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	<title>Alain Badiou &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Charles Pépin rät von der Liebessymbiose ab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2023 01:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Badiou]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine Vorstellung der Liebe als Konstruktion, als Erkundung des Unterschieds des Anderen. Diese ist Lichtjahre von dem entfernt, was Charles Pépin „Liebessymbiose“ nennen möchte. Im letztgenannten Fall, der häufig in der Jugend als Ideal gilt, sehnt man sich danach, eins zu sein, eine Symbiose zu bilden, das Gleiche zu fühlen, die gleichen Wünsche und Vorlieben zu haben, das gleiche Leben zu führen, überall und immer auf einer Wellenlänge zu sein. Charles Pépin fügt hinzu: „Und wir träumen von dieser Verschmelzung als der höchsten Form der Liebe.“ Meistens spricht man dann in der Wir-Form, statt „ich“ zu sagen. Man stellt sich gerne als Paar dar, statt als zwei Individuen, und findet diese Vorstellung schön und romantisch. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-4534"></span></p>
<p><strong>Symbiotische Beziehungen sind meistens ungleich</strong></p>
<p>Dabei ist doch gerade, was ein Individuum interessant macht, dass es es selbst ist, einzigartig in seiner Rätselhaftigkeit und Vielschichtigkeit. Und wenn dieses Individuum das Glück hat, geliebt zu werden, dann aus diesem Grund: als einzigartiges Wesen, dessen Geheimnis den Verliebten anzieht. Wenn es aber mit dem Anderen verschmilzt, hinter der Beziehung verschwindet, genauso fühlt und denkt wie der Andere, verliert es seine Einzigartigkeit, seinen Sinn für Kritik und gerade dadurch seinen Reiz.</p>
<p>Charles Pépin gibt zu bedenken: „Hinzu kommt, dass symbiotische Beziehungen meistens ungleich sind. Einer der beiden verschwindet mehr als der andere. Und wenn beide nur noch eins sind, dann nur deswegen, weil der eine sich durchgesetzt hat und der andere sich zurückzieht.“ Dieser Rückzug erfolgt manchmal mit dessen „Zustimmung“. Wenn der eine sich nicht ausreichend liebt und von dem anderen so abhängig ist, dass er nicht allein leben kann, wird die Beziehung diesen Rückzug verstärken.</p>
<p><strong>Die Rätselhaftigkeit des Anderen führt zum Staunen</strong></p>
<p>Gegen diese Vorstellung der Liebessymbiose mit ihren etwaigen verheerenden Folgen unterbreitet Alain Badiou eine wesentlich zeitgenössischere Vision von Liebe, die ebenfalls romantisch ist, aber in einem anderen Sinn. Da geht es nicht um Selbstaufgabe oder Selbstvergessen in der völligen Verschmelzung, sondern um das viel konkretere, wirksame, Tag für Tag erneuerte Staunen angesichts der Rätselhaftigkeit des Anderen. Hier bleibt der Andere ein anderer.</p>
<p>Man sollte sich also in Acht nehmen vor Ausdrücken und Wendungen, die zwei Menschen scheinbar mit einander verschmelzen lassen und als Paar darstellen. Charles Pépin warnt: „Wir sollten uns vor diesem „wir“ in Acht nehmen, das unseren wunderbaren Unterschied zu negieren droht.“ Dagegen sollte man so liebevoll wie möglich den Schatz der Andersheit hüten, statt seinen Glanz durch das vorliebgenommene oder abgeschmackte und immer ein bisschen karikaturenhafte „Wir“ zu trüben. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Liebe ist immer mit einem Risiko verbunden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2021 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Badiou]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Beginn eines Interviews über die Bedeutung der Liebe, das Alain Badiou mit dem Titel „Lob der Liebe“ veröffentlichte, geht er auf Werbeplakate ein, welche die Partnervermittlungs-Website „Meetic“ über Paris hinweg verteilt hat. Auf diesen Plakaten hätten Sätze gestanden wie: „Man kann verliebt sein, ohne der Liebe zu verfallen!“ Alain Badiou nennt das eine „Vollkaskoversicherung ... <a title="Liebe ist immer mit einem Risiko verbunden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/peter-trawny-liebesgenuss.html" aria-label="Mehr Informationen über Liebe ist immer mit einem Risiko verbunden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Beginn eines Interviews über die Bedeutung der Liebe, das Alain Badiou mit dem Titel „Lob der Liebe“ veröffentlichte, geht er auf Werbeplakate ein, welche die Partnervermittlungs-Website „Meetic“ über Paris hinweg verteilt hat. Auf diesen Plakaten hätten Sätze gestanden wie: „Man kann verliebt sein, ohne der Liebe zu verfallen!“ Alain Badiou nennt das eine „Vollkaskoversicherung der Liebe“. Peter Trawny fügt hinzu: „Man bekommt Liebesgenuss unter der Voraussetzung einer Kalkulation seines Preises beim Scheitern.“ Durch die Website reduziert man dieses Risiko, indem man seine Erwartungen an den Anderen so klar wie möglich formuliert, indem man Ähnlichkeiten bei Hobbys und Matches bei den Sternzeichen und vielleicht sogar beim Einkommen registriert. Peter Trawny gründete 2012 das Martin-Heidegger-Institut an der Bergischen Universität in Wuppertal, das er seitdem leitet. <span id="more-3156"></span></p>
<p><strong>Liebe basiert anfänglich auf Leichtigkeit</strong></p>
<p>Alain Badiou fasst eine solche Einstellung auf folgende Weise zusammen: „Wenn Sie nach dem Kanon des modernen Sicherheitsdenkens gut auf die Liebe vorbereitet sind, dann werden Sie den anderen loswerden, wenn er Ihren Komfort stören sollte. Wenn er leidet, ist das seine Sache, nicht wahr?“ Das Phänomen ist bekannt. Jede Liebesbeziehung basiert anfänglich auf einer Leichtigkeit, die im Laufe der Zeit verlorengeht. Ist die Liebe, was sie anfänglich ist, dann hat sie selber den Charakter des Komforts.</p>
<p>Sie steigert das Lebensgefühl, und ist der Partner noch ansehnlich und beruflich erfolgreich, kann man ihn im Freundeskreis stolz präsentieren. Man glänzt im Glanz des anderen gemeinsam. Doch mit der Zeit zeigen sich Schwierigkeiten. Das kann auf vielen Ebenen geschehen. Peter Trawny erklärt: „Im Alter verändert sich der Körper der Liebenden. Brüste und Hintern verlieren ihre frühere Konsistenz, die Erektionen stellen sich nicht mehr selbstverständlich ein.“</p>
<p><strong>Zwei Millionen Deutsche nutzen Tinder</strong></p>
<p>Zudem verbirgt der Geliebte nicht mehr seine Ängste, seine Traumata. Es erscheint, was man nicht selten „Psychomüll“ nennt. Mit dem will man nichts zu tun haben, den muss jeder für sich selbst entsorgen. Im Grund ist es bei diesem Stand der Dinge mit der Liebe schon vorbei. Die bekannteste Mobile-Dating-App Tinder wirbt mit dem Slogan „Swipe Life“. Das „Swipen“ ist die Bewegung, die man auf dem Smartphone vollzieht, wenn man die „fuckable“ Personen von den anderen trennt. </p>
<p>Dazu bezieht man sich auf das Facebook-Profil. Da nun an anderem Ort jemand anderes dasselbe tut, ergibt sich ein Match, dass der andere die eigene Person als ebenso „fuckable“ betrachtet. Man verabredet das Date. Es mag sein, dass unter den ungefähr zwei Millionen Menschen, die in Deutschland diese App benutzen, auch solche sind, die eine dauerhafte Beziehung suchen. Das scheint ihr jedoch nicht zu entsprechen. Schon das Swipen suggeriert eine verhältnismäßig schnelle Entscheidung für oder gegen das Date. Quelle: „Philosophie der Liebe“ von Peter Trawny</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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