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	<title>Evolution &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Der Appetit auf Zucker ist nahezu unbegrenzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jan 2024 02:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der interessantesten Konsequenzen der evolutionären Psychologie ist, dass sie viele Fehlfunktionen des menschlichen Denkens und Handelns erklären kann. Hanno Sauer weiß: „Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für eine solche Inkongruenz von Geist und Umwelt ist unser nahezu unbegrenzter Appetit auf Zucker. Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle für den menschlichen Körper, und Energie war meist vor allem eines: knapp.“ Es ergab daher Sinn für die Menschen, eine Disposition evolutionär ererbt zu haben, die dafür sorgte, dass sie keine Gelegenheit auslassen würden, Zucker zu sich zu nehmen. Solange Kohlenhydrate rar sind, bleibt diese Disposition auch adaptiv. Denn die Lust am Zucker motiviert die Menschen effektiv, eine für sie wichtige Energiequelle in sich aufzunehmen. Hanno Sauer ist Associate Professor of Philosophy und lehrt Ethik an der Universität Utrecht in den Niederlanden. <span id="more-5197"></span></p>
<p><strong>Die Moderne steigert den Bedarf ans Selbstkontrolle</strong></p>
<p>Hanno Sauer stellt fest: „In dem Moment, in dem wir unsere Umwelt evolutionärer Angepasstheit verlassen und durch Supermärkte und Tankstellen dauerhaft Zugang zu unbegrenzten Zuckervorräten haben, wird unsere Begierde zum Problem.“ Den evolutionären Imperativ, in Vorbereitung auf magere Zeiten immer so viel Energie wie möglich zu konsumieren, muss man von nun an willentlich einhegen. Die Psychologie des Menschen ist bedauerlicherweise mit einem ganzen Arsenal atavistischer Tendenzen ausgestattet.</p>
<p>Für diese stellt die moderne Gesellschaft eine zunehmend feindliche Umwelt dar. In dieser müssen die Menschen urzeitliche Instinkte, Denk- und Verhaltensmuster ständig mit großem Aufwand unterdrücken. Hanno Sauer erklärt: „Dies steigert den Bedarf an Selbstkontrolle und führt nach und nach zu einem diffusen Unbehagen in der Kultur.“ Denn diese eliminiert zwar die materiellen Nöte, intensiviert aber gleichzeitig die Ansprüche an die kognitive Disziplin. Dadurch perpetuiert sich eine paradoxe Wahrnehmung.</p>
<p><strong>Viele Menschen sind kognitiv überfordert</strong></p>
<p>Vom materiellen Wohlstand entwickelter menschlicher Gesellschaften scheint ein Glücksversprechen auszugehen. Dieses löst er jedoch nur frustrierend langsam und nie vollständig ein. Denn die Menschen bezahlen für jeden Zuwachs an sozialer Kompetenz mit einem Zuwachs an kognitiver Überforderung. Hanno Sauer erläutert: „Für eine Geschichte der Moral kommt es darauf an, welche Attribute unserer evolutionären Vergangenheit die Art und den Umfang unserer Kooperationsbereitschaft geformt haben.“ Man weiß, dass die Menschen über eine ungewöhnlich spontane und dabei erstaunlich flexible Bereitschaft zur Kooperation verfügen. Aber warum?</p>
<p>Die entscheidende Phase der spezifisch menschlichen Evolution fand in einer hochgradig volatilen Umwelt statt. Dies heißt nicht, dass das Wetter zu jener Zeit besonders unvorhersagbar gewesen wäre. Vielmehr bedeutet es, dass Populationen der Vorfahren der heute lebenden Menschen über Generationen hinweg mit rapiden und dramatischen klimatischen Umwälzungen zu tun hatten. Umwälzungen, die sonst langsamer oder weniger extrem ober beides verlaufen waren. Quelle: „Moral“ von Hanno Sauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Rache bringt einen Überlebensvorteil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2022 02:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
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					<description><![CDATA[Evolutionsbiologisch betrachtet, bringt Rache einen Überlebensvorteil. Denn als rachsüchtig bekannte Individuen oder Gruppen werden viel weniger attackiert als solche, die sich alles gefallen lassen und von denen man keine Vergeltung erwartet. Reinhard Haller ergänzt: „Eine Grundüberlegung der Wissenschaft von der Entstehung des Lebens und der Entwicklung der Arten sagt ferner, dass menschliche und auch tierische ... <a title="Rache bringt einen Überlebensvorteil" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-rache-in-der-evolutionsbiologie.html" aria-label="Mehr Informationen über Rache bringt einen Überlebensvorteil">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Evolutionsbiologisch betrachtet, bringt Rache einen Überlebensvorteil. Denn als rachsüchtig bekannte Individuen oder Gruppen werden viel weniger attackiert als solche, die sich alles gefallen lassen und von denen man keine Vergeltung erwartet. Reinhard Haller ergänzt: „Eine Grundüberlegung der Wissenschaft von der Entstehung des Lebens und der Entwicklung der Arten sagt ferner, dass menschliche und auch tierische Gemeinschaften nur funktionieren können, wenn die Mitglieder gut kooperieren und sich an basale soziale Regeln halten.“ Um dies zu gewährleisten, bestraft man Individuen oder Untergruppen bei antisozialen Verhaltensweisen. Das Bedürfnis, abweichendes und schädliches Verhalten zu sanktionieren, entsteht in der menschlichen Entwicklung schon früh und ist auch im Tierreich zu beobachten. Die tiefe Verankerung von Rachebedürfnissen begründen Evolutionsbiologen mit der menschheitsgeschichtlich kurzen Spanne, in der rechtsstaatliche Institutionen diese Aufgabe gleichsam übernommen haben. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-4188"></span></p>
<p><strong>Die Befriedigung durch Rache ist im zentralen Nervensystem verankert</strong></p>
<p>Durch Jahrtausende konnten sich die Menschen nicht auf das Gewaltmonopol des Staates, auf Gerichte und Polizei verlassen, sondern mussten sich selbst verteidigen und die Schädiger abschrecken. Allerdings ist es auch evolutionsbiologisch umstritten, ob es einen Racheakt in Art eines natürlichen Aggressionstriebes gibt. Oder ob Rache eher eine soziale Reaktion bei Verletzungen der gesellschaftlichen Ordnung und Abweichungen von der moralischen Norm darstellt, somit mehr einem kulturellen Muster als einem individuellen Instinkt entspricht. </p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Wie tief die Befriedigung durch Bestrafen beziehungsweise durch Rache in unserem zentralen Nervensystem verankert ist, kann auch die moderne Hirnforschung beweisen.“ Eine Schweizer Studie wies nach, dass bei Versuchspersonen ein Gefühl des Wohlbefindens ausgelöst wird, wenn sie die Bestrafung eines Menschen, der das eigene Vertrauen missbraucht hat, beobachten können. Die Forscher führten dies auf eine Aktivierung des Belohnungszentrums im Gehirn, des dorsalen Striatums, zurück. </p>
<p><strong>In der Rache lassen sich Wut und Zorn nach außen richten</strong></p>
<p>Nach psychoanalytischer Interpretation resultiert Rache aus frühen Demütigungen und Konflikten und dient der Abwehr von Scham-, Schuld- und Trauergefühlen. Reinhard Haller betont: „In der Rache lassen sich Wut und Zorn nach außen richten, weit weg von eigenem schmerzlichen Gefühlsempfindungen. Weiters haben Rachegefühle laut tiefenpsychologischer Auslegung einiges mit Lustgewinn zu tun.“ Der Arzt und Psychoanalytiker Heinz Kohut (1913 – 1981) interpretierte Rache als einen Ausdruck narzisstischer Wut. </p>
<p>Diese bringe einen gewissen Lustgewinn und werde unter Umständen sogar zum eigentlichen Sinn des Lebens. Dabei verleugne der nach Rache sinnende entweder die Gefahr, sich selbst zu zerstören. Oder er nehme, wie dies im modernen Terror der Fall ist, die Selbstzerstörung um einer größeren Aufgabe willen ganz bewusst in Kauf. Die rächende Person finde im Racheakt eine Ersatzbefriedigung. Die Aussicht auf den großen Triumph löse Spannung, Begeisterung und Leidenschaftlichkeit aus. Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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