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	<title>Ärger &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Ärger verhindert rationales Denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Je mehr sich ein Mensch in seine Ärgergefühle hineinsteigert, umso weniger ist es ihm möglich, objektiv zu bleiben und andere, etwa konträre Argumente, zu sehen beziehungsweise zu akzeptieren. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer mit starken Ärgergefühlen konfrontiert ist, tut immer gut daran, eine Zeit verstreichen zu lassen, bis die erste Wut vorüber ist, damit eine nüchterne ... <a title="Ärger verhindert rationales Denken" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-aerger.html" aria-label="Mehr Informationen über Ärger verhindert rationales Denken">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Je mehr sich ein Mensch in seine Ärgergefühle hineinsteigert, umso weniger ist es ihm möglich, objektiv zu bleiben und andere, etwa konträre Argumente, zu sehen beziehungsweise zu akzeptieren. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer mit starken Ärgergefühlen konfrontiert ist, tut immer gut daran, eine Zeit verstreichen zu lassen, bis die erste Wut vorüber ist, damit eine nüchterne Betrachtung der Gegebenheit möglich wird.“ Dies zu wissen ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, den Kontrollverlust zu erforschen und gegebenenfalls zu vermeiden. Wenn es einmal passiert ist, kann man nur sehr schwer den Kontakt zum Neokortex herstellen und rationales Denken in den Vordergrund bringen. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-2909"></span></p>
<p><strong>Exzessiver Konsum führt bestenfalls zu völligen Betäubung</strong></p>
<p>Der Kontrollverlust ist ja gerade ein Selbstläufer, der nur schwer zu stoppen ist. Wer ihn vermeiden will, sollte gar nicht erst anfangen, sich in seine Gefühle hineinzusteigern. Das klassische Merkmal der Suchtkrankheit ist der Kontrollverlust. Ein Suchtmittel wie etwa Alkohol sollte emotionale Probleme lösen: Ärger, Unzufriedenheit, Angst, Trauer, Frustration et cetera beseitigen. Das Problem beginnt mit der „Dosissteigerung“, das bedeutet, dass immer mehr Suchtmittel benötigt wird, um eine euphorisierende Wirkung zu erreichen. </p>
<p>Suchtkranken ist es schließlich nicht mehr möglich, eine Erleichterung zu erzielen, egal wie viel sie konsumieren. Heinz-Peter Röhr weiß: „Exzessiver Konsum führt bestenfalls zu völligen Betäubung. Die Entzugserscheinungen zwingen zum weiteren Missbrauch der Droge. Die körperliche und psychische Abhängigkeit dominiert den Alltag.“ Dieses Wissen kann Suchtkranken helfen, abstinent zu bleiben. Wenn es sowieso keine positive Wirkung mehr geben kann, lohnt es sich nicht, wieder anzufangen. </p>
<p><strong>Sport ist ein wirksames Mittel gegen Depressionen</strong></p>
<p>Endorphine sind Botenstoffe, die ähnlich wie Opiate für positive Gefühle sorgen. Das emotionale Gehirn hat Rezeptoren, die für Endorphine empfänglich sind. Diese körpereigenen Drogen kann man zum Beispiel durch Sport, etwa Joggen, erzeugen. Dies ist für die Gesundheit sehr positiv. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Wer regelmäßig Sport treibt, sorgt für körperliches Wohlbefinden. Untersuchungen zeigen, dass Sport ein wirksames Mittel gegen Depression ist und auch das Immunsystem gestärkt wird.“</p>
<p>Problematisch wird dies jedoch, wenn versucht wird, mithilfe von Joggen emotionale Probleme zu bearbeiten. Es ist in Ordnung, wenn man sich mal den „Frust von der Seele rennt“. Wird dies jedoch zum dauerhaften Problemlöser, reduziert sich allmählich die Wirkung der körpereigenen Droge, sodass man immer mehr investieren muss, damit das angestrebte Ergebnis eintritt. Der Kontrollverlust – man kann mit dem Joggen nicht mehr aufhören – zeigt wieder, dass mit falschen Mitteln versucht wurde, ein tieferes Problem zu lösen. Fast immer lässt sich dies auf ein gestörtes Selbstwertgefühl zurückführen. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Hans-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Groll oder Hass führt zur Rache</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2020 06:54:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Racheakte verüben Menschen aus aggressiven Emotionen unterschiedlicher Färbung und Intensität. Hans-Peter Nolting erklärt: „Man ist verärgert, ist wütend, ist empört, empfindet Groll oder gar unbändigen Hass – ausgelöst durch ein Verhalten, das der Rächer zumindest als Provokation, nicht selten aber als Demütigung und Kränkung auffasst.“ Das Selbstwertgefühl ist eine besonders empfindliche Stelle des menschlichen Seelenlebens. ... <a title="Groll oder Hass führt zur Rache" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/groll-oder-hass-fuehrt-zur-rache.html" aria-label="Mehr Informationen über Groll oder Hass führt zur Rache">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Racheakte verüben Menschen aus aggressiven Emotionen unterschiedlicher Färbung und Intensität. Hans-Peter Nolting erklärt: „Man ist verärgert, ist wütend, ist empört, empfindet Groll oder gar unbändigen Hass – ausgelöst durch ein Verhalten, das der Rächer zumindest als Provokation, nicht selten aber als Demütigung und Kränkung auffasst.“ Das Selbstwertgefühl ist eine besonders empfindliche Stelle des menschlichen Seelenlebens. So sehr die Emotionen „im Bauch“ zu rumoren scheinen – der Kopf spielt hier eine entscheidende Rolle. Es kommt nämlich immer darauf an, wie man den auslösenden Anlass interpretiert, insbesondere, wie man ihn sich erklärt. In der Psychologie spricht man hier von Attribution. Dr. Hans-Peter Nolting beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Themenkreis Aggression und Gewalt, viele Jahre davon als Dozent für Psychologie an der Universität Göttingen. <span id="more-2375"></span></p>
<p><strong>Der Ärger ist lediglich so etwas wie Verdruss</strong></p>
<p>So empfindet man es zwar meist als „ärgerlich“, wenn man wegen eines Hindernisses ein Ziel nicht erreicht, doch sofern dies den Umständen zuzuschreiben ist, ist der Ärger lediglich so etwas wie Verdruss. Hans-Peter Nolting fügt hinzu: „Viel aggressiver, vielleicht als richtige Wut, fühlt sich der Ärger hingegen meist an, wenn die Behinderung auf ein Fehlverhalten anderer Menschen zurückzuführen ist.“ Für aggressive Emotionen und aggressives Verhalten ist also nicht das Hindernis entscheidend, sondern der in der Interpretation enthaltene Vorwurf.</p>
<p>Sofern das Ärgernis auf unerfreuliches Verhalten zurückzuführen ist, kann man hier noch weiter differenzieren. Der Psychologe Ulrich Mees nennt drei Abstufungen: „(1) Das Fehlverhalten beruht auf Gedankenlosigkeit oder Fahrlässigkeit, das heißt, es wäre mit mehr Sorgfalt zu vermeiden gewesen. (2) Es beruht auf Rücksichtslosigkeit, was bedeutet: Die Schädigung war zwar nicht das eigentliche Ziel, wurde aber in Kauf genommen. (3) Das Verhalten beruht auf Böswilligkeit; das heißt, das Zufügen von Leid und Schaden war voller Absicht.“</p>
<p><strong>Erinnerungen halten die Verachtung oder den Hass wach</strong></p>
<p>Der Ärger der betroffenen Person ist gewöhnlich am mildesten, wenn sie glaubt, das Verhalten sei aus Versehen geschehen, aufgrund einer Demenz oder Psychose; ihr Ärger hingegen wird am schärfsten sein, wenn sie eine böse Absicht vermutet. Entsprechend unterschiedlich dürfte das Bedürfnis nach Rache sein. Wie wichtig die kognitiven Prozesse sind, zeigt sich auch daran, dass man seinen Ärger und sein Rachegefühl nachträglich verändern kann, wenn man für das Fehlverhalten einer anderen Person eine neue Erklärung bekommt.</p>
<p>Das Denken ist allerdings nicht nur für die Abkühlung von Emotionen zuständig. Auch das Zuschreiben böser Absichten ist ein Denkprozess, und solche Gedanken können ebenfalls nachträglich aufkommen. Ob sofort oder verzögert: Wer empört ist oder gar vor Hass brennt, der denkt; und vor allem dann, wenn Emotionen nicht nur momentan aufflackern, sondern andauern oder sich zu einer emotionalen Haltung verfestigen – zu Verachtung oder zu Hass –, dann spricht dies dafür, dass Erinnerungen und Grübeleien die feindseligen Gefühle wachhalten. Quelle: „Psychologie der Aggression“ von Hans-Peter Nolting</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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