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	<title>Wahrheit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>In jedem Alter kann man Neues lernen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Weichenstellungen für die drei Themen Lernen, körperliche Gesundheit und seelische Zufriedenheit werden früh gestellt und beeinflussen das ganze Leben eines Menschen. Es gibt die faszinierenden Möglichkeiten, in jedem Alter zum lernenden Menschen zu werden. Vom Geografieunterricht sind Andreas Salcher nur zwei interessante Dinge in Erinnerung geblieben: „Dass in Boston die berühmteste Universität der Welt ... <a title="In jedem Alter kann man Neues lernen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-bekenntnisse-eines-lernenden.html" aria-label="Mehr Informationen über In jedem Alter kann man Neues lernen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Weichenstellungen für die drei Themen Lernen, körperliche Gesundheit und seelische Zufriedenheit werden früh gestellt und beeinflussen das ganze Leben eines Menschen. Es gibt die faszinierenden Möglichkeiten, in jedem Alter zum lernenden Menschen zu werden. Vom Geografieunterricht sind Andreas Salcher nur zwei interessante Dinge in Erinnerung geblieben: „Dass in Boston die berühmteste Universität der Welt steht. Und dass durch Südamerika der längste Fluss der Welt fließt, der Amazonas.“ Harvard und der Amazonas lösten in seiner Fantasie jedenfalls großartige Bilder aus, und er beschloss schon auf der Schulbank, beide einmal Wirklichkeit werden zu lassen. Lernen von den Besten und Reisen in ferne Länder, zwei seiner großen Leidenschaften, wurde früh geweckt. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5404"></span></p>
<p><strong>Die Wahrheit kann man nie besitzen</strong></p>
<p>Andreas Salcher lernte später die Bedeutung des Wappenspruchs von Harvard „Veritas“ – Wahrheit – zu verstehen: „Es gebe selten die eine richtige Wahrheit, sondern nur wenn unterschiedliche Argumente und Fakten aufeinanderprallten, könnte man sich der Wahrheit annähern, sie aber nie besitzen.“ Bei einem Aufenthalt in Harvard wurde Andreas Salcher endgültig zum begeisterten Lernenden bekehrt. Er begriff, dass Freude am Lernen nur über Anstrengung führt: Je mehr man sich anstrengt, desto größer die Freude.</p>
<p>Bis heute investiert Andreas Salcher viel in seine Weiterbildung, und zwar antizyklisch: „Wenn ich ein finanziell schlechtes Jahr hatte, was als Selbstständiger immer wieder vorkommt, dann wende ich umso mehr Geld für Bildung auf.“ In den letzten Jahren fühlte er sich besonders von Zukunftsfragen angezogen, besuchte regelmäßig TED-Konferenzen und unternahm Research-Reisen ins Silicon Valley, weil er wissen wollte, ob und wie dort die Welt neu geschaffen wird.</p>
<p><strong>Schulurteile können das ganze Leben prägen</strong></p>
<p>Andreas Salcher betont: „Lernen ist für mich zugleich Schutzschild für mein riskantes Leben als Selbstständiger und Therapie für mein seelisches Gleichgewicht, um nicht in meiner Komfortzone hängen zu bleiben.“ Lernt Andreas Salcher alles mit Freude? Darauf muss er leider mit einem Nein antworten. So hat das Lernen einer Fremdsprache zum Beispiel nie Freude bei ihm ausgelöst. Er kann einigermaßen gut Englisch, allerdings für jemanden, der sich immer wieder längere Zeit in den USA aufhält, ist sein Niveau nicht dort, wo es sein könnte.</p>
<p>Nicht alle Menschen hatten Glück bei den frühen Weichenstellungen, die darüber entscheiden, ob ihre angeborene Neugier in Freude am Lernen mündet oder an einer Mauer aus Gleichgültigkeit und Fehlurteilen abprallt. Andreas Salcher kritisiert: „Wenn man uns in der Schule immer wieder eingetrichtert hat, das wir nicht singen, tanzen, malen können, nicht kreativ sind oder, noch schlimmer, dass wir einfach dumm sind, dann verfolgt uns das oft unser ganzes Leben lang.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Spielen und Träumen sichern die Realität ab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2022 01:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Spielen und das Träumen sind wirkungsvolle Hilfsmittel, um die eigene Realität abzusichern. Ille C. Gebeshuber bedauert: „Leider hören das Spielen und Träumen mit dem Eintritt in das Erwachsenenaltersgrößtenteils auf. Die Realität umgibt die Menschen mit Sachzwängen und zwingt sie so, ihre kindliche Seite in die hintersten Winkel ihres Geistes zu verbannen.“ Dabei hören die ... <a title="Spielen und Träumen sichern die Realität ab" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/spielen-und-traeumen-sichern-die-realitaet-ab.html" aria-label="Mehr Informationen über Spielen und Träumen sichern die Realität ab">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Spielen und das Träumen sind wirkungsvolle Hilfsmittel, um die eigene Realität abzusichern. Ille C. Gebeshuber bedauert: „Leider hören das Spielen und Träumen mit dem Eintritt in das Erwachsenenaltersgrößtenteils auf. Die Realität umgibt die Menschen mit Sachzwängen und zwingt sie so, ihre kindliche Seite in die hintersten Winkel ihres Geistes zu verbannen.“ Dabei hören die meisten Menschen nicht auf, Kind zu sein, nur die Spielregeln ändern sich. Die eigene Weltsicht wird solide und der Platz in der Gesellschaft akzeptiert. Die Informationen, denen die Erwachsenen nun ausgesetzt sind, haben privaten, beruflichen oder gesellschaftlichen Charakter. Gesellschaftlich relevante Informationen begleiten die Menschen auf Schritt und Tritt. Von der Warntafel über die Zeitung bis hin zu den Lieblingssendungen. Ille C. Gebeshuber ist Professorin für Physik an der Technischen Universität Wien. <span id="more-3994"></span></p>
<p><strong>Die Medien haben sich zu einem Informationssturm entwickelt</strong></p>
<p>Sie werden aufgenommen und versichern dem Individuum, dass die Gemeinschaft funktioniert. Ille C. Gebeshuber weiß: „Dies ist nicht mehr so einfach wie vor einigen Jahrhunderten, als nur wenige Menschen und Papierblätter aktuelle Informationen bereitstellten. Heute haben sich die Medien zu einem Informationssturm entwickelt, der dem Konsumenten einiges an selektivem Geschick abverlangt.“ Das hat Vor- und Nachteile. Denn durch die Möglichkeit, zwischen den verschiedenen Informationskanälen wechseln zu können, hat der Informationssturm wohl den größten Einfluss auf die gegenwärtige Entwicklung.</p>
<p>So fällt es dem Konsumenten leicht, die verschiedenen Informationsquellen derart zu selektieren, dass sie seinen Interessen und Neigungen entsprechen. Ille C. Gebeshuber betont: „Das ist zutiefst verführerisch, denn anstrengende und unangenehme Inhalte können so ausgeblendet werden. Im Idealfall bilden die willfährigen Medien eine Welt ab, die genau so ist, wie der Zuschauer dies sich wünscht.“ Diese eigene Wahrnehmung dient der Rückversicherung des eigenen Weltbilds.</p>
<p><strong>Die meisten Menschen sind Egoisten</strong></p>
<p>Alles ist in Ordnung. Fast. Denn früher oder später kommt der Moment, in dem der eigene Wohlfühlbereich verlassen werden muss. Ille C. Gebeshuber ergänzt: „Die dann erzwungene Begegnung mit anderen Welten kann durchaus schmerzhaft sein. Am Ende steht die Erkenntnis, dass eine zu bequeme Wahrheit oft nur eine geschickte Lüge ist.“ Im Privatleben spielt die individuelle Wahrheit eine wichtige Rolle. Die Selbstwahrnehmung und das persönliche Weltbild bestimmen die Reaktion auf Ereignisse. </p>
<p>In diesem Zusammenhang wurden den Menschen bestimme Verhaltensmuster anerzogen, die ihr Verhältnis zu den Mitmenschen und der Gesellschaft bestimmen. So sind die meisten Menschen zwar Egoisten, die aber im Sinne der gesellschaftlichen Vertretbarkeit ihrer Handlungen immer bestrebt sind, rechtmäßig zu handeln. Ille C. Gebeshuber beklagt: „Leider ist diese Rechtmäßigkeit oft eine Frage der Perspektive und Auffassungen. Dies führt dazu, dass die meisten Menschen mehrmals pro Tag lügen, wobei der Mindestwert bei circa zwei Mal steht.“ Quelle: „Eine kurze Geschichte der Zukunft“ von Ille C. Gebeshuber</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Sogar mit der Wahrheit lässt sich lügen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 May 2022 01:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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					<description><![CDATA[Durch Manipulation sorgt ein Mensch dafür, dass die Wirklichkeit des anderen sich für ihn so darstellt, wie er es möchte. Thorsten Havener weiß: „Eine sehr bewährte Methode ist diesbezüglich die Darstellung der Wirklichkeit über Statistiken.“ Hier wird, wie Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff, Autoren des Buches „Lügen mit Zahlen“, es so trefflich ausdrücken, „mit ... <a title="Sogar mit der Wahrheit lässt sich lügen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-mit-der-wahrheit-luegen.html" aria-label="Mehr Informationen über Sogar mit der Wahrheit lässt sich lügen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Durch Manipulation sorgt ein Mensch dafür, dass die Wirklichkeit des anderen sich für ihn so darstellt, wie er es möchte. Thorsten Havener weiß: „Eine sehr bewährte Methode ist diesbezüglich die Darstellung der Wirklichkeit über Statistiken.“ Hier wird, wie Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff, Autoren des Buches „Lügen mit Zahlen“, es so trefflich ausdrücken, „mit der Wahrheit gelogen“. Die folgenden Tricks sind nur ein Teil der unzähligen Täuschungen, die in dem Buch vorgestellt werden. Zum Beispiel: Lange Zeiträume – wie Mücken zu Elefanten werden. Wenn man sagt, der Bund einigt sich auf ein Bildungspaket von 18 Milliarden Euro, dann klingt das erst mal toll. Aber wenn die 18 Milliarden auf die nächsten zehn Jahre verteilt werden, dann ist das wenig. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-3608"></span></p>
<p><strong>Mit Definitionen lässt sich gut tricksen</strong></p>
<p>Ein weiteres Beispiel betrifft die Mittelwerte. Denn die Mitte ist nicht immer richtig. Thema Einkommen. Wenn ein paar wenige zum Beispiel in einem afrikanischen Land extrem viel verdienen – mehrere Millionen US-Dollar im Jahr – dann steigern sie das Durchschnittseinkommen enorm. Damit wird verhüllt, dass die große Mehrheit nur 500 US-Dollar im Jahr verdient. Auch mit Definitionen lässt es sich gut tricksen. Man kann eine Statistik, zum Beispiel die Arbeitslosenstatistik, schön aufhübschen, indem man zum Beispiel die 1-Euro-Jobber, die Kranken und andere nicht in die Definition „arbeitslos“ aufnimmt. </p>
<p>Zahlen aus dem Zusammenhang zu reißen beziehungsweise in einen falschen Zusammenhang zu setzen, ist auch eine beliebte Methode der Manipulation. Was ist die kriminellste Stadt der Welt? Eigentlich Mogadischu und die Ciudad de Juarez. Thorsten Havener stellt fest: „Aber man kann statistisch sagen – ganz seriös nach Zahl der Delikte pro Zahl und Einwohner eingeteilt –, dass eigentlich Vatikan-Stadt die kriminellste Stadt der Welt ist. Das liegt aber nur daran, dass hier 18 Millionen Pilger und Touristen im Jahr hinkommen. Da kommt es eben zu dem einen oder anderen Diebstahl.“ </p>
<p><strong>Falsche Bezugsgrößen verdrehen die Realität</strong></p>
<p>Wenn man die Bezugsgröße falsch setzt oder gar weglässt, dann kann man die Realität ganz schön verdrehen. Einfaches Beispiel: „Im letzten Jahr haben wir in Nordrhein-Westfalen 2.200 vollzeitbeschäftigte Lehrer eingestellt“, sagte einmal ein Ministerpräsident von NRW. Aber bei genauerer Betrachtung hatte er einfach diese wahre Zahl genommen, dabei jedoch unterschlagen, dass im gleichen Jahr 2.500 Lehrer aus dem Dienst ausgeschieden waren. Damit ist die Zahl der Lehrer eigentlich sogar zurückgegangen!</p>
<p>Die Frage nach Ursache und Wirkung ist Thorsten Haveners Lieblingsmethode: „Wenn zwei Dinge korrelieren, dann ist man schnell dabei, da eine kausale Beziehung herzustellen.“ Zu beweisen, dass es nicht so ist, wie der andere behauptet, ist in vielen Fällen unmöglich. Das ist unter anderen auch eines der Totschlagargumente von Menschen, die mit Statistiken manipulieren. Der Wissenschaftler Carl Sagan sagte in einer seiner Fernsehsendungen über die Beweislast folgendes: „Außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnlich starke Beweise.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Gedächtnis ist kein Datenspeicher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 01:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Rationalität]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschliches Erleben und Erinnern sind in hohem Maß subjektiv bestimmt und in der Regel nimmt man dies nicht wahr. Denn das Gedächtnis funktioniert nicht wie ein Datenspeicher, in dem man unverändert reproduzierbare Inhalte abspeichern kann. Thomas Fischer fügt hinzu: „Merken und Erinnern sind vielmehr stark mit Emotionen, einer Gesamtheit von sensorischen, unbewussten und reflektierten Prozessen ... <a title="Das Gedächtnis ist kein Datenspeicher" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-gedaechtnis-ist-kein-datenspeicher.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Gedächtnis ist kein Datenspeicher">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschliches Erleben und Erinnern sind in hohem Maß subjektiv bestimmt und in der Regel nimmt man dies nicht wahr. Denn das Gedächtnis funktioniert nicht wie ein Datenspeicher, in dem man unverändert reproduzierbare Inhalte abspeichern kann. Thomas Fischer fügt hinzu: „Merken und Erinnern sind vielmehr stark mit Emotionen, einer Gesamtheit von sensorischen, unbewussten und reflektierten Prozessen verbunden.“ Die Speicher der Erinnerung sind Teil des Gesamtkörpers eines Menschen. Erinnerung ist nicht das Öffnen einer Datei, sondern die Neukonstruktion einer Gesamtsituation, die ihrerseits wiederum ein Gefühls- und Reflexionsprozess ist. Dieser wird verarbeitet und hat seinerseits Einfluss auf das Ergebnis des Erinnerns. So entsteht jedes Mal ein etwas anderes Bild der Vergangenheit. Thomas Fischer war bis 2017 Vorsitzender des Zweiten Senats des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe. <span id="more-2610"></span></p>
<p><strong>Es entstehen immer mehr „parallele“ Wahrheiten</strong></p>
<p>Durch gezielte oder unbeabsichtigte Einflussnahmen ist es ohne weiteres möglich, in Personen lebhafte Erinnerungen hervorzurufen, die tatsächlich niemals stattgefunden haben. Auch solche scheinbaren Erinnerungen akzeptieren die betroffenen Personen schließlich als Wahrheit. Eine in den letzten Jahren verstärkt zu beobachtende sozialpsychologische Erscheinung ist das Entstehen von „parallelen“ Wahrheiten. Diese umfassen nicht allein Wertungen und Beurteilungen, sondern beziehen sich explizit auf Tatsachen. Dies sind zum einen die erstaunlich verbreiteten Verschwörungstheorien, die beliebige Tatsachen zu geschlossenen, wahnhaft erscheinenden Deutungssystemen integrieren.</p>
<p>Zum anderen sind es die politisch, ideologisch oder religiös motivierten Weigerungen, Tatsachen außerhalb des eigenen Deutungskontexts überhaupt oder als potenziell wahr zur Kenntnis zu nehmen. Die Begriffe „Fake News“ und „Alternative Facts“ stammen nicht zufällig aus dem Bereich der amerikanischen Kommunikation. In dieser hat eine Kombination von Meinungen mit Tatsachen du Spaltung des Wirklichkeitsempfindens ein früher kaum vorstellbares Ausmaß erreicht.</p>
<p><strong>In Europa herrscht eine Kultur der Rationalität</strong></p>
<p>Die Menschen in Europa leben seit rund fünfhundert Jahren vorwiegend in einer Kultur der Rationalität. Die Vernunft im Sinn einer Systematisierung von Erkenntnissen ist dabei das Prinzip des Denkens und das Garantieversprechen einer Definition der Wahrheit. Es wird den Menschen heute nicht als abstraktes Prinzip zugeschrieben, sondern als individuelle Eigenschaft und Pflicht: Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung, Selbstbestimmung. Im Zentrum des Denkens der Moderne steht der Mensch als Ich, Selbst, Subjekt.</p>
<p>Thomas Fischer stellt fest: „Es ist in der Welt am Ende des 20. Jahrhunderts jedenfalls nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg bestreitbar, dass es bei der Beurteilung von abweichendem Verhalten und individuelle Schuld und Verantwortung geht. Und dass dies eine wahre, das heißt rational nachvollziehbare, legitime und allgemein akzeptable Zuweisung von Schuldvoraussetzungen erfordert.“ Es reicht zur Bestrafung wegen Mordes also nicht aus, dass Personen durch Eingebung, Traum oder kraft Tradition überzeugt sind, ein Beschuldigter habe dafür gesorgt, dass eine andere Person starb. Die Wahrheit muss nach Maßstäben festgestellt werden, die rationalen Sinnzusammenhängen folgen. Quelle: „Über das Strafen von Thomas Fischer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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