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	<title>Erotik &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>In der Erotik prallen Kultur und Körper zusammen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2020 07:21:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Altsteinzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wolfgang Schmidbauer kritisiert eine Konsumkultur, welche die Fantasie von Jugendlichen in materielle Bahnen lenkt. Es handelt sich um Störungen der Fantasie, die von der Gesellschaft nicht spiritualisiert, sondern materialisiert werden. Wolfgang Schmidbauer erinnert sich an ein Alterswerk des Kulturanthropologen Wilhelm Emil Mühlmann über „Die Metamorphose der Frau – Weiblicher Schamanismus und Dichtung“. Darin beschreibt er ... <a title="In der Erotik prallen Kultur und Körper zusammen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/in-der-erotik-prallen-kultur-und-koerper-zusammen.html" aria-label="Mehr Informationen über In der Erotik prallen Kultur und Körper zusammen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Schmidbauer kritisiert eine Konsumkultur, welche die Fantasie von Jugendlichen in materielle Bahnen lenkt. Es handelt sich um Störungen der Fantasie, die von der Gesellschaft nicht spiritualisiert, sondern materialisiert werden. Wolfgang Schmidbauer erinnert sich an ein Alterswerk des Kulturanthropologen Wilhelm Emil Mühlmann über „Die Metamorphose der Frau – Weiblicher Schamanismus und Dichtung“. Darin beschreibt er mit vielen Quellen, dass unter allen Umformungen durch die Hochkultur ein primär weiblicher Schamanismus fortlebt. Dessen zentrale Qualität ist die Verwandlung – in ein Tier, in einen Fluss, in einen Sturm oder in ein anderes Geschlecht. In der Erotik prallen Kultur und Körper zusammen. Die Kultur schafft die Geschlechter, indem sie diese in einen Kokon spinnt. Der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer ist Autor zahlreicher Fach- und Sachbücher, die sich millionenfach verkauften. <span id="more-2450"></span></p>
<p><strong>Ein Flohmarkt ist ein kluges Ding</strong></p>
<p>Es ist leicht, sich über Lösungen zu erheben, die instabil, fantastisch und ein wenig parasitär sind. Am leichtesten gelingt das dann, wenn man sich nicht eigestehen will, wie problematisch der eigene Lebensstil ist. Die Magie der Reparatur greift auf ein erstes Menschentum zurück, ein hungriges Paradies. In diesem singen die Menschen zwar schon Lieder und tanzen zum Takt der um ihre Knöchel gebundenen Rasseln. Aber sie greifen nicht in die Natur ein, sondern nehmen sich nur von der Oberfläche, was sie brauchen.</p>
<p>Wolfgang Schmidbauer meint: „Dieser Blick, der das seltene Brauchbare zwischen angehäuftem Unbrauchbaren findet, verkümmert, sobald wir bei Amazon bestellen. Auf dem Flohmarkt können wir ihn noch üben.“ Daher ist der Flohmarkt in der Nomenklatur von Wolfgang Schmidbauer ein kluges Ding und Amazon ein dummes. Die selbstgebaute Hütte im Slum ist klüger als das schlüsselfertige Eigenheim, in dem die Leitungen unter Putz liegen und Störungen einen Spezialisten brauchen.</p>
<p><strong>Jäger und Sammler leisten keine Sklavenarbeit</strong></p>
<p>Die Kinder der Altsteinzeit wurden schnell und ohne die Quälerei einer europäischen Pubertät erwachsen. Sie erlebten die Kluft nicht, die in der Zivilisation das unmündige Kind vom mündigen Erwachsenen trennt. Sie sind nicht viele Jahre lang den Ängsten der Erwachsenen ausgesetzt. Diese müssen dafür sorgen, dass ihre Kinder sich an eine Welt anpassen, die von ihnen gemacht ist und nicht einfach da ist. Sie lernen in der Schule von Hunger und Schmerz.</p>
<p>Niemand muss in einer Jägerkultur still sitzen und fleißig üben für eine Zukunft, die sich den eigenen Sinnen, der eigenen Wahrnehmung entzieht. Daher sterben Sammler und Jäger eher, als Sklavenarbeit zu leisten. Die Siedlungsgeschichte und die sozialen Probleme der Neuen Welt wurzeln nicht zuletzt darin, dass die Kolonisatoren Afrikaner versklavten und importierten. Diese hatten die Umstellung auf Ackerbau und Viehzucht schon hinter sich. Die Altsteinzeit ist nicht vorbei. In den Menschen erhalten geblieben ist die Sehnsucht nach einer Welt, in der sie nur von der Natur lernen und die Personen, die ein Kind umgeben, ihm die gleiche Freiheit lassen, wie das die Natur tut. Quelle: „Die Kunst der Reparatur“ von Wolfgang Schmidbauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em> </p>
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		<title>Intimität ist ist nichts anderes als Verletzlichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2020 06:29:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Männer und Frauen ist es eine große Herausforderung, offen über ihre Beziehung zu Sexualität zu reden. Intimität ist eine Übersetzung des Begriffs Verletzlichkeit. Andreas Salcher weiß: „Traumatisierte Kinder haben damit riesige Probleme, weil sie schon so oft und so tief verletzt wurden, dass intime Beziehungen nur schwer möglich sind.“ Die Folge ist, niemanden an ... <a title="Intimität ist ist nichts anderes als Verletzlichkeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/intimitaet-ist-ist-nichts-anderes-als-verletzlichkeit.html" aria-label="Mehr Informationen über Intimität ist ist nichts anderes als Verletzlichkeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Männer und Frauen ist es eine große Herausforderung, offen über ihre Beziehung zu Sexualität zu reden. Intimität ist eine Übersetzung des Begriffs Verletzlichkeit. Andreas Salcher weiß: „Traumatisierte Kinder haben damit riesige Probleme, weil sie schon so oft und so tief verletzt wurden, dass intime Beziehungen nur schwer möglich sind.“ Die Folge ist, niemanden an sich heranzulassen. Der Aufbau intimer Beziehungen kann allerdings wieder erlernt werden. Als Erwachsen neigen viele Menschen dazu, ihre Ängste und Kontrollversuche zu besänftigen. Sie fühlen sich sicherer, sobald es ihnen gelingt, die Distanz zum anderen zu halten. Umso mehr reizt sie das Verbotene. Das Verbotene ist das nicht Alltägliche, es lässt sich in der Fantasie aufladen. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2275"></span></p>
<p><strong>Die „Traumnovelle“ verheißt sexuelle Ekstase</strong></p>
<p>Der österreichische Schriftsteller Arthur Schnitzler hat diese verborgenen Sehnsüchte in seiner „Traumnovelle“ vortrefflich beschrieben. Darin geht es um das rasche Niederreißen von persönlichen Barrieren. Da wird ein Grundbedürfnis nach Intimität und Verschmelzung mit möglichst vielen anderen angesprochen. Der Reiz liegt zusätzlich im abrupten Wechsel von Fremdheit und intensiver Nähe. Den Fremden können wir leichter in unserer Fantasie ausformen als den gewohnten Partner. </p>
<p>Die Erlebnisse in der „Traumnovelle“ verheißen eine unglaubliche Intensität an Glücksgefühlen und sexueller Ekstase, die im Alltag wenn überhaupt nur mehr selten erlebt wird. Heute erwartet man von einer verbindlichen Beziehung, dass sie sowohl romantisch als auch emotional und sexuell erfüllend ist. Kann es da noch verwundern, dass so viele Beziehungen unter dieser übergroßen Last zerbrechen? Der amerikanische Regisseur Stanley Kubrick hat die Geschichte der „Traumnovelle“ in seinem letzten Film „Eyes Wide Shut“ in die Gegenwart geholt. </p>
<p><strong>Für Erotik ist Distanz unabdingbar</strong></p>
<p>Auch darin verschwimmen die Fantasie und die Wirklichkeit eines Ehepaars, gespielt von Nicole Kidman und Tom Cruise, die damals auch tatsächlich miteinander verheiratet waren. Die beiden verklagten übrigens das Magazin „The Star“, weil dieses behauptet hatte, ein Sexualtherapeut habe den beiden bei erotischen Szenen im Film Nachhilfe geben müssen. Interessant ist, was die belgische Sexualtherapeutin Esther Perel aus ihrer Praxis über das Thema Sexualität erzählt. </p>
<p>Viele Paare glauben, Intimität bedeute, alles über den anderen zu wissen. Sie wundern sich dann, dass die prickelnde Gefühle und das Begehren verschwinden, wenn jede Distanz verloren geht. Andreas Salcher erläutert: „Damit der sprichwörtliche Funke überspringen kann, muss ein gewisser Abstand gegeben sein. Für Erotik ist Distanz unabdingbar.“ Oder anders formuliert: Erotik entfaltet sich im Freiraum zwischen der eigenen Person und der des anderen. Um mit dem oder der Geliebten zu kommunizieren, muss man diese Leerstelle mitsamt ihren Unwägbarkeiten akzeptieren. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Sex hat als Machtmittel weitgehend ausgedient</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2017 09:02:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die patriarchale Autorität dominiert die Sexualität. In einer patriarchalischen Gesellschaft wird die Erotik als schlecht, unmoralisch und verwerflich gebrandmarkt, und die Frau gleich mit dazu, weil sie die Begierden aus dem Mann herauskitzelt. Paul Verhaeghe weiß: „Mit dieser Rollenverteilung wies das Patriarchat der Frau unbeabsichtigt eine ordentliche Portion Macht zu, von der „femme fatale“ bis ... <a title="Sex hat als Machtmittel weitgehend ausgedient" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/sex-hat-als-machtmittel-weitgehend-ausgedient.html" aria-label="Mehr Informationen über Sex hat als Machtmittel weitgehend ausgedient">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die patriarchale Autorität dominiert die Sexualität. In einer patriarchalischen Gesellschaft wird die Erotik als schlecht, unmoralisch und verwerflich gebrandmarkt, und die Frau gleich mit dazu, weil sie die Begierden aus dem Mann herauskitzelt. Paul Verhaeghe weiß: „Mit dieser Rollenverteilung wies das Patriarchat der Frau unbeabsichtigt eine ordentliche Portion Macht zu, von der „femme fatale“ bis zum „Schatz, heute nicht, ich habe Kopfschmerzen“. Und diese Macht wiederum erklärt die männliche Aggression gegen die Frau.“ Sex kann auch als Waffe eingesetzt werden, auch wenn dies mittlerweile aus der Mode gekommen ist, weil sie die moderne Haltung zur Sexualität dank Emanzipation und Pille völlig verändert hat. In der Menschheitsgeschichte jedoch kann eine Frau erst seit einem halben Jahrhundert unbekümmert Sex genießen und somit auch unmissverständlich danach verlangen. Paul Verhaeghe lehrt als klinischer Psychologe und Psychoanalytiker an der Universität Gent. <span id="more-1754"></span></p>
<p><strong>Erotik beschränkt sich nicht auf die Ehe</strong></p>
<p>Sobald Sex und Schwangerschaft entkoppelt waren, wurde auch die Verbindung zu Alter und Geschlecht etwas gelockert. Paul Verhaeghe erläutert: „Sex beschränkt sich nicht auf die Jahre, in denen wir uns fortpflanzen können, wir beginnen viel früher und wir tun es, solange wir können. Erotik beschränkt sich nicht auf die Ehe und selbst nicht auf ein Mann-Frau-Paar desselben Alterns.“ Ältere Frauen tun es mit viel jüngeren Männern und umgekehrt. Gleichgeschlechtlicher Sex ist kein Tabu mehr. </p>
<p>Sowohl Männer als auch Frauen haben mehr Sex uns Sexpartner als früher. Als Folge davon hat Sex als Machtmittel weitgehend ausgedient. Auch Frauen können nun die Bittsteller sein, und auch Männer können auf diesem Gebiet in eine Machtposition geraten. Im Westen konnte die erste Generation Frauen heranwachsen, für die Sexualität kein Grund zur Angst ist. Die Folgen davon kann man mittlerweile gut beobachten. Frauen machen sich selbst auf die Suche nach einem Partner und nehmen beim Sex ausdrücklich eine aktive Position ein. </p>
<p><strong>Viele Männer halten noch an der patriarchalischen Doppelmoral fest</strong></p>
<p>Paul Verhaeghe erklärt: „Dass viele Männer damit nicht umgehen können, zeigt, wie sehr sie noch an der patriarchalischen Doppelmoral festhalten (der sexuell aktive Mann ist ein Playboy, sein weibliches Pendant eine Schlampe).“ Das Schwinden der patriarchalen Autorität war auf der sexuellen Ebene überaus befreiend. Dennoch betrachten manche diese Befreiung als moralisches Desaster und finden, sie sei die Ursache dafür, dass zwei von drei Ehen scheitern und Beziehungen sich so mühsam gestalten.</p>
<p>Sie verstehen nicht, dass die Erklärung dafür woanders liegt, beispielsweise in der vorangetriebenen Individualisierung und den den Menschen auferlegten Normen des freien Marktes, die sich auch auf das Beziehungsleben auswirken. Die Menschen investieren in Beziehungen auf einem Heiratsmarkt nach dem Motto: „Wer ist das beste Angebot?“ Die Wahl des Partners findet häufig auf Internetplattformen statt, bei denen die potentiellen Kandidaten auf Basis der gefragten Eigenschaften in eine Rangordnung gebracht werden. Quelle: „Autorität und Verantwortung“ von Paul Verhaeghe</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Momente des Innehaltens sind die intensivsten des Liebesspiels</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2017 04:42:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Der amerikanische Philosoph Robert Nozick (1938 – 2002), ein Kollege Thomas Nagels, widerspricht dem Klischee des prüden Amerikaners mit den Worten des Kenners, indem er sinnfällig die Erregung beschreibt, die nur das Zwischenmenschliche bieten kann: „Manchmal konzentrieren wir uns beim Liebesakt auf die winzigsten Bewegungen, das zarteste Streifen eines Haars, das langsame Wandern der Fingerspitzen ... <a title="Die Momente des Innehaltens sind die intensivsten des Liebesspiels" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-momente-des-innehaltens-sind-die-intensivsten-des-liebesspiels.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Momente des Innehaltens sind die intensivsten des Liebesspiels">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der amerikanische Philosoph Robert Nozick (1938 – 2002), ein Kollege Thomas Nagels, widerspricht dem Klischee des prüden Amerikaners mit den Worten des Kenners, indem er sinnfällig die Erregung beschreibt, die nur das Zwischenmenschliche bieten kann: „Manchmal konzentrieren wir uns beim Liebesakt auf die winzigsten Bewegungen, das zarteste Streifen eines Haars, das langsame Wandern der Fingerspitzen oder der Nägel oder der Zunge über die Haut, die geringste Veränderung oder das Einhalten an einem Punkt.“ Die Momente des Innehaltens sind für ihn die intensivsten des Liebesspiels. Ludger Pfeil ergänzt: „Das Warten auf das, was als Nächstes geschieht, schärft die Wahrnehmung aufs äußerste. Das gegenseitige Wissen um die Spannung und die Fokussierung auf die Empfindungen des anderen erhöhen den Reiz weiter.“ Der Philosoph Dr. Ludger Pfeil machte nach seinem Studium Karriere in der Wirtschaft als Projektleiter und Führungskraft und ist als Managementberater tätig. <span id="more-1702"></span></p>
<p><strong>Es gibt vielfältigere Lüste als die isolierte Lust des Geschlechts</strong></p>
<p>Wer den Begriff der Lust möglichst weit fassen will, dem spante der 1953 geborene Wilhelm Schmid in seiner „Philosophie der Lebenskunst“ eine ganze Palette der Lüste auf, die er einer im umfangreichsten Sinne verstandenen „Kunst der Erotik“ anheimstellt: „Vergessen blieb angesichts der Dominanz des Sex, dass es noch andere und vielfältiger Lüste als die isolierte Lust des Geschlechts gibt: Lüste der Sinne, also des Sehens, Hörens, Riechens, Schmeckens, Tastens und Spürens, die ein inniges, intimes Genießen gestatten.“ </p>
<p>Wilhelm Schmid kennt noch weitere Lüste: „Lüste des Denkens und der Reflexion, die sich in der Distanz der Abstraktion vollziehen; Lüste des Träumens und der Phantasie, in denen das Selbst fern ist von jedem Kalkül; Lüste der Erinnerung, die das gelebte Leben zu wiederholen erlauben; Lüste der Lektüre und des Gesprächs, die die Weite des Lebens zwischen Einsamkeit und Gesellschaft erfahrbar machen; Lüste des Lächelns in allen Variationen, die Körper, Seele und Geist zugleich in Vibrationen versetzen; Lüste des bloßen Seins, die sich der Muße und der Gelassenheit verdanken.“ </p>
<p><strong>Bestandteil der Kunst der Erotik ist die Inszenierung der Lüste</strong></p>
<p>Die erotische Neigung kann für Wilhelm Schmid zu einem sinnstiftenden allumfassenden und grundlegenden Motiv werden, das ein Leben noch zu retten vermag, wenn alles andere an Bedeutung verloren hat. Sie zu einer Kunstform zu erheben bedarf ausgefeilter Präsentation und kluger Anwendung: „Bestandteil der Kunst der Erotik ist die Inszenierung der Lüste, sind die Rituale, die um die Lüste herum errichtet werden, das Dekorum, der Schleier und die Verkleidung, durch die hindurch sie nur zu erahnen sind.“</p>
<p>Dem Genießer kann also vieles zur Lust gereichen. Kultiviertere Bedürfnisse können auch durch Bildung, Spiel und Kunst befriedigt werden. Das intensive Auskosten wird zu einer bewusst wahrnehmenden und wertschätzenden Geisteshaltung, die sich gegenüber fast allem einnehmen lässt. Der Vergnügungslustige sucht überall nach dem Schönen in der Welt und entdeckt es immer auch für andere mit, die er gerne teilhaben lässt. Er findet es in der Natur wie in der Kunst und an sich selbst. Quelle: „Du lebst, was du denkst“ von Ludger Pfeil</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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