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	<title>Beziehung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Liebe besteht aus geben und nehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Liebe verführt Menschen zu einer kritiklosen Hingabe, in der sie sich selbst übersehen. Michael Lehofer erklärt: „Das Problem ist die Überanpassung: Wenn der eine Partner – häufiger ist es die Partnerin – sich selbst in der Hingabe verliert und auf diese Weise dem anderen die Notwendigkeit der Hingabe erspart. Beziehung heißt: geben und nehmen.“ ... <a title="Liebe besteht aus geben und nehmen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-ueberanpassung.html" aria-label="Mehr Informationen über Liebe besteht aus geben und nehmen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Liebe verführt Menschen zu einer kritiklosen Hingabe, in der sie sich selbst übersehen. Michael Lehofer erklärt: „Das Problem ist die Überanpassung: Wenn der eine Partner – häufiger ist es die Partnerin – sich selbst in der Hingabe verliert und auf diese Weise dem anderen die Notwendigkeit der Hingabe erspart. Beziehung heißt: geben und nehmen.“ Michael Lehofer verwendet zuweilen die Metapher des Brückenbauens für Beziehungen. Manche bauen eine Brücke vom eigenen Ufer bis zum Ufer des anderen. Sie erwarten nicht, dass der andere seine Brücke baut, denn es gibt ja die eigene Brücke. Manche jedoch bauen eine Brücke bis zur Mitte des Flusses und erwarten halbe-halbe. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-6343"></span></p>
<p><strong>Erst die Selbstliebe macht die Liebe zum Partner wertvoll</strong></p>
<p>Eine Beziehung funktioniert aber nicht mit halbe-halbe, sondern nur mit ganz-ganz. Jeder beiden muss hundert Prozent Verantwortung übernehmen, ansonsten wird eine Beziehung zur Rechenübung. Michael Lehofer erläutert: „Erst wenn ich mich selbst liebe, mache ich die Liebe zu meinem Partner wertvoll. So gesehen ist die Liebe, die Wertschätzung der eigenen Person überhaupt die Grundlage für die konstruktive Liebe zum Partner. Lieben ist ein dialektischer Prozess.“</p>
<p>Man macht die Liebe zum Partner erst dadurch wertvoll, indem man sich selbst liebt. Sonst entwertet man sich selbst und dadurch sein Gegenüber, indem man ihn oder sie zwar liebt, aber ohne die Kraft und Energie der Selbstliebe. Michael Lehofer ergänzt: „Wenn man das Gesetz des Nehmens und Gebens nicht beachtet und aus Liebe mehr gibt als man hat – das ist der Fall, wenn in der Liebe zum anderen die Selbstliebe zu kurz kommt – nimmt das Gegenüber an, dieses Verhalten wäre im eigenen Sinne.“</p>
<p><strong>Manchmal scheitern Beziehungen an zu großer Liebe zueinander</strong></p>
<p>Er oder sie hält das für selbstverständlich. Irgendwann, nach vielen Jahren, wird es aber dem Gebenden zu viel und er beschuldigt den anderen, der von alldem nichts geahnt hat, an der Selbstentäußerung schuld zu sein. Michael Lehofer fügt hinzu: „Aus Liebe wird tiefe Abneigung, eine Form von Hass. Nicht selten ist das erste Anzeichen, dass man die Körperlichkeit des anderen nicht mehr in einer Nähe erträgt. Plötzlich oder schleichend ekelt es einen vor dem anderen.“</p>
<p>So scheitern Beziehungen sehr häufig an einer falsch verstandenen, zu großen Liebe zueinander. Die Liebe verführt uns zu einer kritiklosen Hingabe, in der wir uns selbst übersehen. Michael Lehofer rät: „Doch wenn wir einen anderen Menschen dauerhaft lieben wollen, dürfen wir keinesfalls das Wesentliche vergessen, nämlich mit uns selbst innig verbunden zu bleiben. Daher sollten wir in Beziehungen immer uns selbst und den anderen im Blick behalten.“ Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Verdeckter Narzissmus kann unauffällig sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 01:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Turid Müller schreibt: „Verdeckter Narzissmus kann so unauffällig sein, dass es lange wirkt, als wären wir in einer liebevollen Beziehung. Aber irgendwann bekommt die hübsche Maske Risse. Und was wir erleben, sieht mehr und mehr nach dem aus, was die Diagnoseschlüssel beschreiben. Es wird immer schwerer zu leugnen, dass es uns nicht gut geht. Wir ... <a title="Verdeckter Narzissmus kann unauffällig sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-auschlussphase.html" aria-label="Mehr Informationen über Verdeckter Narzissmus kann unauffällig sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Turid Müller schreibt: „Verdeckter Narzissmus kann so unauffällig sein, dass es lange wirkt, als wären wir in einer liebevollen Beziehung. Aber irgendwann bekommt die hübsche Maske Risse. Und was wir erleben, sieht mehr und mehr nach dem aus, was die Diagnoseschlüssel beschreiben. Es wird immer schwerer zu leugnen, dass es uns nicht gut geht. Wir fühlen uns gemeinsam einsam.“ „Discard“ bedeutet „Ausschluss“ – und so fühlt man sich auch: Minderwertig und auf dem besten Wege, aussortiert zu werden. Die Erniedrigungen werden immer heftiger und beginnen die Brotkrümel der Zuneigung zu überwiegen, die ab und zu für uns ausgestreut werden. Turid Müller hat diese plötzlichen Nähe-Inseln „Eintagswunder“ getauft. Und genauso langlebig sind sie auch. Und zudem äußerst verwirrend. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-6299"></span></p>
<p><strong>Der ursprünglich verdeckte Narzissmus zeigt sich immer offener</strong></p>
<p>An diesem Punkt hat man sich selbst herabgewürdigt, Demütigungen in Kauf genommen, Grenzen übertreten lassen und die eigenen Werte verraten. Man ist nicht mehr im Einklang mit sich selbst und kann kaum noch in den Spiegel schauen. Turid Müller fügt hinzu: „Wir haben uns nach Leibeskräften verbogen, um die auseinanderdriftenden Parallelwelten zusammenzuhalten, aber jetzt stehen wir kurz vor dem Zusammenbruch. Wir sind erschöpft, durcheinander und von dem permanenten Stress völlig zermürbt.“</p>
<p>In dieser Phase beginnt der ursprünglich verdeckte Narzissmus, sich immer offener zu zeigen: Statt durch Stille geächtet zu werden, ist man zunehmend auch mit offener Wut konfrontiert. Turid Müller ergänzt: „Die zunehmenden Provokationen reizen uns so sehr, dass wir auf unsere Reaktionen nicht immer stolz sind. Das ist der Moment, wo auch vertrauensvolle Wesen mit hohen moralischen Ansprüchen sich plötzlich dabei erwischen, wie sie im Schreibtisch der Partnerin wühlen, wie sie das Passwort des Ehegatten knacken oder das Handy checken.“</p>
<p><strong>Jeder Klärungsversuch endet in heftigen Auseinandersetzungen</strong></p>
<p>Hier liegen die Nerven blank. Oft hat die narzisstische Seite Affären – oder zumindest etwas, das die Eifersucht des Opfers anstachelt. Turid Müller stellt fest: „Und da wir den Eindruck haben, mit Lügen abgespeist und in unseren Ängsten nicht ernst genommen zu werden, greifen auf die Geduldigsten unter uns zuweilen zu unlauteren Mitteln.“ Es gibt viele Möglichkeiten, uns spüren zu lassen, dass wir abgeschrieben sind. Wir sind am Rand und verstehen die Welt nicht mehr. Alles scheint ausweglos, denn man weiß ja inzwischen: Jeder Klärungsversuch endet in heftigen, aber völlig sinnlosen Auseinandersetzungen.</p>
<p>Und wir kommen zu dem Schluss, dass es wohl an uns liegen muss. Vielleicht stimmt es ja, unsere bessere Hälfte uns vorwirft? Das könnte aber auch der Moment sein, in dem wir anfangen zu recherchieren. Oder der Tag, an dem uns jemand sagt: „Hast du mal überlegt, ob deine Partnerin eine Narzisstin ist?“ Aber: Je mehr wir verstehen, was passiert, und je mehr wir gegen die unfaire Behandlung aufbegehren, desto schlimmer werden die Auseinandersetzung, denn wir werden für den narzisstischen Menschen immer unkontrollierbarer. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine lieblose Beziehung sollte man verlassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 01:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Differenzierungsphase]]></category>
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					<description><![CDATA[Von einer Beziehung erwartet man das Paradies auf Erden: man hat sich in den anderen verliebt, um endlich all seine Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Michael Lehofer weiß: „Die Evolution hat die Verliebtheit vorgesehen, um Paarbeziehungen, die ja letztlich der Erhaltung der Art dienen, einen gehörigen Anschub gegeben.“ In der Phase der Differenzierung wird dagegen viel ... <a title="Eine lieblose Beziehung sollte man verlassen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-differenzierungsphase.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine lieblose Beziehung sollte man verlassen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von einer Beziehung erwartet man das Paradies auf Erden: man hat sich in den anderen verliebt, um endlich all seine Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Michael Lehofer weiß: „Die Evolution hat die Verliebtheit vorgesehen, um Paarbeziehungen, die ja letztlich der Erhaltung der Art dienen, einen gehörigen Anschub gegeben.“ In der Phase der Differenzierung wird dagegen viel gestritten; man wirft dem Partner vorn, nicht so zu sein, wie man sich ihn vorgestellt hat. Es gibt allerdings auch Beziehungen, die im Dienste der Nachreifung stehen, denn Liebesbeziehungen eignen sich sehr für Nachreifungen. Denn sie sind durch die Liebe abgeschirmt und können daher besonders viel Entwicklungsschmerz ertragen. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-6164"></span></p>
<p><strong>Frisch geliebte Frauen übersehen oft ihre eigenen Bedürfnisse</strong></p>
<p>Michael Lehofer rät, dass man seinen Partner nicht gleich verlassen sollte, nur weil die Beziehung schlecht ist. Man sollte die Lektion lernen. Ist dies geschehen und man merkt, dass der andere lieblos ist, dann sollte man allerdings gehen. Lieblos ist einer, der nicht mit dem Herzen antwortet. Denn man darf keinesfalls aus Angst, aus Rationalisierung oder anderen Gründen im eigenen Leben ein totes Pferd reiten. Das ist vor allem unwürdig und lächerlich. </p>
<p>Wenn eine Frau in jungen Jahren einen Mann gefunden hat, von dem sie glaubt, er sei der richtige, um gemeinsam durchs Leben zu gehen, neigt sie gewöhnlich dazu, für diesen Mann alles zu tun. Michael Lehofer fügt hinzu: „Das tut sie aus Liebe. Leider übersehen Frauen, die so handeln, häufig ihre eigenen Bedürfnisse. Es liegt ihnen sehr daran, dass die Beziehung gelingt.“ Die Wissenschaft hat sich gefragt, warum die weibliche Sexualität bei der Spezies Mensch ohne eigene Brunftzeiten eigentlich immer möglich ist.</p>
<p><strong>Manchmal entfremden sich Frauen von sich selbst</strong></p>
<p>Die Antwort lautet, dass die weibliche Sexualität evolutionsbiologisch sehr stark darauf ausgerichtet ist, das begehrte Sexualobjekt zu erobern und  an sich zu binden. So konnte eine chinesische Studie zeigen, dass Gefährtinnen von Männern umso häufiger einen Orgasmus haben, desto begüterter die Partner sind. Michael Lehofer stellt fest: „Für Frauen ist es nicht leicht, in ihrem Wunsch nach Bindung den Kontakt mit sich selbst zu halten. Immer wieder kommt es vor, dass sie sich von sich selbst entfremden.“</p>
<p>Das ist nicht gut, obwohl die Motivation erstaunlicherweise so etwas wie Liebe ist. In der Regel können die Frauen nicht anders. Aber auch Männer sind mitunter von solchen Vorgängen der Überanpassung betroffen. Michael Lehofer erläutert: „Das Problematische daran ist nicht die Anpassung an das Gegenüber. In einer Partnerschaft ist es nicht nur wichtig, sondern auch notwendig, den Wünschen des anderen zu entsprechen, auch wenn es nicht die eigenen sind.“ Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Beziehung ist ein ewiger Machtkampf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2025 01:00:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Von einer Beziehung erwarten viele Menschen das Paradies auf Erden: sie haben sich in den anderen verliebt, um endlich all ihre Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Michael Lehofer erklärt: „Die Evolution hat die Verliebtheit vorgesehen, um Paarbeziehungen, die ja letztlich der Erhaltung der Art dienen, einen gehörigen Anschub zu geben.“ In der der darauf folgenden Phase ... <a title="Eine Beziehung ist ein ewiger Machtkampf" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-verliebtheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Beziehung ist ein ewiger Machtkampf">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von einer Beziehung erwarten viele Menschen das Paradies auf Erden: sie haben sich in den anderen verliebt, um endlich all ihre Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Michael Lehofer erklärt: „Die Evolution hat die Verliebtheit vorgesehen, um Paarbeziehungen, die ja letztlich der Erhaltung der Art dienen, einen gehörigen Anschub zu geben.“ In der der darauf folgenden Phase der Differenzierung wird jedoch viel gestritten; man wirft dem Partner vor, nicht so zu sein, wie man ihn sich vorgestellt hat. Das ist ungerecht. Denn der andere hat sich gar nicht verstellt, er war immer der, der er ist. Man versucht in dieser Situation zu retten, was zu retten ist, und den anderen so umzumodeln, dass er dem eigenen Idealbild entspricht. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5965"></span></p>
<p><strong>Nachgeben ist der goldene Weg zur Freiheit</strong></p>
<p>Es ist ein ewiger Machtkampf, an dem viele Beziehungen früher oder später zerbrechen. Michael Lehofer bedauert: „Das ist schade, denn die Differenzierungsphase ist wesentlich wertvoller und schöner als die Symbiosephase. Das Leiden an der Beziehung ist nichts anderes als ein Wachstumsschmerz.“ Es ist beileibe kein Grund, die Beziehung infrage zu stellen. Ein Mensch wird nie wachsen, wenn das Leben ihn nicht fordert. Beziehungen sind Herausforderungen.</p>
<p>Michael Lehofer erläutert: „Manchmal setzen wir uns durch, bei den Dingen, die uns ganz wichtig sind, dann wieder geben wir nach. Dehnen ist ein anderes Wort für nachgeben. Es gibt in der Tat nichts Wichtigeres im Leben, als zu lernen nachzugeben.“ Das klingt nach so wenig, ist aber viel. Denn Nachgeben ist der goldene Weg zur Freiheit. Wenn Menschen nachgeben, sich dehnen, dann erleben sie, dass das Leben auch ganz anders verlaufen kann, als sie es sich vorgestellt haben – und dass es trotzdem in Ordnung ist.</p>
<p><strong>Beziehungen dienen der Erfahrung der persönlichen Reifung</strong></p>
<p>Menschen brauchen nicht bis zum Umfallen um ein bestimmtes Leben zu kämpfen. Sie sollten sich lieber mit der Kreativität in ihrem Leben beschäftigen. Michael Lehofer stellt fest: „Im Dehnen wird unser Leben neu, dürfen wir uns neu erfinden. So gesehen ist unsere Partnerin, unser Partner immer ein Guru für uns. In Indien sind Gurus Menschen, die uns als Lehrer auf eine höhere Bewusstseinsebene heben, oder besser gesagt uns zeigen, wie uns das selbst gelingt.“</p>
<p>Viele Menschen glauben, eine Partnerschaft sein ein Wellness-Wochenende. Nein, eine Partnerschaft ist eine Lebenserfahrung, in der Menschen Geborgenheit und Entwicklung erfahren sollten, mit Betonung auf dem „und“. Michael Lehofer fügt hinzu: „Beziehungen sind eine unmittelbare Fortsetzung unserer Kindheit. Auch diese dient der Erfahrung des Urvertrauens und der persönlichen Reifung. Kommt das zu kurz, leidet unsere Beziehungsfähigkeit.“ Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten ziehen hohe Empathiewerte an</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-narzisstische-menschen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn narzisstische Menschen merken, dass sie weniger Aufmerksamkeit bekommen, können sie ungehalten werden. Turid Müller fügt hinzu: „Dann greifen sie eventuell zu immer extremeren Mitteln, um dir eine starke Reaktion zu entlocken. Wenn du befürchten musst, dass der Mensch an deiner Seite durch Rückzug so verärgert wird, dass du in Gefahr gerätst, dann brauchts du ... <a title="Narzissten ziehen hohe Empathiewerte an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-narzisstische-menschen.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten ziehen hohe Empathiewerte an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn narzisstische Menschen merken, dass sie weniger Aufmerksamkeit bekommen, können sie ungehalten werden. Turid Müller fügt hinzu: „Dann greifen sie eventuell zu immer extremeren Mitteln, um dir eine starke Reaktion zu entlocken. Wenn du befürchten musst, dass der Mensch an deiner Seite durch Rückzug so verärgert wird, dass du in Gefahr gerätst, dann brauchts du vielleicht wasserdichte Vorwände oder eine dezente Rückzugs-Strategie, die keinen Verdacht erregt.“ Es ist auch möglich, dass man merkt, dass man sofort da raus muss. Dann holt man sich fachkundige Hilfe und bringt sich in Sicherheit. Hohe Empathie ist eine Eigenschaft, die viele Zielpersonen eines Narzissten auszeichnen. Dabei nützt es nichts, sich vorzuwerfen, das man sich so mies von einem Narzissten behandeln lässt. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5810"></span></p>
<p><strong>Narzissten starten eine Beziehung mit einer Liebesbombardierung</strong></p>
<p>Die meisten Beziehungen starten mit Schmetterlingen im Bauch – und narzisstische mit den extra großen. Turid Müller weiß: „Während des Lovebombings, auch Idealisierungs-Phase genannt, werden die Opfer als solche ausgewählt und eingewickelt: Bei Flirten, Dating und Honeymoon liefert man uns eine Show, wie großartig der Mensch ist, in den wir uns gerade verlieben.“ Es ist, wonach es klingt – eine Liebesbombardierung. Im Englischen sagt man dazu Grooming, eine Vokabel die eigentlich benutzt wird, um zu beschreiben, wie sich Pädophile mit süßen Bonbons und ebenso süßen Worten das Vertrauen Minderjähriger erschleichen.</p>
<p>Und ein treffender Spruch, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist: Wenn es zu schön ist, um wahr zu sein – dann ist es das vielleicht auch … Turid Müller erklärt: „Im Zeichen von grandiosem beziehungsweise offenen Narzissmus sind hier Hubschrauberflüge zu einem Candle-Light-Dinner auf dem Eiffelturm zu erwarten. Beim verdeckten Narzissmus geht es auch eine Nummer kleiner.“ Hier wird beispielsweise auf Diamantringe und Karibikurlaub verzichtet und mit dem expliziten oder impliziten Versprechen gearbeitet, für immer dazubleiben. </p>
<p><strong>Narzissten haben kein besonders ausgeprägtes Selbstgefühl</strong></p>
<p>Turid Müller stellt fest: „In der Lovebombing-Phase wird unsere tiefste Sehnsucht aufgespürt und verwendet, um uns zu binden. Die Zwillingsseele scheint gefunden. Die Ähnlichkeiten sind frappierend.“ Aufgrund der Spaltung in ein wahres und ein falsches Selbst haben narzisstische Menschen kein besonders ausgeprägtes Selbstgefühl, keine klare Identität. Sie spiegeln den anderen und passen sich wie ein Chamäleon an. Kein Wunder, dass man sie dadurch für Seelenverwandte hält.</p>
<p>Klarer Fall: Es ist Liebe! Doch vielleicht meldet sich zaghaft ein Bauchgefühl, das etwas anderes behauptet. Aber das wird schnell weggewischt. Turid Müller ergänzt: „Schließlich wollen wir doch unbedingt ein Happy End. Und außerdem ging alles so schnell. Und bevor wir es merken, sind wir hormonumnebelt und stecken zu tief drin, um noch klar zu sehen oder gar einen Rückzieher zu machen.“ In dieser Phase zeichnen die Narzissten das Bild von sich, das ab jetzt die eigene Meinung von ihnen bestimmt. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Verliebtheit fühlt sich wie ein Rausch an</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-verliebtheit-ist-ein-rausch.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 02:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Symbiosephase]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Verliebtheit ist eine Verheißung, die nicht eintritt. Amerikanische Forscher haben die Verliebtheit untersucht. Dabei haben sie herausgefunden: Die Verliebtheit ist ein Rausch. Michael Lehofer erklärt: „Ein Rausch ist definitionsgemäß eine Ekstase, ein Zustand, in dem man außer sich ist. In diesem Fall handelt es sich um eine extreme Aktivierung des sogenannten Belohnungssystems im Gehirn, ... <a title="Die Verliebtheit fühlt sich wie ein Rausch an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-verliebtheit-ist-ein-rausch.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Verliebtheit fühlt sich wie ein Rausch an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verliebtheit ist eine Verheißung, die nicht eintritt. Amerikanische Forscher haben die Verliebtheit untersucht. Dabei haben sie herausgefunden: Die Verliebtheit ist ein Rausch. Michael Lehofer erklärt: „Ein Rausch ist definitionsgemäß eine Ekstase, ein Zustand, in dem man außer sich ist. In diesem Fall handelt es sich um eine extreme Aktivierung des sogenannten Belohnungssystems im Gehirn, das wiederum zur Unterdrückung des Aversionssystems führt.“ Das Belohnungssystem motiviert Menschen, während das Aversionssystem sie etwas vermeiden lässt. Daher ist mit Menschen, die verliebt sind, nicht normal zu sprechen. Wenn ein Freund, mit dem man immer tiefsinnige Gespräche geführt hat, gerade verliebt ist, kennt er nur ein Thema. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5773"></span></p>
<p><strong>Alle Menschen haben eigentlich ein bisschen Angst voreinander</strong></p>
<p>Der Freund wird oberflächlich, da er psychisch verengt ist – vielleicht könnte man es sogar psychotisch nennen. Michael Lehofer ergänzt: „Erzählt man ihm, dass eine Person, die er immer gern gehabt hat, gestorben sei, reagiert er nur mit einem teilnahmslosen „Ach so“ und spricht dann weiter von der einzigen Angelegenheit, die ihn momentan berührt.“ Verliebtheit wird als tiefes Gefühl erlebt und führt doch zu einer maximalen Oberflächlichkeit der Persönlichkeit.</p>
<p>Es gibt eine zentrale Angelegenheit in Beziehungen. Michael Lehofer erläutert: „Wir alle haben eigentlich ein bisschen Angst voreinander. Denn um einander zu begegnen, müssen wir uns gegenseitig öffnen. Das führt dazu, dass wir in der sehnsüchtigen Hinwendung verletzlich sind und sicher auch verletzt werden.“ Diese Erfahrung führt bei alle Menschen zu einer Nähe-Distanz-Ambivalenz, die eine der wesentlichen Ursachen von Beziehungsproblemen ist. Man möchte seinem Partner nahe sein und gleichzeitig fürchtet man, gerade in der Nähe verletzt zu werden.</p>
<p><strong>Die Verliebtheit ist die einfache Zeit im Leben</strong></p>
<p>Dieser Beziehungstango – vor, zurück, Wiegeschritt! – lässt sich in zahlreichen Beziehungen in der einen oder anderen Form beobachten. Michael Lehofer betont: „Das Zauberhafte an den Verliebtheitsphasen unseres Lebens ist, dass wir in ihnen – und nur in ihnen – der Zwiespältigkeit, die unser Leben schwierig und kompliziert macht, entkommen.“ Die Verliebtheit ist die einfache Zeit im Leben. Nach einiger Zeit wird es dann schwierig. Wenn die Verliebtheit nachlässt, fällt einem nämlich erst auf, dass der andere nicht im Einklang mit einem selbst funktioniert.</p>
<p>Die Symbiosephase, so lautet der Fachausdruck für die Zeit der Verliebtheit, ist vorüber. Es folgt die Phase der Differenzierung. Hier sind Selbstbehauptung und Streit angesagt. Michael Lehofer fügt hinzu: „Man ist erschrocken, dass man plötzlich nicht mehr das projizierte Idealbild vor sich hat, sondern dass der andere sich als weitgehend fremdes Gegenüber entpuppt.“ So gesehen ist jeder Mensch, in den man jemals verliebt war, eine Mogelpackung. Entsprechend ist man in der Regel tief enttäuscht, wenn die Symbiosephase zu Ende ist. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Freundschaft ist manchmal wichtiger als Sex</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/freundschaft-ist-manchmal-wichtiger-als-sex.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Aug 2024 01:00:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Allgemeinen ist Freundschaft in Beziehungen wichtiger als Sex und je länger eine Beziehung dauert und je tiefer die Freundschaft wird, desto mehr nimmt gewöhnlich die Frequenz und wohl auch die Qualität der sexuellen Begegnungen ab. Michael Lehofer ergänzt: „Das ist für viele Menschen kein Problem, für andere aber ein Schatten über ihrem Leben. Mitunter ... <a title="Freundschaft ist manchmal wichtiger als Sex" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/freundschaft-ist-manchmal-wichtiger-als-sex.html" aria-label="Mehr Informationen über Freundschaft ist manchmal wichtiger als Sex">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Allgemeinen ist Freundschaft in Beziehungen wichtiger als Sex und je länger eine Beziehung dauert und je tiefer die Freundschaft wird, desto mehr nimmt gewöhnlich die Frequenz und wohl auch die Qualität der sexuellen Begegnungen ab. Michael Lehofer ergänzt: „Das ist für viele Menschen kein Problem, für andere aber ein Schatten über ihrem Leben. Mitunter fühlen sie sich vom Sex in die Falle gelockt – und dann ist plötzlich Fastenzeit.“ Sexualität wird hauptsächlich als biologischer Trieb erlebt, ist jedoch eine von vielen Möglichkeiten, Bindungssicherheit zu erlangen. Sie ist, wie Michael Lehofer zu sagen pflegt, eine Möglichkeit der Kommunikation. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5601"></span></p>
<p><strong>Sex hat immer viel mit Psychologie zu tun</strong></p>
<p>Vor allem Menschen, die Bindung hauptsächlich durch gelebte Sexualität erfahren, sind durch mangelnde Sexualität in der Regel auf nachhaltige Weise gekränkt. Sex ist immer psychologischer als die meisten Menschen glauben. Michael Lehofer erklärt: „Der US-amerikanische Paar- und Sexualtherapeut David Schnarch hat sich mit der Frage, warum der Sex in längerfristigen Beziehung manchmal eine ungünstige Entwicklung nimmt, intensiv beschäftigt. Sexualität erlebt in solchen Beziehungen nicht selten ein Fade-out.“ </p>
<p>David Schnarch ist zu dem Schluss gekommen, dass die sogenannte Entdifferenzierung in länger dauernden Paarbeziehungen eine große Rolle spielt. Was ist mit Entdifferenzierung gemeint? Michael Lehofer erläutert: „Wenn man einen erotisch faszinierenden Menschen kennenlernt, verliebt man sich in ihn als Weltwunder. Dieser Mensch ist einfach anders, anziehend anders. Das ist das Wesen der erotischen Anziehung: Sie ist unbeschreiblich weiblich, er unbeschreiblich männlich. Doch im Laufe einer Beziehung kommt es zu einer lähmenden Institutionalisierung der Partnerschaft.“</p>
<p><strong>Vertrautheit ist das Schlimmste für eine Paarbeziehung</strong></p>
<p>Man wird sich vertraut. Das Zauberhafte versickert. Obwohl die meisten Menschen Vertrautheit als ein besonders positives Merkmal einstufen, ist es in den Augen von Michael Lehofer das Schlimmste, was in einer Paarbeziehung passieren kann. Denn Vertrautheit in Beziehungen ist immer eine Fiktion. Sie bedeutet, dass man glaubt zu wissen, wie der andere ist. Und das ist ein Irrtum. Michael Lehofer fügt hinzu: „Der andere, der Mensch an unserer Seite ist immer ein Wunder, das es zu bestaunen gilt. Wir können ein Leben lang von ihr oder ihm lernen – wenn wir wollen.“ </p>
<p>Partnerschaften, in denen sich die Betroffenen nicht einlassen können, sind mitunter sehr stabil: In solchen Partnerschaften kann die Falle der übergroßen Vertrautheit nicht zuschnappen. Michael Lehofer kennt ein Paar, das sich schon seit Jahren trennen will. Er ist total fasziniert von dieser Frau, obwohl sie eine Art von Oberflächlichkeit besitzt, die schmerzlich ist. Was ihn wirklich anzieht, und das versteht er nicht, ist die Tatsache, dass die gelernt hat mit anderen Menschen so zu spielen, dass diese sich ihrer nie sicher sein können. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen stecken voller Widersprüche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2024 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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					<description><![CDATA[Rebekka Reinhard weiß: „Menschen sind nicht von Umwelt und Genetik allein bestimmt, und sie sind auch keine Algorithmen. Sie agieren nicht vorhersagbar wie eine Turing-Maschine. Menschen treffen eigene Entscheidungen.“ Sie können tun – und „nicht tun“. Sie verspüren Angst und Lust – und Angstlust. Sie haben mehr oder weniger vernünftige Gründe für ihre Lebensentscheidungen – ... <a title="Menschen stecken voller Widersprüche" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/rebekka-reinhard-das-lebewesen-mensch.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen stecken voller Widersprüche">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rebekka Reinhard weiß: „Menschen sind nicht von Umwelt und Genetik allein bestimmt, und sie sind auch keine Algorithmen. Sie agieren nicht vorhersagbar wie eine Turing-Maschine. Menschen treffen eigene Entscheidungen.“ Sie können tun – und „nicht tun“. Sie verspüren Angst und Lust – und Angstlust. Sie haben mehr oder weniger vernünftige Gründe für ihre Lebensentscheidungen – oder sie entscheiden mit dem Herzen. Und sie besitzen ein moralisches Empfinden, das ihnen den Unterschied zwischen Würde und Würdelosigkeit vermittelt. Das singulär-plurale Lebewesen namens Mensch ist ein ewiges „work in progress“, nie auf ein Fertigwerden angelegt. Es ist eine Wundertüte aus Stärke und Verletzlichkeit, es steckt voller Widersprüche. Rebekka Reinhard ist Chefredakteurin des Magazins „human“ über Mensch und KI. Unter anderem ist sie bekannt durch den Podcast „Was sagen Sie dazu?“ der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft wbg. <span id="more-5393"></span></p>
<p><strong>Hannah Arendt differenzierte zwischen dem „Was“ und dem „Wer“ einer Person</strong></p>
<p>Und der Mensch existiert nur in, mit und durch Beziehungen zu anderen Menschen. Zu anderen, die sich gegenseitig ärgern und in den Wahnsinn treiben, einander aber auch überlebensnotwendige Anerkennung, Liebe und Halt geben. Hannah Arend schrieb: „Handelnd und sprechend offenbaren die Menschen jeweils, wer sie sind […], treten gleichsam auf die Bühne der Welt, auf der sie vorher so nicht sichtbar waren.“ Die Philosophin differenzierte zwischen dem „Was“ und dem „Wer“ einer Person.</p>
<p>Das „Was“ eines Menschen lässt sich nach behavioristischer, transhumanistischer, computer-logischer Manier in Daten und Zahlen pressen. Das „Wer“ nicht. „Wer“ sagt nicht, was es ist. Rebekka Reinhard erläutert: „Es formuliert nicht, es ist nicht explizit, es zeigt sich einfach. In der Stimme, im Lachen, in Worten, Gesten, Bewegungen eines Menschen; durch ein Hinschauen oder Wegschauen, ein Streiten oder Nachdenken, ein Handeln oder Nichthandeln.“ </p>
<p><strong>Nichts und niemand ist einfach entweder so oder so</strong></p>
<p>Was kann der Mensch? Diese Frage entscheidet sich an diesem „Wer“ – immer wieder neu und anders. Weiche Helden leben ihr „Wir“, nicht ihr „Was“. Sie verlangen nicht von anderen Menschen, dass diese sich mit der eigenen Person identifizieren und sie bewundern. Rebekka Reinhard stellt fest: „Sie zeigen bloß, was passieren könnte, wenn man vom Weg des heroisch selbst kontrollierten Aktionismus abweicht. Sie können zum Beispiel aufhören zu kämpfen.</p>
<p>Bei Laotse und in der asiatischen Denktradition sind Ambivalenzen und Paradoxien keine Monster, auf die es Jagd zu machen gilt. Rebekka Reinhard betont: „Nichts und niemand ist einfach entweder so oder so.“ Moderne Menschen mögen sich von der Computer-Logik auf ein bestimmtes „Was“ hinsteuern lassen. Ihr „Wer“ zeigt etwas anderes: dass menschliche Wesen zugleich schön und hässlich sind, gut und schlecht, offen und borniert – und alles jenseits solcher Dichotomien. Quelle: „Wach denken“ von Rebekka Reinhard</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In vielen Fällen scheitern Beziehungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2024 02:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeder Mensch ist in einer Partnerschaft viel komplizierter als in sonstigen Beziehungen. Denn man sucht sich den Partner in der stillen Hoffnung aus, die frühkindlichen Muster wiederzufinden. Michael Lehofer weiß: „Wir wollen sie wiederfinden, damit wir das Leben von damals gut machen können. Wir sind davon getrieben, und endlich zu vervollkommnen. Das ist natürlich ein ... <a title="In vielen Fällen scheitern Beziehungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-in-der-partnerschaft-ist-kompliziert.html" aria-label="Mehr Informationen über In vielen Fällen scheitern Beziehungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Mensch ist in einer Partnerschaft viel komplizierter als in sonstigen Beziehungen. Denn man sucht sich den Partner in der stillen Hoffnung aus, die frühkindlichen Muster wiederzufinden. Michael Lehofer weiß: „Wir wollen sie wiederfinden, damit wir das Leben von damals gut machen können. Wir sind davon getrieben, und endlich zu vervollkommnen. Das ist natürlich ein hoher impliziter Anspruch. Kein Wunder, dass Beziehungen nicht selten scheitern.“ Jede sogenannte Liebesbeziehung ist ein Science-Fiction-Film. Liebesbeziehungen haben etwas Traumhaftes. In ihnen stehen Raum und Zeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ungeordnet zueinander. Liebesbeziehungen haben immer einen psychotischen Charakter, sonst sind sie keine. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5295"></span></p>
<p><strong>Urprobleme sind archetypische Herausforderungen</strong></p>
<p>Psychotisch ist etwas, in dem sich bezüglich des Erlebens Ordnungen auflösen, etwa Grenzen zwischen Ich und Du, aber auch rationale Vorstellungen und vieles andere mehr. In Paarbeziehungen verwechseln die meisten Menschen regelmäßig den Partner mit einer Bezugsperson aus seinem früheren Leben. Michael Lehofer stellt fest: „Kein Wunder, dass sich Menschen im Leben in nichts so oft und so heillos verheddern wie in ihren Liebesbeziehungen. Wir entgleisen nirgends sonst so sehr wie in solchen Konstellationen.“ </p>
<p>Das eigentliche Problem, das man in einer Partnerschaft hat, besteht darin, nicht erkennen zu können, dass nicht der andere das Problem darstellt, sondern man selbst. Man inszeniert in der Begegnung mit dem anderen das eigene Urproblem. Michael Lehofer erläutert: „Urprobleme sind archetypische Herausforderungen. Ich war in meiner Kindheit ein verlassenes Kind. Daher spielt das Sich-verlassen-Fühlen in meinen Beziehungen seit jeher eine große Rolle. Mittlerweile weiß ich, dass das nichts mit meiner Partnerin zu tun hat.“ </p>
<p><strong>Erfahrungen mit Nähe prägen Menschen in Paarbeziehungen</strong></p>
<p>Laut Bindungstheorie sind es immer die Erfahrungen mit Nähe, die einen Menschen in Paarbeziehungen prägen. Sie liegen wie ein Fluch über den Beziehungen, ziehen immer wieder eigenartige Gewänder an, mit denen sie die Betroffenen schrecken. Michael Lehofer erklärt: „Ein Mensch, der nicht treu sein kann, hat möglicherweise Angst, verlassen zu werden, und muss immer unbewusst einen Plan B realisieren.“ Ein fragiler Mensch, der sich der körperlichen Intimität verweigert, erlebt bisweilen den anderen als so penetrant, weil er immer um sein Selbstgefühl bangt.</p>
<p>Neben typischen Nähe-Distanz-Konflikten, wie „Du liebst mich nicht“, „Du kümmerst dich nicht um mich“, gibt es auch typische Konflikte, die aus der unterschiedlichen energetischen Grundausrichtung der Partner entstehen. Michael Lehofer nennt ein Beispiel: „Wenn ein Mensch eine bullige, starke Grundenergie hat, ein anderer aber eine zarte, feinfühlige, zerbrechliche, kann das anfangs faszinierend sein, im Laufe der Beziehung aber zu größeren Problemen führen.“ Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Niemand erzählt gerne von seinen Affären</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2023 01:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Man lernt nicht selten Frauen kennen, die offensichtlich schick, elegant und sexy sind und trotzdem nie einen Partner zu haben scheinen. Viele von ihnen haben jedoch einen versteckten, verheirateten Partner. Michael Lehofer erläutert: „Das war früher eine typische Konstellation, heute kenne ich auch Männer, auf die diese Beschreibung zutrifft. Sonderbarerweise schützen die Betroffenen die Beziehung ... <a title="Niemand erzählt gerne von seinen Affären" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-affaeren-versus-fixe-beziehungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Niemand erzählt gerne von seinen Affären">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man lernt nicht selten Frauen kennen, die offensichtlich schick, elegant und sexy sind und trotzdem nie einen Partner zu haben scheinen. Viele von ihnen haben jedoch einen versteckten, verheirateten Partner. Michael Lehofer erläutert: „Das war früher eine typische Konstellation, heute kenne ich auch Männer, auf die diese Beschreibung zutrifft. Sonderbarerweise schützen die Betroffenen die Beziehung ihrer verheirateten Partner, indem sie niemanden von der Affäre erzählen. Selbst im Rahmen einer Psychotherapie haben sie ein schlechtes Gewissen, wenn sie es „ausplaudern“. Sie sind stille Mitwisser der Untreue desjenigen, der die Ehefrau oder den Ehemann betrügt. Sie identifizieren sich mehr mit dem Betrug als der Betrüger selbst. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-4459"></span></p>
<p><strong>Affären sind mitunter stabiler als fixe Beziehungen</strong></p>
<p>Die damit dokumentierte Loyalität ist ein Ausdruck der überzufällig häufigen, unheimlich anmutenden Stabilität solcher Beziehungen. Die verheirateten Männer oder Frauen wiederum sind in Bezug auf ihre Ehepartner auffallend häufig eifersüchtig. Denn die Betrüger wollen keinesfalls die Betrogenen sein. Ehemänner, die fremd gehen, sind so eifersüchtig, weil sie aus Erfahrung mit sich selbst wissen, wie wenig gewiss Treue ist. Zweifelsohne können sie sich auf die Treue ihrer Geliebten mehr verlassen als auf die Treue ihrer Ehefrauen. </p>
<p>Michael Lehofer weiß: „Es gibt verschiedene Gründe, warum Affären mitunter stabiler als fixe Beziehungen sind. Das ist überaus erstaunlich, denn wie oft lassen sich Frauen in der Rolle der Geliebten in einer Weise beleidigen, wie es in fixen Beziehungen kaum möglich wäre?“ Wie oft werden sie gekränkt? Warum verlassen sie den verheirateten Partner nicht? Das fragt man sich. Manchmal argumentieren Frauen, die mit diesen Fragen konfrontiert werden, damit, dass sie noch nie einen Mann getroffen hätten, der sie sexuell so befriedige oder anderweitig der Inbegriff des idealen Mannes sei.</p>
<p><strong>Frauen führen eine innere Liste über die Fehlhandlungen ihres Mannes</strong></p>
<p>Leider sitzen sie damit einem Irrtum auf: Wenn man die Erfahrung der ultimativen Befriedigung macht, hängt das weniger vom Gegenüber ab als von einem selbst. Der andere hat es einem zwar ermöglicht, die eigenen Hemmungen zu überwinden und sich absolut hinzugeben. Doch die Befriedigung ist immer etwas, was man in erster Linie sich selbst zuschreiben sollte und nicht dem anderen. Ansonsten räumt man dem anderen einen Platz im eigenen Leben ein, der ihm nicht zusteht. </p>
<p>Im Grunde verhält es sich eher so: Wenn sich eine Frau einen Mann als Partner ausgesucht hat und er antwortet ihrem Werben auf eine Weise, dass das sehnsüchtige Herz genährt wird, dann kann sie in den meisten Fällen schwer von ihm ablassen. Michael Lehofer erklärt: „Die Suchtmedizin kennt das: Eine intermittierende Verstärkung macht wirklich süchtig, keinesfalls eine kontinuierliche Befriedigung der Bedürfnisse.“ Ein mindestens ebenso wichtiger, wenn auch oft verkannter Grund für die höhere Stabilität von Affären gegenüber ehelichen Beziehungen ist die sogenannte „Liste“. Frauen neigen in fixen Beziehungen dazu, eine innere Liste zu schreiben, auf der alle Fehlhandlungen des Mannes verzeichnet werden. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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