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	<title>Wahrsager &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Magisches Denken kann zu Aberglauben führen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 01:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baader-Meinhof-Effekt]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Handel wird das Erleben scheinbar bedeutungsvoller Zufälle ohne offensichtliche kausale Verbindung als „Synchronizität“ bezeichnet. Kit Yates fügt hinzu: „Der Psychologe Carl G. Jung führte dieses Konzept in den 1920er-Jahren ein und argumentierte, der Kausaleffekt sei tatsächlich nichts anderes als paranormale Aktivität.“ Das ist ein Beispiel für sogenanntes „magisches Denken“ – wenn die Kausalbeziehung zwischen ... <a title="Magisches Denken kann zu Aberglauben führen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/sportler-neigen-oftmals-zu-magischem-denken.html" aria-label="Mehr Informationen über Magisches Denken kann zu Aberglauben führen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Handel wird das Erleben scheinbar bedeutungsvoller Zufälle ohne offensichtliche kausale Verbindung als „Synchronizität“ bezeichnet. Kit Yates fügt hinzu: „Der Psychologe Carl G. Jung führte dieses Konzept in den 1920er-Jahren ein und argumentierte, der Kausaleffekt sei tatsächlich nichts anderes als paranormale Aktivität.“ Das ist ein Beispiel für sogenanntes „magisches Denken“ – wenn die Kausalbeziehung zwischen zwei verknüpften Ereignissen nicht sofort offensichtlich ist, kommt es vor, dass das menschliche Gehirn rasch ungerechtfertigte Schlüsse zieht. Bei „Gläubigen“ kann die Bedeutung, die solchen Zufallsereignissen fälschlicherweise zugeschrieben wird, zur Ausbildung von Aberglauben führen. Viele Sportler und Fans kennen solch magisches Denken, das sich in Form von Ritualen vor einem Spiel äußert. Kit Yates lehrt an der Fakultät für mathematische Wissenschaften und is Co-Direktor des Zentrums für mathematische Biologie der University of Bath. <span id="more-5724"></span></p>
<p><strong>Wahrsager nutzen den „Baader-Meinhof-Effekt“</strong></p>
<p>Mitte der 1980er-Jahre fragte sich Koichi Ono, ein Verhaltenspsychologe an der Komazawa-Universität in Tokio, wie solche abergläubischen Verhaltensweisen beim Menschen wohl entstanden sind. Kit Yates erklärt: „Er entwarf ein Experiment, das zeigen sollte, wie Menschen Handlungen, die sie vorgenommen hatten, bestimmte Wirkungen zuschrieben, ohne dass es irgendeinen plausiblen Beleg für eine Kausalbeziehung gegeben hätte – die präzise Definition von abergläubischem Verhalten.“ </p>
<p>Wahrsager machen sich die menschliche Neigung zum magischen Denken in genau derselben Weise zunutze wie Bühnenmagier. Kit Yates erläutert: „Indem sie das Zusammentreffen zweier Ereignisse – Koinzidenz – in eine Synchronizität umdeuten, bringen sie uns dazu, anzunehmen, sie wüssten Dinge, die sie vernünftigerweise gar nicht wissen können, und schaffen damit eine kognitive Dissonanz, von der sie hoffen, das Gegenüber werde sie dadurch lösen, dass es ihnen übernatürliche Kräfte zuspricht.“ Eine weitere Form der Koinzidenz, die Wahrsager einsetzen, um ihre Klienten von ihrem Vorwissen zu überzeugen und sie immer wieder zum Zurückkommen zu animieren, basiert auf dem „Baader-Meinhof-Effekt“.</p>
<p><strong>Bei der Häufigkeitsillusion scheint Neues überall vermehrt aufzutreten</strong></p>
<p>Diese Effekt beschreibt laut Kit Yates die Gelegenheiten, bei denen man auf eine unvertraute Information stößt – eine ungewöhnlichen Satz, ein ungewöhnliches Wort oder einen ungewöhnlichen Namen – und bald darauf erneut darüber stolpert, vielleicht sogar häufiger. Offenbar erhielt der Baader-Meinhof-Effekt seinen Namen auf einem Diskussionsforum 1995, als sich herausstellte, dass es keinen allgemein gebräuchlichen Begriff für das Phänomen gab.</p>
<p>Kit Yates weiß: „Der neuere – aber weniger eingängige – Name für diesen Effekt – wenn Sie etwas Neues lernen und es anschließend überall vermehrt aufzutauchen scheint – ist Frequenz- oder Häufigkeitsillusion.“ Je ungewöhnlicher und einprägsamer das Wort oder der Satz ist, desto stärker ist auch der Effekt. Man fragt sich, wie es möglich ist, dass man in seinem ganzen bisherigen Leben noch nicht auf diesen Begriff gestoßen ist, nun aber in einer einzigen Woche gleich dreimal. Quelle: „Wie man vorhersieht, womit keiner rechnet“ von Kit Yates</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wahrsager waren schon in der Antike beliebt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>
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					<description><![CDATA[Ohne Fingerspitzengefühl, das zur Entwicklung einer guten Geschichte gehört, hätten Wahrsagerinnen, Mystiker und Medien sicherlich nicht so lange überdauernd und in vielen antiken Gesellschaften wichtige Positionen eingenommen. Belege für die Popularität von Wahrsagerinnen datieren vielen Tausend Jahre zurück bis zu den antiken Kulturen Ägyptens, Chinas, Mesopotamiens und Assyriens. Kit Yates stellt fest: „Mit Anbruch der ... <a title="Wahrsager waren schon in der Antike beliebt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-popularitaet-von-wahrsagern-reicht-weit-zurueck.html" aria-label="Mehr Informationen über Wahrsager waren schon in der Antike beliebt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne Fingerspitzengefühl, das zur Entwicklung einer guten Geschichte gehört, hätten Wahrsagerinnen, Mystiker und Medien sicherlich nicht so lange überdauernd und in vielen antiken Gesellschaften wichtige Positionen eingenommen. Belege für die Popularität von Wahrsagerinnen datieren vielen Tausend Jahre zurück bis zu den antiken Kulturen Ägyptens, Chinas, Mesopotamiens und Assyriens. Kit Yates stellt fest: „Mit Anbruch der Aufklärung im Europa des 18. Jahrhunderts schwand die Beliebtheit der Wahrsagerzunft, und viele ihrer Zeremonien fielen der wachsenden Skepsis zum Opfer, mit der diese unwissenschaftlichen Praktiken zunehmend betrachtet wurden.“ Mit der Ausbreitung europäischer Kolonialreiche verbreitete sich diese Skepsis rund um die Welt. Heute belächeln vielen diese Schamanen und ihre Vorhersagepraktiken als unseriösen Unsinn. Kit Yates lehrt an der Fakultät für mathematische Wissenschaften und is Co-Direktor des Zentrums für mathematische Biologie der University of Bath. <span id="more-5625"></span></p>
<p><strong>Wahrsagerinnen umgarnen ihre Kunden mit Allgemeinplätzen</strong></p>
<p>Kit Yates erklärt: „Aber auch heute noch hegen viele „Gläubige“ den nicht klar umrissenen Wunsch, an extrasensorische Fähigkeiten zu glauben, also an ein nicht genau fassbares Bewusstsein für Informationen, die durch andere als unsere gewöhnlichen Sinne empfangen werden.“ Wahrsagerinnen umgarnen ihre Kunden mit Allgemeinplätzen, die nach dem amerikanischen Geschäftsmann, Schausteller und Manipulator Phineas Taylor Barnum benannt und als „Barnum-Aussagen“ bekannt sind. </p>
<p>Die dienen Wahrsagern häufig als Eröffnungszügen und sollen ihnen helfen, mehr über ihren Klienten zu erfahren, ohne dabei etwas zu riskieren. Phineas Taylor Barnum, dessen Vorführungen voller aufwendiger Tricks und Täuschungen steckten, soll behauptet haben, sein Zirkus biete „für jeden etwas“. Kit Yates fügt hinzu: „Dies fasst die Lehre einer Barnum-Aussage aufs Beste zusammen – eine allgemeinen Persönlichkeitscharakteristik, die auf praktisch jeden passt.“ Der Bestätigungsfehler besorgt den Rest der Arbeit für die Wahrsagerin, denn das Gehirn wählt den oder die Aspekte der Aussage, die am besten zu einem passen.</p>
<p><strong>Wahrsager wissen um die Eitelkeit ihrer Klienten</strong></p>
<p>Oft benutzen Hellseherinnen auch den Kunstgriff mit der Schmeichelei, die auf einer unbewussten Neigung basiert und als „Pollyanna-Prinzip“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um die menschliche Tendenz, positives Feedback eher zu akzeptieren und zu erinnern als negatives. Kit Yates weiß: „Dieses Phänomen ist nach Eleanor H. Porters 1913 erschienenen Kinderbuch „Pollyanna“ benannt, in dem die gleichnamige Protagonistin in jeder Situation, in die sie gerät, etwas Positives findet.“ </p>
<p>Auf bestimmte Art formuliert kann ein Adressieren der Eitelkeit vom Wahrsager als subtiles Werkzeug eingesetzt werden, um vom Klienten Zustimmung zu erlangen. Aussagen wie „Als intelligenter Mensch verstehen Sie, worüber ich hier spreche“ verlangen nach Bestätigung. Kit Yates ergänzt: „Widerspricht man, so ist das ein stillschweigendes Eingeständnis der eigenen Dummheit.“ Selbst das freundliche „Macht das Sinn?“ lässt kaum Raum für Widerspruch. Quelle: „Wie man vorhersieht, womit keiner rechnet“ von Kit Yates</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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