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	<title>Erfahrung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Das Erleben wird im Gehirn zu Biologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 02:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Die biologische Struktur des Gehirns wird durch all das geformt, was sie an Informationen über die Jahre aufnimmt. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Unser Erleben wird in unserem Gehirn zu Biologie. Dadurch passen wir uns mit jedem Schritt, den wir in unser Leben hineinwachsen, besser an die Bedingungen unserer Umwelt an, ein Entwicklungsprozess, der bereits vor der ... <a title="Das Erleben wird im Gehirn zu Biologie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-erleben-wird-im-gehirn-zu-biologie.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Erleben wird im Gehirn zu Biologie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die biologische Struktur des Gehirns wird durch all das geformt, was sie an Informationen über die Jahre aufnimmt. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Unser Erleben wird in unserem Gehirn zu Biologie. Dadurch passen wir uns mit jedem Schritt, den wir in unser Leben hineinwachsen, besser an die Bedingungen unserer Umwelt an, ein Entwicklungsprozess, der bereits vor der Geburt beginnt und ein Leben lang anhält.“ Einmal im Gehirn gespeicherte Erfahrungsmuster werden bewahrt und bei Bedarf wie eine Schablone über das aktuell wahrgenommene Geschehen gelegt. Passt die existierende Schablone, wird sie beibehalten und mit jeder Anwendung verstärkt, um bei nächster Gelegenheit umso leichter und schneller präsent zu sein. Es ist wie beim Vokabellernen. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-5766"></span></p>
<p><strong>Unbewusst wollen Menschen ihre Meinung immer wieder bestätigen</strong></p>
<p>Auf jede aktuelle Gegebenheit projizieren Menschen erst einmal den Erfahrungsschatz, den sie bereits aufgebaut haben, weil er in der Struktur ihres Gehirns verankert ist und deshalb ihre Erwartungshaltung bestimmt. Hans-Otto Thomashoff ergänzt: „Deshalb neigen wir dazu, einmal gemachte und bewährte Erfahrungen beizubehalten und selbst neue Erfahrungen an die bekannten Schablonen anzupassen. Kein Wunder, dass diese Neigung im Alter zunimmt, weil sich Muster, die wir jahrelang beibehalten, regelrecht in unsere Hirnstruktur einbrennen.“</p>
<p>Das gilt keineswegs nur für Handlungs- sondern auch für Denkmuster. Unbewusst streben Menschen also danach, sich ihre Meinung immer wieder aufs Neue zu bestätigen. Sofern sie nicht bewusst gegensteuern, sind sie latent intolerant bis missionarisch. Hans-Otto Thomashoff erläutert: „Die Folge dieses strukturell konservativen Aufbaus unseres Gehirns ist eine Selbstverstärkungstendenz, die nicht nur unseren individuellen Starrsinn im Alltag prägt, sondern auch unsere staatlichen Strukturen.“ Etwa werden in der Steuergesetzgebung einmal aufgebaute Regelungen beibehalten und solange weiterentwickelt, bis keiner mehr den Durchblick hat.</p>
<p><strong>Revolutionen ermöglichen einen Neustart</strong></p>
<p>Vergleichbar mit der Struktur im menschlichen Gehirn fällt es überall dort, wo staatliche Strukturen in vielen Jahren aufgebaut wurden, schwer, etwas zu ändern. Hans-Otto Thomashoff vermutet: „Das dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, dass es in der Geschichte oft radikaler Umbrüche bedurfte, um neuen Strukturen eine Chance zu geben. Revolutionen ermöglichten einen Neustart, wo verkrustete Ordnungen erstarrt waren – allerdings häufig um einen hohen Preis.“</p>
<p>Auch die Politiker selbst sind – wie jeder andere Berufsstand – dem Drang zur Selbstverstärkung ausgesetzt. Hans-Otto Thomashoff fügt hinzu: „Die ihnen zugeteilte Machtfülle ist narzisstisch verlockend und wird zur Selbstverständlichkeit mit einem permanenten Streben nach mehr.“ Noch weitaus drastischer kam die Selbstverstärkungstendenz bei manchen Alleinherrschern, die, einmal an der Macht, in ihrem Streben nach nicht enden wollender Selbstinszenierung keine Grenzen mehr kannten. Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narrationen laden zum Miterleben ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2024 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen speichern nicht nur ihre eigenen Erinnerungen als narrative Episoden ab, sondern können auch höchstkomplexe Zusammenhänge weitergeben. Fritz Breithaupt erläutert: „Dabei geht es nicht allein um die Fakten, wer was mit wem gemacht hat. Vielmehr geht es dabei um emotionale Reaktionen und das Machen von Erfahrungen.“ Rezipienten reagieren auf Narrationen sehr ähnlich wie die Erzähler, ... <a title="Narrationen laden zum Miterleben ein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/fritz-breithaupt-erinnerungen-und-miterleben.html" aria-label="Mehr Informationen über Narrationen laden zum Miterleben ein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen speichern nicht nur ihre eigenen Erinnerungen als narrative Episoden ab, sondern können auch höchstkomplexe Zusammenhänge weitergeben. Fritz Breithaupt erläutert: „Dabei geht es nicht allein um die Fakten, wer was mit wem gemacht hat. Vielmehr geht es dabei um emotionale Reaktionen und das Machen von Erfahrungen.“ Rezipienten reagieren auf Narrationen sehr ähnlich wie die Erzähler, die ihre eigenen Erlebnisse weitergeben. Anscheinend sind Narrationen derartig erfolgreich, dass sie sequentielle Präsenzen erzeugen. Dergestalt dass die Produzenten und Rezipienten an den gleichen Stellen jeweils ähnliche Erfahrung machen und entsprechende Emotionen durchlaufen. Mitgeteilt, also kommuniziert, werden Narrationen als derartige Mit-Erfahrungsangebote. Den Begriff des Mit-Erlebens benutzt Fritz Breithaupt, um den Prozess einer Rezeption von Narrationen zu beschreiben. Fritz Breithaupt ist Professor für Kognitionswissenschaften und Germanistik an der Indiana University in Bloomington. <span id="more-5322"></span></p>
<p><strong>Menschen können Erfahrungen teilen und weiterreichen</strong></p>
<p>Fritz Breithaupt stellt fest: „Rezipienten registrieren die Episoden nicht nur, sondern durchlaufen die Handlungssequenzen zumindest ansatzweise so, als befänden sie sich selbst in den erzählten Situationen.“ Dafür benutzt man verschiedene Begriffe, um bestimmte Aspekte zu betonen, wie etwa Transport – man transportiert den Rezipienten in eine narrative oder mediale Welt. Oder den Begriff der narrativen Empathie – der Rezipient empfindet Empathie für eine Figur beziehungsweise kann sich in einer Situation sehen, als wäre er eine Figur. </p>
<p>Der Begriff der Co-Erfahrung oder des Mit-Erlebens betont dabei besonders, dass man als Rezipient Prozesse durchläuft, die sich in eigenen Erfahrungen niederschlagen können. Fritz Breithaupt erklärt: „Das heißt, dass die Erfahrungen meiner Freunde zumindest zu einem bestimmten Maße meine eigenen Erfahrungen werden können. Ich muss nicht jede Erfahrung selbst machen, wir können sie teilen und weiterreichen.“ Daher sind Gruppen, die Geschichten teilen, nicht nur durch ein Vokabular und einem Referenzrahmen von Mythen und Werten verbunden.</p>
<p><strong>Menschen leben in narrativen Echo-Räumen</strong></p>
<p>Sondern es hält sie auch ein Reservoir von abrufbaren Erfahrungen und Perspektiven zusammen. Das Teilen der Erfahrungen in der Form von Narrationen erzeugt Verbindungen zu den Mitmenschen, die sich untereinander verständlich machen. Denn sie erleben die Welt in ähnlichen Mustern, Rollen und Handlungsabfolgen. Menschen leben in narrativen Echo-Räumen. Es kann natürlich auch passieren, dass man sich quasi im falschen Film, das heißt in der falschen Narration gefangen fühlt.</p>
<p>Zumindest steckt man häufig in den Mustern von narrativen Rollen etwa mit Ausbeutern und Ausgebeuteten oder Helden und Versagern oder mit Liebenden oder Betrügern fest. Fritz Breithaupt weiß: „Entsprechend bauen wir unsere narrativen Emotionen nach Mustern auf, die uns vertraut sind. Für derartige Phänomene benutzen Psychologen gerne den Begriff des Schemas. Schema heißt so etwas wie Bild, Umriss, Schatten oder Grundidee.“ Für die Zwecke von Fritz Breithaupt ist dieser Begriff aber ungeeignet. Denn das Schema unterschlägt die Zeitlichkeit in Narrationen, da das Schema bereits den Gesamtlauf als ein Bild erfasst. Quelle: „Das narrative Gehirn“ von Fritz Breithaupt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Angst und Stress hemmen die Selbstheilung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 02:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
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					<description><![CDATA[Angst ist mit Abstand das stärkste Gefühl, das über die Aktivierung neuronaler Netzwerke des limbischen Systems, speziell der Amygdala, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stören vermag. Gerald Hüther erläutert: „Ob und in welchem Ausmaß ein Mensch auf die von ihm wahrgenommenen Veränderungen seines inneren Gleichgewichts, also auf eine sich im Gehirn ausbreitende Inkohärenz mit Angst ... <a title="Angst und Stress hemmen die Selbstheilung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/angst-und-stress-hemmen-die-selbstheilung.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst und Stress hemmen die Selbstheilung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst ist mit Abstand das stärkste Gefühl, das über die Aktivierung neuronaler Netzwerke des limbischen Systems, speziell der Amygdala, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stören vermag. Gerald Hüther erläutert: „Ob und in welchem Ausmaß ein Mensch auf die von ihm wahrgenommenen Veränderungen seines inneren Gleichgewichts, also auf eine sich im Gehirn ausbreitende Inkohärenz mit Angst reagiert, hängt davon ab, wie er diese Wahrnehmungen bewertet.“ Diese Bewertungen erfolgen immer subjektiv auf der Grundlage seiner bisher gemachten Erfahrungen. Verankert werden diese Erfahrungen in Form gebahnter synaptischer Verschaltungsmuster in präfrontalen Cortex. Erfahrungen zeichnen ich gegenüber erlernten Wissensinhalten dadurch aus, dass sie „unter die Haut“ gehen. Sie werden also mit den in der betreffenden Situation gleichzeitig aktivierten Netzwerken für emotionale Reaktionen und die Regulation körperlicher Prozesse verkoppelt. Gerald Hüther ist Neurobiologe und Verfasser zahlreicher Sachbücher und Fachpublikationen. <span id="more-5247"></span></p>
<p><strong>Haltungen sind nur schwer veränderbar</strong></p>
<p>Erfahrungen sind deshalb in Form miteinander verknüpfter kognitiver, emotionaler und körperlicher neuronaler Netzwerke und Regekreise im Gehirn verankert. Man erlebt sie aus diesem Grund immer gleichzeitig als eine bestimmte Erinnerung oder Vorstellung. Diese gehen mit einem bestimmten Gefühl und einer bestimmten Körperreaktion einher. Als Integral oder Summe der bisher von einer Person gemachten Erfahrungen lässt sich das beschreiben, was man im allgemeinen Sprachgebrauch als innere Einstellung oder Haltung kennt.</p>
<p>Gerald Hüther weiß: „Diese Einstellungen und Haltungen sind entscheidend für die subjektive Bewertung eines Ereignisses. Und diese subjektive Bewertung ist ausschlaggebend dafür, ob angesichts des betreffenden Ereignisses eine Angst- und Stressreaktion ausgelöst wird oder nicht.“ Diese im präfrontalen Cortex eines Menschen verankerten Haltungen sind schwer veränderbar. Weil sie an Gefühle und körperliche Reaktionen gekoppelt sind, bleiben rein kognitive Interventionen – Aufklärung, Belehrung, Beschreibungen – meist ohne nachhaltige Wirkungen, solange man die emotionalen Anteile nicht gleichzeitig aktiviert.</p>
<p><strong>Die Fähigkeit zur Selbstheilung ist von Anfang an angelegt</strong></p>
<p>Gleichermaßen bleiben emotionale Interventionen – Zuwendung, Mitgefühl, Fürsorge – meist ebenso wirkungslos, solange man die kognitiven Anteile dabei nicht ebenfalls aktiviert. Gerald Hüther stellt fest: „Eine nachhaltig wirksame Veränderung einmal entstandener Haltungen lässt sich daher nur herbeiführen, wenn es gelingt, die betreffende Person einzuladen, eine neue, andere Erfahrung zu machen.“ Ob jemand dazu in der Lage ist und ob es dadurch gelingt, die Selbstheilungskräfte dieser Person wieder zu reaktivieren, hängt von ihrer inneren Einstellung ab.</p>
<p>Alles, was lebendig ist, verfügt über ein Spektrum geeigneter Reaktionsmuster, um auftretende Störungen oder Gefährdungen seiner inneren Ordnung auszugleichen. Die Fähigkeit, sich selbst wieder „heil“ zu machen, ist das, was man als die Selbstheilungskraft des betreffenden lebenden Systems bezeichnet. Gerald Hüther betont: „Ebenso wie die Fähigkeit zu Wachstum und Vermehrung ist diese Fähigkeit zur Selbstheilung in jedem lebenden System von Anfang an angelegt. Sie erst macht es überlebensfähig, erhält es also lebendig.“ Quelle: „Lieblosigkeit macht krank“ von Gerald Hüther</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-individuelle-entwicklung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein ... <a title="Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-individuelle-entwicklung.html" aria-label="Mehr Informationen über Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein Leben lang bis zum letzten Atemzug weiter.“ Individuelle Entwicklungen werden durch die Erfahrungen beeinflusst, die ein Mensch im Laufe der Zeit macht. Denn diese Erfahrungen führen zu Wissen und das Wissen zu Veränderung. Um sich zu entwickeln, muss man lernen. Lernen ist einer der natürlichsten und lebendigsten Prozesse der lebendigen Existenz. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-4167"></span></p>
<p><strong>Die Hälfte der Persönlichkeit prägt die Umwelt</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry erläutert: „Lernen bedeutet, dass wir unser Verhalten oder unsere Verhaltensmöglichkeiten ändern, und zwar auf der Grundlage gemachter Erfahrungen. Lernen ist also eine Verhaltensänderung aus Erfahrung.“ Sie ist ein deutliches Indiz für geänderte Vorgänge im Nervensystem und kann sich auf verschiedene Bereiche beziehen, beispielsweise können es motorische, physiologische, kognitive oder emotionale Verhaltensänderungen sein. </p>
<p>All dies sind Indizien für Lernvorgänge. Allerdings ist rund die Hälfte der Persönlichkeit durch die Umwelt geprägt. Diese Umwelt sollte daher eben möglichst stimulierende Lernchancen bieten, damit Selbstentfaltung gelingt. „Alles ist Veränderung“, schreiben die Psychologen David Krech und Richard S. Crutchfield in Bezug auf die menschliche Persönlichkeit. Veränderung findet statt, „sooft neue Erfahrungen auf das Selbst einwirken und es modifizieren“, und das gilt für jeden Menschen „in jedem gegebenen Augenblick“, wobei das Selbst die Ganzheit dessen ist, „was wir genetisch und konstitutionell sind“.  </p>
<p><strong>Das Selbst erschafft sich ständig neu</strong></p>
<p>David Krech und Richard S. Crutchfield schreiben: „Dieses Selbst befindet sich deshalb in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzten Variationen.“ Zusammengefasst lässt sich sagen: Neue Erfahrungen beeinflussen Entwicklungen. Dadurch verändert sich das Selbst. Das Selbst ist die Genetik eines Menschen, die körperliche Verfassung, sowie das, was man bis zu diesem Augenblick gesehen, gelernt und gewollt hat. Das Selbst befindet sich also in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzte Möglichkeiten. </p>
<p>Michaela Brohm-Badry betont: „Das eröffnet die Perspektive, uns anhand frischer Erfahrungen, Erkenntnisse, Eindrücke und körperlicher Veränderungen als Mensch neu zu erschaffen. Wenn wir wollen. Mehr erleben, Frisches erleben – neues Selbst.“ Heinz Rudolf Kunze singt: „Ich geh meine eigenen Wege, ein Ende ist nicht abzusehn, eigene Wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim Gehen.“ Letztlich geht es bei der Entfaltung einer Person um das Ausleben der eigenen Bedürfnisse, um den Wunsch nach persönlichem Wachstum, um die Wachstumsmotivation des Menschen. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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