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	<title>Weltsicht &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Dinge mit den Augen des Anderen sehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Jemanden zu begegnen, bedeutet, dass man eine andere Sicht auf die Dinge entdeckt und die Erfahrung macht, dass sich die eigene Weltbeziehung verändert. Charles Pépin erläutert: „Seitdem ich dich getroffen habe, stehe ich nicht mehr im Zentrum meiner Welt und bin auch nicht mehr jene Monade, welche die Welt nur aus ihrer eigenen Position heraus wahrnimmt. Jetzt sehe ich die Dinge auch mit deinen Augen.“ Eine Nachricht macht Schlagzeilen und man meint zu wissen, wie der Andere sie aufnehmen wird. Man nimmt an einer Konferenz teil und kann sich denken,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jemanden zu begegnen, bedeutet, dass man eine andere Sicht auf die Dinge entdeckt und die Erfahrung macht, dass sich die eigene Weltbeziehung verändert. Charles Pépin erläutert: „Seitdem ich dich getroffen habe, stehe ich nicht mehr im Zentrum meiner Welt und bin auch nicht mehr jene Monade, welche die Welt nur aus ihrer eigenen Position heraus wahrnimmt. Jetzt sehe ich die Dinge auch mit deinen Augen.“ Eine Nachricht macht Schlagzeilen und man meint zu wissen, wie der Andere sie aufnehmen wird. Man nimmt an einer Konferenz teil und kann sich denken, welche Überlegungen der Andere dazu anstellen wird. Man hört ein Lied und glaubt zu wissen, ob es dem Anderen gefallen wird oder nicht.  Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-3920"></span></p>
<p><strong>Begegnungen sind verunsichernd und aufregend</strong></p>
<p>Charles Pépin fügt hinzu: „Und wenn wir ins Kino gehen, schaue ich mir den Film auch mit deinen Augen an. Beim Verlassen des Saales bestätigst du meine Vermutung, dass diese eine Szene dich besonders berührt hat.“ Dass man einem Anderen begegnet ist und sich seine Weltsicht zu eigen gemacht hat, hindert einen selbst nicht daran, seine Vorlieben, seine Sicht, seine Anschauung zu behalten, aber sie werden um die des Anderen bereichert. Man hat den Film zwei Mal gesehen: nicht hintereinander, sondern gleichzeitig mit den eigenen und mit den Augen des anderen.</p>
<p>„Seitdem ich dich getroffen habe, nehme ich die ganze Welt gleich zwei Mal wahr“, erklärt Charles Pépin. Die Tatsache, nicht mehr im Zentrum der eigenen Welt zu stehen, ist verunsichernd und aufregend zugleich. Verunsichernd, weil man von seiner gewohnten Sicht auf die Dinge entrückt wird. Aufregend, weil man die Welt endlich anders sieht: Man entdeckt sie mit anderen Augen. „Durch den Blick des Anderen werde ich meiner Welt beraubt“, erklärte Jean-Paul Sartre. </p>
<p><strong>Blickwechsel ermöglichen den Zugang zur Sichtweise des Anderen</strong></p>
<p>Damit wollte der französische Philosoph die schmerzhafte Andersheit beschreiben, die nicht unmittelbar erfolgt. Eine mehrfach wiederholte Erfahrung des Blickwechsels ist notwendig, um Zugang zur Sichtweise des Anderen zu finden. Die Entdeckung der Andersheit verweist darauf, dass Begegnung stattgefunden hat und ihre Wirkung zu entfalten beginnt. Man weiß natürlich, dass der Andere existiert, es erfordert jedoch mehr, um ihm wirklich zu begegnen, um seine Andersheit zu erfahren. </p>
<p>Charles Pépin betont: „Wenn aber der Andere meine Geliebte, mein Freund, meine Partnerin wird, wenn ich eine Begebenheit nicht mehr erleben kann, ohne diese auch durch den Anderen wahrzunehmen, dann weiß ich, dass ich ihm wirklich begegnet bin: Ich mache dauerhaft die Erfahrung seiner Differenz, seiner Andersheit.“ Eine seltsame Erfahrung übrigens: Wenn der Andere wirklich anders ist, wie kann man sich dann an seine Stelle versetzen? Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die überdramatisierte Weltsicht boomt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 02:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Instinkt]]></category>
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					<description><![CDATA[Unzählige Parameter wie Bildung, Gesundheit, Lebenserwartung, Chancengleichheit, Sicherheit, Wohlstand, Freiheit und viele andere haben sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Der Menschheit ging es noch nie so gut wie heute. Dennoch glauben die meisten Menschen immer noch: „Früher war alles besser.“ Markus Hengstschläger erläutert: „Der moderne Homo sapiens denkt mehrheitlich, dass er in einer Welt zunehmender Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen, menschengemachter Katastrophen, Korruption, Armut und Ungerechtigkeit lebt.“ Hans Rosling nennt das die überdramatisierte Weltsicht und gibt die Schuld nicht den böswilligen Medien, nie nur mehr Negativschlagzeilen und Katastrophenberichte bieten, oder&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unzählige Parameter wie Bildung, Gesundheit, Lebenserwartung, Chancengleichheit, Sicherheit, Wohlstand, Freiheit und viele andere haben sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Der Menschheit ging es noch nie so gut wie heute. Dennoch glauben die meisten Menschen immer noch: „Früher war alles besser.“ Markus Hengstschläger erläutert: „Der moderne Homo sapiens denkt mehrheitlich, dass er in einer Welt zunehmender Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen, menschengemachter Katastrophen, Korruption, Armut und Ungerechtigkeit lebt.“ Hans Rosling nennt das die überdramatisierte Weltsicht und gibt die Schuld nicht den böswilligen Medien, nie nur mehr Negativschlagzeilen und Katastrophenberichte bieten, oder der Propaganda, den Fake News oder den „alternativen Fakten“. Er schreibt es jenen menschlichen Instinkten zu, die während Millionen von Jahren andauernder Evolution im menschlichen Gehirn verankert wurden. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-3328"></span></p>
<p><strong>Das Gehirn kommt oft zu raschen Entschlüssen</strong></p>
<p>Viele Menschen wollen nicht hören, dass Fliegen eine enorm sichere Fortbewegungsart ist. Sie wollen lieber von dem katastrophalen Flugzeugabsturz hören. Markus Hengstschläger erklärt: „Unsere genetisch mitbestimmten Verhaltensmuster, unsere Instinkte, von Gefahren und alarmierenden Situationen immer und immer sofort erfahren zu wollen, haben sich evolutiv durchgesetzt.“ Sie haben den Vorfahren der heutigen Menschen in Zeiten von Jägern und Sammlern dabei geholfen, stets nach neuen Gefahren Ausschau zu halten, um ihnen unmittelbar aus dem Weg gehen und dadurch überleben zu können. </p>
<p>Das menschliche Gehirn kommt oft zu raschen Schlussfolgerungen und Entschlüssen, ohne großes Nachdenken. Und wenn solche Instinkte von ein paar Tausend Jahren auch überlebenswichtig waren, so leben die heutigen Menschen n einer vollkommen anderen Welt. Yuval Noah Harari schreibt in seinem Buch „21. Lektionen für das 21. Jahrhundert“ sogar, dass es vielleicht ein Fehler wäre, zu viel Vertrauen in das rationale Individuum zu setzen.  </p>
<p><strong>Viele Entscheidungen basieren auf emotionalen Reaktionen</strong></p>
<p>Denn Verhaltensökonomen und Evolutionspsychologen haben gezeigt, dass die meisten menschlichen Entscheidungen auf emotionalen Reaktionen und heuristischen Kurzschlüssen basieren. Sie stützten sich weniger auf rationale Analyse. Emotionen und Strategien der Problemlösung, die womöglich für ein Leben in der Steinzeit geeignet waren, sind jedoch im „Silicon-Zeitalter“ bedauerlicherweise völlig unbrauchbar. Malcolm Gladwell hat den Bestseller „Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht“ geschrieben. </p>
<p>Er beschreibt in seinem 2005 erschienen Buch „Blink! Die Macht des Moments“, dass Menschen in Situationen wie zum Beispiel Vorstellungsgesprächen viel mehr ihrer Intuition folgen und spontan entscheiden. Das Spannende daran ist allerdings, dass Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen selbst meinen, sie brauchen sehr viele Daten und Informationen, um zu ihren Entscheidungen kommen zu können. Die meisten Menschen überschätzen permanent das für ihre Entscheidungen notwendige Ausmaß an Informationen. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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