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	<title>Geld &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Äußere Anreize können innere Reize zerstören</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 01:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anreize]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn niemand einen Menschen von außen antreibt, treibt es ihn von innen voran – falls er nicht Depression, Lethargie, Burnout oder der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung verfallen ist. Woher sollten natürliches Interesse, menschliche Neugier, Forscherdrang und Spontanität kommen und sich für alle sichtbar immer wieder in Alltag und Beruf entfalten? Ingo Hamm erklärt: „Neugier und ... <a title="Äußere Anreize können innere Reize zerstören" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/aeussere-anreize-koennen-innere-reize-zerstoeren.html" aria-label="Mehr Informationen über Äußere Anreize können innere Reize zerstören">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn niemand einen Menschen von außen antreibt, treibt es ihn von innen voran – falls er nicht Depression, Lethargie, Burnout oder der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung verfallen ist. Woher sollten natürliches Interesse, menschliche Neugier, Forscherdrang und Spontanität kommen und sich für alle sichtbar immer wieder in Alltag und Beruf entfalten? Ingo Hamm erklärt: „Neugier und Interesse kennt jeder und entwickeln wir alle – ohne äußere Anreize. Im Gegenteil: Äußere Anreize können diese inneren Reize kaputtmachen.“ Ergo braucht der Mensch, wenn man ihn motivieren möchte, nicht per se oder ausschließlich eine externe Steuerung – Belohnung, Bestrafung, Überwachung. Die meisten Menschen, insbesondere Kinder, sind von Haus an neugierig und an der Welt interessiert, wenn man sie nicht allzu sehr stresst oder gängelt. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-6280"></span></p>
<p><strong>Geld ist eine äußerst beliebte Form der Motivation</strong></p>
<p>Fatale äußere Reize sind volkstümlich ausgedrückt: Zuckerbrot und Peitsche. Warum setzen so viele Chefs und Eltern darauf? Oder schlicht auf Druck? Also auf die verdammte extrinsische Motivation? Ingo Hamm erläutert: „Nicht etwa, weil das alles Despoten wären – einige schon. Sondern weil wir Menschen ein echtes Motivationsproblem haben.“ Vor zehntausenden von Jahren die Menschen Getreide warum an? Damit sie nicht hungern mussten. Aus Getreide wird Brot, Brot kann man essen – das war ihre Motivation.</p>
<p>Diese Motivation versagt beim modernen Industriearbeiter, der an der CNC-Drehbank steht und Drehteile dreht, die er weder essen noch selbst am Markt verkaufen kann. Ingo Hamm fügt hinzu: „Die unmittelbare Motivation des Nahrungsmittels fällt weg, also muss man die Leute irgendwie anders motivieren. Zum Beispiel mit Geld – einer äußert beliebten Form der Motivation.“ Funktioniert das? Das ist eine ziemlich überflüssige Frage. Denn ganz offensichtlich funktioniert das.</p>
<p><strong>Eine extrinsische Belohnung killt die intrinsische Motiviation</strong></p>
<p>Der Großteil der Menschheit arbeitet inzwischen nicht mehr für den Anbau der eigenen Nahrung, sondern für Geld. Ingo Hamm stellt fest: „Dass der Großteil der Menschheit sich für Arbeit bezahlen lässt, heißt eben noch lange nicht, dass das auch besonders gut oder überhaupt funktioniert. Zwar arbeiten wir alle für Geld, doch Edward Deci fand heraus: Geld frisst Motiviation.“ Denn die extrinsische Motivation ist eine fatale Motivation. So wie das aktuelle Weltwirtschaftssystem funktioniert, sabotiert es sich selbst wirkungsvoller als jeder Hacker-Angriff.</p>
<p>Niemand würde bestreiten, dass Geld motiviert – auch Ingo Hamm bezieht gerne sein Gehalt. Also motiviert Geld? Ja und nein. Doch das findet nur heraus, wer den Unterschied zwischen ex- und intrinsischer Motivation kennt. Extrinsische Belohnung, die eigentlich die Motivation eines Menschen fordern soll, tut dies, indem sie intrinsische Motivation killt. Das ist der Korrumpierungseffekt extrinsischer Motivation. Externe Belohnung, Boni, Incentives, aber auch externen Zeitdruck, Bewertung durch andere, Strafen und Androhung von Strafen korrumpieren und verhindern die „bessere“, die intrinsische Motivation. Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Glück ist keine Insel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2023 01:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
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					<description><![CDATA[Erstens ist Geld ist am Ende des Tages nicht nur ein leeres Glücksversprechen, sondern scheint sogar das Gegenteil zu bewirken. Maren Urner weiß: „Wir kennen sie alle, die Vorstellung, dass Geld dafür sorgt, dass wir die kleinen Freuden des Lebens weniger genießen.“ Und hier ist vielleicht am ehesten der Ausdruck des „Verlernens“ angebracht. Zum ersten ... <a title="Das Glück ist keine Insel" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-suche-nach-dem-glueck.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Glück ist keine Insel">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstens ist Geld ist am Ende des Tages nicht nur ein leeres Glücksversprechen, sondern scheint sogar das Gegenteil zu bewirken. Maren Urner weiß: „Wir kennen sie alle, die Vorstellung, dass Geld dafür sorgt, dass wir die kleinen Freuden des Lebens weniger genießen.“ Und hier ist vielleicht am ehesten der Ausdruck des „Verlernens“ angebracht. Zum ersten Mal wissenschaftlich belegt hat die Idee, dass Geld den Zugang zu den kleinen Freuden im Leben erschwert oder gar verwehrt, ein internationales Forscherteam im Jahr 2010. Je wohlhabender ihre Probanden, desto geringer ihre Fähigkeit, alltägliche positive Erfahrungen zu würdigen. Mit anderen Worten: Ein Zugang zu den vermeintlich besten Dingen im Leben wie der Spritztour im Privatjet zur Pariser Weinprobe verschlechtert die Fähigkeit, die kleinen Freuden des Lebens zu genießen. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-4969"></span></p>
<p><strong>Beim Glück geht es nicht um die Intensität</strong></p>
<p>Ein zweiter Irrtum besteht in der Vorstellung, Glück sei eine Insel. Also ein Ort oder Ziel, an dem man – einmal dort angekommen – für immer verweilen kann. Der US-amerikanische Psychologe Daniel Gilbert und Autor des Bestsellers „Ins Glück stolpern“ erklärt es so: „Beim Glück geht es nicht um die Intensität der Erfahrungen, die wir machen, sondern um die Frequenz.“ Also glücklich bis ans Ende seiner Tage funktioniert nur, wenn man nur noch drei Minuten zu leben hat. </p>
<p>Anknüpfend daran, greift Nicholas Epley, US-amerikanischer Sozialpsychologe und Verhaltensforscher, den dritten Irrtum bei der Glücksuche auf: Es geht nicht um die Intensität, sondern um die Frequenz. Maren Urner erläutert: „Der Forscher vergleicht unser Glücks- und Zufriedenheitsempfinden mit einem löchrigen Reifen, der immer wieder aufgepumpt werden muss, damit ihm nicht die Luft ausgeht.“ So seien die kleinen Freuden im Alltag die Luftpumpe des eigenen Glücksempfindens.</p>
<p><strong>Maren Urner vergleicht Glück mit anderen biologischen Funktionen</strong></p>
<p>Maren Urner möchte noch einen Schritt weitergehen und den Vergleich mit sämtlichen anderen biologischen Funktionen ziehen: „Wie können ja auch nicht einmal tief atmen, um dann nie wieder atmen zu müssen, oder so viel essen oder trinken, dass wir bis ans Lebensende ausgesorgt haben. Glück und Zufriedenheit sind – egal, wie man sie misst – auf neurowissenschaftlicher und biologischer Ebene eben nichts weiter als eine von vielen Körperfunktionen, die einen Menschen am Leben halten. </p>
<p>All das bringt Maren Urner zurück zu den hoffnungslosen Studierenden, die nicht symbolisch, sondern beispielhaft die für „persönliche Krise“ der Gegenwart stehen. Wie kann es sein, dass sich in wenigen Jahren der mentale Zustand der jungen Menschen so verschlechtert hat? Diese Frage stellen sich Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen weltweit. Auf der Suche nach einer Antwort muss man nicht nur über die Frage nach dem Glück sprechen, sondern vielleicht noch größer denken und bei der alles überspannenden Frage nach dem Sinn ansetzen. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Geld allein macht nicht glücklich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2023 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Therapeut]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war einmal ein Mann, der glaubte, wenn er genügend Geld habe, würde er nicht nur Herr seiner Probleme werden, sondern endlich auch ein glückliches Leben führen. Maren Urner fügt hinzu: „Er würde endlich den Wünschen und Ansprüchen seiner Frau und seinen Kindern genügen, würde sich das leisten können, wonach ihm ist, und sorgenfrei alt ... <a title="Geld allein macht nicht glücklich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-der-unglueckliche-millionaer.html" aria-label="Mehr Informationen über Geld allein macht nicht glücklich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Mann, der glaubte, wenn er genügend Geld habe, würde er nicht nur Herr seiner Probleme werden, sondern endlich auch ein glückliches Leben führen. Maren Urner fügt hinzu: „Er würde endlich den Wünschen und Ansprüchen seiner Frau und seinen Kindern genügen, würde sich das leisten können, wonach ihm ist, und sorgenfrei alt werden.“ Mit dieser Vorstellung ist beziehungsweise war der Mann alles andere als allein. Ohne an dieser Stelle Begriffe wie Markt, Kapitalismus und Leistungsgesellschaft bemühen zu wollen: Diese Vorstellung ist grundlegend für das Funktionieren der modernen Gesellschaften, in der viele Menschen leben. Runtergebrochen lässt sich der Gedanke ungefähr so zusammenfassen: Die meisten Probleme lassen sich mit Geld und der damit verbundenen Macht beseitigen oder zumindest verkleinern. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-4693"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen wollen noch immer etwas mehr</strong></p>
<p>Maren Urner nennt Beispiele: „Das denkt sich der arbeitslose, alleinerziehende Vater, der seinen Kindern endlich mal wieder einen Kurzurlaub spendieren möchte. Das denkt die junge Auszubildende, die seit Jahren auf ein eigenes Auto spart. Und das denkt sich das junge Paar, das soeben die erste Rate des Kredits für die Doppelhaushälfte gezahlt hat.“ Und das denkt eben auch die Multimilliardärin. Denn die Vorstellung von „noch etwas mehr, dann habe ich es geschafft“ kennt im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen.</p>
<p>So ist er der perfekte Motor für den Gedanken, immer „noch ein wenig mehr“ zu wollen. Und für das entsprechende Handeln. Dennoch gibt es Therapeuten, die mit den wohlhabendsten Menschen der Welt zusammenarbeiten. Das können viele Menschen nicht nachvollziehen. Maren Urner gibt zu: „Mir ging es ähnlich.“ Wozu brauchen Menschen, die alles und noch viel mehr haben, Rat von einem Therapeuten? Die breite Öffentlichkeit ist doch der Überzeugung, dass wenn sie eine gewisse Menge an Problemen hätte, sich diese mit Geld lösen lassen würden. </p>
<p><strong>Wer viel Geld besitzt hat noch immer Probleme</strong></p>
<p>Und sie haben diesen Glauben, dass Geld dabei hilft, ihre Probleme los zu werden. Wenn sie dann erfahren, dass dort draußen jemand ist, der viel Geld besitzt und noch immer Probleme hat, zerstört das diese Fantasie. Maren Urner stellt fest: „Das entscheidende Wort lautet natürlich Fantasie. Unsere Vorstellung, Geld löse unsere Probleme, ist nicht nur ein Motor für unser Denken und Handeln im 21. Jahrhundert, sondern gleichzeitig auch eine der grundlegendsten Säulen unseres statischen Denkens.“ </p>
<p>Getrieben von dieser Vorstellung arbeiten viele Menschen noch ein wenig härter, um am Ende des Monats noch ein wenig mehr Geld auf dem Konto zu haben. Nur noch ein wenig mehr, dann haben sie es geschafft. Wenn ein Therapeut von den Sorgen und Ängsten der Superreichen berichtet, beraubt er seine Zuhörer dieser Fantasie. Und was passiert, wenn sie einer grundlegenden Vorstellung darüber, wie die Welt und ihr Leben funktioniert, beraubt werden? Dann entsteht eine Leerstelle, ein wackeliges Fundament. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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