe tautologisch durch die Fähigkeit definiert ist, viele Sexualpartner zu haben und vorzuzeigen.</p>
<p>Als letzten Grund nennt Eva Illouz, dass Gelegenheitssex Distanziertheit impliziert. Distanziertheit verhilft wiederum zu Macht und als solche ein Männlichkeitstopos ist. Die maskulinistische Vernunft hat sich für die Trennung von Gefühlen und Vernunft in allen Bereichen der Wirtschaft, der Politik und des Rechts eingesetzt. Gleichzeitig trennt die hegemoniale Männlichkeit tendenziell auch zwischen Gefühlen und Sexualität. Sie definiert sich zudem durch die Fähigkeit, sexuelle Gelegenheitsbegegnungen anzuhäufen und die Frauen anschließend wieder los zu werden.</p>
<p><strong>Für eine Frau ist Gelegenheitssex lustvoll</strong></p>
<p>Womöglich nicht ohne Ironie ist Gelegenheitssex aber auch Kennzeichen einer feministischen Politik. Gerade weil er Autonomie, Lust, Macht und Distanziertheit signalisiert. One-Night-Stands sind eindeutig ein Ritual der emotionalen Distanzierung und Erwartungslosigkeit. Beides erfüllt eine Frau mit dem Gefühl von Macht und Autonomie, das an den männlichen Umgang mit Sexualität erinnert. Für eine Frau ist Gelegenheitssex lustvoll, weil er Gleichheit auf der Grundlage einer symmetrischen Distanziertheit und Erwartungslosigkeit herstellt. </p>
<p>Für manche Studentinnen ist Gelegenheitssex ein Weg, um schneller voranzukommen, sich aufs Studium zu konzentrieren und Karriereziele zu erreichen. Ihr Gebot zur Selbstentwicklung, macht es unwahrscheinlicher und schwieriger, vor dem Aufbau einer Karriere zeitaufwändige und feste Partnerschaften einzugehen. Gelegenheitssex sorgt zudem für mehr Gleichheit zwischen den Geschlechtern und stellt ein Drehbuch für eine Nichtbeziehung dar. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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