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	<title>Geburt &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Das Trauma der Geburt besteht lebenslang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2024 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Schrei eines Neugeborenen ist Ausdruck von Verlust, Trennung, Vereinzelung und Todesangst. Der Psychoanalytiker Otto Rank hat in diesem „Trauma der Geburt“ den Verlust einer embryonalen „Urlust“ und Wurzel aller Ängste gesehen, die der Mensch in seinem späteren Leben entwickelt. Albert Kitzler ergänzt: „Erst wenn die Hebamme das Neugeborene auf den Bauch der Mutter legt, hört es auf zu weinen, weil es wiedervereinigt ist mit dem, woher es kommt.“ Viele Impulse, Regungen und Empfindungen hat der Fötus über die Blutbahn der Mutter, ihre Bewegungen und Gefühle über das gemeinsame Netzwerk des Hormon-, Nerven- und Immunsystem erhalten und gespeichert. Der Philosoph und Medienanwalt Dr. Albert Kitzler gründete 2010 „Maß und Mitte – Schule für antike Lebensweisheit und eröffnete ein Haus der Weisheit in Reit im Winkl. <span id="more-5193"></span></p>
<p><strong>Der Embryo erlebt in der Schwangerschaft wohlige Geborgenheit</strong></p>
<p>Hier kann es auch zu ersten Irritationen und Beunruhigungen kommen. Insbesondere bei problematischen Schwangerschaften entsprechend der jeweiligen psychischen und körperlichen Verfassung der Mutter und ihrem Verhältnis zum Vater und zu ihrer Umwelt. Aber nichts davon dürfte auch nur annähernd heranreichen an die vorgeburtlichen Prägungen. Einerseits handelt es sich dabei um den neumonatigen Zustand der wohligen Geborgenheit, des Getragen- und Geschütztseins im Mutterleib. </p>
<p>Andererseits haben sich die als qualvoll empfundenen Stunden der Geburt in die Seele des werdenden Menschen für immer eingeschrieben. Albert Kitzler stellt fest: „Diese Erfahrung dürfte mehr oder weniger jeder Mensch gemacht haben.“ In einem gemeinsamen Buch schreiben der Gehirnforscher Gerald Hüther und die Psychotherapeutin Inge Krens: „Sie – die Menschen – gleichen sich auch deshalb, weil sie alle aus einer für alle Menschen typischen intrauterinen Welt kommen. In dieser Welt haben sie alle ähnliche Bedingungen vorgefunden und prinzipiell ähnliche Erfahrungen gemacht.“</p>
<p><strong>Alle Menschen sehnen sich nach Liebe</strong></p>
<p>Gerald Hüther und Inge Krens fahren fort: „Deshalb ist auch ihr Gehirn, wenn sie zur Welt kommen, entsprechend ähnlich strukturiert.“ In dieser fundamentalen Grunderfahrung liegt der Ursprung der Sehnsucht der Menschen nach Liebe. Bei jeder Art von Liebesregung erwacht immer wieder aufs Neue der unbewusste Wunsch, jene Gefühle der Geborgenheit, des Genährtwerdens, des Schutzes, der Wärme und des Getragenseins und alle damit zusammenhängenden Gefühlsschattierungen wieder zu erleben. </p>
<p>Albert Kitzler weiß: „Wo sich im Leben eines Menschen diese oder verwandte Gefühle einstellen und befriedigt werden, da erleben wir Freude und Erfüllung, Momente des Glücks. In jeder dieser Emotionen erlebt unsere Seele, sei es auch in noch so schwacher Form, eine Art Wiedervereinigung mit ihrem Ursprung.“ Nämlich mit der Mutter, mit der Natur, von der Menschen ein Teil sind und nach deren Gesetzen ihr und alles Leben geboren wird, sich entwickelt, wächst, erblüht und vergeht. Quelle: „Die Weisheit der Liebe“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Hype um das eigene Kind ist gewaltig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 01:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein gebetsmühlenartiger Satz werdender Großeltern lautet: „Eine Geburt ist das Natürlichste der Welt.“ Viele werdende Mütter verlieren in ihrer Orientierungslosigkeit jedoch das Vertrauen in ihre Eltern und orientieren sich noch stärker an dem, was sie im Internet recherchieren. Manche Eltern entscheiden sich schließlich für eine private Klinik, in der das Kind das Licht der Welt ... <a title="Der Hype um das eigene Kind ist gewaltig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ruediger-maas-hype-um-das-eigene-kind.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Hype um das eigene Kind ist gewaltig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gebetsmühlenartiger Satz werdender Großeltern lautet: „Eine Geburt ist das Natürlichste der Welt.“ Viele werdende Mütter verlieren in ihrer Orientierungslosigkeit jedoch das Vertrauen in ihre Eltern und orientieren sich noch stärker an dem, was sie im Internet recherchieren. Manche Eltern entscheiden sich schließlich für eine private Klinik, in der das Kind das Licht der Welt erblicken soll. Rüdiger Maas erklärt: „Es muss einfach alles perfekt sein, schließlich soll die Geburt das schönste Ereignis in ihrem Leben werden. Schöner als der erste Kuss, die Abiturfeier oder der 1000. Follower auf Instagram.“ Die Atmosphäre und die Ausstattung der privaten Klinik sind einfach freundlicher. In seiner Studie berichte Rüdiger Maas einige Paare, dass sie die Geburtsstätte danach auswählen, ob sie Instagram tauglich ist. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-3868"></span></p>
<p><strong>Orte müssen Instagram tauglich sein</strong></p>
<p>Rüdiger Maas zitiert: „Die Geburt soll dort stattfinden, wo sich keine kargen Wände, kein hässlicher Kreißsaal, keine unschönen Einrichtungsgegenstände befinden, die man auf den geposteten Bildern sehen könnte.“ Mittlerweile hat sich sogar ein medialer Hype um Orte entwickelt, die Instagram tauglich sind. Influencer aus der ganzen Welt suchen die beliebtesten Orte für Fotos auf, um gepostete Bilder mit vielen Likes zu bekommen. Sicherlich mag sich niemand in einer unangenehmen Umgebung aufhalten.</p>
<p>Gerade bei der Geburt der eigenen Kinder möchte man sich wohlfühlen. Rüdiger Maas kritisiert: „Allerdings resultiert die Entscheidung für den Ort in diesen Extremfällen nicht aus der Verantwortung für sich selbst oder das Kind, sondern aus der Verantwortung für die Cybercommunity, aus dem Wunsch, viele Likes zu bekommen.“ Im Netz tummeln sich angehende Eltern und Ratgeber-Websites mit Tipps, welches Produkt wann, in welcher Farbe und mit welchen Gadgets gekauft werden sollte. </p>
<p><strong>Der Begriff Avatar bedeutet wörtlich „Abstieg“</strong></p>
<p>Viele werdende Eltern werden von der Informationsflut völlig überrannt. Sie befinden sich mitten in einem Konkurrenzkampf darum, wer sich besser und intensiver auf sein Kind vorbereitet. Endlich, der Tag der Geburt ist da und alles läuft gut. Im Silicon Valley freut man sich, dass man den digitalen Avatar des Babys nun weiter mit Daten füttern kann. Rüdiger Maas erläutert: „Der digitale Avatar ist eigentlich nur eine Metapher für die Datenspuren, die im Netz hinterlassen werden.“ </p>
<p>Der Begriff „Avatar“ leitet sich aus dem Sanskrit ab und bedeutet wörtlich „Abstieg“. So ein „digitaler Abstieg“ ist die Datenspur im Netz, die auf eine Person zu rückverfolgbar ist. In anderen Worten: Ein Avatar ist eine virtuelle Person, die einer realen Person zugeordnet werden kann. Einen digitalen Avatar, also einen künstlichen Menschen zu schaffen, der das Abbild eines wirklichen Menschen ist, ist derzeit noch nicht möglich. Es ist aber möglich, einzelne Datenspuren zu einem Datenpaket zu schnüren, das über die Eigenschaften und Präferenzen eines Menschen Auskunft gibt. Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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