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	<title>Werner Bartens &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Empathie und Mitgefühl unterscheiden sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2016 17:27:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Bartens]]></category>
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					<description><![CDATA[Es sind in der Regel die besonders Guten, die Idealisten, die irgendwann nicht mehr können. Die alles gegeben haben und immer noch ein bisschen mehr. Die immer Feuer und Flamme waren, entzündet für andere oder ihre Arbeit – bis sie dann irgendwann ausbrannten. In der Alltagssprache werden Mitgefühl und Empathie weitgehend gleichbedeutend verstanden. Werner Bartens ... <a title="Empathie und Mitgefühl unterscheiden sich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/empathie-und-mitgefuehl-unterscheiden-sich.html" aria-label="Mehr Informationen über Empathie und Mitgefühl unterscheiden sich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind in der Regel die besonders Guten, die Idealisten, die irgendwann nicht mehr können. Die alles gegeben haben und immer noch ein bisschen mehr. Die immer Feuer und Flamme waren, entzündet für andere oder ihre Arbeit – bis sie dann irgendwann ausbrannten. In der Alltagssprache werden Mitgefühl und Empathie weitgehend gleichbedeutend verstanden. Werner Bartens stellt fest: „Womöglich ist es aber notwendig, Empathie und Mitgefühl zu unterscheiden – weil die Menschen unterschiedliche Folgen spüren, je nachdem, mit welcher inneren Haltung sie sich in andere einfühlen.“ Viele Neurowissenschaftler, Psychologen und Kognitionsforscher verstehen Empathie als eine Art Resonanz mit dem Gefühlszustand anderer Menschen, die so plastisch und überwältigend sein kann, dass sie überfordert und belastet und dann weder guttut noch gesund ist. Werner Bartens ist Autor von Bestsellern wie „Das Ärztehasser-Buch“, „Körperglück“ und „Was Paare zusammenhält“. <span id="more-1416"></span></p>
<p><strong>Zu starke Empathie kann schädlich sein</strong></p>
<p>Besonders in pflegenden, medizinischen und sozialen Berufen kann die Empathie so stark sein, dass sie weder anderen hilft noch selbst positiv wirkt und in der Folge Depressionen oder Burn-out drohen. Tatsächlich kann das allzu empathische Nachempfinden der Schmerzreaktionen anderer auch unangenehm sein und mit vielen negativen Gefühlen und Reaktionen einhergehen. Man muss dazu das Leid gar nicht direkt erleben. Allzu starke Resonanz mit dem Leiden anderer kann schließlich jeden überwältigen, dazu muss man kein Arzt oder Pflegekraft sein.</p>
<p>Mitgefühl bietet hingegen eine andere Strategie und zielt darauf ab, dem Leid anderer mit warmherzigen Gefühlen zu begegnen. Werner Bartens fügt hinzu: „Auf diese Weise schützt es nicht nur vor Erschöpfung, Depression und Burn-out, sondern es verstärkt auch konkret die Hilfsbereitschaft gegenüber anderen.“ Das Mitgefühl wird manchmal auch als „liebende Güte“ bezeichnet. Mitgefühl und Empathie sind also nicht nur unterschiedliche Empfindungen, sie haben auch unterschiedliche Auswirkungen.</p>
<p><strong>Einfühlung ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft</strong></p>
<p>Die gütige, liebende, wärmende Form des Mitgefühls führt auch keineswegs zu einer Stimmung, in der nur Friede und Freude herrscht, die in wohliger Selbstgenügsamkeit und behaglichem Nichtstun endet. Werner Bartens betont: „Die Wahrnehmung für das Leid anderer ist durchaus noch vorhanden und geht mit der Erkenntnis einher, dass hier wahrhaftig jemand bedürftig ist.“ Der Hilfsbereitschaft tut diese Methode der Einfühlung also keinen Abbruch, und das Leid anderer wird dabei nicht verleugnet.</p>
<p>Solcherart praktiziertes Mitgefühl ermöglicht es aber – trotz der Schwierigkeiten anderer –, selbst positive Gefühle zu erleben. Man kann es vielleicht so sagen: Einfühlung ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, aber schonender für den Mitleidenden wie auch hilfreicher für den Leidenden ist es, wenn statt der belastenden „Empathie für den Schmerz“ ein wohliges „Mitgefühl von Wärme und Zuneigung“ tritt. Quelle: „Empathie“ von Werner Bartens</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Empathie stimuliert den Körper und den Geist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 06:53:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[Da Mitgefühl und Anteilnahme ebenso vielseitig wie hilfreich wirken, ist es nicht verwunderlich, dass diese Emotionen auch in Bereichen positive Folgen haben, in denen man gar nicht damit rechnet. Werner Bartens nennt Beispiele: „Nicht nur in Partnerschaften, in der Familie und in gesundheitlichen Belangen zeigt sich das, sondern auch beim Sport – und sogar in ... <a title="Empathie stimuliert den Körper und den Geist" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/empathie-stimuliert-den-koerper-und-den-geist.html" aria-label="Mehr Informationen über Empathie stimuliert den Körper und den Geist">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da Mitgefühl und Anteilnahme ebenso vielseitig wie hilfreich wirken, ist es nicht verwunderlich, dass diese Emotionen auch in Bereichen positive Folgen haben, in denen man gar nicht damit rechnet. Werner Bartens nennt Beispiele: „Nicht nur in Partnerschaften, in der Familie und in gesundheitlichen Belangen zeigt sich das, sondern auch beim Sport – und sogar in der Kneipe und an der Bar.“ Wissenschaftler sind sich inzwischen darüber einig, dass Empathie und Nähe sowohl Körper als auch Geist stimulieren und daher Lust, Kreativität und Leistungsvermögen steigern. Nähe zu zeigen oder herzustellen kann eine Menge Vorteile bieten – auch wenn man sich gar nicht oder nicht gut kennt. Dies gilt besonders für Situationen und Orte, in denen man eine Weile ziemlich eng zusammenkommt oder sogar allein deswegen dorthin geht, um Verständnis und Nestwärme zu erfahren – gemeint sind Kneipen, Bars und Restaurants. Werner Bartens ist Autor von Bestsellern wie „Das Ärztehasser-Buch“, „Körperglück“ und „Was Paare zusammenhält“. <span id="more-1400"></span></p>
<p><strong>Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse nach Nähe</strong></p>
<p>Berührungen vermitteln das Gefühl von Vertrautheit, Nähe und Entspannung, auch wenn sie von Fremden kommen. Werner Bartens erklärt: „Sie zeigen: Hier bist du willkommen und kannst dich so geben, wie du bist. Das gilt sogar, wenn der eigene Partner anwesend ist.“ Menschen mögen unterschiedliche Formen der Nähe. Schon bei kleinen Kindern ist das zu spüren. Manche wollen ganz fest gedrückt werden, andere lieben es hingegen, sanft gestreichelt zu werden. Wiederum andere brauchen kaum körperlichen Kontakt, ohne dass sie deswegen gefühlskalt wären.</p>
<p>Bei Erwachsenen und in Liebesdingen verhält es sich nicht anders. Jeder Mensch hat andere Vorlieben und seine ganz eigenen Bedürfnisse nach Nähe und Distanz. Werner Bartens betont: „Die Fähigkeit zu Mitgefühl und Anteilnahme wird wesentlich davon geprägt, wie in der Familie und im nächsten Umfeld mit Emotionen umgegangen wurde. Aber auch biologische Faktoren beeinflussen die Art und Weise, wie wir mit anderen fühlen.“ Die Natur verteilt Gaben und Talente ziemlich ungleich an die Menschen.</p>
<p><strong>Oxytocin festig das Zugehörigkeitsgefühl in der Gruppe</strong></p>
<p>Wenn Oxytocin, das sogenannte Kuschelhormon, die Bindung zwischen Mutter und Kind, zwischen Liebespaaren, aber auch zwischen Fremden festigt, ist es naheliegend, dass mit einem erhöhten Spiegel des Hormons im Körper auch das Ausmaß an Mitgefühl und Empathie steigt. Auf einen evolutionären Sinn des Mitgefühls weist eine andere Eigenschaft des erstaunlichen Hormons hin: Erhöhte Konzentrationen an Oxytocin tragen offenbar dazu bei, dass das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe verstärkt wird.</p>
<p>Gleichzeitig werden Menschen stärker abgelehnt und ausgegrenzt, die nicht zur Gruppe gehören. Die eigene Kohorte wird geschützt. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen mit zunehmender Empathie ihre Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit in der Gruppe steigern, die Kooperation gegenüber Fremden jedoch nachlässt. Feindseligkeit kann ihnen dabei aber nicht unterstellt werden. Es geht den Menschen immer darum, die eigene Gemeinschaft zu stärken und zu schützen, und nicht darum, Außenstehende herabzusetzen oder zu kränken. Quelle: „Empathie“ von Werner Bartens</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gesichtsausdrücke regen zur Nachahmung an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2016 06:42:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Bartens]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen reagieren unbewusst aufeinander und stimmen sich untereinander ab. Wer einem zornigen Menschen gegenübersteht, runzelt unweigerlich die Stirn. Wer glückliche Menschen anschaut, muss selbst schmunzeln und zieht die Mundwinkel nach oben. Werner Bartens erklärt: „Gesichtsausdrücke prägen sich nicht nur ein, sie regen auch zur Nachahmung an.“ Die allermeisten Menschen sind keine Einzelkämpfer, auch nicht des ... <a title="Gesichtsausdrücke regen zur Nachahmung an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gesichtsausdruecke-regen-zur-nachahmung-an.html" aria-label="Mehr Informationen über Gesichtsausdrücke regen zur Nachahmung an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen reagieren unbewusst aufeinander und stimmen sich untereinander ab. Wer einem zornigen Menschen gegenübersteht, runzelt unweigerlich die Stirn. Wer glückliche Menschen anschaut, muss selbst schmunzeln und zieht die Mundwinkel nach oben. Werner Bartens erklärt: „Gesichtsausdrücke prägen sich nicht nur ein, sie regen auch zur Nachahmung an.“ Die allermeisten Menschen sind keine Einzelkämpfer, auch nicht des anderen Wolf und erst recht kein Steppenwolf. Sie sind vielmehr miteinander verbunden, aufeinander abgestimmt – und dies gilt nicht nur für Stimmungen und Gefühle, sondern auch für die vielen Gelegenheiten, bei denen verschiedene Körper im Gleichklang schwingen. Viele Menschen lassen sich schnell von anderen anstecken, es ihnen gleichzutun. Sieht man die mimischen Bewegungen eines anderen Menschen, reagiert man automatisch und in Bruchteilen von Sekunden und ahmt die Mimik seines Gegenübers nach. Werner Bartens ist Autor von Bestsellern wie „Das Ärztehasser-Buch“, „Körperglück“ und „Was Paare zusammenhält“. <span id="more-1344"></span></p>
<p><strong>Die meisten Menschen gieren nach Resonanz</strong></p>
<p>Gähnen steckt an und wird von Forschern als ein Zeichen der Empathie gewertet. Menschen ahmen einander in vielen Situationen nach, sie können das gar nicht verhindern. Schon das Baby ahmt den Erwachsenen nach. Die körperliche Synchronisierung kann ein Zeichen von Einverständnis, Einklang und Harmonie sein. Manchmal erfolgt sie allerdings auch aus rein pragmatischen Gründen. Die meisten Menschen gieren nach Resonanz. Sie brauchen einen Widerhall, einen Gegenpart. Die schlimmste Form des Missbrauchs ist daher die totale Isolierung und Vernachlässigung.</p>
<p>Werner Bartens erklärt: „Da ist niemand, auf den man seine Wut, seine Angst oder andere Gefühle der Hilflosigkeit richten kann – man kommt sich vor wie Luft und macht die furchtbare Erfahrung, dass man keinerlei Reaktion hervorruft.“ Die Erfahrung, nicht beachtet zu werden und auf seine Lebensäußerungen keine Antwort zu bekommen, hallt noch für Jahre und Jahrzehnte nach. Oft bietet man andern Menschen ein Echo, auch wenn sie gar nicht danach fragen. Kommt die Musik ins Spiel, ist der Wunsch nach Widerhall und Synchronisierung geradezu unwiderstehlich.</p>
<p><strong>Die Suche nach Resonanz scheint ein instinktives Verhalten zu sein</strong></p>
<p>Wer selbst Musik macht, kennt das empathische Miteinander umso besser. Es geht dabei nicht darum, stur seinen Part durchzuspielen, sondern die anderen mitzunehmen, auf sie zu hören und sich dem gemeinsamen Klang verpflichtet zu fühlen. Menschen, die miteinander Musik machen, müssen sich nicht zwangsläufig gut verstehen. Die Suche nach Resonanz, nach Widerhall, nach einem Gegenüber scheint ein instinktives Verhalten des Menschen zu sein. Leider zeigt sich diese Tendenz zur Mimikry auch dann, wenn es um weniger erwünschte Eigenschaften und Verhaltensweisen geht.</p>
<p>Abhängigkeit und Sucht werden beispielsweise in hohem Maße davon geprägt, welche Nähe zu Gleichaltrigen aufgebaut wird und wie sich das sonstige soziale Umfeld verhält. Die körperliche Angleichung beim Gähnen, Laufen oder Sitzen findet zumeist unbewusst statt und ist ein Zeichen der Anpassung und auch der Anteilnahme. Mit den körperlichen Anverwandlungen kommt man auch der Gefühlswelt seines Gegenübers entscheidend näher. Die körperlichen Erfahrungen und Erlebnisse beeinflussen die Wahrnehmung. Quelle: „Empathie“ von Werner Bartens</p>
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		<title>Selbstmitgefühl bietet Trost und Unterstützung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 08:34:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Bartens]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn es einem Menschen schlechtgeht, ist es hilfreich, das eigene Leid zunächst zu sortieren und richtig wahrzunehmen. Leider haben aber viele Menschen nicht gelernt oder wieder verlernt, zu erspüren, warum es ihnen nicht gutgeht und was ihnen möglicherweise fehlt. Werner Bartens nennt ein Beispiel: „Sie erkennen dann beispielsweise nicht, dass ein Großteil ihres Unbehagens damit ... <a title="Selbstmitgefühl bietet Trost und Unterstützung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbstmitgefuehl-bietet-trost-und-unterstuetzung.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbstmitgefühl bietet Trost und Unterstützung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es einem Menschen schlechtgeht, ist es hilfreich, das eigene Leid zunächst zu sortieren und richtig wahrzunehmen. Leider haben aber viele Menschen nicht gelernt oder wieder verlernt, zu erspüren, warum es ihnen nicht gutgeht und was ihnen möglicherweise fehlt. Werner Bartens nennt ein Beispiel: „Sie erkennen dann beispielsweise nicht, dass ein Großteil ihres Unbehagens damit zusammenhängt, dass sie sich permanent selbst fertigmachen, weil sie den eigenen, viel zu hoch gesetzten Ansprüchen nicht genügen und diesen Kampf nur verlieren können.“ Es gibt inzwischen eine Reihe von Übungen und Meditationspraktiken, die dabei helfen, das verschüttete Selbst wieder freizulegen. Wer das hinbekommt und Selbstmitgefühl entwickelt, blendet schmerzhafte Einsichten und Emotionen zwar nicht aus, schützt sich aber davor, sich mit den negativen Grübeleien und Vorwürfen über alle Maßen zu identifizieren. Werner Bartens ist Autor von Bestsellern wie „Das Ärztehasser-Buch“, „Körperglück“ und „Was Paare zusammenhält“. <span id="more-1330"></span></p>
<p><strong>Das geplagte Ich benötigt Zuspruch und Ermutigung</strong></p>
<p>Wer sich von seinen negativen Gefühlen leiten lässt und in unversöhnlicher Weise an seinen Schwächen reibt, verstärkt sein Leid nur noch und entwertet die eigene Person immer mehr. Werner Bartens fügt hinzu: „Zudem kreist er nur noch um sich selbst und ist kaum noch offen für andere Menschen und Sichtweisen. Die eigenen Fehler werden übertrieben, und man nimmt sich nur noch als Mängelwesen wahr, das nicht nur einen Fehler gemacht hat, sondern selbst der Fehler ist.“ Eigenes Leid und gelegentliche Misserfolge werden dann sofort und fast ausschließlich mit negativen Gedanken und Gefühlen in Verbindung gebracht.</p>
<p>Selbstmitgefühl richtet sich hingegen auf das Erlebte und Erfahrene und bietet Trost und Unterstützung. Nicht Selbstkritik, sondern Ermutigung und Zuspruch für das geplagte Ich stehen im Vordergrund. So leiden zum Beispiel Mensch mit größerem Selbstmitgefühl unter Angst und Depressionen. Umgekehrt ist bekannt, dass ständige Selbstzweifel und harsche Selbstkritik dazu beitragen, dass Menschen ängstlicher sind und eher depressiv werden. Menschen mit Talent zum Selbstmitgefühl nehmen sich mitsamt all ihrer Unzulänglichkeiten in freundlicher Güte an.</p>
<p><strong>Das Selbstmitgefühl steigert die seelische Widerstandskraft</strong></p>
<p>Das Selbstmitgefühl steigert nicht nur die Resilienz, wie der Schutz vor psychischen Beschädigungen und die seelische Widerstandskraft genannt wird. Es tut auch unmittelbar dem Körper gut. Das Selbstmitgefühl beruht auf dem Wissen, dass man schon gut ist, wie man ist – mit allen Schwächen, Macken und Fehlern. Werner Bartens ergänzt: „Um sich wertzuschätzen und gütig mit sich selbst umzugehen, muss man nicht herausragend und erst recht nicht besser sein als andere.“ Das Mitgefühl mit sich selbst verbessert außerdem die Motivation, etwas zu ändern, zu lernen oder anderweitig zu verbessern.</p>
<p>Auch an ihren guten Vorsätzen halten Menschen mit ausgeprägtem Selbstmitgefühl länger und intensiver fest. Selbst wenn es nicht auf Anhieb klappt oder sie Rückschläge erleiden, behalten sie die Motivation, erneut einen Versuch zu starten und sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen. Menschen, die gut für sich sorgen und sich Fehler verzeihen, schaffen es eher, mit dem Rauchen aufzuhören oder ein Fitnessprogramm zu starten. Der Grund liegt in mitfühlender Selbstsorge und dem Wunsch, sich etwas Gutes zu tun. Quelle: „Empathie“ von Werner Bartens</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder benötigen eine intensive und liebevolle Bindung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/kinder-benoetigen-eine-intensive-und-liebevolle-bindung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2016 08:19:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt für Werner Bartens kein Patentrezept, wie Kinder zu seelisch stabilen und körperlich robusten Erwachsenen heranreifen. Manche beneidenswerte Menschen sind von jungen Jahren an ungeheuer belastungsfähig, kümmern sich später aufopferungsvoll um Beruf und Familie und wirken dennoch ruhig und ausgeglichen. Andere fühlen sich hingegen permanent gestresst und überfordert, und auch bei vermeintlich geringen Anforderungen ... <a title="Kinder benötigen eine intensive und liebevolle Bindung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kinder-benoetigen-eine-intensive-und-liebevolle-bindung.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder benötigen eine intensive und liebevolle Bindung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt für Werner Bartens kein Patentrezept, wie Kinder zu seelisch stabilen und körperlich robusten Erwachsenen heranreifen. Manche beneidenswerte Menschen sind von jungen Jahren an ungeheuer belastungsfähig, kümmern sich später aufopferungsvoll um Beruf und Familie und wirken dennoch ruhig und ausgeglichen. Andere fühlen sich hingegen permanent gestresst und überfordert, und auch bei vermeintlich geringen Anforderungen signalisieren sie, dass sie nicht mehr können. Werner Bartens betont: „Es gibt keine Garantie dafür, dass Kinder bei einem bestimmten Verhalten der Eltern psychisch widerstandsfähig werden und gegenüber den Widrigkeiten des Lebens besser bestehen können.“ Ein paar hilfreiche Umstände, die dazu beitragen, dass Kinder Kraft und Energie aufnehmen können und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie nicht so leicht verzagen und ihnen alles zu viel wird, gibt es allerdings sehr wohl. Werner Bartens ist Autor von Bestsellern wie „Das Ärztehasser-Buch“, „Körperglück“ und „Was Paare zusammenhält“. <span id="more-1320"></span></p>
<p><strong>Oxytocin ist als Kuschelhormon populär geworden</strong></p>
<p>Werner Bartens erklärt: „Frühes Miteinander, emotionale Interaktion und Zuwendung helfen Kindern ungemein. Sie stimulieren die Entwicklung körperlich und fördern auch die seelische Reife. Durch Beziehungen und Nähe werden Kinder überhaupt erst beziehungsfähig.“ Es ist vom ersten Lebenstag an wichtig, eine intensive und liebevolle Bindung zu seinem Kind aufzubauen. Das spüren Eltern eigentlich intuitiv, besonders die Mütter merken, wie sie sich zu den Neugeborenen hingezogen fühlen.</p>
<p>Die Natur hilft dabei noch ein bisschen nach und geht auf Nummer sicher, dass sich innige Muttergefühle entwickeln: Mit dem ersten Milcheinschuss in die mütterliche Brust wird vermehrt das Hormon Oxytocin freigesetzt. Es ist mittlerweile ziemlich populär geworden als sogenanntes Kuschelhormon oder Bindungshormon, weil es das Bedürfnis nach Nähe, Berührung und Harmonie vermittelt und verstärkt. Die Mütter können unter diesem Hormoneinfluss gar nicht anders, als da Kind immer wieder in den Arm zu nehmen, zu streicheln und zu sich an die Brust zu legen.</p>
<p><strong>Ratten sind die Kuscheltiere der Biologen</strong></p>
<p>Eine ähnliche Wirkung zeigt das Oxytocin bei Paaren, die sich anfangs ständig anfassen müssen und kuscheln wollen. Die Kinderpsychiaterin Heidelise Als aus Boston hat in etlichen Studien gezeigt, wie gut die mütterliche Nähe den Allerjüngsten tut. Sie hatte schon in den 1970er Jahren beobachtet, dass sich Frühgeborene besser entwickeln, schneller wachsen, weniger Hirnschäden bekommen, sich ihre Lungen und ihr Herz rascher kräftigen und sie früher aus der Klinik entlassen werden können, wenn sie viel Wärme und Zuwendung bekommen und immer wieder berührt werden.</p>
<p>Ratten sind die Kuscheltiere der Biologen. Von ihnen lässt sich viel lernen, denn ihr Verhalten ähnelt in mancher Beziehung dem des Menschen. An Ratten konnte der Neurobiologen Michael Meaney und andere Wissenschaftler demonstrieren, was den Nagernachwuchs stark macht und resistent gegen Stress werden lässt. Werner Bartens erläutert: „Tiere, die von ihren Müttern nach der Geburt intensiv geleckt werden, bilden demnach mehr molekulare Andockstellen aus, um das Stresshormon Kortisol zu binden, damit dem Körperkreislauf zu entziehen und unschädlich zu machen.“ Diese Tiere zeigten sich bei späteren Belastungen entspannter als jene, die von ihren Müttern weniger verhätschelt wurden. Quelle: „Wie Berührung hilft“ von Werner Bartens</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Midlife-Crisis führt zur Egozentrierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2016 11:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt verschiedene heikle Phasen im Leben, in denen die Menschen erheblich selbstbezogener sind als sonst. Ein Höhepunkt der Egozentrierung ist neben der Pubertät sicherlich die Midlife-Crisis. Werner Bartens erklärt: „Man kreist nur noch um sich, um die nachlassende Spannkraft, fehlende Energie und weniger Leistungsfähigkeit.“ Und nur mühsam stellt sich die Erkenntnis ein, dass es ... <a title="Die Midlife-Crisis führt zur Egozentrierung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-midlife-crisis-fuehrt-zur-egozentrierung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Midlife-Crisis führt zur Egozentrierung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene heikle Phasen im Leben, in denen die Menschen erheblich selbstbezogener sind als sonst. Ein Höhepunkt der Egozentrierung ist neben der Pubertät sicherlich die Midlife-Crisis. Werner Bartens erklärt: „Man kreist nur noch um sich, um die nachlassende Spannkraft, fehlende Energie und weniger Leistungsfähigkeit.“ Und nur mühsam stellt sich die Erkenntnis ein, dass es fortan nicht nur körperlich, sondern auch beruflich nicht zwangsläufig weiter aufwärtsgeht und manche Möglichkeiten im Leben unwiderruflich vorbei sind. Wer damit hadert, findet wenig Muße, sich auch noch in das Seelenleben anderer einzufühlen. Werner Bartens rät, dieses Selbstmitleid auf keinen Fall zu kultivieren. Denn nach einer Krise geht es in der Regel auch wieder aufwärts. Werner Bartens ist Autor von Bestsellern wie „Das Ärztehasser-Buch“, „Körperglück“ und „Was Paare zusammenhält“. <span id="more-1310"></span></p>
<p><strong>Die Lebenszufriedenheit nimmt einen U-förmigen Verlauf</strong></p>
<p>Wissenschaftler haben herausgefunden, dass spätestens in den Fünfzigern wieder ein Aufschwung beginnt. Und mit 60 Jahren ist die Lebenszufriedenheit oft wieder ähnlich so groß wie bei den 25- oder 30-Jährigen, sofern die Gesundheit nicht beeinträchtigt ist. Über diese Aussichten können sich allerdings nur jene Menschen freuen, die im wohlhabenden Teil der Erde leben. Wer dagegen in Ländern der sogenannten Dritten Welt lebt, wird mit zunehmenden Alter immer unglücklicher. Denn in diesen Weltregionen nimmt mit dem Alter auch die Armut stark zu.</p>
<p>Studien beschreiben für die westlichen Länder einen U-förmigen Verlauf der Lebenszufriedenheit, mit dem Tiefpunkt im Alter zwischen 45 und 54 Jahren. Der schottische Ökonom Angus Deaton erläutert: „In dieser Periode werden meist die höchsten Gehälter gezahlt, es ist oft die produktivste Arbeitsphase, und die Leute wollen viel schaffen und verdienen. Allerdings geht das oft auf Kosten des Wohlbefindens und der Gesundheit – man will für später vorsorgen und ein Polster anlegen und vergisst darüber die Gegenwart.“</p>
<p><strong>In der „Plateauphase“ nehmen Schlafstörungen zu</strong></p>
<p>Zudem stellen sich in der heiklen Lebensphase zwischen 40 und 50 oft ein paar schmerzliche Erkenntnisse ein, die sich einfach nicht wegdiskutieren lassen: Für den Start einer Karriere ist es oft schon zu spät, und im gewohnten Beruf sind die Grenzen erreicht oder eng abgesteckt. Der Traumpartner ist längst vergeben und die Glut der eigenen Beziehung erkaltet. Die Knochen knirschen, das Kreuz schmerzt, immer zwickt und zwackt es irgendwo. Und dann muss auch noch die Lesebrille her.</p>
<p>Ärzte und Therapeuten kennen die Probleme von Menschen, die das ernüchternde Gefühl haben, dass sie zwar manche Ziele erreicht haben, es von nun aber nicht mehr weiter nach oben gehen kann. Werner Bartens stellt fest: „In der „Plateauphase“ nehmen Schlafstörungen, Grübeleien, Freudlosigkeit und innere Abstumpfung zu, die Leistungskraft lässt nach. Häufig klagen Menschen in dieser Zeit über unklare Kopf- oder Rückenschmerzen und rennen von Arzt zu Arzt.“ Allerdings geht nach einigen Jahren die Stimmungskurve wieder nach oben und eine gewisse Gelassenheit stellt sich ein. Quelle: „Empathie“ von Werner Bartens</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die besten Kosmetika produziert die Haut selbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2016 08:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Bartens]]></category>
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					<description><![CDATA[Erstaunlich viele Menschen in Deutschland geben in Umfragen an, unter Kontaktarmut und dem Gefühl zu leiden, zu wenig geliebt zu werden. Für Hautkranke kann das ein Teufelskreis werden, denn sie werden weniger berührt als Menschen mit gesunder Haut. Und weniger Berührung kann zugleich die Symptome bei Hauterkrankungen verschlimmern. Werner Bartens fügt hinzu: „Das Erstaunliche ist: ... <a title="Die besten Kosmetika produziert die Haut selbst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-besten-kosmetika-produziert-die-haut-selbst.html" aria-label="Mehr Informationen über Die besten Kosmetika produziert die Haut selbst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunlich viele Menschen in Deutschland geben in Umfragen an, unter Kontaktarmut und dem Gefühl zu leiden, zu wenig geliebt zu werden. Für Hautkranke kann das ein Teufelskreis werden, denn sie werden weniger berührt als Menschen mit gesunder Haut. Und weniger Berührung kann zugleich die Symptome bei Hauterkrankungen verschlimmern. Werner Bartens fügt hinzu: „Das Erstaunliche ist: Menschen, die sich selbst ständig berühren und ihre Haut traktieren, damit sie noch besser und perfekter aussieht, sind besonders gefährdet, Hautkrankheiten zu bekommen.“ Volker Steinkraus, Professor für Hauterkrankungen am Hamburger Dermatologikum, erklärt: „Die Menschen machen zu viel mit ihrer Haut. Weniger ist mehr, denn die besten Kosmetika produziert die Haut selbst.“ Werner Bartens ist Autor von Bestsellern wie „Das Ärztehasser-Buch“, „Körperglück“ und „Was Paare zusammenhält“. <span id="more-1306"></span></p>
<p><strong>Viele Gefühle werden über die Haut offenbart</strong></p>
<p>Periorale Dermatitis entsteht insbesondere bei Frauen, die mehrmals täglich duschen und die Haut anschließend mit viel zu fetthaltigen Kosmetika abdecken. Werner Bartens erläutert: „Wer übertrieben reinlich ist, dessen Haut schuppt nicht nur leichter, ist gerötet und voller Ausschläge, sie infiziert sich auch schneller mit Pilzen und Bakterien. Kontaktekzeme gedeihen besonders gut in Achselhöhlen, die regelmäßig rasiert und täglich mit Duschlotionen, Cremes und Deos traktiert werden.“ Volker Steinkraus empfiehlt die Haut nach Bedarf zu pflegen.</p>
<p>Die Haut ist ein hochempfindliches Organ, mit zwei Quadratmetern Oberfläche zudem das größte des Körpers. Auf Einflüsse von außen wie von innen reagiert die Haut hochsensibel. Mehr als eine Million Tastorgane befinden sich in ihr, außerdem mindestens so viele Nervenenden, die Reize registrieren und weiterleiten. Die Haut ist eine riesige Antenne. Umgekehrt werden viele Gefühle über die Haut offenbart: Neben Erröten und Erblassen funktionieren beim Menschen auch die evolutionär angelegten Muskeln noch, die bewirken, dass sich Haare sträuben.</p>
<p><strong>Hautkrankheiten werden als ansteckend wahrgenommen</strong></p>
<p>Dass seelische Probleme die Haut angreifen können, verwundert angesichts der sensiblen Ausstattung der Oberfläche nicht. Gerhard Schmidt-Ott, Psychosomatiker an der Medizinischen Hochschule Hannover und Experte für Hauterkrankungen, schränkt ein: „Trotzdem lehne ich das eingängige Bild von der Haut als Spiegel der Seele ab. Eine kranke Haut ist nicht gleichbedeutend mit einer kranken Seele, das würde Betroffene nur noch stärker stigmatisieren. Hautkrankheiten würden ohnehin als schmutzig und ansteckend wahrgenommen.“</p>
<p>Gerhard Schmidt-Ott gibt allerdings zu: „Hauterkrankungen können Narben auf der Seele verursachen.“ Das Team von Gerhard Schmidt-Ott hat herausgefunden, dass Hautleiden bei manchen Menschen durch Stress schlimmer werden – aber nicht bei allen. Matthias Augustin, Dermatologe und Professor für Lebensqualitätsforschung an der Universitätsklinik Hamburg, erklärt: „Hautkrankheiten lassen sich provozieren. Spannend ist, dass die Entzündungsreaktion auf Stress bei Patienten mit Neurodermitis stärker ausfällt als bei denjenigen, die keine Hautprobleme haben.“ Quelle: „Wie Berührung hilft“ von Werner Bartens</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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