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	<title>Diagnose &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Psychiatrische Diagnosen sind nie wahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2022 02:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiater]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Manfred Lütz gibt es in der Psychiatrie in Wirklichkeit keine Diagnosen und Klassifikationen: „Es gibt natürlich keine Schizophrenie, es gibt keine Depression, es gibt keine Sucht. Es gibt nur Menschen, die unter verschiedenen Phänomenen leiden.“ Und Diagnosen sind Worte, die Psychiater erfunden haben, um diesen leidenden Menschen kompetent zu helfen. Diagnosen sind Hinweise auf ... <a title="Psychiatrische Diagnosen sind nie wahr" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-warum-diagnosen-nie-wahr-sind.html" aria-label="Mehr Informationen über Psychiatrische Diagnosen sind nie wahr">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Manfred Lütz gibt es in der Psychiatrie in Wirklichkeit keine Diagnosen und Klassifikationen: „Es gibt natürlich keine Schizophrenie, es gibt keine Depression, es gibt keine Sucht. Es gibt nur Menschen, die unter verschiedenen Phänomenen leiden.“ Und Diagnosen sind Worte, die Psychiater erfunden haben, um diesen leidenden Menschen kompetent zu helfen. Diagnosen sind Hinweise auf die richtige Therapie. Man kann die Diagnosen also getrost vergessen, wenn man mit den Menschen zu tun hat, die unter psychischen Störungen leiden. Es gibt nämlich auch nicht den Schizophrenen, den Depressiven, den Süchtigen. Es sind vielmehr ganz unterschiedliche beeindruckende Menschen, die zeitweilig oder länger andauernd unter bestimmten außergewöhnlichen Erscheinungen leiden. Und jeder auf eine ganz andere persönliche Weise. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-3398"></span></p>
<p><strong>Diagnosen sind Beschreibungen von Phänomenen</strong></p>
<p>Diagnosen können also nicht beanspruchen, Wahrheiten zu sein. Es sind mehr oder weniger nützliche Beschreibungen von Phänomenen. Schließlich darf man nicht vergessen, dass es in Deutschland eine Zeit gab, in der Diagnosen brutal missbraucht wurden. Manfred Lütz weiß: „Da waren sie nicht mehr Hilfen für leidende Menschen, sondern da tat man so, als seien Diagnosen Wahrheiten, tödliche Wahrheiten. Die Identifikation von Menschen mit Diagnosen ist eine Perversion.“ </p>
<p>Nicht nur die Theorie der Psychiatrie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. In der Praxis hat man die psychisch kranken Menschen aus den psychiatrischen Anstalten draußen vor der Stadt wieder in die Gesellschaft zurückgeholt. Man hat manches Großkrankenhaus aufgelöst, und chronisch psychisch kranke Menschen können nun in normalen Wohnungen oder Wohngemeinschaften leben. Es gilt der Grundsatz „ambulant vor tagesklinisch (der Patient übernachtet zuhause), tagesklinisch vor vollstationär.“ </p>
<p><strong>Einige Psychiatrien verzichten auf geschlossene Stationen</strong></p>
<p>So müssen Patienten nur noch selten in einer akuten Krise ins Krankenhaus und da sind die früheren Krankensäle normalen freundlichen Krankenzimmern gewichen. Es gibt auch moderne Modelle alternativer stationärer Behandlung mit mehr Beziehungskonstanz und weniger Unruhe als bei der klassischen Krankenhausbehandlung. Inzwischen gibt es sogar Psychiatrien, die auf geschlossene Stationen verzichten und bei Zwangsunterbringungen ganz auf spezielle Betreuungskonzepte setzen. Früher brachten viele psychisch Kranke Jahre im Krankenhaus zu. </p>
<p>Heute liegt die durchschnittliche Liegezeit in Deutschland bei drei Wochen! Und „Liegezeit“ ist eigentlich auch ein überholter Begriff. Manfred Lütz erläutert: „Denn die Patienten sind tagsüber in der Regel unterwegs zu Therapien, haben Ausgang, halten Kontakt mit Angehörigen und Freunden.“ Die vergleichsweise Kürze stationärer Behandlung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass inzwischen jeder Patient in seiner Nähe wirksame ambulante Hilfe nutzen kann, die es ihm ermöglichen, in seinem normalen sozialen Umfeld zu bleiben. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Zweck der Diagnose ist die Therapie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2021 02:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff Psychiatrie kommt aus dem Griechischen. Psyche heißt Seele und latros heißt Arzt. Manfred Lütz betont: „Die einzige wirkliche Aufgabe von Ärzten ist es, leidende Menschen zu helfen oder ihr Leid wenigstens zu lindern. Zu diesem Zweck – und nur zu diesem Zweck! – brauchen Ärzte Diagnosen.“ Die Diagnose ist also, wie schon Aristoteles ... <a title="Der Zweck der Diagnose ist die Therapie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-psychiatrie.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Zweck der Diagnose ist die Therapie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff Psychiatrie kommt aus dem Griechischen. Psyche heißt Seele und latros heißt Arzt. Manfred Lütz betont: „Die einzige wirkliche Aufgabe von Ärzten ist es, leidende Menschen zu helfen oder ihr Leid wenigstens zu lindern. Zu diesem Zweck – und nur zu diesem Zweck! – brauchen Ärzte Diagnosen.“ Die Diagnose ist also, wie schon Aristoteles erkannt hat, eine ganz besondere Erkenntnisform. Eine Diagnose ist keine Erkenntnis an sich, wie die Erkenntnisse der Naturwissenschaft. Die Diagnose ist von ihrem Wesen her eine zweckgerichtete Erkenntnis. Und der einzige Zweck der Diagnose ist die Therapie, die Behandlung von leidenden Menschen. Das Leid psychisch kranker Menschen besteht nicht nur in der Last der sie bedrängenden außergewöhnlichen Phänomene. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-3060"></span></p>
<p><strong>Psychisch Kranke verschließen sich in ihrer eigenen Welt</strong></p>
<p>Ihr Leid besteht auch in einer oft tief greifenden Störung der Kommunikation mit anderen, mit der normalen Welt. Manche psychisch Kranke verschließen sich ganz in ihrer eigenen Welt. Sie haben felsenfeste Überzeugungen, die kein anderer Mensch mit ihnen teilt. Sie scheuen aus einem Gefühl der Unfähigkeit heraus den mitmenschlichen Kontakt. Erfolgreiche Therapie heißt dann in der Psychiatrie nicht nur, dass die psychische Störung selbst beseitigt oder wenigstens gelindert ist, sondern Therapie betrifft auch die sozialen Folgen. </p>
<p>Manfred Lütz erläutert: „Der Mensch muss sich wieder befreit als kommunikatives soziales Wesen erleben dürfen. Mit allen Mitteln der Psychotherapie, der medikamentösen Therapie und vieler anderer Methoden das zu erreichen, das ist, kurz gesagt, die ganze Aufgabe der Psychiatrie.“ Dabei ist es gefährlich, Einsichten, zu denen die Psychiatrie bei leidenden Menschen gelangt ist, umstandslos auf nicht leidende Menschen zu übertragen. Die Unart mancher Psychoexperten, Diagnosen auch auf Leute anzuwenden, die bei ihnen gar nicht den Krankenschein abgegeben haben, ist ein Missbrauch von Diagnosen. </p>
<p><strong>Im Zweifel ist ein Mensch gesund</strong></p>
<p>Es muss der Grundsatz gelten, dass ein Mensch im Zweifel gesund ist. Sonst wird die Welt zur Diktatur der langweiligen Normopathen, der grauen Mäuse jeder Gesellschaft, die mit einer Ideologie korrekter Normalität alles Außerordentliche einebnen. Zudem missbrauchen sie eine willfährige Psychiatrie dazu, alles Irritierende in diagnostische Schubladen zu sperren. Dann würde diese ganze bunte Welt totalitär mit nicht erwünschten Behandlungen überzogen – und für die wirklich Leidenden bliebe keine Zeit mehr. </p>
<p>Wissenschaft ist im Sinn moderner Wissenschaftstheorie keine Wahrheitslehre. Und die Psychiatrie beruht auf einer hermeneutischen Methode. Das heißt, sie liefert mehr oder weniger nützliche Bildbeschreibungen – aus denen man gewisse Schlüsse für die Therapie leidender Menschen ziehen kann. Nicht mehr und nicht weniger. Eine imperialistisch werdende Psychiatrie würde nicht nur einen so fantasievollen Menschen wie Franz von Assisi grandios missverstehen. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Diagnose darf keine Waffe sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2020 08:08:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Gewissenlosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wahnsinn finden Psychiater bei bestimmten Krankheiten. Die Öffentlichkeit spricht aber viel häufiger vom „ganz normalen Wahnsinn“. Sie meint damit keine Krankheiten, sondern die flächendeckenden Merkwürdigkeiten, von denen die Massenmedien pausenlos berichten. Manfred Lütz stellt fest: „Die Folgen dieses ganz normalen Wahnsinns sind erheblich desaströser als die harmlosen Spinnereien eines Schizophrenen aus dem Nachbarhaus.“ Das wirkliche ... <a title="Eine Diagnose darf keine Waffe sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eine-diagnose-darf-keine-waffe-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Diagnose darf keine Waffe sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnsinn finden Psychiater bei bestimmten Krankheiten. Die Öffentlichkeit spricht aber viel häufiger vom „ganz normalen Wahnsinn“. Sie meint damit keine Krankheiten, sondern die flächendeckenden Merkwürdigkeiten, von denen die Massenmedien pausenlos berichten. Manfred Lütz stellt fest: „Die Folgen dieses ganz normalen Wahnsinns sind erheblich desaströser als die harmlosen Spinnereien eines Schizophrenen aus dem Nachbarhaus.“ Das wirkliche Problem sind daher die sogenannten Normalen. Donald Trump ist natürlich ein krankhafter Narzisst. Mit dieser Diagnose warteten eine Reihe amerikanischer Psychotherapeuten auf. Sie alle hatten ihn jedoch nicht untersucht und ganz sicher auch nicht gewählt. Hier wurde eine Diagnose als Waffe gegen einen Menschen benutzt, den man aus vielen Gründen nicht mag. Doch dazu sind Diagnosen nicht da. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-2438"></span></p>
<p><strong>Ein Narzisst braucht den permanenten Beifall</strong></p>
<p>Ein pathologischer Narzisst ist in der Regel jemand, der über ganz wenig gesundes Selbstbewusstsein verfügt. Deshalb braucht er den permanenten Beifall seiner Umgebung, ein Beifall, der ihm aber nie wirklich reicht. Irgendwann machen das die Freude nicht mehr mit, der Patient vereinsamt oder der Erfolg bleibt aus. Dann fällt dieser bemitleidenswerte Mensch in ein Loch, leidet schwer und muss zum Psychotherapeuten. In manchmal jahrelangem Bemühen kann es durch Behandlung gelingen, dass dieser Mensch sein unglaublich nerviges Verhalten ändert.</p>
<p>Ist dies der Fall, findet er wieder Kontakte und kann auf diese Weise endlich ein zufriedenstellendes Leben führen. Doch all das trifft laut Manfred Lütz auf Donald Trump nicht zu. Dass er erfolglos ist, kann man im Ernst nicht behaupten. Und Freude hat er mehr als genug, auch wenn man selber nicht gerne dazugehören würde. Jedenfalls sind Millionen Amerikaner seine Anhänger. Er wurde legal zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Erde gewählt. Und gestandene amerikanische Senatoren sind sich nicht zu schade, seine Eskapaden öffentlich und feierlich für völlig normal zu erklären.</p>
<p><strong>Gewissenlosigkeit kann man lernen</strong></p>
<p>Donald Trump ist für Manfred Lütz mithin alles andere als krank. Vielmehr ist er ein zutiefst unmoralischer Mensch und das ist viel schlimmer. Denn so etwas kann man nicht therapieren. Wie kann man nur so werden? Es ist nämlich nicht ganz einfach, einem Menschen die Moral gründlich auszutreiben. Doch leider ist das immer wieder gelungen, mit zum Teil fürchterlichen Folgen. Das Erschütternde an den Massenverbrechen der Diktaturen des 20. Jahrhunderts ist vor allem eine Tatsache.</p>
<p>Nämlich, dass man immer genügend Menschen fand, die ihr Gewissen so weit zum Schweigen bringen konnten, dass sie zu jedem Verbrechen bereit waren. Gewissenlosigkeit kann man lernen. Donald Trump hat schon ganz früh von seinem Vater gelernt, das Wichtigste im Leben sei: Erfolg, viel Geld und Der-Größte-Sein. Und um das zu erreichen, darf man buchstäblich alles tun. Das ist nichts anderes als Gewissenlosigkeit als Lebensprinzip. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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